DE2623626C3 - Verpackung und gleichzeitig Spender für rieselfähige Materialien - Google Patents
Verpackung und gleichzeitig Spender für rieselfähige MaterialienInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verpackung und gleichzeitig einen Spender für rieselfähige Materialien der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
In der US-PS 10 95 542 wird bereits ein Spender für rieselfähige Materialien beschrieben, bei dem die
Spenderöffnung durch eine vertikal bewegliche Kugel verschlossen ist, die fest über einen kreuzförmigen Steg
mit einer Ventilplatte verbunden ist. In der US-PS 33 698 wird ein sich nach unten verjüngender
Spender für flüssige Materialien beschrieben, dessen Spenderöffnung durch eine vertikal bewegliche, gela- so
gerte oberflächlich glatte Kugel verschlossen ist. Es ist auch aus der CH-PS 2 01 793 und der US-PS 14 56 414
bereits bekannt, solche Spendenbehälter pyramidenstumpfförmig auszubilden, und sie aus entsprechenden
Zuschnitten zusammenzustecken bzw. zu -kleben.
Bei Spendern für rieselfähiges, unter Feuchtigkeitseinwirkung zum Zusammenbacken bzw. Verklumpen
neigenden Materials tritt jedoch das Problem auf, daß die Spenderöffnung durch feuchtgewordenes Material
blockiert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, dieses bei den bekannten Spendern auftretende Problem zu lösen und
sicherzustellen, daß eine Blockierung der Auslaßöffnung unterbleibt und das Kugelventil stets funktionsfähig
bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Spender gelöst, der die kennzeichnenden Merkmale de-Anspruchs
1 aufweist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Wandhalterung für den Verpackungsbehälter und Spender nach Anspruch
1, bestehend aus einer Einschiebevorrichtung, deren waagerechte Fläche der großen Bodenfläche des
pyramidenstumpfförmigen Behälters entspricht und deren seitliche Führungsflächen in einem dem Neigungswinkel
der Pyramidenstumpfseitenflächen entsprechenden Winkel nach unten abgebogen sind.
Ein Ausführungsbeispie! der Erfindung ist nachfolgend
anhand der Figuren beschrieben
Fig. 1 stellt einen Zuschnitt dar, der nach dem Zusammenfügen den pyramidenstumpfförmigen
Spenderbehälter bildet
F i g. 2a zeigt den Untei teil des zusammengebauten Behälters mit eingesetzter Kugel.
F i g. 2b und 2c zeigen die Zuschnitte, die kreuzweise ineinandergesteckt die Führung für die Kugel bilden.
Fig.2e und 2f zeigen die Wandhalterung für den Spender.
F i g. 2d zeigt die die Auslaßöffnung verschließende Kugel.
Fig.3 zeigt eine Seitenansicht der Wandhalterung mit Spendergefäß.
Der Spender besteht aus den 3 Zuschnitten (gestanzte Teile) (Fig. 1) sowie 5 und 6 (Fig. 2b und 2c), einer
Kugel 7 und einer Halterung 8.
Die Zuschnitte können aus beliebigen, feuchtigkeitsunempfindlichen
Materialien, wie z.B. Kunststoff, Graup-jppe, Wellpappe, Blech (Aluminium oder Stahl)
und dergleichen, gefertigt sein.
Die Kugel kann aus beliebigem Material wie Holz, Glas, Kunststoff oder aus korrosionsbeständigem
Metall bestehen.
Die Halterung kann aus Blech oder Kunststoff hergestellt werden.
Der Zuschnitt 1 (Fig. 1) weist eine Bodenfläche (2),
ein Loch (3) sowie eine Klappe (9) auf. Der Zuschnitt (1) ist so gestaltet, daß er nach dem Zusammenfügen und
Feststecken eine an der Spitze abgeschnittene Pyramide (Pyramidenstumpf) mit einer großen und einer kleinen
quadratischen Bodenfläche bildet. Die große Bodenfläche ist der Deckel, der nach dem Befüllen fest
verschlossen wird. Die kleine Bodenfläche (2) hat ein zentrisch eingestanztes Loch (3J, dessen Durchmesser
ca 3% kleiner ist als der Durchmesser der Kugel (7). Mit der Kugel (7) zusammen bildet die kleine Bodenfläche
die Entnahmeöffnung des Spenders.
Die Zuschnitte (5) und (6) werden um 90° gedreht mittels der vorgesehenen Steckschlitze zusammengefügt.
An den Schmalseiten weisen die Zuschnitte (5) und (6) ausgestanzte Öffnungen (4) auf, die im zusammengefügten
Zustand den Führungskanal und gleichzeitig eine Hubbegrenzung für die Spenderkugel (7) bildet.
Der Zuschnitt 1 wird zusammengefügt und festgesteckt, wobei die große quadratische Fläche vorerst
offen bleibt. Das Loch (3) im Bodenteil (2) des Zuschnittes 1 wird mit einer Klappe (9) verschlossen, die
seitlich festgeklebt wird und so ausgebildet ist, daß beim späteren Abreißen das Material des Zuschnitts 1 nicht
verletzt wird.
Der pyramidenstumpfförmige Behälter zeigt mit der kleinen verschlossenen Bodenfläche (2) nach unten. Die
Kugel (7) wird eingelegt, worauf die Zuschnitte (5) und (6) zusammengesteckt und in die Pyramide eingesteckt
werden. Jetzt ist die Kugel fest fixiert. Der Spender wird mit einem rieselfähigen Material gefüllt und mittels der
großen Bodenfläche verschlossen.
Zum Benutzen wird die Wandhalterung (8) an einem
geeigneten Ort befestigt Der Spender wird in die an der Wandhalterung (8) konisch nach unten abgebogenen
Seitenflächen eingeschoben.
Die Klappe an der kleinen Bodenfläche wird abgerissen.
Die innenliegende Kugel (7) fällt in das gestanzte Loch (3) und bildet mit dem Lochrand ein Dichtungselement
Der Spender ist jetzt funktionsfähig.
Drückt man nun mit der Handfläche von unten nach oben gegen die Kugel (7), so hebt sich diese von der
Dichtungsfläche ab. Sie kann so weit nach oben gedruckt werden, wie die Ausschnitte in den Stanzteilen
(5) und (6) es zulassen. Jetzt kann das Produkt an der Kugel (7) vorbei, durch das Loch im Bodenteil (2), auf die
Handfläche rieseln. Nimmt man die Hand weg, so fällt die Kugel (7) nach unten und verschließt die Öffnung im
Bodenteil wieder.
Wird ein Betätigen des Spenders mit nassen Händen auf die Kugel (7) Feuchtigkeit gebracht, wird sich,
bedingt durch diese Feuchtigkeit, Material auf der Kugel ablagern. Dieses Material kann durch Drehen der
Kugel Abstreifen an den Stanzlöchern der Teile (5) und (6) beseitigt werden. Ist der Spender leer, kann er aus
der Wandhalterung (8) herausgezogen und durch einen neuen ersetzt werden.
Besteht der Spender aus Karton oder Wellpappe, kann nach Entleeren des Spenders dieser umweltfreundlich
vernichtet werden. Der Spender ist hygienisch im Gebrauch, weil er nach Entleerung komplett erneuert
wird.
Da der Spender vor dem Zusammenfügen aus flachen Einzelteilen besteht, ist eine platzsparende Lagerung
gegeben.
Die im Spender befindliche Kugel kann nach Gebrauch für andere Zwecke weiter verwendet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verpackung und gleichzeitig Spender für rieselfähige Materialien, bestehend aus einem
Behälter aus feuchtigkeitsunempfindlichem Material mit angenähert trichterförmiger Gestalt mit einer
am Boden des Behälters angeordneten Spenderöffnung, die ein in einer Führungsvorrichtung vertikal
beweglich gelagertes Kugelventil aufweist, das beim Anheben mit der Handfläche dem fließfähigen ίο
Material den Weg aus dem Spender freigibt und nach Wegnahme der Hand die Öffnung wieder
verschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter auf an sich bekannte Weise als
Pyramidenstumpf ausgestaltet ist, die Kugel auf ebenso bekannte Weise eine glatte Oberfläche
aufweist und in der Führungsvorrichtung frei drehbar ist und ferner dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsvorrichtung (·») für die Kugel (7) aus zwei kreuzförmig zusammensteckbaren trapezförmigen
Teilen (5) und (6) besteht, die so in den Behälter eingesteckt werden, daß sie mit der
kreisförmigen Spenderöffnung (3) in der kleineren Bodenfläche (2) des Pyramidenstumpfes zugleich die
Spendervorrichtung und bei rollender Bewegung der Kugel (7) die Abstreifvorrichtung für das en der
Kugeloberfläche anhaftende Material bilden.
2. Wandhalterung für den Verpackungsbehälter und Spender nach Anspruch 1, bestehend aus einer
Einschiebevorrichtung, deren waagerechte Fläche der großen Bodenfläche des Pyramidenstumpfes
entspricht und deren seitliche Führungsflächen in einem, dem Neigungswinkel der Pyramidenstumpfseitenflächen
entsprechenden Winkel nach unten abgebogen sind.
Priority Applications (10)
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