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DE2708977A1 - Fungizid - Google Patents

Fungizid

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Publication number
DE2708977A1
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Authority
DE
Germany
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active ingredient
parts
microcapsules
dispersion
fungicide
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19772708977
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English (en)
Inventor
Karl Dr Kuchner
Josef Bernd Dipl Che Pawliczek
Ernst-Heinrich Dr Pommer
Dietrich Dipl Ch Schlotterbeck
Wolfgang Dipl Chem Dr Sliwka
August Dipl Chem Dr Wigger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Priority to IL54080A priority patent/IL54080A/xx
Priority to US05/879,721 priority patent/US4172119A/en
Priority to GB7850/78A priority patent/GB1595036A/en
Priority to FR7805892A priority patent/FR2382195A1/fr
Priority to JP2216078A priority patent/JPS53107421A/ja
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/26Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests in coated particulate form
    • A01N25/28Microcapsules or nanocapsules
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/72Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms
    • A01N43/84Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms six-membered rings with one nitrogen atom and either one oxygen atom or one sulfur atom in positions 1,4

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Description

67ΟΟ Ludwigshafen, den 28.02.1977 Fungizid
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fungizid auf der Grundlage von N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin, in dem der Wirkstoff in Form von Mikrokapseln vorliegt.
Es ist bekannt, N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin (Tridemorph) als Fungizid zu verwenden (DT-PS 1 164 152).
Der hohe Dampfdruck des Wirkstoffs führt bei der Anwendung in Klimazonen mit höheren Durchschnittstemperaturen zu Wirkstoffverlusten, weil ein Teil des Wirkstoffs verdampft, bevor er seine fungizide Wirkung ausüben kann. Eine zweite Wirkstoffausbringung ist deshalb nach einiger Zeit in den meisten Fällen erforderlich.
Es besteht daher die Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden.
Es wurde gefunden, daß ein Fungizid auf der Grundlage von N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin als Wirkstoff diese Nachteile nicht hat, wenn der Wirkstoff in Form von Mikrokapseln vorliegt, die in ihrem Kern den Wirkstoff enthalten und deren Wände aus vernetzten und unvernetzten synthetischen oder natürlichen Polymeren oder Gemischen davon aufgebaut sind, wobei die Wandbildung durch Koazervation oder durch eine andere Art der Wandmaterialabscheidung oder Wandbildungsreaktion an der Grenzfläche zwischen Kapselkern und umgebenden Medium erfolgt ist.
Jede Mikrokapsel stellt für sich ein Wirkstoffreservoir dar. Die Kapselwände verringern die Abdampfrate des Wirkstoffes. Hieraus ergibt sich eine Depotwirkung, weil eine gegebene Menge Wirkstoff eine fungizide Wirkung während einer längeren Zeitspanne
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nach der Ausbringung des Wirkstoffs auf die Pflanze zeigt, und eine gesteuerte Freisetzung des Wirkstoffes über größere Zeiträume, weil je nach Art der Mikrokapseln die Verdampfung des Wirkstoffs mehr oder weniger verzögert wird.
Bei Anwendung des unverkapselten Wirkstoffs in höheren Konzentrationen können an einigen Pflanzen manchmal phytotoxische Erscheinungen beobachtet werden. Diese werden bei Anwendung des erfindungsgemäßen Fungizids nicht beobachtet. Hierdurch wird die Anwendbarkeit des Wirkstoffs beträchtlich erweitert.
Die Abdampfrate des Wirkstoffs aus den Mikrokapseln läßt sich durch die Art des umhüllenden Materials, durch die Wandstärke, durch das Wirkstoff-Wandmaterial-Verhältnis und durch den Vernetzungsgrad der Mikrokapselwand regulieren.
Die Art des umhüllenden Materials hängt im wesentlichen von dem Verkapselungsverfahren ab. Beispielhaft seien genannt:
Die Verkapselung nach dem Koazervationsverfahren, z.B. gemäß US-Patentschrift 2,800,457. Als Wandmaterialien werden vernetzte, natürliche Polymere wie Gelatine, Gummiarabikum verwendet.
Die Verkapselung nach dem Qrenzflächenkondensationsverfahren (US-Patentschrift 3,577,515, DT-AS 15 19 925 oder DT-OS lU 44 415, US-Patentschrift 3,429,827). Als Wandmaterialien werden bei diesem Verfahren Polyamide verwendet, die durch Polykondensation von Terephthaleäuredichlorid und einem Diarain/Triamin-Gemisch erhalten wurden.
Die Verkapselung nach dem Phasentrennverfahren gemäß DT-OS 21 19 933 oder DT-OS 22 37 503. Dieses Verfahren wird bevorzugt. Man benutzt hierbei ein vernetztes Copolymerisat auf Acrylatbasis als Wandmaterial.
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Die bei der Verkapselung anfallenden Mikrokapseln haben Durchmesser im Bereich von 0,01 bis 5 000,um. Bevorzugt werden Mikrokapseln mit 0,1 bis 50.um Durchmesser. Die Kapseln können als Einzelkapseln oder auch als Kapselagglomerate vorliegen.
Die Kapseln können neben dem Wirkstoff auch Mischungen mit anderen Wirkstoffen oder mit Verbindungen enthalten, die mit dem Wirkstoff selbst mischbar und dem Kern- und Wandmaterial gegenüber inert sind. Das sind beispielsweise hochsiedende Lösungsmittel, wie verschiedene Weichmachertypen, z.B. Diäthylhexylphthalat, Diisobutylphthalat, verschiedene Polyäthylen-Wachse, Montanwachse oder feinverteilte Pigmente, z.B. Titandioxid, Bariumsulfat. Durch sie wird die Viskosität des Wirkstoffs in der Kapsel verändert. Mischungen des Wirkstoffs mit einer hochsiedenden, dem Wandmaterial und dem Wirkstoff gegenüber inerten Flüssigkeit werden bevorzugt. Der Mikrokapselkern kann aus jeder beliebigen Mischung von Tridemorph und Inertkomponente bestehen, bevorzugt wird jedoch ein Inertanteil von 0 bis 50 Gew.$ bezogen auf die Mischung.
Das Gewichtsverhältnis von Kernmaterial zu Wandmaterial kann verschieden gewählt werden. Der Aggregatzustand und die Art des Kernmaterials, wie auch der Durchmesser der Mikrokapseln, kann dabei eine Rolle spielen. Beim bevorzugten Phasentrennverfahren wird das Verhältnis im Allgemeinen bei 1:1 bis 30:1 liegen, bevorzugt bei 3:1 bis 15:1. Bei konstantem Kapseldurchmesser wird durch das Verhältnis Kernmaterial zu Wandmaterial die Wandstärke festgelegt. Das Wandmaterial kann nach der Verkapselung nachträglich vernetzt werden. Hierdurch ist die Dichtigkeit der Mikrokapseln und die verzögerte Verdampfung des Wirkstoffs steuerbar.
Die bei der Mikrokapselherstellung anfallende wäßrige Dispersion der Kapseln kann konzentriert werden, beispielsweise indem man das überschüssige Wasser durch Destillation oder Zentrifugieren entfernt.
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Sofern erforderlich können der Mikrokapseldispersion weitere Additive zugemischt werden, z.B. Verdickungsmittel, Netz- und Dispergiermittel, Bindemittel, Füllstoffe oder Entschäumer. Zwecks besserer Lagerung ist es möglich, aus der Mikrokapseldispersion ein Mikrokapsel-Trockenpulver herzustellen. Zur Abtrennung der Mikrokapseln aus der Dispersion und zur Trocknung der Mikrokapseln eignen sich verschiedene Verfahren, z.B. die Gefriertrocknung oder die Trocknung auf Horden nach Abtrennung der Mikrokapseln durch Sieben oder Zentrifugieren. Hierfür besonders geeignet ist das Spruhtrocknungsverfahren. Zu diesem Zweck wird die Kapseldispersion mit einer Ein- oder Zweistoffdüse oder einer Verteilerscheibe in einem Sprühtrockner versprüht. Bei einer Eingangstemperatur der Trocknungsgase von z.B. 100 bis 14O°C und einer Ausgangstemperatur von z.B. 50 bis 700C erhält man die Kapseln als ein freifließendes, trocknes Pulver. Die Einzelkapseln in dem Pulver haben dieselben Durchmesser wie in der Dispersion. Die Größe der Pulverpartikel ist von der Sprühtropfengröße und dem Peststoffgehalt der Dispersion abhängig. Das Pulver ist in Wasser leicht redispergierbar. Man erhält auf diese Weise wieder eine Dispersion der Mikrokapseln.
Die folgenden Beispiele sollen die Herstellung der Mikrokapseldispersionen und ihre vorteilhafte Anwendung erläutern.
Beispiel 1
Nach dem bevorzugten Phasentrennverfahren erfolgt die Herstellung der Wandmaterialien und die Herstellung der Mikrokapsel-Dispersion im wesentlichen nach der Vorschrift der DT-OS 21 19 933 und der DT-AS 22 13 755.
71 Gewichtsteile Tridemorph werden in 6 Gewichtsteilen Isopropanol und 65 Gewichtsteilen Chloroform gelöst. Diese Lösung wird bei Raumtemperatur in einer Lösung aus 50 Gewichtsteilen einer 10 {-igen wäßrigen Polyvinylpyrrolidonlösung (K-Wert des Polyvinylpyrrolidone = 90, 1 jS-ig in Wasser gemessen) und 200 Ge-
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. O. ζ. 32 45δ
wichtsteilen Wasser intensiv dispergiert. (Dispergiervorrichtung: Ultra-Turrax der Pa. Jahnke und Kunkel.) Danach werden eine Lösung aus 60 Gewichtsteilen einer 40 JS-igen Wandmateriallösung in Chloroform/Isopropanol gemäß Beispiel 1 der DT-OS 21 19 933 und 65 Teilen Chloroform langsam unter ständigem intensivem Dispergieren bei 30 bis 60°C hinzugefügt. Die Dispergierzeit wird so gewählt, daß Teilchen mit einem Durchmesser von 5 bis 10 .um entstehen. Die Emulsion wird in einem Destillationskolben unter Rühren mit 250 Gewichtsteilen Wasser verdünnt und die Hilfslösungsmittel Chloroform und Isopropanol vollständig abdestilliert. Die Kapselwand wird dann unter Zusatz von 6 Gewichtsteilen 40 /S-iger Formaldehydlösung in 2 Stunden bei 800C gehärtet.
Es entsteht eine Mikrokapseldispersion, die einen Feststoffgehalt von 18,5 Gew.# und einen Tridemorphanteil von 12,5 Gew.% besitzt. Die Viskosität im DIN-Becher (FB4 mm), gemessen als Auslaufzeit, beträgt 14,4 see. Die Mikrokapseln sind kugelig und haben einen mittleren Durchmesser von 6 bis 10,um. Das Tridemorph ist von dem gehärteten Wandmaterial hüllenartig umschlossen.
Die Verkapselung ist praktisch vollständig; der freie Tridemorphanteil außerhalb der Mikrokapseln ist kleiner als 0,03Gew.#. Die Verdampfungsrate des Wirkstoffs aus den Mikrokapseln ist gegenüber dem unvermischten, unverkapselten Wirkstoff um den Faktor 90 reduziert.
Um die wäßrige Kapseldispersion bei Lagerung stabil zu erhalten, können der Dispersion 1 bis 2 Gew.% einer 25 #-igen Dispersion eines teilweise vernetzen carbonsäurehaltigen Copolymerisates gemäß DT-OS 22 17 690 zugesetzt werden. Die Viskosität, gemessen mit dem Brookfield-Viskosimeter, Spindel 4, 100 Umdrehungen pM beträgt 400 bis 600 Centipoise, oder im DIN-Becher (FB4 mm), gemessen als Auslaufzeit, 40 bis 50 see.
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Zur Herstellung eines Trockenpulvers wird die wäßrige Mikrokapsel-Dispersion durch eine Zweistoffdüse mit Luft in einen Sprühtrockner eingedüst. Bei einer Eingangstemperatur des Trocknungsgases von 1200C wird die Menge der in den Sprühtrockner eingeführten Dispersion so eingestellt, daß sich eine Ausgangstemperatur von 600C ergibt.
Das so erhaltene Trockenpulver ist leicht redispergierbar.
Die trockenen Mikrokapseln haben dasselbe Aussehen wie die in Wasser dispergieren Kapseln.
Beispiel 2
Man verfährt wie in Beispiel 1 beschreiben, setzt aber die einzukapselnde Tridemorph/Isopropanol/Chloroform-Lösung zu der Wandmaterial/Chloroform-LÖBung. Anschließend wird diese Tridemorph/ Wandmaterial/Chloroform/Isopropanol-Lösung in der wäßrigen Polyvinylpyrrolidonlösung dispergiert und dann die Verkapselung - wie bereits beschrieben - durch Entfernung des Isopropanols und Chloroforms mit Hilfe von Formaldehyd zu Ende geführt. Die Mikrokapseln haben einen Durchmesser von 5 bis 15,um.
Beispiel 3
Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben jedoch wird bei der Destillation des Isopropanols und Chloroforms auf die Verdünnung mit Wasser im Destillationskolben verzichtet. Zudem wird ein Wandmaterial benutzt das gemäß der DT-OS 21 19 933 durch Co polymerisation von 20 Gew. % Propandiolmonoacrylafcacetylacetat, 50 Oew.ff Methylmethacrylat und 30 Gew.J Acrylsäure hergestellt worden ist. Unter diesen Bedingungen verläuft die Destillation der HiIfslösungsmittel vollständig und ohne Beeinträchtigung der Mikrokapseln ab.
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Man erhält eine MikrokapseldiBpersion mit einem Peststoffgehalt von 3*♦#8 Gew.g und einem freien Tridemorphanteil außerhalb der Mikrokapseln Von 0,015 Gew.j?.
Die nach den Beispielen 1 bis 3 hergestellten Mikrokapseldisper-Bionen wurden auf ihre biologische Wirksamkeit im Vergleich zu unverkapseitern Tridemorph geprüft.
Beispiel H Weizenmehltau
Blätter von in Töpfen gewachsenen Weizenkeimlingen der Sorte "Jubilar" werden mit wäßrigen Mikrokapseldiepersionen besprüht und nach dem Antrocknen des Spritzbelages mit Oidien (Sporen) des Weizenmehltaus (Erysiphe graminis var. tritici) bestäubt. Die Versuchspflanzen werden anschließend im Gewächshaus bei Temperaturen zwischen 20 und 22°C und 75 bis 80 % relativer Luftfeuchtigkeit aufgestellt. Nach 10 Tagen wird das Ausmaß der Mehltaupilzentwicklung und der Blattschädigung ermittelt. Als Vergleichemittel wird eine wäßrige Tridemorph-Emulsion, die 80 % Wirkstoff und 20 % Emulgiermittel enthält, eingesetzt.
MikrokapseldiBpersion Befall der Blätter nach Spritzung mit
wäßrigen Dispersionen bzw. Emulsionen ... % Wirkstoff in der Spritzbrühe
0,1 0,05 0,025 0,012 0,006
Beispiel 1 0 1 2 3 3
Beispiel 3 0 0 1 1-2 3
Tridemorph unverkapselt 0(2D) KlH) 2 ti
(Vergleichsmittel)
Kontrolle (unbehandelt)
0 = kein Befall, abgestuft bis 5 = Totalbefall () s Blattschäden: 2D = zahlreiche Blattnekrosen;
leichte Schäden
IH = Blattauf hellungen; angedeutete Schäden
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Beispiel 5 Gera tenmehltau
In gleicher Weise wie in Beispiel 4 beschrieben werden Gerstenpflanzen der Sorte "Asse" behandelt und mit Oidien (Sporen) des Gerstenmehltaus (Erysiphe graminis var. hordei) bestäubt.
Mikrokapseldispersion Befall der Blätter nach Spritzung mit
wäßrigen Dispersionen bzw. Emulsionen ... % Wirkstoff in der Spritzbrühe
0,1 0,05 0,025 0,012 0,006
Beispiel 1 0 0 4 0 0 1
Beispiel 2 0 0 0 0 0
Tridemorph unverkapselt 0 0 1 1 2
(Vergleichend ttel) (2-3AD) (1-2C)
Kontrolle
0 = kein Befall, abgestuft bis 5 = Totalbefall ()= Blattschäden: 2-3AD = zahlreiche Nekrosen;
mittlere Blattschäden
1-2C = einige Nekrosen;
leichte Blattschäden
Aus den Versuchsergebnissen ergibt sich, daß erfindungsgemäße Fungizide im Vergleich mit dem unverkapselten Produkt eine teilweise verbesserte fungizide Wirksamkeit bei verbesserter Pflanzenverträglichkeit zeigt.
Beispiel 6
Zur Herstellung sehr kleiner Mikrokapseln im Bereich von 0,1 bis 0,5/um Durchmesser werden analog Beispiel 1 142 Gewichtsteile Tridemorph in 130 Gewichtsteilen Chloroform gelöst. Diese Lösung wird bei Raumtemperatur in eine Vorlage aus 66 Gewichtsteilen Emulgator "Texapon K 12" der Pa. Dehydag, 400 Gewichtsteilen Wasser, 1,0 Gewichtsteilen Tributylamin und 0,94 Gewichts-
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teilen p-Toluolsulfonsäure intensiv dispergiert. Danach wird eine Lösung aus 192 Gewichtsteilen einer 40 55-igen Wandmateriallösung in Chloroform/Isopropanol gemäß Beispiel 1 der DT-OS 21 19 und zusätzlich 58 Gewichtsteilen Chloroform langsam unter ständigem intensiven Dispergieren bei 400C zugefügt. Nach einminütiger Dispergierzeit hat sich eine mittlere Kapselgröße von 0,1 bis 0,5/um Durchmesser eingestellt.
Die Emulsion wird mit 500 Gewichtsteilen Wasser verdünnt und danach das Chloroform und Isopropanol vollständig abdestilliert.
Die Kapselwandhärtung erfolgt durch Zusatz von 8 Gewichtsteilen 40 #-iger Formaldehydlösung in 2 Stunden bei 80°C.
Die Mikrokapseldispersion hat einen Feststoffgehalt von 16,5 Gew.% und einen Tridemorphanteil von 12,5 Gew.%. Die Viskosität, gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter, Spindel 1,100 Umdrehungen pro Minute, beträgt l6 m Pas. Viskositätserhöhung und Sprühtrocknung ist gemäß Beispiel 1 möglich. Die Verkapselung ist praktisch vollständig; der außerhalb der Mikrokapseln befindliche Tridemorphanteil ist kleiner als 0,01 Gew.#.
Die Verdampfungsrate des Wirkstoffs aus den Mikrokapseln ist gegenüber dem unvermischten, unverkapselten Wirkstoff um den Faktor 165 reduziert.
Beispiel 7
Die Verkapselung nach dem Koazervationsverfahren wurde entsprechend dem in der US-Patentschrift 2,800,457 beschriebenen Verfahren durchgeführt. 20 Teile Schweinehautgelatine werden in l60 Teilen Wasser und 2,5 Teile Carboxymethylcellulose in 210 Teilen Wasser bei 500C gelöst, gemischt und der pH-Wert durch Zusatz 10 i-iger Natronlauge auf 6,0 eingestellt. In der Mischung beider Kolloidlösungen werden 67,5 Teile Tridemorph dispergiert (Dispergiervorrichtung: Ultra-Turrax) bis sich eine
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Teilchengröße von 2 bis 4^um Durchmesser eingestellt hat. Die Emulsion wird unter Rühren mit 450 Teilen Wasser von 500C verdünnt und dann der pH-Wert durch Zusatz 10 £-iger Essigsäure auf 4,88 abgesenkt. Nach Ausbildung der Koazervathülle werden 3,5 Teile 37 5t-ige Formaldehydlösung zugegeben und zur Gelierung des Wandmaterials die Temperatur der Dispersion auf 5°C abgesenkt. Zur Nachhärtung wird der pH-Wert durch Zusatz 10 jt-iger Natronlauge auf 6,17 eingestellt und bei Raumtemperatur (20°C) 12 Stunden nachgerührt.
Bei einem Tridemorph t Wandmaterial-Verhältnis von 75:25 Qew.ji wird eine Mikrokapsel-Dispersion erhalten mit einem Feetstoffgehalt von 9,5 Qew.ji und einer Viskosität von 11,3 see gemessen als Aus lauf ze it im DIN-Be eher (FBO.
Die Dispersion kann durch Zentrifugieren auf Feststoffgehalte von ca. 20 bis 50 Qew.ji konzentriert werden. Zur Herstellung eines Trockenpulvers läßt sich die Ausgangedispersion ebenso wie die konzentrierte Dispersion durch Sprühtrocknung, wie sie in Beispiel 1 beschrieben wurde, trocknen.
Beispiel 6
Die Mikroverkapselung nach dem Qrenzflächenpolykondensationsprinzip erfolgt im wesentlichen nach dem in der US-Patentschrift 3,429,827 beschriebenen Verfahren.
In einer wäßrigen Lösung aus 4 Teilen Polyvinylalkohol und 0,1 Teilen Natriumpyrophosphat wird eine Lösung aus 25 Teilen TerephthalsäurediChlorid in 44 Teilen Di-n-butyl-phthalsäureester und 44 Teilen Tridemorph emulgiert. (Diepe'rgiervorrichtung: Ultra-Turrax) Unmittelbar anschließend wird unter ständigem Emulgieren eine wäßrige Lösung aus 8 Teilen Ethylendiamin, 0,5 Teilen 1,6-Hexamethylendiamin, 10,3 Teilen Diäthylentriamin, 10 Teilen Natronlauge und 75 Teilen Wasser zugegeben.
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Danach wird die Mischung für 12 Stunden in einem Rührkolben mit langsam laufendem Rührer nachgerührt.
Man erhält eine Mikrokapseldispersion mit Teilchengrößendurchmessern von 3 bis 6,Um. Der Feststoffgehalt liegt bei ca. 30 Gew. %, Die Viskosität beträgt 12,75 see, gemessen als Auslaufzeit in einem DIN-Becher (FBU).
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Claims (4)

  1. Patentansprüche
    (Ώ Fungizid auf der Grundlage von N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin als Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff in Form von Mikrokapseln vorliegt, die in ihrem Kern den Wirkstoff enthalten und deren Wände aus vernetzten und unvernetzen synthetischen oder natürlichen Polymeren oder Gemischen davon aufgebaut sind, wobei die Wandbildung durch Koazervation oder durch eine andere Art der Wandmaterialabscheidung oder Wandbildungsreaktion an der Grenzfläche zwischen Kapselkern und umgebenden Medium erfolgt ist.
  2. 2. Fungizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkapselung nach dem Phasentrennverfahreη gemäß DT-OS 21 19 933 erfolgte.
  3. 3. Fungizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Kapselkern zu Kapselhülle bei 1:1 bis 30:1, bevorzugt 3:1 bis 15:1 liegt.
  4. 4. Fungizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern der Mikrokapseln eine Mischung aus N-Tridecy1-2,6-dimethylmorpholin und einer hochsiedenden, dem Wandmaterial und dem Wirkstoff gegenüber inerten Flüssigkeit enthält.
    BASF Aktiengesellschaft^·
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    ORIGINAL INSPECTED
DE19772708977 1977-03-02 1977-03-02 Fungizid Withdrawn DE2708977A1 (de)

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