DE2629361B1 - Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilitaet - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der SuggestibilitaetInfo
- Publication number
- DE2629361B1 DE2629361B1 DE2629361A DE2629361A DE2629361B1 DE 2629361 B1 DE2629361 B1 DE 2629361B1 DE 2629361 A DE2629361 A DE 2629361A DE 2629361 A DE2629361 A DE 2629361A DE 2629361 B1 DE2629361 B1 DE 2629361B1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- phase
- test
- rails
- nail board
- reaction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000012360 testing method Methods 0.000 title claims description 82
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 206010064093 Suggestibility Diseases 0.000 title claims description 11
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims description 47
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 7
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 7
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 2
- 230000035484 reaction time Effects 0.000 claims description 2
- 230000000803 paradoxical effect Effects 0.000 description 12
- 210000000245 forearm Anatomy 0.000 description 7
- 230000001755 vocal effect Effects 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 230000008859 change Effects 0.000 description 3
- 230000008447 perception Effects 0.000 description 3
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 3
- 238000010998 test method Methods 0.000 description 3
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 3
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 230000003321 amplification Effects 0.000 description 2
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 2
- 230000010354 integration Effects 0.000 description 2
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 210000000707 wrist Anatomy 0.000 description 2
- 208000019901 Anxiety disease Diseases 0.000 description 1
- 206010049816 Muscle tightness Diseases 0.000 description 1
- 206010029333 Neurosis Diseases 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000036506 anxiety Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 210000004556 brain Anatomy 0.000 description 1
- 238000005253 cladding Methods 0.000 description 1
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000009223 counseling Methods 0.000 description 1
- 230000004300 dark adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000004069 differentiation Effects 0.000 description 1
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 1
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000003340 mental effect Effects 0.000 description 1
- 208000015238 neurotic disease Diseases 0.000 description 1
- 229940124641 pain reliever Drugs 0.000 description 1
- 230000008058 pain sensation Effects 0.000 description 1
- 230000008255 psychological mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000001603 reducing effect Effects 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 230000004044 response Effects 0.000 description 1
- 230000004043 responsiveness Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000005728 strengthening Methods 0.000 description 1
- 238000003786 synthesis reaction Methods 0.000 description 1
- 238000002560 therapeutic procedure Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B5/00—Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
- A61B5/16—Devices for psychotechnics; Testing reaction times ; Devices for evaluating the psychological state
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Hospice & Palliative Care (AREA)
- Pathology (AREA)
- Developmental Disabilities (AREA)
- Psychiatry (AREA)
- Psychology (AREA)
- Social Psychology (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Child & Adolescent Psychology (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Educational Technology (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Medical Informatics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Surgery (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)
Description
Im Laufe der Zeit ist eine riesige Anzahl von Tests und Meßverfahren für psychologische Persönlichkeitskomponenten entwickelt worden. Trotz dieser großen
Anzahl lassen sich alle psychologischen Tests im wesentlichen in drei Gruppen einteilen.
Zur ersten Gruppe gehören die psychometrischen Tests, bei denen der dargebotene Reiz hoch strukturiert
ist, d.h. die Aufgabenstellung und das Ergebnis ist eindeutig; die im Test gegebene Antwort des Probanden
ist entweder richtig oder falsch. Zu den psychometrischen Tests gehören die bekannten Intelligenztests. Wie
bei allen psychometrischen Tests ist dem Probanden in der Regel das Ziel des Tests bekannt. Psychometrische
Tests können von Laien durchgeführt bzw. ausgewertet werden.
Zur zweiten Gruppe gehören die projektiven Tests, bei denen der dargebotene Reiz wenig strukturiert ist;
d.h. die gestellte Aufgabe läßt eine Vielzahl von Lösungen zu. Dies ist im wesentlichen darauf zurückzuführen,
daß jeder Reiz eine Vielfalt von Reaktionsmöglichkeiten anbietet, wobei jedoch die einzelne Reaktion
des Probanden nicht als richtig oder falsch bezeichnet werden kann, da jede Reaktion im Zusammenhang mit
allen anderen Reaktionen nach arbeitstechnisch meist höchst komplexen Gesichtspunkten interpretiert werden
muß. Auch hier hat der Proband die Möglichkeit, seine Antworten willkürlich abzuändern, wenn er meint,
damit seinen Interessen zu dienen. Projektive Tests liefern häufig qualitative Aussagen. Sie können nur vom
Psychologen durchgeführt und ausgewertet werden, wobei das Ergebnis in sehr starkem Maße vom
Auswertenden, insbesondere von seiner wissenschaftlichen Auffassung abhängig ist.
Zur dritten Gruppe gehören die objektiven Tests, bei denen das Testziel dem Probanden gänzlich unbekannt
ist. Diese Tests gehen entweder von einer empirisch verifizierten Korrelation aus, deren theoretische Grundlage
durchaus nicht immer bekannt zu sein braucht, wie z. B. Dunkeladaptation und Neurosebereitschaft, Pulsbeschleunigung
und Angst oder geistige Arbeit und Muskelanspannung. Bei diesen Tests kann auch eine
standardisierte Testsituation geschaffen werden, die möglichst einer realen Lebenssituation entspricht,
wobei davon ausgegangen wird, daß das Verhalten in der Testsituation relativ eng mit den allgemeinen Zügen
des Probanden übereinstimmt. Eine solche Annahme ist jedoch sehr problematisch, obwohl das Verhalten des
Probanden bei dem objektiven Test eindeutig wertbar und meßbar ist. Jedoch sind heute objektive Tests noch
nicht so ausgereift, daß sie sich für individual-diagnostisehe
Zwecke eignen.
Trotz der riesigen Anzahl der bekannten Testverfahren fehlt es heute nach wie vor an einer genauen
theoretischen und praktischen Bestimmung der zu untersuchenden psychischen Dimension der Suggestion
bzw. der Suggestibilität Der Begriff-Suggestion und deshalb zwangsläufig auch der der Suggestibilität ist zur
Zeit vieldeutig. Einerseits ist damit die Tendenz gemeint, eine Reaktion zu wiederholen, die man in einer analogen
Situation bereits zeigte und das fortzusetzen, was man zu tun begonnen hatte. Es ist jedoch fraglich, ob dieses
Verhalten etwas mit Suggestion zu tun hat und ob es sich hier nicht um die falsche Generalisierung eines
Lernprozesses handelt Andererseits gibt es den Begriff der sogenannten Prestige-Suggestion. Bei Zugrundelegung
der hierfür allgemein anerkannten Definition versteht man unter Suggestion die Beeinflussung von
Menschen in Hinsicht auf ihre Denk-, Gefühls- und Willensabläufe. In erster Linie erscheint das als
wesentlich, was die Basis der Prestige-Suggestion bildet. Hier gibt es zur Zeit nur ein von außerhalb der
psychischen Beschaffenheit des zu Untersuchenden liegenden Komponente abhängiges Verfahren, nämlich
der sogenannte Body-Sway-Test. Bei diesem Test wird die Versuchsperson aufgefordert, mit geschlossenen
Augen unbeweglich stehenzubleiben. Dann sagt man der Versuchsperson: »Achtung, Sie werden nach
vorwärts fallen. Sie fallen nach vorwärts, Sie fallen!« Die Mehrzahl der Versuchspersonen neigt dabei ihren
Körper nach vorne. Die hier zur Anwendung kommende Prestige-Suggestion ist um so wirkungsvoller, je
höher die Position der untersuchenden Person ist Die Mängel dieses Tests bestehen unter anderem darin, daß
er nur auf die verbale Ebene beschränkt ist, der dargebotene Reiz weder variierbar noch modifizierbar
und die Aussage äußerst ungenau ist, da das Verhalten des Probanden von dessen individueller Einstellung zum
Versuchsleiter abhängig ist, was kaum zu qualifizieren und exakt qualitativ zu beschreiben ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein zum Testen und Messen der individualpsychologischen
Komponente der Suggestibilität geeignetes Verfahren vorzuschlagen, mittels dessen aufgrund verbaler und
nichtverbaler Suggestivimpulse auch von einem Laien die Suggestibilität von Personen objektiv gemessen
werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einer ersten Phase ein
bewegbarer Körperteil (z.B. Arm) des Probanden verdeckt auf eine Unterlage aufgelegt wird, danach in
einer zweiten Phase die Auflagefläche der Unterlage durch Absenken eines Teils dieser Unterlage reduziert
und gleichzeitig damit ein am Körperteil angreifender mechanischer Widerstand zunehmend gespannt wird
und daß in einer dritten Phase ein leichter Schmerzreiz auf den Körperteil ausgeübt wird, und daß in allen drei
Phasen die Reaktionszeit des Probanden zwischen der Reizauslösung und der Reaktion gemessen wird. Das
erfindungsgemäße Verfahren stellt eine methodische Synthese aller drei bisher bekannten Testmethoden, d. h.
des psychometrischen, projektiven und objektiven Tests dar. Somit sind bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
die dargebotenen Reize hoch strukturiert sowie variierbar und modifizierbar. Die Reaktionen des
Probanden sind ferner begrenzt und ermöglichen eine eindeutige Aussage; vor allen Dingen ist der Test
unabhängig von der Einstellung des Probanden zum Versuchsleiter, wobei Aussagen sowohl qualitativer als
auch quantitativer Art gewonnen werden. Bei richtiger Durchführung des Tests können die Ergebnisse durch
den Probanden nicht verfälscht werden, da das Ziel des Tests bzw. das Verfahren für den Probanden völlig
undurchschaubar ist Die ermittelten Werte können neben individual-diagnostischen Zwecken insbesondere
für prognostische Zwecke nutzbar gemacht werden, beispielsweise bei der Berufsberatung bzw. beim Testen
von Bewerbern in Industriebetrieben, und zwar in solchen Fällen, wo sich die Bewerber um Stellen
bewerben, bei denen es auf Menschenführung ankommt. In diesem Zusammenhang ist es außerordentlich
wichtig, daß der erfindungsgemäße Test von Nichtpsychologen durchgeführt und ausgewertet werden kann,
praktisch also von jedem Laien. Schließlich ist der Test auch unabhängig von der Einstellung des Probanden
zum Versuchsleiter.
Mit der Erfindung ist es erstmals gelungen, die Suggestibilität objektiv zu messen, und zwar nicht nur
durch Ansprechbarkeit auf Verbalsuggestion, sondern auch auf nichtverbale Suggestivimpulse. Damit wird
eine Lebensnähe bzw. Lebensanalogie erzielt, die durch keine anderen Tests bisher erreicht werden konnte.
Somit ergibt sich die Möglichkeit bei allen Berufen, bei denen Menschenführung und/oder das selbständige
Lösen komplexer Situationen und Aufgaben eine Rolle spielen, die Komponente der Suggestibilität zu messen.
Darüber hinaus können durch das erfindungsgemäße Verfahren paradoxe Reaktionen, die bisher durch
andere Testverfahren ebenfalls objektiv nicht festgestellt werden konnten, ermittelt werden, die sowohl für
die Diagnostik als auch für die Auswahl einer Therapie äußerst wertvoll sind.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung wird die Reizauslösung in der ersten und dritten Phase
akustisch eingeleitet. In der zweiten Phase dagegen gibt es keine akustische Einleitung der Reizauslösung, so daß
der Proband vergeblich auf ein solches Zeichen wartet und daher keine Möglichkeit hat, das Ergebnis zu
verfälschen.
Eine bevorzugte Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Meßvorrichtung
mit einer Unterlage aus mehreren getrennten Teilen, von denen mindestens eines gegenüber dem oder
den anderen absenkbar ist, einem an dem oder den absenkbaren Teilen befestigten und an einem Körperteil
(z. B. Arm) eines Probanden angreifenden, mechanischen Widerstand, sowie einem auf die Oberseite des
Körperteils bewegbaren, einen Schmerzreiz auslösenden Element sowie durch eine die Reaktionen des
Probanden anzeigende und/oder aufzeichnende Anzeigevorrichtung mit einem Detektor. Eine solche Vorrichtung
ermöglicht aufgrund ihrer multidimensionalen Arbeitsweise ein der Realität analoges Ineinandergreifen
qualitativ verschiedener Suggestivimpulse, wobei es zu einer Integration aller Impulse in einer Richtung
kommt.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Untersuchungssessel mit einer in dessen
Lehnen eingebauten Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig.2 einen Teil des Untersuchungssessels mit der
Vorrichtung in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 einen Teil der Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,
Fig.4 und 5 weitere Teile der Vorrichtung in der
Seitenansicht,
F i g. 6 den Untersuchungssessel in der Seitenansicht,
F i g. 7 einen Teil der Rückansicht des Untersuchungssessels und
F i g. 8 den Untersuchungssessel in der Rückansicht.
In einem in F i g. 1 dargestellten Untersuchungssessel
I ist in dessen beiden Armlehnen die erfindungsgemäße
Vorrichtung eingebaut. Zur Vorrichtung gehört eine im einzelnen nicht dargestellte Anzeigevorrichtung, die in
weiter unten näher beschriebenen Weise mit der Vorrichtung verbunden ist. Die Vorrichtung besteht —
wie insbesondere aus Fig.2 hervorgeht — im wesentlichen aus einer Unterlage mit einer festen,
mittleren Schiene 1' und zwei äußeren, absenkbaren Schienen 4, die an ihrem hinteren Ende um eine Achse
10 schwenkbeweglich gelagert sind. Ferner gehören zur Vorrichtung ein ein Schmerzerlebnis auslösendes
Element in Gestalt eines Nagelbretts 3, das mit einer Achse 6 fest verbunden ist. Die Achse 6 erstreckt sich
durch eine Hülse 8 und Lager 9 einer Schutzverkleidung 2. Diese kann ebenso wie das Nagelbrett 3 um 90°
zwischen einer waagerechten und einer senkrechten Lage verschwenkt werden. Die Schutzverkleidung 2
rastet in aufgeklapptem Zustand mit einer Kugelplatte
II in einen Kugeldruckverschluß 7 am Untersuchungssessel 1 ein und ist somit in der vertikalen Stellung
arretiert. In der waagerechten Stellung schließen die äußeren Schienen 4 mit der mittleren Schiene Γ des
Untersuchungssessels 1 bündig ab. Alle Schienen sind von einer nicht dargestellten Membran umgeben. An
den vorderen Enden der Schienen 4 ist noch eine Spirale 5 befestigt, deren Zweck weiter unten näher beschrieben
wird.
Wie aus F i g. 3 hervorgeht, ist in der Stirnseite der Schutzverkleidung 2 ein Schlitz 12 angeordnet, durch
den ein am Nagelbrett 3 befestigter Arretierstift 12' hindurchgreift, so daß das Nagelbrett 3 und die
Schutzverkleidung 2 in der hochgeklappten Stellung miteinander arretiert werden können.
Wie aus F i g. 4 hervorgeht, ist an der Rückseite des Nagelbretts 3 ein Gelenkhebel 13 mit einer konischen
Gewindehülse 14 angelenkt, die sich um eine waagerechte Achse 21 drehen kann. In waagerechter Stellung
des Nagelbretts 3 wirkt die Gewindehülse 14 mit einem Gewindestift 16 zusammen, der durch den Untersuchungssessel
1 geführt ist und an dessen Außenseite mit einem Betätigungsrad 17 verbunden ist. Der Gewindestift
16 und das Betätigungsrad 17 sind durch eine mit Außengewinde versehene Hülse 19 geführt. Die Hülse
19 kann durch Kontermuttern 18 in axialer Richtung so eingestellt werden, daß eine Verbindung zwischen dem
Gewindestift 16 und der konischen Gewindehülse 14 nur dann zustande kommt, wenn das Nagelbrett 3 nach dem
Herunterklappen seine waagerechte Stellung erreicht hat. Der Gelenkhebel 13 steht unter der Wirkung einer
Druckfeder 20, die sich an der Achse 6 abstützt. Parallel dazu erstreckt sich eine Einstellschraube 38, die zum
Erzielen einer gleichbleibenden Zentrizität beim Eingriff zwischen der Gewindehülse 14 und dem Gewindestift
16 den Gelenkhebel 13 entsprechend einzustellen erlaubt.
An der Unterseite des Nagelbretts 3 befinden sich, wie auch aus Fig. 5 hervorgeht, mehrere Reihen Stifte
22, die an ihren vorderen Enden spitz zulaufend ausgebildet sind. Es sind beispielsweise drei Reihen mit
jeweils zehn Stiften vorhanden. In der mittleren Reihe sind zwei speziell ausgebildete Stifte 23,24 angeordnet
(F i g. 5), die einen elektrischen Kontakt auslösen und in weiter unten näher beschriebener Weise mit der
Anzeigevorrichtung verbunden sind. Die Stifte 23 und 24 lassen sich durch Einstellschrauben 25 entsprechend
einstellen. Der Stift 23 steht mit einer auf der Rückseite des Untersuchungssessels angeordneten Lampe 28 und
der Stift 24 mit einer Lampe 37 in Verbindung. Durch
ίο den Stift 24 und den elektrischen Kontakt wird der
entsprechende Auflagedruck auf den Arm der Testperson angezeigt, wobei der Auflagedruck entsprechend
der Drehung des Betätigungsrades 17 früher oder später erreicht wird. Der durch den Stift 23 ausgelöste
elektrische Kontakt zeigt an, ob nach dem Einstellen der Arm der Testperson angehoben wird oder nicht. Die
elektrische Kontaktgabe der Stifte 23 und 24 erfolgt nach dem Prinzip von Endschaltern.
Wie noch aus F i g. 8 hervorgeht, stehen das bzw. die
Betätigungsräder 17 über Übersetzungsräder 39 mit Anzeigerädern 36 in Verbindung, die den jeweils
eingestellten Wert mit Hilfe des Betätigungsrades 17 anzeigen, der sich durch Aufleuchten der Lampe 37
ergibt.
In den F i g. 6 und 7 ist der Mechanismus dargestellt, der zum Betätigen der äußeren Schienen 4 vorhanden
ist. Der Mechanismus besteht jeweils aus einem an den äußeren Schienen 4 angelenkten Hebel 29, der mit
seinem anderen Ende bei 32 an einem pedalbetätigten Hebel 33 angelenkt ist. Der Hebel. 33 ist um eine
horizontal verlaufende Achse 33 schwenkbar gelagert. Der Hebel 33 steht unter der Wirkung einer Feder 34,
die ihn nach oben zu ziehen sucht. In seiner untersten Stellung kann der Hebel 33 durch eine Sperre 35
arretiert werden. Unabhängig von der Verstellung der äußeren Schienen 4 über den vorbeschriebenen
Mechanismus kann die an den vorderen Enden der äußeren Schienen 4 vorhandene Spirale 5 durch eine
Stellschraube 27 eingestellt werden.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wie folgt:
Zum Erzielen eines zuverlässigen Testergebnisses ist es erforderlich, den Test »getarnt« durchzuführen, d. h.
für den Probanden darf und soll nicht erkennbar sein, wie der Test im einzelnen durchgeführt wird. Zu diesem
Zweck kann der Test beispielsweise als Bestandteil einer körperlichen Untersuchung durchgeführt werden.
Die Untersuchungsperson setzt sich zunächst in den Untersuchungssessel 1 und legt ihren einen entblößten
so Unterarm auf die mit der Vorrichtung ausgerüstete Armlehne des Untersuchungssessels 1. Zum Einleiten
des Versuchs wird der Untersuchungsperson beispielsweise mitgeteilt, daß sie sich einem ungefährlichen
Experiment unterziehe, beispielsweise in der Weise, daß die Gehirnströme durch ein elektrisches Kraftfeld
beeinflußt werden. Ferner wird die Versuchsperson noch dahingehend unterrichtet, daß durch Beeinflussen
ihres motorischen Zentrums sie den Arm heben werde, ob sie es nun wolle oder nicht. Um sicherzugehen, daß
genügend Widerstand geleistet wird, werde ein Schmerzerlebnis in Gestalt eines Nagelbrettes 3
eingebaut, das bewirke, daß das Kraftfeld automatisch abgeschaltet werde, sobald der Arm das Nagelbrett 3
berühre. Beim Heben des Armes werde der Widerstand
»> > in Gestalt einer Spirale 5 überwunden. Die Versuchsperson
erhält also teilweise »richtige« Instruktionen über den Aufbau der Versuchseinrichtung, jedoch »falsche«
Instruktionen über das tatsächliche Ziel des Tests.
Ferner wird der Versuchsperson noch ein Helm auf den Kopf gesetzt, um der Versuchsperson die Vorstellung zu
geben, daß tatsächlich durch den mit »Sensoren« bestückten Helm die Gehirnströme gemessen bzw.
beeinflußt werden.
Nachdem das Nagelbrett 3 zusammen mit der darüberliegenden Schutzverkleidung 2 in eine waagerechte
Lage heruntergeklappt und die genaue Position des Nagelbrettes 3 durch das Betätigungsrad 17
einjustiert ist, was der Fall ist, wenn über den Stift 24 die Lampe 28 zum Aufleuchten gebracht wird, wird ein
Summton eingeschaltet und der Versuchsperson gesagt, daß jetzt der Strom eingeschaltet werde und sie den
Arm zu heben beginne. Damit ist die Suggestivphase I eingeleitet. Aufgrund des gegebenen verbalen und
akustischen Reizes (Information und Summton) sind von der Versuchsperson die folgenden objektiven und
subjektiven Reaktionen möglich.
1. Reaktion objektiv positiv, im folgenden ROP genannt. ROP bedeutet, daß die Versuchsperson
den Arm tatsächlich gehoben hat.
2. Reaktion subjektiv positiv = RSP, d. h., die Versuchsperson behauptet, den Arm gehoben zu
haben.
3. Reaktion objektiv negativ = RON, d.h., die Versuchsperson hat den Arm tatsächlich nicht
gehoben.
4. Reaktion subjektiv negativ = RSN, d.h., die Versuchsperson behauptet, den Arm nicht gehoben
zu haben.
Die vorstehend genannten verschiedenen Reaktionen werden mittels des Stifts 23 festgestellt und über eine
nicht dargestellte Leitung zu der Anzeigevorrichtung geleitet und dort für den Untersuchungsleiter sichtbar
gemacht.
Aufgrund der vorstehend genannten Reaktionsmöglichkeiten ist es denkbar, daß der Proband folgende
Reaktionen zeigt:
1. ROP- RSP, wobei die Detektoranzeige positiv ist.
Diese Reaktion kann entweder das Ergebnis von Suggestibilität oder aber des Bestrebens des
Probanden sein, dem Versuch entgegenzukommen.
2. RON-RSN = hierbei ist der Arm tatsächlich nicht gehoben worden und die Untersuchungsperson
behauptet auch, den Arm nicht gehoben zu haben. Die Anzeige des Stifts 23 ist natürlich in diesem Fall
negativ.
3. ROP-RSN = die Versuchsperson hat den Arm tatsächlich gehoben, behauptet aber, ihn nicht
gehoben zu haben. In diesem Fall ist die Detektoranzeige wieder positiv.
4. RON—RSP = die Versuchsperson hat den Arm
tatsächlich nicht gehoben, behauptet jedoch, ihn gehoben zu haben. In diesem Fall ist die
Detektoranzeige Null.
Der zeitliche Abstand zwischen den Instruktionen und der jeweiligen Reaktion der Versuchsperson wird
gemessen und festgehalten. Die Phase I ist abgeschlossen, wenn alle Reaktionen gemessen sind und der
Summton verstummt ist.
An die bisher beschriebene Phase Ia kann sich vor Durchführung der weiteren Phasen eine Phase \b
anschließen, die sich gegenüber der Phase Ia im wesentlichen durch leicht abgewandelte Instruktionen
unterscheidet. Der gegebene Reiz wird dabei wieder verbal plus akustisch gegeben, und zwar kombiniert
bzw. additiv.
In der zur Kontrolle des Ergebnisses der Phase Ia dienende Phase \b besteht die Möglichkeit aller
Reaktionen 1 bis 4 wie in der Phase Ia. Am Ende der Phase Io erfolgt wiederum eine Zeitmessung. Das
Ergebnis der Phase Ia kann mit dem Ergebnis der Phase \b verglichen werden und hieraus können entsprechende
Schlüsse gezogen werden.
In einer Phase II werden in bezug auf die Reize integrierte haptische Stimuli eingeschaltet, die aufgrund
der vorangegangenen Instruktionen kanalisierte Reaktionen erfolgen lassen. Damit lediglich die reale
Suggestivwirkung der haptischen Stimuli registriert wird, erfolgt in der Phase II kein Summton, so daß der
Zeitpunkt des Einsetzens des Beeinflussungsmechanismus dem Probanden, der analog zur Phase I einen
Summton erwartet, unbekannt ist.
Die Wirkung der haptischen Stimuli wird durch Absenken der beiden äußeren Schienen 4 gegenüber der
mittleren Schiene V erreicht Das Absenken der äußeren Schienen 4 bewirkt, daß die Anzahl der
Tastwahrnehmungen, die das Gefühl »Unterarm liegt auf Armlehne« signalisieren, drastisch reduziert wird,
was als Teilwahrnehmung des Vorgangs »Unterarm hebt sich« interpretiert werden kann. Dabei erfolgt noch
ein unterstützendes Signal durch die Spirale 5, die sich beim Absenken der beiden äußeren Schienen 4 spannt,
was jedoch nicht durch ein Heben des Unterarms zustande kommt, sondern durch das Absinken der
äußeren Schienen 4, da die Spirale 5 an den beiden Schienen 4 befestigt ist.
Die Reaktionsmöglichkeiten der Untersuchungsperson sind in der Phase II entsprechend wie in der Phase Ia
und Ib, jedoch ist es infolge des Ausbleibens des Summtons nicht möglich, der Untersuchungsperson
Gelegenheit zu geben, dem Versuch entgegenzukommen und dadurch das Ergebnis des Tests zu beeinflussen,
d. h, Beeinflussungs- und Betrugsmöglichkeiten der Versuchsperson sind in der Phase II völlig ausgeschaltet.
Je nach der Reaktionsweise der Untersuchungsperson in der Phase Ua, nämlich bei ROP-RSP sowie
RON—RSP werden die Stimuli langsam auf Null
reduziert, d. h., die äußeren Schienen 4 werden wieder
langsam in ihre waagerechte Lage gebracht. Dadurch steigt die Anzahl der Auflagepunkte des durch die
mittlere Schiene Γ in waagerechter Stellung gehaltenen Unterarms wieder an und gleichzeitig reduziert sich der
Druck der Spirale 5 auf das Handgelenk. Durch diese langsame Reduktion der Stimuli ergibt sich die
Wahrnehmung »Unterarm kehrt in die waagerechte Stellung zurück«. Dieser zusätzliche Suggestivimpuls
wird bei den Reaktionsweisen RON—RSN und ROP-RSN sowie in der weiter unten noch näher
beschriebenen Phase III genutzt
Bei einer Reaktion der Untersuchungsperson RON-RSN sowie ROP-RSN werden die Stimuli
ebenfalls langsam auf Null reduziert. Grundsätzlich sind auch in der Phase 116 alle Reaktionsvarianten seitens
des Probanden denkbar. Aufgrund theoretischer Überlegungen kann jedoch angenommen werden, daß in den
meisten Fällen die Reaktionen der Phasen Ha und 116 identisch sein werden. Dies gilt insbesondere für die
Reaktionen, die die Komponente ÄSPenthalten.
Möglich und diagnostisch interessant sind die Fälle, die Abweichungen zwischen den Ergebnissen der
einzelnen Phasen bzw. Teilphasen aufweisen. Dabei ist zu registrieren, ob die als zusätzliche Suggestivimpulse
wirkende Reduktion der Reize, nämlich die Horizontalstellung der äußeren Schienen 4 und Verminderung des
Druckes der Spirale 5 auf das Handgelenk suggestiwer-
709 546/514
stärkend oder -reduzierend wirkt. Es ergeben sich dabei folgende Möglichkeiten:
a) bei ROP-RSP sowie RON-RSP ergibt sich eine Verstärkung des Suggestivimpulses und
b) bei RON-RSN sowie ROP-RSN kann sich die Verstärkung des Suggestivimpulses in Form einer
Änderung der Aussage des Probanden zeigen, d. h., RSN wird ersetzt durch RSP.
Beide Reaktionsweisen bewegen sich bei RSN—RON relativ auf der Dimension der »gesunden«
Suggestibilität, wobei — je nach Phase — quantitative und qualitative Aussagen gemacht werden können.
Wesentlich und aufschlußreich sind die in der Minderheit auftretenden paradoxen Ergebnisse, die
grundsätzlich zwei verschiedene Kategorien darstellen.
1. Die »horizontale« paradoxe Reaktion = HPR und die »vertikale« paradoxe Reaktion = VPR.
Die »horizontale« paradoxe Reaktion bedeutet einen Widerspruch innerhalb einer Phase zwischen
subjektiver und objektiver Reaktion, während der Begriff »vertikale« paradoxe Reaktion einen
Widerspruch zwischen Anfang und Ende einer Phase oder zwischen den einzelnen Phasen
bedeutet. Beschrieben wurde bereits die »horizontale« paradoxe Reaktion ROP-RSN und
RON-RSP. Am Ende der Phase II kann zum ersten Mal die »vertikale« paradoxe Reaktion
auftreten, deren grundsätzliches Merkmal darin besteht, daß bei RSPein Plus an Suggestivimpulsen
ein Umschlagen in RSN bewirkt. Dieses Umschlagen macht einen grundsätzlich anderen psychischen
Mechanismus sichtbar, als dies durch den Begriff HPR gekennzeichnete Verhalten.
2. Die »vertikale« paradoxe Reaktion ist grundsätzlich möglich zwischen Anfang und Abschluß der
Phase II, als Widerspruch zwischen der abgeschlossenen Phase II und der ersten Hälfte der
nachfolgend beschriebenen Phase III sowie zwischen den beiden Teilen der Phase III.
Grundsätzlich gilt für HPR wie für VPR:
Je größer die Anzahl und der Integrationsgrad der Suggestivimpulse ist, bei denen die paradoxe Reaktion
auftritt, desto normenferner ist das Verhalten des Probanden. Sowohl die »vertikalen« wie auch die
»horizontalen« Paradoxien sind im Verlaufe des Tests festzuhalten.
In der Phase III wird der Untersuchungsperson mitgeteilt, daß in dieser Phase einige Kraftfelder
gleichzeitig auf das motorische Zentrum einwirken und bewirken, daß der Arm gehoben und gegen das
Nagelbrett 3 gedrückt werde, obwohl die Einstiche Schmerzen verursachen.
Danach werden vorzugsweise vier in ihrer Tonhöhe unterschiedliche and gut unterscheidbare Summtöne in
kurzer Folge eingeschaltet Daraufhin werden die $5
äußeren Schienen 4 gesenkt, so daß alle Suggestivimpulse der Phase II zu wirken beginnen. Nach dem
Absenken der äußeren Schienen 4, wenn also der Unterarm nur noch auf der mittleren Schiene 1' ruht,
wird für den Probanden unsichtbar, da durch die Schutzverkleidung 2 verdeckt, das Nagelbrett 3 nach
unten abgesenkt, bis es auf dem Arm zur Auflage kommt
und dabei einen Schmerzreiz auslöst, der durch die
Anzeige des Stifts 23 festgestellt wird. Die Zeitspanne zwischen Reizauslösung und Reaktion wird wieder
gemessen. Die möglichen Reaktionen sind die gleichen wie in der Phase II, d.h. RSP-ROP, RSP-RON,
RSN- ROP, RSN-RON.
Die Zeitspanne zwischen dem Einstich durch das Nagelbrett 3 und die Reaktion der Untersuchungsperson,
ganz gleich ob positiv oder negativ, stellt eine neue Dimension in der Reihe der ermittelten Werte dar. Sie
ist einerseits absolut anhand einer Tabelle auszuwerten und andererseits in Relation mit den Zeitwerten der
Phasen I und II im Sinne einer höheren Differenzierung des Befundes zu interpretieren. In der Phase IHa werden
die Intervalle zwischen der Instruktion des Versuchsleiters und dem Impuls sowie die Intervalle zwischen den
einzelnen Impulsen, nämlich dem akustischen, haptischen und Schmerzempfindungsreiz um ein Dreifaches
verlängert, um ein Umschlagen der Reaktionen mit den Komponenten RSN, RON in RSP, ROP abzuwarten,
was für die Differenzierung zwischen den Ergebnissen der Phasen II und IHa unerläßlich ist.
In einer sich an die Phase HIa anschließenden Phase IIIZ>
werden alle Impulse kontinuierlich zurückgenommen. Die Summtöne werden abgeschaltet, gleichzeitig
hebt sich langsam das Nagelbrett 3 und die äußeren Schienen 4 werden wieder in die Horizontale zurückbewegt.
Das sehr deutlich gleichzeitig wahrnehmbare Abnehmen der durch die vorhergehenden Phasen sowie
durch die letzte Instruktion hochintegrierten Suggestivimpulse hat eine starke komplementäre Wirkung, wobei
insbesondere die unmittelbar vorhergehende Phase IHa verstärkend funktioniert. In der Phase IIIZ>
besteht die Möglichkeit eines Umschlagens der Reaktionskomponente RSN in RSP, was für die diagnostische und
prognostische Auswertung von Bedeutung ist. Außerdem ist die Möglichkeit einer vertikal hochgradig
paradoxen Reaktion gegeben.
Auf den gesamten Test kann der Proband auf zweierlei normkonforme sowie zweierlei normkonträre
Weise reagieren:
Normkonform:
RSN-RONVon Phase I bis Phase IHo inbegriffen,
RSN—RON in den Phasen bis höchstens Phase IHa, worauf es zu einem Umschlagen in RSP mit
oder ohne ÄOPkommt.
Normkonträr:
HPR entweder RSN-ROP oder RSP-RON,
wobei jede dieser paradoxen Reaktionen ihre spezifische diagnostische Wertigkeit hat.
VPR, wobei die Normferne der Phasenhöhe proportional ist.
VPR, wobei die Normferne der Phasenhöhe proportional ist.
Zusammenfassend ergibt sich, daß man mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung zu
einem Mittel gelangt, das es erstmalig möglich macht, die individualpsychologische Komponente der Suggestibilität
objektiv zu messen. Wenn das Testergebnis insgesamt oder überwiegend negativ ist (RON+ RSN),
handelt es sich um eine Versuchsperson, die nicht oder kaum beeinflußbar ist. Ist hingegen das Testergebnis
insgesamt oder überwiegend positiv, so handelt es sich um eine Versuchsperson, die für Tätigkeiten mit
Menschenführung oder Aufgaben mit eigenem Werturteil nicht geeignet ist.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Verfahren zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilität,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer ersten Phase ein bewegbarer Körperteil, z. B.
Arm eines Probanden verdeckt auf eine Unterlage aufgelegt wird, danach in einer zweiten Phase die
Auflagefläche der Unterlage durch Absenken eines Teils dieser Unterlage reduziert und gleichzeitig
damit ein am Körperteil angreifender mechanischer Widerstand zunehmend gespannt wird und daß in
einer dritten Suggestivphase ein leichter Schmerzreiz auf den Körperteil ausgeübt wird und daß in
allen drei Phasen die Reaktionszeit des Probanden zwischen Reizauslösung und Reaktion gemessen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reizauslösung in der ersten und
dritten Phase akustisch eingeleitet wird.
3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine
Meßvorrichtung mit einer Unterlage aus mehreren, getrennten Teilen (1', 4) von denen mindestens eines
gegenüber dem oder den anderen absenkbar ist und ferner einem an dem oder den absenkbaren Teilen
befestigten und an einem Körperteil (z. B. Arm) eines Probanden angreifenden mechanischen
Widerstand (5) sowie einem auf die Oberseite des Körperteils bewegbaren, einen Schmerzreiz auslösenden
Element (3) sowie durch eine die Reaktion des Probanden anzeigende und/oder aufzeichnende
Anzeigevorrichtung mit einem Detektor (23).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der Unterlage von drei
Schienen (Γ, 4) gebildet sind, deren mittlere (1') feststeht und deren äußeren (4) gegenüber der
mittleren (1') absenkbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand aus einer an
den absenkbaren Schienen (4) befestigten Spirale (5) besteht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
den Schmerzreiz auslösende Element aus einem Nagelbrett (3) besteht.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis β, dadurch gekennzeichnet, daß das
Nagelbrett (3) und/oder die äußeren Schienen (4) an ihrem hinteren Ende unabhängig voneinander
schwenkbeweglich gelagert sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Nagelbrett (3) und/oder die äußeren Schienen (4) durch einen eigenen Verstellmechanismus verstellbar
sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verstellmechanismus für das Nagelbrett (3) aus einem an dessen hinterem Ende angelenkten
Gelenkstück (13) mit einer Gewindehülse (14), einem damit zusammenwirkenden, einstellbaren Gewindestift
(16) und einem damit verbundenen Betätigungsknopf (17) besteht
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verstellmechanismus für die äußeren Schienen (4) aus einem an diesen angelenkten Hebel (29) und
einem damit gelenkig verbundenen pedalbetätigten Hebel (33) besteht.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Nagelbrett (3) und die Schienen (4) von einer Schutzverkleidung (2) umgeben ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung in einer oder beiden Armlehnen eines Untersuchungsstuhls, -sessels (1) od. dgl. untergebracht
ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Detektor als in der Unterseite des Nagelbretts (3) angeordneter Stift ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schienen (!', 4) von einer Membran umgeben sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2629361A DE2629361C2 (de) | 1976-06-30 | 1976-06-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilität |
| US05/810,809 US4148306A (en) | 1976-06-30 | 1977-06-28 | Methods and apparatus for testing and measuring of psychological suggestibility components |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2629361A DE2629361C2 (de) | 1976-06-30 | 1976-06-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilität |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2629361B1 true DE2629361B1 (de) | 1977-11-17 |
| DE2629361C2 DE2629361C2 (de) | 1978-07-06 |
Family
ID=5981854
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2629361A Expired DE2629361C2 (de) | 1976-06-30 | 1976-06-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilität |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4148306A (de) |
| DE (1) | DE2629361C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5653739A (en) * | 1995-09-13 | 1997-08-05 | Empi, Inc. | Electronic pain feedback system and method |
| US6044303A (en) * | 1995-09-13 | 2000-03-28 | Empi Corp. | TENS device with electronic pain intensity scale |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2685286A (en) * | 1950-08-05 | 1954-08-03 | Torricelli Creations Inc | Machine for testing reflex actions of humans |
| FR1349232A (fr) * | 1962-10-22 | 1964-01-17 | Electronique Appliquee | Appareil de contrôle de réactions du corps humain |
| US3477422A (en) * | 1965-10-15 | 1969-11-11 | John M Jurist Jr | Vibratory bone density determination method and apparatus |
-
1976
- 1976-06-30 DE DE2629361A patent/DE2629361C2/de not_active Expired
-
1977
- 1977-06-28 US US05/810,809 patent/US4148306A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2629361C2 (de) | 1978-07-06 |
| US4148306A (en) | 1979-04-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69216404T2 (de) | Vorrichtung zum bestimmen des zustands des vegetativen nervensystems | |
| DE4091020C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Überwachen, Anzeigen und/oder Aufzeichnen von bioelektrischen Spannungssignalen eines menschlichen oder tierischen Körpers | |
| DE3782823T2 (de) | Vorrichtung und verfahren zum messen des blutdrucks. | |
| DE69023472T2 (de) | Gerät zum mehrdimensionalen messen von schmerz. | |
| EP0538739A1 (de) | Vorrichtung zur Bestimmung des Gesundheitszustandes eines Lebewesens | |
| DE2723775B2 (de) | Gerät zum Analysieren der Gleichgewichtsfunktion des menschlichen Körpers | |
| DE60005491T2 (de) | Vorrichtung zur vermessung von matratzen | |
| DE10133572B4 (de) | Trainingsgerät | |
| DE2810344C2 (de) | ||
| DE2629361C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Testen und Messen der individualpsychologischen Komponente der Suggestibilität | |
| DE2807700A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum testen der reaktions- und konzentrationsfaehigkeit von versuchspersonen | |
| EP3258833B1 (de) | Verfahren zur bestimmung der wahrnehmungsfähigkeit eines probanden | |
| DE19722740C1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Messung von affektiven Reaktionen einer Testperson | |
| DE19543405A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Beeinflussen des Mentalzustandes | |
| DE3844523A1 (de) | Myostatik-testverfahren und vorrichtung zu seiner durchfuehrung | |
| COLE et al. | Bilateral alpha rhythm in children during listening and looking | |
| WO2019051515A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum erlernen der willentlichen steuerung eines vorgegebenen körperteils durch einen probanden | |
| DE2706183C3 (de) | Nach dem Impuls-Echo-Verfahren arbeitendes Ultraschallgerät | |
| DE3133026A1 (de) | Vorrichtung zur erfassung mechanischer koerperfunktionen von lebewesen | |
| DE10148529A1 (de) | Vorrichtung für die Analyse der Stützreaktion der unteren Extremitäten zur Diagnostizierung des Wirbelsäulenzustandes eines Menschen | |
| DE882286C (de) | Vorrichtung zum Messen der absoluten Elastizitaet und des Elastizitaetsverlustes der lebendigen menschlichen Haut | |
| AT527353A1 (de) | Trainings- und Stimulationsanordnung sowie Verfahren zum Training der willentlichen Steuerung eines vorgegebenen Körperteils | |
| DE4019688A1 (de) | Vorrichtung zur laengenmessung des analkanals | |
| DE2845889B1 (de) | Elektronisches Diagnosegeraet fuer druckabhaengige Pulsmessung und -aufzeichnung | |
| DE19959808A1 (de) | Diagnostiziereinrichtung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |