[go: up one dir, main page]

DE2611976C2 - Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtsein - Google Patents

Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtsein

Info

Publication number
DE2611976C2
DE2611976C2 DE2611976A DE2611976A DE2611976C2 DE 2611976 C2 DE2611976 C2 DE 2611976C2 DE 2611976 A DE2611976 A DE 2611976A DE 2611976 A DE2611976 A DE 2611976A DE 2611976 C2 DE2611976 C2 DE 2611976C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trh
consciousness
treatment
patient
pyroglutamyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2611976A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2611976A1 (de
Inventor
Yoshinao Kobe Hyogo Takahashi
Kazuo Tokio/Tokyo Takeuchi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Takeda Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Takeda Chemical Industries Ltd filed Critical Takeda Chemical Industries Ltd
Publication of DE2611976A1 publication Critical patent/DE2611976A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2611976C2 publication Critical patent/DE2611976C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/04Peptides having up to 20 amino acids in a fully defined sequence; Derivatives thereof
    • A61K38/06Tripeptides
    • A61K38/066TRH, thyroliberin, thyrotropin releasing hormone
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P25/00Drugs for disorders of the nervous system
    • A61P25/28Drugs for disorders of the nervous system for treating neurodegenerative disorders of the central nervous system, e.g. nootropic agents, cognition enhancers, drugs for treating Alzheimer's disease or other forms of dementia

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Neurosurgery (AREA)
  • Neurology (AREA)
  • Hospice & Palliative Care (AREA)
  • Psychiatry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft die Verwendung von L-Pyroglutamyl- L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtseins aufgrund von Cranialtrauma, Hirnoperationen, cerebrovaskulären Störungen sowie Hirntumoren.
  • Jüngste Fortschritte und Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie der Neurochirurgie mittels Ultraschall und Angiographie sowie Mikrochirurgie haben die Überlebensrate von Patienten mit beeinträchtigtem Bewußtsein aufgrund von funktionellen oder organischen Hirnschäden, wie Cranialtrauma, cerebrovaskulären Störungen und Hirntumoren erheblich verbessert. Obwohl diese Patienten hierdurch am Sterben hindert werden, bleiben häufig schwere Bewußtseinsbeeinträchtigungen für einen langen Zeitraum bei einem relativ hohen Prozentsatz von Patienten zurück und verursachen daher oft das Auftreten der verschiedensten Komplikationen, wie Infektion der Luft- oder Harnwege, die manchmal tödlich verlaufen. Obwohl eine frühe Rückgewinnung des Bewußtseins dieser Patienten für eine erfolgreiche Behandlung absolut notwendig ist, konnte dieses Erfordernis bis heute selbst nicht durch die heutige fortgeschrittene medizinische Betreuung erreicht werden.
  • In den US-PS 37 37 549 und 38 60 570 wird bereits die Behandlung von TRH zur Behandlung von Depressionen beschrieben. In der US-PS 38 73 709 wird TRH zur Behandlung von Psychosen verwendet, in "The Lancet", 1973 Seiten 43 bis 44 zur Behandlung von Schizophrenie. Die vorstehend beschriebenen Verwendungsweisen von TRH beziehen sich sämtlich auf die psychiatrische Anwendung, jedoch nicht auf die Behandlung von organischen Störungen.
  • Gegenstand der Erfindung ist nunmehr die Verwendung von TRH für die Behandlung auf organischen Hirnschäden beruhenden Bewußtseinsstörungen aufgrund von Cranialtrauma, Hirnoperationen cerebrovaskulären Störungen und Hirntumoren, wobei das TRH gegebenenfalls in Verbindung mit einem nicht toxischen pharmazeutisch verträglichen Trägerstoff oder Verdünnungsmittel eingesetzt wird.
  • Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Präparat bei Patienten, die unter akuter oder subakuter Beeinträchtigung des Bewußtseins leiden.
  • Gemäß der Erfindung kann TRH als freie Base oder in Form ihrer physiologisch verträglichen Salze, wie der Säureadditionssalze, z. B. der Salze von Mineralsäuren (Hydrochlorid, Sulfat usw.) oder der Salze von organischen Säuren (Acetat, Tartrat usw.) angewendet werden. TRH-Tartrat ist für die Verabfolgung besonders geeignet. TRH oder seine Salze werden im allgemeinen auf parenteralem Weg, wie intravenös oder intramuskulär, gegeben. Die therapeutische Dosis hängt von der Verabfolgungsweise und von der Schwere der Bewußtseinsstörung beim jeweiligen Patienten ab und kann im allgemeinen im Bereich von etwa 100 bis 5000 µg gewählt werden, ausgedrückt als freies TRH pro erwachsener Patient pro Tag, insbesondere von etwa 500 bis 5000 µg bei parenteraler (z. B. intravenöser oder intramuskulärer) Verabfolgung. In Fällen, in denen die Patienten Schluckvermögen haben, kann TRH oder seine Salze auch oral eingegeben werden. In diesem Fall liegt die Dosis im obengenannten Bereich, kann jedoch darüber hinaus beispielsweise bis auf etwa 150 mg gesteigert werden, jeweils wieder ausgedrückt als freies TRH pro erwachsener Patient pro Tag.
  • Pharmazeutische Zubereitungen mit einem Gehalt an TRH oder dessen Salzen werden nach an sich bekannten Methoden für die Herstellung von Injektionen, Pulvern, Kapseln, Tabletten, Pillen usw. hergestellt. Für intravenöse oder intramuskuläre Injektionen wird ein injizierbares Lösungsmittel, wie physiologische Kochsalzlösung, verwendet. Bei der intravenösen Tropfinfusion kann gegebenenfalls ein Träger wie eine wäßrige Lösung von Glukose verwendet werden. Im gewünschten Fall kann das Präparat gemäß der Erfindung in Kombination mit anderen Präparaten zur Behandlung von Bewußtseinsstörungen, wie Cytidin-5&min;-diphosphatcholin, Mecrofenoxat, Pyrithioxin und ähnlichem, verabfolgt werden.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Präparat werden Beeinträchtigungen des Bewußtseinszustandes, die auf funktionellen und/oder organischen Hirnschäden beruhen, erheblich gebessert, ohne daß unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Aus diesem Grund stellt die Erfindung einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet der Neurologie und Neurochirurgie dar.
  • Die folgenden klinischen Daten und Beispiele dienen lediglich der Beschreibung, ohne den Anmeldungsgegenstand zu beschränken.
  • In der Beschreibung und in den folgenden klinischen Daten, Beispielen und Ansprüchen bedeuten "µg", "mg" und "ml" jeweils "Mikrogramm", "Milligramm" und "Milliliter".
  • Fall 1
  • Ein 9 Jahre alter Junge: Postoperativer Zustand eines Hämatoms des rechten Vorderlappen, hervorgerufen durch Cranialtrauma.
  • Vor der Verabfolgung sprach der Patient lediglich auf schmerzhafte Stimulantien mit verbalen Ausdrücken von Schmerz an und war sonst bewußtlos bei einer leichten Öffnung der Augenlider. Dieser Bewußtseinszustand dauerte ohne Änderung weitere 10 Tage. Die tägliche intramuskuläre Injektion betrug 292 µg TRH-Tartrat (gelöst in 0,8 ml einer sterilen physiologischen Kochsalzlösung; 200 µg bezogen auf freies TRH) während 10 aufeinanderfolgender Tage. Am 5. Tag der Behandlung erfolgte eine prompte verbale Erwiderung mit einem Lächeln auf ein Gespräch mit dem Arzt. Am 7. Tag war der Patient imstande, selbständig im Rollstuhl zu sitzen und zu fahren. Am nächsten Tag konnte er mit Unterstützung zu einem Schemel gehen, sich allein auf das Bett setzen und einen Tag nach Beendigung der täglichen Verabfolgung eine Unterhaltung mit anderen führen.
  • Fall 2
  • Ein 59 Jahre alter männlicher Patient: Postoperativer Zustand nach einem metastatischen Hirntumor am rechten vorderen Seitenlappen.
  • Zum Zeitpunkt der Hospitalisierung zeigte der Patient Blutstagnation an der Retinapapille, funktionelle Beeinträchtigungen der rechten cerebralen Nerven V; VI, VII, VIII und X sowie links motorische und sensorische Hemiplegie. Röntgenbilder des Thorax zeigten einen faustgroßen Tumor im rechten unteren Lungenlappen, das Scintigramm eine positive Darstellung an den rechten vorderen Seitenlappen. Das Craniotomie zur Verringerung des Intracranialdrucks war von einer allmählichen Verschlechterung des Bewußtseinszustandes gefolgt.
  • Aus diesem Grund wurde TRH-Tartrat in Tagesdosen von 730 µg (gelöst in 20 ml 20%iger Glukose; 500 µg freies TRH) durch intravenöse Tropfinfusion während 13 Tagen verabfolgt. Am 2. Tag der Behandlung trat eine signifikante Verbesserung des Bewußtseinszustandes auf, die von einer Verbesserung des Orientierungsvermögens gefolgt war, welches vorher deutlich beeinträchtigt war. Der deutlich verbesserte Bewußtseinszustand dauerte bis etwa 1 Monat nach der Beendigung der TRH- Behandlung an, jedoch führte die mit Koma einhergehende körperliche Auszehrung 4 Monate nach der Operation zum Tode.
  • Fall 3
  • 8 Jahre alter Junge: Gehirnquetschung aufgrund von Cranialtrauma.
  • Der Junge litt an Körperquetschung und Bewußtslosigkeit durch Kollision auf seinem Fahrrad mit einem Zug. Zum Zeitpunkt der Hospitalisierung war ein bilateral erleichterter Kniesehnenreflex mit einem bilateralen positiven Babinski-Reflex verbunden. Die tägliche Verabfolgung von 730 µg TRH-Tartrat (gelöst in 20 ml 20%iger Glukose; 500 µg freies TRH) durch intravenöse Tropfinfusion während 10 aufeinanderfolgender Tage führte zu einem träge arbeitenden Babinski-Reflex am 2. Tag, der am 3. Tag verschwand. Die Bewußtseinsstörungen begannen sich am 4. Tag zu bessern, wobei die gestörte Orientierung merklich verbessert wurde. Der Patient konnte 1 Tag nach der Beendigung der täglichen Verabfolgung laufen und genas ohne jede neurologische Abnormalität.
  • Fall 4
  • 40 Jahre alte Frau: Postoperativer Zustand bei Glioblastom
  • Die chirurgische Resektion des Glioblastoms durch Cranitomie führte allmählich zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes, verbunden mit vermindertem Bewußtsein während dreier Monate. Die tägliche Vergabe von 1460 µg TRH-Tartrat (gelöst in 500 ml eines Elektrolyten; 1000 µg freies TRH) durch intravenöse Tropfinfusion während 10 Tagen verlängerte die Zeitdauer der Augenlidöffnungen vom 4. Tag an derart, daß beide Augäpfel der Bewegung eines Gegenstandes folgten. Gleichzeitig trat eine merkliche Besserung im Bewußtseinszustand auf.
  • Fall 5
  • 53 Jahre alter Mann: Traumatisches Dauerkoma.
  • Der Patient war vom Motorrad geschleudert worden. Unmittelbar nach dem Unfall hatten sich Bewußtseinsstörungen gezeigt. Der Patient sprach auf schmerzstimulierende Mittel mit Bewegungen der Extremitäten und Grimassen an. Die Bewußtseinsstörungen dauerten danach an und waren während zweier Jahre vor der Behandlung mit TRH beständig geblieben. TRH-Tartrat wurde in Tagesdosen von 7300 µg (gelöst in 200 ml eines Elektrolyten; 5000 µg freies TRH) mittels intravenöser Tropfinfusion verabfolgt. 2 Tage nach Behandlungsbeginn begann der Patient akustisch aufgestellte Fragen anzusprechen und drehte die Augen in Richtung auf den Fragesteller. Er begann auch Freunden mit "Ah", "Ah"-Ausrufen zu antworten. Etwa ab dem 5. Tag begann er auf Rufe mit seiner Stimme anzusprechen, bewegte aktiv Hände und Augen und drehte seinen Kopf zum Besucher, was eine definitive Verbesserung des Bewußtseinszustands anzeigte. Die Vergabe des Mittels wurde am 10. Tage beendet. Während der Behandlungszeit zeigten sich keine Nebenwirkungen.
  • Dieser Fall hatte auf keine der herkömmlichen Behandlungsarten angesprochen und zeigte eine signifikante Verbesserung der Bewußtseinsstörung während der ersten Behandlungszeit mit 5000 µg freiem TRH pro Tag.
  • Fall 6
  • 60 Jahre alter Mann: Aneurysma der linken Zerebralarterie.
  • Nach einem Anfall von subarachnoider Hämorrhagie wurde festgestellt, daß der Patient den Zugang zum Menschen seiner Umgebung und seine Willenskraft verloren hatte und daß er sich in einem Zustand der Geistesabwesenheit befand. Dieser Zustand hielt 1 Monat an. Durch intravenöse Tropfinfusion während 10 Tagen wurde TRH-Tartrat in einer Tagesdosis von 3650 µg (gelöst in 200 ml eines Elektrolyten; 2500 µg freies TRH) verabfolgt. Am 3. Tag der Behandlung verschwand der Zustand der Geistesabwesenheit und er nickte und lächelte zur Konversation dritter Personen. Die Zugänglichkeit zu Personen seiner Umgebung verbesserte sich und sein Bewußtseinszustand war am 7. Tag praktisch wiederhergestellt. Dabei wurden keine merklichen Nebenwirkungen beobachtet.
  • Fall 7
  • 43 Jahre alter Mann: Folgeerscheinung eines Kopftraumas.
  • Der Patient fiel von einer Straße in ein Flußbett aus einer Höhe von etwa 2,5 Metern und schlug auf den Hinterkopf auf. Das Bewußtsein ging für 3 Stunden verloren. Er wurde unverzüglich ins Krankenhaus gebracht, wo sich der Bewußtseinszustand langsam im Verlauf von 13 Monaten besserte. Vor der Vergabe von TRH war der Bewußtseinszustand derart, daß der Patient prompt auf Fragen antwortete, jedoch waren Agnosie und abnormales Verhalten hervortretend. Er blieb oft den ganzen Tag untätig im Bett. Eine Verschlechterung des Grads seines Bewußtseins wurde offensichtlich.
  • TRH-Tartrat wurde in Tagesdosen von 8,76 mg (6 mg freies TRH) über 2 Wochen oral verabfolgt. Vom 3. Tag ab stellte sich Normalisierung des Verhaltens und spontane Aktivität, wie Aufrechtsitzen im Bett, Lesen eines Buchs oder Fernsehen, ein.
  • Eine Woche nach Behandlungsbeginn begann der Patient aktiv mit Personen seiner Umgebung zu sprechen. Diese Verbesserung im Bewußtseinszustand blieb auch erhalten, nachdem die Verabfolgung nach 2 Wochen beendet wurde. Der Patient wurde nach 3 Wochen entlassen und kehrte zu seiner früheren Arbeit zurück. Während der Verabfolgung waren keine Nebenwirkungen zu beobachten.
  • Fall 8
  • 50 Jahre alter Mann: Folge einer Kopfverletzung.
  • Der Patient war in einen Verkehrsunfall verwickelt und hatte die rechte Stirnseite des Kopfs schwer angeschlagen. Das Schädeldach war gebrochen. Der Patient war 35 Tage bewußtlos. Der Bewußtseinszustand hatte sich dann allmählich verbessert, jedoch war der Patient nach 2 Jahren lediglich imstande, auf sich selbst zu achten und zeigte Agnosie, mangelnde Orientierung und mangelnde Willenskraft. Das Pneumoencephalogramm zeigte ausgedehnte Hirnatrophie. Das Elektroencephalogramm zeigte insgesamt einen Trend zu langsamen Wellen. Aus diesen Resultaten wurde gefolgert, daß es sich hier um einen Fall der Verschlechterung des Bewußtseinszustandes handelt, der auf einer allgemeinen Hirnschädigung aufgrund eines Cranialtraumas handelt.
  • TRH-Tartrat wurde in Tagesdosen von 17,52 mg (12 mg freies TRH) verabfolgt, worauf der Patient nach 2 Wochen begann, aktiv fernzusehen oder an der Kugelspielmaschine zu spielen, an der er vor dem Unfall gern gespielt hatte. Allerdings war nur eine geringe Änderung der Agnosie und der Disorientierung festzustellen. Die Konversation mit anderen Personen wurde häufiger.
  • Die Verabfolgung wurde nach 2 Wochen beendet, jedoch zeigte sich keine wesentliche Änderung im Zustand des Patienten nach 3 Monaten. Nebenwirkungen während und nach Beendigung der Vergabe des Mittels wurden nicht beobachtet.
  • Beispiel 1
  • Tabletten mit einem Gehalt von 2928 mg TRH-Tartrat (2000 mg freies TRH) der folgenden Zusammensetzung werden nach an sich bekannten Methoden hergestellt: °=c:70&udf54;&udf53;vu10&udf54;@0TRH-Tartrat@4ÆÆ2¤928¤mg&udf50;@0Lactose@4Æ65¤072¤mg&udf50;@0Maisst¿rke@4Æ39¤800¤mg&udf50;@0Hydroxypropylcellulose@4ÆÆ2¤000¤mg&udf50;@0Magnesiumstearat@4°=UÆÆÆ¤200¤mg°=u&udf50;110¤000¤mg pro Tablette&udf53;zl&udf54;@0
  • Beispiel 2
  • Eine Injektion für intramuskuläre Anwendung wird hergestellt durch Auflösen von 730 µg TRH-Tartrat (500 µg freies TRH) in 1 ml steriler physiologischer Kochsalzlösung, die 5% Sorbitol enthält.
  • Beispiel 3
  • Eine Injektion für intravenöse Tropfinfusion wird hergestellt durch Auflösen von 3650 µg TRH-Tartrat (2500 µg freies TRH) in 500 ml eines Elektrolyten.

Claims (2)

1. Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen, gegebenenfalls in Verbindung mit einem nicht-toxischen pharmazeutisch verträglichem Trägerstoff oder Verdünnungsmittel, zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtseins aufgrund von Cranialtrauma, Hirnoperationen, cerebrovaskulären Störungen sowie Hirntumoren.
2. Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid- Tartrat nach Anspruch 1.
DE2611976A 1975-04-03 1976-03-20 Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtsein Expired DE2611976C2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1365275 1975-04-03
GB4855775 1975-11-26

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2611976A1 DE2611976A1 (de) 1976-10-14
DE2611976C2 true DE2611976C2 (de) 1987-01-15

Family

ID=26249900

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2611976A Expired DE2611976C2 (de) 1975-04-03 1976-03-20 Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtsein

Country Status (4)

Country Link
US (1) US4059692A (de)
JP (1) JPS51118841A (de)
DE (1) DE2611976C2 (de)
FR (1) FR2313075A1 (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5920647B2 (ja) * 1976-10-01 1984-05-15 武田薬品工業株式会社 注射剤
JPS6047244B2 (ja) * 1977-01-05 1985-10-21 武田薬品工業株式会社 薬剤
US4426378A (en) 1981-04-09 1984-01-17 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army Thyrotropin releasing hormone in therapy of shock and as a central nervous system stimulant
JPS57188526A (en) * 1981-05-14 1982-11-19 Takeda Chem Ind Ltd Peptide-containing pharmaceutical preparation
US4493828A (en) * 1982-07-26 1985-01-15 Merck & Co., Inc. Use of thyrotropin releasing hormone and related peptides as poultry growth promotants
GB2171101A (en) * 1985-02-20 1986-08-20 Tanabe Seiyaku Co Peptide and processes for preparation of the same
EP0566135A1 (de) * 1992-04-17 1993-10-20 Takeda Chemical Industries, Ltd. Transmucosale Zubereitungen enthaltend ein Peptid und ein Cytidinderivat
US7462595B2 (en) * 2004-09-17 2008-12-09 Prange Jr Arthur Jergen Methods for treating cancer-related fatigue

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3737549A (en) * 1972-03-20 1973-06-05 Abbott Lab Method of treating depression
AU5873073A (en) * 1972-08-14 1975-02-06 Abbott Laboratories Method for controlling fertility
US3860570A (en) * 1973-02-26 1975-01-14 Abbott Lab Tripeptide intermediate for making trh
US3873709A (en) * 1974-02-19 1975-03-25 Abbott Lab Method of treating psychosis
US3932623A (en) * 1974-06-18 1976-01-13 Wilson Ian C Method of treating schizophrenia

Also Published As

Publication number Publication date
FR2313075A1 (fr) 1976-12-31
JPS51118841A (en) 1976-10-19
FR2313075B1 (de) 1979-10-12
JPS5633368B2 (de) 1981-08-03
DE2611976A1 (de) 1976-10-14
US4059692A (en) 1977-11-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69632743T2 (de) Verfahren zur regulierung des vagaltonus
JPS58121213A (ja) アルツハイマ−病治療剤
DE3235093A1 (de) Antiparkinsonmittel
EP0185210B1 (de) Verwendung von Dipeptidderivaten für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von an amyotropher Lateralsklerose Erkrankten
EP1103256A1 (de) Verwendung von Ketamin zur Behandlung von neuroendokriner Immundysfunktion und algogenem Psychosyndrom
DE60111025T2 (de) Verwendung von Topiramat zur Behandlung und Diagnostizierung von Atemstörungen während des Schlafens und Mittel zur Durchführung der Behandlung und Diagnose
DE69201660T2 (de) Verwendung von Acetyl L-Carnitin zur therapeutischen Behandlung von Coma.
DE2611976C2 (de) Verwendung von L-Pyroglutamyl-L-histidyl-L-prolinamid oder dessen physiologisch verträglichen Salzen zur Behandlung von Zuständen verminderten Bewußtsein
DE69413090T2 (de) Verwendung von 5-Amino-Phthaloylhydrazid als antihypoxisches und defensives Mittel
Guerrero-Figueroa et al. Electrographic and behavioral effects of diazepam during alcohol withdrawal stage in cats
EP0585896B1 (de) Arzneimittel zur topischen Anwendung am Auge zur Behandlung des erhöhten intraokularen Drucks
DE69110615T2 (de) Verwendung von Aminosäuren zum Schutz von ischemischem Herzgewebe und dessen metabolischer Wiederherstellung.
EP0345247A2 (de) Verwendung von monosubstituierten selenorganischen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels sowie daraus hergestelltes Arzneimittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE69529819T2 (de) Neue kombination eines betablockers mit einem lokalanästhetikum
EP0132595B1 (de) Tokolytisches Mittel
EP1001756B1 (de) Synergistisch wirkende zusammensetzungen zur selektiven bekämpfung von tumorgewebe
DE69332055T2 (de) Zusammensetzung von Argatroban zur Verwendung in Ophthalmologie
DE3116859A1 (de) Therapeutische zubereitungen fuer die behandlung einer tardiven dyskinesie
DE3234061C2 (de)
DE2131679A1 (de) 3,4,5-Trimethoxybenzamidocarbonsaeure und ihre Salze sowie Arzneipraeparate
DE69631597T2 (de) Kombination aus einem beta rezeptorblocker und einem opioid
EP0845264A1 (de) Teil- oder Vollextrakt aus nicht fermentierter Camellia sinensis L.
EP0913153A1 (de) Verwendung von Thiaminen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und zur Therapie der diabetischen Retinopathie und der diabetischen Nephropathie
Whitwam The pharmacology of brietal sodium (methohexitone sodium)
DE60012183T2 (de) Verwendung einer makrolid-verbindung zur herstellung eines medikaments zur behandlung von gehirnschäden aufgrund von ischämie oder blutungen

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition