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Verschlußainrichtung für Fenster,
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Türen od. dgl. Öffnungen Die Erfindung betrifft eine Vsrschlußeinrichtung
für Fenster, Türen od. dgl. Öffnungen, die einzelne zueinander parallele und streifenförmige
Verschlußalsmente aufweist, welche längs Führungselementen innerhalb einer Ebene
auf- und abverschiebbar geführt sind und an denen eine betätigbare Steuereinrichtung
zur Schuienkbetätigung um eine in ihrer Längserstreckung verlaufende Schwenkachse
angreift.
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Derartige Verschlußeinrichtungen haben den Zweck, Räume vor direkt
einfallendem Sonnenlicht zu schützen, gleichzeitig eine gleichmäßige Verteilung
einer gewünschten menge Licht im Raum zu ermöglichen und bei Bedarf die gesamte
Fläche einer bestimmten Öffnung vollkommen freizugeben. Sie sollen ferner eine Verdunkelung
des Raumes ermöglichen. Außerdem sollen sie noch bei Anbringung im Außen bereich
vor der zu verschließenden Öffnung den Forderungen nach Wärmedämmung, Witterungsschutz
und Einbruchschutz gerecht werden.
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Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser Erfordernisse Jalousien als Verschlußeinrichtungen
vor Fenster, Türon od. dgl. Öffnungen anzuordnen, welche durch schuienkbare gehaltene
Lamellen die Reflexion direkt einfallenden Sonnenlictite nach auGen garantieren
und gleichzeitig die gleichmädigs Guslsuchtung
des Heumes über die
UmlanQung der gewnschten snga an Licht nach innen ermriglichen.
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WitterungsschuLz, Wärmeschutz und die Forderung nach Werdunkelung
des Raumes werden nar nicht oder unzulänglich gelost, da die Jalousie in vollkommen
geklapptem Zustand, bei sich überlappenden Lamellen, nicht schlitz los schließt.
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Der Grund für die Schlitz bildung zwischen vollständig gewendeten
Lamellen besteht darin, daß auch im gewendeten Zustand der Lamellen die Lsitsrkordeln
als Abstandshalter fungieren.
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Aus diesem Grund ist der Durchgang von Kälte, Feuchtigkeit und Licht
in großem Umfang mogllch. Da außerdem Leiterkordel und Zugband bzw. Zugseil in vollkommen
gewendetem Zustand der Jalousie ungeschützt der möglichen Einwirkung von außen praisgegeben
sind, somit ein Zerschneiden derselben ohne Mühe durchgeführt werden und damit die
gesamte Jalousie als abdeckendes Teil vor der zu verschließenden Öffnung beseitigt
werden kann, ist ein Einbruchschutz ebenfalls in nur sehr mangelhafter Weise gegeben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine UerschluB-einrichtung
für Fenster, Türen od. dgl. Öffnungen zu schaffen, welche einfallendes Sonnenlicht
nach au Gen reflektiert, eine gleichmäßige Ausleuchtung des Innenraumes garantiert
und bei Bedarf die zu verschließende Öffnung vollkommen freigibt, zudem aber Kälteschutz,
Witterungsschutz, Einbruchschutz garantiert, eine vollkommene Verdunkelung des Innenraumes
ermöglicht und die Geräuschentwicklung im geschlossenen Zustand bei Wind auf ein
minimum begrent, und bei allem einfach in Aufbau, Funktion und Handhabung ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Verschlußelement
der Verschlußeinrichtung aus zumindest zwei Einzel-Lamellen gebildet ist, die um
die Schwenkachse gelenkig
miteinander verbunden sind, und daß jedes
Einzel-Lamellenpaar an den zugeordneten Führungselementen derart fixiert ist, daß
im herabgelassenen Zustand der Abstand der einzelnen Schwenkachsen voneinander kleiner
ist als die in vertikaler Richtung gemessene Lamellenbreite, derart, daß dann die
Einzel-Lamellen jedes oberen Paares mit ihren unteren Rändern die Einzel-Lamellen
des darunter nächstliegenden Paares schlitzlos überdecken.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegan darin, daß bei geschlossenen
Lamellen zwischen denselben eine ruhende Luftschicht vorhanden ist, welche den Wärmedurchgang
von außen nach innen und umgekehrt stark vermindert.
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Zusätzlich zu der zwischen den Lamellen sich befindlichen ruhenden
Luft mit wärmedämmender Wirkung befindet sich auch ruhende Luft mit wärmedämmender
Wirkung zwischen Innenseite der Werschlußeinrichtung und z.B. der Fensterfläche
der zu verschließenden Öffnung m geschlossenen Zustand des Fensters.
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Diese Luftschicht ist von der äußeren Luft nahezu total abgeschlossen
und besitzt deshalb ebenfalls eine wärmedämmende Wirkung.
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Die gesamte wärmedämmende Wirkung dieser Verschlußeinrichtung ist
sogar besser als die Wärmedämmung eines Rolladens, der ja bekanntlich die beste
Wärmedämmung aller bekannten Verschlußeinrichtungen besitzt. Grund dafür ist die
Tatsache, daß der Rolladen in herabgelassenem und vollkommen geschlossenem Zustand
zwar direkt für die zu verschließende Öffnung eine gute Wärmedämmung bringt, gleichzeitig
aber im Bereich des Rolladenkastens, der eine nahezu direkte, großflächige Verbindung
zum Innenraum besitzt und in herabgelassenem Zustand des Rolladenpanzers vollkommen
leer ist, einen sehr guten Wärmedurchgang von innen nach außen ermöglicht.
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Dieser entscheidende negative Faktor fällt bei der erfindungsgemäßen
Verschlußeinrichfiung weg, da diese als einzige Verbindung zum Innenraum einen Durchbruch
für Stangenkurbel oder Zugseil notwendig macht. Bei vollkommen geschlossenen Lamellen
ist der Luftdurchgang in beiden Richtungen unterbunden. Aus diesem Grund kann natürlich
weder Regen, noch Wind, noch Schnee nach innen zum Fenster gelangen. Somit ist die
Forderung nach Witterungsschutz voll erfüllt.
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Bei vollkommen geschlossenen Lamellen ist natürlich auch der Schalldurchgang
von außen nach innen erheblich begrenzt, z.B.
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weil ein Teil des Schalls beim Auftreffen auf die geschlossene Lamellenfläche
nach außen reflektiert wird und ein um diesen Anteil geminderter Betrag nach innen
durch die Verschlußeinrichtung weiter vordringt.
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Da die Lamellen aus lichtundurchlässige Material sind und sich in
vollkommen geschlossenem Zustand schlitzlos überlappen, ist eine vollkommene Verdunkelung
der zu verschließenden Öffnung erreichbar.
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Zugseil und die anderen Führungselemente sind in geschlossenem Zustand
der Verschlußeinrichtung vollkommen von den Lamellen und den seitlichen, beweglichen
Führungsschienen überdeckt.
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Aus diesem Grund ist der Aufwand zur Beseitigung der erfindungsgemäßen
Verschlußeinrichtung durch Einbrecher vergleichbar mit dem Aufwand zur Beseitigung
eines Rolladens, zumal auch an dieser Uerschlußeinrichtung zusätzliche Verriegelungssysteme
von der beim Rolladen bereits verwendeten Art angebracht werden können. Aus diesem
Grund ist auch ein weitgehender Einbruchschutz vorhanden. In geschlossenem Zustand
der Lamellen werden diese durch zumindest zwei zu der Lamellen-Ebene parallele Führungsechienenpaare
so zueinander gehalten, daß ein Schwingen der Lamellen bei Windeinwirkung und die
damit verbundene Geräuschentwicklung unmöglich
gemacht wird. Aus
diesem Grund wird die gesamte Geräuschantwicklung bei Wind und in geschlossenem
Zustand der Lamellenpaare auf ein minimum begrenzt.
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Die erzielbaren Vorteile Wärmeschutz, Witterungsschutz, Schallschutz,
Einbruchschutz, dann die möglichkeit einer erheblichen Verminderung der Geräuschentwicklung
bei Wind, lassen in der neuartigen Verschlußeinrichtung eine Entwicklung erkennen,
welche die Vorteile der Jalousie mit den Vorteilen des Rolladens verbindet. So können
in Zukunft sämtliche Räume, Gebäude, die aus Gründen der Belichtung des Innenraumes
notwendigerweise auf eine Verschlußeinrichtung mit schwenkbar gehalten an Lamellen
angewiesen sind, auch in den Genuß der Vorteile kommen, die bisher nur mit Rolladen
bestückten Räumen vorbehalten waren.
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Dies sind vor allem Verwaltungs- und Bürogebäude, Banken, Schulen,
Kindergärten, Universitäten, Krankenhäuser, Personalwohnheime, Kaufhäuser und teilweise
Fabriken.
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Stellt man in Rechnung, daß eine Auskühlung dieser Gebäude, mit teilweise
riesigen Fensterflächen, während der Nacht und an Wochenenden den Energiebedarf
erheblich vergrößert, wird sofort klar, daß mit Hilfe dieser neuartigen Verschlußeinrichtung
der Energieverbrauch erheblich gesenkt werden kann.
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Da, bezogen auf den Gesamtverbrauch an Energie, in Deutschland mehr
als 50 % auf den Sektor Heizung entfallen, muß die Energieeinsparungsmöglichkeit
als sehr beträchtlich angesehen werden.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist jede Einzel-Lamelle eines
Lamellenpaares bezüglich ihrer Lamellenbreite gleich groß bemessen. Dadurch wird
erreicht, daß zumindest für jeweils eine Verschlußeinrichtung genormte, vom TYP
her
gleichartige Lamellen verwendet werden können. Außerdem wird
im hochgezogenen Zustand der Verschlußeinrichtung ein kleinstmöglicher Platzbedarf
des Lamellan-Pakstes bezüglich der Breite garantiert, da Übarbreiten der einzelnen
Lamellen ausgeschlossen werden.
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Von Vorteil ist außerdem, daß die Schwenkachsen der einzelnen Lamellenpaare
in gleichem Abstand, zueinander parallel und in einer Ebene verlaufen. Dadurch bilden
sich auch in der Waagerechten keine Schlitze der Lamellen zueinander, durch welche
Licht, Luft oder Feuchtigkeit zu der zu verschließenden Öffnung vordringen könnten.
Außerdem können bei parallelen Schwenkachsen die Lamellen in Rechteck-Streifenform
ausgebildet werden, um der Forderung nach gegenseitiger Überlappung im geschlossenen
Zustand zu genügen.
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Ferner ist es von Vorteil, Schwenkgelenke oder Schwenkgelenkschienen
als Elemente zur Verbindung zweier Einzel-Lamellen zu einem Lamellenpaar zu benutzen.
Dabei können durchweg die gleichen genormten Schwenkelemente verwendet werden, deren
Abnützung in Gelenkausbildung gering ist und die damit langfristig eine einwandfreie
Funktion gewährleisten. Die Gelenke sollten dabei so dimensioniert sein, daß sie
bei Aufeinanderstapeln möglichst eine geringe Höhe ergeben, damit in hochgezogenem
Zustand der Verschlußeinrichtung auch das Lamellen-Paket eine geringe Höhe einnimmt.
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Vorteilhaft ist es außerdem, daß die Schwenkgelenke und evtl.
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verwendete Schwenkgelenkschienen im Bereich ihrer Schwenkachsen an
Führungselementen fixiert sind, welche vorzugsweise als aufrollbare Seile oder Bänder
ausgebildet sind. Da die Schwenkachsen in der mitte jedes Lamellenpaares liegen,
ist eine Fixierung der Führungselemente im Bereich der Schwenkachse gleichzeitig
eine Unterstützung des Lamellenpaares in der Schwerpunktslinie. Dadurch wird dem
Bestreben der Lamellenpaare
abzukippen, entgegengewirkt. Die vorzugsweise
Ausbildung der Führungselemente alsaufrollbare Bänder oder Seile ist sehr sinnvoll,
da Seile und Bänder dem Stapeln der Lamellenpaare nicht den geringsten Widerstand
entgegensetzen und außerdem bezüglich der Pakethöhe nur sehr wenig auftragen.
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Außerdem kann das Führungselement in seiner Ausbildung als Seil oder
Band sehr einfach, durch Auf- oder Abrollen, verkürzt oder verlängert werden.
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Von Vorteil ist es außerdem, daß jede Lamelle eines Lamellenpaares
an den beiden Ecken mit je einem Führungsnippel versehen ist, die von der Schwenkachse
der jeweiligen Lamelle, im rechten Winkel zur Schwenkachse gemessen, am weitesten
entfernt sind.
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Die Nippelführung einer Lamelle hat prinzipiell immer den Vorteil,
daß das Verbinden von zu führendem Teil mit dem Führungselement lediglich in einem
Hinein- oder Darüberglaitenlassen des zu führenden Teils bezogen auf das Führungselement
besteht. Alle anderen Arten des Verbindens von zu führendem Teil mit dem Führungselement,
von Kleben bis Festklemmen, sind sehr zeitaufwendig und somit erheblich teuerer.
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Es ist von Vorteil, die Führungsnippel jeder Lamelle in einem Führungselement
vorzugsweise gleitend zu führen, das parallel zur Ebene der Schwenkachsen der Lamellenpaare
und gleichzeitig im rechten Winkel zur Schwenkachse der zugeordneten Lamelle verläuft.
Dabei ist unbedingt zu beachten, daß die Pakethöhe im hochgezogenen Zustand der
Lamellenpaare gering ist. Werden die Führungsnippel rollend geführt, dann müssen
im Führungsstück des Nippels Achse und ein darüber verlaufendes Rollteil vorhanden
sein. Werden sie gleitend geführt, fällt der zusätzliche Auftrag durch die Rollteile
weg.
