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Selbsttätig ein- und ausrückende Sicherung für Rolläden
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Die Erfindung betrifft eine selbsttätig ein- und ausrückende Sicherung
für Rolläden, gegen Hochschieben von außen, bestehend aus mindestens Je einem an
beiden Stirnenden eines ersten Rolladenstabes um eine zu dessen längsachse parallele
Achse schwenkbar gelagerten Sperrglied und einem mit diesem zusammenwirkenden, am
darauffolgenden Rolladenstab angeordneten Steuerglied, wobei das in seiner Sperrstellung
quer zur Ebene des Rolladenpanzers ausgestellte Sperrglied über eine Umfangsverzahnung
mit einem der Profilflansche einer im Querschnitt etwa U-f#rmigen Führungsschiene
zusammenwirkt.
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Selbsttätig einrückende Sicherungen gegen ein unbefugtes, gewaltsames
Hochschieben herabgelassener Rolläden von außen sind in verschiedenen Gestaltungsformen
bekannt. Aus der DT-PS 337 905 ist eine selbsteinrückende Rolladensicherung bekannt,
welche aus einem neben den Rolladen in einer quer zu dessen Ebene gerichteten Ebene
schwenkbar am Gebäude angebrachten exienterf#rmigen Klemmkörper besteht und bei
der sich der exzenterförmige Sperrkörper beim Vorouch, den Rolladen von aussen hochzuschieben,
sperrend gegen die Rolladenstäbe verklemmt. Das Ausrücken der Rolladensicherung
erfolgt bei dieser bekannten Bauart allerdings
von Hand, in der
Weise, daß der eizenterförmige Sperrkörper vor dem ordnungsgemäßen Hochziehen des
Rolladens mittels eines Zugorganes in eine unwirksame Stellung verschwenkt wird.
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Bei einer anderen bekannten Bauart einer selbsteinrückenden Rolladensicherung
(DT-PS 210 969)sind an den Stirnenden aufeinanderfolgender Rolladenstäbe in der
Ebene des Rolladenpanzers schwenkbar angelenkte Arme vorgesehen, die an ihren freien
Enden gleichfalls schwenkbar miteinander verbunden sind, in der Weise, daß sie einen
zweiarmigen Kniegelenkhebel bilden, der bei geschlossenem Rolladenpanzer in eine
Schlitzausnehmung im Grunde der seitlichen Führungsichienen des Rolladenpanzers
eingreifen und so ein Hochschieben des geschlossenen Rolladens von aussen verhindern.
Die beiden den Kniegelenkhebel bildenden Arme weisen dabei eine die Breite der Stäbe
des Rolladenpanzers übersteigende Länge auf, so daß sie zwangsweise nach aussen
verschwenkt werden, wenn die aufeinanderfolgenden Stäbe des Rolladenpanzers beim
Schliessen desselben unmittelbar aufeinander zu stehen kommen. Andererseits werden
die den Kniegelenkhebel bildenden Arme in eine gestreckte, innerhalb des Rolladenpanzers
liegende Stellung gezogen, wenn beim Hochziehen des Rolladens dessen Stäbe anfänglich
um einen gewissen Betrag voneinander abgehoben werden, wodurch sich eine Vergrößerung
des Abstandes der rolladenseitigen Anlenkstellen der den Kniegelenkhebel bildenden
Arme ergibt.
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Bei beiden vorgenannten Bauarten selbsteinrückender Rolladensicherungen
müssen beim Anbringen des Rolladens Teile der Sicherung in handwerklicher Arbeit
am Bauwerk selbst angebracht werden, was meist sehr schwierig und zeitaufwändig
ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Bauarten von Rolladensicherungen besteht
darin, daß sie aus einer größeren Anzahl von Einzelteilen bestehen, wodurch sich
nicht nur ihr Herstellungsaufwand sondern auch der Montageaufwand der im oder am
Rolladenpanzer anzubringenden Teile der Sicherung stark erhöht.
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Bei einer weiteren bekannten Rolladensicherung (DT-PS 21 40 237' sind
aufbauend auf der aus der bereits genannten
DT-PS 21o 969 in den
Stirnendbereichen benachbarter Rolladenstäbe als zweiarmige Kniegelenkhebel ausgebildete
Sperrglieder vorgesehen, deren beide Hebelenden Jeweils an einem der benachbarten
Rolladenstäbe derart angelenkt sind, daß bei Erreichen der Schließstellung des Rolladenpanzers
das das Sperrglied bildende freie Kniegelenk senkrecht zur Ebene des Rolladenpanzers
aus den Rolladenstäben herausbewegbar ist und mit wenigstens einem Flansch der Jeweiligen
Führungsschiene des Rolladenpanzers in eine klemmende Wirkverbindung gebracht wird.
Zwar wird durch diese Anordnung des das Sperrglied bildenden Kniehebelgelenkes der
früheren Bauarten anhaftende Nachteil, daß zur Anbringung der Sicherung im Bauwerk
selbst Teile der Sicherung in handwerklicher Arbeit und unter oft schwierigen Umständen
angebracht werden müssen, vermieden, Jedoch haftet auch dieser bekannten Bauart
noch eine Reihe von Nachteilen an, wobei insbesondere hervorzuheben ist, daß auch
diese Bauart einer Rolladensicherung aus einer Vielzahl von Einzelteilen besteht
und damit einen erheblichen Herstellungs- und Nontagsaufwand erfordert, auch dann
wenn letzterer bereits vor dem Einbau des Rolladens in das Bauwerk anfällt. Der
wesentlichste Nachteil bekannter Rolladensicherungen, deren Sperrglied als Kniehebelgelenk
ausgebildet ist, dürfte Jedoch darin bestehen, daß sie nur bei solchen Rolläden
einwandfrei und funktionssicher anzubringen sind, deren Stäbe keine oder nur eine
geringe Wölbung aufweisen, da sich hierbei, bedingt durch eine erforderliche Mindestlänge
der Hebelarme des Kniegelenkhebels die Anlenkpunkte der Hebelarme an den Rolladenstäben
in Folge deren Wölbung stark aus der allgemeinen Ebene des geschlossenen Rolladenpanzers
herausbewegen und somit eine wirksame Sperrwirkung dieser bekannten Sicherungen
bei Rolladenpanzern mit stark gewölbten Stäben nicht mehr gewährleistet ist. Auf
der anderen Seite ist aber eine möglichst starke Wölbung der Stäbe des Rolladenpaniers
insbesondere in Verbindung mit einer verhältni~ilLßig geringen Dicke der Stäbe des
Rolladenpanzers ausserordentlich wünschenswert, um den Rolladenpanzer im hochgezogenen
Zustand in engsten Räumen aufrollen zu können.
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Bekanntlich bilden Rolladenkästen in Bauwerken sehr schwer isolierbare
Wärmebrücken, so daß es unbedingt erforderlich ist, Rollädenkästen möglichst klein
zu halten, was wiederum voraussetzt, daß der Rolladenpanzer aus stark gewölbten
Stäben geringer Dicke besteht. Bei derartigen, modernen Rolläden sind die bekannten,
mit einem als Kniegelenkhebel ausgebildeten Sperrglied arbeitenden Rolladensicherungen
nicht anwendbar.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Rolladensicherung
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die auch für stark gewölbte Stäbe geringer
Profildicke anwendbar und bei kleinstmöglicher Anzahl von Einzelteilen ohne Rücksicht
auf die Stärke der Stabwölbung bereits vor dem Einbau des Rolladens in das Bauwerk
in einfachster Weise und mit geringstmöglichem Aufwand montierbar ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hauptsächlich dadurch gelöst, daß
das Sperrglied durch eine mit einer längsausnehmung versehene Klemmplatte und das
Steuerglied durch einen in die längsausnehmung des Sperrgliedes eingreifenden, starren
Zapfen gebildet sind, wobei der Grundriß der längsausnehmung im Sperrglied eine
Steuerkurve einschließt, die eine Ausstell- bzw. Einfahrbewegung des Sperrgliedes
durch das Steuerglied in Abhängigkeit von der der Stäbe des Rolladenpanzers zueinander
in der Weise bewirkt, daß das Sperrglied bei geschlossenem Rolladenpanzer quer zu
dessen Ebene ausgestellt ist und beim Hochziehen des Rolladenpanzers in eine zu
dessen Ebene mindestens annähernd parallele Lage eingefahren wird. Bei der erfindungsgemäßen
Rolladensicherung sind daher Sperrglied und Steuerglied entsprechend der Abstandsänderung
der Rolladenstäbe beim Einlaufen in und beim Auslaufen aus der Schließstellung des
Rolladenpanzers relativ zueinander beweglich und können daher die Schwenkachse des
Sperrgliedes und der das Steuerglied bildende starre Zapfen unmittelbar an den einander
gegenüberliegenden längsschmalseiten aufeinanderfolgender Rolladenstäbe angeordnet
sein, so daß Wölbung und Profildicke der Bolladenrrtäbe weder für die
Anbringung
noch für die Wirksamkeit der Sicherungseinrichtung von Bedeutung sind. Durch diese
Anordnung von Sperr- und Steuerglied wird insbesondere auch der Montageaufwand der
erfindungsgemäßen Rolladensicherung erheblich vermindert, da jeweils im Stirnendbereich
an zwei einander unmittelbar benachbarten Rolladenstäben einander gegenüberliegend
symmetrische Ausschnitte für die Anordnung und Befestigung von Sperr- und Steuerglied
erstellt werden müssen, ohne daß dabei eine besondere Rücksicht auf Wölbung oder
Profildicke der Rolladenstäbe genommen zu werden braucht.
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Durch die über einen Teil deren Länge hinreichende, in Bezug auf die
Sperrgliedlängsachse schräg nach außen gerichtete Steuerkurve ist die längsausnehmung
des Sperrgliedes um den Betrag seiner in Bezug auf die Ebene des Rolladenpanzers
quergerichteten Ausstellbewegung verbreitert.
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Dadurch wird erreicht, daß das Sperrglied unter der Wirkung seines
Eigengewichtes oder durch Federdruck quer zur Ebene des Rolladenpanzers ausgestellt
wird, sobald dieser seine Schließstellung erreicht. Das in bekannter Weise mit einer
Umfangsverzahnung versehene Sperrglied kommt dadurch an einem der Profilflansche
der im allgemeinen U-förmigen Führungsschiene des Rolladenpanzers zur Anlage und
verspannt sich beim Versuch den Rolladen von aussen hochzuheben klemmend gegen die
Pührungsschiene, so daß sich der Rolladenpanzer von aussen nicht hochheben läßt.
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Zweckmäßigerweise ist dabei die erfindungsgemäße Rolladensicherung
möglichst hochliegend am Rolladen angebracht.
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Die länge der längsausnehmung im Sperrglied entspricht wenigstens
dem größtmöglichen Abstand aufeinanderfolgender Rolladenstäbe beim Hochziehen des
Rolladenpanzers.
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Die mit dem Steuerglied zusammenwirkende Steuerkurve erstreckt sich
Jedoch lediglich über einen Teil, insbesondere die Hälfte der länge der längsausnebmwig
im Sperrglied hin und ist bei montiertem Sperrglied der Wölbung der Rolladenstäbe
entgegengesetzt gerichtet. Dadurch wird erreicht, daß das Sperrglied Jeweils entgegengesetzt
zur Wölbung der Rolladenstäbe schwenkt und damit unabhängig von deren Ortiße für
alle vorkommenden Wölbungen von
Rolladenstäben bei mittig zur Breite
benachbarter Stablängsschmalseiten liegender Anordnung seiner Schwenkachse stets
bei annähernd gleich großer Ebene des Rolladenpanzers gerichteter Schwenkbewegung
in seine an der Führungoschiene anliegende Wirkstellung gelangt. Dies ermöglicht
eine für die meisten vorkommenden Bauarten von Rolladenpanzern gleichbleibende,
einheitliche Gestaltung der erfindungsgemäßen Sicherung. Diese Sicherung ist in
herkömmlicher Weise Jeweils an beiden Stirnendbereichen zweier benachbarter Rolladenstäbe
angeordnet.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
an einem oder beiden Stirnenden Je eines Rolladenstabes zwei gleiche Sperrglieder
in spiegelbildlicher Anordnung um eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet sind.
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In diesem Falle ist den beiden spiegelbildlich angeordneten Sperrgliedern
gemeinsam ein einziges am benachbarten Rolladenstab angeordnetes, zapfenförmiges
Steuerglied zugeordnet. Die beiden Sperrgliedern gemeinsame Schwenkachse und das
beiden Sperrgliedern gemeinsame Steuerglied sind dabei zweckmäßigerweise Jeweils
mittig zur Breite benachbarter Stablängsschaalseiten und unmittelbar an diesen angeordnet.
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sein Nach einem anderen Merkmal der Erfindung kann vorgesehen, daß
die Sperrglieder in Ausstellrichtung durch eine Feder belastet sind, wobei zweckmäßigerweise
eine zweiarmige Feder verwendet wird, die bei Sicherungen mit nur einem Sperrglied
an Jeder Stirnseite benachbarter Rolladenstäbe mit ihrem einen Arm gegen den die
Schwenkachse des Sperrgliedes tragenden Rolladenstab abgestützt ist und die bei
Sicherungen mit Je zwei Sperrgliedern an Jedem Stirnende benachbarter Rolladenstäbe
unter Abstützung gegen die gemeinsame Schwenkachse mit Je einem der gegensinnig
schwenkbaren Sperrglieder angreift.
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In weiterer Einzelausgestaltung der Erfindung sind die Schwenkachse
des Sperrgliedes und der das Steuerglied bildende Zapfen Jeweils starr mit einem
Befestigiingsflügel
verbunden und in längsgerichteten Stirnrandsonenausschnitten
aufeinanderfolgender Rolladenstäbe befestigt.
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Die Befestigungsflügel besitzen dabei zweckmäßigerweise ein winkelförmiges
Querschnittsprofil, an dessen einem Flügel die Schwenkachse des oder der Sperrglieder
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das Steuerglied befestigt ist und dessen anderer Profilflügel doppelwandig
ausgeführt ist und zwischen seinen Wandungen die innenliegende Profilwandung eines
Rolladenstabes teilweise aufnimmt.
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Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielebeschreibung an Hand
zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt die Figur 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Rolladensicherung;
Figur 2 eine Stirnansicht der Rolladensicherung gemäß Figur 1; Figur 3 gleichfalls
eine Stirnansicht der Rolladensicherung gemäß Figur 1, Jedoch bei in der Lösestellung
befindlichem Sperrglied; Figur 4 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Rolladensicherung
entlang der Linie IV-IV in Figur 1; Figur 5 eine Stirnansicht einer erfindungsgemäßen
Rolladensicherung gemäß Figur 1, Jedoch mit zwei gegensinnig schwenkenden Sperrgliedern.
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Die solbsttätig ein- und ausrückende Sicherung gegen ein Hochschieben
von auesen ist zwischen zwei unmittelbar benachbarten Profil stäben 1 und 2 eine
Rolladenpaniers angeordnet. Die Profilstäbe 1 und 2 sind, wie auch die in der Zeichnung
nicht dargestellten übrigen Profil stäbe des Rolladenpanzers stirnendig in U-förmigen
Fubrungsichienen
3 geführt. Die U-förmigen Füh:g#sschienen 3 weisen
Jeweils einen quer zur Ebene des Rolladenpanzers gerichteten Profilgrund 4 und zwei
zur Ebene des Rolladenpanzers parallel gerichtete Profilschenkel 5 auf. Die an einander
unmittelbar gegenüberliegenden Längsschmalseiten 6 und 7 der benachbarten Profilstäbe
1 und 2 angeordnete Sicherung besteht im wesentlichen aus einem Sperrglied 8, welches
am einen Profilstab 2 um eine zu dessen längsachse parallele Achse 9 schwenkbar
angelenkt ist und einem durch einen starren Zapfen 10 gebildeten, am anderen Profilstab
1 starr befestigten Steuerglied, wobei die Schwenkachse 9 und das Steuerglied 1o
über gleichförmige Befestiguugsflügel 11 und mittels Schrauben 12 am einen 1 und
am anderen Profilstab 2 Jeweils mittig zu deren an einandergrenzenden Längsschmalseiten
13 befestigt sind. Das Sperrglied 8 ist, wie insbesondere aus der Darstellung 1
ersichtlich als plattenförmige Klemmeinrichtung ausgebildet und entlang eines Teiles
seines Aussenumfanges mit einer Umfangsverzahnung 14 versehen. Das Sperrglied 8
ist weiterhin mit einer längsausnehmung 15 ausgestattet, in die der das Steuerglied
bildende Zapfen 10 eingreift. Über einen Teil ihrer Länge hin ist die längsausnehuung
15 des Sperrgliedes 8 mit einer schräg nach außen gerichteten Steuerkurve 16 versehen,
die gegensinnig zur Wölbung 17 der Profilstäbe 1 und 2 ausgerichtet in Bezug auf
die längsachse des Sperrgliedes 8 nach außen verlaufend angeordnet ist. Dadurch
wird die Längsausnehmung 15 des Sperrgliedes 8 in ihrem der Anlenkachse 9 benachbarten
Bereich in Querrichtung erweitert. Die Größe der durch die Steuerkurve 16 gebildeten
Erweiterung der längsausnehnnng 15 des Sperrgliedes 18 entspricht der Größe der
Schwenkbewegung, die erforderlich ist um das Sperrglied 8 aus seiner in der Figur
3 dargestellten Lösestellung in seine in der Figur 2 dargestellte Sperrstellung
zu verschwenken. Die länge der längsausnehuung 15 im Sperrglied 8 entspricht da
larlialen Abstand der benachbarten Längsschmalseiten 6 und 7 benachbarter Rolladenstäbe
1 und 2 beim Hochziehen des Rolladenpanzers. Um ein vorzeitiges Einrücken der Rolladensicherung
beim
Herablassen des Rolladenpanzers zu vermeiden erstreckt sich die Steuerkurve 16 lediglich
über einen Teil der Längsausnehmung 15 des Steuergliedes 8 hin und ist insbesondere
im dargestellten Ausführungsbeispiel auf die Hälfte der Länge der Iängsausnehmung
15 des Sperrgliedes 8 beschränkt. Dadurch wird gleiohzeitig auch sichergestellt,
daß bei Beginn des Hochziehens des Rolladens dessen Sicherung sehr rasch ausgerückt
wird und somit das Hochziehen des Rolladens in keiner Weise behindern kann.
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Die Ausstellbewegung des Sperrgliedes 8 kann durch eine Ausstellfeder
unterstützt werden, die im gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine zweiarmige Feder
18 dargestellt ist. Die Ausstelifeder 18 ist dabei über ihren einen Arm 19 gegen
den Profilstab 2 bzw. den Befestigungsflügel 11 der Schwenkachse 9 des Sperrgliedes
8 abgestützt und greift mit ihrem anderen Arm 20 mit einem Abstand zu dessen Schwenkachse
9 am Sperrglied 8 an. Die Befestigungeflügel 11 sind durch Winkelprofile gebildet,
an deren einem, im wesentlichen parallel zur Längischmalseite der benachbarten Profil
stäbe 1 und 2 des Rolladenpanzers gerichteten Profilflügel 21 der das Steuerglied
bildende Zapfen lo und die Schwenkachse 9 des Sperrgliedes 8 Jeweils mittels Schweißung
22 starr befestigt sind. Der andere Profilflügel 23 der Winkelprofile ist doppelwandig
ausgeführt, mit einer Aussenwandung 24 und einer Innenwandung 25, die zwischen sich
du freie Ende der innenliegenden Profilwandung 26 des Prafilstabes 1 bzw. 2 aufnehmen.
Zusätzlich ist die innere Profilwandung 26 des Profilstobes 1 bzw. 2 an den Profilflügeln
23 mittels der Schrauben 12 befestigt.
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Zur Aufnahme der Sicherung weisen die beiden benachbarten Rolladenstäbe
1 und 2 im Bereich ihrer atirneeitigen Enden längsgerichtete Ausschnitte 27 und
28 Jeweils ihrer innenliegenden Profilwandung 26 auf, in die die Befestigungsflügel
11 der Sicherung eingreifen. Im äußersten Stirnendbereich der Stäbe 1 und 2 des
Rolladenpanzers sind die Ausschnitte 27 und 28 Jeweils bei 29 verbreitert, so daß
im Sperrglied 8 die erforderliche Schwenkfreiheit zur Verfügung steht.
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Bei dem in der Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei
gleichförmige Sperrglieder 8a zueinander spiegelbildlich auf der gemeinsamen Schwenkachse
9 die hinsichtlich ihrer Gestaltung und ihrer Befestigung zur in den Figuren 1 bis
4 gezeigten Ausführungsform identisch ist, schwenkbar gelagert. Beiden Sperrgliedern
8a ist ein gemeinsames hinsichtlich seiner Gestaltung und Anordnung gleichfalls
zu den in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausfühnungsbeispiel identischer Steuerglieder
10 zugeordnet.
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Die beiden Sperrglieder 8a sind durch eine zweiarmige, gegen die gemeinsame
Schwenkachse 9 abgestützte Aus stellt feder 30 belastet, wobei die Ausstelifeder
3o mit Je einem Arm 31 Jeweils im Abstand zur Schwenkachse 9 an Je einem der beiden
Sperrglieder 8a angreift.
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Beim Herablassen des Rolladenpanzers gleitet das Steuerglied 1o zunächst
entlang des oberen Abschnittes der Längsausnehmung 15 des Sperrgliedes 8 im wesentlichen
parallel zur Bewegungsebene des Rolladenpanzere nach unten, bis es den Anfang der
Steuerkurve 16 erreicht. Sobald das Steuerglied 10 den Anfang der Steuerkurve 16
des Sperrgliedes 8 bzw. 8a erreicht, beginnt das Sperrglied 8 bzw. 8a eine nach
aussen gerichtete, dem Anstieg der Steuerkurve 16 entsprechende Schwenkbewegung,
die fortgesetzt wird bis das Sperrglied 8 bzw. Sperrglieder 8a bei mit ihren längsechmalseiten
6 und 7 vollständig aufeinanderaufliegenden Rolladenstäben 1 und 2 mit ihrer Umfangsverzahnung
14 an dem oder den Profilflanschen 5 der U-förmigen Profilschiene 3 anliegen. Bei
dieser Stellung des oder der Sperrglieder kann der Rolladenpanzer nicht von aussen
her nach oben hochgeschoben werden, da eich die Sperrglfeder 8 bzw. 8a gegen die
Profilflansche 5 der ruhung.Bdnene 3 einspreizen und ein Verklemmen des Rolladenpanzers
innerhalb der Führungsschiene 3 zwangsweise bewirken. Umgekehrt wird beim normalen,
befugten Hochziehen des Rolladens das Steuerglied 10 dadurch entlang der Steuerkurve
16 bewegt, daß die beiden Rolladenstäbe 1 und 2 ihren gegenseitigen Abstand vergrößern.
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In Folge des Umstandes, daß die Steuerkurve 16 einen verhältnismäßig
steilen Anstieg aufweist und daher lediglich immer etwa die Hälfte der Längsausnehmung
15 des Sperrgliedes 8 reicht, wird dieses bereits aus seiner Sperrstellung herausgeschwenkt,
bevor die beiden aufeinanderfolgenden Rolladenstäbe 1 und 2 ihren größtmöglichen
Abstand voneinander erreicht haben. Dadurch ist sichergestellt, daß beim ordnungsgemäßen
befugten Hochziehen des Rolladens die Sperrvorrichtung, gleichgültig welcher Gestaltungsform
die angewandt wird, das Hochziehen des Rolladens in keiner Weise behindert.