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DE2753064C2 - Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen einer eine hohe Fremdstoffkonzentration aufweisenden Flüssigkeit - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen einer eine hohe Fremdstoffkonzentration aufweisenden Flüssigkeit

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DE2753064C2
DE2753064C2 DE2753064A DE2753064A DE2753064C2 DE 2753064 C2 DE2753064 C2 DE 2753064C2 DE 2753064 A DE2753064 A DE 2753064A DE 2753064 A DE2753064 A DE 2753064A DE 2753064 C2 DE2753064 C2 DE 2753064C2
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filter
liquid
filter bed
washing
flocculation
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DE2753064A
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Ulf Nynäshamn Hjelmner
Hans Folke Västerhaninge Larsson
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REDERIAKTIEBOLAGET NORDSTJERNAN 10399 STOCKHOLM SE
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REDERIAKTIEBOLAGET NORDSTJERNAN 10399 STOCKHOLM SE
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Publication date
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    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5281Installations for water purification using chemical agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/02Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration
    • B01D24/10Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration the filtering material being held in a closed container
    • B01D24/16Upward filtration
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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Description

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vergleichsweise kurzen Intervallen vorgenommen wird, gereinigt werden muß, ergibt sich die Notwendigkeit, wenn man häufiges Außerbetriebsetzen vermeiden will, daß jedem Absetzbecken zumindest zwei Sandfilter zugeordnet werden, von denen eines be .reibbar ist, während das andere durch Rückspülen gereinigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der in Rede stehenden Art anzugeben, das eine vergleichsweise weit wirksamere Reinigung von Flüssigkeiten ermöglicht, so daß bei verringertem Raumbedarf der zur Verfahrensdurchführurig verwendeten Anlage ein erhöhter Mengendurchsatz bei verbessertem Reinheitsgrad erreicht wird.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art gelöst durch die Kombination der Maßnahmen, daß der Flüssigkeit chemische Stoffe zugesetzt werden, um eine Ausfällung und/oder Ausflockung während der Strömung durch ein Filterbett herbeizuführen, und daß die Flüssigkeit dann in einem Filtergerät einer Zone aus eis. Filterbett bildendem, körnigem Filtermedium zugeführt wird, während der Filterung durch das Filterbett strömt und vom Filterbett als gefilterte Flüssigkeitsphase abgeht, bei welchem Verfahren das Filtermedium während der Filterung getrennt vom Filterbett zu einer Waschbahn zum Waschen des bei der Filterung verschmutzten Filtermediums transportiert, das gewaschene Filtermedium danach zjr Oberseite der Filterbettzone zurückgleitet und die durch das Waschen verschmutzte Waschflüssigkeit aus der Waschbahn abgezogen wird, so
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es im Vergleich mit der oben erwähnten, bekannten Technik, das Anlagevolumen um ungefähr das Zehnfache zu verringern, was natürlich einen sehr bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil darstellt. Außerdem ist es im Vergleich mit den erwähnten, bekannten Techniken, bei denen Ausflockungstanks und Absetzbecken in der Klärstufe verwendet werden, beim erfindungsgemäßen Verfahren möglich, einen wesentlich besseren Reinheitsgrad zu bekommen, der mindestens so hoch ist wie -to der Reinheitsgrad, den man bei üblichen Verfahren erhält, wenn man an das Absetzbecken anschließend eine Filterung durch ein Sandfilter vornimmt, wobei jedoch, wie oben erwähnt, zwei Sandfilter angewendet werden müssen, da die Sandfilter in kurzen Zeitabständen zum Rückspülwaschen außer Betrieb gesetzt werden müssen. Außerdem ergibt sich beim erfindungsgemäßen Verfahren gegenüber dem Stand der Technik der Vorteil, daß die Zeitdauer, die zur Erreichung eines mindestens gleich hohen Reinheitsgrads erforderlich ist, zehn bis fünfzehnmal kürzer ist. Darüber hinaus erfolgt ein weiteres Ausflocken sowie ein Anwachsen der Flocken in der abgeführten Waschflüssigkeit, so daß die Ausflockungsstoffe in vorteilhafter Weise einfach abgesondert werden können.
Außerdem ist die große Bedeutung zu beachten, die dem Umstand zukommt, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren der Trennvorgang in einem kontinuierlich arbeitenden Filterbett durchgeführt wird. Bei einem nicht kontinuierlich arbeitenden Filterbett ergeben sich f>0 beträchtliche Nachteile und Schwierigkeiten. Bei dem oft hohen Gehalt an Verunreinigungen der Flüssigkeit in der Klärstufe muß das Rückspülwaschen eines solchen diskontinuierlich arbeitenden Filterbetts unbedingt in kurzen Zeitabständen erfolgen. Dadurch wird *>5 die effektive Betriebszeit und damit die Ausnutzung des Filters herabgesetzt. Diese Schwierigkeiten werden durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens vermieden, bei dem das Filterbett kontinuierlich arbeitet. Da das körnige Filtermediuni, das das Filterbett bildet, ununterbrochen gewaschen und zum Filterbett wieder zurückgeführt wird, kann das Filter mit stark schmutzbeladener zulaufender Flüssigkeit und/oder unter wesentlicher Ausfällung innerhalb des Filterbetts betrieben werden, ohne daß irgendeine Notwendigkeit bestünde, das Filter außer Betrieb zu setzen, um es durch Rückspülen zu waschen.
Vorteilhafterweise strömt die zu reinigende Flüssigkeit während ihrer Filterung mit nach aufwärts verlaufender Strömungsrichtung durch die Filterbettzone und das Filtermedium strömt während der Filterung mit nach abwärts verlaufender Richtung im Gegenstrom zu der vom Einlauf des Filtergeräts zum Filterbett hin strömenden Flüssigkeit durch die Filterbettzone.
Dieses Vorgehen bringt den Vorteil, daß der am stärksten verschmutzte Teil des Filtermediums als erster aus dem Filterbett herausgeführt wird, um gewaschen zu werden, was zur Folge hat, daß sich im Filterbett Filtermaterial befindet, das während eines beträchtlichen Zeitraums zur Filtration benutzt wurde. Aufgrund dieses Umstandes wird ein weiteres Problem vermieden, das bei den diskontinuierlich arbeitenden Filtern für die üblichen Verfahren auftritt, welche wie oben erwähnt durch Rückspülwaschen gereinigt werden müssen. Es handelt sich hierbei um das Problem, daß frisch gereinigtes Filtermaterial während verhältnismäßig langer, sich an den Waschvorgang anschließender Betriebszeiträume, bei Sand handelt es sich beispielsweise um Zeiträume bis zu je einer halben Stunde, eine schlechte Filterwirkung zeigt. Da außerdem oftmals, wie oben erwähnt wurde, der Gehalt an Verunreinigungen in der in der Klärstufe behandelten Flüssigkeit hoch ist, muß das Rückspülwaschen diskontinuierlich arbeitender Filter in sehr kurzen Abständen durchgeführt werden, was zur Folge hat, daß sich durch die kurzen Arbeitszeiten für den Trennprozeß gleichzeitig eine schlechte Reinigungswirkung ergibt, da die Behandlungszeit überwiegend mit frisch gereinigtem Filtermedium (mit entsprechend schlechter Filterwirkung) durchgeführt wird.
Um verstärktes Ausfällen und/oder Ausflocken zu erhalten, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise ein Homogenisieren der zugeführten, mit chemischen Stoffen versetzten Flüssigkeit durchgeführt, bevor die Flüssigkeit in das Filterbett einströmt. Dadurch ist es möglich, das Beimischen der chemischen Stoffe in der Nähe des Filterbettes vorzunehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert, welche einen Vertikalschnitt eines Ausführungsbeispiels eines Filtergeräts zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt.
Bei der gezeigten Ausführungsform eines Filtergeräts ist das körnige Filtermedium in einem Behälter 1 mit Wänden 2 und einem kegel- oder pyramidenförmigen Boden 3 mit abwärtsweisender Spitze eingeschlossen. Die Grundfläche des Kegels oder der Pyramide soll vorzugsweise mit der Behälterform, wie sie durch die Wände 2 gegeben ist, übereinstimmen.
Als körniges Filtermedium eignet sich gut Sand. Es können jedoch andere Materialien, wie z. B. Kunststoff, oder Mischungen mehrerer Materialien verwendet werden. Es kann eine Mischung von mehreren Kon.^rößenfraktionen eines Materiales verwendet werden, und zwar in Abhängigkeit davon, was gefiltert werden und wie effektiv die Filterung durchgeführt werden soll. Der Fachmann findet nach Versuchen das
in jedem einzelnen Fall geeignetste Material und die Korngröße.
Die zu filternde, mit Chemikalien, siehe Pfeil PbT, versetzte Suspension wird durch einen Einlauf 4, vorzugsweise durch den Behälterboden 3, eingeführt. Das Hineinströmen der Suspension in ein Filterbett erfolgt im unteren Teil des Bettes über eine Anzahl Rohre 5 mit Rohrmündungen 6. Oberhalb jeder der Rohrmündungen 6 ist ein Dach 7 angeordnet, um direkten Kontakt des Filtermediums mit den Rohrmündungen 6 zu verhindern und um eine größere Fläche des Filtermediums gegenüber der eingehenden Suspension offenzulegen. Hierdurch ist die Gefahr eines Verstopfens des Filters aufgrund kräftiger momentaner Verschmutzung des Filtermediums an den Rohrmündungen 6 geringer. Durch die V-Form der Dächer 7 und die Anordnung der Rohrmündungen 6 mit darüberliegenden Dächern 7 wird geringstmögliche Behinderung für den Abwärtsweg des Filtermediums bewirkt. Die Anordnung der Einlaufrohrmündungen 6 im unteren Teil des Filterbettes bewirkt, daß der am stärksten verschmutzte Teil des Filtermediums, d. h. der an den Dächern 7 und Rohrmündungen 6 vorüberpassierenden Teil, sich abwärts bewegt und nicht langer zur Filterung verwendet wird. Hierdurch wird eine Verstopfung an den Einlaufen 4 verhindert und ständig neues Filtermedium gegenüber der eingehenden Suspension freigelegt. Die eingehende Suspension strömt im Gegenstrom zum Filtermedium aufwärts durch eine Zone des Filterbettes zu einem immer reineren Filtermedium. Die bei der Strömung der Suspension aufwärts durch die Filterbettzone erhaltene gefilterte Flüssigkeitsphase wird als eine Zone 8 aus gefilterter Flüssigkeitsphase über dem Filterbett aufrechterhalten. Ihr Stand ist im Ausführungsbeispiel dadurch festgelegt, daß die gefilterte Flüssigkeitsphase dem Filtergerät über einen Überlauf 9 zu einem Auslauf, siehe Pfeil OW, entnommen wird.
Im kegel- oder pyramidenförmigen Boden 3 des Behälters 1, in den hinab das bei der Filterung verschmutzte Filtermedium strömt, ist die Mündung einer geeigneten Hochfördereinrichtung 10 angeordnet. Diese Einrichtung 10 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel zentral durch das Gerät und kann z. B. aus einer Mammutpumpe bestehen. Eine solche Pumpe arbeitet mit Luft als Fördermittel, die längs einer Leitung 11, die sich entlang einem in der Hochfördereinrichtung 10 enthaltenen Transportrohr 12 erstreckt, von oben zugeführt wird. Die Zuführung der Luft zum Transportrohr 12 erfolgt über (nicht gezeigte) Löcher am unteren Ende der Leitung 11. Das Filtermedium wird in Richtung des Pfeiles A von der Luft durch das Rohr 12 zu einer oberhalb des Filterbettes liegenden Wascheinrichtung i3 transportiert, die uiiieii ausführlich beschrieben wird. Wenn die in die Mammutpumpe eingeführte Luft aus irgendeinem Grund durch den unteren Teil des Transportrohres 12 hinaus- und in das Filtermaterial hineindringen sollte, besteht die Gefahr, daß das Filtermaterial örtlich fluidisiert Dies würde das Filterungsvermögen des Filters stark herabsetzen. Um eine solche Störung zu verhüten, ist rund um die Mammutpumpe oberhalb der unteren Mündung des Rohres 12 ein umgekehrter Trichter 14 angeordnet, der eventuelle abwegige Luft auffängt und sie durch Löcher in der schmalen Bodenpartie des Trichters 14 zu einer längs dem Transportrohr 12 sich erstreckenden Leitung ableitet Derselbe Trichter 14 dient auch als Führungsmitte! für die Abwärtsströmung des Filtermediums, so daß ein gleichmäßiges Strömungsprofil über den Querschnitt des Gerätes erhalten wird. Die vorstehend beschriebenen, über den Mündungen 6 liegenden Dächer 7 tragen, wie auch der Trichter 14, dazu bei, das gewünschte Ströniungsprofil zu erhalten, Um das gewünschte Strömungsprofil noch besser zu gewährleisten, können solche Dächer im Filterbett an anderen passenden Steilen unabhängig von Einlaufen für die Suspension angeordnet sein.
Bei der Wascheinrichtung 13 kommt das zu waschende Filtermedium aus dem oberen Teil des Transportrohres 12, wendet gemäß Pfeilen Sund rinnt längs einer zwischen dem Transportrohr 12 und einem Außenmantel 16 der Wascheinrichtung 13 gebildeten Waschbahn nieder. Der Mantel 16 ist konzentrisch rund um das Transportrohr 12 ausgebildet. Das Filtermedium kann durch die Verschmutzung zusammengebackene Aggregate enthalten, die zerschlagen werden, wenn sie auf einen im Strömungsweg des Filtermediums befindlichen Schirm 17 oder dgl. treffen, wobei gleichzeitig die Fallgeschwindigkeit des Filtermediums gebremst wird. Das Filtermedium trifft danach weiter unten in der Waschbahn auf einen mit Löchern 19 versehenen Zwischenboden 18, an den sich vorzugsweise eine Reihe ähnlicher Zwischenboden anschließt. In dem gezeigten Beispiel sind fünf Zwischenboden angeordnet. Die Löcher 19 in zwei in Strömungsrichtung aufeinanderfolgenden Zwischenboden 18 sind so gegeneinander versetzt, daß ein vertikal freier Durchlauf des Filtermediums verhindert wird. Das Filtermedium wird hierdurch beim Durchgang durch die Wascheinrichtung 13 ständig gebremst. Es trifft die ganze Zeit in der Wascheinrichtung 13 auf eine Waschflüssigkeit im Gegenstrom. An den Löchern 19 in den Zwischenboden 18 erhöht sich die Geschwindigkeit der Waschflüssigkeit momentan und schafft dadurch günstige Bedingungen für das Waschen des Filtermediums.
Als Waschflüssigkeit wird die über dem Filterbett befindliche Zone 8 aus gefilterter Flüssigkeitsphase verwendet. Die Wascheinrichtung 13 ist- hierbei in die Zone 8 aus gefilterter Flüssigkeitsphase niedergesenkt und die Waschflüssigkeit, die gefilterte Flüssigkeitsphase, wird, wie durch Pfeil C angedeutet, durch eine zwischen dem unteren Ende des Mantels 16 und dem Transportrohr 12 liegende Öffnung 20 eingeführt und strömt längs der Waschbahn aufwärts. Die beim Waschen verschmutzte Waschflüssigkeit, das sogenannte »Rejekt«, wird von der Waschbahn, wie mit Pfeil D angedeutet, abgeleitet und über einen Überlauf 21 entnommen. Die Ableitung vom Gerät erfolgt wie durch
5" Pfeil PbO angedeutet. Der Überlauf 21 kann in seiner Höhen- und Breitenlage einstellbar sein, um hierdurch die Waschflüssigkeitsmenge regeln zu können. Beim Senken des Überlaufs 21 erhöht sich die Waschflüssigkeitsmenge. Die Waschflüssigkeitsmenge wird auch automatisch erhöht wenn der Stand des Klarfiltrats über dem Filterbett steigt, z. B. durch erhöhte Belastung des Filtergeräts. Um das aus dem Transportrohr 12 kommende Filtermedium abwärts zur Waschbahn zu führen und das Rejekt vom eingehenden Filtermedium zu trennen, ist zwischen dem Mantel 16 und dem Transportrohr 12 ein Rohr 22 angeordnet und ein Stück am oberen Ende des Transportrohres 12 vornüber niedergesenkt Das Rohr 22 erstreckt sich aufwärts durch den Mantel 16, und durch das Rohr 22 sind die "5 Luftzuführleitung 11 und das Luftableitungsrohr 15 gezogen. Das Rohr 22 enthält auch eine Vorrichtung 23 zum Auffangen von Luft mit Filtermedium vom Transportrohr 12 Diese Auffangvorrichtung 23 besteht
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus abwechselnd angeordneten Kegeln und umgedrehten Kegelstümpfen.
Es kann ein Teil der bei der Filterung erhaltenen gefilterten Flüssigkeitsphase innerhalb der Filterbettzone unterhalb deren Oberseite dadurch entnommen werden, daß dortselbst im wesentlichen vertikal über den Einlaufrohrmündungen 6 Auslaufrohrmündungen für gefilterte Flüssigkeitsphase angeordnet werden. Diese Auslaufrohrmündungen können mit Dächern wie den Dächern 7 über den Einlaufrohrmündungen 6 versehen sein. Durch Entnahme der gefilterten Flüssigkeitsphase durch solche Auslaufrohrmündungen in der Filterbettzone unter der Oberseite des Filterbettes wird einwandfrei gefilterte Flüssigkeitsphase auch bei z. B. r, eventuellen Betriebsstörungen in der Wascheinrichtung 13 garantiert, bei denen die über dem Filterbett befindliche gefilterte Flüssigkeitsphase verschmutzt werden könnte.
Unter dem unteren Teil der Wascheinrichtung 13 ist ein Kegel 24 zum Streuen des von der Wascheinrichtung 13 kommenden Filtermediums über die Oberfläche des Filterbettes angeordnet. Um außerdem eine Zuführung von Filtermediumteilchen zu der unter dem Kegel 24 liegenden Oberfläche des Bettes zu bewirken, ist der Kegel 24 mit einer geeigneten Anzahl passend angeordneter Löcher 25 für den Durchgang der Teilchen versehen.
Außer der beschriebenen automatischen Regelung der Waschflüssigkeitsmenge kann, wenn auch nicht )o gezeigt, auch eine automatische Regelung der Menge des Filtermediums zum Waschen geschaffen werden. Durch Anbringung eines Mengen- oder Druckfühlers an der Zuführleitung für die Suspension wird ein Signal erhalten, das Änderungen anzeigt, z. B. Druckanstieg 3> aufgrund von Akkumulierung von geschlämmtem Material im Filterbett. Dieses Signal kann auf bekannte Weise dazu benutzt werden, die Leistung der Hochfördervorrichtung 10 so zu regeln, daß die transportierte Filtermediummenge zum Waschen erhöht bzw. vermindert wird.
Im Ausführungsbeispiel ist die Wascheinrichtung 13 in die Zone 8 von gefilterter Flüssigkeilsphase niedergesenkt, von wo gefilterte Flüssigkeitsphase als Waschflüssigkeit durch die untere Öffnung 20 einge- -r, führt wird. Alternativ kann auch die für die Wäsche ausgenutzte, gefilterte Flüssigkeitsphase von der Seite durch eine oder mehrere Öffnungen im Mantel 16 in dessen unterer Partie eingeführt werden. Bei einer anderen, nicht gezeigten, alternativen Ausführungsform ><> des Filtergerätes, wo ebenfalls gefilterte Flüssigkeitsphase von der Zone 8 als Waschflüssigkeit verwendet wird, ist wenigstens ein Teil der Wascheinrichtung in das Filterbett niedergesenkt und getrennt davon angeordnet, wobei eine oder mehrere Leitungen von der Zone 8 zur unteren Partie der Wascheinrichtung zwecks Zuführung der Waschflüssigkeit zu der auf diese Weise angeordneten Wascheinrichtung gezogen sind.
Das oben beschriebene Filtergerät ist eine Konstruktion mit verhältnismäßig kleinen Abmessungen. Dadurch, daß sämtliche für das kontinuierlich arbeitende Gerät erforderlichen Vorrichtungen innerhalb des Gerätes liegen, wobei gewisse Vorrichtungen, z. B. die Wascheinrichtung und die Hochfördervorrichtung, als Einheiten ausgebildet sein können, eignet sich das Gerät für die Herstellung als Modul. Hierdurch ist es möglich, wenn größere Filterungskapazitäten erforderlich sind, als ein einziges Gerät sie geben kann, mehrere Geräte zu einer kombinierten Filteranlage zusammenzubauen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ergibt sich in der durch das Filtergerät gebildeten Klärstufe im Vergleich zu bekannten Verfahren, bei denen in der letzten Klärstufe ein Ausflockungstank und ein Absetzbecken erforderlich sind, eine Verringerung des Anlagevolumens auf etwa ein Zehntel. Außerdem wird ein höherer Reinheitsgrad bei gleichzeitig wesentlich verringerter Rückhaltezeit erreicht, der nur noch etwa 1/10 bis Vis beträgt. Der gleiche Reinheitsgrad, d. h. 0 bis 2 mg/1 suspendiertes Material im geklärten Wasser, wird erhalten, der bei der genannten Klärstufe nur erreichbar ist, wenn diese Stufe ebenfalls Sandfilter enthält.
Zum Ausfällen von Hydroxyden und Phosphorverbindungen, die im Abwasser enthalten sind, werden Chemikalien zugesetzt. Üblicherweise wird Aluminiumsulfat als Zusatz verwendet, jedoch können auch verschiedene Salze, Eisensalze oder Kalziumsalze, benutzt werden. Aluminiumhydroxyde sind gelartig, porös und weisen eine große Oberfläche auf. Dadurch sind sie in hohem Maße fähig, Verunreinigungen zu adsorbieren. Aluminiumhydroxyde haften außerdem äußerst gut an dem körnigen Filtermedium. Gleichzeitig sind sie jedoch leicht, was mit ursächlich dafür ist, daß in Absetzbecken eine vergleichsweise lange Rückhaltezeit für den Trennvorgang erforderlich ist. Ma.n kann in diesen Fällen saure oder alkalische Flüssigkeit zusetzen, und wenn ein geeigneter pH-Wert erreicht ist, tritt Ausfällung/Ausflockung im Filterbett auf. In Fällen, in denen lediglich eine Ausflockung gewünscht wird, kann man beispielsweise organische polymere Stoffe zugeben. Man kann eine Homogenisierung am Einlauf des Filterbetts vorsehen, indem man beispielsweise die Strömung in Teilströme mittels eines statischen Mischers aufteilt und die Teilströme vor dem Filter wieder vereinigt, oder indem man mit Hilfe von Agitatoren der Strömung Energie zuführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen einer eine hohe Fremdstoffkonzentration aufweisenden Flüssigkeit, gekennzeichnet durch die Kombination der Maßnahmen, daß der Flüssigkeit chemische Stoffe zugesetzt werden, um eine Ausfällung und/oder Ausflockung während der Strömung durch ein Filterbett herbeizuführen, und daß die Flüssigkeit dann in einem Filtergerät einer Zone aus ein Filterbett bildendem, körnigem Filtermedium zugeführt wird, während der Filterung durch das Filterbett strömt und vom Filterbett als gefilterte Flüssigkeitsphase abgeht, das Filtermedium während der Filterung getrennt vom Filterbett zu einer Waschbahn zum Waschen des bei der Filterung verschmutzten Filtermediums transportiert, das gewaschene Filiormedium danach zur Oberseite der Filterbettzone zurückgleitet und die durch das Waschen verschmutzte Waschflüssigkeit aus der Waschbahn abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigende Flüssigkeit während ihrer Filterung mit nach aufwärts verlaufender Strömungsrichtung durch die Filterbettzone geführt wird und daß das Filtermedium während der Filterung mit nach abwärts verlaufender Richtung im Gegenstrom zu der vom Einlauf des liltergeräts zum Filterbett hin strömenden Flüssigkeit durch die Filterbettzone hindurchbewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den chemischen Stoffen versetzte Flüssigkeit vor deren Eintritt in die Filterbettzone homogenisiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, daddurch gekennzeichnet, daß die stoffhaltige Flüssigkeit zur Homogenisierung auf Teilslröme verteilt wird, die vor Erreichen der Filterbettzone zusammengeführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dei stoffhaltigen Flüssigkeit zur Homogenisierung Energie zugeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der abgezogenen verschmutzten Waschflüssigkeit zur Absonderung der Verunreinigungen im Filtergerät als zu reinigende Flüssigkeit behandelt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verschmutzte Waschflüssigkeil einem von der Reinigung der Flüssigkeit getrennten, parallel dazu ablaufenden Reinigungsvorgang unterzogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der verschmutzten Waschflüssigkeit, die getrennt gereinigt wird, gereinigt der zu reinigenden Flüssigkeit zugemischt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das verschmutzte Filtermediuin längs der Waschbahn im Gegenstrom zur Waschflüssigkeit fließt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der die Filterbett/.one verlassenden Flüssigkeit als Waschflüssigkeit verwendet und der Waschbahn zugeführt wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen einer eine hohe Fremdstoffkonzentration aufweisenden Flüssigkeit.
Dem 1971 von der Universität Karlsruhe herausgegebenen Heft 5 der Veröffentlichungen des Bereichs und des Lehrstuhls für Wasserchemie ist folgendes zu entnehmen:
Die sogenannte Flockungsfiltration (ein rund hundert Jahre altes Verfahren, bei dem Flockungs- und Filtrationsvorgänge gemeinsam in einem Filter ablaufen) benötigt nur eine einzige Vorrichtung und nicht ein getrenntes vorgeschaltetes Flockungs- und Sedimentationsbecken mit einer anschließenden Filteranlage, ist also wirtschaftlich interessant. Schwierigkeiten bei großen Feststoffgehalten im Rohwasser verhinderten zwar die Durchsetzung der Flockungsfiltration, nicht jedoch deren häufigen Einsatz bei der Industriewasseraufbereitung mit geringeren Qualitätsanforderungen. Nach Einführung von Mehrschichtfiltern wurde die Fiockungsfiltration auch für die Trinkwasseraufbereitung mit höherer Filtratqualität interessant. Statt eines Mehrschichtfilters kann wahlweise ein aufwärts durchströmtes Raumfilter verwendet werden, daß bei größerer Feststoffmenge besser geeignet ist als ein Flächenfilter mit einer einzigen Schicht geringer Höhe. Aus der DE-OS 24 34 968 war es bekannt, zur kontinuierlichen Flüssigkeitsreinigung in einem Filterbett mit geneigter Oberfläche, durch welche die zu reinigende Flüssigkeit in das Filterbett eingeleitet wird, körniges Filtermedium von der Basis des Filterbettes abzuziehen, mittels zu filternder oder bereits gefilterter Flüssigkeit zu waschen und in das Filterbett zur Erhaltung der freien Oberfläche des Filterbetts zurückzuleiten.
Das von der Firma Degremont 1979 herausgegebene »Water Treatment Handbook« weist zur Filtration mit Koagulation am Filter trotz der oben genannten Veröffentlichung noch darauf hin, daß körnige Filtermaterialien Kolloide nicht zurückhalten und die Koagulation zum Erhalt eines vollkommen klargefilterten Wassers vor der Filtration bewirkt werden müsse, und daß in den meisten Fällen die Dosis an Koagulant nicht fraglich sei, weil die entsprechende Schlamm-Menge zu groß wäre und die Filter schnell zusetzen würde.
Bei Klärverfahren für die Abwasserreinigung müssen die meisten städtischen und industriellen Abwasser in einer Klärstufe einer Ausfällung/Ausflockung unterzogen werden, um eine wirksame Absonderung der Verunreinigungen aus dem Wasser zu bekommen. Bei bekannten Techniken weist die sogenannte chemische Klärstufe zu diesem Zweck einen oder mehrere Ausflockungstanks auf, die mit Rührwerken oder Agitatoren versehen sind. Daran schließen sich eines oder mehrere Absetzbecken an. Chemische Stoffe werden im Eingangsbereich dieser chemischen Klärstufe zugegeben. Nachteilig ist bei einer solchen Klärstufe der große Platzbedarf und das große Volumen, das für die Ausflockungstanks und Absetzbecken benötigt wird. Ein weiterer Nachteil ist die lange Rückhaltezeit, die für das Wasser sowohl in dem Ausflockungstank als auch im Absetzbecken erforderlich ist.
Die ausschließliche Verwendung von Ausflockungstanks und Absetzbecken in der chemischen Klärstufe ergibt außerdem in manchen Anwendungsfällen einen
f>5 ungenügenden Reinheitsgrad. In diesen Fällen ist ein Sandfilter im Endteil der Klärstufe angeordnet, um dadurch den Reinheitsgrad zu verbessern. Da bei Sandfiliern der Sand durch Rückspülwaschen, das in
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DE2753064A 1976-11-29 1977-11-28 Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen einer eine hohe Fremdstoffkonzentration aufweisenden Flüssigkeit Expired DE2753064C2 (de)

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