DE2638619C3 - Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer Hinterschneidung - Google Patents
Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer HinterschneidungInfo
- Publication number
- DE2638619C3 DE2638619C3 DE19762638619 DE2638619A DE2638619C3 DE 2638619 C3 DE2638619 C3 DE 2638619C3 DE 19762638619 DE19762638619 DE 19762638619 DE 2638619 A DE2638619 A DE 2638619A DE 2638619 C3 DE2638619 C3 DE 2638619C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- injection
- core part
- mold
- molded part
- core
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000002347 injection Methods 0.000 title claims description 87
- 239000007924 injection Substances 0.000 title claims description 87
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 2
- 238000001746 injection moulding Methods 0.000 description 6
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000012815 thermoplastic material Substances 0.000 description 2
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 1
- 230000013011 mating Effects 0.000 description 1
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 229920001169 thermoplastic Polymers 0.000 description 1
- 239000004416 thermosoftening plastic Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/40—Removing or ejecting moulded articles
- B29C45/44—Removing or ejecting moulded articles for undercut articles
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/40—Removing or ejecting moulded articles
- B29C45/44—Removing or ejecting moulded articles for undercut articles
- B29C45/4407—Removing or ejecting moulded articles for undercut articles by flexible movement of undercut portions of the articles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Eine bekannte Spritzgießform (DE-AS 12 79 315) dieser Art dient dem Spritzen einer Muffe, die drei
axiale Zahnsegmente mit nach innen vorspringenden Zähnen hat. Diese drei Zahnsegmente werden in der
Spritzgießform durch drei mit der betreffenden Formhälfte fest verbundene erste Kernteile gebildet.
Die Zwischenräume zwischen den Zahnsegmentreihen der Muffe werden durch feste zweite Kernteile der
anderen Formhälfte erzeugt. Die Spritzgießform enthält ferner ein drehbares Mittelteil, das den Außenumfang
der Muffe bildet und mit diesem Außenumfang drehfest verbunden ist. Zum Entformen der Muffe wird die
Spritzgießform zuerst axial geöffnet und dann die Muffe von den ersten Kernteilen durch Drehen des Mittelteiles
entfernt, wobei sich die Muffe nicht verformt. Anschließend wird die Muffe durch Auswerfer ausgeworfen.
Mit einer solchen Spritzgießform können jedoch nur Spritzgußteile gespritzt werden, bei weichen
die Hinterschneidungen seitlich vollständig offen sind, weil nur dann das Entformen möglich ist. Auch muß der
auf die Drehachse des Mittelteiles bezogene Zentriwinkel des Zahnsegmentes kleiner als der Zentriwinkel sein,
der zwischen ihm und dem ihm in Drehrichtung des Mittelteiles benachbarten Zahnsegment besteht. Auch
können wegen der zweiten Kernteile die Zahnsegmente nicht an die Innenumfangswand eines Topfes oder einer
Kappe angespritzt werden, weil dies die zweiten Kernteile infolge ihrer Anordnung an der anderen
Formhälfte verhindern.
Es sind ferner Spritzgießformen bekannt (DE-OS 25 06 551, FR-AS 22 05 404), bei denen das die
Hinterschneidung bewirkende Kernteil nach Öffnen der Form axial aus der Hinterschneidung unter elastischem
Aufbiegen des die Hinterschneidung bewirkenden Vorsprunges des Spritzgußteiles herausgezogen wird.
Dies läßt sich jedoch u. a. dann nicht durchführen, wenn die vordere Stirnfläche der Hinterschneidungen zu steil,
insbesondere senkrecht zur Achsrichtung des Kernteiles gerichtet ist, weil dann der die Hinterschneidung
bewirkende Bereich des Kernteiles der Hinterschneidung gegen axiales Herausziehen »verriegelt« ist
Zur Herstellung eines durchlaufenden Gewindes eines Spritzgußteiles ist es auch bekannt, drehbare
Gewindekerne vorzusehen, die aus dem Spritzgußteil nach öffnen der Form herausgedreht werden (US-PS
23 63 808). Damit lassen sich jedoch keine Hinterschneidungen, die zwei Längsseiten haben, herstellen.
Auch ist es bekannt, die Hinterschneidungen beim Spritzen durch geradegeführte Seitenschieber herzustellen. Dies ist jedoch baulich aufwendig, beschränkt die Gestaltung der Hinterschneidungen und ist nur möglich, svenn kein Bereich des Spritzgußteiles im Weg des Se'tenschiebers zur Hinterschneidung vorhanden ist und für den Seitenscheiber in ausreichendem Maße Platz zur Verfügung steht.
Auch ist es bekannt, die Hinterschneidungen beim Spritzen durch geradegeführte Seitenschieber herzustellen. Dies ist jedoch baulich aufwendig, beschränkt die Gestaltung der Hinterschneidungen und ist nur möglich, svenn kein Bereich des Spritzgußteiles im Weg des Se'tenschiebers zur Hinterschneidung vorhanden ist und für den Seitenscheiber in ausreichendem Maße Platz zur Verfügung steht.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Spritzgießform zu schaffen, welche es auf baulich einfache Weise
ermöglicht, Spritzgußteile mit beliebig langen Längsseiten aufweisenden Hinterschneidungen ohne Seitenschieber
und ohne aus der Hinterschneidung axial herausziehbare Kernteile auch in Fällen spritzen zu
können, wo die Hinterschneidungen seitlich nicht vollständig offen sind oder der Zentriwinkelabstand
zwischen zwei durch einen Kernteil gebildeten Hinterschneidungen kleiner als der ebenfalls auf die Achse
dieses Kernteiles bezogene Zentriwinkel der Hinterschneidung ist.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Spritzgießform gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch gelöst, daß sich an den Außenabschnitt des Kernteiles in Umfangsrichtung nach der Ausnehmung ein Flächenbereich anschließt, auf den der an einem radial elastischen Teilbereich des Spritzgußteiles angeordnete, sich nach innen erstreckende Vorsprung bei radial nach außen ausgebogenem Teilbereich des Spritzgußteiles frei gleitet.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Spritzgießform gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch gelöst, daß sich an den Außenabschnitt des Kernteiles in Umfangsrichtung nach der Ausnehmung ein Flächenbereich anschließt, auf den der an einem radial elastischen Teilbereich des Spritzgußteiles angeordnete, sich nach innen erstreckende Vorsprung bei radial nach außen ausgebogenem Teilbereich des Spritzgußteiles frei gleitet.
Das Kernteil kann der Erzeugung einer oder mehrerer Hinterschneidungen dienen. Die Spritzgießform
kann ein oder mehrere derartige Kernteile aufweisen und eine Einfach- oder Mehrfach-Spritzgießform
sein.
Die erfindungsgemäße Spritzgießform ermöglicht insbesondere auch das Spritzen von Spritzgußteilen, die
Hinterschneidungen haben, deren beiden Längsseiten nicht vollständig offen zu sein brauchen. Auch kann der
die Hinterschneidung bildende Vorsprung des Spritzgußteiles rechtwinklig oder im spitzen Winkel zur
angrenzenden Innenfläche der Hinterschneidung gerichtet sein. Das Entformen der Spritzgußteile kann
ohne starke Beanspruchung erfolgen, weil sich die dem Herausführen des die Hinterschneidung des Spritzgußteiles
bildenden Vorsprunges aus der Ausnehmung des
Kernteiles dienende Relativdrehung des Kernteils zum Spritzgußteil Ober einen relativ großen Drehwinkel
erstrecken kann, so daß das Herausführen des Vorsprunges aus der Ausnehmung auch bei raschem
Entformen sanft erfolgen kann. Auch können die die Längsseiten der Hinterschneidungen bildenden Kernbereiche
der Spritzgießform an der das drehbare Kernteil aufweisenden Formhälfte angeordnet sein, so daß das
Spritzgußteil bspw. eine Schale sein kann, von deren geschlossenem Innenboden ein die Hinterschneidung
aufweisender Zapfen vorspringt
Ferner können, wenn das Kernteil der Herstellung mehrerer Hinterschneidungen des Spritzgußteiles dient,
die auf die Achse des Kernteiles bezogenen Zentriwinkel der Lücken zwischen diesen Hinterschneidungen
kleiner als die Zentriwinkel der Hinterschneidungen sein.
Das nach der Relativdrehung des Kernteiles zum Spritzgußteil erfolgende Entfernen de? Kernteils in
Richtung seiner Achse aus dem Spritzgußteil kann erfolgen, indem der Kernteil axial aus dem Spritzgußteil
und/oder das Spritzgußteil von dem Kernteil axial abgezogen wird.
