DE2611060B2 - Gerät zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina - Google Patents
Gerät zum Ansaugen und Austeilen von FlüssigkeitsvoluminaInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina in einer oder in
mehreren aufeinander folgenden präzisen Dosierungen, mit einem Aufnahmeteil zur Aufnahme der anzusaugenden
und auszuteilenden Flüssigkeit und mit einer Steuereinrichtung, mit der der Aufnahmeteil
auswechselbar verbindbar ist und die eine als Kolben wirkende, mit dem Aufnahmeteil jnd der Steuereinrichtung
zum Ansaugen und Austeilen der Flüssigkeit zusammenwirkende Einrichtung enthält.
Zum automatischen Abmessen und Verteilen präziser Flüssigkeitsvolumina sind verschiedene Arten
von Geräten bekannt, bei denen die präzise und automatische Verschiebung eines Kolbens im Inneren eines
zylindrischen Körpers ausgenutzt wird. Ein Typ hat den Vorteil von Schnelligkeit und Präzision der
aufeinanderfolgenden Verteilung von gleichen oder ungleichen Volumina einer selben Flüssigkeit, bei den
anderen besteht die sofortige Möglichkeit der aufeinanderfolgenden Abmessung und Verteilung von zwei
verschiedenartigen Flüssigkeiten. Bei den Geräten, -in denen sich ein Kolben im Inneren eines zylindrischen
Körpers bewegt, hängt die Präzision der Dosierungen von dem Totvolumen ab, d. h. dem Luftvolumen, das
sich zwischen dem Kolben und der Flüssigkeit befindet, da die Luft elastisch und kompressibel ist und
die Bewegung des Kolbens nur unvollständig auf die Flüssigkeit überträgt.
Es ist eine erste Geräteart zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina bekannt, mit der
schnell aufeinanderfolgende und sehr präzise Verteilungen von gleichen oder ungleichen Volumina einer
selben Flüssigkeit erfolgen können. Bei dieser Geräteart wird im Hinblick auf die Präzision das maximale
Totvolumen verkleinert, indem die zu verteilende Flüssigkeit in den zylindrischen Körper, in dem sich
der Kolben bewegt, durch Ansaugen eingeführt wird. Die beiden Elemente werden somit von der Flüssigkeit
verschmutzt, und wenn die neue zu verteilende Flüssigkeit nicht von der ersten Flüssigkeit verschmutzt
werden soll, so ist eine sorgfältige Reinigung
erforderlich.
Bei einem anderen Gerätetyp ist es möglich, schnell von der Abmessung einer Flüssigkeit zur Abmessung
einer anderen Flüssigkeit überzugehen. Die Flüssigkeit füllt das Innenvolumen einer austauschbaren Pipette
aus, die an das Ende des zylindrischen Körpers angepaßt ist und deren Innenvolumen größer ist als
das Volumen der anzusaugenden Flüssigkeit. Diese tritt somit nicht in den zylindrischen Körper ein, in
dem sich der Kolben bewegt. Bei diesem Gerät ist jedoch das Totvolumen, das wenigstens gleich dem
Volumen der Pipette ist, notwendigerweise größer als das Volumen der anzusaugenden Flüssigkeit. Da die
Fehler von diesem Totvolumen abhängig sind, wird dieses Gerät nur zur Abmessung von sehr kleinen
Flüssigkeitsvolumina (Mikrovolumina) verwendet. Mit diesem Gerätetyp ist es insbesondere nicht möglich,
ein großes Flüssigkeitsvolumen in einer dicken auswechselbaren Pipette anzusaugen und daraufhin
nacheinander kleine Volumina dieser Flüssigkeit zu verteilen, denn das Totvolumen, welches größer ist
als das angesaugte Volumen, würde jegliche Dosierung verfälschen.
Aus einem Prospekt »ΜΙΝΙ-PET« der Firma Manostat Corp. N.Y./USA 12/1965 ist ein Gerätetyp
bekannt, bei dem der verlängerte Kolben in einen auswechselbaren Teil eindringt, in dem er sich bei gleichzeitiger
Abdichtung bewegt, wobei hier das ausgeteilte Volumen von der Präzision des Durchmessers dieses
auswechselbaren Teils abhängt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein für
verschiedene Flüssigkeiten verwendbares Gerät der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem das
bisher störende Luft-Totvolumen möglichst vermieden und somit Meßfehler bei Austeilen unterschiedlich
schwerer Fluide vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch ein Gerät der eingangs beschriebenen Art gelöst, welches gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet ist, daß der Aufnahmeraum des Aufnahmeteils nahezu vollständig von der
als Kolben wirkenden Einrichtung bzw. der Flüssigkeit ausfüllbar ist.
Gemäß eines zweiten Lösungsweges wird die Erfindung durch ein Gerät zum Ansaugen und Austeilen
von Flüssigkeitsvolumina in einer oder in mehreren aufeinanderfolgenden präzisen Dosierungen, mit einem
Aufnahmeteil zur Aufnahme der anzusaugenden und auszuteilenden Flüssigkeit und mit einer Steuereinrichtung,
die eine als Kolben wirkende, mit dem Aufnahmeteil und der Steuereinrichtung zum Ansaugen
und Austeilender Flüssigkeit zusammenwirkende Einrichtung enthält, gelöst, welches gemäß der Erfindung
gekennzeichnet ist durch einen geschlossenen einteiligen Behälter der die als Kolben wirkende Einrichtung
enthält, die in dem Behälter zwei Kammern festlegt, von denen die eine eine öffnung zum Ansaugen
und Austeilen der abzumessenden Flüssigkeit und die andere eine öffnung zur Versorgung der anderen
Kammer mit Steuerflüssigkeit aus einem automatischen Flüssigkeitsausteilungsgerät aufweist.
Die Erfindung wird mit der Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Figuren näher erläuter*
Es zeigt
Fig. 1 und 2 ein Gerät nach dem Stand der Technik,
Fig. 3 und 4 ein Gerät vor und nachdem Ansaugen
der auszuteilenden Flüssigkeit, und
Fig. 5 bis 13 verschiedene gegenüber der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform abgewan-
delte Ausführungsformen.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten bekannten Gerät A0 wird die auszuteilende Flüssigkeit L nicht
durch die zuvor verteilte Flüssigkeit verschmutzt, weil am Ende eines zylindrischen Körpers C0 eine auswechselbare
Pipette po dichtend angebracht ist, deren Volumen größer als das der zu verteilenden Flüssigkeit
L ist, so daß die Flüssigkeit nicht in den zylindrischen Körper C0 eindringt und somit den Kolben P0
nicht verschmutzt.
Wie jedoch Fig. 2 zeigt, ist in einem solchen Gerät das Totvolumen V0 wenigstens gleich dem Volumen
der Pipette, was zu den bereits erwähnten Nachteilen führt.
Das in den Fig. 3 und 4 gezeigte Gerät A1 umfaßt
einen als Pipette ausgebildeten auswechselbaren Aufnahmeteil P. Diese ist unter Abdichtung an einen
hohlzylindrischen Körper C1 angepaßt, in dem ein Kolben P1 dichtend gleitet, der zur Außenseite des
hohlzylindrischen Körpers hin vorsteht und vor dem Ansaugen das maximale Innenvolumen der Pipette P1
ausfüllt, ohne daß zwischen ihren Wandungen eine Berührung auftritt bzw. wenigstens ohne Abdichtung,
wobei dann das Totvolumen V0 beim Ende des Ansaugvorganges
und vor der Austeilung der angesaugten Flüssigkeit L minimal ist. Der Kolben P1 wird mechanisch
mittels einer Stange 2 betätigt, die manuell oder mittels eines Motors gesteuert wird.
Die Dichtigkeit zwischen dem zylindrischen Körper und dem Kolben kann durch jegliche bekannte Einrichtung
erreicht werden, beispielsweise mittels einer Dichtung 4, die von dem Kolben getragen wird, wie
im Fall der Fig. 3 und 4, oder auch eine Dichtung, die von dem zylindrischen Körper getragen wird. Da
das Totvolumen vernachlässigbar und konstant ist, kann ein Flüssigkeitsvolumen angesaugt und anschließend
als Ganzes oder in Teilen verteilt werden. Wenn mit diesem selben Gerät eine andere Flüssigkeit verteilt
werden soll, genügt es, die Pipette P1 auszuwechseln.
Das gerade beschriebene Gerät A1 entspricht der
einfachsten Ausführungsform, und es leuchtet daher ein, daß dieses in vielfacher Weise abgewandelt werden
kann. Es ist hier nicht möglich, alle möglichen Formen zu beschreiben, genauso wenig wie alle Fabrikationseinzelheiten
(Ausrichtung der auswechselbaren Teile, Dichtigkeit zwischen Kolben und zylindrischem
Körper, Dichtigkeit zwischen dem austauschbaren Element und dem zylindrischen Körper,
ausgewählte Materialien). Es werden jedoch an Hand derFig. 5-13 verschiedene Ausführungsbeispiele beschrieben.
Das in Fig. 5 gezeigte Gerät A2 unterscheidet sicfi
von dem Gerät A1 durch die Tatsache, daß sein Kolben
P2 hydraulisch mittels eines automatischen Verteilers von Flüssigkeitsvolumina angetrieben wird, der
nicht dargestellt und in der Lage ist, eine auf den Kolben P2 wirkende Steuerflüssigkeit I im Zylinder C2
anzusaugen und wieder auszustoßen, und zwar über
eine Leitung 6 aus nichtelastischem Material. Die die Dichtigkeit zwischen dem Kolben P2 und dem Zylinder
C2 gewährleistende Dichtung 8 ist mit dem Zylinder fest und starr verbunden.
Gemäß der Darstellung in Fig. 6 besteht der Kolben P3 des Gerätes A3 aus drei Teilen 10, 12 und
14. Der obere Teil 10 gewährleistet die Dichtigkeit zwischen dem Kolben P3 und der Zylinder C3, und
die Teile 12 und 14, die austauschbar sind, sind so ausgebildet, daß sie mit der Pipette p3 ein minimales
Totvolumen festlegen. Der untere Teil 14 des Kolbens kann aus einem absorbierenden oder hydrophilen
Material bestehen, so daß er die eventuell gebildeten Tröpfchen der Flüssigkeit aufnimmt, die an der Innenwand
der Pipette p3 verbleiben können. Ein Stutzen
16 kann an dem Ende der Pipette p3 angebracht sein.
Das Gerät A, arbeitet folgendermaßen: In die
1(1 dichte Kammer 20, die über dem Kolben P3 in dem
Zylinder C3 liegt, wird mittels der Zufuhrleitung 18
eine Steuerflüssigkeit /geschickt. Der Kolben P3 sinkt dann zum Boden der Pipette p3 hinunter. Daraufhin
wird das Ende des Stutzens 16 in die zu verteilende
'r' Flüssigkeit L eingetaucht, dann wird durch die Leitung
18 hindurch die Flüssigkeit / angesaugt, die in der dichten Kammer 20 enthalten ist. Daraus folgt,
daß der Kolben P3 nach oben steigt und die zu verteilende
Flüssigkeit L die austauschbare Pipette p3 aus-
2(1 füllt. Dann wird der automatische Verteiler so gesteuert,
daß ein vorbestimmtes Volumen ν der Steuerflüssigkeit / in die Leitung 18 und in die dichte Kammer
20 geschickt wird. Der Kolben P3 wird somit nach unten zurückgedrückt und stößt ein Volumen ν der
Flüssigkeit L der Pipette p3 aus. Der automatische
Verteiler kann daraufhin den Steuerbefehl erhalten, in die Leitung 18 ein neues Volumen ν der Flüssigkeit
/ oder ein verschiedenes Volumen v' zu schicken, um entsprechende Mengen der Flüssigkeit L auszu-
«» teilen.
Es ist zu bemerken, daß das ausgeteilte Volumen weder vom Durchmesser der Pipette noch von demjenigen
des Kolbens und auch nicht vom Hub des Kolbens, sondern ausschließlich von der Präzision des au-
)5 tomatischen Verteilers abhängt. Ferner ist zu
beachten, daß eine geringe Undichtigkeit zwischen dem Kolben P3 und dem Zylinder C3 die Präzision
des ausgeteilten Flüssigkeitsvolumens nicht beeinträchtigt. Da die Toleranzen recht groß sein können,
to ist es ersichtlich, daß der Zylinder und der Kolben
in Großserien hergestellt werden können, beispielsweise durch Abformung oder ein anderes Verfahren.
Es wird somit durch die Erfindung möglich, den Zylinder und den Kolben als Gesamtheit auszutauschen
und nicht nur die Pipette, wie vorstehend bereits erwähnt wurde.
In dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten Gerät A4
besteht der Kolben P4 aus einer biegsamen geschmeidigen
Membran von der Form eines Handschuhfingers, deren oberer Rand dichtend mit dem oberen Teil
des Zylinders C4 verbunden ist, so daß die Zufuhrleitung
20 für die Steuerflüssigkeit I im Inneren des hohlen
Kolbens P4 mundet.
Die Arbeitsweise-des Gerätes /I4 ist praktisch die-
selbe wie bei den vorstehend beschriebenen: Geräten.
Erst wird die Steuerflüssigkeit / in den Kolben P4 eingelassen,
bis dieser sich aufbläht und praktisch das Gesamtvolumen im Inneren des Zylinders C4 (Fig. 7)
ausfüllt.
Dann wird das Ende der Pipette pf in die auszuteilende
Flüssigkeit L eingetaucht und die Flüssigkeit / des Kolbens P4 angesaugt, wodurch dieser zurückgezogen
wird und die auszuteilende Flüssigkeit L in die Pipette p4 (Fig. 8) gesaugt wird. Diese Flüssigkeit
kann anschließend in präzisen Dosierungen ausgeteilt werden, indem entsprechende Flüssigkeitsmengen in
das Innere des Kolbens P4 geschickt werden.
Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausfüh-
Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausfüh-
rungsform besteht die Pipette p4 aus einem unabhängigen
Teil des Zylinders C4 und ist somit alleine austauschbar.
Es ist jedoch möglich, die Pipette und den Zylinder als ein Teil auszubilden, wobei dann die Gesamtheit
aus Zylinder und Kolben austauschbar ist. Dies ist der Fall beispielsweise bei dem Gerät A5
(Fig. 9), das einen Hohlkörper C5 mit beliebiger Form umfaßt, der mit einem Austrittsrohr ps versehen
ist. Der Körper C5 enthält eine deformierbare Tasche P5, die einen Kolben bildet und zu dem austauschbaren
Element gehört.
Die Stellungen der auszuteilenden Flüssigkeit L und der Steuerflüssigkeit / können natürlich invertiert
werden, d. h. diese Flüssigkeiten können jeweils in der Tasche P5 und in dem Körper C5 enthalten sein.
Fig. 10"zeigt eine andere Ausführungsform dieses
Gerätes, das an den Fall angepaßt ist, wo die Steuerflüssigkeit / und die zu verteilende Flüssigkeit nicht
vermischbar sind. Bei der dargestellten Ausführungsform wird angenommen, daß die Flüssigkeit L leichter
ist als die Flüssigkeit /. Die Tasche ist weggelassen, und der austauschbare Körper umfaßt eine erste Öffnung
24, durch die die Steuerflüssigkeit / eindringt, und eine zweite Öffnung 26, durch die die auszuteilende
Flüssigkeit ausgestoßen wird, wobei diese Öffnungen auf verschiedenen Höhen liegen, so daß ein
Fließen dieser Flüssigkeiten ohne Vermischen in dem Körper C6 des Gerätes erfolgen kann. Somit wird die
Einführungeines vorbestimmten Volumens der Flüssigkeit
/ in eine Entleerung eines selben Volumens der Flüssigkeit L übersetzt.
Ein weiteres Beispiel der Anwendung einer Steuerflüssigkeit
/, die mit der auszuteilenden Flüssigkeit nicht mischbar ist, wird unter Bezugnahme auf Fi g. 11
beschrieben, in der davon ausgegangen ist, daß die Flüssigkeit / leichter ist als die Flüssigkeit L.
Das Gerät A6 umfaßt einerseits einen kegelstumpf förmigen
Vollmaterialkörper C6, der in axialer Richtung von zwei Kanälen durchquert wird, an die zwei
Leitungen 32 und 34 angeschlossen sind, und umfaßt andererseits einen kegelstumpfförmigen austauschbaren
Hohlstutzen 36, der mit einer engen Öffnung 38 und einer weiten Öffnung 40 versehen ist, in die
der Körper C6 eingepaßt werden kann.
Dieses Gerät kann nach zwei verschiedenen Funktionsweisen arbeiten:
1. Während der Stutzen 36 um den Körper C6
herum gelegt ist und die Öffnung 38 des Stutzens in die auszuteilende Flüssigkeit L eingetaucht
ist, wird diese über die Leitung 32 angesaugt, bis sich der Stutzen 36 füllt. Die Austeilung der
Flüssigkeit L erfolgt durch Ausstoßen der Steuerflüssigkeit / in die Leitung 34.
2. Die auszuteilende Flüssigkeit L wird durch die
Leitung 32 oder die Leitung 34 angesaugt, ohne jedoch zwangsläufig den Stutzen 36 mit dieser
Flüssigkeit zu füllen. Schließlich wird die Öffnung 38 des Stutzens verschlossen, und bei geöffneter
Leitung 32 (oder umgekehrt) wird durch die Leitung 34 ein Volumen der Steuerflüssigkeit
/ zugeführt, das ausreicht, damit das gesamte Totvolumen durch die Leitung 32 hindurch verdrängt
wird und der Stutzen 36 sich mit der Flüssigkeit füllt. Die Austeilung erfolgt dann, indem
Steuerflüssigkeit über eine der Leitungen 32 und 34 zugeführt wird.
3. 3a. Es wird der Stutzen 36 mit Steuerflüssigkeit I gefüllt.
3al. Bei verschlossenem Ende 38 wird die Flüssigkeit
/ durch die Leitung 34 eingeleitet, während die Leitung 32 offen ist (oder umgekehrt),
bis sich der Stutzen 36 anfüllt. 3a2. Die Flüssigkeit / wird durch eine der Leitungen
32 und 34 angesaugt, wobei das Ende 38 in die Flüssigkeit / eingetaucht ist. 3a3. Der Stutzen 36 wird vor seiner Verbindung
mit dem Körper C6 angefüllt, dann wird er verbunden, während die Leitung 32 oder
die Leitung 34 zur Umgebungsluft hin geöffnet ist.
3b. Im Stutzen 36 wird ein beliebiges Volumen der auszuteilenden Flüssigkeit L angesaugt.
3c. Die Flüssigkeit L wird ausgeteilt, indem Steuerflüssigkeit / durch eine der Leitungen
32 und 34 hindurch eingeleitet wird.
Wenn der auswechselbare Stutzen 36 aus einem Material gewählt ist, das von der auszuteilenden Flüssigkeit und von der Steuerflüssigkeit nicht benetzt werden kann, so können nacheinander in demselben austauschbaren Stutzen mehrere verschiedene Flüssigkeiten ausgeteilt werden, ohne daß die auszuteilende Flüssigkeit von der vorhergehenden Flüssigkeit verschmutzt wird, denn die zuvor ausgegebene Flüssigkeit wird vollständig ausgestoßen und die Steuerflüssigkeit bewirkt eine perfekte Reinigung der Wandungen des austauschbaren Stutzens 36.
Wenn der auswechselbare Stutzen 36 aus einem Material gewählt ist, das von der auszuteilenden Flüssigkeit und von der Steuerflüssigkeit nicht benetzt werden kann, so können nacheinander in demselben austauschbaren Stutzen mehrere verschiedene Flüssigkeiten ausgeteilt werden, ohne daß die auszuteilende Flüssigkeit von der vorhergehenden Flüssigkeit verschmutzt wird, denn die zuvor ausgegebene Flüssigkeit wird vollständig ausgestoßen und die Steuerflüssigkeit bewirkt eine perfekte Reinigung der Wandungen des austauschbaren Stutzens 36.
Nach einer anderen Ausführungsform, die für den Fall ausgelegt ist, wo die Steuerflüssigkeit und die auszuteilende
Flüssigkeit mischbar sind, wird mit der Steuerflüssigkeit ein erstes Gerät betätigt, das eine mit
der Steuerflüssigkeit und der auszuteilenden Flüssigkeit nichtmischbare Zwischenflüssigkeit enthält, während
die Zwischenflüssigkeit ihrerseits ein zweites Gerät betätigt, welches die auszuteilende Flüssigkeit
enthält.
Die beid~n Geräte können eine beliebige Form und ein beliebiges Volumen aufweisen. Sie sind in Reihe
geschaltet und stehen über ein Verbindungsrohr miteinander in Verbindung, wobei das erste Gerät eine
Eingangsöffnung für die Einleitung der Steuerflüssigkeit und das zweite Gerät eine Auslaßöffnung für die
Austeilung von bestimmten Dosen der zu verteilenden Flüssigkeit aufweisen. So überträgt die Zwischenflüssigkeit,
die inkompressibel ist, die Volumensänderungen der Steuerflüssigkeit vollständig auf die auszuteilende
Flüssigkeit. Sie verhält sich wie ein richtiger Kolben. Sobald das Gerät funktionsbereit ist, wird die
Einführung eines bestimmten Volumens der Steuerflüssigkeit in die Austeilung eines gleichen Volumens
der auszuteilenden Flüssigkeit übersetzt.
Das in Fig. 12 gezeigte Gerät A1 umfaßt einen
rohrförmigen Körper C7, der als ein einziges Teil austauschbar
ist und an seinem oberen Teil mit einer Zufuhrleitung
42 für die Steuerflüssigkeit / verbunden ist. Ein Kolben P7 ist verschiebbar und dichtend in
dem Körper C7 angeordnet, und seine Bewegung wird
durch die Flüssigkeit / gesteuert Zu Anfang wird die Steuerflüssigkeit / eingelassen, bis der Kolben P7 bis
in seine tiefste Stellung in dem Körper C7 zurückgedrückt
ist. Das Totvolumen ist dadurch auf sein Minimum reduziert. Während die untere Öffnung des Körpers
in die auszuteilende Flüssigkeit L eingetaucht ist, wird die Steuerflüssigkeit / angesaugt, was zum Aufsteigen
des Kolbens P7 in den Körper und zum Ansaugen der auszuteilenden Flüssigkeit L führt Das Gerät
ist bereit zur Ausgabe der Flüssigkeitsdosen. Nun-
mehr wird die Flüssigkeit L auf Grund der Wirkung des gemischt flüssigen und festen Kolbens, der durch
die Flüssigkeit / und den Kolben P1 gebildet wird,
ausgestoßen. Es ist zu beachten, daß die auszuteilende Flüssigkeit L nur mit den festen Materialien des Körpers
C7 in Berührung ist, nicht aber mit der Flüssigkeit /, denn der Kolben P1 wischt bei seiner Bewegung
die Oberfläche des Körpers C7 ab und eliminiert jegliche Spur der Steuerflüssigkeit /.
Wenn das Gesamtvolumen der auszuteilenden Flüssigkeit sehr klein ist, so muß diese in einem Körper
mit zu kleinem Durchmesser enthalten sein. Dann wird es jedoch schwierig, einen Kolben mit so kleinen
Abmessungen herzustellen.
Um diesen Nachteil zu beheben, wird das in Fi g. 13
dargestellte Gerät A% verwendet, bei dem der feste
Kolben durch eine Luftblase 44 ersetzt ist, die die Steuerflüssigkeit / und die auszuteilende Flüssigkeit
L in dem auswechselbaren rohrförmigen Körper C8 voneinander trennt.
Die Arbeitsweise des Gerätes Ag ist die folgende:
Während die untere öffnung des rohrförmigen Körpers C8 in die auszuteilende Flüssigkeit L eingetaucht
ist, wird in dem Körper ein Volumen ν der Flüssigkeit L angesaugt, das kleiner ist als das Innenvolumen
V des Körpers, und zwar durch eine Leitung 46 hindurch, die mit einem Dreiweghahn 48 verbunden
ist. Der rohrförmige Körper enthält dann ein Volumen V der Flüssigkeit L, über dem ein Luftvolumen
V-v liegt. Der Hahn 48 wird auf den zweiten Weg 50 gestellt, der mit dem Verteiler der Steuerflüs-
i" sigkeit / verbunden ist. Dann wird an letzteren der
Befehl erteilt, ein Volumen v, der Flüssigkeit / auszuteilen. Der Luftzylinder 44 steigt ab, und ein Volumen
v, der Flüssigkeit L wird ausgeteilt. Es ist zu beachten, daß das Totvolumen vernachlässigbar und konstant
ι rj ist, gleich welches Volumen angesaugt wurde, und daß
nur der Körper C8 sich in Berührung mit der auszuteilenden
Flüssigkeit L befindet.
Die erfindungsgemäßen Geräte können ebenfalls als Verdünnungseinrichtungen verwendet werden:
μ Ansaugen der zu verdünnenden Flüssigkeit in die zuvor
angesaugte Verdünnungsflüssigkeit und Ausstoßen der beiden Flüssigkeiten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (20)
1. Gerät zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina in einer oder in mehreren
aufeinander folgenden präzisen Dosierungen, mit einem Aufnahmeteil zur Aufnahme der anzusaugenden
und auszuteilenden Flüssigkeit und mit einer Steuereinrichtung, mit der der Aufnahmeteil
auswechselbar verbindbar ist und die eine als KoI-ben
wirkende, mit dem Aufnahmeteil und der Steuereinrichtung zum Ansaugen und Austeilen
der Flüssigkeit zusammenwirkende Einrichtung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufnahmeraum des Aufnahmeteils (p) nahezu vollständig von der als Kolben wirkenden Einrichtung
(P) bzw. der Flüssigkeit ausfüllbat ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung einen hohlzylindrischen
Teil (CJ) und der Aufnahmeteil eine an ein Ende des hohlzylindrischen Teils (C1) austauschbar
angepaßte Pipette (#), deren Volumen größer als das der anzusaugenden Flüssigkeit (L)
ist, aufweisen, und daß die als Kolben wirkende Einrichtung (P1) vor dem Ansaugen der auszuteilenden
Flüssigkeit nahezu den gesamten Innenraum der Pipette (/>,) ausfüllt, ohne dabei die Pipetteninnenwand
zu berühren.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der als Kolben wirkenden
Einrichtung (P;) und der Pipetteninnenwand keine Abdichtung vorgesehen ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenartige Einrichtung
(P3) aus mehreren austauschbaren Teilen (10, 12, 14) gebildet ist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Pipette (p3) bewegbare
austauschbare Teil (14) aus einem hydrophilen oder durch Kapillarität absorbierenden Material
gebildet ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kolben wirkende
Einrichtung (P1-PJ mittels einer Steuereinrichtung
bewegbar ist.
7.Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kolben wirkende
Einrichtung (P1) direkt mittels einer bekannten mechanischen Einrichtung wie Schrittmotor,
Gleichstrommotor, Mikrometerschraube, Schraubengewinde betätigbar ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine die kolbenartige
Einrichtung (P2, P3, P4) hydraulisch betätigbare
Flüssigkeit von einer Vorrichtung zur Flüssigkeitsausteilung in den hohlzylindrischen Teil (C2,
C3, C4) einbringbar ist.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenartige
Einrichtung (P4) durch eine deformierbare Tasche
gebildet ist, deren Innenraum mittels eines automatischen Verteilergerätes mit Steuerflüssigkeit
(/) beaufschlagbar ist, die unter Abdichtung im Inneren des hohlzylindrischen Teils (C4) befestigt
ist und die im mit der Steuerflüssigkeit (/) angefüllten Zustand nahezu den gesamten hohlzylindrischen
Teil (C4) ausfüllt.
10. Gerät nach Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die kolbenartige Einrichtung austauschbar ausgebildet ist.
11. Gerät zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina in einer oder in mehreren
aufeinanderfolgenden präzisen Dosierungen, mit einem Aufnahmeteil zur Aufnahme der anzusaugenden
und auszuteilenden Flüssigkeit und mit einer Steuereinrichtung, die eine als Kolben wirkende,
mit dem Aufnahmeteil und der Steuereinrichtung zum Ansaugen und Austeilen der Flüssigkeit zusammenwirkende Einrichtung enthält,
gekennzeichnet durch einen geschlossenen einteiligen Behälter (C5), der die als Kolben wirkende
Einrichtung (P5) enthält, die in dem Behälter
(Cj) zwei Kammern festlegt, von denen die eine eine öffnung zum Ansaugen und Austeilen
der abzumessenden Flüssigkeit und die andere eine öffnung zur Versorgung der anderen Kammer
mit Steuerflüssigkeit aus einem automatischen Flüssigkeitsausteilungsgerät aufweist.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Kolben wirkende Einrichtung (P5) als mit der von dem automatischen Verteilungsgerät
ausgegebenen Steuerflüssigkeit (/) füllbare deformierbare Tasche ausgebildet und der
Innenraum des Behälters (C5) außerhalb der Tasche mit der abzumessenden Flüssigkeit (L) füllbar
ist.
13. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kolben wirkende Einrichtung
als deformierbare Tasche (P5) ausgebildet ist, die
mit einer auszuteilenden Flüssigkeit (L) füllbar ist und eine Austrittsöffnung zum Auslassen der auszuteilenden
Flüssigkeit aufweist, und der verbleibende Innenraum des Behälters mit einem automatischen
Verteilungsgerät für Steuerflüssigkeit zum Füllen mit dieser verbunden ist.
14. Gerät nach Anspruch 11 zum Austeilen einer
Flüssigkeit, die mit der Steuerflüssigkeit nicht mischbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Behälter (C6) eine Eintrittsöffnung (24) für die Steuerflüssigkeit (/) und eine auf einem anderen
Niveau der Austrittsöffnung (26) für die abzumessende Flüssigkeit (L) aufweist.
15. Gerät nach Anspruch 14 zum Austeilen einer Flüssigkeit, deren Dichte kleiner ist als die der
Steuerflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsöffnung (24) im unteren und die Austrittsöffnung
(26) im oberen Teil des Behälters (C6) vorgesehen ist.
16. Gerät nach Anspruch 14 zum Austeilen einer Flüssigkeit, deren Dichte größer ist als die
Steuerflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsöffnung im oberen Teil und die Austrittsöffnung
im unteren Teil des Behälters vorgesehen ist.
17. Gerät nach Anspruch 11 zum Austeilen einer mit der Steuerflüssigkeit nicht mischbaren
Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuerflüssigkeit (/) ein erstes Gerät beaufschlagbar
ist, welches eine mit der Steuerflüssigkeit (/) und mit der auszuteilenden Flüssigkeit (Z.) nicht
mischbare Zwischenflüssigkeit enthält, und die Zwischenflüssigkeit ihrerseits ein die auszuteilende
Flüssigkeit (L) enthaltendes zweites Gerät betätigt.
18. Gerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Geräte in Reihe geschal-
tet sind und über ein Verbindungsrohr miteinander in Verbindung stehen und daß das erste Gerät
eine Eintrittsöffnung zum Einführen der Steuerflüssigkeit
(/), und das zweite Gerät eine Austrittsöffnung zum Austeilen von bestimmten Dosen
der auszuteilenden Flüssigkeit (L) aufweisen.
19. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter durch ein Rohr (C8)
mit kleinem Durchmesser gebildet ist, welches an einem Ende mit einem automatischen Verteilungsgerät
verbunden ist und dessen anderes Ende die abzumessende Flüssigkeit ( L) eingetaucht ist,
und daß das Rohr mit einer Säule der Steuerflüssigkeit (/) angefüllt ist, die über einer Säule der
abzumessenden Flüssigkeit (L) steht, wobei die Säulen durch einen Luftzylinder (44) geringer
Länge getrennt sind.
20. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeteil
aus einem von der auszuteilenden Flüssigkeit nicht benetzbaren Material gebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7509286A FR2305713A1 (fr) | 1975-03-25 | 1975-03-25 | Distributeurs de volumes mesures de liquides |
| FR7523833A FR2319883A2 (fr) | 1975-07-30 | 1975-07-30 | Distributeurs de volumes mesures de liquides |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2611060A1 DE2611060A1 (de) | 1976-10-14 |
| DE2611060B2 true DE2611060B2 (de) | 1979-07-26 |
| DE2611060C3 DE2611060C3 (de) | 1980-04-03 |
Family
ID=26218796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762611060 Expired DE2611060C3 (de) | 1975-03-25 | 1976-03-16 | Gerät zum Ansaugen und Austeilen von Flüssigkeitsvolumina |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH612755A5 (de) |
| DE (1) | DE2611060C3 (de) |
| IT (1) | IT1057796B (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3480383D1 (en) * | 1984-12-18 | 1989-12-14 | Stocker Winfried | Liquid dispenser |
-
1976
- 1976-03-15 CH CH320276A patent/CH612755A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1976-03-16 DE DE19762611060 patent/DE2611060C3/de not_active Expired
- 1976-03-25 IT IT6770476A patent/IT1057796B/it active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT1057796B (it) | 1982-03-30 |
| DE2611060C3 (de) | 1980-04-03 |
| DE2611060A1 (de) | 1976-10-14 |
| CH612755A5 (en) | 1979-08-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |