DE2715049A1 - Abscheider fuer leichtfluessigkeiten - Google Patents
Abscheider fuer leichtfluessigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abscheider für Leichtflüssigkeiten wie Öl, Benzin, Benzol und dgl. aus Wasser,
mit einem in Längsrichtung durchströmten Becken, in dem eine Vielzahl von sich in Längsrichtung des Beckens erstreckenden
parallelen Platten angeordnet sind.
Aus "Erdöl und Kohle, Erdgas, Petrochemie", 1961,
Seite 742, ist es bekannt, in einem Ölabscheider eine Vielzahl von waagerechten oder in Querrichtung des Beckens
geneigten Platten anzuordnen. Diese haben den Zweck, den Aufstiegsweg der Öltröpfchen zu verkürzen. Hierdurch kann
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2 7 1 - f ! q
O
der Abscheidegrad erheblich verbessert bzw. die für die Abscheidung
nötige Baulänge des Abscheiders verkürzt werden.
Nachteilig ist jedoch bei diesem bekannten Abscheider, daß die waagerechten oder schrägen Platten eine wirksame
Reinigung des Abscheiderbeckens von Schlammablagerungen nicht zulassen. Das Plattenpaket muß deshalb in regelmäßigen
Abständen völlig aus dem Abscheider herausgehoben werden, so daß einerseits das Plattenpaket selbst und andererseits
das Abscheiderbecken gereinigt und von Ablagerungen befreit v/erden können. Für viele Anwendungszwecke und Einbauverhältnisse
ist aber ein Abscheider, dessen Plattenpaket herausgenommen werden muß, unbrauchbar und deshalb
das Prinzip, den Abscheidungsgrad durch den Aufstiegsweg verkürzende Einbauten zu verbessern, nicht anwendbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Leichtflüssigkeitsabscheider der genannten Art zu schaffen, der eine einfache
Reinigung von Schlammablagerungen zuläßt, gleichwohl aber einen sehr hohen Abscheidegrad aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Platten lotrecht angeordnet sind. Durch die lotrechte
Anordnung können die Platten selbst und der Beckenboden leicht von Ablagerungen gereinigt werden, indem z.B. Absaugeeinrichtungen
von oben her durch die Zwischenräume der Platten eingeführt werden. Andererseits hat es sich aber
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2 τη s, f .- ■· α
überraschenderweise gezeigt, daß auch lotrecht stehende Platten in der Lage sind, eine erhebliche Steigerung des
Abscheidegrades zu bewirken. Dies ist deshalb überraschend, weil bei lotrechten Platten das Prinzip der Verkürzung des
Aufstiegsweges der Öltröpfchen nicht zum Zuge kommt. Vielmehr
haben die Öltröpfchen zwischen den Platten die volle Höhe bis zur Oberfläche zurückzulegen. Trotzdem bewirken
die lotrechten Platten eine erhebliche Verbesserung der Abscheidung, was einerseits auf der Strömungsberuhigung
und der Verringerung der Reynolds-Zahl in den durch die
Platten getrennten schmalen Strömungskanälen beruht und andererseits auch durch den sogenannten Koaleszenz-Effekt
unterstützt wird, nämlich einer durch die lotrechten Platten begünstigten An- und Zusammenlagerung der kleinen Tropfchen
und kolloid-dispersen Teilchen zu größeren, schneller nach oben steigenden Tropfengebilden.
Dieser Koaleszenz-Effekt wirkt sich um so stärker aus, je näher die Platten aneinander stehen, und deshalb sind
erfindungsgemäß Plattenabstände von wenigen Zentimeter bis maximal 5 cm bevorzugt. Weiterhin kann die Wirkung der Platten
dadurch noch verstärkt werden, daß die Platten im lotrechten Schnitt ein wellenförmiges oder zickzackförmiges
Profil aufweisen und/oder daß sie aus einem Werkstoff mit hydrophoben und/oder oleophilen Oberflächeneigenschaften
bestehen bzw. mit einem solchen Werkstoff beschichtet sind.
- 3 809841/0284 ORIGINAL INSPECTED
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird die Reinigung des Abscheiders dadurch noch weiter erleichtert, daß die Platten in Querrichtung des Beckens verschiebbar
gelagert, insbesondere an ihren oberen Enden oberhalb des Flüssigkeitspiegels an querverlaufenden Gleitführungen
aufgehängt sind. Sie können dann von Hand oder durch eine hierzu vorgesehene Transporteinrichtung nach der einen
oder nach beiden Seiten des Beckens hin zusammengeschoben werden, so daß sie die Beckenmitte für die Reinigung freigeben.
Zugelemente können die vorgeschriebenen Abstände der Platten festlegen.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der
Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigen schematisch den Leichtflüssigkeits-
und 2
abscheider im Längsschnitt bzw. in perspek
tivischer Darstellung.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das Plattenpaket mit einer Transportvorrichtung.
Fig. 4 zeigen schematisch die Zugelemente an den und 5
oberen Enden der Platten in auseinanderge
zogener bzw. zusammengeschobener Stellung.
Fig. 6 zeigen im lotrechten Schnitt bevorzugte Pro- und 7
file der Platten.
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Gemäß Fig. 1 und 2 besteht der Abscheider aus einem rechteckigen Becken 1 mit einem Zulauf 2, dem eine Prallwand
3 zur Strömungsberuhigung und gleichmäßigen Verteilung über die Beckenbreite nachgeschaltet ist, und einem
Ablauf 4, dem eine Tauchwand 5 zum Zurückhalten der abgeschiedenen Leichtflüssigkeitsschicht 6 vorgeschaltet
ist. In dem Becken ist eine Vielzahl von lotrechten, in Längsrichtung des Beckens verlaufenden parallelen Platten
7 angeordnet, die sich vom Bodenbereich des Beckens 1 bis über das Flüssigkeitsniveau 8 im Becken erstrecken und an
ihren oberen Endenan quer über das Becken 1 verlaufenden Stangen 9 aufgehängt und verschiebbar geführt sind.
Die Platten 7 erstrecken sich über einen wesentlichen Teil, z.B. ca. die Hälfte der/fitrömungsstrecke von der Prallwand
3 zu der Tauchwand 5 und unterteilen den Strömungsquerschnitt des Beckens 1 in zahlreiche parallele, schmale
und hohe Strömungskanäle, wodurch das Ansteigen der Leichtflüssigkeitsteilchen zur Oberfläche begünstigt wird. Die
Platten haben vorzugsweise einen Abstand von nur wenigen Zentimeter, maximal etwa 5 cm , so daß die Wahrscheinlichkeit
für ein Leichtflüssigkeitsteilen, mit der Plattenoberfläche in Berühung zu kommen, relativ groß ist. Die Platten
bestehen vorzugsweise aus einem hydrophoben bzw. oleophilen Werkstoff, z.B. einem Kunststoff, oder sind mit einem solchen
beschichtet. Hierdurch werden Leichtflüssigkeitsteilchen bevorzugt an der Plattenoberfläche haften und sich dort
dann
zu größeren Teilchen zusammenlagern, dielan der Plattenoberfläche
oder-nach ihrer Ablösung- zwischen den Platten
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rasch nach oben steigen.
Für Reinigungszwecke können die verschiebbar gelagerten Platten nach der Seite des Beckens hin verschoben werden,
so daß der Beckenboden für Saugschläuche und Handräumgeräte frei zugänglich ist, um Ablagerungen zu entfernen.
Das Verschieben der Platten 7 kann von Hand erfolgen, vorzugsweise ist aber für das Verschieben der Platten 7 eine
Transportvorrichtung vorgesehen. Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 3 kann diese Transportvorrichtung aus Ketten 10
bestehen, die um Rollen 11 umlaufen und deren nach der einen bzw. anderen Richtung laufendes Trum bei 12 und 13 mit
den beiden der Beckenmitte am nächsten liegenden Platten 7J,
7" verbunden sind. Eine Verbindungskette 14 sorgt für einen synchronen Antrieb der Ketten 10 durch einen (nicht dargestellten)
Hand- oder motorischen Antrieb. Werden die Ketten in der in Fig. 3 angegebenen Pfeilrichtung bewegt, so
schieben sich die Platten 71, 7" in entgegengesetzter Richtung
zu den beiden Beckenlängswänden hin, wobei auch die übrigen Platten 7 mitgenommen werden. Werden die Ketten 10
in der entgegengesetzten Richtung bewegt, so transportieren sie die Platten 7,7' wieder in ihre Betriebsstellung in
der Beckenmitte, wobei die übrigen Platten 7 durch Zugelemente mitgenommen werden. Diese Zugelemente können gemäß
Fig. 4 und 5 aus an den Plattenenden schwenkbar gelagerten Lenkern 15 bestehen, die mit einem Führungsschlitz 16 einen
Zapfen 17 der jeweils benachbarten Platte umfassen. Im aus-
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einandergezogenen Zustand gemäß Fig. 4 liegen die Zugelemente 15 den maximalen Abstand der Platten 7» z.B. auf 5 cm, fest,
während sie bei zusammengeschobenen Platten 7 die in Fig. 5 gezeigte Lage haben.
Die Platten können gemäß Fig. 6 ein wellenförmiges oder
gemäß Fig. 7 ein zickzackförmiges Profil aufweisen. Hierdurch wird bewirkt, daß sich die kolloiden bzw. feinstverteilten
Öltröpfchen jeweils an den nach unten geneigten Flächenbereichen bei 18 anlagern und zu größeren Tropfen zusammenfügen,
die sich dann von den Platten 7 ablösen und, wie bei 19 angedeutet, nach oben steigen. Umgekehrt seken sich auf den nach
oben geneigten Flächenbereichen der Platten 7 Sinkstoffe 20 ab, die ebenfalls in dem Wasser in feinstverteilter Form vorhanden
sein können, und rutschen von diesen Flächenbereichen nach unten zum Beckenboden. Diese Wirkung kann noch dadurch
unterstützt werden, daß selektiv nur die nach unten gerichteten Flächenbereiche (z.B. 21 in Fig. 7) der Platten 7 mit
einem oleophilen Material beschichtet sind, während die nach oben weisenden Flächenbereiche (z.B. 22 in Fig. 7) unbeschichtet
bzw. hydrophil beschichtet sind.
Da die Platten 7 aufgrund ihrer lotrechten Anordnung weder seitlichen Strömungskräften noch Belastungen durch abgelagerte
Schichten ausgesetzt sind, genügt es, sie an ihrem oberen Ende aufzuhängen, wie bei dem Ausführungsbeispiel gezeigt,
und ferner können die Platten aus einem relativ dünnen
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und leichten, eventuell auch biegsamen Material bestehen. Das ganze Plattenpaket ist relativ leicht und billig herstellbar
und kann auch nachträglich noch in vorhandene Abscheider eingesetzt werden, wodurch deren Abscheideleistung
erheblich verbessert werden kann. Es ist vorteilhaft, wenn sich die Platten, wie bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel, nicht ganz bis zum Zulauf bzw. Ablauf erstrecken, sondern daß sich zwischen dem Zulauf
und den Platten eine freie Strömungsstrecke für die Grobabscheidung von Sinkstoffen befindet und zwischen dem ablauf
seitigen Ende der Platten und der Tauchwand 5 eine weitere freie Strecke, in der Öltropfen, die relativ weit
unten aus dem Plattenpaket austreten, noch ausreichend haben, zur Oberfläche zu steigen.
Die Platten brauchen nicht bis über den Flüssigkeitsspiegel 8 nach oben reichen; es genügt vielmehr, wenn sie
knapp unterhalb der zu erwartenden Leichtflüssigkeitsschicht 6 oder innerhalb dieser Schicht enden.
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Claims (11)
1. Abscheider für Leichtflüssigkeiten, wie Ul, Benzin,
benzol und dgl. aus Wasser, mit einem in Längsrichtung durchströmten
Becken, in dem eine Vielzahl von sich in Längsrichtung des Beckens erstreckenden parallelen Platten angeordnet
ist, dadurch geken η zeichnet, dai3 die Platten (7) lotrecht angeordnet sind.
2. Abscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß sich jede Platte (7) vom Bodenbereich
des Beckens (1) bis über den Flüssigkeitsspiegel (8) des Beckens erstreckt.
3. Abscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e kennzei
chnet, daß die Platten (7) aus einem Werkstoff mit hydrophoben und/oder oleophilen Oberflächeneigenschaften
bestehen oder mit einem solchen Werkstoff beschichtet sind.
4. Abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Platten (7) im lotrechten
Schnitt ein wellenförmiges oder zickzackförmiges Profil aufweisen.
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ORIGINAL INSPECTED
5. Abscheider nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Platten nur in den naca
unten geneigten Flächenbereichen hydrophob bzw. oleophil
beschichtet sind.
b. abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dac.urc ι
gekennzeichnet , dai3 die Platten (7) in Querrichtung
des Beckens (1) horizontal verschiebbar gelagert sind.
7. Abscheider nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Platten (7) an ihren oberen Endeian
das .decken in Querrichtung überspannenden Gleit führung en
(9) aufgehängt sind.
8. Abscheider nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Platten (7) durch ihre
Abstände festlegende Zugelemente (15) verbunden sind.
9. Abscheider nach einem der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch eine Transporteinrichtung
(10) zum Verschieben der Platten (7).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet , daß die Transporteinrichtung (10) derart
ausgebildet ist, daß sie die Platten von der Beckenmitte nach beiden Seiten zu den Beckenlängswänden schiebt.
- 10 -809841/0284 BAD ORIG1NAL
11. Abscheider nach einem der Ansprücne 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet , daß sich zwischen
dem Zulauf (2, 3) und dem zulaufseitißen Ende der Platten
(7) und/oder zwischen dem ablaufseitigen Ende der Platte
(7) und dem Ablauf (4, 5) jeweils eine freie Fließstrecke in dem becken (1) befindet.
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ORK3INAL tNSPECTED
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAM | Search report available | ||
| OC | Search report available | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: PASSAVANT-WERKE AG & CO KG, 6209 AARBERGEN, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C02F 1/40 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |