DE2712249A1 - Verfahren und einrichtung zur einstellung der glastemperatur in einer ofenvorkammer - Google Patents
Verfahren und einrichtung zur einstellung der glastemperatur in einer ofenvorkammerInfo
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Description
Hamburg, den 16. März 1977
198277 2712249
Priorität: 2. August 1976, U.5.A, Pat.Anm.lMr. 711 üßO
Anmeldsr;
C. Rhett, Inc.
545 Industry Drive
Tukiuila, Washington 98188
U.S.A.
545 Industry Drive
Tukiuila, Washington 98188
U.S.A.
Verfahren und Einrichtung zur Einstellung der Glastemperatur
in einer Ofenvorkammer
Bei vielen, falls nicht den meisten Glasherstellungsgängsn
ist es äußerst erwünscht, daß das aus der UJaηne eines Vorherdes
kommende geschmolzene Glas eine vorbestimmte Posten· temperatur hat, um die Herstellung von Flaschen, Gefäßgn
oder dergleichen unter den günstigsten Bedingungen zu ermöglichen. Als unmittelbares Ergebnis einer Ungleichförmigkeit
der Postentemperaturen sind festzustellen:
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a) die ungleichmäGige Verteilung des Glases in den Seitenwänden
von Behältern oder Flaschen;
b) die unerwünscht geringe Wandstärke und Druckfestigkeit
bei Prüfungen;
c) schlechtes Aussehen der Oberfläche und ungleichmäßige
optische Eigenschaftpn der geformten Glasgegenstände;
d) ungewöhnlich langsame Arbeitsabläufe in den Formungsmaschinen, wodurch die Wirtschaftlichkeit der Herstellungsverfahren
merklich beeinträchtigt wird;
e) praktische Schwierigkeiten aufgrund mangelnder Temperaturgleichmäßigkeit
der Glasposten bei Einrichtungen mit Doppel- oder vielfacher Glaspostenabgabe und
f) ungenaue EinhaJtung des Gewichtes der Glasposten, wenn
fortlaufende Reihen von Glasposten abgegeben werden.
Es wird allgemein anerkannt, daß der Ursprung der Schwierigkeiten
in der Art und Weise liegt, in der Wärme aus dem geschmolzenen
Strom in dem Kühlungsbereich des Vorherdes entnommen wird, und zwar meistens durch Wärmeabsorption am
Grund oder Boden und den Seitenwänden des Vorherdkanales.
Da die Verluste praktisch nicht steuerbar sind, wird die übliche Homogenität der Temperatur des Glases, das aus dem
eigentlichen Ofen einfließt, empfindlich gestört, wenn das Glas durch den Vorherd zu fließen beginnt. Trotzdem ist
es erforderlich, daß das Glaa gekühlt und so eingestellt
wird, daß es die schließliche Glaspostentemperatur erreicht, die merklich geringer als die im eigentlichen Ofen herr-
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sehende Temperatur ist. Bei der bisher üblichen Praxis
wird dafür gesorgt, daß die Temperatur langsam vom Ofen bis zur Abgabeöffnung in einer allmählich absteigenden
Kurve abfällt, wobei der Abfall mehr oder weniger empirisch dadurch gesteuert wird, daß der Glasschmelze-Strom
von der Oberseite her und auch etwas von der Unterseite her geheizt wird. Aufgrund der Heizung von unten her werden
innerhalb des Glasstromes geringfügige Joule-Effekt-Ströme
erzeugt, die dazu neigen, eine geringfügige Umwälzung hervorzurufen
und aufgrunddessen ein gewisses Ausmaß an Vermischung
der im Randbereich liegenden kühleren und im Wittelbereich
liegenden wärmeren Glasmengen. Es ist festgestellt worden, daß diese Vorgänge im Glasstrom zwar zu
einer Verbesserung des Arbeitsablaufes in einem geringfügigen
Ausmaß führen, sie jedoch nicht geeignet sind, vollständig die Schwierigkeiten zu beseitigen. Ein bekannter
Lösungsversuch besteht darin, eine Ringelektrode in der Wachbarschaft der lllannenabgabeöffnung anzuordnen, ohne dadurch
jedoch eine volle oder befriodigende Homogenität in
den abgegebenen Glasposten zu erreichen, da oft in den Glasposten überhitzte Schlieren auftreten, die durch die
Ringerhitzer verursacht werden.
Es ist daher ein Hauptzweck der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem ein Vorherd so betrieben werden kann,
daß die erforderliche Temperatureinstellung, die im Vorherdkanal
zwischen dem Ofen und der Abgabeöffnung erreicht
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werden muQ, voll steuerbar ist, so daß Glasposten mit rundum verbesserter Gleichförmigkeit erzeugt werden können.
Bei Erreichung dieses Zieles ergeben sich auch erhöhte Formgeschwindigkeiten, eine Verringerung des Abfalls an
fehlerhafter Ware, verursacht durch schlechte Oberfläche
und ungleichmäßige Wandstärken, und eine Verbesserung der optischen Eigenschaften der hergestellten Ware.
ErfindungsgemäQ werden diese Ziele dadurch verwirklicht,
daß die Temperatur eines größeren Teiles des Glasstromes abrupt gesenkt wird, wenn dieser in den Vorherd eintritt,
und zwar von der erhöhten Temperatur des Ofens auf eine Temperatur, die angenähert gleich, aber Über einer vorbestimmten Glaspostentemperatur liegt. Sodann wird der Strom
nahezu sofort einer mechanischen Vermischung und Homogenisierung unterworfen, gerade bevor er in den Bereich des
Vorherdes eintritt, in dem die Einstellung durch gesteuerte Erwärmung erfolgt, die schwache 3oule-Effekt-Ströme hervorruft und eine Abwärtstemperatureinstellung mit Normalisierung und Homogenisierung in dem Schmelzstrom ermöglicht,
bevor der Glasposten gebildet wird.
Die Temperatur des geschmolzenen Glases, das durch einen Vorherd zwischen einem Schmelzofen und einer Abgabeöffnung
in einer vom Ofen entfernt liegenden Wanne hindurchgeht, wird nach der Erfindung durch ein Verfahren gesteuert und
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eingestellt, das einen plötzlichen Temperaturverringerungsschritt
im Bodenbereich in der unmittelbaren Nähe des Eintrittes des Glases vom Ofen in die Vorherdkühlungszono vorsieht,
und zuiar auf eine Temperatur, die angenähert gleich,
aber über einer vorbestimmten Glaspostentemperatur liegt. Danach wird das sich abkühlende Glas vermischt und homogenisiert,
während es beim UJeiterf ließen in den Einstelibereich
eintritt. Dabei wird mährend der Einstellung eine Erwärmung
von der Oberfläche her vermieden und der Glasstrom nur einer gesteuerten Erwärmung von der Unterseite her, verbunden
mit einem schwachen Joule-Effekt, unterworfen, so daß dadurch eine Temperaturnormalisierung und -homogenisierung
innerhalb des gesamten Stromes erreicht wird, worauf dae Glas bei einer bestimmten Temperatur an der Austrittsöffnung abgegeben wird.
U/eitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und
der Zeichnung, in denen die Erfindung beispielsweise erläutert und dargestellt ist.
Es zeigen :
Es zeigen :
Fig. 1 vereinfacht einen Längsschnitt durch einen zur Ausführung der Erfindung hergerichteten Vorherd
und
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Horizontalschnitt durch den Vorherd nach Fig. 1.
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Ein zur Ausführung der Erfindung geeigneter Vorherd, siehe
Fig. 1, weist einen Kühlungsabschnitt 10, einen Einstellabschnitt
12 und einen Abgabeabschnitt 14 auf, der ein schwer schmelzbares Rohr 15 enthält. Der Vorherd endet in
der üblichen Vorherdwanne 16 mit einem senkrecht einstellbaren
Tauchkolben 17 innerhalb des Rohres 15, dem dio Abgabeöffnung 18 im Boden 19 der Wanne zugeordnet ist. Geschmolzenes
Glas fließt durch die Öffnung 18 nach unten, um daraus eine Reihe von Glasposten herzustellen. Das geschmolzene
Glas geht zwischen gegenüberliegenden Klingen 20, 22 hindurch, die sich durch den senkrechten Strom hin- und her·
bewegen, um eine Glaemenge in Form eines Postens 24 abzusondern,
der dann in eine nicht dargestellte Formeinrichtung überführt wird.
Der Vorherd hat die übliche Kanalform mit gegenüberliegenden,
allgemein parallelen Seitenwänden 26, 26 und einem Ooden 28, die alle aus feuerfestem Material bestehen, das
widerstandsfähig gegen die U/ärme und die Erosion des geschmolzenen
Glases ist, das aus dem Betriebsbereich eines üblichen Glasofens 30 abfließt. Das Glas fließt in den Vorherdkanal
vom Ofen über den Randblock 34 und unter einem üblichen Abschäumungselement 36 hindurch. Wie Fig. 2 zeigt,
verringert sich der Eintrittsquerschnitt des Vorherdes durch die zusammenlaufenden Seitenwände 38, 38 und 40, 40,
so daß der Vorherd in der üblichen UJanne 16 von halbkreisförmiger
Form endet, die die lliannenwand 42 aufweist, die
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vom Boden 19 aufragt. Die Decke oder Krone 44 reicht über
die volle Länge des Vorherdkanals. Es ist zu beachten, daß dieser Vorherd nicht die von obon wirkonden Heizvorrichtungen
aufweist, die sonst in dem Raum über dem geschmolzenen
Glas angeordnet sind. Aufgrunddessen liegt die Decke
des Vorherdes allgemein näher über dem Glas als bei den bisherigen üblichen Vorherdausführungen. Es erscheint vorteilhaft,
ungefähr 1 Zoll (etwa 2,54 cm) als Abstand zwischen der Deckenunterseite und der Oberfläche dos Glases
vorzusehen. Züge oder Kamine und andere IYIi11β 1 zur Ableitung
von Verbrennungsprodukten können daher entfallen. Damit wird es möglich, eine äußerst kompakte Vorherdeinheit zu schaffen.
Der Kühlungsabschnitt 10 des Vorherdes ist mit einer Anzahl von Ulärmoabzügen 46 versehen, die im Boden 28 angeordnot
sind. Die bevorzugte Anordnung der Wärmeabzüge 46 ist am besten aus Fig. 2 zu ersehen. Jeder UJärmeabzug oder -abfluß
46 ist eine tuärmeabsorbierende Vorrichtung, die ständig im
Vorherdboden 28 eingebaut ist und in Berührung mit der Unterseite
des Schmelzglasstromes 48 steht. Jeder Uiärmeabzug 46 ist an eine Strömungsmittelzufuhrleitung 50 und an einen
SammelabfluG 52 angeschlossen. Die erzwungene Umwälzung von Wasser oder Dampf oder Luft durch die Wärmeabzüge 46 sorgt
für eine plötzliche Verringerung der Temperatur im unteren Abschnitt des Glasstromes, wenn dieser in den Vorherdkanal
vom Ofen 30 aus eintritt. Vorzugsweise sind die Uiärmeabzüge
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46 aus einem nicht verschmutzenden, langlebigen lYlolybdänlYlaterial hergestellt. Sie sind lecksicher im Boden 28 abgedichtet.
In den Wänden 26, 26 sind als erstes Heizmittel zwei Roihon von unter der Oberfläche liegenden Elektroden 54, 56 uinander gegenüber angeordnet. Die Elektroden der zwei Roihon
sind in üblicher Weise an eine einstellbare Stromquelle angeschlossen und liefern Wärme in gesteuerter menge. Eine
zweite Gruppe von einander gegenüber und untor der Glasoberfläche liegender Elektroden 57, 5Θ bildet ein zweites
System oder mittel zur Einführung von Wärme in den Glasstrom innerhalb des Vorherdes. Die Elektrodengruppe 57, 5U
ist ebenfalls in den Wänden 26, 26 angeordnet und an eine steuerbare Quelle elektrischer Energie angeschlossen. Eine
dritte Gruppe einander gegenüber und unter der Glasoberfläche liegender Elektroden 60, 62 befindet sich im Einschnürungsabschnitt des Einstellbereiches des Vorherdkanales zwischen den einander sich nähernden Wänden 38, 30.
Diese Gruppe bildet eine dritte, unabhängig einstellbare Vorrichtung zur Wärmeeinleitung, die auf den Glasstrom
einwirkt. Eine weitere, vierte Vorrichtung zur Einleitung von Wärme in das Glas wird durch die Gruppen einander gegenüberliegender Elektroden 64, 66 in dem Abgabeende des
Einstellabschnittes gebildet, der im Vorherdkanal zwischen
den Wänden 40, 40 liegt. Diese Elektroden sind ebenfalls
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an eine einstellbare Quelle für elektrische Energie angeschlossen.
In einem Vorherdkanal, in dem der Kühlungsabschnitt 10 etwa
5 Fuß (1 FuG = etuia 0,30 m) lang ist und der Einatellabschnitt
12 etuia weitere 11 oder 12 FuQ Länge hat, weist vorzugsweise die erste Gruppe von Elektroden 54, 56 auf
jeder Seite sechs Elektroden in einer Reihe auf. Die zweite Gruppe 57, 58 hat fünf Elektroden auf jeder Seite, die
dritte Gruppe 60, 62 sechs Elektroden auf jeder Seite und die letzte oder vierte Gruppe 64, 66 sechs Elektroden auf
jeder Seite. Alle Elektroden ip zugeordneten Paaren liegen unter der Oberfläche des Glasstromes 48, und zwar etwa auf
der Hälfte des Füllstandes, gemessen vom Kanalboden 28.
Die Elektroden der verschiedenen Gruppen erzeugen schwache Joule-Effekt-Ströme innerhalb des sich im Vorherd bewegenden
Glases.
Im Vorherdkanal liegt anschließend an die UJärmeabzüge 46
eine Rühr- oder Wischvorrichtung 70, die auf den Strom des geschmolzenen Glases einwirkt. Das Glas, das durch Kontakt
mit den Kanalwänden 26, 26 und dem Boden 28 einer merklichen Temperaturverringerung unterworfen worden ist und dessen
Temperatur auch abrupt durch die UJärmeabzüge 46 gemindert worden ist, ist vor der Wischvorrichtung 70 inhomogen.
Die !mischvorrichtung 70 arbeitet so, daß die kühleren und
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und wärmeren Teile des Glases vermischt und verrührt werden, so daß das Glas einen im wesentlichen homogenen Zustand
erreicht, während es weiter zur Einstellzone des ersten und des im Querschnitt verringerten Vorherdkanalabschnittes und
durch diese Abschnitte hindurchfließt.
Ein üblicher Vorherd wird so betrieben, daß er Glas vom Ofen bei einer Temperatur aufnimmt, die gegenüber der erwünschten und vorbestimmten Glaspostenabgabetemperatur erhöht ist, worauf das Glas, während es durch den Vorherd
hindurchgeht, langsam gekühlt und dabei Wärme, gewöhnlich von der Glasoberfläche her zugeführt wird, um die Temperaturverluste im Glasstrom entlang jenen Abschnitten auszugleichen, die in Kontakt mit dem Kanalboden und den Seiten
stehen. Gemäß der Erfindung werden die unteren zentralen und mittleren Abschnitte des in den Vorherdstrom eintretenden Glases abrupt auf eine Temperatur gekühlt, die angenähert gleich, jedoch über der vorbestimmten Glaspostentemperatur liegt. Unmittelbar nach dieser plötzlichen Kühlung
weist der Glasstrom einen oberen mittleren Abschnitt auf, der noch hohe Temperatur hat und über dem unteren kühleren
Abschnitt liegt und von den kühleren Seitenabschnitten flankiert ist. Trotz der Joule-Effekt-Ströme muß die Inhomogenität des Glases überwunden werden, und zwar, wie beschrieben, durch den mechanischen IYIi sch Vorgang. Der sich
ergebende, vorwärtsfließende Strom, der homogener ist, empfängt weitere Einstellwärme und ist schwachen Joule-Effekt-
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Strömen von der Unterseite der Oberfläche her unterworfen,
wenn er zwischen den Elektrodengruppen 60, 62 und 64, 66 hindurchgeht. Die Zeitspanne, während der irgendein Uuorabschnitt des sich ständig bewegenden Glasstromes durch
den Einstellbereich hindurchgeht, wird so gewählt, daß er wenigstens zweimal so lang wie die Zeit ist, während der
dieser Abschnitt der plötzlichen Temperaturverringerung in dem ersten Kühlungsbereich bei den lüärmeabzügen 46 ausgesetzt war.
Für bestimmte Zwecke ist es empfehlenswert, das geschmolzene Glas einem weiteren Rühr- und Vermischungsvorgang in der
Nähe des Endes der Einstellung zu unterwerden. Dies wird mit Hilfe eines weiteren Drehrühr- und lilischgerätes 72 erreicht, das etwa zwischen der dritten und vierten Gruppe
von Elektroden, d.h. zwischen den Reihen 60, 62 und den Reihen 64, 66 angeordnet ist. Die Drehgeschwindigkeit der
Rühr- oder Iflischgeräte 70 und 72 wird nach Beobachtung der
Glasposten eingestellt, damit diese in ihrem Gewicht, der Farbe und Homogenität den Erfordernissen entsprechen. 3e
nach den Beobachtungen werden die Drehgeschwindigkeiten gegebenenfalls abgeändert.
Das erfindungsgemäOe Vorherdsystem, bei welchem die bisher
übliche Arbeitsweise der Zufuhr von U/ärrne auf die Oberseite
der Glasmasse vermieden wird, bietet eine Reihe von Uorteilen, die nicht ohne weiteres und von vornherein erkennbar
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sind. Oa Wärme in gesteuertem Ausmaß nur unter der Glasoberfläche zugeführt u/ird, verringert sich die senkrechte
Höhe des Vorherdes, u/eil die Feuerungskammern überflüssig werden, die bisher als unbedingt erforderlich betrachtet
wurden und über dem geschmolzenen Glas lagen. Die Decke liegt daher sehr eng benachbart zu der Glasoberfläche, uiin
auch aus Fig. 1 ersichtlich. Das geschmolzene Glas ist auf jeden Fall im feuerfesten Material eingeschlossen, das praktisch gleichmäßig über die gesamte Länge des Vorherdes vorhanden ist. Aufgrunddessen ist das Schema der Wärmeübertragung aus dem Glas auf den Boden, die Wände und die Decke
des Vorherdes im Vergleich zu bekannten Systemen merklich verändert. Bei üblichen Vorherdsystemen ist festgestellt
worden, daß von der Gesamtuiärme, die in und durch die feuerfeste Auskleidung übertragen wird, angenähert 40% über die
Bodenstruktur, 50% über die gewölbte Deckenkonstruktion
einschließlich ihrer Trägereinrichtung und die restlichen 10% etwa gleichmäßig durch die zwei Seitenuiände zerstreut
werden. Vergleichsweise wird im erfindungsgemäßen System die UJärmeverringerung des Glasstromes im wesentlichen gleichmäßig zwischen dem Boden 28, jeder der zu/ei Seiteniuände 26,
26 und der Decke 44 aufgeteilt. Infolgedessen hat der Strom
der Glasschmelze einen Gleichgewichtszustand, da alle vier äußeren Abschnitte Wärme in angenähert gleichem Ausmaß durch
Ableitung der feuerfesten Auskleidung verlieren.
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Mit dem Durchleiten des Glases durch den Vorherd wird
hauptsächlich beziueckt, die ursprünglich höhere Temporatur
auf den Wert einzustellen, der an der Abgabeöffnung vorlangt
wird, und das Glas der Abgabeöffnung in dem bestmöglichen
gleichförmigen und homogenen Zustand zuzuführen. Demnach ist die Aufrechterhaltung einer Symmetrie in der
UJärmeverringerungswirkung sehr wichtig, insbesondere, wenn
das geschmolzene Glas an der Glaspostenabgabeöffnung ohne
die üblichen, Schwierigkeiten verursachenden Hitzeschliüren
abgegeben werden soll. Durch Gewährleistung der Symmetrie in den Umfangstemperaturen des Glasstromes wird es möglich,
die schwachen 3oule-Effekt-Ströme zur Einwirkung auf den
Glasstrom und zur Überwindung der Inhomogenität im Glas zu
verwenden. Dies steht im Gegensatz zu üblichen Ansichten über Joule-Effekt-Ströme, siehe US-PS 3 326 655.
Für die Ausführung des erfindungsgemäGen Verfahrens ist ein
Vorherd der vorstehend beschriebenen Art besonders gut geeignet.
Die Anordnung der U/ärmeabzüge 46 eng benachbart zu
der Stelle, an der der Strom des geschmolzenen Glases bei
Temperaturen von etwa 2350 bis 24000F (etwa 1208 bis 1315°C)
in den Vorherd eintritt, sorgt für die gewünschte plötzliche Temperaturverringerung. Die UJärmeabzüge liegen vollständig
innerhalb des Kühlungsbereiches 10 und bewirken eine Verringerung von etwa 250 bis 300°F (etwa 121 bis 140°C) im
unteren zentralen oder mittleren Teil des Glasstromes auf eine Temperatur, die angenähert gleich, jedoch über der
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vorbestimmten Glaspostentemperatur liegt. Das bedeutet, daß die Temperaturen der oberen und Seitenabschnitte des
Glasstromes im Vergleich zu dem unteren Abschnitt höher
liegen. Das fließende Glas hat dadurch eine Gesamtmitteltemperatur von etwa 2200 F, wobei jedoch im Querschnitt
Temperaturunterschiede auftreten.
Um zu einer homogenen Temperatur im Glasstrom zu kommen, wird dieser praktisch unmittelbar anschließend durch die
Wirkung des mit Drehung arbeitenden IKlisch- oder Rührgerätes
70 einer mechanischen Vermischung unterworfen. Hierdurch werden die verschiedenen Abschnitte des Glasstromes zusammengezogen und gründlich durchgemischt, während das Glas sich
in den Bereich 12 hineinbewegt, den es mit einer bestimmten V/erweilzeit durchläuft, die durch die besondere Länge des
Bereichs 12 im Vergleich zum Bereich 10 begründet ist, wenigstens dem Doppelten der Zeit, die für die abrupte Temperaturverringerung des einfließenden geschmolzenen Glases
gebraucht wird. Während dieser Z. - .rinne tritt eine Normalisierung und Homogenisierung ein, zu der zum Teil auch
beiträgt, daß der Glasstrom schwachen Joule-Effekt-Strömen
unterworfen wird, wobei der gesamte Vorgang nach Beobachtung der Glasposten an der Abgabeöffnung noch beeinflußt werden
kann.
In dem Fall, daß das Glas in der Gesamtmasse Strähnen von übermäßig heißem Glas aufweist, kann der Strom einer weiteren
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Homogenisierung und Vermischung unmittelbar vor Eintritt in die Uianne 42 unterworfen werden. Hierzu wird das fflisch-
oder Rührgerät 72 gedreht.
Durch dieses l/erfahren wird Glas der Wanne mit etwa 2050
bis 2075°F (etwa 1121 bis 1135°C) zugeführt und weist dabr;i eine merklich gesteigerte Gleichförmigkeit und Homogenität
im Vergleich mit bisher bekannten Vorherd-Behandlungen auf.
- PATENTANSPRÜCHE -
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Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHEΊ . Vorfahren zum Einstellen einer Glasschmelze in oiriom Vorherd auf dom UJego von einem Schmelzofen nach ninnr in einer Wanne des Vorherdes befindlichen Abgabeüff niimj, dadurch gekennzeichnet, daß in der Niiho dos Übertritts tier Glasschmelze in den Vorherd ihre lemperaLur in einem unteren mittleren Gereich des Glasstromes jäh v/nrrinunrt wird bis auf eine Temperatur, die angenähert gleich, aber über dor vorher festgelegten Glaspos ton temperatur lingt, daß unmittelbar anschließend an die Temperaturverringerung die Glasschmelze bei ihrer Wei terliomonunn mechanisch vermischt und homogenisiert wird und daC dem Strom der Glasschmelze von untor dor Uberf-Uicho her fortlaufend Einstellmärmc), die einen schwachen Joulo-i- Tf okt auslöst, über eine Zeitspanne zugeführt wird, din wenigstens das Doppelte der Zeitspanne ausmacht, iiiährnnd r!or dor Glasschmelzestrom der plötzlichen Temperaturverringorung unterworfen morden ist, iuobei eine stromabiiiärtitje Trmperaturoinstellung auf im wesentlichen die vorhostimmte r.laspostenabnahmetemperatur ermöglicht wird im Zusammenhang mit einer Temporaturnormalisierung innerhalb des gesamten GtTOmOS1 und danach die Glasschmelze durch dio Öffnung dor lüanno in Gestalt einer Uoihe gloichförmigor Glasposten abgegeben wird.-17-709886/05^9i. .uvORIGINAL lNSi%dtÖ>- "ι ■
- 2. VQiTaWrGn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnete, y,~i*'· dia Eins tollung dar Tempora tür im Vorherd froi von ύ". .·- inozufuhr von dor Uborseito der Glnnschmolzo her \iav<,anomnion und Wärmo allein stromabwärts von dom L3craii.ii im.-lplötzlichen Tempera turverringarung unter der Glasou..rfläche zugeführt ujird.
- 3. Vorfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gokuunzoii . μ . c; ■., daß die Classclunalze in der Nähe das Eintritts id ι,ιυ Wanne dos Vurhordes zusätzlich mechanisch vormiaciiL umi homogenisiert u»ird .
- 4. Glassclimo lzo Ton mit einem Vorherd, dar im uesant Ii i.m.r, ein länglicher, mit feuerfestem Material auügckiüiii^ujt· Kanal ist, in dessen vom eigont liclien Schmelzofün .ί,ιι,ο-kehrten Ende eine Wanne mit einer in ihrem Boden bufim;-lichen Austrittsöffnung für die Abgabe von GlosposLou vorgesehen ist, wobei der einen im ujasentlichen lüiii.lichen Kanal bildende Vorherd mit Einrichtungen zur /wi'ijhrung von Wärme zu der durch den Vorherd fließenden Glasschmelze versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß uor innere freie Querschnitt des Vorherdes für eine im wesentlichen vollständige Ausfüllung durch den Glasscroni vorgesohon ist und der Vorherd im Bodenbereich in unmittelbarer Nähe der Anschlußstelle an den eigentlichem Schmelzofen eine Mehrzahl von Wärmeabzügen aufu/eist, daG am Ende des mit den Wärmeabzügen versehenen Bereiches709886/0549-18-ORIGINAL INSPECTEDeine Mischvorrichtung angeordnet ist und an den mi... tier !Mischvorrichtung versehenen Abschnitt ein Abschnitt :jn-Gchließt, der mit symmetriscii angeordneten, unter .ior rüllatandshöhe des Vorherdes liegenden UJärmezuf ülu υικμ;-vorrichtungen versehen ist, wobei dieser Abschnitt ütuia die doppelte Länge des mit den UJärmeabzügen uersehuncn Abschnittes hat.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekonnzoichnoL, ti^li die Docke des Uorherdes frei von UJärmezuführungsvoi."riciitungen ist.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 4 odor 5, dadurch gokonn,:uii.i.in;;., daß vor der tiiit der Abgabeöffnung verschonen UJanno ei na weitere mechanische mischeinrichtung im Vorherd ancjaordnet ist.70988fi/0549
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