DE2616722A1 - Duesenmundstueck fuer einen plasmabogenschweiss- oder -schneidbrenner - Google Patents
Duesenmundstueck fuer einen plasmabogenschweiss- oder -schneidbrennerInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. R Weickmann, ^ ^
Dipl.-Ing. H. Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
SP/MY Dipl.-Ing. R A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
, 8 MÜNCHEN 86, DEN
Case Cr 10.5b postfach 860820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 98 39 21/22
GENERAL ATOMIC COMPANY, 10955 John Jay Hopkins Drive, San Diego, California, USA
Düsenmundstück für einen Plasmabogenschweiß-
oder -schneidbrenner
oder -schneidbrenner
Die Erfindung betrifft ein Düsenmundstück für einen Plasmabogenschweiß-
oder -schneidbrenner.
Ein Plasmabogenschweiß- oder -schneidbrenner arbeitet aufgrund eines Verfahrens, durch das Wärme mittels eines zusammengeschnürten
bzw. verengten Bogens zwischen einer nichtverbrauchbaren Elektrode aus Wolfram oder einem anderen geeigneten
Material und dem Werkstück erzeugt wird. Der Bogen wird mittels einer Gasumhüllung zusammengeschnürt bzw. verengt,
die ihrerseits dadurch erzeugt wird, daß man ein geeignetes Inertgas, wie z.B. Argon, durch ein Düsenmundstück
hindurchströmen läßt, welches die Elektrode koaxial zu derselben umgibt. Als Ergebnis wird ein Strahl von intensiv
heißem und sich schnell bewegendem Plasma ausgebildet. Um
zu verhindern, daß geschmolzenes Schweißmetall und der Bogen durch die umgebende Luftatmosphäre verunreinigt werden, wird ein zweiter Gasstrom zwischen der Außenseite des Düsenmundstücks und einem äußeren Abschirmungsbecher hindurchgeleitet« Das Abschirmungsgas kann aus irgendeinem geeigneten Gas oder
heißem und sich schnell bewegendem Plasma ausgebildet. Um
zu verhindern, daß geschmolzenes Schweißmetall und der Bogen durch die umgebende Luftatmosphäre verunreinigt werden, wird ein zweiter Gasstrom zwischen der Außenseite des Düsenmundstücks und einem äußeren Abschirmungsbecher hindurchgeleitet« Das Abschirmungsgas kann aus irgendeinem geeigneten Gas oder
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irgendwelchen geeigneten Gasen zusammengesetzt sein, wie beispielsweise
aus einer Kombination von 5% Wasserstoff und 95% Argon.
Während des Betriebs eines typischen Plasmabogenschweiß- und
-Schneidbrenners kann eine gewißse Bogenbildung zwischen der
Elektrode und dem Bereich innerhalb des Düsenmundstücks in
der Nähe der außenseitigen Fläche bzw. Stirnseite des Mundstücks auftreten. Düsenmundstücke, die gemäß den gegenwärtigen
kommerziellen Praktiken hergestellt sind, haben den Nachteil von Erosionen, die aufgrund dieser Bogenbildung wie auch
aufgrund der intensiven Wärme, welche durch den Plasmabogen erzeugt wird, auftreten. Weil die Abmessung und Form der verengten
Säule von Plasmagas ein wichtiger Verfahrensparameter ist, und weil die Abmessung und Form dieser verengten Säule
durch die Formänderung des Düsenmundstücks aufgrund von Erosion beeinflußt wird, kann es zu einer Änderung eines
wichtigen Verfahrensparameters als Ergebnis dieser Erscheinung kommen. Das bedeutet, daß das Düsenmundstück ersetzt
werden muß. Die Abnutzung des Mundstücks ist ein sehr schwierigeres Problem in Verbindung mit sehr kleinen Brennern, bei
denen Wasserkühlung weniger wirksam ist.
Mit der Erfindung soll ein verbessertes Düsenmundstück für einen Plasmabogenschweiß- oder -schneidbrenner zur Verfügung
gestellt werden, und zwar insbesondere ein solches Düsenmundstück, das eine wesentlich längere Betriebslebensdauer als
derzeit kommerziell verfügbare Düsenmundstücke hat.
Ein erfindungsgemäßes Düsenmundstück für einen Plasmabogenschweiß-
oder -schneidbrenner zeichnet sich dadurch aus, daß es aus einem isotropen Graphit von im wesentlichen gleichförmiger
Wärmeleitfähigkeit besteht oder solchen Graphit enthält, wobei der Graphit eine mittlere Teilchengröße von weniger als
0,076 mm Durchmesser und eine mittlere Porengröße von weniger
als 1 Mikron hat.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren
der Zeichnung erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht des Endes eines Plasmabogenschweiß- und -Schneidbrenners zur Veranschaulichung
von dessen Gebrauch mit e*inem im wesentlichen nichterodierten bzw. -zerfressenen Düsenmundstück;
Fig. 2 eine schematische Ansicht, die derjenigen der Fig. 1 ähnlich ist und die schlechte Wirkung der Erosion des
Düsenmundstücks veranschaulicht; und
Fig. 3 eine vollständige QuerSchnittsansieht eines
Düsenmundstücks, das gemäß der Erfindung aufgebaut ist.
Sehr allgemein weist das Düsenmundstück einen isotropen Graphit von im wesentlichen gleichmäßiger Wärmeleitfähigkeit
auf, der eine mittlere Teilchengröße von weniger als etwa 0,076 mm Durchmesser und eine mittlere Porengröße von weniger
als etwa 1 Mikron hat.
Es sei nun auf Fig. 1 Bezug genommen, in der das Ende eines
Plasmaschweißbrenners 11 schematisch beim Vorgang des Schweißens eines Werkstücks 13 gezeigt ist. Der Brenner weist
eine Elektrode 15 auf, die koaxial zu einem Düsenmundstück angeordnet ist. Ein äußerer Abschirmbecher 19 umgibt das
Düsenmundstück und bildet einen Ringraum 21. Zwischen der Elektrode und dem Düsenmundstück ist ein Bogen 23 ausgebildet,
und ein Düsengas wird in den Raum 25 zwischen dem Düsenmundstück und der Elektrode eingespeist. Das führt zur
Bildung eines Plasmas 39 von sehr hoher Temperatur, das in einem Strom durch eine Öffnung 27 in dem Düsenmundstück zu
dem Werkstück 13 gedrückt wird. Ein Abschirmungsgas wird
durch den Ringraum 21 geleitet und umgibt das Plasma, wie bei 31 angedeutet ist.
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In Fig. 1 hat das Düsenmundstück die richtige Form, und die
Form des Plasmas ist im wesentlichen säulenförmig und erstreckt sich koaxial von der Elektrode 15 aus.
Es sei nun auf Fig. 2 Bezug genommen, in der ein Betriebszustand,
gezeigt ist, der typisch ifür den Betriebszustand ist, der auftritt, wenn das Düsenmundstück erodiert bzw.'zerfressen
wird. Das Düsenmundstück 17 ist nach der Darstellung bei der Öffnung 27 in dem mit 33 bezeichneten Bereich erodiert.
Wie man1sieht, besteht die Wirkung der Erosion darin,
daß die Säule von Plasmagas verzerrt und in der dargestellten Weise ausgebreitet wird. Dadurch wird eine merkliche Änderung
in den Schweißprozeßparametern bewirkt, und typischerweise wird ein Ersetzen des Düsenmundstücks erforderlich.
Natürlich kann die Häufigkeit eines solchen Ersetzens die Kosten des Schweißvorgangs und die für denselben erforderliche
Zeit erhöhen.
Gemäß der Erfindung weist das Düsenmundstück des Plasmabogenschweiß-
und -Schneidbrenners einen isotropen Graphit von im wesentlichen gleichförmiger Wärmeleitfähigkeit auf oder
besteht aus einem solchen Graphit. Der Graphit hat eine kleine Porenabmessung und eine kleine Teilchengröße, einen
niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten, eine gute elektrische Widerstandsfähigkeit bzw. einen guten elektrischen spezifischen
Widerstand und einen scharfen Minimumradius an Bearbeitbarkeit.
Die gleichförmige Wärmeleitfähigkeit unterstützt die Verteilung der Wärmebelastung in dem Düsenmundstück. Auf diese
Weise treten keine lokalisierten heißen Stellen auf, die zur Verschlechterung bzw. Abnutzung des Düsenmundstücks in
diesem speziellen Bereich beitragen könnten.
Vorzugsweise ist die Teilchengröße des Graphits weniger als ungefähr 0,075 mm im mittleren Durchmesser. Ein bevorzugter
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mittlerer Durchmesser beträgt ungefähr 0,025 mm. Bei dieser Teilchengröße ergibt sich eine Bearbeitbarkeit, die einen
scharfen minimalen Radius ermöglicht, so daß genaue Dimensionen und eine genaue Form des Düsenmundstücks sichergestellt
ist. Bekanntlich sind Poren in vielen Graphitstrukturen inhärent. Für den richtigen Betrieb sollte das Düsenmundstück
nach der Erfindung eine Porengröße von weniger als etwa 1 Mikron haben. Vorzugsweise sollte die Porengröße einen
Durchschnitt von etwa 0,4 Mikron besitzen. Durch Verwendung einer kleinen Porengröße wird die Wahrscheinlichkeit eines
Angriffs durch Erosion minimalisiert.
Der Wärmeausdehnungskoeffizient und der elektrische spezifische Widerstand sollten beide so niedrig wie möglich sein.
Der Wärmeausdehnungskoeffizient sollte weniger als etwa
9 x 10 pro 0C, und vorzugsweise etwa 8,3 χ 10 -/°C,
sein. Der spezifische elektrische Widerstand sollte weniger als etwa 3,9 x 10" Ohm/cm bei 210C sein, und er sollte vorzugsweise
ungefähr 2,7 x 10 Ohm/cm bei 210C betragen.
Ein Material, das die bevorzugten.Eigenschaften, die oben erwähnt
sind, besitzt, ist von einer Materialqualität, wie sie im Handel als POCO AXF5Q bezeichnet wird, und ein solches Material
ist beispielsweise von der POCO Graphite Company, Decatur, Texas, USA, erhältlich. Düsenmundstücke, die aus
solchem Material hergestellt sind, sind in der Lage, hohen Temperaturen, wie sie von dem Plasmagas erzeugt werden, zu
widerstehen, und solche Düsenmundstücke können mit dem gleichen Aufbau wie kommerziell verfügbare Düsenmundstücke, welche
typischerweise aus Kupfermaterial hergestellt sind, hergestellt werden.
Die Fig. 3 zeigt spezifische, strukturelle Einzelheiten eines Düsenmundstücks. Das Mundstück 17 ist an einem Ende mit
einer Öffnung 27 versehen, die mit einer etwas größeren inne-
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ren Öffnung 37 über einen Bohrschräg- bzw. -konusabschnitt verbunden ist. Das äußere Ende der Öffnung 37 ist bei 41
versenkt bzw. konisch erweitert, und die äußere Oberfläche des Düsenmundstücks 37 ist mit einem Gewinde 43 versehen,
so daß das Düsenmundstück mit einer nicht dargestellten, geeigneten Befestigungshülse des ©renners 11 verbunden werden
kann. Das Material, aus dem das Düsenmundstück der Fig. 3 hergestellt ist, enthält einen isotropen Graphit, der die
obigen Eigenschaften besitzt, oder es besteht aus einem solchen isotropen Graphit.
Das Düsenmundstück ermöglicht es, eine geeignete Säulenform der Plasmagassäule, die aus dem Brenner austritt, aufrechtzuerhalten.
Das trägt zur Erzeugung von sich nicht,verändernden Schweiß- oder Schneidergebnissen bei, und zwar während
einer längeren Mundstücklebensdauer, als sie bei Düsenmundstücken nach dem Stande der Technik möglich war. Das Mundstück
nach der Erfindung ist in viel höherem Maße zuverlässig als kommerziell verfügbare Düsenmundstücke.
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Claims (6)
1. Düsenmundstück für einen Plasmabogenschweiß- oder
-schneidbrenner, dadurch gekennzeichnet, daß es isotropen Graphit von im wesentlichen gleichförmiger Wärmeleitfähigkeit
enthält oder aus solchem Graphit hergestellt ist, wobei dieser isotrope Graphit eine mittlere Teilchengröße von weniger
als 0,076 mm Durchmesser und eine mittlere Porengröße von weniger als 1 Mikron hat.
2. Düsenmundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen isotropen Graphit enthält, der einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von weniger als 9 x 10"" /0C hat
oder aus einem solchen isotropen Graphit besteht.
3. Düsenmundstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen isotropen Graphit enthält, der
einen spezifischen elektrischen Widerstand von weniger als 3,9 x 10 Ohm/cm bei 210C hat oder aus einem solchen isotropen
Graphit besteht.
4. Düsenmundstück nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es einen isotropen Graphit enthält, der eine mittlere Teilchengröße von etwa 0,025 mm Durchmesser und
eine mittlere Porengröße von etwa.0,4 Mikron hat oder aus einem solchen isotropen Graphit besteht.
5· Düsenmundstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß es einen isotropen Graphit enthält, der einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von etwa
8,3 χ 10 /0C und einen spezifischen elektrischen Widerstand
von etwa 2,7 x 10 Ohm/cm bei 210C hat oder aus
einem solchen isotropen Graphit besteht.
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6. DUsenraundstuck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß es ein zylindrisches Teil (17) aufweist oder aus einem solchen zylindrischen Teil besteht,
welches seinerseits einen sich durch dasselbe hindurcherstreckenden, axialen Durchgang (27,37,39) sowie ein äußeres
Gewinde (43) an einem Ende hat.1
ρ η Q ft /: U ι Ii' ι·>
7
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |