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DE2700372A1 - Entgasungseinrichtung fuer fisteln und andere koerperoeffnungen - Google Patents

Entgasungseinrichtung fuer fisteln und andere koerperoeffnungen

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Publication number
DE2700372A1
DE2700372A1 DE19772700372 DE2700372A DE2700372A1 DE 2700372 A1 DE2700372 A1 DE 2700372A1 DE 19772700372 DE19772700372 DE 19772700372 DE 2700372 A DE2700372 A DE 2700372A DE 2700372 A1 DE2700372 A1 DE 2700372A1
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DE
Germany
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gas
filter material
degassing device
odor
impermeable
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Application number
DE19772700372
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English (en)
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DE2700372C2 (de
Inventor
Hans-Ole Larsen
Erik Lahn Sorensen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Coloplast AS
Original Assignee
Coloplast International AS
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Publication date
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Application filed by Coloplast International AS filed Critical Coloplast International AS
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Application granted granted Critical
Publication of DE2700372C2 publication Critical patent/DE2700372C2/de
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/44Devices worn by the patient for reception of urine, faeces, catamenial or other discharge; Colostomy devices
    • A61F5/441Devices worn by the patient for reception of urine, faeces, catamenial or other discharge; Colostomy devices having venting or deodorant means, e.g. filters ; having antiseptic means, e.g. bacterial barriers

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Description

DR. BERG DIPL-ING. STAPF DIPL.-ING. SCHWABE Dk. DR. SANDMAIR
8 MÜNCHEN 86, POSTFACH 8602 45
Anwaltsakte 27 731 7. Januar 1977
COLOPLAST INTERNATIONAL A/S
Espergaerde / Dänemark
Entgasungseinrichtung für Fisteln und andere Körperöffnungen
Die Erfindung bezieht sich auf ein postoperatives Hilfsmittel zum Verhindern des Entweichens von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffwechselprodukten aus einer Fistel eines Ostomiepatienten oder aus dem Anus bei unzureichender Kontrolle des Ring-Schließmuskels. Insbesondere betrifft die Entfernung eine Entgasungsein-
t (0*9) M12 72 I Manchen RO, Mauerkircherstraße 45 Banken: Bayerische Vereinsbank Manchen 453100
7043 Telegramme: BERGSTAPFPATENT Manchen Hypo-Bank Manchen 3S92623
«3310 TELEX: 0524560 BERG d Postscheck Manchen 65343-SOi
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richtung für eine Fistel oder eine andere Körperöffnung für die Abfuhr von Stoffwechselprodukten aus dem menschlichen Körper.
Bei gewissen chirurgischen Operationen, etwa einer CoIostomie, Ileostomie oder Ureteromie wird von der Wandung des Darms oder eines Harnleiters eine als Fistel bezeichnete öffnung durch die Bauchwand und die Haut eines Patienten nach außen geschaffen. Eine solche Filstel verbindet den Darm oder Harnleiter mit der Außenwelt und dient der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten wie Faeces und Harn. Da die Ausscheidung nicht wie bei den natürlichen Leibesöffnungen durch den Willen kontrolliert werden kann, muß der Patient irgendeine Verschlußeinrichtung tragen, welche mit einer Auffangeinrichtung verbunden sein kann. Ostomiepatienten tragen gewöhnlich für den Rest ihres Lebens einen Auffang- oder Sammelbeutel.
Die verbreitetste Form eines Auffang- oder Sammelbehälters ist ein Beutel aus einer durchsichtigen oder durchscheinenden Kunststoffolie, welche mittels einer eine die Fistel umgebende Mittelöffnung aufweisenden doppwlseitigen Klebscheibe am Leib des Patienten befestigt wird. Dabei kann die Fistel etwas über den Leib hervorstehen und durch die Mittelöffnung der Scheibe hindurchgeführt sein. In einer anderen Ausführungsform ist eine Scheibe aus einem relativ steifen Material, etwa einem Polymer, an der Rückseite des Beutels angebracht, z.B. angeschweißt. Zwischen der Scheibe und der Haut des Patienten ist eine Dichtung befestigt, und
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ein an der Scheibe angebrachter Gürtel hält den Beutel fest.
Mehr oder weniger fortlaufend wird Faeces in dem Beutel gesammelt, und dieser wird nach einiger Zeit, gewöhnlich nach einigen Stunden, beseitigt und durch einen neuen ersetzt. Die Zeitdauer, während welcher ein vorhandener Beutel benutzt werfen kann, ist in starkem Maße abhängig von der Entwicklung von Gasen.
Die Entwicklung von Darmgasen unterliegt dem Einfluß verschiedener Paktoren, u.A. der Art der aufgenommenen Nahrung, der vorhandenen Darmflora und dem psychischen Zustand des Patienten. In einer Zeitspanne von 12 h kann die Gasmenge zwischen ca. 50 und 1000 cm und darüber liegen. Im allgemeinen liegt das Volumen von rektal ausgeschiecenen Darmgasen zwischen etwa 400 und 1200 cm pro Tag. Der verbreitete Glaube, daß gewisse Nahrungsmittel blähend wirken, ist durch Nachweis erhärtet. Die Aufnahme etwa von Bohnen kann die Gasentwicklung von ca. 15 cm auf 176 cm /h steigern. Die Gasentwicklung über kürzere Zeitspannen kann weiten Schwankungen unterliegen. Besonders bei starker Gasentwicklung ist ein Deodorieren der Gase schwierig und treten Unannehmlichkeiten für den Patienten auf. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich aus Schwankungen der Menge und der Zusammensetzung der Gase. Die Zusammensetzung der Gase ist teilweise abhängig vom Ort ihrer Entstehung. Im Magen vorhandene Gase haben eine ähnliche Zusammensetzung wie die atmosphärische Luft, d.h. etwa 78# N2, 17# O2 und 3# CO2.
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Darmgase enthalten im allgemeinen weniger als 2.% Sauerstoff und setzen sich im übrigen aus verschiedenen Anteilen Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Methan und Spurenelementen zusammen. In J. Japan Soc. Food Nutrition 2, Seiten 149-52 (1949) geben Keizo Kodama und Yoshiaki Miura die folgende Zusammensetzung an: GO2 13-34#, GH4 19-26#, H2 20-27%, N2 17-48%' Die Geruchsträger der Gase umfassen Indol, Skatol, flüchtige Amine und Schwefelwasserstoff. Sie machen gewöhnlich weniger als Λ% der Gase aus. Unter diesen Gasen stellt Schwefelwasserstoff bei weitem den größten Anteil und bietet die größten Probleme, da es in Konzentrationen von nur einem Teil auf 100 mio durch seinen Geruch wahrnehmbar ist.
Die Gase dringen in den Sammelbeutel ein und blähen diesen auf, was zu praktischen sowie psychischen Problemen für den Patienten führt. Gewöhnlich wird dem Patienten beigebracht, den oberen Teil des Beutels mit einer Nadel zu durchstechen und das Loch nach dem Entweichen der Gase wieder mit einem Stück Klebstreifen zu verschließen. Wegen des starken Geruchs mancher Gase und wegen der Häufigkeit, mit welcher der Beutel entgast werden muß, ist dieses Verfahren jedoch sehr unbefriedigend und kann zu unangenehmen Situationen führen. Deshalb werden solche Beutel zuweilen mit einem Filter versehen, über welches die Gase entweichen können.
Ein anderes Verfahren, die Fistel eines Ostomiepatienten zu verschließen besteht in der Verwendung einer sogenannten Fistelkappe, welche in ähnlicher Weise am Körper befestigt wird wie ein Auffangbeutel. Gemäß einem weiteren, häufig
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angewendeten Verfahren wird eine Fistel mittels eines Stopfens verschlossen, welcher in die Fistel eingeführt und durch eine Deckplatte, welche mit der Innenseite um die Fistel herum an der Haut anliegt, festgehalten wird. Zur Befestigung eines solchen Stopfens können um die Fistel herum kleine Dauermagnete in die Haut implantiert sein, so daß der Stopfen durch magnetische Kräfte festgehalten wird. In diesem Falle wird kein Auffangbeutel verwendet, sondern die Faeces wird von Zeit zu Zeit, etwa alle zwei Tage, nach Abnahme des Stopfens durch Spülung entfernt, worauf der Stopfen dann wieder angebracht wird. Um den Aufbau von Gasdruck hinter einer solchen Kappe oder einem solchen Stopfen zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, die Kappe bzw. den Stopfen mit einer Entgasungsöffnung zu versehen und diese mit mehreren Lagen eines Aktivkohle enthaltenden, nicht-gewebten Textilmaterials abzudecken. In der Praxis werden die Gase beim Durchgang durch ein solches Filter jedoch nicht geruchfrei, möglicherweise deshalb, weil der Strömungsweg der Gase durch das Filter hindurch sehr kurz ist. Dementsprechend kann auch eine solche Einrichtung zu unangenehmen Situationen führen;.
Bei den drei Arten von Verschlußeinrichtungen für eine Fistel ist es bekannt ein Filter an einer geeigneten Stelle des Strömungswegs der Gase anzuordnen. Verschiedene Arten solcher Filter sind bekannt. Ein aus der US-PS 3 759 260 bekanntes Filter hat in der bevorzugten Ausführungsform eine Scheibe aus Faserlagen und granulierter Aktivkohle, welche mit einer
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Oberfläche die Innenseite einer Entgasungsöffnung des Beutels und einen diese umgebenden Bereich überdeckt, sowie eine undurchlässige Abdeckung an der anderen Seite der Scheibe, wodurch die Gase gezwungen sind, vom Umfang des Filters radial durch die Scheibe hindurch zur in der Mitte angeordneten Entgasungsöffnung zu strömen. Dieses Filter arbeitet jedoch nicht zufriedenstellend, was wahrscheinlich auf den kurzen Strömungsweg des Gase zurückzuführen ist, sowie auf eine im folgenden zu erörternde Kanalbildung.
Ein Filter für die Entgasung von Fistel-Auffangbeuteln ist in der Dänischen PS 130 277 mit der Priorität der US-Patentanmeldung 290 149 vom 18. September 1972 beschrieben. Dieses hat in der bevorzugten Ausführungsform eine quadratische Scheibe aus Faserlagen und granulierter Aktivkohle. Eine Seite ist mit einem von einer Mittelöffnung durchsetzten gasdichten Material bedeckt, und die andere Seite mit einer weiteren Lage aus einem gasdichten Material, welches von mehreren außermittigen Löchern durchsetzt ist, so daß der Strömungsweg der Gase schräg und teilweise radial durch das Filter hindurch verläuft. Ein ähnliches Filter ist in der dänischen PS 133 080 mit der Priorität der US-Patentanmeldung 401 337 vom 27. September 1973 beschrieben. Darin hat die eine gasundurchlässige Abdeckung eine Mittelöffnung, während die andere eine Anzahl von gleichmäßig über die Fläche der Filterscheibe verteilten öffnungen aufweist.
Die beschriebenen bekannten Filteranordnungen ähneln sich insofern, als sie jeweils eine ebene Scheibe aus Faserlagen
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und granulierter Aktivkohle aufweisen, welche an beiden Seiten mit einem von Durchlässen durchsetzten, gasundurchlässigen Material bedeckt sind, so daß die zu filternden Gase das Filter in einer mehr oder weniger radialen Richtung durchströmen müssen, ihr Strömungsweg also langer ist als die Dicke der Filterscheibe. Diese Anordnung dient dazu, die Fähigkeit der Aktivkohle, die stark riechenden Komponenten der Darmgase zu absorbieren, in möglichst großem Maße auszunützen. In der Praxis arbeiten diese bekannten Filter jedoch nicht wunschgemäß und haben eine zu kurze Lebensdauer, so daß ungeachtet der Verwendung der Filter unangenehme Situationen entstehen können. Die Filter müssen sehr häufig abgenommen und ausgewechselt werden und die vorhandene Aktivkohle wird nicht vollständig ausgenutzt, was zu erhöhten Kosten führt.
Ein Grund für die unbefriedigende Wirkung der beschriebenen bekannten Filter ist möglicherweise eine bei der Durchströmung von den Gasen auftretende Kanalbildung. Die Filterscheibe ist aus einem ziemlich steifen Material. Die gasundurchlässigen Abdeckungen sind aus dünnen Kunststoffolien und es sind keine Vorkehrungen getroffen, um ihre feste, gasdichte Anlage an den Oberflächen der Filterscheibe zu gewährleisten. Ein in Axialrichtung durch die Filterscheibe hindurch und dann entlang einem Kanal zwischen der Filterscheibe und der Abdeckung zur Austrittsöffnung bzw. zu den Austrittsöffnungen oder zuerst zwischen der anderen Abdeckung und der Filterscheibe entlang und dann axial durch diese hindurch führender Strömungsweg bietet einen wesentlich kleineren
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Strömungswiderstand als ein radial oder schräg durch die Filterscheibe hidurchführender und wird daher bevorzugt eingeschlagen.
Ein anderer Grund für die unbefriedigende Wirkung bekannter Filter ist in der ungleichmäßigen Entstehung und Zusammensetzung der Darmgase zu suchen. Wäre nämlich die absolute Menge der zu absorbierenden Geruchsträgerkomponenten über die Stunden des Tages hinweg im wesentlichen konstant, so könnte das Filtermaterial, etwa Aktivkohle, in einer der der Geruchsträger entsprechenden Menge vorgesehen werden, wobei dann seine geometrische Anordnung relativ bedeutungslos wäre. Da jedoch die Menge und Zusammensetzung der Gase beträchtlichen Schwankungen unterliegen, ist eine vollständige Ausnützung der Gesamtmenge der Aktivkohle nicht möglich, weshalb die geometrische Anordnung der Einrichtung bedeutsam ist.
Die Erfindung beseitigt die sich bei bekannten Entgasungsfiltern für Fistelverschlüsse wie Auffangbeutel, Fistelkappen und -stopfen aufgrund der Kanalwirkung ergebenden Nachteile und bewirkt damit, daß die Gase nicht ungereinigt durch nicht-absorbierende Bereiche eines solchen Filters hindurchströmen können. Insbesondere schafft die Erfindung ein Filter der genannten Art von einer solchen Form, daß das darin enthaltene Filtermaterial, d.h. die geruchstilgenden Substanzen darin optimal ausgenützt werden, wobei die geometrische Konstruktion des Filters gewährleistet, daß eine das bisher übliche Maß nicht übersteigende Menge des Filtermaterials die Geruchsträgerkomponenten der Gase auch bei
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maximaler Entstehung von Darmgasen mit maximalen Anteilen an Geruchsträgern zu absorbieren vermag. Die erfindungsgemäße Filter- oder Entgasungseinrichtung ist für die Verwendung mit Auffang- oder Sammelbeuteln sowie auch mit Fistelkappen oder -stopfen geeeignet und kann als abnehmbares Teil gefertigt werden, so daß sie über eine längere Zeitspanne gebraucht und von einem Beutel, einer Kappe oder einem Stopfen zu einem bzw. einer anderen ausgewechselt werden kann..
Die Erfindung schafft ferner eine Entgasungseinrichtung mit einem Filter, welche bzw. welches wohlfeil und einfach aus verfügbarem Material herstellbar ist. Die erfindungsgemäße Entgasungs- und Filtereinrichtung arbeitet sicher und zuverlässig und erlaubt das Entweichen von Geruchsträgerkomponenten freier Gase aus einer Fistel oder einem funktionsgestörten Anus.
Bei der erfindungsgemäßen Entgasungs- und Filtereinrichtung der genannten Art tritt im Filter keine Kondensation von Wasserdämpfen auf, so daß die Einrichtung eine lange Gebrauchsdauer hat.
Somit schafft die Erfindung eine Entgasungseinrichtung für eine Fistel oder eine andere Auslaßöffnung für Stoffwechselprodukte des menschlichen Körpers, welche in direkter oder indirekter Berührung mit dem menschlichen Körper und der Fistel oder anderen Leibesöffnung anbringbar ist, deren Dimension lotrecht zum menschlichen Körper kleiner ist als
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wenigstens eine Dimension parallel zum Körper, und welche zwischen einen Strömungsweg für gasförmige Stoffe begrenzenden gas- und flüscigkeitsundurchlässigen Wandungen ein geruchstilgendes Filtermaterial enthält, welches von den Gasen entlang einem Strömungsweg durchströmt wird, welcher langer ist als die Dimension des Filters lotrecht zum Körper.
Bei der erfindungsgemäßen Entgasungs- und Filtereinrichtung befinden sich die gas- und flüssigkeitsundurchlässigen Wandungen in im wesentlichen gasdichter Oberflächenberührung mit dem geruchstilgenden Filtermaterial, und wenigstens eine Austrittsöffnung für die Gase aus der Entgasungseinrichtung in die freie Umgebung ist in bezug auf den Gaszutritt von der Fistel oder anderen Leibesöffnung zu dem Filtermaterial so angeordnet, daß der Strömungsweg der Gase durch das letztere wenigstens fünfmal so lang ist wie dessen kleinste Abmessung.
Die gasdichte Berührung zwischen den Wandungen und dem Filtermaterial verhindert das Auftreten der Kanalwirkung und ist sowohl bei einem körnigen als auch bei pulverförmigen Filtermaterial, etwa Aktivkohle, bei einem Filtermaterial in Form eines einstückigen Körpers, etwa aus mit einem geruchstilgenden Material wie Aktivkohle oder einer chemischen Verbindung imprägniertem Schaumstoff oder papierähnlichem Material, sowie bei einem porösen Filtermaterial, welches selbst geruchstilgend wirkt, erzielbar. Die Geometrie der Entgasungseinrichtung, gemäß welcher der Strömungsweg der Gase wenigstens fünfmal so lang ist wie ihre kleinste Dimension, gewährleistet,
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daß die Gase mit einem Großteil des geruchstilgenden Filtermaterials in Berührung kommen, so daß dieses weitgehend ausgenützt wird und auch eine plötzliche Zunahme der entstehenden Gase oder ihres Gehalts an Geruchsträgerkomponenten nicht zum Entweichen von Gerüchen und damit zu unangenehmen Situationen führt.
Für eine solche Einrichtung sind zwei Grundausführungen vorgesehen. In der ersten ist das Filtermaterial in Form eines von gasundurchlässigen Wandungen umgebenen und in gasdichter Berührung damit befindlichen Kanals angeordnet. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für Auffangbeutel und Fistelkappen, kann jedoch auch für Fistelstopfen verwendet werden. In der anderen Grundausführung, welche sich insbesondere für Fistelstopfen eignet, jedoch auch für Fistelkappen und Auffangbeutel gut verwendbar ist, hat das Filtermaterial die Form einer im wesentlichen ebenen Scheibe mit einer Mittelöffnung. Die ebenen Oberflächen der Scheibe aus dem geruchstilgenden Filtermaterial befinden sich in gasdichter Berührung mit gasundurchlässigen Wandungen od. dergl., während der Rand der Mittelöffnung und der Umfangsrand der Scheibe für den Ein- bzw. Austritt der Gase wenigstens teilweise freiliegen. Die Länge des Strömungswegs für die Gase ist hier durch die Breite der Ringscheibe gegeben, d.h. durch den Radialabstand zwischen der Mittelöffnung und dem Umfangsrand, und beträgt wenigstens das Fünffache der Dicke der Ringscheibe aus dem Filtermaterial.
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In der ersten der genannten Grundausführungen ist die Entgasungseinrichtung eine flache Kapsel, deren Innenraum durch wenigstens eine gasundurchlässige Wandung so unterteilt ist, daß ein Strömungsdurchlaß entsteht, dessen Länge wenigstebs gleich dem Fünffachen der Quadratwurzel seiner Querschnittsfläche ist, und welcher mit dem geruchstilgenden Filtermaterial gefüllt ist. Die Lange des Strömungsdurchlasses ist vorzugsweise gleich dem zwanzigfachen, insbesondere gleich dem fünfzig- bis hundertfachen der Quadratwurzel seiner Querschnittsfläche oder seiner kleinsten Abmessung. Die gasundurchlässige Trennwandung ist zweckmäßig als Spirale ausgebildet, so daß der Strömungsweg entlang einer Spirale verläuft. Dies hat den Vorteil, daß die Außenform der Kapsel im wesentlichen kreisförmig sein kann, so daß sie sich mühelos am oberen Teil und an der Haltescheibe eines Stopfens anbringen läßt, während sich die Haltescheibe um die Fistel herum in Anlage an der Haut befindet. Diese Ausführungsforra ist ebenso für eine Fictelkappe oder einen Auffangbeutel geeignet. Die Entgasungseinrichtung kann also eine flache, kreisförmige oder nahezu kreisförmige Kapsel mit gasundurchlässigen Wandungen und einer Füllung aus einem geruchstilgenden Filtermaterial sein, deren Innenraum durch eine spiralige, gasundurchlässige Trennwand zu einem mit dem geruchstilgenden Filtermaterial gefüllten Strömungsweg aufgegliedert ist, dessen Einlaß nahe der Mitte der einen Oberfläche der Kapsel und dessen zur freien Umgebung führender Auslaß im äußeren Rand der Kapsel oder nahe dem Umfang der anderen Oberfläche derselben liegt, oder umgekehrt. In einer anderen, ins-
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besondere für die Verwendung mit einem Auffangbeutel geeigneten Ausführungsform ist die Entgasungseinrichtung eine flache Kapsel mit gasundurchlässigen Wandungen und einer Füllung aus geruchstilgendem Filtermaterial, deren Innenraum durch eine Anzahl von im wesentlichen parallelen gasundurchlässigen Trennwänden zu einem mit dem geruchstilgenden Filtermaterial gefüllten, zickzackförmigen Strömungsweg gegliedert ist, dessen Einlaß in der einen Oberfläche der Kapsel und dessen Auslaß in der anderen Oberfläche oder im Rand der Kapsel liegt. Gegebenenfalls können zwei oder mehr Arten von geruchstilgendem Filtermaterial hintereinander angeordnet sein, wodurch verschiedenartige Gase sicher absorbiert werden können.
Die beschriebenen Grundausführungen eignen sich vorzugsweise für die Verwendung von körnigem oder pulverförmigem Filtermaterial. Durch Einfüllen einer ausreichenden Menge des Materials in eine solche Kapsel ist dessen gasdichte Berührung mit den Wandungen des Strömungswegs bzw. mit dem Deckel und dem Boden der Kapsel gewährleistet. Im Gebrauch liegen die ebenen Seiten der Kapsel parallel zum Körper des Patienten, so daß wenigstens Teile des Strömungswegs senkrecht verlaufen. Ein körniges Filtermaterial neigt deshalb dazu, sich in den unteren Teilen des Durchströmungswegs anzusammeln, was zusätzlich dazu beiträgt, eine gasdichte Berührung mit den Wandungen und die Strömung der Gase durch eine ausreichende Strecke des Filtermaterials zu gewährleisten.
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Vorzugsweise hat das Filtermaterial jedoch die Form eines oder mehrerer zusammenhängender Körper etwa aus einem papier- oder textilähnlichen Material oder einem Schaumstoff, insbesondere einem elastischen Schaumstoff. Ein solcher Körper könnte ebwas größer sein als die Kapsel oder der Strömungsweg darin, so daß er im Gebrauch etwas zusammengedrückt ist und dadurch in gasdichter Anlage an den Wandungen ist.
Vor Erörterung der anderen Grundausführung der Erfindung sei kurz erwähnt, daß die Entgasungseinrichtung auch eine flache Scheibe aus dem geruchstilgenden Filtermaterial aufweisen kann, welche an einer Seite von einer damit in gasdichter berührung befindlichen Abdeckung bedeckb ist und an der anderen Seite eine in gasdichter Berührung damit befindliche Abdeckung aus einem gasundurchlässigen Material hat. Die Scheibe ist derart an einem in eine Leibesöffnung einsetzbaren Verschluß oder Stopfen anbringbar, daß die eine, ringförmige Abdeckung dem Körper des Patienten zugewandt ist und ihre Mittelöffnung auf die Körperöffnung ausgerichtet ist. Dabei können die Gase durch die öffnung in die geruchstilgende Filterscheibe eindringen und entlang dem Rand des Filtermaterials entweichen. Das in die Leibesöffnung einführbare Teil des Stopfens hat einen Durchlaß für den Zutritt der Gase zur öffnung der ringförmigen Abdeckung des Filtermaterials. Diese Ausführung eignet sich nicht für loses, körniges Filtermaterial, sondern nur für Filter in Form eines zusammenhängenden Körpers. Die gasundurchlässigen Abdeckungen können am Filterkörper angeklebt oder durch magnetische
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und/oder elastische Kräfte daran festgehalten sein. In einer anderen Ausführungsform ist die Entgasungseinrichtung eine flache Scheibe aus dem geruchstilgenden Filtermaterial mit in gasdichter Berührung damit befindlichen, gasundurchlässigen Abdeckungen auf beiden Seiten. Der Einlaß für die Gase in das Filter liegt an einem Rand und der Auslaß an einem anderen Rand des Filters, wobei der Abstand zwischen dem Einlaß und dem Auslaß wenigstens fünfmal so groß ist wie die Dicke der Scheibe. Die äußere Form derselben ist dabei nicht von Bedeutung. Die notwendige Länge des Strömungswegs kann etwa dadurch gewährleistet sein, daß Teile der Ränder mit einem gasundurchlässigen Material verschlossen werden.
In der zweiten Grundausführung der Erfindung hat das geruchstilgende Filtermaterial die Form einer Ringscheibe mit einem Gaseinlaß im Rand der Mittelöffnung und einem Gasauslaß am äußeren Rand, sowie mit Einrichtungen, welche ein Entweichen der Gase unmittelbar durch die Mittelöffnung hindurch verhindern. Die ebenen Oberflächen der Ringscheibe befinden sich in gasdichter Berührung mit Abdeckungen oder Wandungen, und die radiale Breite des Rings ist wenigstens gleich dem Fünffachen seiner Dicke. Ein derartiger Ring kann auf verschiedene Weise angebracht werden. Die Mittelöffnung hat vorzugsweise einen etwas größeren Durchmesser als die Fistel. Die Entgasungseinrichtung kann dann um die Fistel herum angeordnet und mit einer Verschlußeinrichtung, vorzugsweise einem Auffangbeutel oder einem Fistelstopfen verbunden werden. Bei Verwendung mit einem Auffangbeutel kann die innere, d.h. die
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dem Körper des Patienten zugewandte Abdeckung eine Kleberschicht aufweisen und mit dieser um die Fistel herum an der Haut festgeklebt werden, damit zwischen der Haut und dem Filter hindurch nichts entweichen kann. Die äußere Abdekkung kann in ähnlicher Weise an dem Auffangbeute.L angeklebt oder einstückig mit diesem sein, so daß die Einlaßöffnung des Beutels über der Mittelöffnung des Rings liegt. Dadurch können Gase, Feststoffe und Flüssigkeiten von der Fistel aus durch die öffnung des Rings direkt in den Beutel gelangen. Ein Druckaufbau ist jedoch dadurch vermieden, daß die Jase durch das Filtermaterial hindurch, dessen freier äußerer Rand zwischen der Haut und dem beutel liegt, enLweichen können. Dabei nimmt der Filter die Geruchsträgerstoffe auf und läßt geruchsfreie Gase durch. Ist die Entgasungseinrichtung am Auffangbeutel angeklebt, so kann sie von einem Beutel zum anderen ausgewechselt werden, bis die Wirkung des Filtermaterials erschöpft ist, um auf diese Weise Kosten zu sparen. Diese Ausführungsform hat einen äußerst einfachen Aufbau aus relativ wohlfeilen Werkstoffen. Sie ist daher billig im Gebrauch, was insofern vorteilhaft ist, als Ostomie-Patienten und dergl. immer irgendeinen Verschluß tragen müssen. Die Entgasungseinrichtung kann auch an der anderen, dem Körper abgewandten Seite des Auffangbeutels angebracht werden. In diesem Falle kann die Mittelöffnung des Filters eine beliebige Größe haben, insbesondere kleiner sein als die Fistelöffnung.
Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere zur Verwendung mit magnetisch festgehaltenen Fistelstopfen und erlaubt
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eine sichere Druckentlastung des Darms und der Fistel in solchen Fällen, wenn diese mittels eines Stopfens verschlossen ist. Bisher gab es noch keine zuverlässigen Filter für Entgasungseinrichtungen in derartigen Fistelstopfen, so daß das Entweichen gewisser Mengen von ungereinigten Gasen unvermeidlich war. Die vorstehend beschriebene Ausführungsform der Erfindung erlaubt das Entweichen von zuverlässig gereinigten, geruchsfreien Darmgasen selbst bei plötzlicher Zunahme der freigesetzten Gasmengen etwa nach einer Mahlzeit. Ein sehr zweckmäßiger Fistelstopfen hat ein in eine Fistel einführbares Teil und eine damit einstückige oder fest verbundene Scheibe, deren Innenseite abdichtend um die Fistel herum in Anlage an der Haut kommt. Gemäß der Erfindung kann der die Entgasungseinrichtung darstellende Ring auf das eigentliche Stopfenteil aufgesetzt werden, so daß seine Mittelöffnung dieses mit einem geringen Abstand umgibt. Die Gase können dabei an dem Stopfenteil in der Fistel entlangströraen, am Rand der Mittelöffnung in das Filter eindringen und entlang dem äußeren Hand desselben austreten. Die dem Körper zugewandte inndere Seite des Filters ist in gasdichter Berührung mit einer gasundurchlässigen Abdeckung. Diese kann selbst klebrig sein oder an der dem Filter und gegebenenfalls auch an der dem Körper zugewandten Seite eine Kleberbeschichtung haben. Die äußere Seite des Filters ist direkt oder indirekt in gasdichter Berührung mit der Innenseite der Scheibe des Stopfens. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Gase nicht entweichen können, ohne das geruchstilgende Filtermaterial zu durchströmen. Eine der Abdeckungen für das Filter-
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material kann hier auch durch die Haut des Patienten gebildet werden.
Die öffnung des Rings kann exzentrisch angeordnet sein, sofern nur der kürzest mögliche Ströraungsweg für die Gase noch wenigstens das Fünffache der Dicke des FiLtermaterials beträgt. Vorzugsweise ist der gesamte Innenrand der öffnung und/oder der gesamte äußere Rand des Rings für den Ein- bzw. Austritt der Gase offen, es können jedoch Teile der Ränder mit einem gasundurchlässigen Material abgedeckt sein.
Das Filtermaterial kann innerhalb eines weiten Bereichs beliebig dick sein. Die Dicke beträgt vorzugsweise etwa 0,8 bis 8,0 mm, insbesondere 1,5 bis 3 mm. Der Ring ist vorzugsweise im wesentlichen kreisförmig mit einer kreisförmigen Mittel-Öffnung. Der Außendurchmesser beträgt etwa 3 bis 10 cm, insbesondere 6 bis 7 cm. Die innere öffnung hat einen Durchmesser von 0,5 bis 2 cm, vorzugsweise von 1 bis 1,5 cm. Die Breite des Rings, d.h. sein Außenradius minus den Innenradius, kann etwa 2 bis 3 cm, vorzugsweise 2,5 cm betragen.
Bei der Ausführungsform mit dem Kanal oder Strömungsdurchlaß beträgt dessen Durchmesser vorzugsweise 2 bis 5 mm, insbesondere 3 bis 4 mm.
Bei einer Entgasungseinrichtung mit einem ringförmigen Filtermaterial hat dieses zweckmäßig die Form eines zusammenhängenden Körpers, da in diesem Falle ein körniges Filtermaterial herausfallen würde. Zwar könnte ein solches Filtermaterial von einer porösen Membrane od. dergl.
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umgeben sein, es würde dies jedoch zu einer Verteuerung ohne besondere Vorteile führen. Andererseits wurden sich die Kosten für die zuerst beschriebene Grundausführung nicht nennenswert erhöhen, wenn die Enden des Strömungsdurchlassses mit einem solchen porösen Material verschlossen würden. Es kann zweckmäßig sein, zwei verschiedene Arten von konzentrisch angeordnetem Filtermaterial zu verwenden, gewöhnlich ist dies jedoch nicht notwendig. Ein für die Geruchstilgung wesentlicher Bestandteil des Filtermaterial kann Aktivkohle sein. In den beiden Grundausführungen der Erfindung kann Aktivkohle in granulierter Form in einem Fasermaterial verteilt sein. Bei Letzterem handelt es sich vorzugsweise um ein Zellulose-Fasermaterial in Form eines gewebten oder ungewebten Textilstoffs oder um ein watte- oder vliesähnliches Material.
Eine noch wirksamere Form für das geruchstilgende Filtermaterial ist gegebenenfalls ein Filterelement aus einem offenzelligen, elastischen Schaumstoff, welcher mit einer Dispersion von Aktivkohle in einem Bindemittel getränkt ist. Die Elastizität des Materials sorgt für eine sichere Anlage an den verschiedenen Oberflächen und verhindert damit das Entweichen von ungereinigten Gasen. Das Bindemittel gewährleistet, daß sich innerhalb des Filterelements keine von Aktivkohle freien Kanäle bilden können. Ein solches Element ist mühelos zu bearbeiten und kann jede beliebige Form erhalten. Ein solches Filterelement aus imprägniertem, elastischem Schaumstoff eignet sich hervorragend für alle
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besprochenen Ausführungsformen, insbesondere für die beschriebenen Filterringe.
Das Bindemittel kann etwa ein Äthylen-Vinylacetat-Latex, ein Styrol-Butadienlatex oder ein Acryllatex bzw. eine Dispersion sein, ferner kann es auch eine Lösung eines geeigneten Polymers oder Mischpolymers sein, wobei die Aktivkohle in dem Polymer selbst verteilt sein kann.
Anstatt mit Aktivkohle getränkt zu sein kann der offenzellige Schaumstoff auch aus einem Polymer sein, welches einen großen Anteil von Amingruppen enbhält, oder er kann mit einem Amin getränkt sein. Derartige Amine, beispielsweise Urethane, sind wirksame geruchstilgende Stoffe.
In der Ausführungsform mit ringförmigem Filter kann die Abdeckung an der dem Körper abgewandten Seite des Rings dessen Mittelöffnung überdeoken und abdichtend verschließen. Ein solches Filter kann dann direkt an der äußeren Wandung eines Auffangbeutels angebracht werden oder das obere Teil bzw. die Scheibe eines Fistelstopfens darstellen. Die gasdichte Berührung zwischen dem geruchstilgenden Filtermaterial und den gasundurchlässigen Abdeckungen oder Wandungen kann durch Kleben hergestellt sein. Vorzugsweise sind die beiden gasundurchlässigen Abdeckungen jeweils beiderseits klebfähig, so daß sie als stoffschlüssige Verbindungselemente zwischen dem Körper und dem Filter sowie zwischen diesem und einem Auffangbeutel bzw. der Scheibe eines Fistelstopfens dienen können.
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In der ringförmigen Ausführungsform kann die gasundurchlässige Abdeckung an der dem Körper zugewandten inneren Seite eine größere Mittelöffnung haben als die Filterringscheibe und die andere Abdeckung. Dabei muß jedoch die Breite des schmälsten Things wenigstens fünfmal so groß sein wie die Dicke des .filters. Eine solche Ausführungsform hat einen größeren Eintrittsquerschnitt für die Gase und eignet sich besonders zur Verwendung in solchen Fällen, in denen ein starker Anfall von Gasen zu erwarten ist.
Bei der Verwendung der Entgasungseinrichtung mit einem ij'istelstopfen kann die gasdichte Berührung zwischen dem Filterelement und der Scheibe des Stopfens vorzugsweise mittels magnetischer Elemente herbeigeführt werden, wie nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Anderenfalls kann die gasdichte Berührung zwischen den verschiedenen Elementen auch, wie bereits erläutert, durch elastische Kräfte bewirkt sein.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer an einem Körper gebildeten Fistel mit einem Auffangbeutel und einer Entgasungseinrichtung in einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Teil-Schnittansicht einer Fistel mit einem Auffangbeutel und einer Entgasungseinrichtung in einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 3 eine Teil-Schnittansicht einer Entgasungseinrichtung
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in einer dritten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. '+ eine Schnittansicht einer Fistel und eines darin eingesetzten Stopfens mit einer erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung,
Fig. 5 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4,
Fig. 6 eine Teil-Schnittansicht einer Entgasungseinrichtung in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7 eine Teil-Schnittansicht einer Entgasungseinrichtung in noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 8 eine Schnittansicht einer Fistel mit einem Stopfen und einer erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung,
Fig. 9 eine Längsschnittansicht einer Entgasungseinrichtung in einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig.10 eine Querschnittansicht der Ausführungsform nach Fig. 9,
Fig.11 eine Längsschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung,
Fig.12 eine Querschnittansicht der Ausführung nach Fig. 11,
Fig.13 eine Vorderansicht eines Auffangbeutels mit einer erfindungsgemäßen Entgasungseinrichtung und
Fig.14 eine Querschnittansicht des Auffangbeutels und der Entgasungseinrichtung nach Fig. 13.
Fig. 1 bis 7 sind der Übersichtlichkeit halber als leicht auseinandergezogene Ansichten dargestellt. In der praktischen Ausführung ist zwischen den mit 1, 3, 4 und 5 bezeichneten Teilen kein Zwischenraum vorhanden.
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In Fig. 1 erkennt man einen Teil eines Körpers 1 mit einer etwa durch eine chirurgische Operation gebildeten .Fistel 2 und einem daran befestigten Auffangbeutel 6. Zwischen der Haut des Körpers und dem Beutel ist eine erfindungsgemäße Entgasungseinrichtung angeordnet. Diese hat eine ringförmige, gasundurchlässige Scheibe 3 aus einem klebfähigen Polymer. Die Scheibe hat eine Mittelöffnung, welche mehr oder weniger eng um die äußere Öffnung der Fistel herum paßt. Eine Seite der Scheibe 3 haftet an der Haut des Körpers und dient damit als Teil einer Einrichtung zum Befestigen des Auffangbeutels. Die andere Seite der Scheibe 3 haftet an einem einen geruchstilgenden Stoff enthaltenden, ringförmigen Filterelement 4. Die radiale Breite des Filterelements ist wenigstens gleich dem Fünffachen, in der gezeigten Ausführungsform etwa gleich dem Zwanzigfachen seiner Dicke. Das Filterelement kann etwa aus einem handelsüblichen, mit Aktivkohle versetzten Filterpapier sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das ringförmige Filterelement aus einem offenzelligen, elastischen, mit Aktivkohle getränktem oder solche enthaltenden Polymer-Schaumstoff. Auf der anderen Seite des Filterelements 4 haftet eine weitere ringförmige, gasundurchlässige Scheibe 5 aus einem klebfähigen Polymer. Die Scheibe 5 bewirkt eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Filterelement 4 und dem Auffangbeutel 6, dessen Einlaßöffnung mit den Mittelöffnungen der Haftscheiben 3» 5 und des Filterelements 4 sowie mit der Fistel 2 fluchtet. Im Gebraucht können Flüssigkeiten und Feststoffe von der Fistel 2 durch die öffnungen
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der ringförmigen Elemente 3, 4, 5 hindurch in den Heutel 6 gelangen. Darmgase und von den Flüssigkeiten oder Feststoffen freigesetzte Gase können durch die Entgasungseinrichtung hindurch entweichen. Sie dringen am inneren Rand in das ringförmige Filterelement 4 ein, durchströmen dieses in radialer Richtung und treten am äußeren Rand aas. Da die ringförmigen Scheiben 3 und 5 klebfähig sind, ist zwischen ihnen und dem Filterelement 4 und dem Körper 1 bzw. dem Beutel 6 ein gasdichte^ Abschluß gewährleistet, so daß die Gase nur durch das Filterelement hindurch entweichen können. l)a das Filterelement geruchstilgende Stoffe enthält und die Gase einem sehr langen Etrömungsweg durch es hindurch folgen, werden Geruchsträgerkomponenten der Gase sicher entfernt, so daß nur geruchsfreie Gase aus der xCntgasungseinrichtung austreten.
In Fig. 1 ist das Filterelement zwischen dem Beutel und der Haut des Körpers angeordnet. Es kann jedoch auch an der dem Körper abgewandten äußeren Seite des Körpers angebracht werden. Dabei sind dann zusätzliche Einrichtungen für die Befestigung des Beutels unmittelbar am Körper vorhanden, so daß der Einlaß des Beutels mit der Fistel fluchtet. Die andere Seite des Beutels hat dann eine mit der Mittelöffnung des Filterelements 4 fluchtende Öffnung, und das Filterelement 4 kann direkt am Beutel befestigt sein. An der Außenseite ist das Filterelement einschließlich seiner Mittelöffnung durch eine in gasdichter Anlage daran befindliche Scheibe aus einem gasundurchlässigen Material, etwa einer Kunststoffolie, abgedeckt.
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Die in Pig. 1 gezeigte Art der Anbringung ist jedoch die vorteilhafteste, da bei ihr keine Kondensation des in den Darmgasen zu einem hohen Anteil vorhandenen Wasserdampfs im Filterelement stattfindet. In einem an der kühleren Außenseite des Beutels angeordneten Filterelement wäre eine solche Kondensation nur schwer zu vermeiden, wodurch die Wirksamkeit des Filters dann erheblich beeinträchtigt würde.
Obgleich keine besonderen Einrichtungen vorhanden sind, um das Eindringen von im Beutel gesammelter Flüssigkeit in das Filterelement zu verhindern, hat es sich herausgestellt, daß dieses über eine lange Zeitspanne trocken und damit wirksam bleibt.
Falls die im Beutel gesammelten Stoffe größere Flüssigkeitsmengen enthalten oder andere besondere Umstände vorliegen, kann die Verwendung der Ausführungsform nach Fig. 2 vorteilhaft sein. In Fig. 2 erkennt man wiederum ein Teil eines Körpers 1 mit einer Fistel 2. Eine klebfähige, ringförmige Scheibe 3, eine ringförmige Filterscheibe 4 und eine äußere klebfähige Ringscheibe 5 stellen zusammen eine Verbindung zwischen dem Körper 1 und einem Auffangbeutel 6 dar. Diese Verbindung ist wiederum gasdicht, abgesehen von der Möglichkeit des Entweichens von Gasen durch das geruchstilgende Filtermaterial des Filterelemente von dessen innerem zum äußeren Rand. In dieser Ausführung ist jedoch der Innenrand des Filterelements mit einer Folie 7 aus gasdurchlässigem, hydrophobem Material überdeckt, beispielsweise einer unter der Bezeichnung "Tyvec" von der Firma DuPont vertreiebenen
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Folie. Die Folie 7 kann an den inneren Rändern der klebfähigen Ringscheiben 5 und 5 angeklebt oder angeschweißt sein.
Der in ü'ig. 2 gezeigte Beutel 6 ist mittels einer Haltescheibe 14 an der Entgasungseinrichtung 3,4,5,7 befestigbar. Die Haltescheibe gewährleistet eine größere Bewegungsfreiheit für den Auffangbeutel 6 und kann auch dazu verwendet werden, den Beutel mittels eines Gürtels am Körper zu befestigen. Die in Fig. 2 gezeigte Entgasungseinrichtung kann auch ohne die Haltescheibe 14 verwendet werden.
Im Gebrauch ist zwischen dem Körper 1 und der Ringscheibe 5» zwischen diesem und dem Filterelement 4, zwischen diesem und der Ringscheibe 5 und zwischen dieser und dem Beutel 6 bzw. der Haltescheibe 14 kein Zwischenraum vorhanden. Dies trifft auch für die in den anderen Figuren dargestellten Ausfü.hrungsformen zu.
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht einer Entgasungseinrichtung für die Verwendung bei Vorhandensein von großen Flüssigkeitsmengen im Auffangbeutel oder unter anderen besonderen Umständen. Die Bezugszeichen 3, 4 und 5 bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 1 und 2. Zusätzlich ist hier ein innerer Ring aus einem gasdurchlässigen, hydrophoben Material 8, etwa "Tyvec" oder aus einem offenzelligen, hydrophoben Schaumstoff vorhanden.
Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht eines Teils eines Körpers 1 mit einer mittels eines sogenannten magnetischen Stopfens 11 verschlossenen Fistel 2. Um die Filstel 2 herum ist ein mit
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einem geeigneten Kunststoff überzogener, ringförmiger Dauermagnet 12 in die Haut des Körpers 1 implantiert. Der Magnet 12 dient zum Festhalten des Stopfens 11, welcher zu diesem Zweck einen weiteren Magneten oder eine (nicht gezeigte) Anordnung von Magneten enthalten kann. Durch die Anziehungskraft der Magnete wird eine Deckscheibe 10 des Stopfens Tl gegen eine Dichtung 9 gepreßt, um die Filstel abzudichten. Bei einem solchen Verschluß für eine Fistel ergeben sich besondere Probleme bei einem Druckanstieg durch die Ansammlung von Gasen in der Fistel. Selbst wenn die Dichtung angeklebt ist, kann der Gasdruck den Stopfen abheben, was zu Undichtigkeit führt. Für eine solche Form eines Fistelverschlusses ist die Erfindung besonders vorteilhaft.
Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Teil-Schnittansicht der Dichtung 9 in einer Ausführungsform der Erfindung mit einem Filter, welches das Entweichen von Darmgasen aus der Fistel ohne Geruchsentwicklung ermöglicht. Eine ringförmige Innenscheibe aus einem gasundurchlässigen Material wird durch die magnetischen Anziehungskräfte in gasdichter Anlage an der Haut gehalten. Die Ringscheibe 3 befindet sich in gasdichter Berührung mit einer ringförmigen Filterscheibe 4, welche in der gleichen Weise wie in Fig. 1 und 2 ausgeführt sein kann. Eine äußere gasundurchlässige Ringscheibe 13, welche aus einem klebfähigen Material sein oder an beiden Seiten mit einem Kleber beschichtet sein kann, befindet sich in gasdichter Anlage an der Filterscheibe 4.
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Die radiale Breite der Dichtung 9 ist wenigstens gleich dem Fünffachen der Dicke der FiI teilscheibe 4. Die Ringscheibe ~'iy ist nicht unbedingt notwendig, da auch die De.;kscheibe 10 eine gasdichte Abdeckung bilden kann. Vorzugsweise ist die Ringscheibe 13 jedoch vorhanden, um die Filterscheibe beim Entfernen und Wiedereinsetzen des Stopfens festzuhalten.
Die Ringscheibe 3 kann eine weiche, flexible Dichtung und gegebenenfalls ebenfalls Klebfähig sein, um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten.
Fig. 6 zeigt eine üchnittansicht einer anderen mit dem Magnetstopfen 10, 11 verwendbaren Dichtung. Die Bezugszeichen 3, 4 ;Jnd 13 bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 5· Der innere Rand dee Filterscheibe 4 ist hier mil; einem Hing 7 aus "Tyvec" abgedeckt. Der Ring aus "Tyvec" oder einem anderen hydrophoben und gasd irchläscigen Material muß einem kleineren nußendurchrnesser haben als die FiI terscheibe. üer Radialabstand von seinem äußeren Rand zu dem der Filterscheibe muß wenigstens gleich dem Fünffachen der Dicke der Filterscheibe sein. In den nicht von dem "Tyvec"-Ring 7 bedeckten Bereichen müssen die Filterscheibe 4 und die Ringscheibe 3 in gasdichter gegenseitiger Anlage sein.
Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht einer weiteren Filteranord— nung, welche für die Verwendung mit einem Magnetstopfen oder mit einem Auffangbeutel geeignet ist. Die eine gasundurchlässige Abdeckscheibe 3 hat hier eine größere Mittelöffnung als die Filterscheibe 4, wodurch sich die Fläche, über
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welche die Gase in das Filterelement, eindringen können, wesentlioh vergrößert. Die drei Ringscheiben befinden sich wiederum in gasdichter gegenseitiger Anlage, und die radiale Breite der die größere Öffnung aufweisenden Scheibe 3 muß wenigsten s gleich dem Fünffachen der Dicke der Filterscheibe sein.
Das Filterelement kann gegebenenfalls ganz oder teilweise mit einem es hydrophob machenden Mittel, etwa einem j'luorpolymer oder einem Silikon, getränkt sein.
Ferner braucht das Filter in bezug auf seine Abmessungen oder andere Eigenschaften nicht symmetrisch um die Fistel herum angeordnet zu sein, sondern kann etwa entlang einem Teil des Umfangs der Fistel gasundurchlässig sein.
Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht eines dem in Fig. 4 dargestellten ähnlichen Stopfens 11. Er ist durch magnetische Anziehungskräfte zwischen einem um eine Fistel 2 herum in die Haut implantierten ringförmigen Dauermagnet 12 und einer Anordnung von Dauermagneten in einem aus Kunststoff geformten Gehäuseteil 10 des Stopfens 11 in der im Körper 1 eines Patienten gebildeten Fistel 2 festgehalten. Zwischen der Innenseite des scheibenförmigen Gehäuseteils 10 und der Haut des Körpers 1 sitzt eine Dichtung aus einem weichen Material. Der eigentliche Stopfen ist von einem Durchlaß durchsetzt, welcher sich von seinem inneren Ende zu dem mit ihm einstückigen scheibenförmigen Gehäuseteil 10 erstreckt. Das Gehäuseteil 10 hat eine Ausnehmung, in welcher eine Ent-
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gasungseinrichtung in Form einer Kapsel I7 sitzt. In den Boden der Entgasungseinrichtung ist vorzugsweise eine Scheibe IP aus einem ferromagnetisehen Materia] eingeformt, so daß die Entgasungseinrichtung durch die im Stopfen vorhandenen Magnete festgehalten und dabei mühelos auswechselbar ist. Anderenfalls kann die Entgasungseinrichtung 17 auch durch eine Kleberbecchichtung oder eine Rasteinrichtung festgehalten sein.
Fig. 9 und 10 zeigen eine zweckmäßige Ausführungsfo^m der in Fig. 8 verwendeten Entgasungseinrichtung 17·
Die Begasungseinrichtung; hat; eine niedrige, zylindrische Kapsel 21 mit einem im rioden gebildeten Loch 22, durch welches hindurch die Darmgase über den Durchlaß des Stopfens in die Kapsel eindringen können. Das Loch 22 ist mit einem relativ groben Filter 23 abgedeckt, welches das Eindringen von Feststoff aus der Fistel sowie das Herausfallen von Filtermaterial aus de^ Kapsel verhindert. Eine mit dem Boden zusammen geformte und sich bis an den Deckel 25 der Kapsel erhebende Trennwand 24 begrenzt einen spiralförmigen Strömungsweg vom Eintrittsloch 22 im Boden zu einem Austrittsloch 26 im Deckel 25. Eine Schicht 27 aus einem weichen Material bildet eine Abdichtung zwischen der Trennwand und dem Deckel, so daß die Gase dem relativ langen, spiralförmigen Strömungsweg folgen müssen. Die Kapsel enthält eine Füllung 28 aus einem der erwähnten geruchstilgenden Stoffe. Eine Klebfläche 29 kann anstelle der ferromagnetischen Scheibe 13 dazu dienen, die Entgasungseinrichtung an einem
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Fistelverschluß oder Auffangbeutel zu bef es Ligen. Die Länge des spiraligen Strömungswegs ist wenigstens gleich dem Fünffachen der Quadratwurzel seiner Querschnittelache.
In Fig. 9 und 10 liegb das Eintrittslooh 22 nahe dem Rand und das Austrittsloch 26 in der Mitte :1er Kapsel. Diese Anordnung ist bei der Verwendung einer solchen Entgasungseinriohtung an einem Auffangbeutel vorteilhaft. Bei Verwendung mit einem Stopfen wie in Ii1Ig. 8 dargestellt Lsi, eine umgekehrte Anordnung zweckmäßige-r».
Eine weitere, insbesondere zur Verwendung mir, einem Auffangbeutel geeignete Ausführ ingsform einer· Entgasungseinrichtung ist in Fig. 11 und 12 dargestellt. Diese hat hier die Form einer vorzugsweise rechteckigen oder quadratischen Kapsel mit einem Eintrittsloch 22 für die Darmgase im Boden und einem Austrittsloch 26 für die gereinigten bzw. deodorierten Gase im Deckel. Die Kapsel enthält eine Füllung 2.-Λ aus einem geruchstilgenden Filtermaterial, welche durch eine Anzahl von sich zwischen dem Boden und dem Deckel erstrekkenden senkrechten Trennwänden in Form eines im Zickzack verlaufenden Strömungswegs aufgetteilt ist, dessen Länge wenigstens gleich dem Fünffachen seiner kleinsten Abmessung ist. In diesem Zusammenhang bezieht sich der Ausdruck "senkrecht" auf den Verlauf der Trennwände in der aufrechten Haltung des Trägers der Einrichtung, d.h. im Sitzen, Stehen oder Gehen. Der Ausdruck "Boden" bezeichnet die dem Körper zugewandte und der Ausdruck "Deckel" die dem Körper abgewandte größere Seite der Kapsel. Aufgrund der senkrechten Anordnung
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Trennwände ergibt, sich deT1 Vorteil, elt-ß ::ioh di.s Fi If.ermaterial 2<\., CaTl?: diodes körnig Lit, durch sein eigener ;;ewi';ht in den unteren Teilen der Kapsel, setzt, to daf? 1'iri fcitrömungsweg hier vol 1 s hand ig äiisgof'"; 1 "I h i.:t und keine Kanal bildung; auftri It;.
Das Filtermaterial 2.': befindet sieh übe" ei.no Lo^e 27 n'·^ einem weichen Material in jaud ich'er [erühr-in"; mit rlein Deckel. 2S. Eine Kleberö^hicht 29 dienl de^ ί ofestigunr; d.or Kapuel an einem Auffnngbeutel.
Das Fi 1 termat.e^ial 2r , welohoK von den 'Joüen dir ihst^örnt; worden to 1.1, wird vorzugsweise nicht von einem Znde um.". , sondern von der üeU.e in den Slrömunc;swe[r ein^efü L L ί . Zu diesem ^v/euk ist die Kapsel in eine»' bevorzugten Am;;-führungsform der Entßasung£;einrichtung zwei teil iß, wobei das eine Teil den l'oden, die Umfan^swündo und die !en iJt^ömungsweg begrenzenden Trennwände amfaßt und der Deckel das zweite Teil darstellt.
Das Filtermaterial wird dann in die geöffnete Kapsel eingefüllt, überschüssiges Material wird abgezogen, und anschließend wird der Deckel aufgesetzt. Insbesondere bei einem stark gewundenen Verlauf des Strömungswegs geht das Einfüllen so wesentliche einfacher vonstatten als auf andere Weise.
Bei der Ausbildung des Filters in Form eines flachen Behälters, welcher im Gebrauch mit seinen ebenen Seiten parallel zur Haut des Körpers liegt, bleibt das geruchstilgende KiI-
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t o-ual lan^e Zeit ! nocken und wirksam. Darin unterscheidet sich due Filter von anderen nusführunpen, in denen eine Kondensation von ,Vas: urdumpf stattfindet und dir· Wirksamkeit des Filter- ü-j^cb das kondensierte Wasser schnell abnimmt. Dies be^ihi möglicherweise darauf, daß bei der erfinduncE^emälien Auisführungsform ein Höchstmaß an berührun mit ie^ Haut des Körpers vorhanden ist, wodurch alle Teile der; Filte-s im wesentlichen auf Körpertemperatur gehalten werden.
In eine·" bevorzugten Ausf ührungsform wird die Fi!tereinrich tung am oberen Teil einer. ]?'i ^tel-Auff angbeutels befectigt.
üine für Jie Verwendung mit bestimmten Auffangbeuleln beton deru geeignete Ajsführungpform zeigen i'i^· ^5 und 14. Man erkennt ei.no K -instctoffolie JI1 welohe einen Teil eines Auffan-jbeiteln !abstellt. Eine am oberen Teil des Beutels angeordnete Entgasungseinrichtung 32 hat einen mit einem fter rjhstil genden Kittel getränkten Träger 3$ etwa in Form eines flexiblen, bandförmigen Strangs, wie in Fig. 13 dargestellt, oder etwa in Form eines in der Mitte des Filters angeordneten Kerns. Das Filter ist mit einem profilierten ot'ick Kunststoffolie y\ abgedeckt, welches, vorzugsweise unter leichter Kompression des flexiblen Filterstrangs, Gt. ο ff schlüssig auf der Folie 3'"> des Beutels befestigt ist. Durch die Kompression des Filterstrangs kommt dieser in feste Anlage an den einen Durchlaß begrenzenden Folien, so daß die Gase nicht zwischen dem Filterstrang und der Folie hindurch entweichen können. Das I'rofil der Folie 3^ kann
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etwa eine Nut oder TCiIIe der in Fig. 14 gezeigten Form darstellen.
Zur Herstellung eines Filters der in Fig. 13 und 14 gezeigten Art können die beiden die Außenwände formenden Folien zunächst miteinander verschweißt werden, wobei jedoch ein oberer Rand offen bleibt. Darauf wird ein Filtermaterial in die zueinander parallelen Kanäle gefüllt, wobei diese durch Einwirkung von Unterdruck auf die Außenflächen offengehalten werden können. Nach dem Füllen der Kanäle werden sie dann verschlossen und durch Verschweißen der oberen Ränder miteinander verbunden.
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Im folgenden ist die Erfindung anhand einiger praktischer .Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1
An einem Auffangbeutel aus Polyvinylidenchlorid mit einer Haltescheibe an der Rückseite wurde ein KiIterelement der in Fig. 2 gezeigten Art angebracht. Das akitve Filterelement war aus einem 3 mm dicken Stück offenzelligen Polyurethanschaums mit einer Dichte von 17 kg/m , welcher mit einer Aufschlämmung von xiktivkohlepulver in einem eine Athylen-Vinylacetatpolyraer-Dispersion enthaltenden Bindemittel getränkt war. Der so getränkte Polyurethanschaum hatte
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eine Dichte von 48 kg/m und enthielt, 37 Uew./6 Aktivkohle.
Die ringförmigen gasundurchlässigen Abdeckungen 3 und 5 waren aus einem beidseitig klebfähigen Polymermaterial, welches fest am Filterelement 4 anhaftete, so daß eine Kanalbildung ausgeschlossen war.
Der Auffangbeutel wurde an einem männlichen Patienten erp-rc-bt, welcher wegen starker Blähungen unter erheblichen Schwierigkeiten litt. Der Beutel wurde über eine Zeitspanne von 28 h benutzt, während welcher Zeit die Darmgase kontinuierlich entweichen konnten und dabei vollständig geruchsfrei waren. Beim Gebrauch eines Auffangbeutels mit einer FLltereinrichtung nach US-PS 3 759 260 klagte der patient darüber, daß die Entgasungseinrichtung nicht imstande war, fjie Darmgase in dem Maße ihrer Entstehung zu deodorieren, weshalb dann wieder auf die erfindungsgemäße Entgasungseinrichtung zurückgegriffen wurde.
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Beispiel 2
latient mit einer cJa^ch einen Hagnets köpfen de" in Fig. 'I- gezeigten ^ 7^ verschlossenen /istel kla^t über Undichtigkeit um den ütopfen he^um. t,£ wurden verschiedene bekannte iiichtungsanordnunren sue verschiedenen Aenkhtoffen erprobt, welche jedoch jeweils nur für kw"ze Zeit droht hielten, bevor i'aeces auszut-eten begann. Der Magnetstopferi wu^'le dann mit eine" i'i 1 te^ei n^icht '-ng de1^ in i''ig. 7 gezeigten A^t ausgerüstet. Das aktive ι·'ί! to^element; wa1" ϋΐε einem flexiblen, ofTenzelligen lolj'urethantchaum und mit Aktivkohle imprägniert. Die Dichte betrug insgesamt 60 kg/m bei einem Akt ivkohlegehalt von 29 '.ifcw./j. Die äußere gac- und irc;h lässige Abdeckung 13 war aus einem rloppelseit ig klebfähigen i l^mer-flaterial and die inno^e gasdicht, e Abdecking aas einem Dichtungsmaterial, welches ca. 50,β eine" viskosen i'olyisobutylen-Matrix und ca. 50 ,t eines hydrophilen, pi Lve"-fb'rinigen /üllmaterial i? aus Gelatine, hatriumcarboxymeth^ lzellulose und p;i1.verförmigem i'ektin enthielt. De^ Außendurjhmesser der i· il tereinrichtung betrug 6C1 mm, der Innendurchmesser der ML ttelöffnung des FiI fce^elenientc 4 und der äußeren Abdeckung betrug 10 mm und der der Kittelöffning der inneren Abdeckung 5 betrug 14 mm.
Mit dieser Filtereinrichtung hielt der stopfen übe" c'2 h dicht. Üarmgase konnten in dem Maße ihrer Entstehung entweichen und wurden dabei vollständig deodoriert, und es kam nicht zum Austritt von Faeces. Der Stopfen wurde im angegebenen Zeitraum dreimal entfernt, um den Darm durch
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Spülung zu entleeren. Beim Wiedereinsetzen des Stopfens blieb die Dichtung voll wirksam.
Bei spie] 3
In einer Untersuchung an de"1" Universitätsklinik Erlangen erhielten neun Ostomiepatienten, welche bei Verwendung bekannte^ Dichtum^en unter Undichtigkeit um einen magnetischen Fistelstopfen herum litten, Entgasungseinrichtungen gemäß de1" Erfindung. Mit einer Entgasungseinrichtung der in Fig. 7 gezeigten Art ließen sich diese Probleme bei acht der neun Patienten beseitigen, d.h. Die Darmgase konnten störungsfrei durch das Filter hindurch entweichen und es kam nicht zu Belästigungen durch Undichtigkeiten und Gerüche.
In eine~ ähnlichen Untersuchung durch D^. H. Feustel an der Universitätsklinik üießen wurden neun von zehn Patienten von an einer i''is!.el auftretenden Schwierigkeiten befreit.
Beispiel 7<
Ein magnetischer i<'i stelstopf en wurde mit einer Entgasungsei nrichtung der in Fig. 6 gezeigten Art versehen. Das Filterelement 4 war aus mit Aktivkohle imprägniertem Filterpapier. Die ä lßere gasundurchlässige Abdeckung war aus einem Styrol-Isopren-otyroi-Schichtmaterial, und die innere Abdeckung 3 aus einem Dichtungsmaterial, welches eine viskose Polyisobutylen-Matrix mit einem hydrophilen Füllmaterial aus einem Gemisch von stärke, Gelatine und Pektin enthielt. Die gas-
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dichte i/O^uli^unf, zwitjhen de ä jiro^en Abdeckung '* ind dom ■'i 1 I.n^oJ i:;;ien I Ί w i^re 1\^ch die ion otoj:fen ir; Ίο" i''i .v.tol fei. ι hai Lenden :naßne t. i i:chen «n?A ohMngBk^jif <;o erzielt. DeT> stopfen w .iT*Je an einem ratieni.en e^p^obt , welche" vorher nie von r'?:-;:hwer>den du^ch jO":;ohe und Undichtigkeit -Ic7" i'iitel f^ei {^ev.cicn v.o1^. flit de 1^ nouen Jint^a:: inn.« (»in^icht. t"üt-en keine l'.eliii:t.i Jnijer1 di^ch Jtjdichti (jkoi 1; auf, ·η\^ dip d I-1Oh dac ^1J 1 te^ol oiri'.;n1; en- weichenden b'i^m^aco VJa7On volli:\.UDdI1-J f"ßi von .jCv'chon. Lc ^lojfen wj^do nac:h 2° h entf(?rn1 . Un;: i*'i 1 Urcl emont WS1" noch wirksam, die innc^r jycun ]u" "hlüi.:. i 150 ül-de'kunj" ; wa1^ Jedoch '.li;"ch a'ifrrjVimc von L)U^Mf]UiJi i i;'-'vi t, !.3 i^eq'iüllon, doi: d*?^ 1; JT'':hJ -fT zv.inchet! iJ>**o;ri inneren "'und ·ιπ1 dem stopfen !'. block if>T>l vi'ar. Ui e 4. i 1^ l·; u η '-5 die:;e-" hin ra.'Mnf ::ei n^ichturig konnlc iu^vh Ve^^.^öiiii^-in^ df:: Jj i^chmecse^ii de7"1 !·Ίι t:iel öf fn ing den inncen „tdeo); in·1; ; enti.p^e^hend /ig. 7 weite1" ve^betjce^t v/e^den. JJai: Vcrhäl t.nir. zwischen de^ Dicke dec FiI Ie^elernent;« und dem radialen üt^önmnnsv/es von de^ Mi t · elöf f nunn zum auHe^en Iiand betmu; in die-iem 3ei cpiel 1 : 7IO.
he iui>iel 5
Zu*· Untersuchung dei· j^influjjsei· de1" räumlichen iibmercnnnen deii iri 1 Lere lernen t ρ auf seine WiTkunpswei se wurden die folgenden Ve^üijche an^ectell! :
Aim einem flexiblen, of fenzel Ii gen l'olyurethfmcchnum wurden otüoke aiii eine*· ijtärke von 3 mm getichni t';en. Die Utücke n mit eine1" Auf schlämm jng von Aktivkohle in einem
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Bindemittel aus einer Vi.n./l-Mir^hpolj'me^dicpersion imprägniert. JJie getrockneten stücke enthielten 2'. Gew./i Aktivkohle und hatten eine Dichte von 55
Aiis dem Material wurden rechteckige Scheinen geschnitten. Ih^e Oberfläche betrug in jedem Falle ^,5 cm1", di-> Längen ind Breiten sind in Tabelle 1 angegeben. Die jjcheibon wurden an der übe1"- und Unterseito sowie an zwei Längsseiten mit gasundurchlässigem Klebstreifen abgedeckt und an den verbleibenden Seiten abdichtend mit- dünnen Kunststoffnöhrchr->n Vfj^bunden, εο daß ein Gas von dem yinen Röhrchen längs durch die »Scheibe hindurch zinn anderen Röhrchen £jtrÖmen konnte. Das iüinlaßr*öhrchen war an einem ein Versuchsf;as unter atmosphärischem Druck enthaltenden Behälter anschließbar. Am Auslaßröhrchen wa1" ein probierröhrchen anschließba1^, welches ein Bleisalz enthielt und zur Anzeige der Menge von das Röhrchen durchströmendem HoS kalibriert war. Das andere Ende des Probierröhrchens war mit einer geeichten Saugpumpe verbunden, so daß diese genau bemessene Mengen des Versuchsgases von dem Behälter durch das Filterelement und das probierröhrchen hindurchsaugen konnte. Das Versuchsgas war ein Jemisch aus ^O# Stickstoff und ca. 20$ Methan mit einem Anteil von 25 p.p.m. Iloü. In den Versuchen reagierte das nicht vom Filterelement absorbierte HpS mit dem Bleisalz im Probierröh^chen, so daß die durchgelassene Menge f^S direkt abgelesen werden konnte.
Da in der Praxis die größten Belästigungen auftreten, wenn
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bei üino.i ü·-. Lorni.H-1-^,i -nf.en i-löt -v.l ich ,·;"Γ ..o Uu^'ii^arrjn fr»? i. e: e ! «t ^o'"i-:in, wwJe mil vo^ i.fc^öiii ir':c.7 ;. :'!'a i n! i L;i; .ν i t on ^ea^bc i t of , :ir ! «it'.'at ionen f ;i:. η l t i^r ten ιιΐ:.^_·ί?:ιπ[·;·-·π Jf;- / i I cini! l.o In.
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Wie man aas den in Tabelle 2 aufgezeichneten Ergebnissen de1" Versuche erkennt, hat das Filter Nr. 1n bei welchem das Gas das Filterelement lotrecht zu seiner Ebene durchströmt, den schlechtesten Wirkungsgrad. Selbst bei niedrigster Durchströmungsgeschwindigkeit wird ein Wirkungsgrad von OO# nicht erreicht, und bei höheren Durchströmungsgeschwindigkeiten nimmt der wirkungsgrad schnell ab. Der Wirkungegrad ist durch die anteilige Absorption von durch das Filterelement bestimmt.
Die Filter $, 4 und 5 sind bei niedrigeren Durchströmungsgeschwindigkeiten hochwirksam, selbst nach dem Durchgang von insgesamt 500 cm des Versuchsgasec. Bei höheren Durchströmungsgeschwindigkei.ten nimmt der Wirkungegrad dieser Filter ab, wobei die Filter ^t und 5 auch nach dem Durchgang von 3oo und 5oo cm des Versuchsgases bei einer Durchströmungsgeschwindigkeit von 100 cm /min noch einen Wirkungsgrad von 83# bzw. 12% zeigen.
Das Filter Nr. 2 ist zwar wirkungsvoller als das Filter Nr.1, erreicht jedoch niemals einen Wirkungsgrad von 100$ und reagiert empfindlicher auf eine Erhöhung der Durchströmungsgeschwindigkeit als die Filter 3» ^ und 5·
Zur Erzielung eines hohen Wirkungsgrads bei hohen üurchströmungsgeschwindigkeiten, kombiniert mit einer großen Gesamtkapazität, ist die Entgasungseinrichtung also vorzugsweise so auszubilden, daß der Strömungsweg durch das Filterelement hindurch beträchtlich langer, d.h. wenigstens
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etwa fünfmal längen ist als dessen kleinste Abmessung. Beispiel 6
Ein Versuchsgas aus Stickstoff, Methan, Wasserstoff, Kohlendioxid und 25 p.p.m. Ho& wurde durch eine von de1" Firma "Hollister Inc." gefertigte, handelsübliche Fistelkappe, wie sie im wesentlichen in der DK-PS "53 080 beschrieben ist., hindurchgeleitet. Die aus der Auslaßöffnung der Enfcgasungseinrichtung entweichenden Gase wurden durch ein probier-röhrchen hindurchgelei bet , um die Gesamtmenge des von der Entgasungseinrichtung durchgelassenen Ho^ zu bestimmen. Mach cem Durchgang von 400 cm des Versuchsgases wurde eine Anzeige "5" abgelesen. Nach dem Durchgang von 600 cm hatte sich die Anzeige auf erhöht, worauf der Versuch abgebrochen wurde. In einer Fistelkappe gleicher Ausführung wurde das Filterelement unter Verwendung eines Klebers in gasdichte Berührung mir. es umschließenden gasundurchlässigen Kunststoffolien gebracht, so daß das Gas vom Rand zur Auslaßöffnung durch das Filterelement hindurchströmen mußte und eine Kanalbildung ausgeschlossen war. Anschließend wurde das durch die Einrichtung hindurchgeleitet, flach
dem Durchgang von 400 cm wurde ein Ergebnis "Null" abgelesen. Nach dem Durchgang von 600 cnr betrug das Ergebnis "7»5"» wirauf der Versuch abgebrochen wurde.
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!.-cir.piel 7
Ein aas zwei rechteckigen und entlang; ien Händeln mi teLnande1" verschweißten Stücken kuncti-toffolie gefertigte1" iniffangbouLeJ w.i^de mit eine1" Ent£;ü;;um;-:;einH.cht\;nf' ve7·- i-ehen, welche ein flache;: ril fcs^elemtsnh mit <1en i.t-no:,-i-un^en -3 χ ^O χ 5 ίητ. avic verfilz Lon Zoll nl.ocof m R^n und feinkörnige1" Aktivkohle enbhiel:.. Las !«'ilLe^elomfnt wii^ie in eine kleine Ta^be einneLetzt, welche clutch Vor;-.;(*hv/oi !.'on einei 22 χ ^O messenden Lt'icks Kunctitof fol ie jlei'.'.hon Materials mi! eine1" de" den ceutel bildenden 7ο1ΐ*.·η he1"-gestelLl. wurde. In den beitien das ivi 11 e^elemen' imjjeben'len i'olienctücken wi^de ein jjinlnis und ein Ausilai? -j^ta^ld^t, lo daß die abzuf;ihrendon -.a^e üozw'in^en waren, das ^i lterploment in ceino1" Länge au ätr.ihij
In einem anderen ,vif fan.jbeite] ähnliche1" Ausfüh^ur.f?; v/u'"de eine gasdichte Be^ühnanr zwic.jhen dem !!'ilte^eleinent:. ind den ei: umgebenden Abdeckungen mittels eines Klebers erzielt.
Das Aufnahmevermögen und dei" Wirkungsgrad der beiden Entgasungseinrichtungen w irde ermittelt, indem ein H-S enthaltendes Versuchsgas du^ch sie hindurchgeleitet wu^de. Die Ergebnisse sind in Tabelle J zusammengefaßt.
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sr
Versuchsgas-
vol'imen
rait ga sdichter Berührung lOO-cm'/min ohne εαεαιοί ite Berührung
50 cm ^ /min ΌΟ 50 cm^/min 100 cm^/min
ΌΟ 96 ΌΟ ΌΟ
ΌΟ "00 pn ΌΟ 90
200 95 80 * 66
ΓΟΟ 92 72 8 Γ: 53
'JOO pq 66 52 i
[ 500
c^ la.'sen deutlich erkennen, daß sich der Wirk ingnj^ad v.Osenil i .;h vorbei.-, e^n läßt, indem das Filte1*- in gn.":'lichte üerührung mil der es umgebenden Ab-
bei i-piel '·
Tn einem v/eitlen Versuch wu^de eine' im vorstehenden Beicpiel beschriebene Enl.ga.s.ingceinrichtunr: mittels eines ijelbsthaftenden Klebtcheibe 29 de^ in i(1ig. 10 gezeigten Art an einem Auffangbeutel angebracht, co daß die in dem Beutel gesammelten Ua^mgase durch die Entgasungseinrichtung hindurch ins f""eie entweichen konnten. I;n Gebrauch wurden im Auffangbeutel ouG dom DaT1IIi austretende Feststoffe und Flüssigkeiten gesammelt, während die Darmgase durch die Entgasungseinrichtung hindurch entweichen konnten und dabei deodoriert wurden.
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Iiach eine1" Zeit von otwa 5 bis ΊΟ h wurde de7" beutel mit den da^in angesammelten Stoffen abgenommen und bereinigt υη·3 die Entgasungreinrichtung an einem neuen Beutel anp;ebracht, welche1" dann über der Fittel angesetzt wurde. Mach ununterbrochenem -.Jet^suoh von drei kochen Dauer hatte die Entgasungsvorrichtung noch eine befriedigende Wirkung und der lationt. hatie nicht über Go^ushsbelüstigung zu klagen.
Leispiel 9
EnLgasungrein^ichtung der in Fig. 9 -ind 10 dargestellten Art wi^de in de1" in Fig. 8 gezeigten Weise in einen magnetischen Fistelstopfen eingesetzt. Die Entgasungseinrichrung hatte die Form eine1" flachen zylindrischen Kapsel a;s einem thermoplastischen Polymer mit einem Außendurchraesser von 23 mm, einem Innendurchmesser von '9,2 mm, eine1" lichten Höhe des Innenraums von 4,0 rim ind einer Länge des Strömungswegs von Ί00 mm vom Einlaß 22 zum Auslaß 26. Der Einlaß war in 3iesem Falle in der Mitte des F-odens nni de1" Aunlaß nahe dem r'and des Deckels angeordnet. Der Strtfraungsweg hatte eine mittlere "^eite von ca. J mm. Die Kapsel wa1" mit granulierter Aktivkohle gefüllt. Mittels eine1" Lage 27 aun einem flexiblen Material, in diesem Fall ο einem flexiblen Polyu^el-hanschaum, wurde eine im v/es ent] ich en gasundjr^hiässige Abdichtung zwischen de1" Wandung de1" Kapsel, und de1" Aktivkohle gebildet.
Der ,nii; r|CT« Entgasungseinrichtung versehene magnetische iitofjfen wurde eine Woche lang an einem Patienten e^)"
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welcher über starke Blähungen mib übermäßiger üeruchsentwicklung zu klagen hatte. Das Jj1Uhe^elemenb zeigte eine cehr gute Wirkung, und der Patient wu^de während der gesamten Dauer· dec Versuchs von Jeruchsbeläst igungen verschont.
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ORIGINAL

Claims (1)

  1. DR. BERG DIPL-ING. STArF DIPL-ING. SCHWABE DR. DR. SANDMAIR
    g MÜNCHEN 86, POSTFACH 8602 45
    Vi^y Entgasungseinrichtung für Fisteln und andere Leibesöffnungen für die Abfuhr von Stoffwechselprodukten, welche in naher direkter oder indirekter Berührung mit dem menschlichen Körper und einer Fistel oder anderen Leibesöffnung anbringbar ist, lotrecht zum Körper eine Abmessung hat, welche kleiner ist als wenigstens eine Abmessung parallel zum Körper,und ein zwischen Durchlässe für gasförmige Stoffe begrenzenden gas- und flüssigkeitsundurchlässigen Wandungen angeordnetes, geruchstilgendes Filtermaterial enthält, welches von Gasen entlang einem Strömungsweg durchströmbar ist, welcher langer ist als die Abmessung der Filtereinrichtung lotrecht zum Körper, dadurch gekennzeichnet, daß die gas- und flüssigkeitsundurchlässigen Wandungen (3, 5) sich in im wesentlichen gasdichter Flächenberührung mit dem geruchstilgenden Filtermaterial (4) befinden, und daß ein Auslaß für die Gase aus der Einrichtung in die freie Umgebung relativ für den Einlaß der Gase von der Fistel
    • <M9)ttC71 g München M), MniefkirahentnBe 45 Banken: Bayerische Verctasbink München 453100
    »•7043 Telesnmme: BERGSTAFFPATENT Manchen Hypo-Btnk Mönchen 3*92623
    »•33Μ» TELEX: 0524560 BERG d PotUcheck Manchen «S343-MN
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    oder anderen Leibesöffnung so angeordnet ist, daß Strömungsweg der Gase durch das Filtermaterial wenigstens fünfmal so lang ist wie dessen kleinste Abmessung.
    2. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine flache Kapsel (17) aufweist, deren Innenraum durch wenigstens eine gasundurchlässige Trennwand (24) zu einem Strömungsdurchlaß geformt ist, dessen Länge wenigstens gleich dem Fünffachen der· Quadratwurzel seiner Querschnittsfläche ist, und welcher mit dem geruchstilgenden Filtermaterial (28) gefüllt ist.
    3. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Strömungswegs wenigstens gleich dem Zwanzigfachen der Quadratwurzel seiner Querschnittsfläche ist.
    4. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Strömungswegs gleich dem Fünfzig- bis Hundertfachen der Quadratwurzel seiner Querschnittsfläche ist.
    5. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine flache, kreisförmige oder nahezu kreisfÖTnige Kapsel (17) mit gasundurchlässigen Wänden und einer Füllung aus dem geruchstilgenden Filtermaterial (28) aufweist, daß das Filtermaterial durch eine gasundurchlässige, spiralförmige Trennwand (24) zu einem spiralförmigen, mit dem Filtermaterial gefüllten Strömungsweg unterteilt ist, daß der von der Kör-
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    peröffnung (2) zu dem Strömungsdurchlaß führende Einlaß (26) in oder nahe der Mitte der einen Oberfläche der Kapsel und daß der Auslaß (22) vom Strömungsweg Zu^ freien Umgebung im Rand der Kapsel oder nahe dem Umfang der anderen Oberfläche derselben angeordnet ist oder umgekehrt.
    6. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem de·" Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine flache Kapsel mit gasundurchlässigen Wandungen und einer Füllung (28) aus dem geruchstilgenden Filtermaterial aufweist, daß das Filtermaterial durch eine Anzahl von im
    wesentlichen parallelen, gasundurchlässigen Trennwänden (24) zu einem mit dem Filtermaterial gefüllten, Zickzack- oder
    wellenförmigen St^ömungsweg unterteilt ist, daß der Einlaß (22) von der Leibesöffnung (2) zum Strömungsweg in der
    einen Oberfläche der Kapsel und daß der Auslaß aus dem
    ütrömungsweg im Rand oder in der anderen Oberfläche der
    Kapsel angeordnet ist.
    7. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch g e k e η η ζ e lehnet, daß entlang dem Strömungsweg wenigstens zwei Arten von geruchstilgendem Filtermaterial hintereinander angeordnet sind.
    8. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie an einem Auffangbeutel für aus der Leibesöffnung austretenden Flüssigkeiten oder Feststoffe anbringbar ist.
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    9. Entgasungskanalohtung nach wenigstens einem der· Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzei c h η e t, daß sie in einen Ve^schl'iß ('";) für eine Leibesöffnung einsetzbar ist.
    10. Entgasungsein^ichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzei c h η e t, daß der Verschluß für die Leibesöffnung (2) ein durch magnetische Anziehung festgehaltene-" Verschluß oder Stopfen (11) ist.
    11. £ntgasungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine flache Scheibe (4) aus dem geruchstilgenden Material enthält, welche an einer Seite durch eine in gasdichte^ Berührung damit befindliche gasundurchlässige Abdeckung (5) und an der anderen Seite durch eine in gasdichter Berührung damit befindliche, ringförmige Abdeckung (3) aus gasundurchlässigem Material abgedeckt ist, und daß die Scheibe so auf einen in eine Leibesöffnung (2) einführbaren Verschluß oder Stopfen (H) aufsetzbar ist, daß die ringförmige Abdeckung dem Körper zugewandt ist und eine Mittelöffnung des Rings mit der Leibesöffnung fluchtet, so daß die Gase durch die Öffnung hindurch in die geruchstilgende Filterscheibe eindringen und am Rande derselben entweichen können.
    12. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzei chnet, daß die gasdichte Berührung zwischen der Scheibe (4) aus geruchstilgendem Filtermaterial und den gasundurchlässigen Abdeckungen (3, 5) durch Klebung
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    erzielt ist.
    13· Enlgasungseinrichtung nach Anspruch 1 1, dadurch gekennzei chnet, daß die gasdichte Berührung zwischen der Scheibe (4) aus ge^uchs tilgend era Filtermaterial und den gasundurchlässigen Abdeckungen (3, 5) durch magnetische Kräfte erzielt ist.
    14. Entgasungseinrichtung nach Anspruch "\, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine flache Scheibe (4) aus dem geruchstilgenden Filtermaterial aufweist, welche sich an beiden Seiten in gasdichter» Berührung mit gasundurchlässigen Abdeckungen (3, 5) befindet, daß der Einlaß für die Gase in das Filtermaterial in einem Hand und der Auslaß aus dem Filtermaterial in einem anderen Rand der Scheibe gebildet ist, und daß der Abstand zwischen dem Einlaß und dem Auslaß wenigstens gleich dem Fünffachen de1" Dicke der Scheibe ist.
    15· Entgasungseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das geruchstilgende Filtermaterial die Form einer ringförmigen Scheibe (4) hat, in deren innerem Rand der Einlaß und in derem äußerem Rand der Auslaß für die Gase angeordnet ist, daß Einrichtungen zum Verhindern des direkten Entweichens der Gase durch die Mittelöffnung hindurch vorhanden sind, daß sich die ebenen Oberflächen der Scheibe in gasdichter Berührung mit Abdeckungen oder Wandungen befinden und daß die radiale Breite der ringförmigen Scheibe wenigstens fünfmal so groß ist wie ihre Dicke.
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    16. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennze ichnet, daß die Abdeckung oder Wandung (5) an der· dem Körper· (1) abgewandten Seite der· Kingscheibe (4) deren Mittelöffnung überdeckt und dicht abschließt.
    17. Entgasungsein^ichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die gasdichte berührung zwischen dem geruchstilgenden Filtermaterial (4) und den gasundurchlässigen Abdeckungen oder· Wandungen (J, 5) durch Klebung erzielt ist.
    18. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die gasundurchlässigen Abdeckungen (3, 5) an beiden Seiten klebfähig sind.
    19. Entgasungseinr"ichtung nach Anspruch 15 oder» 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Abdekkungen (3) mit einer Seite an der Ringscheibe (4) aus geruchstilgendem Filtermaterial angeklebt und mit der anderen Seite um die Leibesöffnung (2) herum stoffschlüssig an der Haut des Körpers (1) befestigbar ist, und daß die andere Abdeckung (5) mit einer Seite an der anderen Seite der Ringscheibe aus dem Filtermaterial und mit der anderen Seite an einem Beutel (6) für die Aufnahme von aus der Leibesöffnung austretenden Flüssigkeiten und Feststoffen angeklebt ist.
    20. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Seite der* zweiten Abdeckung (5) stoffschlüssig an einer Haltescheibe (14)
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    des Beutels (6) befestigt ist.
    21. Entgasungseinricht mg nach Anspruch 15 oder IQ1 dadurch gekennzeichnet, daß de^ den Gaseinlaß darstellende Rand der Hittelöffnung der Ringscheibe (4) aus geruchstilgendem FiI te^material mit einem hydrophoben, gasdurchlässigen Material (7) abgedeckt ist.
    22. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem de-" Ansprüche :5 und 17, 18, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Abdeckung (3) mit einer Seite an einer Seite der Ringscheibe (4) aus geruchstilgendem Filtermaterial angeklebt und mit ihre-" anderen, freien Seite stoff schlüssig um die Leibesöffnung (2) he^rn an de" Haut befestigbar ist und daß die andere Abdeckung (5) mif- eine·" Seite an de1" anderen Seite de" Ringscheibe aus dem Filtermaterial und mit der anderen Seite an de1" ebenen Innenseite eine-"" Deckscheibe (10) eines die Mittelöffnung der Ring-Filterscheibe mit einigem Spiel durchsetzenden und in die Leibesöffnung einführba^en Stopfens (V!) angeklebt ist.
    2J. Entgasungseinrichtung nach Anspruch I5, dadurch gekennzeichne t, daß die gasundurchlässige Abdeckung (3) an der dem Körper (1) zugewandten Seite eine größere Mittelöffnung hat als die Ringscheibe (4) aus dem Filtermaterial und die andere gasundurchlässige Abdeckung (5) und daß der Abstand zwischen dem inneren Rand der ersten Abdeckung und dem äußeren Rand des Filtermaterials wenigstens fünfmal so groß ist wie die Dicke des Filter-
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    materials.
    24. Entganungseinricht'mg nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chnet, daß sie ein ringförmiges Filterelement (4) aus geruchstilgendem Filtermaterial aufweist, dessen gasundurchlässige Abdeckung an der einen Seite durch eine Deckscheibe (10) eines in die Leibesöffnung (2) einführbaren Stopfens (11) und an der anderen, dem Körper zugewandten Seite durch eine Kleberschicht oder ein gasundurchlässiges Folienmaterial gebildet ist.
    25. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzei ;hnet, daß die gasdichte Be- irung zwischen dem Filterelement (4) und dor ..Loeckung (10, 3) durch magnetische Kräfte erzielt ist.
    26. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch gekennze i chnet, daß sie wenigstens zwei verschiedene, konzentrisch um die Mittelöffnung herum angeordnete Arten von Filtermaterial (4, 8) enthält.
    27. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1, 2, 11 und 15» dadurch gekennzeichnet, daß die gasdichte Berührung zwischen dem Filtermaterial (4) und den Abdeckungen oder Wandungen durch elastische Kräfte erzielt ist.
    28. Entgasungseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das geruchstilgende Filtermaterial wenigstens zum
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    Teil Aktivkohle ist.
    29. Enkgaeungseiri^ichi^inF; najh Anspruch 2-3,
    gekennzei ohne t, daß die Aktivkohle in
    granulierter· Form in einem Fase^mate^ial verteilt ist.
    30. iilgasungsein^ichtung nach Ansprach 29, dadurch gekennzeichne t, daß das Fase^raate^ial ein Zellulosemate^ial in Form eines gewebten oder ungewebten Textilstoff ε ode··* ein watte- ode1" vliesähnli ;hes Material ist.
    3'!. iintgasungsein^ichtung nach Anspruch 2P, dadurch gekennzei chnet, daß das geruchstilgende
    Filtermaterial die Form eines Filterelements aus einem mit einer Dispersion von Aktivkohle in einem Bindemittel imprägnierten, offenzelligen, elastischen Schaumstoff hat.
    32. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 3^, dadurch gekennzei chnet, daß das Bindemittel eine Lösung eines Polymers oder Mischpolymers ist,.
    33· Entgasungseinrichtung nach Anspruch 3'1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel eine
    Dispersion oder ein Latex aus Äthylen-Vinylacetat, ein Styrol-Butadien-Latex oder ein Acryi-Latex ist.
    34. Entgasungseinrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das geruchstilgende Filtermaterial ein offenzelliger, elastischer Polymer-Schaumstoff ist, bei welchem die teilchenfö'rmige Aktivkohle im
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    Polymer selbst verteilt ist.
    35· £ntga£;ungsein~ichtung nach Anrp-uch 'fAt dadu"':h gekennzeichne t, daß sie feTie1* ein ge~u;h:·- tilgendes Kilte^ma'e^ial in Ίεη Fo^en ae~ Jchaum:toffenthält.
    56. ilntgasungseinT-ichtung-nach wenigi-tenc einem de" Ansprüche 1 bi^ 27, dadurch gekennzeichne b, daß das ge^uohstilgenae ^il.te^mate^ial ein offenzelli^e1*, elastische^ Schaumstoff aus einem Polymer ist, welchen einen großen Gehalt an Amin-G^uppen aufweist.
    37· Begasungseinrichtung nach Anspruch 36, gekennzeichnet, daß de1* of fenzellige, elastische Schaumstoff mit einem Amin imprägniert ist.
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