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DE2758955A1 - Verfahren zur herstellung von ammoniumwolframat aus reduzierten erdalkalimetallwolframaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von ammoniumwolframat aus reduzierten erdalkalimetallwolframaten

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Publication number
DE2758955A1
DE2758955A1 DE19772758955 DE2758955A DE2758955A1 DE 2758955 A1 DE2758955 A1 DE 2758955A1 DE 19772758955 DE19772758955 DE 19772758955 DE 2758955 A DE2758955 A DE 2758955A DE 2758955 A1 DE2758955 A1 DE 2758955A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tungstate
alkaline earth
earth metal
solution
reduced
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772758955
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Peter Kasserra
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DuPont Canada Inc
Original Assignee
DuPont Canada Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DuPont Canada Inc filed Critical DuPont Canada Inc
Priority to DE19772758955 priority Critical patent/DE2758955A1/de
Publication of DE2758955A1 publication Critical patent/DE2758955A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G41/00Compounds of tungsten

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ammoniumwolframat aus re-
  • duzierten Erdalkalimetallwolframaten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ammoniumwolframat und von verwandten Verbindungen und insbesondere die Herstellung von Ammoniumwolframat aus Erdalkalimetallwolframaten, besonders aus Wolframaten in Form von Erzen oder Konzentraten, die einem Reduktionsverfahren unterzogen wurden.
  • Das hier beschriebene Ammoniumwolframat wird als Parawolframat-Salz angenommen. Das Parawolframat-Salz kann durch die Formel x(NH4)2O.yWO3.zH2O definiert werden, mit beispielsweise x-3 und ya7 oder x-5 und y-12, wobei der Wert von z von den Kristallisationsbedingen des Salses abhängt.
  • Calcium bildet ein Wolframatmineral, das als Scheelit (ca04) bekannt ist. Calcium bildet auch ein Tricalciumwolframat der Formel Ca3W06. Eisen und Mangan bilden einen Bereich von Wolframatmineralien, der in der Zusammensetzung zwischen FeWO4 und MnWO4 variiert. Diese Mineralien werden im allgemeinen als Ferberit, Wolframit und Ruebnerit, Je nach der Zusammensetzung des Minerals, bezeichnet. Beispielsweise kann Ferberit zur Beschreibung eines Minerals verwendet werden, das über 20 Gew.% FeO enthält und Huebnerit kann verwendet werden, wenn das Mineral über 20 Gew.% MnO enthält. Die Zwischenverbindungen werden als Wolframit bezeichnet, obwohl dieser Ausdruck im allgemeinen für den ganzen Bereich von Zusammensetzungen verwendet werden kann; hiervon kann im folgenden Gebrauch gemacht werden.
  • Die Calcium- und Eisen/Manganwolframate sind potentielle Quellen für Wolfram und Wolframtrioxid. In Verfahren zur Abtrennung von Wolfram und/oder Wolframverbindungen aus Scheelit oder Wolframiterzen werden die Erze normalerweise konzentriert durch beispielsweise Schwerkraft, magnetische und/oder Flotationstechniken, d. h. der Wolframgehalt des Erzes wird durch derartige Techniken erhöht. Das so erhaltene Konzentrat kann weiter zur Erzielung von Wolfram und/oder Wolframverbindungen behandelt werden. Ammoniumwolframat ist häufig ein Zwischenprodukt bei der Bildung von Wolfram und/oder Wolframverbindungen aus dem konzentrierten Wolframerz. Beispielsweise inn ein wasserlösliches Natriumwolframat erhalten werden durch Schmelzen eines Konzentrats mit Natriumcarbonat oder durch Inkontaktbringen eines Konzentrats mit heisser Natriumhydroxidlösung. Unlösliche Wolframsäure erhält man durch Ansäuern von wässriger Natriumwolframatlösung. Alternativ kann Wolframsäure erhalten werden aus dem Konzentrat durch Auslaugen des Konzentrats mit einer starken Säure, beispielsweise konzentrierter Chlorwasserstoffsäure. Die unlösliche Wolframsäure kann in einer Base gelöst werden, beispielsweise in Ammoniumhydroxid und falls die Base Ammoniumhydroxid ist, kann das resultierende Ammoniumwolframat isoliert, getrocknet und unter Bildung von Wolframtrioxid erhitzt werden. Wolfram und andere Wolframverbindungen können aus dem Wolframtrioxid durch übliche Techniken hergestellt werden. Die Behandlung von Wolframerzen wird in WTungsten, Its History, Geology, Ore Dressing, Metallurgy, Chemistry, Analysis, Applications and Economics" von K. C. Li und Chung Xu Wang in American Chemical Society Monograph Nr. 94, Reinhold Publishing Corp., New York, insbesondere im Kapitel IV, beschrieben.
  • Ammoniumwolframat, das nach bekannten Verfahren hergestellt wurde, kann je nach den verwendeten Verfahrensbedingungen Verunreinigungen enthalten. Das Ausmass derartiger Verunreinigungen hängt zumindestens zum Teil (a) von den tatsächlich bei der Herstellung des Ammoniumwolframats aus Wolframerzen verwendeten Verfahrensverbindungen und (b) von der Zusæomensetzung des Wolframerzes ab. Ein Verfahren zur Herstellung von Ammoniumwolframat und verwandten Verbindungen aus Wolframerzen unter relativ milden Bedingungen könnte zur Herstellung von Produkten mit einem niedrigeren Gehalt an Verunreinigungen geeignet sein.
  • Die im folgenden beschriebenen Techniken zur Herstellung von Tri-(erdalkalimetall)-wolframaten sind bekannt. Beispiels weise wurde Tricalciumwolframat durch Erwärmen von Wolframs trioxid mit Calciumcarbonat hergestellt Ausserdem können Tri-(erdalkalimetall)-wolframate, z. B. Tricalciunwolframat, durch Erwärmen von Calium-, Eisen und/oder Xanganvolframaten mit einer Erdalkalimetall-, z. B. Calium-, Donatorverbindung hergestellt werden, wie in der Patentanmeldung der gleichen Anmelderin vom gleichen Anmeldetag mit de internen Aktenzeichen DC-0094 und dem Titel "Verfahren zur Herstellung von Ammoniumwolframat aus Erdalkalimetallwolframaten" beschrieben. Techniken zur Herstellung von Ammoniumwolframat aus Tri-(erdalkalimetall)-wolframaten sind in dieser Patentanmeldung ebenfalls beschrieben.
  • Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das zur Herstellung eines Wolframatsalzes, insbesondere von Ammoniumwolframat aus reduzierten Erdalkalimetallwolframaten, insbesondere des Calciums, geeignet ist.
  • Dementsprechend wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Wolframatsalzes bereitgestellt, das darin besteht, ein reduziertes Erdalkalimetallwolframat oit einer wässrigen Lösung einer Verbindung mit einem Kation aus der Gruppe der Ammoniumionen, Alkalimetallkationen und von deren Gemischen und mit mindestens einem Anion aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphot in Kontakt zu bringen, wobei mindestens eines der Anionen in der Lösung ein Anion ist, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erdalkalimetall8 ableitet, und dieses Anion in einer derartigen Konzentration vorliegen, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist, als das Wolframat des Erdalkalivetall8; dabei wird das reduzierte Erdalkalimetallwolframat mit der wässrigen Lösung in Anwesenheit eines Oxidationsmittels aus der Gruppe von Sauerstoff, Wasserstoffp ere;id und Peroxiden von likali metallen sowie von deren Gemischen in Kontakt gebracht.
  • Gemäss einer bevorsugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens umfasst das reduzierte Erdalkalimetallwolframat Tricalciumwolframat und fein-verteiltes metallisches Wolfram.
  • Gemäss einer weiteren Ausführungsform ist das Kation Ammonium und/oder Natrium und das Anion ist Carbonat und/oder Bicarbonat.
  • Gemäss einer weiteren Ausführungsform führt man das Verfahren bei einer Temperatur von 100 C bis zum Siedepunkt der Lösung, insbesondere bei 30 bis 700 C durch.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform besteht das Erdalkalimetall im wesentlichen aus Caclium.
  • In einer weiteren Ausführungsform stellt das Anion Carbonat dar, das durch Leiten von Kohlendioxid durch die lösung gebildet wurde.
  • Gemäss einer weiteren Ausführungsform erhält man das reduzierte Erdalkalimetallwolframat durch Reduktion von Scheeliterz oder -konzentrat mit beispielsweise Wasserstoff oder durch Reduktion von Wolframiterz oder -konzentrat in Anwesenheit einer Erdalkalimetalldonatorverbindung; derartige Verbindungen werden später beschrieben.
  • Durch die Erfindung wird auch ein Verfahren zur Herstellung eines Wolframatsalzes bereitgestellt, das darin besteht: (a) ein Wolframat aus der Gruppe von (i) einem Erdalkalimetallwolframat und (ii) einem Wolframat von mindestens einem der Elemente Eisen und Mangan im Gemisch mit einer Erdalkalimetalldonatorverbindung mit einem Reduktionsmittel zu einem Material zu reduzieren, das aus ri-(erdalkalimetall)-wolframat und fein-verteiltem metallischem Wolfram und Gemischen davon besteht und (b) dieses Material in Kontakt zu bringen mit einer wässrigen Lösung einer Verbindung mit einem Kation aus der Gruppe von Ammoniumionen und Alkalimetallkationen sowie von Gemischen davon und mindestens einem Anion aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat, wobei mindestens eines der Anionen in der Lösung ein Anion ist, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erda'lkalimetalls herleitet und dieses Anion in einer derartigen Konzentration vorliegt, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist als das Wolframat des Erdalkalimetalls; dieses reduzierte Erdalkalimetallwolframat wird mit der wässrigen Lösung in Anwesenheit eines Oxidationsmittels aus der Gruppe von Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Peroxiden von Alkalimetallen sowie von deren Gemischen in Kontakt gebracht.
  • Weiter wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Wolframtrioxid bereitgestellt, das darin besteht (a) ein Wolframat aus der Gruppe von (i) Erdalkalimetallwolframat und (ii) einem Wolframat von mindestens einem der Elemente Eisen und Mangan im Gemisch mit einer Erdalkalimetalldonatorverbindung mit einem Reduktionsmittel zu einem Material zu reduzieren, das Tri-(erdalkalimetall)-wolframat und fein-verteiltes metallisches Wolfram sowie Mischungen davon enthält und (b) dieses Material mit einer wässrigen Losung von Ammoniak Xn Anwesenheit eines Oxidationsmittels aus der Gruppe von Sauerstoff und Wasserstoffperoxid in Kontakt zu bringen, wobei diese Lösung mindestens ein Anion aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat enthält, und mindestens eines der Anionen in der Lösung ein Anion darstellt, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erdalkalimetalls herleitet, wobei dieses Anion in einer derartigen Konzentration vorliegt, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist als das Wolframat des Erdalkalimetalls, (c) die so gebildete Lösung des Ammoniumwolframats abzutrennen, (d) das Ammoniumwolframat in einer festen Form zu isolieren und (e) das Ammoniumwolframat in Wolframtrioxid umzuwandeln.
  • Der hier verwendete Ausdruck "Erdalkalimetall" umfasst Calcium, Strontium und Barium, jedoch nicht Magnesium. Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf Calcium als einziges Erdalkalimetall beschrieben. Jedoch kann Calcium gänzlich oder teilweise durch ein anderes Erdalkalimetall ersetzt werden. Calcium stellt das bevorzugte Erdalkalimetall dar. Das Tri-(erdalkalimetall)-wolframat kann mehr als ein Erdalkalimetall enthalten und, falls dies der Fall ist, so stellt vorzugsweise eines der Erdalkalimetalle Calcium dar.
  • Beim erfindungsgemässen Verfahren wird reduziertes Calciumwolframat mit einer wässrigen Lösung in Kontakt gebracht, d. t ausgelaugt, die dazu geeignet ist, sowohl das Wolfram in die Lösung auszulaugen, als auch die Ausfällung von Calciumwolframat zu verhindern. Techniken zur Herstellung von reduziertem Calciumwolframat werden im folgenden beschrieben. Die wässrige Lösung enthält Kationen, Anionen und Oxidationsmittel. Das Kation in der wässrigen Lösung wählt man aus der Gruppe der Ammoniumionen und Alkalimetallkationen, insbesondere des Natriums und Kaliums, und von deren Gemischen. Das Ammoniumion kann zumindest teilweise durch Leiten von Ammoniakgas durch die Lösung gebildet werden.
  • Die wässrige Lösung enthält auch mindestens ein Anion aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat. Die Phosphatanionen können beispielsweise Orthophosphatanionen sein. Die Anionen können als Salze der Kationen zugesetzt werden. Die Carbonat und Bicarbonatanionen können durch Leiten von Kohlendioxidgas durch die Lösung gebildet werden. Zur Verhinderung der Ausfällung von Calciumwoliramat muss mindestens eines der Anionen zur Bildung einer unlöslichen Calciumverbindung geeignet sein und das Anion muss in einer derartigen Konzentration vorliegen, dass diese unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist als Calciumwolframat. Tritt eine Ausfällung von Calciumwolframat ein, so kann ein beträchtlicher Teil des Wolframs nicht in die Lösung ausgelaugt werden, wodurch ein Verlust an Wolfram auftritt und/oder zusätzliche Verfahrensstufen notwendig werden, um Wolfram aus dem unlöslichen Calciumwolframat zu gewinnen. Die Prinzipien der bevorzugten Ausfällung der unlöslichen Calciumcerbindung sind dem Fachmann verständlich.
  • Die Auslaugung des reduzierten Calciumwolframats erfolgt in Anwesenheit eines Oxidationsmittels, vorzugsweise eines flberschusses an Oxidationsmittel. Das Gxidationsmittel kann Sauerstoff oder ein Oxidationsmittel sein, das ein mindestens ebenso wirksames Oxidationsmittel wie Sauerstoff unter den Auslaugbedingungen ist. Beispiele für geeignete Oxidationsmittel sind Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Alkalimetallperoxide sowie Gemische davon. Die Peroxide werden vorzugsweise in kontinuierlichertoder halbkontinuierlicher Weise der Lösung zugesetzt. Sauerstoff kann durch die Lösung in Form von Luft geleitet werden.
  • Bei dem Verfahren wird Wolfram als lösliches Wolframat in die Lösung ausgelaugt. Wolfram kann insbesondere in Form von Axmoniumwolframat oder verwandten Verbindungen aus den. Lösung des löslichen Wolframats wiedergewonnen werden.
  • Ein bevorzugtes Kation in der Auslaugelösung stellt das Ammoniumkation dar. Eine bevorzugte Auslaugelösung ist eine Ammoniumcarbonatlösung. In solchen Lösungen wird das Ammoniumcarbonat gewöhnlich in Mengen verwendet, die nahe seiner Löslichkeitsgrenze in der wässrigen Iuslaugslösung bei der Temperatur der Lösung liegen. Es können Jedoch auch weniger konzentrierte Lösungen verwendet werden. Typische Lösungen enthalten etwa 20 bis 30 Ges.% Ammoniumcarbonat, bezogen auf das Gewicht des wässrigen Lösungßmittels und weisen einen pH-Wert ;m Bereich von 8 bis 11 auf, insbesondere wenn ein stöchiometrischer tlberschuss an Ammoniak vorliegt.
  • Vorzugsweise rührt man die Lösung, um den Kontakt der Auslaugelösung mit dem reduzierten Calciumwolframat zu verbessern.
  • Je nach dem auszulaugenden Material variieren tische Auslaugzeiten von etwa 30 Minuten bis etwa 20 Stunden. Die Temperatur, bei der der Auslaugungsschritt durchgeführt wird, liegt vorzugsweise im Bereich von 100 C bis zum Siedepunkt der Lösung und insbesondere im Bereich von 30 bis 700 C.
  • Bei niedrigeren Temperaturen kann die Auslagegeschwindigkeit unwirtschaftlich gering sein. Bei höheren Temperaturen kann es schwierig werden, die gewünschte Ammoniakkonzentration in der Lösung zu halten. Mit Ammoniak als bevorzugtem Produkt erhält man Ammoniumwolframat. Ammoniumwolframat ist in der Ammoniaklösung unter den angewendeten Behandlungsbedingungen löslich. Das Ammoniumwolframat kann so von dem unlöslichen Material in dem Auslaugesystem abgetrennt werden, wenn man beispielsweise Filtrations- und/oder Zentrifugiertechniken anwendet.
  • Liegt das Wolframat in der Form des Ammoniumsalzes vor, so kann das Ammoniumwolframat aus der Lösung beispielsweise durch Verdampfen des Wassers gewonnen werden. Ist das Kation beispielsweise Natrium, so kann das gebildete lösliche Natriumwolframat durch Zusatz von Chlorwasserstoffsäure in Wolframsäure und anschliessend durch Zusatz von Ammoniumhydroxid in Ammoniumwolframat umgewandelt werden. Eine derartige Umwandlung von Natriumwolframat in Ammoniumwolframat ist bekannt.
  • Das Ammoniumwolframat kann gegebenenfalls umkristallisiert werden, um die Verunreinigungen auf ein gewünschtes Ausmass zu verringern. Das Ammoniumwolframat kann durch Erwärmen in Wolframtrioxid überführt werden. Anschliessend kann das Wolframtrioxid zu metallischem Wolfram reduziert werden. Derartige Techniken sind bekannt und werden genauer in der vorstehenden Literaturstelle von Li und Wang beschrieben.
  • Optimale Auslaugebedingungen, d. h. eine maximale Auslauge geschwindigkeit bei einer hohen Gewinnung von Wolfram, hängen von verschiedenen Variablen ab, beispielsweise der Teilchengrösse des reduzierten Calciumwolframats, der Temperatur, der Rübrgeschwindigkeit und der Konzentration der Lösung, was für den Fachmann verständlich ist.
  • Die Verunreinigungen in dem reduzierten Calciumwolframat können eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung des bevorzugten Kations für die Auslaugestufe spielen. Darüberhinaus hängt die Art der Verunreinigungen von dem Ausgangsmaterial für das reduzierte Calciumwolframat ab. Beispielsweise hängt die Art der Verunreinigungen davon ab, ob das reduzierte Calciumwolframat aus Scheelit- oder Wolframiterzen oder -konzentraten, wie nachfolgend beschrieben, gebildet wurde sowie von der zur Ersielung des reduzierten Calciumwolframats aus derartigen Erzen oder Konzentraten angewendeten Arbeitsweise.
  • Das Ammoniumkation stellt im allgemeinen das bevorzugte Kation dar, jedoch kann unter bestimmten Umständen ein anderes Kation bevorzugt sein. Enthält beispielsweise das Erz oder Konzentrat beträchtliche Mengen an Kupferverbindungen, so kann die ltuslaugung des reduzierten Calciumwolframats mit Ammoniaklösungen zur Bildung von unerwünschten Kupfer-Ammoniakkomplexen führen, die in der Lösung löslich sind. In derartigen Fällen kann es bevorzugt sein, mit Lösungen,die lklkalimetallkationen enthalten, auszulaugen und gegebenenfalls Ammoniumwolframat, beispielsweise durch Ansäuern der Alkalimetallwolframatlösung unter Bildung von unlöslicher Wolframsäure und anschliessende Auflösung mit Ammoniaklösung herzustellen.
  • Techniken für die Abtrennung von löslichen lRupfer-Ammoniakkomplexen aus Ammoniaklösungen sind Jedoch bekannt. Ist das Kation ein Alkalimetallkation, so können Materialien, die mit dem reduzierten Wolframat gegebenenfalls vermischt sind, beispielsweise Siliciumdioxid, Aluminiumoxid und/oder Verbindungen,diesidl vcn Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Zink und. -Zinn ableiten, in der Auslagungsstufe gelöst werden, wodurcb sie die Auslaugelösung verunreinigen. Wenn das Erz oder Konzentrat Molybdän in Form eines Molybdat3, beispielsweise in Form von Calciummolybdat und/oder dem Mineral Powellit oder Molybdänsulfide, beispielsweise Molybdänit enthält, so kann das Molbdän in dem aus dem Erz oder Konzentrat gebildeten reduzierten Calciumwolframat in einer auslaugbaren Form, beispielsweise als lösliches Ammoniummolybdat vorliegen.
  • Wird jedoch ein Konzentrat bei der Herstellung des reduzierten Calciumwolframats verwendet, so kann der Gehalt an beispielsweise Eupfer- oder Molybdänverbindungen auf ein Niveau verringert werden, bei dem die Bildung von löslichen Kupfer-Ammoniakkomplexen und/oder löslichem Ammoniummolybdat während der Auslaugung kein wesentliches Problem darstellt.
  • Das erfindungsgemässe Verfahren kann ansatzweise oder als kontinuierliches Verfahren oder eine Mischung davon durchgeführt werden, da jede Stufe der bevorzugten Ausführungsformen des hier beschriebenen Verfahrens ansatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden kann. Das Verfahren kann durchwegs bei Atmosphärendruck durchgeführt werden, jedoch kann das Verfahren gegebenenfalls auch bei über-atmosphärischen Drücken durchgeführt werden.
  • Das reduzierte Calciumwolframat kann durch Reduktion von Calciumwolframat, z. B. Scheelit oder von Gemischen, die zur Bildung von Calciumwolframat bei hohen Temperaturen geeignet sind, erhalten werden. Calciumwolframat reduziert man durch Inkontaktbringen des Wolframats mit einem Reduktionsmittel unter Bedingungen, die zur Reduktion des Wolframats führen; derartige Bedingungen hängen teilweise von der Temperatur, dem speziellen verwendeten Reduktionsmittel, der Teilchengrösse des Wolframats und der Gasgeschwindigkeit, falls es sich bei dem Reduktionsmittel na ein Gas handelt, ab. Wasserstoff ist ein bevorzugtes Reduktionsmittel. Calciumwolframat kann durch Erwärmen des Wolframats in Anwesenheit von Wasserstoff auf Temperaturen im Bereich von 800 bis 13000 C und insbesondere im Bereich von 1050 bis 12500 C reduziert werden. Bei gering geren Temperaturen kann die Reduktionsgeschwindigkeit unwirtschaftlich gering sein, während bei höheren Temperaturen ein Sintern oder Schmelzen des Wolframats auftreten kann, wodurch die Auslaugbarkeit des reduzierten Wolframats beeinträchtigt werden kann. Beim Beduktionsverrahren kann Wasserstoff kontinuierlich über oder durch das Wolframat geleitet und anschliessend durch eine Reinigungsstufe und erneut über oder durch das Wolframat zirkuliert werden, wobei erforderlichenfalls zusätzlicher Wasserstoff zugefügt wird. Die Reduktion von Calciumwolframat mit Wasserstoff wird in der USZPE; 2 922 916 von A. E. Newkirk vom 18. Juli 1961 beschrieben.
  • Die Reduktion von Calciumwolframat kann auch unter Verwendung von Ammoniak oder Gemischen von Wasserstoff und Ammoniak unter Bedingungen durchgeführt werden, dieden vorstehend zur Reduktion mit Wasserstoff beschriebenen ähnlich sind. Bei den Reduktionstemperaturen kann Ammoniak teilweise oder völlig zu einem Gemisch von Stickstoff und Wasserstoff dissoziieren. Jedoch können bei einem derartigen Reduktionaverfahren Wolframnitride gebildet werden und können bei der Auslaugung des reduzierten Wolframats problematisch werden.
  • Die Reduktion von Calciumwolframat kann auch mit Kohlenstoff und/oder einem Kohlenstoff enthaltenden Reduktionsmittel, beispielsweise Kohlenmonoxid, Gemischen von Kohlenmonoxid und Wasserstoff, gasförmigen Kohlenwasserstoffen, Synthesegas, Wassergas, Haib-Wassergas bzw. Semi-Wassergas, Kohlengas und dgl. durchgefhhrt werden. Die Reduktion kann unter Bedingungen gleich bzw. ähnlichden vorstehend far die Reduktion mit Wasserstoff beschriebenen durchgeführt werden. Jedoch können sich bei einer derartigen Verfahrensweise Wolframcarbide bilden und diese Verbindungen können in den vorstehend beschriebenen Auslaugeverfahren nicht auslaugbar sein.
  • Das reduzierte Calciumwolframat kann auch durch Reduktion eines Wolframats erhalten werden, das Calciumwolframat in situ bildet. Beispielsweise können Wolframiterze oder Gemische von Wolframiterzen und Scheelit in Anwesenheit einer Calciumdonatorverbindung reduziert werden. Geeignete Calciumdonatorverbindungen sind beispielsweise Galciumosid-, Hydroxid, -Nitrat zu oder-Carbonat , Kalkstein und Dolomit sowie Gemische davon. Derartige Calciumdonatorverbindungen können in dem Erz oder konzentrat vorhanden sein oder können zugefügt werden. Magnesiumsalze sollten nicht in das Wolframaterz oder -konzentrat eingebracht werden, da sich bei der Reduktionsstufe Tri-(magnesium/calcium)-wolframate bilden können und derartige Wolframate beim erfindungsgemässen Verfahren nicht gut auslaugbar sein können. Wird jedoch Magnesium beispielsweise als Dolomit eingebracht, so sollte ein tiberschuss an Calcium vorliegen, derart, dass Tricalciumwolframat und nicht Tri-(magnesium/calcium)-wolframat gebildet werden kann. Es wird angenommen, dass Tricalciumwolframat in Anwesenheit eines Überschusses von Calcium bevorzugt gebildet wird.
  • Die Reduktion von Calciumwolframat kann durch die Anwesenheit von beispielsweise Siliciumdioxid, Aluminiumoxid und metallischem Eisen, insbesondere Siliciumdioxid, in dem Wolframerz oder -konzentrat erleichtert werden. Diese Verbindungen können in dem Erz oder Konzentrat vorhanden sein oder können diesem zugefügt werden.
  • Die Temperatur,bei der das Wolframat reduziert wird, sollte unter der Temperatur liegen, bei der ein Schmelzen oder Sintern des Gemischs auftritt.
  • Arbeitsweisen zu der Reduktion von Wolframaten sind bekannt und werden genauer in der vorstehend genannten Literaturstelle von Li und Wang beschrieben.
  • Einige Verunreinigungen, die in den Erzen oder Konzentraten vorliegen können, können zu Verfahrensproblemen führen. Beispielsweise können Arsen- und/oder Schwefelverbindungen bei der vorstehend beschriebenen Reduktionsstufe verflüchtigt werden. Derartige flüchtige Verbindungen können gegenüber den Materialien, aus denen die Reduktionsvorrichtung gebaut wurde, korrosiv sein und es kann daher giinstig sein, das Erz oder Konzentrat zur Entfernung derartiger Verunreinigungen vor der Reduktion zu behandeln, 1. B. durch Rösten mit Erdalkalimetalldonatorverbindungen.
  • Die Reduktionsprodukte des Calciumwolframats umfassen Tricalciuawolframat und fein-verteiltes metallisches Wolfram, wobei das Verhältnis von Tricalciumolframat zu metallischem Wolfram von .dem Ausrast der Reduktion abhängt. Sowohl das Tricalciumwolframat als auch das fein-verteilte metallische Wolfram sind bei dem vorstehenden Auslaugeverfahren auslaugbar. In Anwesenheit von Eisen kann sich die Intermetaliverbindung Be7516 bilden. Dieses Produkt, das beim erfindung gemassen Verfahren ebenfalls auslaugbar ist, wird genauer in der Patentanmeldung der gleichen Anmelderin vom gleichen Anmeldetag mit dem internen Aktenzeichen DC-0087 und dem Titel Verfahren zur Herstellung von iimonius- und Allcalimetallwol framaten" beschrieben.
  • Tricalciumwolframat zersetzt sich in Wasser unter Bildung von Calciumwolframat. Tricalciumwolframat zersetzt sich an feuchter Luft langsam, es wird jedoch angenommen, dass es in trockener Luft stabil ist. Es ist daher günstig, das reduzierte Wolframat kurz nach der Reduktion aussulaugen und/oder das reduzierte Wolframat bis zum Beginn der Auslaugung vor der Einwirkung von Wasser zu schutzen.
  • Die Eigenschaften von Tricalciumwolframat, metallischem Wolfram und den Intermetallspezies, deren Auslaugung und die Umwandlung des ausgelaugten Wolframats in insbesondere Wolfram trioxid werden in den vorstehend genannten Patentanmeldungen diskutiert und durch Beispiele veranschaulicht.
  • Durch die Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Wolfram oder Wolframverbindungen bereitgestellt unter Anwendung von relativ wenig kostspieligen Materialien, wobei Wolfram oder Wolframverbindungen in potentiell wirtschaftlir -chen Raten und Wolframausbeuten erhalten werden. Dieses Verfahren ergibt im wesentlichen keine IJmweltverschmutsung; Verunreinigungen in Abströmen aus dem Verfahren können in üblicher Weise gegebenenfalls zur Ausscheidung dieser verschmutzenden Materialien behandelt werden. Werden darüberhinaus Ammoniak und/oder Kohlendioxid in der Auslaugestufe verwendet, so können diese anschliessend wiedergewonnen und zur Auslaugestufe zurückzirkuliert werden.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung: I)eispiel 1 Eine Probe von 131,3 g eines Scheelitkonzentrats mit einer Korngrösse bis zu 0,42 mm (-35 mesh TYI£R), die 75,9 Gew.% Wolframtrioxid enthielt, wurde 6 Stunden mit Wasserstoff bei 11000 C reduziert. Ein Strom von 5 Liter/Minute Wasserstoff wurde während des Beduktionsverfahrens über der Probe aufrechterhalten. Das Produkt wurde in einer Stickstoffatmosphäre gekühlt und der gemessene Gewichtsverlust (13,8 g) betrug 2/3 des theoretischen Gewichtsverlustes der vollständigen Reduktion von Calciumwolframat zu metallischem Wolfram.
  • Die Röntgenstrahlen-Beugungsspektroskopie zeigte an, dass es sich bei dem Produkt um Tricalciumwolframat und Wolframmetall handelte, wobei nur eine Spur Calciumwolframat in dem Produkt vorhanden war.
  • Beispiel 2 Eine Probe von 32,49 g des Scheelitkonzentrates von Beispiel 1 und eine Probe von 17,43 g eines 1:1-Gemischs, bezogen auf das Gewicht an Scheelitkonzentrat und fein-vermahlenem gieselsäuresand wurden getrennt, jedoch gleichzeitig in einem waagerechten Rohrofen bei 1200° C unter einem Strom von 0,93 1/Minute Wasserstoff während 4 Stunden und 15 Minuten reduziert. Die Produkte wurden unter Stickstoff gekühlt.
  • Der Gewichtsverlust für das Scheelitkonzentrat betrug 3,59 g (70% der Theorie), wohingegen der Gewichtsverlust des Scheelit-Sand-Gemisches 1,27 g (93 * der Theorie) betrug.
  • Die Röntgenstrahlen-Baugungsanalyse zeigte an, dass der reduvierte Scheelit mehr Tricalciumwolframat enthielt als das reduzierte Scheelit/Kieselsäuresandgemisch; Caleiumwolframat wurde in keinem der Produkte festgestellt.
  • Beispiel 3 Gewogene Proben von 2,5 bis 5,0 g eines Scheelitkonzentrats oder von Scheelitkonzentrat/Siliciumdioxid-Gemi schen wurden bei 1050°C in einem senkrechten Verbrennungsrohr reduziert, das einen Teil einer thermisch-gravimetrischen Analysevorrichtung bildete. Der Wasserstoffstrom über die Proben betrug 3 l/Minute.
  • Man erhielt folgende Ergebnisse: Probe Nr.* 1 2 3 Prozent Reduktion nach 1,3 Stunden (etwa) 76 90 100 Prozent Reduktion nach 2,5 Stunden (etwa) 86 97 Zeit bis zur100%igen Reduktion (Stunden) 3,3** 3** 1,3 Me Probe Nr. 1 war ein Scheelitkonzentrat (60,2 Gew.%) Die Probe Nr. 2 war ein 8eheelitkonzentrat/Silieiuoldioxidgemisch (42,5 Gew.%) Die Probe Nr. 3 war ein Scheelitkonzentrst/Silicinadioxidgemisch (30,1 Gew.%) ** Geschätzte Zeit für die 100%ige Reduktion Beispiel 4 Eine Probe eines Scheelitkonzentrats wurde unter Anwendung der Arbeitsweise von Beispiel 1 reduziert. 25,1 g des reduzierten Scheelits, der gemäss der Röntgenstrahlenfluoressenzanalyse 70,4 Gew.% Wolfram enthielt, wurden zu einer Lösung von 342 g Ammoniumcarbonat in einem Liter von etwa 12 96 wässrigem Ammoniak bei 500 C gefügt. Etwa 150 g grober Siliciumdioxidsand wurdenals Mahlmedium zugesetzt und die resultierende Mischung wurde mit 600 U/Min. gerührt. Ammoniakgas und Sauerstoff wurden durch die Lösung mit einer Geschwindigkeit von 100 cm3/Minute geblasen. Nach 48 Stunden wurde die Lösung filtriert und der Rückstand wurde gewaschen. Das resultierende Filtrat zeigte in der Atomabsorptionsanalyse einen Gehalt von 96,7 % der theoretischen Menge an Wolfram in dem reduzierten Scheelit.
  • Beispiel 5 Eine Probe eines Scheelitkonzentrats wurde unter Anwendung der Arbeitsweise des Beispiels 1 reduziert. 3,40 g reduzierter Scheelit, der bei der Röntgenstrahlenfluoreszenzanalyse einen Gehalt von 70,4 Gew.%Wolfram zeigte, wurden zu einer Lösung von 50 g Ammoniumbicarbonat in 200 ml etwa 12 % wässrigem Ammoniak bei 500 C gefügt. Die resultierende Aufschlämmung wurde 5 Stunden gerührt, und Ammoniakgas und Sauerstoff wurden jeweils durch die Aufschlämmung mit einer Geschwindigkeit von 100 cm3/Minute geblasen. Die resultierende Lösung wurde anschliessend filtriert und der Rückstand wurde gewaschen.
  • Die Atomabscrptionsanalyse des Filtrats zeigte, dass 47,2 96 des Wolframs in dem reduzierten Scheelit ausgelaugt worden waren. Die Analyse des Rückstands durch Röntgenstrahlenbeugung zeigte die Anwesenheit einer Hauptmenge von nicht-ausgelaugtem Wolframmetall. Eine ausgedehnte Auslaugung des Rückstands unter Anwendung der vorstehenden Arbeitsweise führte zu einer fast völligen Auslaugung des Wolframs aus dem Rückstand.
  • Beispiel &i 4,45 g einer Probe eines handelsüblichen Scheelitkonzentrats mit einer Korngrösse von bis zu 0,044 mm (-325 mesh TTLER), der 75,9 Gew.% Wolframtrioxid enthielt,wurden zu einer Lösung von 50 g Ammoniumcarbonat in 200 ml etwa 12 96 wässrigem Ammoniak bei 500 C gefügt. Es wurde 20 Stunden in einem gerührten Reaktionskessel ausgelaugt, wobei 100 cm3/Minute Ammoniakgas durch die Aufschlämmung geblasen wurden. Die Auf schlämmung wurde anschliessend filtriert und der Rückstand wurde gewaschen. Die Analyse des resultierenden Filtrat durch Atomabsorptionsspektroskopie zeigte, dass nur 4,3 % des Wolframs in dem Scheelitkonzentrat ausgelaugt worden waren, was anzeigte, dass Wolfram in Scheelit unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens im wesentlichen nicht auslaugbar war.
  • Beispiel 7 30 g einer Probe eines handelsüblichen Scheelitkonzentrats mit einer Korngrösse von bis zu 0,149 mm (-100 mesh TYLER) mit einem Gehalt von 75,9 Gew.% Wolframtrioxid wurden in einen Muffelofen 20 Stunden bei 12000 C calciniert. Das wärmebehandelte Material wurde anschliessend auf bis zu 0,044 mm (-325 mesh) gemahlen und eine Probe von 10,1 g wurde zu einer Lösung von 75 g Ammoniumcarbonat in 500 ml etwa 28 96 wässrigem Ammoniak gefügt. Es wurde 4 Stunden bei Raumtemperatur ausgelaugt; Ammoniakgas wurde mit 100 cm3/Minute durch die Lösung geblasen. Die Aufschlämmung wurde anschliessend filtriert und der Rückstand wurde gewaschen. Die Analyse des Filtrats durch Röntgenstrahlenfluoreszenz eeigte,dass nur 1,7 % des Wolframs in dem Scheelitkonzentrat ausgelaugt worden waren, was anzeigte, dass Wolfram in dem calcinierten Scheelit im wesentlichen unter Anwendung eines Verfahrens gemäss der Erfindung nicht auslaugbar war.
  • Beispiel 8 Ein Gemisch von 10,0 g eines handelsüblichen Scheelitkonzentrats mit 75,9 Gew.% Wolframtrioxid und 10,5 g eines handelsüblichen Wolframitkonzentrats. mit 71,9 Gew.% Wolframtrioxid -wurde auf bis zu 0,044 mm (-325 meshTYLER) gemahlen und anschliessend pelletisiert. 3,31 g der Pellets wurden nach der Arbeitsweise des Beispiels 3 reduziert, wobei der Wasserstoffstrom 200 cm3/Minute betrug. Nach 4,8 Stunden zeigte der Gewichtsverlust der Pellets eine 92°/Oige Reduktion der Wolframate zu Wolframmetall an. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse der reduzierten Pellets zeigte die Anwesenheit von metallischem Wolfram, einer intermetallischen Eisen/Wolframspezies der Zusammensetzung Fe7W6 und einer geringen Menge von Tricalciumwolframat. Die Anwesenheit des letzteren könnte für die unvollständige Reduktion, die sich durch den Gewichtsverlust ergibt, verantwortlich sein. Restlicher Scheelit wurde in den reduzierten Pellets nicht festgestellt.
  • Beispiel 9 Eine Probe von 4,84 g eines handelsüblichen Scheelitkonzentrats mit 75,9 Gew.% Wolframtrioxid wurde auf bis zu 0,044 mm (-325 meshiPnER) gemahlen, pelletisiert und reduziert unter Anwendung der Arbeitsweise des Beispiels 3. Anstelle von Wasserstoff wurden 1720 cm3/Minute trockenes Ammoniakgas über die Pellets geleitet. Nach 3 Stunden und 25 Minuten zeigte der Gewichtsverlust der Pellets an, dass 74 % des Wolframats zu metallischem Wolfram reduziert worden waren. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse der reduzierten Pellets zeigte die Anwesenheit von metallischem Wolfram und Tricalciumwolframat.
  • Scheelit wurde nicht festgestellt.
  • B e i s p i e 1 10 Ein Gemisch von vier Teilen eines handelsüblichen Scheelitkonzentrats mit 75,9 Gew.O/o Wolframtrioxid und einem Teil Kohlepulver wurde pelletisiert. 3150 g der Pellets wurden unter Anwendung der Arbeitsweise des Beispiels 3 reduziert, wobei jedoch 100 cm3/Minute StickstOf über die Pellets geleitet wurden und die Temperatur in dem Ofen allmählich auf rast 12000 C angehoben wurde. Zeigte die thermisch-gravimetrische Analysevorrichtung keinen weiteren Gewichtsverlust an, so wurden die reduzierten Pellete in einer Stickstoffatmosphäre gekühlt. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse der reduzierten Pellets zeigte, dass die Reduktion zu metallischem Wolfram unvollständig war und dass sich etwas an Wolframcarbiden gebildet hatte.
  • B e i 5 p i e 1 11 Es wurde ein 1:1-Gemisch, bezogen auf das Gewicht, aus Scheelitkonzentrat des Beispiels 1 und kolloidalem Aluminiumoxid hergestellt. 14,3 g dieses Gemischs wurden in einem waagerechten Rohrofen bei 12000 C unter einem Strom von 950 cm3/Minute Wasserstoff während 2 Stunden und 40 Minuten reduziert.
  • Das Produkt wurde in einer Stickstoffatmosphäre gekühlt. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse zeigte, dass das Produkt weniger Tricalciumwolframat enthielt, als der reduzierte Scheelit des Beispiels 2, wo die Reduktion während eines längeren Zeitraums durchgeführt wurde. Es wurde kein Oalciumwolframat in dem reduzierten Scheelit/Aluminiumoxid-Produkt festgestellt.
  • B e i 5 p i e 1 12 Eine Probe von handelsüblichem Scheelitkonzentrat mit einer gorngrösse von bis zu 0,062 mm (-250 mesh TIIR) die 76,9 Gew.% Wolframtrioxid enthielt, wurde mit Wasserstoff unter Anwendung der Arbeitsweise des Beispiels 1 reduziert, wobei jedoch die Tetporatur im Bereich von 1200 bis 13000 C lag.
  • Die Analyse zeigte an, dass etwa 80 % des Wolframs in dem Scheelitkonzentrat zu metallischem Wolfram reduziert wurden und der Rest in Form von Tricalciumwolframat vorlag. 20,06 g des reduzierten Scheelits wurden zu 400 ml einer Ammoniumcarbonatlösung gefügt, die ursprünglich etwa 175 g/l Ammoniak und 90 g/l Kohlendioxid enthielt. Ammoniakgas wurde durch die Lösung mit einer Geschwindigkeit von 50 cm3/Minute geleitet.
  • Während die Lösung gerührt wurde, wurden 100 ml einer 30%igen Wasserstoffperoxidlösung während eines Zeitraums von 2 Stunden zugefügt. Die Temperatur der Lösung variierte im Bereich von 50 bis 800 C. Anschliessend wurde die Lösung filtriert und der erhaltene feste Rückstand wurde mit verdünnter Ammoniumcarbonatlösung gewaschen. Die Analyse des Rückstands durch Röntgenstrahlenfluoreszenz zeigte, dass 92,5 % des Wolframs in dem reduzierten Scheelit ausgelaugt worden waren. Ein Teil des Filtrats wurde zur Trockne verdampft und die resultierenden Feststoffe wurden 30 Minuten auf 8000 C erwärmt. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse der erwärmten Feststoffe zeigte nur einePhase, Wolframtrioxid. Unter der Annahme, dass die erhitzten Feststoffe reines Wolframtrioxid waren, zeigte eine Berechnung, dass 93,9 % des Wolframs aus dem reduzierten Scheelit in die Lösung ausgelaugt worden waren, wodurch sich innerhalb der experimentellen Fehlergrenzen das durch die Röntgenstrahlenfluoreszenzanalyse des Auslaugrückstands erhaltene Ergebnis bestätigte.
  • 3 e i 6 p i e 1 13 20,04 g des reduzierten Scheelits des Beispiels 12 wurden zu 400 ml einer entlüfteten wässrigen Lösung von 160 g Ammoniumnitrat und 80 g Ammoniumcarbonat gefügt. Stickstoff wurde kontinuierlich über die Oberfläche der Lösung geblasen, um die Luftoxidation des reduzierten Scheelits zu verhindern.
  • Die Temperatur der Lösung wurde auf 500 C gehalten. Nach 6stündigem Rühren wurde die Lösung filtriert und der Rückstand wurde mit verdünnter Ammoniumcarbonatlösung gewaschen. Die Röntgenstrahlenfluoreszenzanalyse des Filtrats zeigte, dass nur 19 % des Wolframs aus dem reduzierten Scheelit ausgelaugt worden waren. Die Röntgenstrahlenbeugungsanalyse des Auslaugerücktstands zeigte, dass das Tricalciumwolframat des reduzierten Scheelits ausgelaugt worden war, jedoch nicht das metallische Wolfram. Dies lässt vermuten, dass Ammoniumnitrat in einer sauerstoffreien Ammoniaklösung kein ausreichend kräftiges Oxidationsmittel zur Auslaugung von metallischem Wolfram darstellt.
  • 3 e i s p i e 1 14 Eine Tricalciumwolframat enthaltende Probe wurde zu 1 1 Wasser gefügt. Stickstoff wurde durch die Lösung geblasen und es wurde 5 Stunden bei 500 C gerührt. Bnschliessend wurde die Lösung filtriert. Die Atomabsorptionsanalyse des Filtrats zeigte die Anwesenheit von Calcium, Jedoch nicht von Wolfram.
  • Die Röntgen strahl enbeugungsanalyse des Rückstands zeigte die Anwesenheit von Calciumwolframat, jedoch nicht von Tricalciumwolframat, was eine Zersetzung von Tricalciumwolframat durch Wasser anzeigt.
  • Zusammenfassend betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Wolframatsalzes, insbesondere von Ammoniumwolframat. Bei dem Verfahren wird ein reduziertes Erdalkalimetallwolframat in Kontakt gebracht mit einer wässrigen Lösung einer Verbindung mit einem Kation ausgewählt aus den Ammoniumionen und/oder Alkalimetallkationen und mindestens einem Anion, ausgewählt aus Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat. Mindestens eines der Anionen stellt ein Anion dar, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erdalkalimetalls ableitet, wobei das Anion in einer derartigen Konzentration vorliegt, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist, als das Erdalkalimetall-Wolframat. Die Lösung enthält auch ein Oxidationsmittel, z. B. Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Peroxide von Alkalimetallen. Das Verfahren kann zur Abtrennung von Wolfram aus Scheelit oder aus Erzen, die in diesen umwandelbar sind, verwendet werden.
  • Ende der Beschreibung

Claims (14)

  1. P a t 0 fl t a n 5 p r ü c h e 1. Verfahren zur Herstellung von Wolframatsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein reduziertes Erdalkalimetallwolframat mit einer wässrigen Lösung einer Verbindung in Kontakt bringt, die ein Kation aus der Gruppe des Ammoniumions und der Alkalimetallkationen sowie der Mischungen davon und mindestens ein Anion aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat aufweist, wobei mindestens eines der Anionen in der Lösung ein Anion ist, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erdalkalimetalls herleitet, und dieses Anion in einer derartigen Konzentration vorliegt, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist, als das Wolframat des Erdalkalimetalls, wobei das reduzierte Erdalkalimetall'Wolframat mit der wässrigen Lösung in Anwesenheit eines Oxidationsmittels in Kontakt gebracht wird, das man auswählt aus der Gruppe von Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Alkalimetallperoxiden sowie von deren Gemischen.
  2. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das reduzierte Erdalkalimetallwolframat durch Reduktion von Scheelit erhält.
  3. 3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die reduzierte Erdalkalimetallverbindung durch Reduktion eines Gemischs einer Erdalkalimetalldonatorverbindung und eines Wolframats von mindestens einem der Elemente Eisen und Mangan bildet.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines Wolframatsalzes, dadurch gekennzeichnet, dass man: (a) ein Wolframat, ausgewählt aus der Gruppe von (i) einem Erdalkalimetallwolframat und (ii) einem Wolframat von mindestens einem der Elemente Eisen und Mangan im Gemisch mit einer Erdalkalimetalldonatorverbindung zu einem Tri-(erdalkalimetall)-wolframat und fein-verteiltes metallisches Wolfram sowie Gemische davon enthaltenden Material mit einem Reduktionsmittel reduziert und (b) dieses Material mit einer wässrigen Lösung einer Verbindung mit einem Kation,ausgewählt aus der Gruppe des Ammoniumions und der Alkalimetallkationen und von deren Gemischen und mit mindestens einem Anion, ausgewählt aus der Gruppe von Hydroxid, Carbonat, Bicarbonat, Oxalat und Phosphat, .in Kontakt bringt, wobei mindestens eines der Anionen in der Lösung ein Anion ist, von dem sich eine unlösliche Verbindung des Erdalkalimetalls herleitet, 'Imddieses Anion in einer derartigen Konzentration vorliegt, dass die unlösliche Verbindung in der Lösung weniger löslich ist als das Erdalkalimetallwolframat, wobei das reduzierte Erdalkalimetallwolframat mit der wässrigen Lösung in Anwesenheit eines Oxidationsmittels in Kontakt gebracht wird, das man auswählt aus'der Gruppe von Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Alkalimetallperoxiden sowie von deren Gemischen.
  5. 5. Verfahren gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man in der Stufe (a) das Wolframat bei derartigen Temperaturen reduziert, dass das resultierende Material nicht geschmolzen oder gesintert wird.
  6. 6. Verfahren gemäss Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Wolframat verwendet, das aus Eisenwolframat besteht und ein Material erhält, das die intermetallische Spezies Fe7W6 enthält.
  7. 7. Verfahren gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man das Erdalkalimetall aus der Gruppe von Calcium und Gemischen von Calcium und mindestens einem der Elemente Strontium und Barium wählt.
  8. 8. Verfahren gemäss einem der Anspriiche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Wolframat Scheelit verwendet.
  9. 9. Verfahren gemäss eine. der Anspruche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Woltramat Perberit verwendet.
  10. 10. Verfahren gemäss eine. der Anspruche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Wolframat Wolframit verwendet.
  11. 11. Verfahren gemäss eine. der Anspruche 4 bis , dadurch gekennzeichnet, dass man als Wolfrmat Huebnerit verwendet.
  12. 12. Verfahren gemäss einem der vorhergehenden Anspräche, dadurch-gekennzeichnet, dass man als-Oxidationsmittel Sauerstoff einsetzt.
  13. 13. Verfahren gemäss eine. der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid einsetzt.
  14. 14. Verfahren gemäss einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxidationsmittel ein Blkalimetallperoxid einsetzt.
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