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Außerdem ist es von Vorteil, die Führungselemente, welche zur Führung
der Nippel verwendet werden, als Fuhrungeschienen auszubilden. Dabei kann das Führungselement
als Stabprofil ausgebildet werden, das jeweils in der gewünschten Länge von industriell
gefertigten Serienteilen abgetrennt werden kann.
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Da ein Stabprofil im Gegensatz zu Band und Schnur weitgehend druckfest
und biegesteif ist, wird die gesamte Verschlußeinrichtung durch Verwendung von Stabprofilen
als Führungselemente in sich stabilisiert.
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Vorteilhaft ist es ebenfalls, die in den Führungsschienen geführten
Führungsnippel um eine zur Schwenkachse eines Lamellenpaares verlaufende Achse schwenkbar
zu führen. Durch diese Maßnahme wird es möglich, beim Schwenkvorgang der einzelnen
Lamellen der Lamellenpaarn eine direkte Verbindung zu den Führungsschienen aufrechtzuerhalten
und damit die, den gesamtan Verband der Lamellenpaare stabilisierende Wirkung in
jeder Stellung der Lamellen zu garantieren. In einer vorteilhaften Ausführungsform
wird der Führungsnippel dabei als im Führungsschlitz der Führungsschiene geführtes
T-Nippel ausgebildet, dessen querverlaufendes Endstück abgerundet ist. Damit ist
dieses runde, querverlaufende Endstück des Führungsnippels gleichzeitig Schwenkachse
des Nippels.
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Es ist vorteilhaft, jeweils die beiden Führungsschienen, welche zueinander,
senkrecht zur Ebene der Schwenkachsen der Lamellenpaar3 gemessen, den kleinsten
Abstand einnehmen, paarweise über zumindest ein Stabgelenksystem miteinander zu
verbinden. Da die Führungsschienen die Aufgabe haben, eine bestimmte Anzahl von
Lamellenpaaren in der Schwenkachsen-Ebene der Lamellen verschiebbar zu führen, und
gleichzeitig das Öffnen und Schließen der Lamellen zu ermöglichen, müssen sie bezüglich
ihres Abstandes zueinander beweglich galten sein.
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Diese Aufgabe erfüllt am besten ein Stabgelenksystem, das einerseits
an mehreren Punkten des Führungsschienenpaares
gelenkig angreift
und andererseits z.B. an einer Fensterleibung unverrückbar fixiert ist.
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Es ist vorteilhaft, das Stabgelenksystem so auszubilden, daß von
einer der Gewichtskraft entgegenwirkenden Zugkraft, die im Betrag größer als die
Gewichtskraft ist, die Führungsschienen bis zur gegenseitigen Berührung ihrer Innenflächen
aufeinanderzu bewegt werden und wieder auseinander bewegt werden, wenn die Zugkraft
kleiner als die Gewichtskraft ist.
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Die Führungsschienen haben neben der eigentlichen Führungsfunktion
auch die Aufgabe, das Schwenken der einzelnen Lamellenpaare aktiv zu unterstützen.
Da die Lamellenpaare die Aufgabe haben, in vollkommen geschlossenem Zustand derselben
den Bereich zwischen Fenster und der dem Fenster zugekehrten Innenfläche der Verschlußeinrichtung
vom Außenbereich vor der Varschlußeinrichtung weitgehend und luftdicht abzuschließen,
müssen die Kanten der Einzel-Lamellen nach Möglichkeit fest an die nächst darunterliegende
Lamellenfläche gepreßt werden.
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Dabei können die Außenkanten der Einzel-Lamellen durch Aufkantung
oder Zusatzprofile verstärkt sein. Die beschriebene Aufgabe wird am besten von den
Führungsschienen gelöst, mit denen sowieso jede Einzel-Lamelle eines Lamellenpaares
verbunden ist, in dem die Führungsschienen eines Führungaschlenenpaares beidseitig
an die bereits geschlossenen Lamellen gepreßt werden. Dieser beidseitige Preßdruck
der Führungsschienen auf die Lamellenpaare wird durch eine nach oben wirkende Zugkraft
verursacht, die ihrerseits über ein mit den Führungsschienen verbundenes Stabgelenksystem
an diese weitergegeben wird.
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Von Vorteil ist es, daß in der Schwenkachsenebene der Lamellenpaare
und gleichzeitig im rechten Winkel zur Schwenkachse eines einzelnen Lamellenpaares
eine Dichtleiste fixiert wird.
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Damit Luft-und Wärmedurchgang vom Bereich zwischen Fenster und Innenfläche
der Verschlußeinrichtung nach außen weitgehend unterbunden werden, ist auf der linken
und rechten Seite der zu verschließenden Öffnung im Bereich zwischen Laibung und
Verschlußeinrichtung eine Dichtleiste angebracht.
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Diese Dichtleiste ist so dimensioniert, und z.B. als T-Profil bezüglich
ihres Steges so profiliert, daß das jeweilige Führungsschienenpaar einen Preßdruck
auf die geschlossenen Lamellen der Verschlußeinrichtung und gleichzeitig einen Pre0-druck
auf die Dicht leiste ausübt. Werden die einzelnen Führungsschienen dabei noch mit
Dichtstreifen versehen, kann ein weitgehend luftdichter Abschluß erreicht werden.
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Vorteilhaft ist es auch, daß auch die Endleiste der Verschlußeinrichtung
aus zwei um eine zur Achse der Lamellenpaar-Schwenkachse parallele Achse schwenkgelenkig
miteinander verbundenen Hohlprofilen besteht, die in Länge, Breite und Querschnitt
gleich bemessen sind und entsprechend den Lamellenpaaren in den gleichen Führungselementen
geführt und von den Abstandsführungsseilen auf Abstand gehalten werden. Dabei kann
parallel zur Schwenkachse des Endleistenpaares und der Ebene der Schwenkachsen der
Lamellenpaare z.B. auf dem unter dem Endleistenpaar sich befindlichen Fenstersims
eine im Ausführungsbeispiel nicht gezeigte horizontale Dichtleiste angebracht werden,
welche im geschwenkten, also geschlossenen Zustand des Endleistenpaares und im Zusammenwirken
mit diesem entlang ihrer Längserstreckung einen sehr dichten Abschluss bildet. Die
funktionale Einbindung des Endleisten in das Gesamtsystem der Verschlußeinrichtung
ist durch die Führung des Endleisten und der Lamellenpaare in den gleichen Führungselementen
garantiert.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Zeichnungen näher e# läutsrt.
Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht einer Verschlußeinrichtung, welche in der Leibung
der zu verschließenden Öffnung montiert ist und sich im geöffneten Zustand befindet,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Verschlußeinrichtung von oben
bei abgenommener Oberschiene in geöffneter Stellung der Lamellen, Fig. 3 eine teilweise
geschnittene Draufsicht auf die Verschlußeinrichtung von oben bei abgenommener Oberschiene
in geschlossener Stellung der Lamellen, Fig. 4 in isometrischer Darstellung die
Verschlußeinrichtung in geöffneter Stellung der Lamellen.
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In Fig. 1 ist die zu verschließende Öffnung 10 mit der rechten vertikalen
Leibungsssite 12 und einer linken vertikalen Leibungsseite 13, einem darüber verlaufenden
Sturz 15 und einem darunter horizontal verlaufenden Fenstersims 14 zu sehen.
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Diese Öffnung 10 wird von einer Verschlußeinrichtung 11 bedeckt, deren
Oberschiene 30 parallel zum Oberrand 15 der Öffnung 10 verläuft und an diesem befestigt
ist.
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In der Oberschiene 30 befindet sich eine drehbar gelagerte Achse 47,
an welcher die Zugseile 31 und 32, die mit den Stabgelenksystemen 40 und 41 verbunden
sind, angreifen. Außerdem greifen an dieser Achse 47 zumindest zwei Abstandsführungs
seile 22 und 23 an, die sich im Abstand zueinander befinden.
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An diesen Abstands ünrunsss2ilan 22 und 23 sind die Lamellenpaare,
bestehend aus den Einzel-Lamellen 26 und 27, fixiert.
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Außerdem ist das Endlaistenpaar, bestehend aus den Einzel-Endleisten
23 und 29, an den Endpunkt der Abstandsführungsseile 22 und 23 fixiert.
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In der Vorderansicht in Fig. 1 sind dabei aber nur die Lamellen 27
der Lamellenpeare und die Endleiste 29 des Endleistenpaares zu sehen.
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Ebenfalls am Endleistenpaar 23, 29 greifen zumindest zwei in Abstand
voneinander gehaltene Zugseile 24 und 25 an, die im mittleren Abstandsbereich zwischen
den Einzel-Lamellen 26 und 27 hindurch frei beweglich bis hinauf in die Oberschiene
30 geführt werden, innerhalb welcher sie an eins bekannten und darum nicht gezeigten
Achswickelmechanismus angreifen.
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An den Leibungeseiten 12 und 13 ist jeweils eine vertikal verlaufende
Dichtleiste 16 und 17 montiert, an welcher über in Fig. 1 nicht gezeigten Stabgelenksystemen
40 bzw. 41 die beiden Führungsschienenpaare 13, 20 und 197 21 beweglich und in Abstand
zueinander gehalten werden.
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In Fig. 2 sind an den vertikalen Leibungseeiten 12 und 13 die beiden
Dichtleisten 16 und 17 befestigt. An diesen Dichtleisten 16, 17 sind in den Punkten
42, 43 die beiden Stabgelenksysteme 40, 41 gehalten, die ihrerseits die Führungsschienenpaare
13, 20 und 19, 21 auf Abstand zueinander halten.
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Die Führungsechienenpaare 18, 20 und 19, 21 führen ihrerseits wiederum
die Lamellenpaare 26, 27, sowie das Endleistungspaar 28, 29 entlang der zu verschließenden
Öffnung 10 mit Hilfe der Nippel paare 70, 72 und 71, 73 frei beweglich.
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Zumindest zwei in Abstand zueinander gehaltene Schwenkgelenke 38 und
39 binden die Lamellen 26 und 27 zu einem Lamellenpaar zusammen. Die Abstandsführungsseile
22 und 23 sind dabei an die Schwenkgelenke 38 und 39 fixiert. Die Zugseile 24 und
25 dagegen sind frei beweglich im mittleren Abstandsbereich der Lamellen 26 und
27 hindurchgeführt.
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Die Anordnung in Fig. 3 entspricht der Anordnung in Fig. 2, wobei
in disser Fig. das von oben gesehene Lamellenpaar 26,27 geschlossen gehalten ist.
Die Abstandsführungsseile 22 und 23 sowie die Zugseile 24 und 25 befinden sich innerhalb
des Hohlraumes, der zusammen von den beiden Lamellen 26 und 27 gebildet wird.
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Die Führungaschienenpaare 13, 20 und 19, 21 werden dabei gleichzeitig
auf die Dichtleisten 16 und 17 und die Lamellen des Lamellanpaares 26, 27 gepreßt.
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In Fig. 4 sind die Lamellen 20 und 27 und die Endleisten 23 und 29
am Abstandsführungsseil 22 im Bereich der Schwenkgelenks 38 fixiert und dadurch
zueinander auf Abstand gehalten.
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Außerdem zeigt die Darstellung die Führung der Lamellen 26 und 27
durch die Eck-Nippel 70, 72 in dem Führungsschienenpaar 18, 20.
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Die Endleisten 28 und 29 sind ebenfalls mit Hilfe eines Schwenkgelenkes
38 zu einem Endleistenpaar verbunden. Das Endleistenpaar 29, 29 wird ebenfalls mit
Hilfe von Nippeln 70, 72, von denen in Fig. 4 einer gezeigt ist, in dem Führungsschienenpaar
18, 20 geführt.
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Das Endleistenpaar 28, 29 ragt im Gegensatz zu den Lamellenpaaren
26, 27 nicht in den Bereich der Führungsschienen 18 und 20 hinein. Der Grund dafür
besteht in der Dicke der einzelnen Endleisten 28 und 29, die für die Biegesteifigkeit
und damit Tragfähigkeit des Endleistenpaares 28, 29 verantwortlich ist. Werden die
dünnwandigen Lamellenpaare 26, 27
vollkommen geschlossen und dabei
das Führungsschienenpaar 13, 20 voll an die Dichtleiste 16 und die Lamellen 18 und
20 gepreßt, reicht der zwischen den Führungsschienen verbleibende Abstand nicht
aus, um die profilierten Endleisten 23, 29 aufzunehmen.
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Das Führungeschienenpaar 18, 20 wird durch das Stabgelenksystem 40
verbunden, welches am Gelenkpunkt 42 fest mit dem Steg der Dichtleiste 16 verbunden
ist. Diese Dichtleiste 16 ist in der Fig. 4 nur aus den Gründen der besseren Darstellung
auf einen Bruchteil ihrer Länge verkürzt.
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Das Stabgelenksystem 40 ist am Gelenkpunkt 54 mit einem Zugseil 32
verbunden, das an die drehbar gelagerte Achse 47 fixiert ist. An dieselbe Achse
ist auch das Abstandsführungsseil 22 fixiert.
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Dabei ist das gestrichelt gezeichnete Stabgelenksystem 40 so beschaffen,
daß zwei gleichlange Stäbe 50 und 51 in deren mittelpunkt 55 gekreuzt sind und um
eine Achse parallel zur Schwenkachse der Lamellen 26 und 27 drehbar zueinander gehalten
sind. Die beiden Stäbe 50 und 51 sind mit ihren beiden Endpunkten mit jeweils einer
Führungsschiene 18 und 20 verbunden.
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Der jeweils obere Endpunkt der beiden Stäbe 50, 51 ist fest an einem
Punkt der zugeordneten Führungsschiene 18 oder 20 gehalten und in diesem Punkt um
eine Achse drehbar gelagert, die parallel zu einer Schwenkachse eines Lamellenpaares
26, 27 verläuft.
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Der jeweils untere Endpunkt der beiden Stäbe 50 und 51 ist ebenfalls
mit jeweils einer zugeordneten Führungsschiene 18 oder 20 verbunden und zwar so,
daß die Endpunkte entlang einer sich längs der Führungsschienenkanten erstreckenden
Nut geführt sind.
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Die beiden jeweils oberen Punkte der beiden Stäbe sind mit je einem
Stab 52 und 53 verbunden, der am Verbindungspunkt 54 ebenfalls um eine zur Lamellenschwenkachse
parallele Achse drehbar gehalten ist. Die beiden Stäbe 52 und 53 haben jeweils die
halbe Länge des maximalen Abstandes der Führungsschienen 18 und 20 zueinander, wobei
dieser Abstand im rechten Winkel zu diesen beiden Führungsschienen 18 und 20 gemessen
ist.
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An ihren zueinander zeigenden Endpunkten sind diese beiden Stäbe 52
und 53 um eine zur Lamellenachse parallele Achse drehbar miteinander verbunden,
und an diesem Gelenkpunkt 54 an dem Zugseil 32 fixiert.
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Die Dichtleiste 16 ist an das vertikale Leibungsstück 12 fixiert,
das in der Darstellung als Abschnitt gezeigt ist, ebenso wie die sich darunter anschließende
Fenstersimsplatte 14 nur als Abschnitt der Cesamtplatte gezeigt ist.
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Wirkungsweise In vollständig hoch gezogenem Zustand der Verschlußeinrichtung
11 befinden sich die einzelnen Lamellenpaare in geöffnetem Zustand der Lamellen
26, 27 und mit dem kleinstmöglichen Abstand, senkrecht zur Ebene den geöffneten
Lamellen 26, 27 gemessen, als Paketstapel direkt unterhalb der Oberschiene 30 der
Verschlußeinrichtung 11.
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Soll die Verschlußeinrichtung 11 nun herabgelassen werden, werden
die beiden an der zweiteiligen Endechiene 28, 29 angreifenden Zugseile 24, 25 mit
Hilfe z.B. eines Stangengetriebes verlängert, indem sie wie bei einer Jalousie durch
Drehbewegung ihrer Wickelachse abgerollt werden.
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Die Gewichtsk aft der z.3. noch baschwarten Endsch iene 23, 29 bewegt
diese entspreschend der Zugseilverlängerung nach unten, wobei hai Zugseile 24, 25
ständig gespannt sind und damit gleichzeitig auch als Führung für die einzelnen
Lamellenpaare 25, 27 dienen.
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Die Gewichtskraft der Lamellenpaare 26, 27, die von der zwei teigigen
Endleiste 28, 29 in vollkommen hochgezogenem und gestapeltem Zustand gehalten werden,
bewegt natürlich den gesamten Stapel dar Lamellenpaare 25, 27 ebenfalls nach unten.
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Dabei liegt dieser gesamte Stapel auf der zweiteiligen Endleiste 23,
29 auf, wobei diese das gesamte Gewicht der Lamellenpaare 26, 27 ihrerseits wieder
auf die Zugseile 24, 25 abzutragen hat.
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Bevor bei dieser Abwärtsbew3gung das zuoberst auf dem Lamellenpaarstapel
sich befindliche Lamellenpaar einen Abstand von der Oberschiene 30 erreicht hat,
der gleich der an den beiden gespannten Zugseilen 24, 25 abgetragenen Lamellenbreite
einer Lamelle 26 ist, wird dieses Lamellenpaar 26, 27 an der weiteren Abwärtsbewegung
gehindert. Dies gescnisht dadurch, daß die beiden Führungselemente 22, 23, welche
einerseits an einer in der Oberschiene 30 verlaufenden drehbar gelagerten Achse
47 fixiert sind und andererseits im Bereich der Schwenkgelenke 38, 39 jedes Lamellenpaares
26, 27 fixiert sind, aus ihrem zusammengelegten Zustand durch die Gewichtskraft
des obersten Lamellenpaares in einen vollkommen gespannten Zustand überführt werden,
und damit eine weitere Abwärtsbewegung des Lamellenpaares 26, 27 verhindern.
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Bewegt sich die zweiteilige Endschiene 28, 29 mit dem darauf befindlichen
Lamellenpaarstapel weiter noch unten, wird auch das nächste Lamellenpaar 26, 27
in seiner Abwärtsbewegung durch die als Führungsabstandseile ausgebildeten Führungselemente
22, 23 in der vorstehend beschriebenen Weise in seiner
Abwärtsbewegung
blockiert. Dabei befindet sich das oberste Lamellenpaar 26, 27 von der Oberschiene
30 in genau dem gleichen Abstand, in welchem sich das zweite darunterliegende Lamellenpaar
26, 27 vom ersten Lamellenpaar befindet.
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Die Tatsache, daß die Einzel-Lamellen 25, 27 der Lamellenpaare auch
in herabgelassenem Zustand geöffnet gehalten sind, also zueinander einen Winkel
von 180° bilden, verdanken sie der Führung der Einzellamellen 26, 27 über je einen
an ihren beiden Außenecken angebrachten Führungsnippel 70, 71, 72, 73 in der zugeordneten
Führungsschiene 18, 19, 20, 21. Denn dadurch werden die Lamellen 26, 27 daran gehindert,
in Richtung der Schwenkachsenebene der Lamellenpaare abzuklappen.
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Befindet sich die Verschlußeinrichtung 11 in teilweise oder ganz herabgelassenem
Zustand, kannen die Lamellen 26, 27 der Lamellenpaare zueinander geschwenkt werden.
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Dabei wird z.B. über einen Endlos-Schnurzug 33 eine drehbar gelagerte
Achse 47 in Drehbewegung versetzt, an welche zum einen die im Schwenkgelenkbereich
38, 39 der Lamellenpaare 26, 27 angreifenden Abstandsführungsseile 22, 23 fixiert
sind und zum anderen die Zugseile 32, 31 zur Betätigung der Stabgelenksysteme 40,
41, welche die einzelnen Führungsschienen 18, 20, 19, 21 paarweise verbinden. Durch
die Drehbewegung der Achse 47 werden zum einen die an den Schwenkgelenken 38, 39
der Lamellenpaare 26, 27 angreifenden Abstandsführungsseile 22, 23 verkürzt und
gleichzeitig die Führungsschienen 18, 20, 19, 21 jeweils eines Führungsschienenpaares
über die Stabgelenksysteme 40, 41 aufeinanderzu bewegt. Somit werden die Einzel-Lamellen
26, 27 der Lamellenpaare gleichzeitig durch die Führungsschienen 18, 20, 19, 21
aufeinander zugeschoben und durch die Verkürzung der Abstandsührungseile 22, 23
in ihrem Bestreben, aufeinander zuzuschwenken, verstärkt.
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Soll die teilweise herabgelassene Verschlußeinrichtung 11, dren Lamellenpaar
26, 27 jetzt teilweise aufeinander zugeschwenkt sind und zueinander einen Winkel
kleiner 900 einnehmen, vollständig geschlossen werden, muß sie auch voll~ ständig
herabgelassen werden.
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Ist die Verschlußeinrichtung 11 vollständig herabgelassen, wird durch
die Betätigung des bereits aufgeführten Endlos-Schnurzuges 33 der Schwenkvorgang
solange fortgesetzt, bis die Führungeschienenpaare 18, 20, 19, 21 fest auf die Dichtleiste
16, 17 und die Lamellenpaare 26, 27 gepreßt werden und die Lamellenpaare 26, 27
genau um ihre an den Zugseilen 24, 25 gemessene kleinste Abstandslänge in Richtung
der Oberschiene 30 befördert werden.
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Soll die noch geschlossene Verschlußeinrichtung 11 nun--wieder geöffnet
werden, wird die drehbar gelagerte Achse 47 über den Endlos-Schnurzug 33 in entgegengesetzter
Drehrichtung bewegt und damit werden die Abstandsführungsseile 22, 23 sowie das
an den Stabgelenksystemen 40, 41 angreifende Zugseil 32, 31 nach unten verlängert.
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Dadurch werden die einzelnen Führungsschienen 18, 20, 19, 21 der Führungsschienenpaare
auseinander bewegt und die Schwenkachsen der Lamellenpaare nach unten bewegt. Hierbei
klappen die Einzel-Lamellen 26, 27 der Lamellenpaare solange auseinander, bis die
Lamellen volständig geöffnet sind und einen Winkel von 1800 zueinander bilden.
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Soll die Verschlußeinrichtung 11 nun nach oben gezogen werden, werden
die beiden am Endleistenpaar 28, 29 angreifenden Zug~ seile 24, 25 verkürzt. Das
Endleistenpaar 28, 29 bewegt sich nach oben und stapelt in dieser Aufwärtsbewegung
ein Lamellenpaar 26, 27 auf dem anderen, wobei sich die Abstandsführungsseile 22,
23 zusammengelegt zwischen den einzelnen Lamellenpaaren 26, 27 befinden.