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DE2636379A1 - Polymerisationsverfahren zur herstellung von aethergruppen aufweisenden aromatischen polyamiden - Google Patents

Polymerisationsverfahren zur herstellung von aethergruppen aufweisenden aromatischen polyamiden

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Publication number
DE2636379A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aromatic
dicarboxylic acid
organic solvent
ether groups
dibromide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19762636379
Other languages
English (en)
Inventor
Susum Era
Hisashi Kohkame
Ken Nanaumi
Fusaji Shoji
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Ltd
Original Assignee
Hitachi Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hitachi Ltd filed Critical Hitachi Ltd
Publication of DE2636379A1 publication Critical patent/DE2636379A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
    • C08G69/02Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
    • C08G69/26Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from polyamines and polycarboxylic acids
    • C08G69/32Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from polyamines and polycarboxylic acids from aromatic diamines and aromatic dicarboxylic acids with both amino and carboxylic groups aromatically bound

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE SCHIFF ν. FÜNER STREHL SCHÜBEL-HOPF EBBINGHAUS
MÜNCHEN SO, MARIAHILt=PLATZ 3*3 POSTADRESSE: D-» MÜNCHEN 95, POSTFACH 95CM βθ
CHCM. DR. OTMAR DITTMANN (T1*7S)
. LUOWia SCHIFF
•!PL. CHEM. DR. ALEXANDER v. FÖNER
T+/i am. We. PETER STREHL
I LlXQ. « „BOW- CHEM. DR. URSULA SCHÜBEL-HOPF
— _* » ~. ^ ΟΙ«- INQ. DIETER EBBINeHAUS
DA - 12 200
TELEFON (O80) «8 20 64
TELEX 8-23565 AURO D
TELESRAMME AUROMARCPAT MÜNCHEN
12.. August 1976
Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden aromatischen Polyamiden
Die Erfindung betrifft ein Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden aromatischen Polyami-■den und insbesondere solchen Polyamiden, die in der Schmelze fließfähig und insbesondere formbar sind.
Es ist gut bekannt, daß rein aromatische Polyamide einen höheren Schmelzpunkt und eine größere Wärmebeständigkeit als aliphatische Polyamide besitzen. Rein aromatische Polyamide sind jedoch in organischen Lösungsmitteln ohne die Hilfe von Lösungs-
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promotoren, wie LiCl oder CaCO3 unlöslich und besitzen keinen Erweichungspunkt und sind daher unschmelzbar. Demzufolge ist die Anwendbarkeit dieses Materials als Formmasse stark eingeschränkt.
In den US-Patentschriften 3 503 931 und 3 505 288 sind Äthergruppen enthaltende, aromatische Polyamide, die selbst in Abwesenheit eines Lösungspromotors in polaren organischen Lösungsmitteln löslich sind und einen hohen Schmelzpunkt aufweisen, sowie ein Polymerisationsverfahren zur Herstellung dieser aromatischen Polyamide beschrieben.
Das in diesen US-Patentschriften offenbarte Polymerisationsverfahren besteht darin, daß man ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin mit einem aromatischen Dicarbonsäuredihalogenid in einem polaren organischen Lösungsmittel bei einer niedrigen Temperatur, die 5°C.nicht übersteigt, umsetzt und den bei der Reaktion.der ersten Stufe gebildeten Halogenwasserstoff abtrennt. Kurz gesagt, werden nach diesen US-Patentschriften die Äthergruppen aufweisenden aromatischen Polyamide durch ein bei tiefer Temperatur durchgeführtes Polymerisationsverfahren in Lösung hergestellt.
Mit diesen bekannten Polymerisationsverfahren kann ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Polyamid mit hohem Molekulargewicht nur dann hergestellt werden, wenn bei der anfänglichen Stufe der Reaktion eines Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Diamins als erstem Ausgangsmaterial mit einem aromatischen Dicarbonsäuredihalogenid als zweitem Ausgangsmaterial eine niedrige Temperatur von nicht mehr als 50C aufrechterhalten wird. Demzufolge ist bei diesen bekannten Polymerisationsverfahren eine Einrichtung zur Steuerung der Temperatur in dem Reaktionsgefäß unerläßlich.
Heiterhin muß bei diesen bekannten Polymerisationsverfahren eine Auffangeinrichtung zum Abfangen des bei der Reaktion des ersten
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Ausgangsmaterials mit dem zweiten Ausgangsmaterial gebildeten Halogehwasserstö£fs* angewandt werden> Wobei selbst bei Anwendung^ ; dieser Auffangeinrichtung" "der Halogenwasserstöf f oder ein Salz ^ ■--davon in dem Eäidpröduk-fc verbleibt',· d. h. dem Äthergruppen auf*- .: . weisenden Polyamid. Demzufolge ist ein weiterer Schritt erfoif- · derlieh, um diesen Halogenwasserstoff und dessen Salze zu entfernen» ·.:;■ :.· :': ■ -.,.■;. . < ■. .-; ... -_.■:■':■„:·, ..·-■;-";.'- .··;.;. -■·
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin ,.-ein Polymerisationsverfahren für die Herstellung von Äthergruppen aufweisenden.aromatischen Polyamiden anzugeben, gemäß dem die Synthesereafction bei einer der Raumtemperatur angenäherten Temperatur fc10 bis-400C) in Gang gebracht und durchgeführt werden kann, bei dem kein besonderer Schritt "zur Entfernung der während der Synthesereaktion gebildeten Halögenwasserstoffe erforderlich ist, bei dem die Reaktionstemperatür während der Synthesereaktion- nicht in besonderer Weise gesteuert werden muß und das in bequemer Weise Äther-r grupp'en'aufweisende aromatische Polyamide liefert, die in der Schmelze fließfähig und insbesondere formbar sind; - ■ "
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamiden gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist; daß man
a) ein Äthefgruppen aufweisendes, aromatisches Diamin als erstes Aüsgangsmateri'al in einer wäßrigen Lösung eines Alkalis dispergiert; '- ' ' : ■--■"■ ' - " ■'■ ■'.'..■■■ -·■■.'. -λ·:':. ... ■ . _ \
b) als zweites Ausgangsmaterial ein aromatisches Dicarbohsäuredihalogenid in einem in Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel löst,
c) die in der Stufe b) erhaltene Lösung zu der in der Stufe a) erhaltenen Dispersion gibt und die Mischung bei einer der Raumtemperatur angenäherten Temperatur bewegt oder rührt,
d) die in der Stufe c) .erhaltene flüssige Reaktionsmischung in eine organische Löeungsmittelphase und eine wäßrige Phase auftrennt und
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e) aus der in der Stufe d) abgetrennten organischen Lösungsmittelphase ein in der organischen Lösungsmittelphase enthaltenes Reaktionsprodukt gewinnt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamide durch eine spezielle Grenzflächenpolymerisation gebildet.
Entsprechend dem erfindungsgemäßen Polymerisationsverfahren wird die Reaktion des ersten Ausgangsmaterials mit dem zweiten Ausgangsmaterial bei einer in der Nähe der Raumtemperatur liegenden Temperatur in Gang gebracht und durchgeführt. Weiterhin wird der bei der Reaktion gebildete Halogenwasserstoff durch das Alkali neutralisiert, das in dem Lösungsmittel enthalten ist, das in der ersten Stufe zum Dispergieren des ersten Ausgangsmaterials verwendet wird, wobei der Halogenwasserstoff in Wasser und ein Metallhalogenid überführt wird, das sich in der wäßrigen Phase löst, was zur Folge hat, daß das Metallhalogenid oder das Alkali nicht in das gebildete, Äthergruppen aufweisende, aromatische Polyamid eingearbeitet werden, da dieses in der organischen Phase gelöst ist.
Als Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin, das erfindungsgemäß als erstes Ausgangsmaterial eingesetzt wird, kann man beispielsweise verwenden: 4,4 "-Di-(p-aminophenoxy) -diphenylmethan, 4,4'-Di-(3-chlor-4-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4*-Di-(3-methyl-4-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4"-Di-(paminophenoxy)-3,3',5,5'-tetramethyldiphenylmethan, 4,4'-Bis-(3,5-dimethyl-4-p-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4'-Di-(p-amindphenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 4,4'-Di-O-chlor-^-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 4,4'-Di-(3-methyl-4-aminophenoxy)-diphenylpropan- (2,2), 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3" , 4,4'-tetramethyldiphenylpropan-{2,2) , 4,4' -Bis- (3,5-di-methyl-4-p-aminophenoxy) diphenylproapn-(2,2) und 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3'-dichlordiphenylpentan-(3,3) .
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Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten, Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Diamine enthält man gemäß der folgenden Methode:
Man setzt Bisphenol mit Natriumhydroxid oder dgl. zur Bildung eines Alkalisalzes um, das man dann mit p-Nitrochlorbenzol zu einer Dinitroverbindung umwandelt. Die in dieser Weise erhaltene Dinitroverbindung wird in Gegenwart eines Katalysators, wie Eisen-Chlorwasserstoff säure, Zinn-Chlorwasserstoffsäure, Palladium oder Raney-Nickel in ein Äthergruppen aufweisendes aromatisches Diamin überführt, das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als erstes Ausgangsmaterial eingesetzt wird. Die zur Bildung der alkalischen wäßrigen Lösung eingesetzte Alkalimenge ist vorzugsweise im wesentlichen äquimolar der Menge des ersten Ausgangsmaterials, d. h. der Menge des die Äthergruppen aufweisenden aromatischen Diamins, das in der alkalischen wäßrigen Lösung dispergiert wird.
Zur Bildung dieser alkalischen wäßrigen Lösung verwendet man als Alkali am bevorzugtesten NaOH.
Als aromatische Dxcarbonsäuredihalogenide, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als zweites Ausgangsmaterial eingesetzt werden, kann man beispielsweise nennen: Terephthalsäuredichlorid, Terephthalsäuredibromid, Ispphthalsäuredichlorid, Isophthalsäuredibromid, Diphenylather-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenylsulfön-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredichlorid und Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredibromid».
Das als zweites Ausgangsmaterial eingesetzte aromatische Dicarbonsäuredihalogenid wird in einer Menge von 0,9 bis 1,1 Mol, vorzugsweise in einer Menge von 1 Mol pro Mol des als erstes Ausgangsmaterial .eingesetzten, Äthergruppen aufweisenden aromatischen Diamins verwendet.
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Vorzugsweise wählt man unter den oben genannten aromatischen Dicarbonsäuredihalogeniden zwei Verbindungen aus und setzt sie in Kombination als zweites Ausgangsmaterial mit dem ersten Ausgangsmaterial um. Eine Kombination aus Isophthalsäuredichlorid und Terephthalsäuredichlorid ist hierfür besonders bevorzugt.
Die beiden aromatischen Dicarbonsäuredihalogenide werden vorzugsweise in im wesentlichen äquimolaren Mengen kombiniert. In diesem Fall beträgt die Gesamtmenge der beiden aromatischen Dicarbonsäuredichloride 0,9 bis 1,1 Mol/Mol des als erstes Ausgangsmaterial eingesetzten, Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Diamins.
Das als zweites Ausgangsmaterial verwendete aromatische Dicarbonsäuredihalogenid wird in Form einer Lösung in einem im Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt.
Als organische Lösungsmittel dieser Art kann man beispielsweise erwähnen:organische Ketonlösungsmittel, wie Cyclohexanon, Diisobuty!keton, Acetophenon, p-Methy!acetophenon und p-Methoxyacetophenon; chlorierte organische Lösungsmittel, wie Äthylenchlorid, Trichloräthylen (Trichlene), Perchloräthylen (Perchlene), Dichloräthan, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff; und andere organische Lösungsmittel, wie Nitrobenzol.
Vorzugsweise ist das in Wasser unlösliche organische Lösungsmittel, das zum Auflösen des als zweites Ausgangsmaterial eingesetzten aromatischen Dicarbonsäuredxhalogenids verwendet wird, in der Lage, das als erstes Ausgangsmaterial eingesetzte, Äthergruppen aufweisende aromatische Diamin zu lösen. Durch die Anwendung eines solchen in Wasser unlöslichen, organischen Lösungsmittels wird die an der Grenzfläche ablaufende Polykondensation der beiden Ausgangsmaterialien weiter gefördert.
Es ist weiterhin bevorzugt, das Wasser vollständig aus dem mit Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel zu entfernen.
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-Wenn man ein solches Lösungsmittel verwendet, kann man als Endprodukt ein aromatisches Polyätheramid mit hohem Molekulargewicht erhalten.
•Erfindungsgemäß verwendet man als in Wasser unlösliches organisches Lösungsmittel am bevorzugtesten Cyclohexanon.
Die bei der Reaktion des ersten Ausgangsmaterials mit dem zweiten Ausgangsmaterial gebildete flüssige Reaktionsmischung wird durch Dekantieren in eine organische Phase und eine wäßrige Phase aufgetrennt.
Dann wird lediglich die in dieser Weise abgetrennte organische Phase in Methanol, Äthanol oder Aceton eingetragen, worauf der Niederschlag gewonnen, getrocknet oder im Vakuum getrocknet wird, um das gewünschte aromatische Polyätheramid zu gewinnen.
"Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man als erstes Ausgangsmaterial eine Kombination aus einem Äthergruppen aufweisenden aromatischen Diamin, wie einem der oben erwähnten Diamine, und einem aromatischen Diamin mit einem niedrigeren Molekulargewicht verwenden. In diesem Fall wird das aromatische Diamin mit niedrigem Molekulargewicht in einer Menge von bis zu 50 ■Mol-%, bezogen auf das Äthergrüppen aufweisende, aromatische Diamin, eingesetzt.
--Als ein aromatisches Diamin mit niedrigem Molekulargewicht dieser Art kann man erfindungsgemäß beispielsweise verwenden: Diamino-m-xylol, m-Phenylendiamin, Hexamethylendiamin, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, 4,4'- Diaminodiphenyläther, 4,4'-Diaminodiphenylsulfon, 4,4l-Diaminodiphenylpropan-(2,2), 4,4'-Diaminodiphenylsulfid und 1,5-Diaminonaphthalin.
Es hat sich gezeigt, daß die nach dem erfindungsgemäßen Polymerisationsverfahren hergestellten, Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamide die folgenden charakteristischen Eigenschaften aufweisen!
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1) Sie besitzen einen Erweichungspunkt im Bereich von 200 bis 3000C und sind daher thermoplastisch oder in der Schmelze fließfähig.
2) Sie besitzen eine hohe Wärmebeständigkeit, die vergleichbar ist mit derjenigen von aromatischen Polyamiden mit einem Schmelzpunkt von 345 bis 4100C.
3) Sie lösen sich ohne die Hilfe eines Lösungsvermittlers in aprotischen/ polaren organischen Lösungsmitteln, wie N, N-Dimethylformamid, N-Methyl-2-pyrrolidon, Dimethylsulfoxid und Ν,Ν-Dimethylaeetamid.
4) Die reduzierte Viskosität (^ , ), gemessen bei 300C in Ν,Ν-Dimethylformamid, liegt im Bereich von 0,3 bis 1,5 dl/g.
Die nach dem erfindungsgemäßen Polymerisationsverfahren hergestellten, Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamide können in folgenden Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
1) Durch Ausnützung ihres Fließverhaltens in der Schmelze können sie direkt zu Gehäuseteilen für elektrische und Automobilbauteile verformt werden. Insbesondere können sie als Kunststoffkonstruktionsmaterialien und elektrisch isolierende Materialien verwendet werden.
2) Durch■Ausnutzung ihrer guten Löslichkeit in nichtprotonisehen, polaren organischen Lösungsmitteln können sie in in solchen Lösungsmitteln gelöster Form als elektrisch isolierende Lacke und zur Herstellung von Folien, Filmen und Fasern eingesetzt werden.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
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-Beispiel 1
Man beschickt einen 200 ml-Dreihalskolben, der mit einem Rührer und mit einem Thermometer ausgerüstet ist, mit 60 ml Wasser und löst dann 0,8 g Natriumhydroxid in dem Wasser. Dann gibt man 4,10 g 4,4l-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2) zu und dispergiert das Material unter Rühren. Dann gibt man zu der erhaltenen Dispersion schnell eine Lösung von 2,03 g Isophthalsäuredichlorid in 50 ml Cyclohexanon und rührt die Mischung heftig bei 400C. Man setzt das Rühren während 30 Minuten fort, worauf .man die flüssige Reaktionsmischung in einen Scheidetrichter überführt und die Cyclohexanonschxcht in Methanol einträgt. Der Niederschlag wird abfiltriert und getrocknet und ergibt ein Äthergruppen aufweisendes,aromatisches Polyamid mit einer reduzierten Viskosität {τ[ ~ / )von 0,81 dl/g. (Die reduzierte Viskosität wird an einer Lösung von 0,1 g des Polymeren in 100 ml (1 dl) N,N-Dimethylformamid bestimmt, die in einem Thermostaten bei 300C gehalten wird. Die reduzierende Viskosität wird in sämtlichen Beispielen in dieser Weise ermittelt).
Bei der Bestimmung des Glühverlustes unter Verwendung einer Thermowaage läßt sich feststellen, daß bei Temperaturen von bis zu 4050C kein Glühverlust auftritt. Das Polymere zeigt bei 2500C und bei einer Belastung von 300 kg in einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka type flow tester) eine Fließfähigkeit von 5,6 χ 10 cm3/see. Die Zugfähigkeit eines aus diesem aromatischen Polyamid bereiteten Formgegenstandes beträgt 840 kg/cm2.
Beispiel 2
Man beschickt den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben mit 60 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid, um eine wäßrige, alkalische Lösung herzustellen. Dann gibt man 4,10 g 4,4'-Di-(p-amino- -phenoxy)-diphenylpropan-(2,2) zu und dispergiert das Material unter Rühren. Dann gibt man schnell eine Lösung von 1,01 g Terephthalsäuredichlorid und 1,02 g Isophthalsäuredichlorxd in 50 ml
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Cyclohexanon zu der Dispersion und rührt die Mischung heftig bei 400C. Die Reaktion wird während 60 Minuten fortgesetzt, worauf die flüssige Reaktionsmischung nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet wird. Das Äthergruppen enthaltende, aromatische Polyamid besitzt eine reduzierte Viskosität C^sp/C) von 0,39 dl/g. Bei der Glühverlustbestimmung mit einer Thermowaage läßt sich kein Glühverlust bei Temperaturen von bis zu 345°C beobachten. Die bei 2500C und bei einer Last von 200 kg unter Verwendung einer Fließ-.. fähigkeitsprüf vorrichtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit beträgt 2,3 χ 10~ cm3/see.
Beispiel 3
Man beschickt den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben unter Bildung einer alkalischen wäßrigen Lösung mit 60 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann gibt man 4,38 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3',5,5"-tetramethyldiphenylmethan zu der wäßrigen Lösung und dispergiert das Material unter Rühren. Dann versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 2„96 g Isophthalsäuredibromid in 60 ml Cyclohexanon und führt die Reaktion während 30 Minuten bei Raumtemperatur durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise behandelt, so daß man ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität ( Jj / ) des aromatischen Polyamids beträgt 0,39 dl/g. Beim Bestimmen des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 3450C kein Glühverlust zu beobachten. Die bei 250°C und bei einer Belastung von 200 kg unter Verwendung einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 2ff3 χ 10 cm3/see»
Beispiel 4
Zur Bildung einer alkalischen, wäßrigen Lösung beschickt man den in Beispiel 1 verwendeten Dreihalskolben mit 80 ml Wasser
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und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann versetzt man die wäßrige Lösung mit 5,07 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3'-dichlordiphenylpentaniS^1) und dispergiert das Material unter Rühren. Dann versetzt -iaan die Dispersion schnell mit einer Lösung von 2,95 g Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredichlorid in 60 ml Dibutylketon und führt die Reaktion während 120 Minuten bei 200C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet und ergibt ein Äthergruppen enthaltendes, aromatisches Polyamid. Die reduzierte
-Viskosität ( ·■#"/_) <ies aromatischen Polyamids beträgt 0,32 dl/g. *- sp/c
Bei der Untersuchung des Glühverlustes mit einer Thermowaage "läßt sich bei Temperaturen von bis zu 3500C kein Glühverlust beobachten. Die bei 2500C und bei einer Belastung von 200 kg unter Verwendung einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 1,8 χ 10~ cm3/see.
Beispiel 5
Man beschickt den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben zur Bildung einer alkalischen, wäßrigen Lösung mit 60 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann .versetzt man die wäßrige Lösung mit 4,10 g 4,4'^Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2) und dispergiert das Material unter Rühren. Dann versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 2,78 g Naphthalin-
—175-dicarbonsäuredichlorid in 60 ml -Acetophenon und führt die Reaktion während 60 Minuten bei 400C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung behandelt man nach der in Beispiel 1 be-
—schriebenen Verfahrensweise und erhält ein Äthergruppenaufweisendes, aromatisches Polyamid. Die reduzierte Viskosität . ( HSO/C) äes aromatischen Polyamids beträgt 0,41 dl/g. Bei der Untersuchung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 372 0C kein -Glühverlust festzustellen. Die Fließfähigkeit des bei 2500C und unter einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka)
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bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 1,4 χ 10 cm3/see.
Beispiel 6
Zur Bildung einer alkalischen, wäßrigen Lösung beschickt man den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben mit 70 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann gibt man 2,05 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2) und 2,33 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3',5,5'-tetramethyldiphenylpropan-(2,2) zu der wäßrigen Lösung und dispergiert die Verbindungen unter Rühren. Anschließend versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 1,62 g Isophthalsäuredichlorid und 0,41 g Terephthalsäuredichlorid in 40 ml Methylenchlorid und führt die Reaktion während 60 Minuten bei 400C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet, wobei man ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Polyamid erhält. Die reduzierte
Viskosität (V / ) des aromatischen Polyamids beträgt 1,13 dl/g, ι sp/c
Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 3820C kein Glühverlust festzustellen. Die bei 2500C unter einer Belastung von 200 kg auf einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 0,98 χ 10 cm3/see.
Beispiel 7
Zur Bildung einer alkalischen, wäßrigen Lösung beschickt man den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben mit 60 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann versetzt man die wäßrige Lösung mit 3,28 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2) und 0,22 g m-Phenylendiamin und dispergiert die Materialien unter Rühren. Dann versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 2,03 g Isophthalsäuredichlorid in 50 ml Cyclohexanon und führt die Reaktion während 60 Minuten bei 400C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise behandelt, wobei man ein Äthergruppen enthaltendes, aromatisches
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Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität (^SD/C) des aromatischen Polyamids beträgt 1,02 dl/g. Bei der Bestimmung des
Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 4000C kein Glühverlust festzustellen. Die bei 2500C unter einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Fließfähig-
keitsprüfvorrichtung (Koka) ermittelte Fließfähigkeit des aro-
-3
matischen Polyamids beträgt 1,2 χ 10 cm3/see.
Beispiel 8
Zur Bildung einer alkalischen, wäßrigen Lösung beschickt man
den in Beispiel 1 beschriebenen Dreihalskolben mit 60 ml Wasser und 0,8 g Natriumhydroxid. Dann versetzt man die wäßrige
Lösung mit 3,26 g 4,4'-Di(p-aminophenoxy)-3,3',4,4'-tetramethyldiphenylmethan und 0,6 g 4,4'-Diaminodiphenyläther und dispergiert die Materialien unter Rühren. Anschließend versetzt man
die Dispersion schnell mit einer Lösung von 2,03 g Terephthalsäuredichlorid in 50 ml Cyclohexanon und führt die Reaktion während 180 Minuten bei 400C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird in einen Scheidetrichter überführt, worauf man die organische Schicht abtrennt und in Aceton einträgt, um das erhaltene Polymere auszufällen. Der Niederschlag wird abfiltriert und getrocknet, wobei man das Äthergruppen aufweisende, aromatische Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität (^3/) äes aromatischen Polyamids beträgt 1,32 dl/g. Bei der Bestimmung
--des <31ühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 395°C kein Glühverlust festzustellen. Die bei 2500C unter einer Belastung von 200 kg mit einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) ermittelte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 0,7 χ 10 cm3/see.
Beispiel 9
Man beschickt einen 300 ml-Dreihalskolben, der mit einem Ruh*-
rer und einem Thermometer ausgerüstet ist, mit 9,84 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-dipheny!propan-(2,2), 1,20 g 4,4'-Diaminodiphenyläther, 2,40 g Natriumhydroxid und 45 ml Wasser und
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rührt die Mischung zur Bildung einer Dispersion. Dann versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 4,06 g Isophthalsäuredichlorid und 2,03 g Terephthalsäuredxchlorxd in 150 ml Cyclohexanon und führt die Reaktion während 180 Minuten bei Raumtemperatur durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet, wobei man das Äthergruppen enthaltende, aromatische Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität ( Tf . ) des aromatischen Polyamids beträgt 0,75 dl/g. Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage läßt sich bei Temperaturen von bis zu 2700C kein Glühverlust feststellen. Die bei 2700C unter einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Fließfähigkextsprüfvorrxchtung (Koka) ermittelte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 1,8 χ 10 cm3/see.
Beispiel 10
In einem 500 ml-Dreihalskolben bereitet man eine Dispersion aus 9,58 g 4,4'-Di-(3-chlor-4-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 1,16 g Hexamethylendiamin, 60 ml Wasser und 2,40 g Natriumhydroxid. Dann versetzt man die Dispersion schnell mit einer Lösung von 3,05 g Isophthalsäuredichlorid und 3,04 g Terephthalsäuredxchlorxd in 200 ml p-Methoxyacetophenon und führt die Reaktion während 300 Minuten bei 100C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt, so daß man das Äthergruppen aufweisende, aromatische Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität ( t\ SD/C) des aromatischen Polyamids beträgt 1,03 dl/g. Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage läßt sich kein Glühverlust bei Temperaturen von bis zu 3820C beobachten. Die bei 2700C und unter einer Belastung von 200 kg unter Verwendung einer Fließfähigkextsprüfvorrxchtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 4,5 χ 10 cm3/see.
Beispiel 11
In dem in Beispiel 9 verwendeten Dreihalskolben bereitet man
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eine Dispersion, die 11,46 g 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 90 ml Wasser und 2,40 g Natriumhydroxid enthält. Man versetzt die Dispersion schnell mit einer Lösung von 3,05 g Isophthalsäuredichlorid und 3,04 g Terephthalsäuredxchlorxd in 150 ml Cyclohexanon und führt die Reaktion währed 300 Minuten bex20°C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise aufgearbeitet , so daß man das Äthergruppen enthaltende, aromatische Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität (W , ) des aromatischen
ι sp/c
Polyamids beträgt 0,79 dl/g. Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage läßt sich kein Glühverlust bei Temperaturen von bis zu 4050C feststellen. Die bei 2700C unter einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) bestimmte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 2,5 χ 10 cm3/see.
Beispiel 12
In dem in Beispiel 10 beschriebenen Dreihalskolben bereitet man eine Dispersion aus 6,99 g 4,4l-Bis(3,5-dimethyl-4-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 2,07 g Diamino-m-xylol, 60 ml Wasser und 2,40 g Natriumhydroxid. Man versetzt die Dispersion dann schnell mit einer Lösung von 3,05 g Isophthalsäuredichlorid und 3,04 g Terephthalsäuredxchlorxd in 200 ml Diisobutylketon und führt die Reaktion während 240 Minuten bei 400C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise behandelt, so daß man ein Äthergruppen aufweisendes, aromatischen Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität, ( Tl ι ) des aromatischen Polyamids beträgt 0,48 dl/g. Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage läßt sich bei Temperaturen von bis zu 4000C kein Glühverlust feststellen. Die bei 2700C unter einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Fließfähigkeitsprüfvorrichtung (Koka) ermittelte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 3,1 χ 10~ cm3/see.
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253637g
Beispiel 13
In einem 500 ml-Dreihalskolben, der mit einem Rührer, einem Thermometer und einem Rückflußkühler ausgerüstet ist, bereitet man eine Dispersion aus 13,14 g 4,4'-Di-(3-methyl-4-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 90 ml Wasser und 2,40 g Natriumhydroxid. Manversetzt die Dispersion schnell mit einer Lösung von 4,06 g Isophthalsäuredichlorid und 2,03 g Terephthalsäuredichlorxd in 200 ml Dichloräthan und führt die Reaktion während 300 Minuten bei 100C durch. Die erhaltene flüssige Reaktionsmxschung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise behandelt, so daß man ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Polyamid erhält. Die reduzierte Viskosität ( ^ Sp/c^ des aroinat:LSchen Polyamids beträgt 0,56 dl/g. Bei der Bestimmung des Glühverlustes mit Hilfe einer Thermowaage ist bei Temperaturen von bis zu 3900C kein Glühverlust festzustellen. Die bei 2700C und bei einer Belastung von 200 kg mit Hilfe einer Flxeßfähigkeitsprufvorrichtung (Koka) ermittelte Fließfähigkeit des aromatischen Polyamids beträgt 2,9 χ 10 cm3/see.
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Claims (1)

  1. 2B36379
    Patentansprüche
    'Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin in einer alkalischen, wäßrigen Lösung dispergiert,
    b) ein aromatisches Dicarbonsäuredihalogenid in einem in Was- -ser -unlöslichen organischen Lösungsmittel löst,
    c) die in der Stufe b) erhaltene Lösung zu der in der Stufe a) erhaltenen Dispersion gibt und die Mischung bei einer der Raumtemperatur angenäherten Temperatur rührt,
    d) die in der Stufe c) erhaltene flüssige Reaktionsmischung in eine organische Lösungsmittelphase und eine wäßrige Phase auftrennt und
    e) aus der in der Stufe d) abgetrennten organischen Lösungsmittelphase ein in der organischen Lösungsmittelphase enthaltenes Reaktionsprodukt gewinnt.
    . 2_, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe a) als alkalische, wäßrige Lösung eine wäßrige Natriumhydroxidlösung einsetzt.
    S."Verfahren nach Anspruch 1, "dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe b) als in Wasser unlösliches organisches Lösungsmittel ein organisches Ketonlösungsmittel, ein chloriertes organisches Lösungsmittel und/oder Nitrobenzol verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als organisches Ketonlösungsmittel Cyclohexanon, Diisobutylketon, Acetophenon, p-Methylacetophenon und/oder p-Methoxyacetophenon verwendet.
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    5. Verfahren nach Anspruch 3/ dadurch gekennzeichnet, daß man als chloriertes organisches Lösungsmittel Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Dichloräthan, Chloroform und/oder Tetrachlorkohlenstoff einsetzt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe a)" als Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4'-Di-(3-chlor-4-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4'-Di-(3-methyl-4-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3',5,5'-tetramethyldiphenylmethan, 4,4'-Bis(3,5-dimethyl-4-p-aminophenoxy)-diphenylmethan, 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2), 4,4'-Di-(3-chlor-4-aminophenoxy)-dipheny !propan- (2,2), 4,4'-Di-(3-methyl-4-aminophenoxy)-dipheny lpropan- ( 2 , 2 ) , 4,4'-Di-(p-aminophenoxy)-3,3',4,4'-tetramethyldxphenylpropan-(2,2), 4,4'-Bis(3,5-dimethyl-4-p-aminophenoxy)-diphenylpropan-(2,2) und/oder 4,4'-Di-(paminophenoxy)-3,3"-dichlordiphenylpentan-(3,3) einsetzt.
    7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als aromatisches Dicarbonsäuredihalogenid Terephthaisäuredichlorid, Terephthalsäuredibromid, Isophthalsäuredichlorid, Isophthalsäuredibromid, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäure-Sichlorid, Dipheny1-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredichlorid und/oder Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredibromid verwendet.
    8. Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin in einer
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    alkalischen, wäßrigen Lösung dispergiert, wobei das Molverhältnis von Alkali in der wäßrigen Lösung zu dem Äther- _jgruppen aufweisenden, aromatischen Diamin im wesentlichen 100 % beträgt,
    b) zwei aromatische Dxcarbonsäuredihalogenide in einem in Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel löst, wobei man .das Molverhältnis des einen aromatischen Dicarbonsäuredihalogenids bezogen auf das andere aromatische Dicarbon- -säuredihalogenid im wesentlichen bei 100 % hält und die Gesamtmenge der beiden aromatischen Dxcarbonsäuredihalogenide, bezogen auf das Äthergruppen aufweisende, aromatische Diamin im wesentlichen 100 Mol-% beträgt,
    c) die in der Stufe d) erhaltene Lösung zu der in der Stufe a) erhaltenen Dispersion zusetzt und die Mischung bei einer Temperatur von 10 bis 400C rührt,
    d) die in der Stufe c) erhaltene flüssige Reaktionsmischung in eine organische Lösungsmittelphase und eine wäßrige Phase auftrennt und
    e) aus der in der Stufe d) abgetrennten organischen Lösungs- -jnittelphase ein in der organischen Lösungsmittelphase enthaltenes Reaktionsprodukt gewinnt.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man ■±n "der Stufe b) als in Wasser unlösliches organisches Lösungsmittel Cyclohexanon, Diisobutylketon, Acetophenon, p-Methylacetophenon, p-Methoxyacetophenon, Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Dichloräthan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und/oder Nitrobenzol verwendet.
    10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die beiden in der Stufe b) eingesetzten aromatischen Dxcarbonsäuredihalogenide .aus der Terephthalsäuredichlorid, Terephthalsäuredibromid, Isophthalsäuredichlorxd, Isophthalsäuredibromid, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenyl-
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    ORKSiNAL INSPECTlD
    äther-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredibromid , Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredichlorid, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredichlorid und Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredibromid umfassenden Gruppe auswählt.
    11. Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) ein Äthergruppen aufweisendes aromatisches Diamin in einer wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid dispergiert, wobei man ein Molverhältnis von Natriumhydroxid in der wäßrigen Lösung, bezogen auf das Äthergruppen aufweisende aromatische Diamin, im wesentlichen bei 100 % hält,
    b) Isophthalsäuredichlorid und Terephthalsäuredichlorid in einem in Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel löst, wobei das Molverhältnis von Isophthalsäuredichlorid, bezogen auf Terephthalsäuredichlorid im wesentlichen 100 % beträgt und die Gesamtmenge der beiden Säuredichloride, bezogen auf das Äthergruppen aufweisende aromatische Diamin im wesentlichen 100 Mol-% beträgt,
    c) die in der Stufe b) erhaltene Lösung zu der in der Stufe a) erhaltenen Dispersion zusetzt und die Mischung bei einer Temperatur von 10 bis 400C rührt,
    d) die in der Stufe c) erhaltene flüssige Reaktionsmischung
    in eine organische Lösungsmittelphase und eine wäßrige Phase auftrennt, und
    e) aus der in der Stufe d) abgetrennten organischen Lösungsmittelphase ein in der organischen Lösungsmittelphase enthaltenes Reaktionsprodukt gewinnt.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man
    in der Stufe b) als in Wasser unlösliches organisches Lösungs-
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    ORIGINAL 'IN$F€CTSD
    mittel Cyclohexanon,Diisobutylketon, Acetophenon, p-Methylacetophenon, p-Methoxyacetophenon, Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Dichloräthan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und/oder Nitrobenzol verwendet.
    13. Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Äthergruppen aufweisenden, aromatischen Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) ein Äthergruppen aufweisendes, aromatisches Diamin und ein aromatisches Diamin mit einem niedrigeren Molekulargewicht als das Äthergruppen aufweisende aromatische Diamin in einer alkalischen, wäßrigen Lösung dispergiert, wobei das Molverhältnis von Alkali in der wäßrigen Lösung, bezogen auf die beiden aromatischen Diamine, im wesentlichen 100 % und das Verhältnis von niedrigmolekularem Diamin bis zu 50 Mol-%, bezogen auf das Äthergruppen aufweisende, aromatische Diamin/betragen,
    b) zwei aromatische Dxcarbonsäuredxhalogenide in einem im Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel löst, wobei das Molverhältnis des einen aromatischen Dicarbonsäuredihalogenids im wesentlichen 100 % beträgt, bezogen auf das andere aromatische Dxcarbonsäuredihalogenxd, und die Gesamtmenge der beiden aromatischen Dxcarbonsäuredxhalogenide, bezogen auf die beiden aromatischen Diamine,im wesentlichen 100 Mol-% beträgt,
    c) die in der Stufe b) erhaltene Lösung zu der in der Stufe a) erhaltenen Dispersion zusetzt und die Mischung bei einer Temperatur von 10 bis 400C rührt,
    d) die in der Stufe c) erhaltene flüssige Reaktionsmischung
    in eine organische Lösungsmittelphase und eine wäßrige Phase auftrennt, und
    e) aus der in der Stufe d) abgetrennten organischen Lösungsmittelphase ein in der organischen Lösungsmittelphase enthaltenes Reaktionsprodukt gewinnt.
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    ORIGiWAL INSPECTiD
    14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man
    in der Stufe b) als in Wasser unlösliches organisches Lösungsmittel Cyclohexanon, Diisobutylketon, Acetophenon, p-Methylacetophenon, p-Methoxyacetophenon, Methylendichlorid, Tirichloräthylen, Perchloräthylen, Dichloräthan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und/oder Nitrobenzol verwendet.
    15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die in der Stufe b) eingesetzten beiden aromatischen Dicarbonsäuredihalogenide aus der Terephthalsäuredxchlorxd, Terephthalsäuredibromid, Isophthalsäuredichlorid, Isophthalsäuredibromid, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredichlorxd, Diphenyläther-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredichlorxd , Diphenylsulfon-4,4'-dicarbonsäuredibromid, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredichlorxd, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäuredibromid , Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredichlorid und Naphthalin-1,5-dicarbonsäuredibromid umfassenden Gruppe auswählt.
    16. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe a) als aromatisches Diamin, das ein geringeres
    * Molekulargewicht als das Äthergruppen aufweisende, aromatische Diamin besitzt, aus der Gruppe auswählt, die Diamino-m-xylol, m-Phenylendiamin, Hexamethylendiamin, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, 4,4'-Diaminodiphenylather, 4,4'-Diaminodipheny:Lsulfon, 4,4'-Diaminodiphenylpropan-(2,2), 4,4'-Diaminodiphenylsulfid und 1,5-Diaminonaphthalin umfaßt.
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