Das Kernteil ist auch bei beengten Platzverhältnissen leicht unterzubringen. Sein Drehantrieb ist auf einfache
Weise möglich, da es zum Entformen äußerstenfalls nur eine 180° Drehung ausführen muß, so daß es durch
einfache, billige und wenig Platz benötigende Antriebe gedreht werden kann, beispielsweise einen kurzen
Zahnstangenantrieb, einen hydraulischen Arbeitszylinder oder durch eine feststehende Kurve im Zug der
Öffnungsbewegung der betreffenden Formhälfte oder dergleichen.
Das Entformen kann sehr rasch durchgeführt werden, da das Drehen des Kernteiles sehr rasch erfolgen kann,
ggfs. noch vor Beendigung des öffnens der Form.
Die durch das Kernteil bedingten baulichen Maßnahmen am Spritzwerkzeug sind einfach, nicht teuer und
betriebssicher.
Die Stirnflächen der Hinterschneidung des Spritzgußteiles können vorzugsweise solche Gestaltungen haben,
daß das Entformen durch eine reine Drehbewegung des Kernteiles bei zu ihm unveränderter axialer Stellung des
Spritzgußteiles stattfinden kann. Zu diesem Zweck können diese Stirnflächen vorzugsweise Abschnitte
geometrischer Rotationsflächen sein, deren Achse in die Drehachse des Kernteiles fällt oder derart schräg
verlaufende Flnchen sein, daß sich das Kernteil beim Drehen von ihnen abhebt. Es ist jedoch auch möglich,
wenn auch mit zusätzlichem Aufwand verbunden, während des Drehens des Kernteiles auch gleichzeitig
zumindest zeitweise eine stetige axiale Relativbewegung zwischen Spritzgußteil und Kernteil durchzuführen,
wodurch sich auch kompliziert gestaltete Hinterschneidungen, beispielsweise unterbrochene Gewinde
mittels des Kernteiles herstellen lassen. Letzteres kann dadurch erfolgen, indem das Kernteil auf einem
während des Drehens des Kernteiles stillstehenden Gewinde, dessen Achse in die Drehachse des Kernteiles
fällt, auf einem Gegengewinde formschlüssig geführt ist.
Die Erfindung ermöglicht n>>
-K bisher nicht erzielbare Gestaltungen von Hintei :>chneidungen aufweisenden
Zapfen oder dergleichen von Spritzgußteilen und verbreitert damit die konstruktiven Möglichkeiten für
solche Spritzgußteile.
In den Unteransprüchen !sind vorteilhafte Weiterbildungen der Spritzgießform hach dem Patentanspruch 1
beschrieben.
Gemäß Patentanspruch 2 ist es zum einfachen Entformen besonders vorteilhaft, vorzusehen, daß der
Kernteil zusammen mit dem Spritzgußteil vor dem Drehen des Kernteiles axial aus der den Kernteil
aufnehmenden Formhäifte relativ zu ihr axial verschiebbar sind.
Das Entformen der Spritzgußteile läßt sich besonders schonend durchführen, wenn gemäß Patentanspruch 3
vorgesehen ist, daß der bei geschlossener Spritzgießform im Formhohlraum befindliche Bereich des
Kernteiles mit Ausnahme des oder der Ausnehmungen, die der Bildung des oder der Vorsprünge an der oder
den inneren Flächen des Spritzgußteiles dienen, rotationssymmetrisch, vorzugsweise kreiszylindrisch ist
Die Erfindung ist hierauf jedoch nicht beschränkt da sie auch bei anderen Ausbildungen des Kernteiles anwendbar
ist bspw. kann der bei geschlossener Spritzgießform im Formhohlraum befindliche Bereich des Kernteiles
elliptische Querschnitte haben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt Es zeigen in schematischer
Darstellung
F i g. 1 bis 3 Teillängsschnitte durch ein Spritzwerkzeug
mit einem in seiher Spritzgießform gespritzten Spritzgußteil aus thermoplastischem Kunststoff bei
geschlossener Spritzgießform (F i g. 1), geöffneter Form vor Entformen der Hinterschneidung des Spritzgußteiles
(F i g. 2), geöffneter Spritzgießform unmittelbar vor axialer Abnahme des Spritzgußteiles (F i g. 3).
F i g. 4 bis 6 Teilschnitte durch die Spritzgießform und
das Spritzgußteil nach den F i g. 1 bis 3, gesehen entlang der Schnittlinien 4-4, 5-5 und 6-6 in vergrößerter
Darstellung,
F i g. 7 bis 9 dem Teilschnitt nach F i g. 4 entsprechende Teilschnitte durch Spritzgießformen gemäß Varianten
der Spritzgießform nach F i g. 1 bis 3,
Fig. 10 bis 11 je ein Spritzgußteil in längsgeschnittener
Darstellung, die mittels einer Seitenschieber aufweisenden Spritzgießform herstellbar sind, das einen
Kernteil ähnlicher Gestaltung und Anordnung wie bei der Spritzgießform nach F i g. 1 hat.
Das in Fi g. 1 bis 3 dargestellte Spritzwerkzeug 10 ist an einer üblichen Spritzgießmaschine zum Spritzgießen
thermoplastischer Kunststoffe angeordnet, von welcher der unbewegliche vordere Aufspannkörper 11 mit
Angußkanal 12 und der bewegliche hintere Autspannkörper 13 ausschnittsweise dargestellt sind. Das
Spritzwerkzeug 10 weist eine Spritzgießform 14 mit einer vorderen Formhälfte 15 und einer hinteren
Formhälfte 16 auf. Die Formhälfte 15 ist am Aufspannkörper 11 und die Formhälfte 16 an einem fest
am Aufspannkörper 13 befestigten Distanzrohr bzw. Distanzstücken 17 befestigt. Der hintere Aufspannkörper
13 ist zusammen mit der von ihm gehaltenen hinteren Formhälfte 16 in üblicher, nicht näher
dargestellter Weise in Achsrichtung des Spritzwerkzeuges 10 zum Öffnen und Schließen der Spritzgießform 14
geradlinig verschiebbar. Innerhalb des Distanzrohres 17 ist eine mehrteilige Ausdrückplatte 19 angeordnet, an
der im Aufspannkörper 13 in Bewegungsrichtung des Aufspannkörpers 13 geradlinig geführte Stangen 20
befestigt sind, die in nicht dargestellter Weise in Richtung des Pfeiles A hydraulisch bewegbar sind,
wobei sie die Öffnungsbewegung des Aufspannkörpers 13 bis in dessen in Fig.2 dargestellter maximaler
Offenstellung mitmachen und danach hydraulisch nach rechts in die in Fig.2 dargestellte Stellung bewegt
werden. Hierdurch wird das vorangehend bei geschlos-
sener Spritzgießform 14 gespritzte Spritzgußteil 21 beim Öffnen der Spritzgießform 14 in die von den
Formhälften 15, 16 abgehobene Stellung nach F i g. 2 mittels eines an der Ausdrückplatte 19 fest angeordneten
zylindrischen Ausdrückstiftes 22 und eines in der Ausdrückplatte 19 um eine in Bewegungsrichtung des
Aufspannkörpers 13 verlaufende Drehachse drehbar gelagerten Kernteiles 23 überführt. Dieser Kernteil 23
hat stets dieselbe axiale Relativstellung zur Ausdrückplatte 19 und ist mittels eines nicht dargestellten
Drehantriebes aus der in Fig.2 und 5 dargestellten Winkelstellung in die in F i g. 3 und 6 dargestellte
Winkelstellung um 90° drehbar und wieder in die in F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurückdrehbar.
Dieser Antrieb kann ein Zahnstangenantrieb, ein hydraulischer Antrieb oder dergleichen sein, der an der
Ausdrückplatte 19 angeordnet ist.
In diesem Ausführungsbeispiel dient die Spritzgießform 14 der Herstellung eines schalenförmigen Spritzgießteiles
21, an dessen Innenboden zwei zueinander spiegelbildliche Zapfen als radial elastische Teilbereiche
24 mit angespritzt sind, die an ihren einander zugewendeten inneren Flächenabschnitten je einen eine
Nase bildenden Vorsprung 31 (F i g. 5) aufweisen. Diese Vorsprünge 31 schaffen innere Hinterschneidungen 25,
die zur Drehachse des Kernteiles 23 und damit auch zur Längsachse der Spritzgießform 14 und zu ihrer
öffnungs- und Schließrichtung senkrechte vordere und hintere ebene Stirnflächen 26, 27 haben. Die sich
zwischen diesen Stirnflächen 26, 27 parallel zur Drehachse des im Bereich der Spritzgießform 14 mit
Ausnahme von Ausnehmungen 30 für die Vorsprünge 31 der Zapfen 24 kreiszylindrischen Kernteiles 23 erstrekkenden
Innenflächen 29 der Hinterschneidungen 25 sind entsprechend Abschnitte einer gemeinsamen geometrischen
Kreiszylinderfläche, da das Kernteil 23 im Bereich der Hinterschneidungen 25 auf der ganzen Länge der
Hinterschneidungen 25 kreiszylindrisch isL Diese Innenflächen 29 der zueinander parallelen Zapfen 24
könnten jedoch ohne weiteres auch Erhöhungen und/oder Vertiefungen oder Abstufungen oder Schräggestaltungen
erhalten, die ihr Entformen durch Drehen des Kernteiles 23 nicht behindern, da diese Zapfen 24
beim Entformen ihrer Hinterschneidungen 25 durch Drehen des Kernteiles 23, wie aus F i g. 3 im Vergleich
zu Fig.5 ersichtlich ist, nach außen voneinander weggespreizt werden.
Das Spritzgußteil 21 kann aus der in Fig.3 dargestellten Stellung manuell in axialer Richtung vom
Kernteil 23 abgezogen oder mittels nicht dargestellter Auswerfer ausgeworfen werden, wobei die Vorspringe
31 der Zapfen 24 auf dem zylindrischen Umfang des Kernteiles 23 außerhalb der Ausnehmungen 30 gleiten.
Nach erfolgter Abnahme vom Kernteil 23 federn die Zapfen 24 in die gespritzte Stellung zurück.
Die Wandstärke der Zapfen 24 ist hier zweckmäßig im Bereich der Innenfläche 29 konstant, so daß auch die
die Außenflächen der Zapfen 24 formenden nutförmigen Ausnehmungen 34 im festen Kern 35 der hinteren
Formhälfte 16 als Abschnitte einer gemeinsamen geometrischen Zylinderfläche ausgebildete Flächen
haben, deren Längsachse in die Drehachse des Kernteiles 23 fällt
Die beiden Zapfen 24 können beispielsweise der formschlüssigen Aufnahme einer Lampenfassung dienen
und verriegeln diese lösbar.
Die Funktion des Spritzwerkzeuges 10 ist wie folgt:
Das Einspritzen des thermoplastischen Kunststoffes durch den Angußkanal 12 hindurch in die Spritzgießform
14 erfolgt auf übliche Weise, und nach Erstarren des Spritzgußteiles 21 wird die Spritzgießform 14 durch
Bewegen des Aufspannkörpers 13 nach links geöffnet, bis die in Fig.2 dargestellte maximale Offenstellung
erreicht ist, bei welcher der Spritzgußteil 21 von den Formhälften 15, 16 abgehoben ist. Nunmehr wird der
Kernteil 23 um 90° gedreht, wodurch die Nasen als
ίο Vorsprünge 31 der Zapfen 24 aus den Ausnehmungen 30
unter Auseinanderspreizen der Zapfen 24 herausgelangen und auf den zylindrischen Umfang des Kernteiles 23
gelangen, so daß hierdurch die Hinterschneidungen 25 entformt sind und der Spritzgußteil 21 nunmehr vom
Kernteil 23 axial abgenommen werden kann.
Wie aus F i g. 6 ersichtlich, reicht für das Entformen der Hinterschneidungen 25 der Zapfen 24 an sich eine
Winkeldrehung des Kernteiles 23 entsprechend dem halben Zentriwinkel des Zapfens 24 aus, da sein
Vorsprung 31 dann die Ausnehmung 30 bereits vollständig verlassen hat Die Zapfen 24 können deshalb
auch kleinere Winkelabstände voneinander haben als ihren Zentriwinkeln bezogen auf die Drehachse des
Kernteiles 23 entspricht
Wie aus den Fig.4 bis 6 ersichtlich ist haben die
Vorsprünge 31 der Zapfen 24 in diesem Ausführungsbeispiel in stirnseitiger Betrachtung kreisabschnittsförmige
und gemäß den F i g. 1 bis 3 in Seitenansicht widerhakenförmige Gestalt. Der Kernteil 23 hat also
eine äußerst einfach herzustellende Gestalt und auch die an der Erzeugung der Zapfen 24 mitwirkenden
Innenflächen des fest angeordneten Kerns 35 der Formhälfte 15 sind einfach herzustellen.
Ein solcher Kernteil 23 kann auch unter entsprechender Änderung des festen Kerns 35 der Herstellung von
nur einem Zapfen 24 oder von mehr als zwei Zapfen 24 dienen, wie es F i g. 7 und 8 zeigen, und/oder es kann die
Spritzgießform auch mehr als zwei Kernteile 23 aufweisen, wie es F i g. 9 an einem Beispiel zeigt
Obwohl es besonders vorteilhaft ist das Spritzgußteil 21 vor dem Drehen des Kernteiies 23 von der
Formhälfte 16 abzuheben, sind auch Anwendungsfälle denkbar, bei denen das Drehen eines Kernteiles nach
alleinigem Abheben der von ihm nicht durchdrungenen Formhälfte möglich ist so daß dann keine axiale
Relativverstellung zwischen dem Kernteil und der von ihm durchdrungenen Formhälfte notwendig ist
In Fig. 10 ist ein Ausführungsbeispiel eines Spritzgußteiles 21" dargestellt bei welchem die nicht
dargestellte Spritzgießform einen zu ihrer Achsrichtung aehsparallelen Kernteil wie in dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 hat wobei diese Spritzgießform jedoch noch einen Seitenschieber zur Herstellung des Innenraumes
36 des Spritzgußteiles 21" benötigt Entsprechendes gilt für das Spritzgußteil 21"' gemäß dem
Ausführungsbeispiel nach F i g. 11.
In F i g. 11 ist ferner zu sehen, daß der mittels des
nicht dargestellten Kernteiies, das dem nach F i g. 1 bis 3 entsprechen kann, hergestellte Innenraum 37 des
Spritzgußteiles 21'" im Zusammenwirken mit dem nicht dargestellten, fest an der betreffenden Formhälfte
angeordneten Kern anschließend an die beiden Zapfen 24 einen umfangsseitig geschlossenen zylindrischen
Bereich hat so daß ein in ihn eingesetztes Teil, beispielsweise eine Lampenfassung, besonders exakt
zentriert gehalten ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles,
das an mindestens einem inneren Flächenabschnitt mindestens einen quer zu diesem Flächenab schnitt
sich erstreckenden Vorsprung, der sich in Umfangsrichtung des inneren Flächenabschnittes
über einen Zentriwinkel von maximal 180° erstreckt, unter Bildung einer Hinterschneidung aufweist, mit
einem in einer Fo'rmhälfte der Spritzgießform angeordneten, den inneren Flächenabschnitt mittels
eines Außenabschnittes und den nach innen sich erstreckenden Vorsprung mittels einer Ausnehmung
im Außenabschnitt formenden Kernteil, der zum Entformen der Hinterschneidung relativ zum Spritzgußteil
drehbar und anschließend in Richtung seiner Achse aus dem Spritzgußteil entfernbar ;st, dadurch
gekennzeichne*, daß sich an den Außenabschnitt des Kernteiles (23) in Umfangsrichtung
nach der Ausnehmung (30) ein Flächenbereich anschließt, auf dem der an einem radial elastischen
Teilbereich (24) des Spritzgußteiles (21) angeordnete, sich nach innen erstreckende Vorsprung (31) bei
radial nach außen ausgebogenem Teilbereich (24) des Spritzgußteiles (21) frei gleitet
2. Spritzgießform nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernteil (23) zusammen mit
dem Spritzgußteil (21) vor dem Drehen des Kernteilcs (23) axial aus der den Kernteil (23)
aufnehmenden Formhälfte (16) relativ zu ihr axial verschiebbar sind.
3. Spritzgießform nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bei geschlossener
Spritzgießform (14) im Formhohlraum befindliche Bereich des Kernteiles (23) mit Ausnahme des oder
der Ausnehmungen (30) rotationssymmetrisch, vorzugsweise kreiszylindrisch ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762638619 DE2638619C3 (de) | 1976-08-27 | 1976-08-27 | Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer Hinterschneidung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762638619 DE2638619C3 (de) | 1976-08-27 | 1976-08-27 | Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer Hinterschneidung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2638619A1 DE2638619A1 (de) | 1978-03-02 |
| DE2638619B2 DE2638619B2 (de) | 1980-03-27 |
| DE2638619C3 true DE2638619C3 (de) | 1980-11-13 |
Family
ID=5986517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762638619 Expired DE2638619C3 (de) | 1976-08-27 | 1976-08-27 | Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer Hinterschneidung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2638619C3 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3745092C2 (de) * | 1986-02-05 | 1996-04-18 | Elconnex Pty Ltd | Verfahren zum Formen eines hohlen Kunststoffartikels |
| DE3708472A1 (de) * | 1987-03-16 | 1988-10-06 | Zeller Plastik Koehn Graebner | Schraubteil aus kunststoff |
| US5071296A (en) * | 1990-08-15 | 1991-12-10 | Black & Decker Inc. | Chuck key clip and method for manufacturing |
| ATE191878T1 (de) * | 1992-05-12 | 2000-05-15 | Squibb & Sons Inc | Verfahren zum formen von kunststoffgegenständen und so hergestellte gegenstände |
| GB0921694D0 (en) * | 2009-12-11 | 2010-01-27 | Spd Swiss Prec Diagnostics Gmb | Improvements in or relating to moulded articles |
-
1976
- 1976-08-27 DE DE19762638619 patent/DE2638619C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2638619A1 (de) | 1978-03-02 |
| DE2638619B2 (de) | 1980-03-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2619064C3 (de) | Formkern zum Herstellen von Spritzteilen | |
| DE2146765C3 (de) | Spritzgießform mit mehreren, schrittweise voneinander trennbaren Formplatten | |
| DE69705636T2 (de) | Spritzform zur herstellung eines eimers mit schwenkbarem handgriff | |
| CH712554A1 (de) | Spritzgusswerkzeug mit justierbarer Kernzentrierungseinrichtung. | |
| DE2215506A1 (de) | Verriegelung- und Entreigelungsvorrichtung für Plattenelemente | |
| DE69715812T2 (de) | Kieferorthopädische Dehnschraube | |
| DE2215317A1 (de) | Spritzgussmaschine | |
| DE2917799C2 (de) | Kunststoff-Spritzgießform oder Preßform mit einem verschiebbar geführten Formteil | |
| DE2638619C3 (de) | Spritzgießform zum Herstellen eines Spritzgußteiles mit einer Hinterschneidung | |
| DD211498A5 (de) | Verfahren und werkzeug zur herstellung von artikeln mit unterschnittener innerer oberflaeche | |
| DE3129459A1 (de) | Schliesszylinder od.dgl. | |
| EP0484315A2 (de) | Spritzwerkzeug | |
| DE10302248B3 (de) | Spritzgießwerkzeug zum Herstellen von Spritzgußteilen mit Hinterschnitten aus Kunststoffen | |
| EP3595829A1 (de) | VORRICHTUNG ZUM SCHIEßEN EINES GIEßKERNS | |
| DE2116677C3 (de) | Vorrichtung zum Herstellen einer Kunststoffkappe | |
| EP0818296B1 (de) | Spritzgussteil und Vorrichtung zu dessen Herstellung | |
| DE3241158A1 (de) | Duebel aus kunststoff | |
| DE840905C (de) | Spritzgiessform | |
| DE10014611C1 (de) | Spritzgießwerkzeug und Verfahren zum Herstellen eines inneren Formteils desselben | |
| DE1045639B (de) | Spritzgussform zum Herstellen von Formkoerpern aus thermoplastischem Kunststoff, insbesondere Verschlusskappen fuer pharmazeutische Tablettenroehrchen | |
| DE2814969A1 (de) | In ein loch einer platte einrastendes einsatzstueck | |
| DE3430872C2 (de) | Vorrichtung zum Spritzgießen von Formteilen | |
| DE102009014569B4 (de) | Werkzeug zur Herstellung von Sandprodukten und Verfahren zur Montage eines solchen Werkzeugs | |
| DE2135402C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Gleitlagerschale aus härtbarem Lagermaterial zwischen einem Lagergehäuse und einer Lagerbüchse eines Kugelgelenks | |
| DE2239261A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum blasen von hohlkoerpern |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| OGA | New person/name/address of the applicant | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |