DE2616250C3 - Filteranlage - Google Patents
FilteranlageInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D46/30—Particle separators, e.g. dust precipitators, using loose filtering material
- B01D46/32—Particle separators, e.g. dust precipitators, using loose filtering material the material moving during filtering
- B01D46/34—Particle separators, e.g. dust precipitators, using loose filtering material the material moving during filtering not horizontally, e.g. using shoots
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filteranlage zum Reinigen von Gasen, mit einer ersten inneren Kammer zum
Zuführen des zu reinigenden Gases (Rohgas) mit einer zweiten äußeren Kammer zum Abführen des gereinigten
Gases, mit mehreren von dem zu reinigenden Gas durchströmten übereinander angeordneten und zwischen
der ersten und zweiten Kammer liegenden ringförmigen Filterräumen, die einen oberen Einlaß für
frisches, unverbrauchtes und jeweils einen unteren Auslaß für das sich durch die Filterräume von oben nach
unten hindurchbewegende, aus festen Partikeln bestehende Filtermedium besitzen, wobei das Filtermedium
an einer ringförmigen öffnung jedes Filterraumes in der ersten Kammer einen Schüttkegel bildet, der auch /um
Eintritt des zu reinigenden Gases dient, sowie mit um
^ die gemeinsame Achse der Fiherräume umlaufenden
Abräumvorrichtungen, die sich durch die Schüttkegel hindurchbewegen und verbrauchtes Filtermedium aus
den Filterräumen entfernen.
Eine Filteranlage dieser Art ist bekannt (DE-PS 4 18 008). Bei der bekannten Filteranlage werden die die
innere Kammer für das zu reinigende Gas von der äußeren Kammer zum Abführen des gereiiigten Gases
trennenden Filterräume von mehreren konzentrisch zu einer gemeinsamen vertikalen Achse liegenden und
stockwertartig übereinander angeordneten Ringen gebildet, wobei der Durchmesser der Ringe von der
Oberseite zur Unterseite der Filteranlage zunimmt, üas
unverbrauchte Filtermedium wird der von dem obersten Ring gebildeten Ringetage bzw. dem von dem obersten
Ring gebildeten Filterraum zugelangt und fließt dann durch entsprechende, in den Ringen vorgesehene
Öffnungen durch sämtliche Filierräume nach unten, wo das verbrauchte Filtermedium abgeführt wird. In der
inneren Kammer für das zu reinigende Gas (Rohgas) ist eine um eine vertikale Achse drehbare Welle angeordnet,
die eine Vielzahl von Abräumvorrichtungen in Form von armartigen Abstreichern trägt, wobei diese
Abräumvorrichtungen so angeordnet sind, daß beim Drehen der Welle jeweils eine Abräumvorrichtung sich
entlang der Oberfläche eines Ringes im Bereich des inneren Randes dieses Ringes bewegt. Im Betrieb der
bekannten Filteranlage bewegen sich die Abräumvorrichtungen zum zusätzlichen Entfernen von verbrauchtem
Filtermedium aus den Filterräumen durch Schüttkegel, die das Filiermedium jeweils am inneren Rand
jedes Ringes ausbildet. Das von den Abräumvorrichtungen erfaßte, verbrauchte Filtermedium fällt von den
Filterräumen bzw. von den Ringen direkt auf den Boden der inneren Kammer. Das zu reinigende Gas tritt am
inneren Rand der Ringe im Bereich der Schültkegel in die einzelnen Filterräumc ein und verläßt diese
Filterräume am äußeren Rand dieser Ringe und gelangt so in die äußere Kammer zum Sammeln des gereinigten
Gases.
Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Filieranlage besteht darin, daß lediglich dem obersten Filterraum
frisches, unverbrauchtes Filtermediuni zugeführt wird, während sämtliche darunterliegenden Filterräume jeweils
mit dem bereits Staubpartikel usw. enthaltenden Filtermedium eines darüberliegenden Filterraumes
beaufschlagt werden. Dies bedeutet, daß in dem untersten Filterraum das Filtermedium bereits so stark
mit Staubpartikeln behaftet ist, daß das Filtermedium dort dem zu reinigenden Gas einen erheblichen
Strömungswiderstand entgegensetzt, wodurch sich bei dieser bekannten Filteranlage eine Verteilung des
effektiven Gasstromes auf die einzelnen Filterräume in der Weise ergibt, daß dieser Gasstrom bzw. die durch so
die Filterräume fließende Gasmenge zu den oberen Filterräumen hin ansteigt. Eine gleichmäßige Gasverteilung
auf die einzelnen Filterräume wäre jedoch sowohl hinsichtlich des angestrebten Reinigungseffektes als
auch hinsichtlich einer möglichst kleinen Druckdifferenz zwischen dem Eingang und dem Ausgang der
Filteranlage zweckmäßig.
Weiterhin hat die bekannte Filteranlag: vor allem auch den Nachteil, daß das mit Staubpartikeln
beaufschlagte Filtermedium donn, wenn es von den Abräumvorrichtungen erfad woiuen ist, direkt auf den
Boden der inneren Kammer fällt. Hierdurch werden unvermeidlich bereits vom Filtermedium aufgenommene
Staubpartikel wieder freigesetzt, so daß das zu reinigende Gas zusätzlich mit Staubpartikeln beaufschlagt
wird, was wiederum zu einer Verschlechterung des Reinigungseffektes sowie auch zu einer Erhöhung
des Strömungswiderstandes in den Filterräumen führt, da das Filtermedium mit den in der inneren Kammer
zusätzlich freigesetzten Staubpartikeln beaufschlagt wird und der Strömungswiderstand des Filtermediums
von dem Grad der Verschmutzung dieses Mediums abhängig ist. Weiterhin wird die Konzentration der
zusätzlich freigesetzten Staubpartikel in der inneren Kammer im Bereich des Bodens dieser inneren Kammer
am größten sein, was auch bedeutet, daß gerade die unteren, ohnehin schon nur stark verschmutztes bzw.
verbrauchtes Filtermedium enthaltenden Filterräume besonders stark mit dem zusätzlich freigesetzten
Fütermedium beaufschlagt werden.
Weiterhin hat die Verwendung von verbrauchtem bzw. bereits mit Staubpartikeln behafteten Filiennedium
in Filterräumen den grundsätzlichen Nachteil, daß am Auslaß für das gereinigte Gas von diesem Gas im
Fütermedium vorhandene Staubpartikel mitgerissen werden, die den Reinigungseffeki stark reduzieren. Eine
starke Sättigung des Filtermediums mit Staubpartikeln, die bei der bekannten Filteranlage zumindest in den
unteren Filterräumen zwangsläufig auftreten muß, hat darüber hinaus auch den Nachteil, daß hierdurch in
erhöhtem Maße die Gefahr besteht, daß sich im Filtermedium Kanäle bilden, durch die das zu reinigende
Gas direkt, d. h. ohne einen Reinigungseffekt, von der inneren Kammer in die äußere Kammer strömt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filteuinlage aufzuzeigen, die diese Nachteile vermeidet
und wesentlich bessere Reinigungseffekte besitzt, als die bekannte Filteranlage.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Filteranlage der eingangs geschilderten Art erfindungsgemäß so ausgestaltet,
daß den nicht miteinander in Verbindung stehenden Filterräumen über deren Einlasse jeweils das
frische, unverbrauchte Fütermedium zugeführt wird, und daß an jeder Abräumvorrichtung eine mit dieser
Abräumvorrichtung mitgeführte Fangtasche vorgesehen ist, die in einen Kanal mündet, welcher seinerseits in
eine von der ersten und zweiten Kammer getrennte dritte Kammer zum Abführen des verbrauchten
Filtermediums mündet.
Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Filteranlage jeder Filterraum jeweils an seinem oberen Einlaß
direkt mit frischem, unverbrauchtem Fütermedium beaufschlagt wird und darüber hinaus die einzelnen
Filterräume auch untereinander nicht in Verbindung stehen, wird erreicht, daß jeder Filterraum eine
optimale Filterwirkung bei geringem Strömungsmiltelwiderstand für das zu reinigende Gas liefern kann.
Wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch, daß bei der erfindungsgemäßen Filteranlage das zu reinigende
Gas die Filterräume ebenfalls im wesentlichen von unten nach oben durchströmt, während das Fütermedium
diese Filterräume in umgekehrter Richtung durchfließt, wie dies an sich bekannt ist. Da bei der
erfindungsgemäßen Filteranlage jeder Filterraum jedoch in seinem oberen Bereich stets mi? frischem,
unverbrauchtem Fütermedium beaufschlagt wird, befindet sich in jedem Filterraum am Auslaß für das zu
reinigende Gas ein Fütermedium, welches noch nicht mit Staubpartikeln beaufschlagt ist, so daß hier die
Gefahr nicht besteht, daß Staubpartikel aus dem Fütermedium vom Gas mitgerissen werden und somit in
die äußere zweite Kammer zum Abführen des gereinigten Gases gelangen.
Durch die bei der erfindungsgemäßen Filteranlage an den Abräumvorrichtungen vorgesehenen und von
diesen Abräumvorrichtungen mitgeführten Fangta-
sehen wird das verbrauchte Filiermedium über einen Kanal direkt in eine dritte Kammer abgeführt, die von
der ersten und zweiten Kammer getrennt ist. Hierdurch wird eine Beaufschlagung der inneren Kammer durch
zusätzliche Sm ibpartikel aus dem Filtermedium vermieden,
d.h. i:, den einzelnen Filterräumen müssen lediglich diejenigen Staubpartikel ausgefiltert werden,
die im zugeführten Rohgas bereits enthalten sind. Dies trägt ganz wesentlich zu einer Erhöhung des Filtereffektes
sowie zu einer Reduzierung des Strömungsmittelwiderstandes bei der erfindungsgemäßen Filteranlage
bei.
Mit der erfindungsgemäßen Filteranlage lassen sich somit, wie Versuche gezeigt haben, Filterergebnisse
erreichen, die bei bekannten Filteranlagen bisher nicht möglich waren, und zwar bei einer minimalen
Druckdifferenz zwischen dem Rohgaseingang und dem Ausgang für das gereinigte Gas.
Weilerbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Die Erfindung wird im Zusammenhang mit den Figuren an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 in Seitendarstellung, teilweise im Schnitt, eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filteranlage:
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie I-I der Fi g. 1.
Die in den Figuren gezeigte Filteranlage besteht aus einem Gehäuseteil 1. welcher an seiner Oberseite mit
einem kegclstumpfförmigen Abschlußteil 2 mit einer zentralen Öffnung 3 zum Zuführen eines feste Partikel
aufweisenden Filtermediums verschlossen ist. Die Unterseite des zylinderförmig ausgebildeten Gehäuseteiies
I ist mit einem als Vorabscheider für das zu reinigende Rohgas dienenden zylinderförmigen Raum 4
verbunden.
In dem Gehäuseteil 1 sind übereinander fünf ringförmig ausgebildete Filterräume 5 ortsfest angeordnet,
wobei diese Filterräume im wesentlichen gleichartig ausgebildet sind und jeweils aus einer senkrecht bzw.
lotrecht verlaufenden ringförmigen Außenwandung 6, einer von außen schräg zur Mitte des Gehäuseteil 1 und
nach unten geneigten Bodenfläche 7. einer von der oberen Kante der Außenvvandung 6 ausgehenden und
parallel zur Bodenfläche 7 verlaufenden Führungsflächc 8. welche sich bis etwa in die Mitte des jeweiligen
Filterraumes erstreckt, sowie aus einer ringförmigen Innenwand 9 gebildet sind. Am unteren Ende der
schrägen Bodenfläche 7 ist in der Innenwand 9 eine Öffnung 10 vorgesehen, die durch eine äußere Fläche,
welche ausgehend von ihrem dem Filterraum abgert anu'iCu iiriuC SCnPSg riaCii UMiCn üüi uCn ι iitCrriiUiTl j
zu verläuft und etwa unterhalb der unteren Kante der Innenwand 9 endet, in zwei Einzelöffnungen 10' und 10"
unterteilt ist. von denen die Einzelöffnung 10" die Auslässe zum Abführen des Filtermediums 12 aus den
Filterräumen 5 bilden. An der unteren Kante jeder Einzelöffnung 10" schließt sich eine äußere, horizontal
verlaufende Fläche 13 an. Die Flächen 11 und 13 dienen
dabei als Ablagefläche für das Filtermedium 12. an
welcher sich ein entsprechender Schüukegel 14 bzw. 15 für dieses Filtermedium 12 ausbildet.
Entsprechend der ringförmigen Ausgestaltung der Fiiierräume 5 werden die Außenwand 6 und die
Innenwand 9 jeweils \on einem hohlzyünderförmigem
Blechtei' und die Bodenfläche 7, die Führungsfläche 9
sowie die Flache 11 von einem kegclstumpfförmig
fc-eformten Blechteil gebildet, während die Fläche 13 ein
ringförmiger ebener Blechteil mit einer kreisrunden.
mittleren Ausnehmung ist. Alle Blechteile sind ortsfes im Gehäuseteil 1 gehallen und durch Schweißen sowi<
ggf. durch nicht näher dargestellte Streben miteinande verbunden.
Zum Zuführen des Filtermediums 12 in die einzelner übereinander angeordneten Filterräume 5 dient eine
Vielzahl von senkrecht verlaufenden Kanälen 16, die an Außenumfang der Filterräume 5 verteilt vorgesehet
sind und über öffnungen 17 mit den einzelner
ίο Filterräumen 5 in Verbindung stehen. Sämtliche Kanal«
16 münden mit ihrem oberen Ende in einen gemeinsa men Raum 18, der nach außen hin von der Wandung de
Abschlußteils 2 und nach innen von einem Verleilerke gel 19 begrenzt ist, dessen Spitze der öffnung ;
zugewandt ist und dessen Symmetrieachse mit de Mittellinie dieser öffnung zusammenfällt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird de oberste Filterraum 5 durch die Öffnung 20 direkt au
dem Raum 18 mit dem Filtermedium 12 versorgt.
Jeder Filterraum 5 ist in seinem oberen Bereich an de Außenwand 6 mit einer Öffnung 22 versehen, welch«
vorzugsweise als sich um den gesamten Umfang de: Filterraumes 5 erstreckender und lediglich durch dii
Kanäle 16 unterbrochener Schlitz ausgebildet ist. Übe diese Öffnung 22 stehen die Filterräume 5 mit eine
diese Filterräume sowie die Kanäle 16 umgebendet ringförmigen Sammclkammer 23 in Verbindung, die at
ihrem oberen Ende einen Anschlußstutzen 24 zun Abführen des gereinigten Gases bzw. Reingasei
jo aufweist.
Im Inneren des Gchäuseteils 1 ist eine Welle 2'.
drehbar gelagert, welche bei dem dargestellten Ausfüh rungsbeispiel durch den zylinderförmigen Raum '
hindurchgeführt ist und an ihrem unteren Ende durct
i·) eine Kraftübertragungseinrichtung, z. B. durch einer
Riemen- oder Kettentrieb mit der Welle eine: Elektromotors 26 kraftschlüssig verbunden ist. An dei
Welle 25 sind übereinander fünf Abstreifer 27 befestigt wobei jeweils ein Abstreifer 27 unmittelbar über eine:
4(i Fläche 13 eines Filterraumes 5 angeordnet ist. Jede
Abstreifer 27 besteht aus einem abgewinkelten senk recht bzw. quer zur Fläche 13 verlaufenden seitlichet
Wandabschni" 28 und einer oberen Abdeckung 29, dii als VersteifungsflaLhe dient und zugleich eine Stauben!
4ί wicklung bzw. -Aufwirbelung verlii:. jcrn soll, wenn siel
die Abstreifer 27 beim Drehen der Welle 25 durch di< Schüttkegel 15 an den Flächen 13 hindurchbewegen.
An der dem Abstreifer 27 abgewandten Seite de: Fläche 13 ist jedem Abstreifer eine Fangtasche 3(
•ι« zugeordnet, die trichterförmig ausgebildet ist und ir
einen für särniüche rangtaschcn gemeinsamen Schach
31 mündet, der die Fangtaschen 30 trägt und an dei Welle 25 exzentrisch befestigt ist, so daß dieser Schach
31 mit den Fangtaschen 30 beim Drehen der Welle 2t zusammen mit den Abstreifern 27 umläuft. Zwischer
den Innenkanten der Flächen 13 und dem Schacht 31 is ein Spalt 32 vorgesehen, durch welchen das von derr
jeweiligen Abstreifer 27 in Richtung auf die Mitte de: Gehäuseteils 1 geförderte Filiermedium 12 in die
Fangtasche 30 und von dort in den Schacht 31 gelangt welcher mit seinem unteren Ende in einen Raum 3:
mündet, welch letzterer nach oben hin durch ein« kegelförmige, ebenfalls an der Welle 25 befestigt«
Wandung 34 abgeschlossen ist.
„5 Es versteht sich, daß auch mehrere Schächte 31
verteilt um die Welle 25 angeordnet sein können, wöbe dann der Fläche 13 wenigstens eines Filterraumes 5 eint
der Anzahl dieser Schächte 31 entsprechende Anzah
von Fangtaschen 30 und Abstreifern 27 zugeordnet ist.
Die Wirkungsweise der dargestellten Filteranlage läßt sich wie folgt erläutern:
Das Filtermedium 12 wird über die Öffnung 3 zugeführt und verteilt sich über den Raum 18, die
Kanäle 16 auf die einzelnen Filterräume 5, wobei an den öffnungen 10' und 10" die Schüttkegel 14 bzw. 15
entstehen und sich außerdem unter den Führungsflächen 8 ein weiterer Schüttkegel 32 ausbildet. Das zu
reinigende Gas (Rohgas) wird über den rohrförmigen Anschlußstutzen 36, welcher tangential in die oberhalb
der kegelförmigen Wandung 34 liegende Kammer 37 des zylinderförmigcn Raumes 4 einmündet, zugeführt.
Die Kammer 37 dient dabei in an sich bekannter Weise als Vorabscheider für schwerere, im Rohgas enthaltene
Staubpartikel, welche aufgrund der sich in der Kammer 37 ausbildenden Zyklonströmung nach unten befördert
werden und dort von einer für den Raum 33 und die Kammer 37 gemeinsamen, mit der Welle 25 umlaufenden
Abräumvorrichtung 38 in einen Auslaßkanal 39 für das verbrauchte Filtermedium 12 gefördert werden.
Durch die untere öffnung 40 eines Tauchrohres 41 gelangt das Rohgas in einen von den Filterräumen 5
umschlossenen Rohgasraum 42, welcher nach oben hin durch einen Boden 43 verschlossen ist und in welchem
die Abstreifer 27, der Schacht 31 sowie die Fangtaschen 30 umlaufen.
Aus dem Rohgasraum 42 gelangt das Rohgas dann über die Schüttkegel 14 bzw. 15 in die einzelnen
Filterräume, wobei die im Gas enthaltenen, auszufilternden Stoffe (Staubpartikel und andere auszufilternde
Fremd- bzw. Schadstoffe) im Fiitermedium 12 abgelagert werden, so daß das Gas im gereinigten Zustand die
Filterkammern 5 am Schüttkegel 35 wieder verläßt und in die Sammelkammer 23 gelangt, aus der das gereinigte
Gas (Reingas) über den Anschluß 24 abgeführt wird. Durch die mit der Welle 25 umlaufenden Abstreifer 27
wird bei jeder Umdrehung der Welle 25 jeweils aus jedem Schüttkegel 15 und damit aus jedem Filterraum 5
eine bestimmte Menge an verbrauchtem Filtermedium über die Fangtaschen 30, den Schacht 31 und die
Abräumvorrichtung 38 an den Auslaß 39 für das verbrauchte Filtermedium gefördert, wobei die Menge
des aus den Filterräumen 5 weggeförderten Filtermediums 12 und damit die Durchflußgeschwindigkeit für
dieses Filtermedium durch die Drehzahl der Welle 25 geregelt bzw. den jeweiligen Erfordernissen angepaßt
werden können, wobei das durch die Abstreifer 27 entfernte Filtermedium jeweils durch über die öffnung
17 bzw. 19 nachrutschendes unverbrauchtes Filtermedium ersetzt wird.
Wesentlich ist bei der gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filteranlage, daß das Filtermedium
12 die einzelnen Filterräume 5 jeweils von oben nach unten durchfließt, während das Gas diese Filterräume in
umgekehrter Richtung von unten nach oben durchströmt, wodurch sich vor allem auch durch die
Ausnutzung der Sinkgeschwindigkeit des auszuscheidenden bzw. auszufilternden Stoffes sehr gute Filterergebnisse
erzielen lassen. Bei der dargestellten Ausführungsform wird außerdem durch die Zuführung des
Rohgases an der Innenwandung 9 und der Abführung des Reingases an der Außenwandung 6 bei entsprechender
Dimensionierung der Einzelöffnungen 10' und 10" erreicht, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Gases
in jedem Filterraum 5 von den Schüttkegeln 14 bzw. 15 zum Schüttkegel 35 stetig abnimmt, wodurch erreicht
wird, daß auch feinste Partikel im Filtermedium 12 zurückgehalten werden.
Als Filtermedium eignet sich bei der erfindungsgemäßen Filteranlage beispielsweise üblicher Filterkies oder
Fraktionen desjenigen Materials, welches da im Arbeitsprozeß befindliche Massengut bildet und auf
welches z. B. die im zu reinigenden Gas enthaltenen Staubpartikel usw. zurückzuführen sind. Ferner kann
das Filtermedium bei bestimmten Anwendungen aus Aktivkohle oder aber aus Kunststoffpartikeln bestehen,
welch letztere elektrostatisch aufgeladen sind und durch diese Ladung Staubpartikel und andere auszufilternde
Stoffe binden.
Die Reinigung des verbrauchten bzw. verschmutzten Filtermediums erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Filteranlage in üblicher Weise, z. B. mit Hilfe einer Siebschnecke, einer Fluidisierrinne, einem Sieb oder
einem Sichter.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Filteranlage zum Reinigen von Gasen, mit einer ersten inneren Kammer zum Zuführen des zu
reinigenden Gases (Rohgas), mit einer zweiten äußeren Kammer zum Abführen des gereinigten
Gases, mit mehreren von dem zu reinigenden Gas durchströmten übereinander angeordneten und
zwischen der ersten und zweiten Kammer liegenden ringförmigen Filterräumen, die einen oberen Einlaß
für frisches, unverbrauchtes und jeweils einen unteren Auslaß für das sich durch die Filterräume
von oben nach unten hindurchbewegende, aus festen Partikeln bestehende Filtermedium besitzen, wobei
das Filtermedium an einer ringförmigen öffnung jedes Filterraumes in der ersten Kammer einen
Schüttkegel bildet, der auch zum Eintritt des zu
reinigenden Gases dient, sowie mit um eine gemeinsame Achse der Filterräume umlaufenden
Abräumvorrichtungen, die sich durch die Schüttkegel hindurchbewegen und verbrauchtes Filtermedium
aus den Filterräumen entfernen, dadurch gekennzeichnet, daß den nicht miteinander in
Verbindung stehenden Filterräumen (5) über deren Einlasse (17, 20) jeweils das frische, unverbrauchte
Filtermedium zugeführt wird, und daß an jeder Abräumvorrichtung (27) eine mit dieser Abrüumvorrichtung
mitgeführte Fangtasche (30) vorgesehen ist, die in einen Kanal (31) mündet, welcher seinerseits in
eine von der ersten und zweiten Kammer (42, 23) getrennte dritte Kammer (33) zum Abführen des
verbrauchten Filtermediums mündet.
2. Filteranlage nach Anspnich 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der ringförmigen öffnung (10") jedes Filterraums (5) eine sich in die erste Kammer
erstreckende, vorzugsweise horizontale erste Ablagefläche (13) für den Schüttkegel vorgesehen ist, und
daß jeder Ablagefläche (13) wenigstens eine Abräumvorrichtung (27) zugeordnet ist, welche
parallel zu der Ablagefläche bewegbar ist.
3. Filteranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Filterraum (5) eine
Bodenfläche (7) aufweist, welche schräg nach unten zu der ringförmigen öffnung (10") hin geneigt ist.
4. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß die Filierräume (5)
jeweils durch eine die ringförmige öffnung (10") aufweisende, im wesentlichen lotrechte Seitenwandung
(9) von der ersten inneren Kammer getrennt sind.
5. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—4, gekennzeichnet durch jeweils eine Führungswand
(8) für das Filtermedium (12), die sich vom unteren Rand des oberen Auslasses schräg nach unten in das
Innere des Filterraumes (5) erstreckt und unter sich einen zweiten Schüttkegel (32) aus Filtermedium
bildet, an welchem das gereinigte Gas den betreffenden Filterraum (5) verläßt.
6. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige
öffnung durch eine Wandung (11) in zwei übereinander
liegende ringförmige Teilöffnungen (10', 10") unterteilt ist, von denen die untere ringförmige
Teilöffnung (10") als Auslaß für verbrauchtes Filtermedium sowie als Einlaß für das Rohgas und
die obere ringförmige Teilöffnung (10') ausschließlich als Einlaß für das Rohgas in den Filterraum (5)
dienen.
7. Filteranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die ringförmige öffnung in zwei
ringförmige Teilöffnungen (10', 10") unterteilende Wandung die Form eines sich schräg nach unten hin
verbreiternden Kegelringes aufweist.
8. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal exzentrisch
an einer die Abräumvorrichtungen sowie die Fangtaschen tragenden, um die gemeinsame Achse
der Filterräume (5) umlaufenden Welle (25) befestigt ist.
9. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal zentrisch an
einer die Abräumvorrichtungen (27) sowie die Fangtaschen tragenden und um die gemeinsame
Achse der Filterräume (5) umlaufende Welle (25) befestigt ist.
10. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1—9, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Fangtaschen
(30) in einen gemeinsamen Kanal münden.
11. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1 — 10,
gekennzeichnet durch mehrere um den Außenumfang der Filterräume (5) verteilt angeordnete,
lotrecht verlaufende Kanäle (16), die die oberen Einlasse (17) der Fiherräume (5) für das Filtermedium
mit einer frisches, unverbrauchtes Fiitermedium enthaltenden vierten Kammer (18) verbinden.
12. Filteranlage nach einem der Ansprüche 1 — 11,
gekennzeichnet durch einen Vorabscheider (4) für das Rohgas, dessen Innenraum (37) mit der ersten
inneren Kammer (42) in Verbindung steht und durch eine Wandung (34) von der dritten Kammer (33) zur
Aufnahme des verbrauchten Filtermediums getrennt ist, sowie durch eine für den Innenraum (37) des
Vorabscheiders (4) und die dritte Kammer (33) gemeinsame Ausräumvorrichtung.
13. Filteranlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung von einem Kegel
(34) gebildet ist, dessen inneres, die dritte Kammer (33) bildet.
14. Filteranlage nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorabscheider von
einem zylinderförmigen Raum (4) mit einem tangential in diesen Raum mündenden rohrförmigen
Anschlußstutzen (36) gebildet ist.
Priority Applications (10)
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| DE19762616250 DE2616250C3 (de) | 1976-04-13 | 1976-04-13 | Filteranlage |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| AG | Has addition no. |
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