[go: up one dir, main page]

DE2636669A1 - Verfahren zur herstellung von glykolestern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von glykolestern

Info

Publication number
DE2636669A1
DE2636669A1 DE19762636669 DE2636669A DE2636669A1 DE 2636669 A1 DE2636669 A1 DE 2636669A1 DE 19762636669 DE19762636669 DE 19762636669 DE 2636669 A DE2636669 A DE 2636669A DE 2636669 A1 DE2636669 A1 DE 2636669A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
reaction
acid
carboxylic acid
catalyst
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762636669
Other languages
English (en)
Inventor
Helmuth Dipl Ing Dr Grube
Juergen Dipl Chem Dr Hartig
Ludwig Dipl Ing Vogel
Hans-Martin Dipl Chem Dr Weitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19762636669 priority Critical patent/DE2636669A1/de
Priority to US05/816,737 priority patent/US4189600A/en
Priority to CA283,092A priority patent/CA1111064A/en
Priority to IT26220/77A priority patent/IT1085590B/it
Priority to JP9425977A priority patent/JPS5323919A/ja
Priority to FR7724641A priority patent/FR2361333A1/fr
Priority to BE180101A priority patent/BE857709A/xx
Priority to NL7708934A priority patent/NL7708934A/xx
Priority to ES461573A priority patent/ES461573A1/es
Priority to GB33901/77A priority patent/GB1582474A/en
Publication of DE2636669A1 publication Critical patent/DE2636669A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/04Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides onto unsaturated carbon-to-carbon bonds
    • C07C67/05Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides onto unsaturated carbon-to-carbon bonds with oxidation
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/50Improvements relating to the production of bulk chemicals
    • Y02P20/582Recycling of unreacted starting or intermediate materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BASF Aktiengesellschaft 2636669
Unser Zeichens 0„Z„32 146 Mu/DK
Q — · ————— '
v 6700 Ludwigshafen, 15» 08„ 1976 Verfahren zur Herstellung von GIykolestern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureestern von 1,2-Diolen (Glykolen) durch Umsetzung eines Olefins mit einer Carbonsäure und molekularem Sauerstoff in Gegenwart eines Katalysators«
Diese Herstellweise für Glykolester - praktisch werden die Acetate von Äthylen- und Propylenglykol-1,2 auf diesem Wege erhalten - ist auch als "oxidative Acylierung" von Olefinen bekanntο Man hat verschiedene Verfahren für die Durchführung vorgeschlagen, die sich im wesentlichen durch die Wahl bestimmter Katalysatoren voneinander unterscheiden»
Nach der französischen Patentschrift 1 421 288 kann ein Bromid gegebenenfalls zusammen mit einem Metallsalz verwendet werden; als Lösungsmittel dient ein Gemisch der Carbonsäure mit einem aromatischen Kohlenwasserstoffe
Nach der französischen Patentschrift 1 419 966 werden Edelmetalle der VIII, Gruppe des Periodensystems der Elemente verwendet, wobei Salpetersäure oder Nitrate als Sauerstofflieferanten bzw. Oxidationsmittel dienen-
In der US-PS 3 542 857 sind carbonsäurelösIiehe Cer-Salze als Katalysatoren beschrieben.
Die US-PS 3 262 969 beschreibt die katalytische Wirkung von Redox-Systemen, die Alkalimetallhalogenide und Palladiumsalze enthaltene
Nach der DT-OS 1 93I 563 eignen sich Jod und Jodverbindungen von Kationen von Schwermetallen oder Alkalimetallen als Katalysator
809808/0039
266/76 - 2 -
-^- O0Zo 22 146
für das in Rede stehende Verfahren. Die Eignung von Brom oder Chlor in einem ähnlichen System, das außerdem Metallkationen, enthält, die in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten können- (z.B* Tellur^ Cer, Arsen, Antimon, Mangan, Kobalt), ist ebenfalls bekannt .
Weitere vergleichbare Systeme sind auch aus der DT-OS 22 26 505 und der britischen Patentschrift 1 Q58 $95 bekannte
Ein anderes Katalysatorsystem ist in den deutschen Offenlegungsschriften 22 60 822, 23 5£ 3^9 und 22 56 BM beschrieben. Dabei handelt es sich um gewisse Komplexverbindungen von gewissen Seltenen übergangsmetallen der Reihe Zirkon» Hafnium, Niob» Tantal t Molybdän, Wolfram oder Rhenium mit z*B. Alkalimetallen, Titan, Vanadin, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Aluminium oder Silber.
Nach einem nicht vorveröffentlichten Vorschlag kann man l,2»Glykolester durch Umsetzen eines Olefins mit molekularem Sauerstoff und einer Carbonsäure in Gegenwart eines Katalysators auf der Grundlage einer Verbindung der o-Titansäure mit einem niedermolekularen Alkohol und/oder mit einer niedermolekularen Carbonsäure erhalten.
Bei allen bisher für dieses Verfahren angegebenen Verbesserungen werden Olefin und Carbonsäure in Gegenwart von homogenen oder heterogenen Katalysatoren mit gasförmigem Sauerstoff umgesetzt, wobei zwar eine Reaktion offenbar in der Lösung stattfindet, aber der verbrauchte Sauerstoff stets aus der Gasphase nachgeliefert wird.
Es ist natürlich ein Nachteil bei den bekannten VerfahrensVarianten, daß explosive Gasgemische auftreten können; dies gilt besonders im Störungefalle, d.h. wenn der Sauerstoffumsatz aus irgendwelchen Gründen zurückgeht.
Zur Vermeidung des Auftretens zündfähiger Gemische ist vorgeschlagen worden, die Sauerstoffkonzentration durch Zugabe von chemisch
809808/0039
- ^- OoZo -52 146
indifferenten Gasen, z.B. Stickstoff, Argon oder Kohlendioxid, herabzusetzen. Dies hat jedoch zur Folge, daß die Geschwindigkeit der Reaktion, d.h. der Umsatz je Zeiteinheit, zurückgeht und bedeutet auch einen erhöhten meßtechnischen und apparativen Aufwand«
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden.
Es wurde gefunden, daß das eingangs bezeichnete Verfahren mit hoher Selektivität und Raum-Zeit-Ausbeute gefahrlos und ohne die Bildung von unerwünschten Nebenprodukten durchgeführt werden kann, wenn man den Sauerstoff : 'in wenigstens einem flüssigen Reaktionsteilnehmer oder dem zurückgeführten Reaktionsgemisch außerhalb des
1 öst
unmittelbaren Reaktionsraums/und die Umsetzung mit gelöstem Sauerstoff durchführt.
Die Verbesserung des eingangs beschriebenen Verfahrens und damit die Erfindung besteht demnach weiterhin darin, daß der Reaktionsraum mit einer an Sauerstoff mehr oder weniger gesättigten Flüssigkeitsmenge beschickt wird, bzw. daß diese ausreicht, die zugeführte Gasmenge stets vollständig zu lösen. Dadurch wird ein sicherer Betriebszustand erreicht. Der Begriff "sättigen" soll in diesem Zusammenhang nicht unbedingt bedeuten, daß die Löslichkeitsgrenze des Sauerstoffs in jedem Falle erreicht wird; dieses sollte lediglich angestrebt werden.
Zweckmäßig wird dabei das Auftreten einer Gasphase im Reaktionsraum überhaupt verhindert, indem man unter Druck arbeitet und einen Reaktionsraum verwendet, der etwa auftretende zusammenhängende Gasmengen selbsttätig entläßt, soweit diese Mengen über einzelne diskrete Blasen bzw. Bläschen hinausgehen.
Zur Beimischung der Gase - gegebenenfalls Olefin und jedenfalls Sauerstoff - zum Reaktionsgemisch bzw. einem flüssigen Reaktionsteilnehmer kann man auf einschlägig übliche Vorrichtungen zurückgreifen; es kann z.B. eine Strahldüse verwendet werden oder ein Strömungsrohr, welches mit einem Material mit einer großen Oberfläche bzw. geeigneten Füllkörpern gefüllt ist»
8098 0 8/0039 - 4 -
- < - OoZo 32 146
Die Gasmenge, die unter den Betriebsbedingungen im Reaktionsgemisch löslich ist, wird durch den Löslichkeitskoeffxzienten angegeben bzw, kann von Fall zu Fall leicht durch einen Vorversuch ermittelt werden» Um eine Vorstellung von der praktischen Auswirkung der Erfindung zu geben, wird nachstehend die Löslichkeit von Sauerstoff bei verschiedenen Temperaturen in Essigsäure und die kritische Kurve von Mischungen von Propen und Essigsäure bzw» Propionsäure angegeben. Natürlich beeinflussen auch sämtliche übrigen Bestandteile des Reaktionsgemischs die Löslichkeit, so daß eine für alle denkbaren Fälle geeignete allgemeine Angabe nicht möglich ist« Die Reaktion bzw. deren Ablauf ist natürlich auch nicht abhängig davon, daß die der Löslichkeit entsprechende Säuerstoffmenge tatsächlich gelöst ist. Vielmehr sind je nach den gegebenen Umständen auch Säuerstoffmengen, die unter der Löslichkeitsgrenze liegen, ausreichend für eine genügende Reaktionsgeschwindigkeit»
Tabelle 1
Löslichkeit von Sauerstoff in Essigsäure; LöslichkeitskoeffizientcA., definiert als (A= NmI Sauerstoff/g Lösungsmittel »bar
Temperatur (0C) ^(Essigsäure)
25 0,190
100 0,186
180 -0,154
Tabelle 2
Kritische Kurve der binären Systeme Propylen-Essigsäure und Propylen-Propionsäure
a) Propylen-Essigsäure b) Propylen-Propionsäure
°c ,4 bar Mol % C,H,-
3 ο
0C ,4 bar Mol % C3H6
91 46,0 100 a) 91 46,0 100 a)
120 62,9 90,1 121 65,8 87,7
149 83,6 70,4 155 84,5 72,6
200 99,1 53,1 182 82,7 73,8
236 ,6 89,1 38,2 210 ,5 83,9 63,3
321 58,0 0 a) 239 53,7 0 a)
809808/0039 - 5 -
a) Kritischer Punkt von C,Hg, CH^COOH bzw. C2H5COOH.
**J KJ Q Lj a ^J £—
(ο
Die mit der Erfindung aufgrund der vorstehenden Mengenangaben möglichen Umsätze bzw, Raum-Zeit-Ausbeuten ergeben sich aus den später abgehandelten Beispielen» Eine mögliche Reaktionsanordnung ist in der Abbildung angegeben=.
Der Reaktor (6) besteht aus einem 4 m langen Doppelmantelstahlrohr mit einem lichten Durchmesser von 20 mm„ Durch den äußeren Mantel wird über eine regelbare Dampfzufuhr die Reaktionstemperatur ein= gestellt»
Die Ausgangsstoffe können wahlweise von oben oder unten zugeführt werden» Die nachstehende Schemazeichnung gibt die Ausführung wieder, bei der die Zufuhr von oben geschieht„
Über die Produktleitungen (1 a, b) werden Essigsäure und flüssiges Olefin aus getrennten Vorlagen mittels Pumpen in das Reaktionssystem eingeleitet. Um zu verhindern, daß die Rohstoffe unmittelbar in den Abscheider (7) strömen, befindet sich zwischen (1) und (7) ein Rückschlagventil (8)o Durch die Produktleitung (2) wird das flüssige Reaktionsgemisch auf die Saugseite der Pumpe (3) geführt. Auf der Druckseite der Pumpe (3) geschieht die Zufuhr des gasförmigen Sauerstoffs (5)» Die Mischeinrichtung (5), die sicherstellt, daß der eingebrachte Sauerstoff sich vollständig im Flüssigkeitsgemisch löst, besteht aus einem langen, mit Füllkörpern gefüllten Rohr oder einer Strahldüse,= Zur Kontrolle, ob sich der Sauerstoff vollständig gelöst hat, sind hinter der Mischeinrichtung ein Schauglas und Kontrollvorrichtungen vorhanden, die in üblicher Weise die Abscheidung gasförmiger Stoffe gestatten»
Das aus dem Reaktor ablaufende Produktgemisch gelangt in das Puffergefäß (Abscheider, 7); durch eine Druckhaltung wird der Abfluß kontrolliert ο Ein Teil des Gemisches kann bei Bedarf im Kreis in die Anlage zurückgeführt werden.
Natürlich kann anstelle des aufrecht dargestellten Reaktors ein liegender Reaktor verwendet werden., Mit besonderem Vorteil wird ein
809808/0039 - 6 -
- 4Γ- 0„Zo32 146
aufrecht stehender Reaktor von unten nach oben betrieben, weil dadurch eventuelle Restgase leicht abgeschieden werden können» Gegebenenfalls muß hierbei mit mechanischen Mitteln die Katalysatorschüttung gegen Aufschwimmen gesichert werden, wenn mit einem festen Katalysator gearbeitet wird» Verwendet man homogene Katalysatoren, so wird der ansonsten leere Reaktionsraum zweckmäßig mit irgendwelchen Füllkörpern beschickt, die eine gleichmäßige Strömung bewirken.
Es versteht sich, daß die Reaktorform nicht auf die eines mehr oder weniger gedrungenen Turmes beschränkt ist, sondern auch z„B„ aus einer Rohrschleife oder -schlange bestehen kann= Obgleich die fortlaufende (kontinuierliche) Betriebsweise Vorteile hat, kann auch in den üblichen Vorrichtungen absatzweise gearbeitet werden»
Wenn als Mischvorrichtung eine Stahldüse (Ejektor) verwendet wird, kann diese beispielsweise den aus Pig» 2 ersichtlichen Aufbau besitzen: Die Flüssigkeit wird bei (9) unter entsprechendem Vordruck zugeführt und reißt in bekannter Weise bei (10) zugeführtes Gas mit sich, wobei eine Nachmischzone (11) vorgesehen werden kann. Wenn der Druck im Flüssigkeitsraum (12) höher liegt als der Druck des zugeführten Gases, so nimmt mit zunehmender Sättigung der Flüssigkeit mit dem Gase der Wirkungsgrad der Vorrichtung ab. Dies kann in bekannter Weise zur Regelung der Gaszufuhr herangezogen werden. Geeignete Mischvorrichtungen der genannten Art sind z.B. in der DT-OS 24 10 570 beschrieben.
Die Reaktionstemperatur liegt im allgemeinen zwischen 60 und 210 C, vorzugsweise 120 und 1700C. Temperaturen unterhalb 60°C sind zwar prinzipiell möglich, jedoch sinkt die Raum-Zeit-Ausbeute rasch ab. Ebenso sind Temperaturen oberhalb 2100C möglich, jedoch nimmt die Nebenproduktbildung zu.
Der Reaktionsdruck liegt je nach Verfahrensweise im allgemeinen zwischen atmosphärischem Druck und ca» 300 bar. Bevorzugt ist ein Druck zwischen 20 und 100 bar.
809808/0039
- 7-
- r- ο. ζ. 52 146
Unter den für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendbaren Olefinen nehmen unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Bedeutung der entstehenden Endprodukte bisher Äthylen und Propylen eine Vorzugsstellung ein; es können aber grundsätzlich auch höhere Olefine in die entsprechenden Glykolester in analoger Reaktion überführt werden» Als Carbonsäuren im Sinne der Erfindung sind zwar grundsätzlich alle niedermolekularen Carbonsäuren geeignet; wegen der Bedeutung der Acetate und der Tatsache, daß vielfach die Ester lediglich ihrerseits Zwischenprodukte darstellen, wird das Verfahren in der Mehrzahl der Fälle mit Essigsäure durchgeführt werden» Als Kriterium für die Eignung einer Carbonsäure kann allgemein ihre Beständigkeit gegen Oxidation bei der Reaktionstemperatur gelten und sie sollte auch bei einer Temperatur im Bereich zwischen Raumtemperatur und der Reaktionstemperatur aus praktischen Erwägungen flüssig sein. Geeignete Carbonsäuren in diesem Sinne sind etwa Fettsäure, zweiwertige aliphatische Carbonsäuren, olefinisch ungesättigte Carbonsäuren. Als Beispiel seien Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Pivalinsäure, Methacrylsäure, Cyclohexencarbonsäure und Heptadecandicarbonsäure genannt.
Zwar wird im allgemeinen die Carbonsäure selbst als Lösungsmittel für die Durchführung der Reaktion gewählt werden; in besonderen Fällen ist aber ohne weiteres die Verwendung eines oxidationsbeständigen Hilfslösungsmittels, z„B. eines aromatischen Kohlenwasserstoffs möglich. Auch die entstehenden Endprodukte sind grundsätzlich als Lösungsmittel geeignet.
Das Reaktionsgemisch kann ferner Nebenprodukte enthalten, die bei der Reaktion gebildet, im Verlaufe des späteren Aufarbeitungsganges abgetrennt und zurückgeführt werden. In diesem Zusammenhang sei beispielsweise Allylacetat und Isopropylacetat erwähnt, die bei der oxidativen Acetylierung von Propylen auftreten. Durch diese Maßnahmen kann die Gesamtausbeute des erfindungsgemäßen Verfahrens natürlich verbessert werden.
Als Katalysatoren für das erfindungsgemäße Verfahren kommen vor allem die eingangs erwähnten in Betracht.
809808/0039 - 8 -
- & - 0.Z.32 146
Hervorgehoben seien die in der PR-PS 1 421 288, der US-PS 3 262 969, den DT-OSen 19 31 563 und 22 26 505 sowie der GB-PS 1 058 995 erwähnten, ferner die den DT-OSen 22 60 822, 23 56 389 und 22 56 zu entnehmenden Katalysatorsysteme„
Besonders vorteilhaft für das in Rede stehende Verfahren ist die Verwendung eines Katalysators, der auf der Grundlage einer Verbindung der o-Titansäure mit einem (niedermolekularen) Alkohol und/oder einer (niedermolekularen) Carbonsäure aufgebaut ist. Dieser Katalysator ist in gelöster (homogener) Form oder auch auf einem geeigneten Träger niedergeschlagen anwendbar. Aktivkohle ist ZoB. ein geeigneter Träger.
Alle Katalysatoren werden in üblichen, katalytischen Mengen verwendet oder sind als Peststoffe in geeigneter Anordnung anwesend. Peststoffe können fest angeordnet oder im Reaktionsgemisch suspendiert sein.
Die erfindungsgemäß herstellbaren Glykolester finden ausgedehnte Verwendung als Zwischenprodukte, Lösungsmittel und Weichmacher. Glykolester höherer Carbonsäuren spielen als oberflächenaktive Mittel eine Rolle.
Da die Verseifung der Ester im allgemeinen glatt und einfach verläuft, werden auch die zugrunde liegenden Glykole auf diese Weise zugänglich. In diesem Falle ist die durch die Verseifung freiwerdende Säure in den Prozeß zurückführbar. Nach einem unveröffentlichten Vorschlag kann dabei die Säure anstatt in der freien Form auch in Form eines Esters zurückgeführt werden, wobei lediglich dafür zu sorgen ist, daß das Reaktionsgemisch verseifende Eigenschaften hat und in der Lage ist, freie Carbonsäure für die Durchführung der Reaktion zur Verfügung zu stellen.
Die Mengenangaben in den folgenden Beispielen beziehen sich im Zweifel auf das Gewicht.
809808/0039 " 9 "
Beispiel 1
ο.ζ. 52 146
53,3 g Palladiumchlorid und 12,0 g Tellurdioxid werden in 4 000 ml 6 N Salzsäure gelöst; dazu werden 500 g Aktivkohle (0,2 bis 0,4 mm 0), die vorher mit 15-prozentiger Salpetersäure ausgekocht waren, gegeben und auf dem Wasserbad langsam zur Trockene eingedampft. Nach weiterem Trocknen, indem man durch den Kontakt in einem Rohr 20 Stunden einen gasförmigen Stickstoffstrom bei 150°C hindurchleitete, wird das Material reduziert, indem man einen gasförmigen Stickstoffstrom, der bei Zimmertemperatur mit Methanol gesättigt ist, bei einer Geschwindigkeit von 50 l/Minute 10 Stunden bei 200°C und 10 Stunden bei 4000C einleitet.
0,5 1 des so hergestellten Kontaktes werden in ein druckfestes Reaktionsrohr (Länge 1J 000 mm, Durchmesser 20 mm) gefüllt. Oberhalb und unterhalb des Kontaktes werden noch Glasringe eingefüllt. Dann werden bei 38 bar und 170 C stündlich 0,5 1 flüssiges Propen, 3 1 Essigsäure und soviel Sauerstoff, wie sich in der Strahldüse gelöst hat, durch den Reaktor geführt. Zur Kontrolle, daß der Sauerstoff vollständig gelöst ist, befindet sich vor dem Reaktor ein Schauglas.
Die so erhaltene Lösung wird von unten in den Reaktor geleitet. Das austretende Reaktionsprodukt wird in einen Abscheider geleitet, von wo es kontinuierlich aus der Anlage abgezogen wird.
Über einen Zeitraum von 50 Stunden beträgt die Raum-Zeit-Ausbeute (g Propandiolmono- und -diacetat/1 Reaktionsraum . h) im Mittel 120.
Neben Propandioldiacetat (und geringen Mengen der Monoacetate) wird noch Allylacetat in einer Raum-Zeit-Ausbeute von 70 g/l.h erhalten.
Beispiel 2
Als Reaktor dient ein innen emailliertes druckfestes Stahlrohr, das eine innere lichte Weite von 25 mm bei einer Länge von 2 m be-
809808/0039 - io -
ο.ζ. 32 146
sitzt. Es ist mit Kolonnenfüllkörpern (durchspülbare Hohlkugeln aus nichtrostendem Stahl) gefüllt und wird unter einem Druck von 35 bar und bei einer Betriebstemperatur von 1700C mit einem Gemisch von Essigsäure, Propylen und gelöstem Sauerstoff beschickt zusammen mit dem Katalysator, der in Methanol bzw. Essigsäure gelöst ist ο
Je Stunde werden jeweils 6 1 Essigsäure, 200 bis 800 ml flüssiges Propylen und wechselnde Mengen Katalysatorlösung in einer kontinuierlich arbeitenden Mischvorrichtung miteinander vereinigt, wobei der Essigsäure vorher in einer regelbaren Strahldüse Sauerstoff jeweils bis zur Sättigung zugeführt wurde. Die Wirkungsweise der Strahldüse ist in Fig. 2 veranschaulicht. Durch eine Flüssigkeitsstandregelung wird sichergestellt, daß kein gasförmiger Sauerstoff die Mischvorrichtung verlassen kann. Die auf diese Weise erhaltene homogene sauerstoffhaltige Lösung wird über Dosierpumpen mit den übrigen Bestandteilen versetzt und dann wie beschrieben in den Reaktionsraum eingeführt. Bei einer Lösungstemperatur von 40°C werden 0,15 NmI Sauerstoff je Gramm Essigsäure und bar gelöst, das entspricht dem experimentell ermittelten Löslichkeitsprodukt.
Bei der angegebenen Betriebstemperatur wird je nach Verweilzeit und Gemischzusammensetzung Propylenglykolacetat in wechselnder Menge erhalten (vgl. Tabelle). In der Regel ist der Sauerstoffumsatz vollständig.
Tabelle
Katalysator Menge Raum-Zeit-Ausbeute
System (g/l Essig- (g/l Reaktionsgemisch)
säure)
Ti2O (OAc)6 3,5 52
TeJ11 9,3 84
TeOg + J2 6,3 + 47,8 182
JTi(acac)^]2 [jiCl^] 2,4 93
TeO2 + HBr 23,3 + 43,3 140
Co(OAc)2 + CoBr2 4,2 + 3,7 74
809808/0039
- 11 -

Claims (3)

ο.ζ. 32 146 Patentansprüche
1.J Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureestern von 1,2-Diolen durch Umsetzung eines Olefins mit einer Carbonsäure und molekularem Sauerstoff in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet a daß man den Sauerstoff in wenigstens einem flüssigen Reaktionsteilnehmer oder dem zurückgeführten Reaktionsgemisch außerhalb des Reaktionsraums löst und die Umsetzung mit
gelöstem Sauerstoff durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chne t, daß man die Carbonsäure mit Sauerstoff bei einem Druck zwischen atmosphärischem und etwa 100 bar sättigt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sättigung in einer Strahldüse vornimmt, die mit Mitteln zur
Regelung der Sauerstoffzufuhr ausgestattet ist.
BASF Aktiengesellschaft
Zeichn. '
809808/0039
ORIGINAL INSPECTED
DE19762636669 1976-08-14 1976-08-14 Verfahren zur herstellung von glykolestern Withdrawn DE2636669A1 (de)

Priority Applications (10)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19762636669 DE2636669A1 (de) 1976-08-14 1976-08-14 Verfahren zur herstellung von glykolestern
US05/816,737 US4189600A (en) 1976-08-14 1977-07-18 Manufacture of glycol acetate
CA283,092A CA1111064A (en) 1976-08-14 1977-07-19 Manufacture of glycol acetate
IT26220/77A IT1085590B (it) 1976-08-14 1977-07-27 Processo per la preparazione di glicolesteri
JP9425977A JPS5323919A (en) 1976-08-14 1977-08-08 Method of manufacturing glycol acetate
FR7724641A FR2361333A1 (fr) 1976-08-14 1977-08-10 Procede de preparation d'esters de glycols
BE180101A BE857709A (fr) 1976-08-14 1977-08-11 Procede de preparation d'esters de glycols
NL7708934A NL7708934A (nl) 1976-08-14 1977-08-12 Werkwijze voor de bereiding van glycolesters.
ES461573A ES461573A1 (es) 1976-08-14 1977-08-12 Procedimiento para la obtencion de esteres carboxilicos de 1,2-dioles.
GB33901/77A GB1582474A (en) 1976-08-14 1977-08-12 Manufacture of acetates of 1,2-diols

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19762636669 DE2636669A1 (de) 1976-08-14 1976-08-14 Verfahren zur herstellung von glykolestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2636669A1 true DE2636669A1 (de) 1978-02-23

Family

ID=5985467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762636669 Withdrawn DE2636669A1 (de) 1976-08-14 1976-08-14 Verfahren zur herstellung von glykolestern

Country Status (10)

Country Link
US (1) US4189600A (de)
JP (1) JPS5323919A (de)
BE (1) BE857709A (de)
CA (1) CA1111064A (de)
DE (1) DE2636669A1 (de)
ES (1) ES461573A1 (de)
FR (1) FR2361333A1 (de)
GB (1) GB1582474A (de)
IT (1) IT1085590B (de)
NL (1) NL7708934A (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4263448A (en) * 1979-03-30 1981-04-21 Halcon Research And Development Corp. Process for oxidation of hydrocarbons
TW471982B (en) 1998-06-02 2002-01-11 Dairen Chemical Corp Catalyst manufacture method and its use for preparing vinyl acetate
WO2002030864A1 (en) 2000-10-13 2002-04-18 Mitsubishi Chemical Corporation Process for producing diacetoxybutene
EP1467968A1 (de) * 2002-01-23 2004-10-20 Warner-Lambert Company LLC N-(4-substituiertes phenyl)anthranilsäurehydroxamatester

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2519754A (en) * 1947-09-08 1950-08-22 Du Pont Manufacture of ethylene glycol esters
US3479395A (en) * 1966-05-02 1969-11-18 Celanese Corp Oxidation of olefins with tellurium compounds
NL6908690A (de) 1968-06-21 1969-12-23
US3668239A (en) * 1970-04-23 1972-06-06 Halcon International Inc Process for preparing glycol esters from olefinically unsaturated compounds
US3715389A (en) * 1971-03-01 1973-02-06 Halcon International Inc Process for preparing glycol esters from olefinically unsaturated compounds
US3770813A (en) * 1971-10-26 1973-11-06 Halcon International Inc Process for producing glycol esters
DE2410570C2 (de) 1974-03-06 1982-04-29 Basf Ag, 6700 Ludwigshafen Vorrichtung zum Ansaugen und Verdichten von Gasen und deren Vermischung mit Flüssigkeit

Also Published As

Publication number Publication date
NL7708934A (nl) 1978-02-16
IT1085590B (it) 1985-05-28
FR2361333B1 (de) 1983-09-16
JPS5323919A (en) 1978-03-06
ES461573A1 (es) 1978-06-01
US4189600A (en) 1980-02-19
GB1582474A (en) 1981-01-07
BE857709A (fr) 1978-02-13
FR2361333A1 (fr) 1978-03-10
CA1111064A (en) 1981-10-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1267677B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren oder deren Anhydriden
DE2120004C3 (de) Verfahren zur Herstellung vicinaler GlykokJicarbonsäureester gesättigter aliphatischer Monocarbonsäuren
DE2120003B2 (de)
DE10337788A1 (de) Verfahren zur Herstellung von (Meth)acrolein und/oder (Meth)acrylsäure
DE2636669A1 (de) Verfahren zur herstellung von glykolestern
DE2632158A1 (de) Acetoxylierungsverfahren
DE2120005C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Ameisensäure-, Essigsäure-, Propionsäure-, Benzoesäure- oder p-Toluolsäurediestern eines vicinalen C2 oder C3 -Glykols
DE2256847C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glykolestern
EP1436244B1 (de) Verfahren zur herstellung von acrylsäure durch heterogen katalysierte gasphasenoxidation
DE2341147B2 (de) Verfahren zur herstellung von benzoesaeure
DE2919090C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkadienmonocarbonsäureestern
DE1543151C (de) Verfahren zur Herstellung von Car bonylverbindungen
DE942809C (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure
DE1150060B (de) Verfahren zur Herstellung von Propylenoxyd durch Oxydation von Propylen
DE2356389A1 (de) Verfahren zur herstellung von glykolestern
DE1948787C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glykol-(carbonsäure)-diestern
DE2700538C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsäureestern
DE2757067C3 (de) Verfahren zur Herstellung von niedrigmolekularen, aliphatischen, einbasischen Carbonsäureestern vicinaler Glykole
DE2620444A1 (de) Verfahren zur herstellung von glykolestern
DE1543046C (de)
DE4029917A1 (de) Verfahren zur gleichzeitigen herstellung von essigsaeure und essigsaeureanhydrid
DE2264906C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Vorläufern für Polyethylenterephthalat
DE2049227A1 (en) Terephthalic acid prodn - by liquid phase para-xylene oxidn at high reactant mixing powder rates
DE1293142B (de) Verfahren zur Herstellung von Olefinoxiden sowie Isobuttersaeure
DE1262993B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoesaeure

Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal