3. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu jeder Längskante
der Frontplatte (9) eine Schubstange (24) verstellbar vorgesehen ist und jede Längskante der Abschlußplatte
(15) einen Flansch (21) trägt sowie jeweils zwischen diesen Teilen aus Zapfen (25) und
Kulissenschlitzen (22) bestehende Stellglieder vorgesehen sind (F i g. 2 und 5).
4. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen
(25 bzw. 55) der Stellglieder an den Schubstangen (24 bzw. 54) sitzen, während die schrägen Kulissenschlitze
(22 bzw. 52) in den Flanschen (21 bzw. 51) der Abschlußplatte (15 bzw. 45) vorgesehen sind.
5. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Frontplatte (9 bzw. 39) als auch die Abschlußplat·
te (15) aus einem im Querschnitt U-förmigen Profil besteht, wobei an die Flanschinnenseiten der
Frontplatte (9 bzw. 39) hinterschnittene Profilnuten (13, 14 bzw. 43, 44) als Schubstangenführungen
angeformt sind, während die Flansche (21 bzw. 51) der Abschlußplatte (15 bzw. 45) die schrägen
Kulissenschlitze (22 bzw. 52) enthalten.
6. Lüftungsvorrichtung nach einem der Anspril·
ehe 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubstangen (24) wenigstens an einem Ende mit
einer Schieberplatte (31) verbunden oder verbindbar sind (25, 32, 33), die eine Ausnehmung (35) für den
Eingriff einer Antriebskurbel (36, 37) oder eines Antriebsexzenters aufweist (F i g. 10).
7. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die an der
Frontplatte (9 bzw. 39) vorgesehenen Halterungen zur ausschließlich querbeweglichen Fixierung der
Abschlußplatte (15 bzw. 45) aus Führungsnocken (26,
27) bestehen, die an der Flanschir.nenseite der
Frontplatte (9 bzw. 39) angeordnet sind und in die
mit Querschlitzen (23) versehenen Flansche (21 bzw.
51) der Abschlußplatte (15 bzw. 45) eingreifen.
8. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
ίο gekennzeichnet, daß die Führungsnocken (26) auf
Halteschuhen (27) sitzen, die in die hinterschnittenen Profilnuten (13, 14 bzw. 43, 44) der Frontplatte (9
bzw. 39) einschiebbar und darin durch Klemmschrauben (28) od. dgi. festlegbar sind.
Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvorrichtung für
μ Räume, bestehend aus einer ortsfesten, gitterartig
gelochten oder geschlitzten Frontplatte und einer hinter dieser angeordneten, durch eine Betätigungsvorrichtung
quer zu ihrer Ebene und zur Ebene der Frontplatte bewegbaren Abschlußplatte, die in einer an der
Rückseite der Frontplatte anliegenden Stellung deren Gitteröffnungen verschließt, in einer davon abgehobenen
Stellung aber di: Gitteröffnungen der Frontplatte für den Luftdurchtritt frei gibt
Lüftungsvorrichtungen dieser Art gehören durch die DE-PS 2 79 874 und die DE-PS 3 19 203 bereits seit
langem zum Stand tier Technik.
Die relative Bewegung der Abschlußplatten gegenüber der Frontplatte wird dabei Ober Hebelgetriebe
bewirkt Bedingt durch die Verwendung dieser Hebelgetriebe lassen sich die bekannten Lüftungsvorrichtungen
nur mit relativ geringen Längenabmessungen herstellen, weil nur dann einigermaßen sichergestellt ist,
daß diese in der Schließlage der Abschlußplatten eine ausreichende Abdichtung erreichen.
Durch die DE-AS 12 49 48» und die FR-PS 13 77 858
ist zwar auch schon bekannt, Lüftungsvorrichiungen mit
einer im Verhältnis zu ihrer Breite großen Länge, das heißt also sogenannte Schlitzlüfter, mit einer quer zu
ihrer Ebene und zur Ebene der gelochten oder geschlitzten Frontplatte bewegbaren Abschlußplatte
auszustatten. Hierbei wird die Bewegung der Abschlußplatte über parallelogrammartig angeordnete Lenkerhebel
gesteuert, dergestalt, daß der Abschlußplatte zum Zwecke der Querbewegung auch noch eine Längsbewegung
überlagert wird. Die eigentliche Verstellbewegung für die Abschlußplatte wird von einem Kurbeltrieb
abgeleitet, der an der Frontplatte um eine quer zu deren Ebene gerichtete Achse drehbar lagert und dessen
Kurbelzapfen eine solche Längenabmessung hat, daß sich die Abschlußplatte auf diesem während ihrer
Querbewegung verschieben kann.
Ein wesentlicher Nachteil aller bekannten Lüftungsvorrichtungen der gattungsgemäßen Art liegt darin, daß
die Lagerung der zur Betätigungsvorrichtung gehörenden Hebel und Lenker sowohl an der Frontplatte als
auch an der Abschlußplatte nur an ganz bestimmten Stellen vorgesehen werden kann. Hierdurch ist aber
nicht nur die erzielbare Dichtwirkung im Schließzustand der Lüftungsvorrichtung begrenzt, sondern es kann
t>5 auch deren Baulänge nicht den unterschiedlichen
Bedürfnissen entsprechend beliebig gewählt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, für gattungsgemäße Lüftungsvorrichtungen eine Bauform zu finden, deren
Hauptteile als Meterware herstellbar sind, die sich in beliebige Längen unterteilen läßt, wobei aber nach dem
Zusammenbau an allen Stellen ein gleichmäßig guter DichtschluB bei an der Frontplatte anliegender Abschlußplatte
sichergestellt sein soll.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß die Betätigungsvorrichtung mindestens
eine parallel zu den Lf ngskanten der Frontplatte verstellbare, in Flanschen senkrecht zur Ebene der
Frontplatte angeordneten Führungen derselben linear bewegliche Schubstange aufweist neben der ein sich
fiber die ganze Länge der Abschlußpiatte erstreckender, im wesentlichen quer zu deren Ebene gerichteter
Flansch liegt, daß verteilt, Ober die Länge der Schubstange und des Flansches aus Zapfen und mit
diesen in Eingriff stehenden, schrägen Kulissenschlitzen bestehende Stellglieder vorgesehen sind, und daß an der
Frontplaüe Halterungen vorgesehen sind, in denen die
Abschlußplatte ausschließlich querbeweglich fixiert ist.
Frontplatte, Abschlußplatte und Schubstangen, also die wesentlichen Bauteile einer gattungsgemäßen
Lüftungsvorrichtung lassen sich dabei einfach als Strangpreßteile aus Leichtmetall oder auch Kunststoff
herstellen, wobei die Schubstangen und die Frontplatte sich unter Berücksichtigung bestimmter Rastermaße
mit den zusammen als Stellglieder wirkenden Zapfen und Kulissenschlitzen ausstatten lassen. Es ist sodann
lediglich noch notwendig, diese Bauteile in der jeweils gewünschten Länge von der Meterware abzuschneiden
und diese dann nach dem Zusammenstecken ineinander zu schieben.
Eine mögliche Bauform der erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschlußpiatte an ihrer dem Flansch gegenüberliegenden Längskante um Gelenke begrenzt verschwenkbar
an der Rückseite der Frontplatte gelagert ist In diesem Falle können die Gelenke einfach dadurch
gebildet werden, daß beispielsweise die Abschlußplatte an ihrer dem Flansch gegenüberliegenden Längskante
mit einem kreisquerschnittförmigen, verdickten Wulst versehen ist während die Frontplatte an ihrer Rückseite
eine etwa C-förmig hinterschnittene Längsnut hat In letztere läßt sich dabei die Abschlußplatte mit ihrer
Wulst einfach einschieben.
Eine andere Ausführungsform der der Erfindung zugrunde Hegenden Lüftungsvorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet daß parallel zu jeder Längskante der Frontplatte eine Schubstange verstellbar vorgesehen ist
und jede Längskante der Abschlußplatte einen Flansch trägt sowie jeweils zwischen diesen Teilen aus Zapfen
und Kulissenschlitzen bestehende Stellglieder vorgesehen sind. Ir diesem Falle v.ird die Abschlußpiatte bei
gleichzeitiger Betätigung der beiden Schubstangen quer zu ihrer Ebene gegenüber der Frontplatte bewegt
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Zapfen der Stellglieder an den Schubstangen sitzen,
wahrend die schrägen Kulissenschlitze in den Flanschen der Abschlußplatte vorgesehen sind. Es ist aber auch
ohne weiteres die umgekehrte Anordnung möglich.
Eine hohe Formstabilität der Lüftungsvorrichtung ergibt sich dann, wenn sowohl die Frontplatte als auch
die Abschlußplatte aus einem im Querschnitt U-förmigen
Profil bestehen, wobei an die Flanschinnenseiten der Frontplatte hinterschnittene Profilnuten als Schubstangenführungen
angeformt sind, während die Flansche der Abschlußplatte die 'schrägen Kulissenschlitze
enthalten.
Des weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Schubstan
gen wenigstens an einem Ende mit einer Schieberplatte verbunden oder verbindbar sind, die eine Ausnehmung
für den Eingriff einer Antriebskurbel oder eines Antriebsexzenters aufweist Die Antriebskurbel beziehungsweise
der Antriebsexzenter läßt sich dabei in einer Platte lagern, die in einer Gitteröffnung der Frontplatte
ausrichtbar und fixierbar ist
Es ist auch möglich, die Lüftungsvorrichtung so auszubilden, daß die an der Frontplatte vorgesehenen
ίο Halterungen zur ausschließlich querbeweglichen Fixierung
der Abschlußplatte aus Führungsnocken bestehen, die an der Flanschinnenseite der Frontplatte angeordnet
sind und in die mit Querschlitzen versehenen Flansche der Abschlußplatte eingreifen. Die Führungsnocken
können hierbei auf Halteschuhen sitzen, die sich in die hinterschnittenen Profilnuten der Frontplatte
einschieben lassen und darin durch Klemmschrauben od. dgL festgelegt werden können.
Anhand der Zeichnung wird nunmehr der Gegenstand
der Erfindung an verschiedener Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 in vereinfachter räumlicher Ansichtsdarstellung ein beispielsweise fest verglastes Fenster mit
eingebauter Lüftungsvorrichtung,
F i g. 2 in räumlicher Sprengdarstellung die wesentlichen Einzelteile für eine erste Ausführung der
erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung,
F i g. 3 einen Querschnitt durch die aus den Einzelteilen nach F i g. 2 zusammengesetzte Lüftungsvorrichtung
in der Verschlußstellung,
F i g. 4 einen Querschnitt durch die Lüftungsvorrichtung in Öffnungsstellung,
F i g. 5 die Lüftungsvorrichtung nach den F i g. 2 bis 4 im Schnitt längs der Linie V-V in F i g. 4,
F i g. 6 in räumlicher Sprengdarstellung die wesentlichen Einzelteile einer weiteren Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung,
F i g. 7 einen Querschnitt durch die aus den Einzelteilen nach F i g. 6 zusammengebaute Lüftungsvorrichtung
in Verschlußstellung,
F; g. 8 einen Querschnitt durch die Lüftungsvorrichtung
in der Offenstellung,
F i g. 9 einen Längsschnitt durch die Lüftungsvorrichtung nach den Fig.6 bis 8 längs der Linie iX-IX in
Fig.8,
Fig. 10 im Querschnitt eine mögliche Ausführungsform der Stellmittel für die Betätigung der Lüftungsvorrichtung
und
F i g. 11 einen Schnitt längs der Linie XI-XI in F i g. 10.
so In F i g. 1 der Zeichnung ist als Einbaubeispiel für eine erfindungsgemäße Lüftungsvorrichtung ein Fenster 2
mit Festverglasung gezeigt bei dem die Oberkante det
Glasscheibe 3 durch einen sogenannten Kämpfer 4 gefaßt ist Zwischen dem Kämpfer 4 und dem oberen
Querholm 5 des Fensterrahmens ist dabei ein horizontaler Lüftungsspalt 6 gebildet in den die Lüftungsvorrichtung
1 eingesetzt ist
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung 1 ist in den Fig.2 bis 5
dargestellt Dabei zeigt die Fig.2 die bauliche Ausgestaltung der Einzelteile, aus denen sich die
Lüftungsvorrichtung 1 zusammensetzt
Eine als Strangpreßprofil, z. B. aus Leichtmetall oder Kunststoff gefertigte Frontplatte 9 weist im wesentlichen
einen U-förmigun Querschnitt auf. Aus dem Steg 10 dieser Frontplatte 9 sind dabei in gleichmäßigen
Abständen nebeneinanderliegende rechteckige Luftdurchtrittsöffnuneen
11 auseestanzL An der Innenseite
der beiden Flansche 12 ist durch angeformte, hakenartige Profilteile 13 jeweils eine hinterschnittene Profilnut
14 ausgebildet, die sich in Längsrichtung der Flansche 12 erstreckt.
Als weiteres Bauteil wird eine Abschlußplatte IS verwendet, die ebenfalls im Querschnitt U-förmig
gestaltet ist. Die Breite 16 dieser Abschlußplatte 15 ist dabei geringfügig kleiner als der lichte Abstand 17
zwischen den an der Innenseite der beiden Flansche 12 der Frontplatte 9 vorgesehenen, die Profilnut 14
eingrenzenden Profilteile 13.
Der Steg 18 der Abschlußplatte 15 trägt auf seiner Außenseite in gleichmäßigem Abstand nebeneinander
angeordnete, aus dem Material des Steges 18 herausgeprägte Höcker 19, deren Form und Größe auf die \r,
Luftdurchtrittsöffnungen 11 der Frontplatte 9 abgestimmt ist. Oberhalb und unterhalb jedes dieser Hocker
19 sind aus dem Steg 18 der Abschlußplatte 15 Luftdurchtrittsöffnungen 20 ausgestanzt.
In beiden Flanschen 21 der AbschiuBpiaüe i5 sinü
schräg zur Plattenebene liegende Kulissenschlitze 22 eingearbeitet, wobei diese Kulissenschlitze 22 ebenfalls
in einem vorbestimmten Rasterabstand voneinander angeordnet sind.
Außerdem befinden sich in den Flanschen 21 noch Querschlitze 23, und zwar sind diese so angeordnet, daß
jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulissenschlitzen 22 ein Querschlitz 23 liegt.
In F i g. 2 sind ferner noch zwei Schubstangen 24 dargestellt, die einen in die hinterschnittenen Profilnuten
14· der Frontplatte 9 passenden Profilquerschnitt haben.
An diesen Schubstangen 24 sind Zapfen 25 befestigt, und zwar in einem Rasterabstand voneinander, der auf
den Rasterabstand zwischen den schrägen Kulissenschlitzen 22 in der Abschlußplatte 15 abgestimmt ist.
Schließlich gehören zur Abschlußplatte 15 noch Führungsnocken 26, die auf Fußteilen 27 sitzen, deren
Querschnitt wenigstens annähernd dem Querschnitt der Schubstangen 24 entspricht. Jeder der Führungsnocken
26 wird mit einem Querschlitz 23 der Abschlußplatte 15 in Eingriff gebracht, während die Fußteile 27 in die
hinterschnittenen Profilnuten 14 der Frontplatte 9 eingeschoben werden. Mittels einer Klemmschraube 28
lassen sich dann die Fußteile 27 und damit die Führungsnocken 26 in den Profilnuten 14 der Frontplatte
9 festlegen.
Frontplatte 9, Abschlußplatte 15 und Schubstangen 24 stehen in Form von Meterware zur Verfügung, von der
sich Profilabschnitte jeder gewünschten Länge abschneiden lassen.
Für den Zusammenbau der Lüftungsvorrichtung
werden in die in der Nähe eines Endes der Abschlußplatte 15 liegenden Querschlitze 23 die
Führungsnocken 26 von der Außenseite der Flansche 21 ss
her so eingesetzt, daß deren Fußteile 27 von der Außenseite der Flansche 21 abgewendet sind. Weiterhin
werden die Schubstangen 24 von der Außenseite der Flansche 21 her über ihre Zapfen 25 mit den schrägen
Kulissenschlitzen 22 in Eingriff gebracht Daraufhin läßt sich die Abschlußplatte 15 in Längsrichtung in die
Frontplatte 9 einschieben, und zwar derart, daß sowohl
die Fußteile 27 der Führungsnocken 26 als auch die Schubstangen 24 in die hinterschnittenen Profilnuten 14
der Frontplatte 9 hineingleiten. Dabei ist darauf zu achten, daß die auf dem Steg 18 der Abschlußplatte 15
vorgesehenen Hocker 19 jeweils exakt hinter die Luftdurchtrittsöffnungen 11 im Steg 10 der Frontplatte
9 zu liegen kommen. Sobald dies der Fall ist, werden die FUhrungsnocken 26 mittels der Klemmschrauben 28
über ihre Fußteile 27 in den hinterschnittenen Profilnuten 14 der Frontplatte 9 festgelegt. Hierbei
ergibt sich eine bauliche Anordnung, wie sie aus den F i g. 3 und 4 der Zeichnung ersichtlich ist. Durch die in
die Querschlitze 23 der Abdeckplatte 18 eingreifenden FUhrungsnocken 26 wird erreicht, daß sich die
Abschlußplatte 15 relativ zur Frontplatte 9 nicht mehr in Längsrichtung verschieben kann. Daher wird beim
Bewegen der Schubstangen 24 in den hinterschnittenen Profilnuten 14 der Frontplatte 9 über deren in die
schrägen Kulissenschlitze 22 der Abschlußplatte 18 eingreifende Zapfen 25 bewirkt, daß sich die Abschlußplatte
15 ausschließlich quer zu ihrer Ebene und quer zur Ebene der Frontplatte 15 verschiebt, und zwar zwischen
der aus F i g. 3 ersichtlichen Verschlußstellung und der in F i g. 4 dargestellten Öffnungsstellung.
In der Verschlußstellung der Lüftungsvorrichtung 1 legt sich die ÄbschiuGpiaiie 15 riiii inrerri Sieg iö gegen
die Rückseite des Steges 10 der Frontplatte 9 an, wie das aus F i g. 3 hervorgeht. Dabei treten die Höcker 19 der
Abschlußplatte 15 in die Lüftungsöffnungen 11 der Frontplatte 9 ein, so daß ihre Außenfläche bündig mit
der Außenfläche der Frontplatte 9 abschließt Damit ist der Luftdurchgang durch die Lüftungsvorrichtung 1
abgesperrt, weil auch die Lüftungsöffnungen 20 der Abschlußplatte 18 durch Anlage an der Rückseite des
Steges ;-9 der Frontplatte 9 verschlossen sind.
Die abdichtende Wirkung der Lüftungsvorrichtung 1 ist noch dadurch verbessert, daß sich in einer um die
Höcker 19 der AbsOhlußplatte 15 herumlaufenden Sicke
29 eine Dichtungsschnur 30 aus elastisch nachgiebigem Material, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi,
befindet, die sich gegen die Randkanten der Lüftungsöffnungen 11 der Frontplatte 9 anlegt
In der Öffnungsstellung der Lüftungsvorrichtung 1 nimmt die Abschlußplatte 15 relativ zur Frontplatte 9
die aus F i g. 4 ersichtliche Stellung ein. Das heißt die Abschlußplatte 15 ist von der Rückseite der Frontplatte
9 um ein vorbestimmtes Maß abgehoben, so daß einerseits die Luftdurchtrittsöffnungen 11 in der
Frontplatte 9 und andererseits die Luftdurchtrittsöffnungen 20 in der Abschlußplatte 15 freigegeben werden.
Da hierbei die Luftdurchtrittsöffnungen 11 und 20 eine
gegeneinander versetzte Lage haben, wird einerseits ein ungehinderter Durchblick durch die Lüftungsvorrichtung
vermieden und andererseits auch eine gewisse schalldämmende Wirkung erzielt.
Da einerseits die schrägen Kulissenschlitze 22 in den Flanschen 21 der Abschlußplatte 15 und andererseits die
Zapfen 15 an den Schubstangen 24 mit einem gleichmäßigen Teilungsraster versehen sind, wird über
die ganze Länge der Lüftungsvorrichtung 1 hinweg eine gleichmäßige Parallelverschiebung der AbschluBplatte
15 relativ zur Frontplatte 9 bewirkt wenn die beiden Schubstangen 24 gleichzeitig und gleichmäßig in den
hinterschnittenen Profilnuten 14 der Frontplatte 9 verschoben werden. Dies ist insbesondere für die
Verschlußstellung der Lüftungsvorrichtung 1 wichtig, weil hiervon die gute Abdichtwirkung abhängig ist
Die gleichzeitige und gleichmäßige Betätigung der beiden Schubstangen 24 wird dadurch erreicht, daß
diese wenigstens an einem Ende über eine Schieberplatte 31 miteinander verbunden sind, welche in Fig. 10
dargestellt ist Diese Schieberplatte 31 hat einen U-förmigen Querschnitt und ist in jedem ihrer beiden
Flansche 32 mit Löchern 33 versehen, in die mindestens
je ein Zapfen 25 der beiden Schubstangen 24 zum Eingriff gebracht werden kann.
Die Schieberplatte 31 ist dabei in Längsrichtung der Frontplatte 9 beweglich zwischen den die hinterschnittene
Profilnut 14 begrenzenden Profilteilen 13 an den beiden Flanschen 12 der Frontplatte 9 geführt. Im Steg
34 der Schieberplatte 31 befindet sich ein quer zur
.Schieberichtung verlaufendes Langloch 35. mit dem der Kurbezapfen 36 eines Kurbelarmes 37 in Eingriff steht.
Letzterer ist an der Rückseite des Steges 10 der Frontplatte 9 drehbar gelagert und kann durch einen
beispielsweise auf der Außenseite der Frontplatte liegenden Schwenkarm 38 bewegt werden. Die Bewegung
des Kurbelarmes 37 bewirkt dabei eine Längsverschiebung der Schieberplatte 31 relativ zur Frontplatte
9 und damit eine entsprechende Längsverschiebung der Schubstangen 24, die wiederum über deren Zapfen 25
und die Kulisscnschlitzc 22 der Abschlußplatte 15 eine Querverlagerung der letzteren relativ zur Frontplatte 9
nach sich /.iciit. Wie die Qüc-rveriägcrurig vrcr AbscmuS-platte
15 durch das Zusammenwirken der Zapfen 25 und der schrägen Kulissenschlitze 22 zustande kommt,
ergibt sich besonders deutlich aus F i g. 5 der Zeichnung. Diese zeigt nämlich, daß die AbschluBplatte 15 über die
Führungsnocken 26 und die Querschlitze 23 gegen Langsverschiebung relativ zur Frontplatte 9 fixiert ist
und daß daher durch die Längsverschiebung der Zapfen 25 mittels der Schubstangen 24 über die Kulissenschlitze
22 eine Querverlagerung der Abschlußplatte 15 erzwungen wird.
In den Fig. 6 bis 9 der Zeichnung ist eine Lüftungsvorrichtung 1 dargestellt, welche sich nicht nur
baulich, sondern auch hinsichtlich ihrer Funktion von der Lüftungsvorrichtung 1 nach den Fig. 2 bis 5
unterscheidet. Auch dort wird die Frontplatte 39 von einem Strangpreßprofil aus Leichtmetall oder Kunststoff
gebildet, welches im wesentlichen einen U-förmigen Querschnitt hat. Der Steg 40 dieser Frontplatte 39
ist wiederum mit Luftdurchtrittsöffnungen 41 ausgestattet. Nur der obere Flansch 42 weist jedoch an seiner
Innenseite hakenförmige Profilteile 43 auf, die zwischen sich eine hinierschnittene Profilnut 44 begrenzen. Der
untere Flansch 42' der Frontplatte 39 ist hingegen im Eckbereich zum Steg 40 hin mit einer etwa C-förmig
hinterschnittenen Profilnut 44' ausgestattet
Die Abschlußplatte 45 hat einen im wesentlichen winkelförmigen Querschnitt und weist eine Breitenabmessung
46 auf, die der lichten Weite 47 der Frontplatte 39 angepaßt ist. Der längere Schenkel 48 der
Abschlußplatte 45 trägt wiederum auf seiner Außenseite Hocker 49. die in Form und Größe auf die
Lüftungsöffnungen 41 in der Frontplatte 39 abgestimmt sind Ober- und unterhalb dieser Hocker 49 sind im
Schenkel 48 ferner Luftdurchtrittsöffnungen 50 vorgesehen. Der schmalere Schenkel 51 der Abschlußplatte
45 weist wiederum die nach einem vorbestimmten Rastermaß in Längsrichtung hintereinanderliegenden
schrägen Kulissenschlitze 52 auf. Mit diesen können die in entsprechendem Rastermaß an einer Treibstange 54
angeordneten Zapfen 55 in Eingriff gebracht werden, wobei die Treibstange 54 längsverschiebbar in der
hinterschnittenen Profilnut 44· der Frontplatte 39 geführt ist.
An die andere Längskante der Abschlußplatte 45 ist ein kreisquerschnittförmiger Wulst 53 angeformt
welcher in die C-förmig hinterschniltene Profilnut 44'
der Frontplatte 39 in Längsrichtung eingeschoben werden katin. Hierdurch wird eine scharnierartige
Lagerung zwischen der Frontplatte 39 und der Abschlußplatte 45 gebildet, derart, daß bei einer
Längsbewegung der Schubstange 54 in der hinterschnittenen Prufilnut 44 über deren in die Kulisscnschlitze 52
eingreifende Zapfen eine Schwenkbewegung der Abschlußplatte 45 relativ zur Frontplatte 39 hervorgebracht
wird. In der aus Fig. 7 ersichtlichen Verschlußstellung
der Lüftungsvorrichtung I liegt dabei die Abschlußplatte 45 mit ihrem breiteren Schenkel 48 an
der Rückseite des Steges 40 der Frontplatte 39 an und dichtet damit die Lüftungsvorrichtung gegen Luftdurchtritt
ab. In der Öffnungsstellung der Lüftungsvorrichtung 1 nach Fig.8 ist hingegen die Abschlußplatte 48
schräg von der Frontplatte 39 weg zurückgeklappt, so
daß die Luftdurchtrittsöffnungen 41 und 50 sämtlich für den Luftdurchgang freigegeben sind.
Dsr Ζ"£2Γ7ΐ!ΐΐ£Π&2υ der LÜfilint7CVOrr*flh'llP0 ^ narh
den Fig.6 bis ? kann ebenso wie bei der Lüftungsvorrichtung
1 nach den F i g. 2 bis 5 durch einfaches Ineinanderschieben der zusammenwirkenden Funktionsteile
vorgenommen werden. Die Sicherung der praktisch klappenartig wirkenden Abschlußplatte 45
gegen Langsverschiebung relativ zur Frontplatte 39 kann praktisch in ähnlicher Weise erfolgen, wie im Falle
der Lüftungsvorrichtung nach den F i g. 2 bis 5. nämlich dadurch, daß ein in der hinterschnittenen Profilnut 44
über ein Fußteil 27 und eine Klemmschraube 28 festgelegter Führungsnocken in einen Querschlitz 23
eingreift, der sich am schmaleren Schenkel 51 der Abdeckplatte 45 befindet.
Der bauliche Aufwand für die Lüftungsvorrichtung 1 nach den F i g. 6 b'.s 9 ist geringer als bei der
Lüftungsvorrichtung nach den F i g. 2 bis 5, weil nur eine Schubstange benötigt wird und auch die Schieberplatte
nach F i g. 10 wegfallen kann.
Die Fig. 10 und 11 lassen noch erkennen, daß es
möglich ist, den als Stellmittel für die Bewegung der Abschlußplatte 15 bzw. 45 dienenden Kurbelarm in
einer der Luftdurchtrittsöffnungen 11 bzw. 41 der Frontplatte 9 bzw. 39 anzuordnen. Hierzu lagert der den
Kurbelzapfen 36 tragende Kurbelarm 37 mit seiner Welle 57 in einer Platte 58, die einen Sockel 59 und einen
Flansch 60 aufweist. Der Sockel 59 paßt mit seiner Umrißform exakt in eine der Luftdurchtrittsöffnungen
11 bzw. 41. während der Flansch 60 deren Ränder an der Außenseite der Frontplatte 9 bzw. 39 stützend
übergreift
Der Sockel 59 ist parallel zur Ebene des Steges 10 bzw. 40 der Frontplatte 9 bzw. 39 mit Löchern 61
ausgestattet, durch welche sich Bolzen hindurchschieben
lassen, nachdem der Sockel 59 in die Luftdurchtrittsöffnungen
11 bzw. 41 eingesetzt worden ist Die Enden der Bolzen ragen dabei seitlich aber den Sockel 59
heraus und übergreifen damit sicher die Ränder der Luftdurchtrittsöffnungen 11 bzw. 41 an der Rückseite
des Steges 10 bzw. 40 der Frontplatte 9 bzw. 39.
Anstelle der Sicherungsbolzen können auch Madenschrauben od. dgL verwendet werden, die normalerweise
völlig in die Löcher 61 eingedreht sind und zur Erzielung der Sicherungswirkung etwas aus diesen
herausgedreht werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen