DE2623682C3 - Verfahren zur Herstellung einer Sorbinsäure als feine Teilchen in hoher Konzentration enthaltenden wäßrigen Dispersion - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Sorbinsäure als feine Teilchen in hoher Konzentration enthaltenden wäßrigen DispersionInfo
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Description
Sorbinsäure wird als Konservierungsmittel für Nahrungsmittel
verwendet, da sie sehr wenig toxisch ist und außerdem Nahrungsmitteln keinen unangenehmen
Geschmack oder Geruch verleiht und Nahrungsmittel nicht trübt.
Wird Sorbinsäure als kristallines Pulver verwendet, und sind die Nahrungsmittel pulverförmig, körnchenförmig
oder flüssig, so treten beim Vermischen der pulverförmigen Sorbinsäure mit den Nahrungsmitteln
kaum Schwierigkeiten auf. Wenn die Nahrungsmittel aber eine feste oder halbfeste Masse sind oder in
ähnlicher Form vorliegen, ist ein einheitliches Beschichten der Nahrungsmittel mit Sorbinsäure oder eine
einheitliche Verteilung der Sorbinsäure in den Nahrungsmitteln schwierig. Deshalb verwendet man feinpulvrige Sorbinsäure. Feine Pulver stauben und haben
eine schlechte Lagerungsstabilität.
In der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung 34 409/1971 wird ein Verfahren zur Herstellung einer
Dispersion der Sorbinsäure beschrieben, bei dem eine Lösung eines Alkalisalzes der Sorbinsäure, die ein
oberflächenaktives Mittel enthält, zu einer wäßrigen Lösung aus Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure
in einer Menge, die etwas geringer ist als die äquivalente Menge, gegeben wird. Die entstehende Dispersion
enthält das oberflächenaktive Mittel und eine große Menge an Alkalisalz der Chlorwasserstoffsäure oder
Schwefelsäure. Es besteht daher die Gefahr, daß die Dispersion auf den Geschmack, die Farbe oder
Transparenz von Nahrungsmitteln, die die Dispersion enthalten, einen gewissen Einfluß ausübt, obgleich die
Dispersion eine ausreichende Stabilität besitzt.
Es ist weiterhin bekannt, daß eine Suspension aus Sorbinsäure mit einer Konzentration von etwa 50%
hergestellt werden kann, wenn man Sorbinsäure zu einem feinen Pulver pulverisiert und das entstehende
Pulver mit einer wäßrigen Lösung aus einem oberflächenaktiven Mittel vermischt und anschließend rührt
(vgl. japanische Patentpublikation 37 547/1972). Die bei diesem Verfahren erhaltene Suspension ist besser als die
Dispersion, die nach dem Verfahren der japanischen Patentanmeldung 34 409/1971 erhalten wird. Die Suspension
enthält kein Salz der Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure. Sie hat aber den Nachteil, daß beim
Vermischen eine große Menge an oberflächenaktivem Mittel verwendet werden muß, damit man eine
Dispersion erhält. Zum Zeitpunkt ihrer Verwendung muß sie mit Wasser auf das Doppelte oder mehr
verdünnt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine wäßrige Dispersion (Suspension oder
Emulsion) der Sorbinsäure mit hoher Konzentration zu
ίο schaffen, die die Nachteile der bekannten Suspensionen
und Emulsionen nicht besitzt. Erfindungsgemäß soll ein
einfaches Verfahren zur Herstellung einer Suspension der Sorbinsäure mit hoher Konzentration geschaffen
werden, die keine andere Komponente außer Sorbinsäure und Wasser enthält. Außerdem soll ein Verfahren
zur Herstellung einer hochkonzentrierten Sorbinsäure-Emulsion mit verbesserter Dispersionsstabilität geschaffen
werden.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt in der in Jen Patentansprüchen angegebenen Weise.
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsmaterial verwendete Sorbinsäure kann kristallin
oder als amorphes Pulver oder Granulat vorliegen. Sie soll so rein sein, daß die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Suspension und Emulsion als Zusatzstoffe zu Nahrungsmitteln verwendet werden
können. Geringe Mengen an Stabilisatoren (Antioxidantien) oder Kaliumsorbat können enthalten sein.
Als Wasser wird vorzugsweise gereinigtes Wasser oder destilliertes Wasser, das keine Verunreinigungen enthält, verwendet. Man kann jedoch auch Wasser, das eine geringe Menge an Kohlendioxid, Luft usw. gelöst enthält, verwenden.
Als Wasser wird vorzugsweise gereinigtes Wasser oder destilliertes Wasser, das keine Verunreinigungen enthält, verwendet. Man kann jedoch auch Wasser, das eine geringe Menge an Kohlendioxid, Luft usw. gelöst enthält, verwenden.
Wasserlösliche, niedrigsiedende, organische Lösungsmittel sind Lösungsmittel mit einem Siedepunkt von
1000C, vorzugsweise 800C, oder niedriger, die in heißem
Wasser in einer Menge von 5 Gewichtsprozent oder mehr, vorzugsweise 10 Gewichtsprozent oder mehr,
löslich sind. Die Lösungsmittel müssen gegenüber Wasser, Luft, Temperaturen von 2000C oder niedriger
und gegenüber dem üblichen Licht in Innenräumen und anderen solchen Einflüssen stabil sein. Bevorzugt
werden solche verwendet, die zusammen mit Wasser ein azeotropes Gemisch bilden und die leicht durch übliche
Destillationen abdestilliert werden können. Geeignete Lösungsmittel sind beispielsweise Alkanole mit 1 bis 3
Kohlenstoffatomen, wie Methanol und Äthanol, Ester, wie Methylacetat und Äthylacetat, niedrige aliphatische
Ketone, wie Aceton, und weiterhin cyclische Verbindungen, wie Cyclohexan.
Die gleichzeitige Verwendung des organischen Lösungsmittels wird bevorzugt, weil dadurch die
Konzentration an Sorbinsäure in der heißen, wäßrigen Lösung der Sorbinsäure erhöht wird. Außerdem ist eine
leichte Trennung der überschüssigen Wassermenge möglich, nachdem die Lösung durch eine Sprühdüse
oder durch ähnliche Einrichtungen versprüht wurde. Es ist weiterhin unerwünscht, daß das Lösungsmittel als
Rückstand in der Suspension oder Emulsion der Sorbinsäure verbleibt. Selbst wenn die restliche Menge
nur eine Spurenmenge ist, sollte das Lösungsmittel aus dem Gemisch aus Wasser, organischem Lösungsmittel
und Sorbinsäure vollständig entfernt werden, z. B. durch Verdampfen bei vermindertem Druck, nachdem die
Lösung durch die oben erwähnte Sprühdüse oder durch ähnliche Einrichtungen versprüht wurde. Wenn jedoch
als Lösungsmittel Äthanol verwendet wird, ist gegebenenfalls die vollständige Entfernung des Äthanols nicht
2(5 23 682
erforderlich.
Wird Wasser aliein als Lösungsmittel bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet, so treten die
oben beschriebenen Schwierigkeiten nicht auf. Sofern jedoch die Temperatur des heißen Wassers nicht
entsprechend erhöht wird, ist es nicht möglich, eine Sorbinsäurelösung mit geeigneter Konzentration herzustellen.
Die heiße, z.B. 90° C oder wärmer, wäßrige Sorbinsäurelösung wird folgendermaßen hergestellt.
Ein Teil oder die Gesamtmenge an Wasser oder Wasser plus organisches Lösungsmittel wird bei Atmosphäi endruck
oder bei erhöhtem Druck in ein Gefäß gegeben. Dann wird die Sorbinsäure unter Rühren auf einmal
oder allmählich zugegeben. Zur vollständigen Auflösung der Sorbinsäure wird bei Atmosphärendruck oder bei
erhöhtem Druck erhitzt.
Wird ein System aus Wasser und organischem Lösungsmittel als Lösungsmittel verwendet, so wird
bevorzugt bei erhöhtem Druck aufgelöst, da beim Erhitzen schnell die azeotrope Temperatur erreicht
wird. Das Verhältnis der Menge an Wasser oder Wasser plus organischem Lösungsmittel zu der Menge an
Sorbinsäure, das verwendet wird, wird reguliert entsprechend (1) der Löslichkeit der Sorbinsäure in
einem solchen Lösungsmittel beim Erhitzen und (2) der Kühlgeschwindigkeit der Lösung und der Ausfällurigsgeschwindigkeit
der Sorbinsäure darin zum Zeitpunkt des Versprühens durch eine Sprühdüse oder durch
ähnliche Einrichtungen bei der nachfolgenden Stufe. Beispielsweise ist es schwierig, eine heiße, wäßrige
Lösung der Sorbinsäure mit einer Konzentration von 5% oder höher bei einer Temperatur von 100° C oder
niedriger herzustellen. Es ist weiterhin schwierig, eine Konzentration von 10% oder mehr bei einer Temperatur
von 1 20° C oder niedriger herzustellen.
Wird andererseits eine heiße, wäßrige Lösung der Sorbinsäure durch eine Sprühdüse oder durch ähnliche
Einrichtungen versprüht, so wird die Temperatur der versprühten Lösung momentan (mindestens inne halb
weniger Minuten) um mehrere 10°C erniedrigt. Wenn die Konzentration an Sorbinsäure in der heißen,
wäßrigen Lösung zu hoch ist, ist die Teilchengröße der Sorbinsäure in der erfindungsgemäßen Suspension so
fein, daß ihre Ausfällung schlechter wird, obgleich die
Dispersionsfähigkeit besser ist. Dies ergibt den Nachteil, daß die im folgenden beschriebene Konzentrationsslufe
schwierig durchzuführen ist und daß die Lagerung sstabilität des entstehenden Produktes ungenügend ist.
Wenn im Gegensatz dazu die Konzentration der Sorbinsäure in der heißen, wäßrigen Lösung zu niedrig
ist, wird die Teilchengröße der Sorbinsäure in der erfindungsgemäßen Suspension zu groß und die
Dispersionsfähigkeit wird schlecht. Selbst wenn ein oberflächenaktives Mittel zugegeben wird, kann man
keine gute Dispersion erhalten. Eine solche Dispersion ist schlecht zu verteilen und ihre Fluidität ist
ungenügend.
Das geeignete Verhältnis der Menge an Sorbinsäure zu der an Wasser oder einem Gemisch aus Wasser mit
einem organischen Lösungsmittel beträgt 1 :200 bis 1 : 5, bevorzugt 1 :50 bis 1 :10, ausgedrückt durch das
Gewicht. Hinsichtlich des Anteils der Menge an organischem Lösungsmittel zu dem des Wassers in
diesem Gemisch ist es unerwünscht, ein organisches Lösungsmittel in großer Menge zu verwenden, da (1) die
Anwesenheit des organischen Lösungsmittels die Löslichkeit der Sorbinsäure, abhängig von der Art des
Lösungsmittels, stark erhöht und (2) zum Zeitpunkt des Versprühens durch eine Sprühdüse oder durch eine
ähnliche Einrichtung, wie im folgenden erwähnt, die Verminderung der Temperatur d»r Flüssigkeit der
versprühten Lösung, bedingt durch die Verdampfung des azeotropen Gemisches aus Wasser und organischem
Lösungsmittel, sehr schnell ist, verglichen mit der alleinigen Verwendung von Wasser. Das geeignete
Verhältnis beträgt 1 bis 30 Gewichtsteile, bevorzugt 2
ίο bis 15 Gewichtsteile, an organischem Lösungsmittel,
bevorzugt auf 100 Gewichtsteile Wasser.
Die Temperatur der heißen, wäßrigen Lösung der Sorbinsäure (davon wird ebenfalls die heiße Lösung der
Sorbinsäure, gelöst in einem Gemisch aus Wasser mit einem organischen Lösungsmittel, umfaßt), die auf diese
Weise hergestellt wird, liegt im Bereich von 800C,
bevorzugt 900C, bis 1200C, Wenn die Temperatur über
1200C liegt, z.B. so hoch wie 1500C ist, erhält man
keinen besonderen Vorteil, außer einer Erhöhung des Drucks zum Zeitpunkt des Versprühens.
Zum Versprühen der Lösung kann man eine Sprühdüse verwenden. Man kann auch andere Vorrichtungen
und Geräte mit ähnlicher Funktion verwenden, wie eine Vorrichtung, die eine schnell rotierende
Scheibe enthält, auf die die heiße Lösung der Sorbinsäure tropfenweise gegeben wird, so daß die
Lösung von der Scheibe abspritzt. Beim Versprühen verdampft ein Teil des Wassers oder des Gemisches aus
Wasser und dem organischen Lösungsmittel aus den entstehenden Tröpfchen der Lösung, und die Temperatur
der Tröpfchen wird schnell erniedrigt Zur einfachen Durchführung dieser Verdampfung wird ein Behälter
zum Auffangen der versprühten Lösung mit beachtlichem Raum verwendet. Der entstehende Dampf wird
schnell aus dem Aufnahmegefäß abgeleitet und außerhalb des Aufnahmegefäßes kondensiert. Im
inneren des Aufnahmegefäßes können die Temperatur und der Druck beispielsweise bei einer Temperatur von
500C oder niedriger, bevorzugt 300C oder niedriger
(z. B. Raumtemperatur) bzw. unter Atmosphärendruck, bevorzugt unter etwa dem Sättigungsdampf von Wasser
(100 mmHg oder niedriger) gehalten werden.
Während ein Teil des Wassers oder des Wassers plus organischem Lösungsmittel in den Tröpfchen verdampft
und eine schnelle Temperaturverminderung (z. B. von 90° C auf 40° C) stattfindet, fällt die in den
Tröpfchen gelöste Sorbinsäure schnell aus, bildet feine Sorbinsäureteilchen und ergibt die Suspension. Die
durchschnittliche Teilchengröße der Teilchen beträgt 0,5 bis 1 μιη.
Die entstehende Suspension, die die so gebildeten feinen Teilchen der Sorbinsäure und Wasser oder
Wasser plus organischem Lösungsmittel enthält, bleibt am Boden des Aufnahmegefässes für die versprühte
Lösung zurück. Sie kann periodisch oder kontinuierlich entnommen werden. Wird beispielsweise eine heiße,
wäßrige Lösung von Sorbinsäure mit einer Konzentration von 3% nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
versprüht, dann reicht es aus, daß die Menge an Wasser, die im Inneren des Aufnahmegefäßes für die versprühte
Lösung verdampft, etwa 10 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Gewichtsmenge des Wassers,
beträgt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Suspension in dem Aufnahmegefäß für die
versprühte Lösung besitzt die folgende Zusammensetzung und die folgenden Eigenschaften. Das Verhältnis
der Menge an feinen Teilchen der Sorbinsäure zu der
Menge an Wasser oder Wasser plus organischem Lösungsmittel kann 1 bis 20 Gewichtsteile Teilchen auf
99 bis 80 Gewichtsteile Wasser oder Wasser plus organischem Lösungsmittel, bevorzug* 3 bis 10 Gewichtsteile
auf 97 bis 90 Gewichtsteile, betragen. Wenn die aus dem Aufnahmegefäß entnommene Suspension
noch organisches Lösungsmittel enthält, ist es erforderlich, das organische Lösungsmittel azeotrop zu entfernen.
Nach Entfernung des organischen Lösungsmittels besitzen die einzelnen feinen Teilchen, die in der
entstehenden Suspension vorhanden sind, noch die oben erwähnte Teilchengröße. Sie können aber durch
gegenseitige Agglomeration beachtlich größere Teilchen bilden und ausfallen, wenn die Suspension
stehengelassen wird. Die Teilchen können aber durch Schütteln schnell wieder dispergiert werden, und
während der Lagerung findet kein Zusammenbacken statt. Suspensionen, die überschüssig«; Mengen an
Wasser enthalten, sind manchmal bei der Verwendung oder beim Transport unerwünscht. Die Suspension wird
daher in eine Suspension mit einer hohen Konzentration an Sorbinsäure von etwa 20 bis 55% übergeführt, indem
man das Wasser, das in ihr enthalten ist, durch Abdekantieren, Filtrieren oder Zentrifugieren abtrennt.
Durch Abdekantieren ist es möglich, die Konzentration an Sorbinsäure bis zu etwa 30% zu erhöhen. Durch
Filtration kann man die Konzentration auf etwa 40 bis 55% erhöhen, und durch Zentrifugieren ist es möglich,
die Suspension bis zu einem Wassergehalt von 10% oder niedriger zu entwässern. In einer Suspension mit
hoher Konzentration, d. h. dem gewünschten Produkt der vorliegenden Erfindung, ist die bevorzugte Konzentration
an Sorbinsäure 55% oder niedriger, bevorzugt 50% oder niedriger.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Suspension kann leicht zu einer einheitlichen und
stabilen Emulsion mit hoher Konzentration an Sorbinsäure verarbeitet werden, indem man zu der Suspension
eine geringe Menge eines oberflächenaktiven Mittels zugibt. Da die entstehende Emulsion stabilisiert ist,
fallen die feinen Teilchen der Sorbinsäure nicht leicht aus und trennen sich ab. Die Emulsion besitzt außerdem
eine verbesserte Fluidität und verbesserte Verdünnungseigenschaften. Die Emulsion ist sehr gut geeignet
zum Beschichten, zum Verkneten oder zur Verdünnung und zum anschließenden Versprühen der entstehenden,
verdünnten Emulsion auf eine breite Fläche, wie auf die Oberfläche von Nahrungsmitteln.
Als oberflächenaktive Mittel werden solche mit einem HLB-Wert (hyrophiles-lipophiles Gleichgewicht)
von 9 oder mehr, insbesondere 10 oder mehr, verwendet. Man kann irgendeine Art oder ein Gemisch
aus zwei Arten oder mehreren verwenden. Da die Emulsion als Zusatzstoff für Nahrungsmittel verwendet
wird, darf das verwendete oberflächenaktive Mittel nicht toxisch sein. Beispielsweise können Saccharose-Fettsäureester,
Sorbitan-Fettsäureester, Glycerin-Fettsäureester oder Propylenglykol-Fettsänreester, die als
Emulgiermittel für Nahrungsmittel zugelassen sind, erwähnt werden. Die Menge an zugegebenem oberflächenaktivem
Mittel kann 0,1 Gewichtsprozent oder mehr betragen; bevorzugt beträgt sie 0,5 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gewicht der Sorbinsäure. Zusätzlich zu dem oberflächenaktiven Mittel kann ein
Verdickungsmittel, wie Natriumalginat oder Carboxymethylcellulose, als Dispersionsstabilisalor zugegeben
werden.
30 g Kristalle aus gereinigter Sorbinsäure v/erden in heißem Wasser unter Herstellung einer Lösung von
1000 g gelöst Diese Lösung wird bei 98" C durch eine
D'ise in ein Aufnahmegefäß versprüht, das mit einem Rührer ausgerüstet ist und das bei einem verminderten
Druck von 40 bis 50 mmHg gehalten wird. Durch Verdampfung des Wassers zum Zeitpunkt des Versprühens
werden etwa 90 g Wasser abdestilliert. Nach Beendigung des Versprühens betragen die Temperatur
und Ausbeute der entstehenden Flüssigkeit, die man beim Versprühen erhält (Suspension), 45° C bzw. 905 g
und die Konzentration der Suspension 3,3 Gewichtsprozent. Die Flüssigkeit wird entnommen und zur
Abtrennung einer überschüssigen Menge an Wasser unter Verwendung eines Filtrierpapiers durch Absaugen
filtriert. Man erhält 49 g etwas feste, pastenartige Suspension, die Sorbinsäure und Wasser enthält Der
Wassergehalt dieser Suspension beträgt 46% (somit ist der Sorbinsäuregehalt 54%). Die Ausbeute an Sorbinsäure
beträgt 88%. In etwa 850 g des Filtrats sind weitere 3,5 g Sorbinsäure enthalten, deren Gewinnung
möglich ist
Zu 49 g dieser Suspension werden 0,2 g eines Saccharose-Fettsäureesters mit einem HLB-Wert von
15 zugegeben. Das entstehende Gemisch wird mit einer Homogenisierungsvorrichtung gerührt. Man erhält eine
cremeartige Emulsion. Diese Emulsion ist selbst stabil und bleibt auch dann stabil, wenn sie mit der mehrfachen
Wassermenge, bezogen auf ihre ursprüngliche Menge, verdünnt wird. Die Teilchengröße der darin enthaltenen
Teilchen liegt hauptsächlich im Bereich von 0.5 bis, 1 μηι
(mit einem Mikroskop bestimmt).
50 g gereinigte Sorbinsäurekristalle werden in heißem Wasser unter Herstellung einer 2000 g-Lösung
gelöst. Diese wird dann bei 95° C durch eine Düse in ein Aufnahmegefäß, daß 200 g Wasser bei 10° C enthält, und
das bei einem verminderten Druck von 40 bis 50 mmHg gehalten wird, versprüht wobei gerührt wird. Nach
Beendigung des Versprühens hat die entstandene Flüssigkeit eine Temperatur von 45°C; die zum
Versprühen erforderliche Zeit beträgt 30 Minute«! und
180 g Wasser sind abdestilliert. Die Konzentration beträgt 2,5 Gewichtsprozent. Während die Flüssigkeit
im Aufnahmegefäß bei 40° C gehalten und gerührt wird und der Druck im Aufnahmegefäß bei einem verminderten
Druck von 40 bis 50 mmHg gehalten wird, wird die Flüssigkeit, die die ausgefällte Sorbinsäure enthält,
während 2 Stunden konzentriert; man erhält 250 g Suspension. Diese Suspension wird durch Schütteln
einheitlich dispergiert Läßt man sie eine Weile stehen, so trennt sie sich klar in einen überstehenden Teil und in
einen ausgefällten Teil.
Diese Suspension wird dann mit 50 g einer wäßrigen Lösung, die 0,5 g Sorbilanmonolaurat-pülyäthylenglykoläther
mit einem HLB-Wert von 16,7 und darin gelöst 0,5 g Carboxymethylcellulose enthält, unter Verwendung
einer Homogenesiervorrichtung zur Herstellung einer Emulsion aus Sorbinsäure vermischt. Diese
Emulsion enthält jedoch teilweise relativ große Teilchen aus Sorbinsäure (1,5 bis 5 μπι) in der Mischung, und läßt
man sie während etwa 5 bis 6 Stunden stehen, so beobachtet man, daß diese Teilchen ausfallen und sich
abtrennen. Die abgetrennten Teilchen werden wieder einheitlich disDergiert. wenn die ganze Emulsion
geschüttelt wird. Wird die Emulsion 2 bis 3 Stunden stehengelassen, so findet während dieses Zeitraumes
keine Wiedertrennung statt.
Ein Vergleich dieses Beispiels 2 mit Beispiel 1 zeigt, daß es unerwünscht ist, die Flüssigkeit, die beim
erfindungsgemäßen Versprühen erhalten wird, zu einer Flüssigkeit zu konzentrieren, die einem Bruchteil der
ursprünglichen Menge entspricht, selbst wenn die Konzentration bei einer relativ niedrigen Temperatur
wie 400C durchgeführt wird, weil dabei ein Wachstum eines Teils der feinen Teilchen der Sorbinsäure
stattfindet. Wenn der Konzentrationsgrad innerhalb der Hälfte der ursprünglichen Menge liegt und die
Konzentrationstemperatur 400C oder niedriger liegt, wird fast kein nachteiliger Einfluß beobachtet. Anstelle
von Verdampfung wird daher bevorzugt, bei der Konzentrierung die überschüssige Wassermenge durch
Abdekamieren oder Filtrieren zu entfernen und getrennt Spuren von Sorbinsäure, die in dem so
abgetrennten Wasser gelöst sind, wiederzugewinnen oder das Wasser erneut für die Auflösung der
Sorbinsäure in heißem Wasser zu verwenden.
65 g Kristalle aus roher Sorbinsäure werden in heißem Wasser unter Herstellung einer 2000-g-Lösung
gelöst. Dazu gibt man 2 g pulverförmige Aktivkohle. Anschließend wird 1 Stunde gerührt. Während sie noch
heiß ist, wird die Lösung zur Entfernung der Aktivkohle filtriert. Die entstehende, heiße Lösung der Sorbinsäure
wird bei 99°C gehalten und durch eine Düse in ein Aufnahmegefäß, das mit einem Rührer ausgerüstet ist
und bei einem verminderten Druck von 30 bis 40 mmHg gehalten wird, versprüht. Nach Beendigung des
Versprühens erhält man 1750 g einer Suspension mit einer Temperatur von 32°C und einer Konzentration
von 3,7 Gewichtsprozent. Die Suspension wird durch Absaugen durch Filterpapier filtriert. Man erhält 120 g
pastenartige Suspension mit einem Wassergehalt von 49%.
Anschließend wird trockener Stickstoff 10 Stunden bei Zimmertemperatur durch die pastenartige Suspension
geleitet. Man erhält eine Substanz mit einem Wassergehalt von 25%. Ein Saccharose-Fettsäureester
mit einem HLB-Wert von 11 wird zu der Substanz in
einer Menge von 1 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Sorbinsäure, zugegeben. Beim Verkneten
erhöht sich die Fluidität allmählich. Nachdem man ausreichend verknetet hat, so daß sich der Ester
einheitlich vermischt hat, wird die entstehende Substanz in eine Homogenisiervorrichtung überführt, wo sie
kurze Zeit heftig gerührt wird. Man erhalt eine cremeartige Emulsion, die sich glatt anfühlt. Diese
Emulsion kann leicht mit Wasser in beliebigen Verhältnissen unter Herstellung einer stabilen Emulsion
verdünnt werden. Die Teilchengröße der darin enthaltenen Sorbinsäure beträgt 0,5 bis 1 μΐη.
Vergleichsversuch 1
30 g gereinigte Sorbinsäure werden in heißem Wasser unter Herstellung einer 1000-g-Lösung gelöst.
Diese wird dann zuerst bei 98° C gehalten und anschließend unter heftigem Rühren durch Kühlen von
außen auf 600C innerhalb von 5 Minuten und auf 400C
oder niedriger innerhalb von 15 Minuten abgekühlt Man erhält eine Suspension, die feine Teilchen aus
Sorbinsäure enthält. Die so erhaltene Suspension wird unter Bildung eines Agglomerats aus feinen Teilchen
der Sorbinsäure filtriert. Dann wird eine geringe Menge Wasser zugegeben, so daß ein Wassergehalt von 70%
eingestellt wird. Anschließend wird ein Saccharose-Fetlsäureester mit einem HLB-Wert von 15 zu der
entstehenden Flüssigkeit in einer Menge von 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der
Sorbinsäure, zugegeben. Unter Rühren wird vermischt; man erhält eine Emulsion. Diese Emulsion hat eine
schlechte Dispersionsstabilität und enthält einen Niederschlag, der sich grob und hart anfühlt.
Vergleichsversuch 2
30 g gereinigte Sorbinsäure werden in heißem Wasser, das 0,3 g Saccharose-Fettsäureester mit einem
HLB-Werl von 15 enthält, unter Herstellung einer 1000-g-Lösung gelöst. Diese Lösung wird bei einer
Temperatur von 98°C gehalten. Sie wird dann durch eine Düse in ein Aufnahmegefäß, das mit einem Rührer
ausgerüstet ist und bei vermindertem Druck von 40 bis 50 mmHg gehalten wird, versprüht. Anschließend wird
auf gleiche Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, gearbeitet. Man erhält 907 g Sorbinsäure-Emulsion. Die
Konzentralion der in dieser Emulsion enthaltenden Sorbinsäure beträgt ungefähr 3%. Es ist vollkommen
unmöglich, die feinen Teilchen der Sorbinsäure abzufiltrieren, da ein Verstopfen des Kilters stattfindet oder die
Emulsion so, wie sie ist, durch das Filter hindurchgeht.
Diese Emulsion wird bei 400C bei vermindertem
Druck bis zu einem Wassergehalt von 70% konzentriert. Die Dispersionsstabilität der in der entstehenden
Emulsion enthaltenen Teilchen der Sorbinsäure wird schlechter. Es fällt eine beachtliche Menge an Teilchen
einer relativ großen Teilchengröße aus. Die Teilchengröße des Niederschlages wird mit einem Mikroskop
bestimmt. Teilchen mit einem Durchmesser von 1,2 μηι
oder größer, insbesondere 1,5 μΐη oder größer, stellen
den Hauptteil der Teilchen dar.
Vergleichsversuch 3
20 g gereinigte Sorbinsäure (Kristalle) werden in einem Porzellanmörser ausreichend pulverisiert. Anschließend
werden die groben Teilchen mit einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,074 mm entfernt.
Zu 10 Gewichtsteilen der entstehenden feinen Teilchen der Sorbinsäure gibt man 10 Gewichtsteile einer
Lösung, in der 5 Gewichtsprozent Sorbitanmonolauratpolyäthylenglykoläther
und 0,5 Gewichtsprozent Carboxymethylcellulose gelöst sind. Mit einer Homogenisiervorrichtung
wird unter Hochgeschwindigkeitsrühren gut vermischt; man erhält eine Emulsion, die eine hohe
Konzentration an Sorbinsäure von 50 Gewichtsprozent besitzt. Wird diese Emulsion mit Wasser in verschiedenen
Anteilen (das 2,5- und lOfache) verdünnt, so ist die Verdünnung leicht und die Dispersionsfähigkeit der
Emulsion in Wasser ist relativ gut Die Dispersionsstabilität nach der Verdünnung ist jedoch schlecht. In jeder
der verdünnten Emulsionen fällt der Hauptteil der Teilchen, die darin enthalten sind, aus und scheidet sich
ab, wenn die Emulsionen 30 Minuten bis 2 Stunden stehengelassen werden.
Die oben beschriebene Emulsion mit hoher Konzentration fühlt sich hart an. Die Teilchengröße der in der
Emulsion enthaltenen Sorbinsäureteilchen beträgt hauptsächlich 10 bis 50 μπι.
45 g Kristalle aus gereinigter Sorbinsäure werden in heißem Wasser unter Herstellung einer 1000-g-Lösung
gelöst. Die Lösung wird bei 115°C gehalten und durch
eine Düse in ein Aufnahmegefäß, das mit einem Rührer ausgerüstet ist, bei vermindertem Druck von 100 mmHg
gehalten wird und das 1000 g Wasser bei 100C enthält, versprüht. Etwa 130 g Wasser werden durch Verdampfen
des Wassers beim Versprühen abdestilliert. Nach Beendigung des Versprühen» betragen die Temperatur
und die Ausbeute der beim Versprühen erhaltenen Flüssigkeit (Suspension) 30°C bzw. 1850 g und die
Konzentration 2,4 Gewichtsprozent. Die Flüssigkeit wird durch Absaugen filtriert; man erhält 75 g etwas
harte, pastenartige Suspension, die Sorbinsäure und Wasser enthält. Der Wassergehalt dieser Suspension
beträgt 50% (somit beträgt der Sorbinsäuregehalt 50%). Die Ausbeute an Sorbinsäure beträgt 83%. Etwa 7 g
Sorbinsäure sind in etwa 1760 g des Filtrats enthalten und ihre Gewinnung ist möglich.
Anschließend werden zu 75 g dieser Suspension 0,3 g Saccharose-Fettsäureester mit einem HLB-Wert von 15
zugegeben. Anschließend wird mit einer Homogenisiervorrichtung heftig gerührt. Man erhält eine cremeartige
Emulsion, die sich glatt anfühlt. Die Verdünnungseigenschäften und die Dispersionsstabilität nach der Verdünnung
sowie die Teilchengröße und die Verteilung der dispergierten Teilchen der Emulsion sind ähnlich wie bei
der in Beispiel 1 erhaltenen Emulsion.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer Sorbinsäure als feine Teilchen in hoher Konzentration enthaltenden
wäßrigen Dispersion, dadurch gekennzeichnet,
daß m~n eine heiße Lösung von Sorbinsäure in Wasser oder in Gemischen aus
Wasser mit einem wasserlöslichen, niedrigsiedenden organischen Lösungsmittel versprüht, wobei unter
Verdampfung von Flüssigkeit eine schnelle Abkühlung eintritt, aus der so gebildeten Suspension die für
die Endkonzentration nicht benötigten überschüssigen Mengen an Flüssigkeit entfernt und anschließend
gegebenenfalls eine Emulsion durch Zugabe eines oberflächenaktiven Mittels mit einem HLB-Wert
von mindestens 9 bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die für die Endkonzentration nicht benötigten überschüssigen Mengen an Flüssigkeit
durch Dekantieren, Filtrieren oder Zentrifugieren entfernt.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE2623682C3 true DE2623682C3 (de) | 1979-10-25 |
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ID=13323111
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| DE19762623682 Expired DE2623682C3 (de) | 1975-06-03 | 1976-05-26 | Verfahren zur Herstellung einer Sorbinsäure als feine Teilchen in hoher Konzentration enthaltenden wäßrigen Dispersion |
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|---|---|---|---|---|
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-
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Also Published As
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|---|---|
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