DE2711994B2 - Fahrzeug, das gegenüber einem Fahrweg mit Hilfe einer anziehenden magnetischen Einrichtung und einer Zusatzkrafteinrichtung gehalten wird - Google Patents
Fahrzeug, das gegenüber einem Fahrweg mit Hilfe einer anziehenden magnetischen Einrichtung und einer Zusatzkrafteinrichtung gehalten wirdInfo
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Description
lu Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Wenn ein Fahrzeug mit Hilfe anziehender Magnete und einer Zusatzkrafteinrichtung in einem bestimmten
Di aanzbereich zu einem Fahrweg gehalten werden soll,
ist es günstig, die Spaltweite zwischen den Polflächen der anziehenden Magnete und der mit den Magneten
zusammenwirkenden Gegenfläche der jeweils erforderlichen Gesamthaltekraft anzupassen, damit von der
Zusatzkrafteinrichtung nur eine möglichst geringe
Zusatzkraft geliefert werden muß. Zu diesem Zweck ist
es bereits bekannt (JP-OS 37 412/1976, deren Inhalt im
wesentlichen der DE-OS 25 51051.4 entnehmbar ist),
den Abstand zwischen der Zusatzkrafteinrichtung und den Magnetpolflächen selbsttätig änderbar auszuführen,
wobei zur selbsttätigen Änderung eine Servoeinrichtung, die auf geeignete, durch Messung erfaßte Größen
anspricht vorgesehen ist Derartige Servoeinrichtungen sind jedoch vergleichsweise kompliziert, teuer und auch
störanfällig.
selbsttätige Einstellung der Spaltweite auf einfachere
einer Servoeinrichtung, vornehmen zu können.
eingangs genannten Art so ausgebildet wie im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben.
Anziehende magnetische Einrichtungen haben bei fahrzeugtechnischen Anwendungen i<n allgemeinen
eine recht steile Kraft-Weg-Beziehung mit Spaltweiten
im Bereich von etwa 5 bis 25 mm, während die
Kraft-Weg-Beziehung beim Federn der Federeinrichtung bereits zur Erzielung einer relativ niedrigen
Eigenfrequenz der Federung flacher ist Somit wird bei der Erfindung eine sich beim Federn der Federeinrich-
4ϊ tung ergebende Wegänderung zwischen dem Nutzlastträger und dem Tragteil in eine verkleinerte Wegänderung zwischen dem Tragteil und der Zusatzkrafteinrichtung umgesetzt
Bei der Erfindung können die anziehenden Magnete
am Fahrzeug und/oder am Fahrweg angeordnet sein.
Die anziehenden Magnete wirken im allgemeinen mit ferromagnetischen Teilen zusammen, die die Gegenfläche bilden. Unter einem Halten des Fahrzeugs
gegenüber dem Fahrweg wird im wesentlichen vertika
les Halten gegen Gewichts- und gegebenenfalls
Trägheitskräfte sowie Störkräfte und/oder im wesentlichen horizontales. Halten, beispielsweise gegen Trägheitskräfte bei Kurvenfahrt oder Störkräfte, wie
Windkräfte, und/oder ein Halten gegen irgendwelche
M) anderen Kräfte verstanden, die das Fahrzeug aus der
beabsichtigten Relativlage zum Fahrweg bringen könnten.
Die anziehenden Magnete können beispielsweise in bekannter Weise an der Oberseite des Fahrzeugs
h5 angeordnet sein (DE-PS 6 43 316); bekannt sind jedoch
aus der genannten JP-OS 37 412/1976 auch solche Fahrzeuge, bei denen eine ferromagnetische Schiene
derart vom Fahrzeug von oben und unten umgriffen ist,
daß der Magnete tragende Tragteil von unten her mit
der Schiene zusammenwirkt.
Als Kopplungsmittel können mechanische Verbindungsglieder, beispielsweise Lenker oder Hebel, oder
ein hydraulisches System vorgesehen sein, das aufgrund der Wegänderung der Feder (n) die Zusatzkrafteinrichtung um einen Weg, der kleiner als die Wegänderung
der Feder (n) ist, verschiebt.
Vorzugsweise ist die Zusatzeinrichtung mit der Fahrzeugzelle verbunden. Eine besonders günstige
Möglichkeit besteht darin, daß die Zusatzkrafteinrichtung von einem Hebel getragen ist, der am Tragteil
angelenkt und dessen einer Hebelarm mit dem Nutzlastträger verbunden ist. Diese Ausbildung gibt
eine einfache Möglichkeit, einen relativ großen Weg an
einem langen Hebelarm in einen relativ kleinen Weg der Zusatzkrafteinrichtung relativ zum Tragteil, an dem der
Hebel angclenkt ist, umzusetzen. Dabei kann es für bestimmte Fälle günstig sein, die Länge eines oder
beider Hebelarme änderbar zu gestalten, beispielsweise um bei gegebener Haltekraft die Spaltweite umstellen
zu können.
Wenn bei der Erfindung die Federcharakteristik der Feder (n) auf gewünschte Relatiwerschiebungswege
zwischen dem Traglei! und der Zusatzkrafieinrichiung
bei Änderungen der erforderlichen Haltekraft abgestimmt ist, sind die Zusatzkräfte besonders klein. Diese
Abstimmung kann beispielsweise in der Wah! einer passenden Federkonstante bei linearer Charakteristik,
in der Wahl einer günstigen Federvorspannung, oder auch im Vorsehen einer nicht-linearen Federcharakteristik zur verbesserten Anpassung an die Kraft-Spaltweite-Charakteristik der anziehend«. Magnete bestehen,
wie das im nachfolgenden noch deutlicher werden wird.
Im allgemeinen ist nicht nur eine Zusatzkrafteinrichtung vorgesehen sondern längs des Fahrzeugs mehrere
Zusatzkrafteinrichtungen, wodurch Kippungen des Fahrzeugs vermieden werden. Andererseits gibt es
jedoch ZusatzArafteinrichtungen, die über eine gewisse
Fläche verteilte Zusatzkräfte liefern, so daß man in diesen Fällen prinzipiell auch mit nur einer einzigen
Zusatzkrafteinrichtung für das Fahrzeug auskommt
Vorteilhafterweise kann man eine zusätzliche Einstelleinrichtung zur Grundeinstellung der Relativstellung zwischen dem Tragteil und der Zusatzkrafteinrichtung vorsehen, so daß sich bei ungeänderter Haltekraft
der Abstand zwischen den Magnetpolflächen und der Zusatzkrafteinrichtung unabhängig von der selbsttätigen Einstellung einstellen läßt Mit Hilfe dieser
Grundeinstellung läßt sich auf vergleichsweise einfache Art die voll der Zusatzkrafteinrichtung zu liefernde
Zusatzkraft auf den gewünschten Bereich relativ geringer Zusatzkräfte bringen.
Als besonders bevorzugte Zusatzkrafteinrichtung finden Räder und/oder, insbesondere in ihrer Magnetkraft änderbare, Elektromagnete Verwendung. Man
kann jedoch auch abstoßende Dauermagnete, Luftkissen, Gleiteinrichtungen, elektrodynamische Abstoßungen und dgl. vorsehen. — Die von der Zusatzkrafteinrichtung bzw. den Zusatzkrafteinrichtungen gelieferten
Kräfte können so gerichtet sein, daß sie die anziehenden Magnetkräfte unterstützen, diesen entgegenwirken
oder in beiden vorgenannten Richtungen wirken. Im Fall von Rädern sls Zusatzkrafteinrichtung beispielsweise kann die Wirkung in beiden Richtungen durch
zwei Abrollflächen an entgegengesetzten Seiten der Räder oder durch Räder, die sich an einer Schiene in
einer Richtung abstützen, in Verbindung mit Rädern, die
sich an derselben oder einer anderen Schiene in der
anderen Richtung abstützten, verwirklicht werden.
Vorzugsweise findet die Erfindung in den Fällen Anwendung, in denen anziehende Magnete in Form von
Dauermagneten vorhanden sind. Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet sind auch diejenigen Fälle, in denen
die magnetische Einrichtung zugleich für den Vortrieb des Fahrzeugs sorgt. Dies kann beispielsweise in aus der
DE-OS 23 39 060 bekannter Form der Fall sein, wonach
ίο der Fahrwegteil von einem ferromagnetischen Mehrphasenwanderfeldstator gebildet wird und am Fahrzeugteil die anziehenden Magente mit einem Polabstand in einer Reihe angeordnet sind, der auf den
Nutabstand der Wanderfeldwicklung abgestimmt ist,
beispielsweise bei einer Dreiphasenwanderfeldwicklung
einem dreifachen Nutabstand des Wanderfeldstators entspricht
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Dft Stellungen näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Stirnansicht eines Teils eines Fahrzeugs sowie einen Querschnitt durch einen Fahrweg;
F i g. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Teils der Fahrzeugs nach F i g. 1 mit Rädern als
und
F i g. 4 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf eine Seitenführung eines Fahrzeugs mit elektromagnetische
Zusatzkrafteinrichtung.
Das in F i g. 1 und 2 dargestellte Fahrzeug 2 weist einen Nutlastträger 6 und einen im folgenden als
Magnetträger dienenden Tragteil 8 der magnetischen Einrichtung auf. Der Tragteil 8 besitzt etwa Doppel-T-förmigen Querschnitt, wobei der obere Flansch dieses
Querschnitts breiter als der untere ist. Der Nutzlastträgere stützt sich über Federn 12 auf dem Tragteil 8 ab.
De: Tragteil 8 kann die ganze Länge des Fahrzeugs 2 einnehmen, vorzugsweise sind jedoch längs des
Fahrzeugs 2 zwei Tragteile 8 vorgesehen, und zwar jeweils ein Tragteil 8 an jedem Endbereich des
Fahrzeugs 2. Zu seiner Längsmittelebene ist das
Ein Fahrweg 4 ist ebenfalls zu seiner Längsmittelebene im wesentlichen symmetrisch aufgebaut und besteht
aus zwei getrennten Hälften. Zur Bildung des Fahrwegteils der magnetischen Einrichtung weist jede Hälfte
einen in Längsrichtung des Fahrweges 4 verlaufenden, ferromagnetischen Wanderfeldstator S auf, der an
ssiner Unterseite quer zur I-ängserstreckung des
Fahrweges 4 verlaufende Nuten 14 besitzt. Die Nuten 14 sind in untereinander gleichem Abstand angeordnet
Außen an jeden Wanderfeldstator 5 schließt sich ein
schienenförmiger Träger mit Doppel-T-förmigem
Querschnitt an, der ebenfalls in Längsrichtung des Fahrweges 4 verläuli. Die untere Oberfläche der Träger
26 befindet sich etwa auf gleicher Höhe mit den anderen
Oberflächen 20 der Wanderfeldstatoren 5. Die Wanderfeldstatoren 5 und die Träger 26 werden zusammen
durch eine Vielzahl von im gegenseitigen Abstand angeordneten Stutzen auf dem Untergrund abgestützt.
Gegenüber der Unterseite der Wanderfeldstatoren 5
sind am Tragteil 8 Dauermagnete 16 in einer Reihe, die
in Längsrichtung des Fahrweges 4 verläuft, angeordnet Die Dauermagnete 16 weisen einen gegenseitigen
Mittelabstand auf, der dem dreifachen Teilungsabstand
der Nuten 14 entspricht. In der Reihe der Dauermagneten 16 folgen dem Wanderfeldstator 5 zugewandte
Nordpole und Südpole aufeinander. Die Oberseiten der Dauermagnete 16 bilden die Magnetpolflächen 18 bzw.
die (gemeinsame) Magnetpolfläche 18, während die Unterseite 20 des Wanderfeldstators 5 die damit
zusammenwirkende Gegenfläche bildet.
Außen seitlich am unteren Flansch des doppel-T-förmigen Querschnitts des Tragteils 8 sind beidseitig Hebel
28 ;nit einem Ende an einem Gelenk 29 angelenkt. Das andere Ende 30 der Hebel 28 ist jeweils liber einen
Lenker 22 mit dem Niitzlaufträgcr 6 verbunden. Die Lenker 22 führen zunächst von den Hebeln 28 nach
innen und dann innenseitig der Wanderfeldstatoren 5 durch den oberen Bereich des Tragteiles 8 nach oben
zum Nutzlastträger 6. Die Lenker 22 sind sowohl mit dem Nutzlastträger 6 als auch mit dem Hebel 28
gelenkig verbunden.
Zwischen der Gelenkstelle 29 und dem Ende 30 des Hebels 28 ist an jedem Hebel 28 ein Rad 24 drehbar
gelagert. Die Drehachse des Rades liegt näher an der Gelenkstelle 29 als am Ende 30, beispielsweise so. daß
sich ein Hcbelarmverhältnis von I : 5 ergibt.
Die Räder 24 rollen auf der Unterseite der schiencnförmigen Träger 26 ab. Auf die gesamte Länge
des Fahrzeugs 2 sind auf jeder Seite mindestens zwei Räder 24 vorgesehen. Wenn der Tragteil 8 auf die Länge
des Fahrzeugs 2 in mehrere Teiltragteile unterteilt ist, sind vorzugsweise auf jeder Seite zwei Räder 24 pro
Teiltragteil vorhanden.
Außer über die Federn 12 sind der Nulzlastträger 6 und der bzw. die Tragteile 8 über geeignete, nicht
dargestellte Lenker miteinander verbunden, die ein Ein- und Ausfedern des Nutzlastträgers 6 zulassen, jedoch
den bzw. die Tragteile 8 relativ zum Nutzlastträger 6 führen.
Außerdem sind am Tragteil noch weitere Räder 22 mit senkrechter Drehachse gelagert, die an den inneren
Seitenflächen der Wanderfeldstatoren 5 abrollen und so die Seitenführung des Fahrzeugs 2 übernehmen.
Die magnetische Auslegung des gesamten Systems ist so getroffen, daß die anziehenden Dauermagnete 16 in
ihrer Gesamtheit stets eine Anziehungskraft liefern, die größer als die gesamte erforderliche Tragkraft ist. Zum
Ausgleich liefern die Räder 24 eine nach unten gerichtete Zusalzkraft. so daß zwischen den nach unten
gerichteten Kräften (Gewicht von Nutzlastträger. Zuladung und Tragteil sowie nach unten gerichtete
Radkraft) und er nach oben gerichteten Magnetkraft Gleichgewicht herrscht. Diese Kräfte können noch von
Massenkräften und irgendwelchen anderen Störkräften überlagert werden; die Räder 24 gleichen derartige
Änderungen in der gesamten erforderlichen Haltekraft jedoch durch Änderung der von ihnen gelieferten
Kräfte aus.
Wenn die Räder 24 starr am Tragteil 8 befestigt wären, müßte die Spaltweite 5 zwischen den Flächen 18
und 20 so gewählt werden, daß auch die größte vorkommende erforderliche Haltekraft allein durch die
Magnetkraft kompensiert werden kann. Je kleiner nun die erforderliche Haltekraft wird, desto größer werden
die von den Rädern 24 zu liefernden Kräfte. Diese Kräfte werden also insbesondere bei kleiner Zuladung
recht groß.
Am Diagramm der F ί g. 3 werden nun die Verhältnisse
bei der erfindungsgemäßen selbsttätigen Spaltweiteneinstellung näher erläutert. Die oberste Kurve im
Diagramm stellt die Kraftspaltweite-Charakteristik der Dauermagnete 16 dar. Die unterste Linie des Diagramms ist eine Gerade und stellt die K raft- Weg- Linie
der Feder bzw. der Gesamtheil der Federn 12 dar.
Durch Auswahl von Federn geeigneter Härte, passende Längeneinstellung des Lenkers 22 und damit günstige
!»Grundeinstellung« der Spaltweite s bei einer bestimmten Belastung, geeignete Wahl der Hebelarmlängenverhältnisse des Hebels 28 und dgl., kann man dafür sorgen.
daß die Federkennlinie im Diagramm der F i g. 3 von
to unten bzw. links her in die Nähe der Magnetcharakteri stik rückt. Ein Sicherheitsabstand der beiden Linien soll
jedoch eingehalten werden, um ein Abheben der Räder 24 von den Trägern 26 nach unten sicher zu vermeiden.
Wird nun ausgehend von einem Ausgangszustancl
Wird nun ausgehend von einem Ausgangszustancl
ΙΊ beispielsweise die Zuladung des Nutzlastträgers 6
erhöht, dann werden die Federn 12 stärker komprimieri
und man bewegt sich auf der Federkennlinie von rechts unten nach links oben. Dies hat wegen der mechanischen
Kopplung der Wegänderung an der l-eder 12 mn
einer näherungsweise in Vertikalrichtung erfolgenden Wcgänderung der Räder 24 gegenüber dem Tragteil 8
automatisch eine Verkleinerung der Spaltweite s zur Folge. Infolgedessen arbeitet nach diesem Übergang
das System nicht mehr mit der Ausgangsspaltwcite
?ϊ sondern mit einer kleineren Spaltweite, so daß sich eine
größere Magnetkraft ergibt.
Die geschilderten Verhältnisse werden dadurch modifiziert, daß die Wegänderung der Feder bzw. der
parallel geschalteten Federn 12 nicht nur von der Änderung der Zuladung abhängt, da ein von den
Hebellängenverhältnissen des Hebeis 28 abhängiger Bruchteil der Radkraft über den Lenker 22 die Federn
12 zusätzlich zusammendrückt. Das führt dazu, daß die von den Rädern zu liefernde Zusatzkraft nochmals
ιί verkleinert wird. Veranschaulicht wird dies durch die
Kurve im Diagramm der F i g. 3. die zwischen der Magnetkraftkennlinie und der Federkennlinie liegt.
Diese Kurve ist durch Unterteilen der jeweiligen senkrechten Abstände zwischen der Magnetkraftkennlinie
und der Federkraftkennlinie jeweils im gleichen Verhältnis entstanden, beispielsweise im Verhältnis I : 6,
1:5, 1 :4, je nach Hebelarmlängenverhältnis. Somit muß im Ergebnis von den Rädern 24 nur noch eine
Zusatzkraft geliefert werden, die jeweils dem senkrechten Abstand zwischen der Magnetkraftkennlinie und
der darunterliegenden gekrümmten Linie entspricht. Aus dem Diagramm der F i g. 3 wird deutlich, daß durch
die Erfindung eine selbsttätige, wesentliche Verkleinerung der von den Rädern zu liefernden Zusa'.zkraft
erreicht wird. Wenn nämlich die Räder 24 starr a"i
Tragteil 8 befestigt wären und man zur Sicherung einer großen Tragfähigkeit des Fahrzeugs eine Spakweite
von beispielsweise 1 cm eingestellt hätte, dann müßten die Räder die gesamte Kraftdifferenz zwischen etwa 7 t
und der jeweils erforderlichen Haltekraft liefern, was beispielsweise bei leerem Fahrzeug auf Gesamt-Rad-
kräfte von etwa 4,51 hinau "liefe. Stattdessen hat man es
mit der erfindungsgemäßeu Ausbildung dann nur noch
mit einem Bruchteil dieser Radkraft zu tun.
so Beim vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
sind die Räder 24 so vorgesehen, daß sie auf das Fahrzeug Kräfte nur in einer Richtung, nämlich nach
unten, ausüben. Wenn man Radkräfte in zwei Richtun gen für günstig hält, beispielsweise um ein Abheben der
Räder von ihrer Lauffläche bei irgendwelchen hier nicht genauer zu beschreibenden Einflüssen zu verhindern,
oder beispielsweise bei Magnetkraftauslegungen, bei denen Radkräfte je nach erforderlicher Haltekraft in
der einen oder in der anderen Richtung erforderlich sind, kann man einen weiteren schienenförmigen Träger
auf der dem schieneiviörmigen Träger 26 gegenüberliegenden Seite der Räder vorsehen. Auch eine Anordnung
der Räder in Paaren, wobei ein Rad auf der Oberseite des Trägers 26 und eines auf der Unterseite deü Trägers
26 abroll;, it möglich. Schließlich kann man auch Räder, die Kräfte ivl umgekehrter Richtung wie die beschriebenen Räder 24 liefern sollen, auf einem gesonderten
Träger abrollen lassen.
Beim vorstehend beschriebenen Alisführungsbeispiel ist die Zusatzkrafteinrichtung in Form von Rüdem
verwirklicht. Weitere Möglichkeiten sind in der Beschreibungseinleitung genannt. Insbesondere kommen
auch Elektromagnete in Frage. Die Zusatzkrafteinrichtungen werden im allgemeinen in einer bestimmten
Relativlage zu dem Gegenelement, mit dem sie /'jS2rnrnenvyirken "ehalten. BtM Rsdern ^^^rhipht rjas
durch Abrollen automatisch, bei Elektromagneten kann man in bekannter Weise durch eine zweckmäßige
Spulenstromsteuerung für einen im wesentlichen konstanten Abstand zur Gegenfläche sorgen. Wenn
man die Zusatzkrafteinrichnnig durch Magnete verwirklicht,
ergibt sich ein vollständig magnetisches, berührungsfreies Halten des Fahrzeugs in einem
Distanzbereich zum Fahrweg.
An Hand der F i g. 4 wird nunmehr ein Ausführungsbeispiel mit Elektromagneten als Zusatzkralfteinrichtung
beschrieben. Bei diesem Ausführungsbeispiel handelt e- sich um die Führung eines Fahrzeugs, durch
die das Fahrzeug im wesentlichen in Horizontalrichtung in einem bestimmten Distanzbereich zum Fahrweg
gehalten wird.
Der hier interessierende Teil des Fahrweges 4 weist einen Spurkanal 42 in Form zweier ferromagnetischer
Schienen auf, die einen bestimmten Abstand voneinander haben. In diesen Spurkanal ragt von oben ein
Längsträger 44 des Fahrzeugs 2. In seitlichem Abstand zum Längsträger 44 ist auf jeder Seite eine Magnetleiste
46 vorgesehen, die durch Federn 12 mit dem Längsträger 44 verbunden sind. Jede Magnetleiste 46 ist
mit in einer Reihe angeordneten Dauermagneten 16 in abwechselnder Polung versehen, die mit der zugewandten
Gegenfläche der ferromagnetischen Schiene des Spurkanals 42 jeweils zusammenwirken. In den
Begriffen des Ausführungsbeispiels der Fig. 1,2 gehört
der Längsträger 44 zum Nutzlastträger und entspricht die Magnetleiste 46 dem Tragteil 8. In einer
Querbohrung 48 im Längsträger 44 ist ein Querträger 50 im wesentlichen horizontal und quer zum Längsträger
44 verschieblich geführt. In den Stirnseiten des Querträgers 50 sind Elektromagnete 40 angeordnet
Außerdem erstrecken sich in Längsrichtung etwa parallel zum Längsträger 44 zwei Hebel 28, die jeweils
an einem Gelenkpunkt 29 am Querträger 50 drehbar befestigt sind. Vom Ende 52 eines kürzeren Hebelarms
erstreckt sich zur jeweils zugeordneten Magnetleiste 46 ein Lenker 54; vom Ende 56 eines längeren Hebelarms
auf der anderen Seite des Gelenkpunktes 29' erstreckt sich jeweils ein Lenker 58 zu einer für beide Hebel 28
gemeinsamen Anschlußstelle 60 am Längsträger 44.
Wenn nun der Längsträger 44, der einen Teil des Fahrzeugs 2 bildet, sich auf eine ferromagnetische
to Schiene des Spurkanals 42 zubewegt, wird eine Feder 12
zusammengedrückt. Diese Wegänderung wirkt sich über den Lenker 58, den Hebel 28, den Lenker 54 auf die
zugeordnete Magnetleiste 46 aus, die um einen kleineren Weg als der Wegänderung der Feder 12
entspricht von der zugeordneten ferromagnetischen Schiene 42 fortbewegt wird. Als Folge ergibt sich eine
kleinere magnetische Anziehung auf dieser Seite des
/ur Mitte des Spurkanals. Somit müssen nicht mehr die
F.lektromagnete die gesamte Steuerung zum Auffangen seitlicher Kräfte auf den Längsträger 44 leisten, sondern
es sind wiederum nur relativ kleine Zusatzkräfte von den Elektromagneten 40 zu liefern. Außerdem ist die
gesamte Anordnung zur Längsmittelebene des Spurkanals 42 symmetrisch getroffen, so daß sich die
Wirkungen auf beiden Seiten des Längsträgers 44 noch überlagern.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 und 2 sind in den Lenkern 22 Längenverstelleinrichtungen 62, beispielsweise
in Form einer Spindel mit Wandermutter, vorgesehen, um die bereits grundsätzlich beschriebene
Grundeinstellung vornehmen zu können.
Statt die Längenänderungen der Federn 12 durch ein Gestänge auf die Räder 24 zu übertragen, kann man
auch zwischen dem Nutzlastträger 6 und dem Tragteil 8 eine hydraulische Kolben-Zylindereinheit anordnen.
Entsprechend ist zwischen der Lagerung des Rades 24 und dem Tragteil ebenfalls eine Kolben-Zylindereinheit
anzuordnen, die den Abstand des Rades 24 bzw. des Radumfangs von den Polflächen 18 der anziehenden
Dauermagnete 16 ändern kann. Die Druckräume der beiden Kolben-Zylindereinheiten sind durch eine
Leitung miteinander verbunden. Wenn man bei der Kolben-Zylindereinheit am Rad 24 einen größeren
Rollendurchmesser wählt als bei der Kolben-Zylindereinheit
zwischen Nutzlastträger 6 und Tragteil 8, erreicht man die beabsichtigte Wegverkleinerung auf
besonders einfache Weise.
Wenn der Tragteil 8 längs des Fahrzeugs 2 in mehrere
so Tragteile unterteilt ist, kann man auch eine drehgestellartige Schwenkung der Teil-Tragteile vorsehen, wobei
Räder wie die Räder 22' die Kurvenausrichtung der Teil-Tragteile leisten.
Claims (10)
1. Fahrzeug, das gegenüber einem Fahrweg mit Hilfe einer anziehenden magnetischen Einrichtung
und einer Zusaizkrafteinrichtung gehalten wird,
wobei die magnetische Einrichtung einen längs des Fahrwegs angeordneten Fahrwegteil und einen dem
Fahrwegteil unter Freilassung eines Spalts gegenüberliegenden Fahrzeugteil aufweist; der Fahrzeugteil der magnetischen Einrichtung ist an einem
besonderen Tragteil angeordnet, dem gegenüber der Nutzlastträger des Fahrzeugs über eine Federeinrichtung abgestützt ist; die am Fahrweg zu führende
Zusatzkrafteinrichtung liefert die Differenz zwischen der insgesamt erforderlichen Haltekraft und
der von der magnetischen Einrichtung gelieferten Haltekraft und ist gegenüber dem Tragteil abgestützt; eine selbsttätige Einrichtung verschiebt den
Tragteil relativ zur Zusatzkrafteinrichtung bei Erhöhung bzw. Erniedrigung der erforderlichen
Haltekraft im Sinn einer Verkleinerung bzw. Vergrößerung des Spalts, um die von der Zusatzkrafteinrichtung aufzubringenden Kräfte zu reduzieren; dadurch gekennzeichnet, daß kraftübertragende Kupplungsmittel (22, 28; 28, 58)
vorgesehen sind, die entsprechend einer Kraft-Weg-Beziehung beim Einfedern der Federeinrichtung
(12), die flacher verläuft als die Kraft-Weg-Beziehung der anziehenden magnetischen Einrichtung (5,
16; 16, 42), d'* Relativbewegung zwischen dem
Nutzlastträger (6) und dem Tragteil (8) in eine verkleinerte Relativbewegung zwischen dem Tragteil (8) und der Zusatzkrafteinrichtung (24; 40)
umsetzen.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kopplungsmittel mechanische
Verbindungsglieder (22,28; 28,58) vorgesehen sind.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kopplungsmittel ein hydraulisches Verbindungssystem vorgesehen ist
4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzkrafteinrichtung (24; 40) von einem Hebel (28) getragen ist, der
am Tragteil (8) angelenkt ist und dessen einer Hebelarm mit dem Nutzlastträger (6) verbunden ist
5. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge eines oder beider Hebelarme änderbar ist
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Federcharakteristik der Federeinrichtung (12) auf gewünschte
Relativverschiebungswege zwischen dem Tragteil (8) und der Zusatzkrafteinrichtung (24; 40) bei
Änderungen der erforderlichen Haltekraft abgestimmt ist.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens zwei
Stellen längs des Fahrzeugs (2) eine Zusatzkrafteinrichtung (24; 40) vorgesehen ist
8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche I bis 7, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Einsteileinrichtung (62) zur Grundeinstellung der Relativstellung zwischen dem Tragteil (8) und der Zusatzkrafteinrichtung (24; 40).
9. Fahrzeug nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Räder (24) und/oder in
ihrer Magnetkraft änderbare Elektromagnete (40)
als am Fahrweg (4) zu führende Zusatzkrafteinrichtung vorgesehen sind.
10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzeugteil der
magnetischen Einrichtung Dauermagnete (16) aufweist
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