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Verfahren und Vorrichtung zur Fernmessung
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des Drucks in einem Reifen.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zur Fernmessung
des Drucks in pneumatischen Reifen von Kraftfahrzeugen.
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Die Messung des in Reifen herrschenden Drucks erfolgt gemeinhin vermittels
mechanischer, in der Hand gehaltener Druckmeßgeräte. Diese mechanischen Druckmeßgeräte
weisen einen Druckfühler, ein rückstellbares Anzeigeelement und einen Druckanschluß
auf, über den der Druckfühler mit dem Ventil des Reifens verbunden wird. Zur Druckmessung
wird das Handdruckmeßgerät nacheinander auf jedes Ventil an den einzelnen Reifen
aufgesetzt und dann der vom rückstellbaren Anzeigeelement angezeigte Druck abgelesen.
Diese Handdruckmeßgeräte sind zwar hinreichend zuverlässig, machen jedoch zur Druckmessung
erforderlich, daß sie auf jedes Ventil aufgesetzt werden müssen. Wenn mehrere Reifen
gemessen werden sollen und zudem einige Reifen paarweise angeordnet sind, ist daher
die Reifendrucküberprüfung sehr zeitraubend und mühsam.
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In neuerer Zeit wurde eine mechanische Druckmeßvorrichtung vorgeschlagen,
die fest mit dem Reifenventil verbunden ist
und ständig mit dem
Reifen verbunden bleibt. Diese mechanische Vorrichtung besteht aus einem Druckfühler,
der von einer neben dem Reifen stehenden Person beobachtet werden kann. Diese Vorrichtung
hat zwar den Vorteil, daß das getrennte Überprüfen des Druckes in sämtlichen Reifen
in Fortfall kommt, jedoch ist die Vorrichtung nicht ganz zuverlässig und außerdem
gegenüber kleinen Druckschwankungen unempfindlich. Hinzu kommt, daß ständig mit
einem Reifen verbundene mechanische Druckmeßvorrichtungen hohen Zentrifugalkräften
ausgesetzt sind, welche zu Unempfindlichkeit und Unzuverlässigkeit führen können.
Diese Zentrifugalkräfte entstehen bei den hohen Umlaufgeschwindigkeiten der Reifen
und sind auf die verhältnismäßig große Masse zurückzuführen, die jede mechanische
Vorrichtung naturgedrungen aufweist. Außerdem sind diese mechanischen Vorrichtungen
bei hohen Fahrgeschwindigkeiten hohen Stoß- und Impulskräften ausgesetzt, wenn die
Reifen auf ebener, jedoch Unebenheiten aufweisender Fahrbahn abrollen.
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Außerdem wurde in neuerer Zeit eine elektromagnetische Reifendruckmeßvorrichtung
vorgeschlagen, welche ebenfalls mit den Reifen verbunden wird. Die Vorrichtung besteht
aus einem in jedem Reifen eingebauten Druckfühler-Transponder und einem entsprechenden
Anfragesystem, das im Kilomegaherz und Gigaherz-Frequenzband arbeitet. In diesem
Hochfrequenzband ergibt sich ein hoher Störpegel aufgrund Reflexionen und Wirbelströmen
an Kotflügeln und Fahrgestell des Fahrzeugs. Zur Unterdrückung des Störpegels weist
das Abfragesystem mehrere Filter im Signalempfänger auf.
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Augabe der Erfindung ist nunmehr die Schaffung eines Verfahrens und
einer Vorrichtung zur Fernmessung des in einem Reifen herrschenden Drucks, welche
nicht mit den vorgenannten Nachteilen bekannter Vorrichtungen behaftet ist und gestattet,
die Drücke in sämtlichen Reifen eines Kraftfahrzeugs
schnell und
auf einfache Weise berührungsfrei und ohne daß in den Reifen befindliche Batterien
erforderlich sind, zu messen und anzuzeigen.
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Die Vorrichtung soll darüber hinaus auch im Fußboden von Werkstätten
und Tankstellen anbringbar sein, um eine häufige und automatische Überwachung der
Reifendrücke zu gestatten. Dabei soll die Druckmessung bei rollenden Reifen erfolgen
können, so daß die Routineüberwachung ohne Zeitaufwand durchgeführt werden kann.
Weiterhin soll die Vorrichtung auch die Identifizierung des jeweiligen Reifens und
des Fahrzeugs, an dem die Druckmessung vorgenommen wird, insbesondere im Hinblick
auf die Überwachung eines aus mehreren Fahrzeugen bestehenden Fahrzeugparks ermöglichen.
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Das zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgeschlagene Verfahren ist
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß ein Induktionsfeld erzeugt, der Reifen
durch das Feld hindurchbewegt, ein Reifendruckfühler mit dem Feld gekoppelt, vermittels
des Feldes ein zum Betrieb des Fühlers dienender Strom erzeugt, der im Reifen herrschende
Druck vermittels des Reifendruckfühlers gemessen, ein den im Reifen gemessenen Druck
anzeigendes elektromagnetische Signal ausgesandt, aufgefangen, einer Reifendrucksignalverarbeitungsvorrichtung
zugeführt und der Reifendruck angezeigt wird.
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Die weiterhin vorgeschlagene Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß
aus durch einen Induktionsfelderzeuger, einem mit dem Induktionsfeld koppelbaren
Reifendruckfühler mit zur induktiven Erzeugung einer Speisespannung für den Fühler
dienenden Vorrichtungen, einem in Verbindung mit dem Reifeninnenraum stehenden und
zur Messung des Reifendrucks dienenden Druckgeber und einem zur Übertragung des
den gemessenen Reifendruck anzeigenden elektromagnetischen
Signals
dienenden Sender, sowie durch eine Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung ,
der das vom Druckfühler ausgesandte elektromagnetische Signal zuführbar ist, und
vermittels welcher der gemessene Reifendruck anzeigbar ist.
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Die Vorrichtung umfaßt einen feststehenden Leistungsübertrager, mit
dem ein elektromagnetisches Feld erzeugt wird, das auf einen innerhalb eines Reifens
angeordneten Reifendruckfühler einwirkt. Der Druckfühler besteht aus einem Druckwandler
und einem frequenzmodulierten Sender, welche beide durch die vom Leistungsübertrager
abgestrahlte Energie gespeist werden. Der Druckfühler überträgt ein den gemessenen
Reifendruck anzeigendes, frequenzmoduliertes Signal, das von einer feststehenden,
entfernt vom Reifen angeordneten Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung aufgefangen
wird. Die Signalverarbeitungsvorrichtung erzeugt den Reifendruck anzeigende quantitative
Signale und zeigt diese an einem Sichtanzeigegerät an. Die Druckfühler können in
Reifen an beliebigen Kraftfahrzeugen wie z.B.
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Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen und Omnibussen angeordnet sein.
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Entsprechend einer Ausführungsform wird der Reifendruckfühler durch
Magnetfeldinduktion gespeist. Zu diesem Zweck wird vermittels am Fahrzeug in Nähe
des Reifens angeordneter Magnete ein stationäres Magnetfeld erzeugt. Bei Umlauf
des Reifens durchläuft der Druckfühler das Magnetfeld, wobei Strom induziert wird.
Der Druckfühler sendet ein Reifendrucksignal aus, das der im Fahrzeug befindlichen
Signalverarbeitungsvorrichtung zugeführt wird, welche den Reifendruck bei fahrendem
Fahrzeug anzeigt.
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Das Verfahren und die Vorrichtung sind im nachfolgenden anhand der
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Reifendruck-Fernmeßvorrichtung.
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Fig. 2 ist eine schematische, schaubildliche Ansicht der in Fig.
1 dargestellten Fernmeßvorrichtung.
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Fig. 3 ist ein teilweiser Aufrißquerschnitt und zeigt den Reifendruckfühler
von Fig.1.
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Fig. 4 ist ein schematischer Schaltplan des Leistungsübertragers
von Fig. 1.
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Fig. 5 ist ein schematischer Schaltplan des Reifendruckfühlers von
Fig. 1.
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Fig. 6 ist ein Blockschaltbild der in Fig. 1 dargestellten Reifendrucksignalverarbeitungsvorrichtung.
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Fig. 7 ist ein teilweiser Aufrißquerschnitt einer abgeänderten Ausführungsform
des Reifendruckfühlers von Fig. 3, welche in der Seitenwand eines Reifens angeordnet
ist.
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Fig. 8 ist ein teilweiser Aufrißquerschnitt einer weiteren Ausführungsform
des Reifendruckfühlers von Fig. 3, welcher in der Reifenkarkasse mittig zur Lauffläche
angeordnet ist.
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Fig. 9 ist ein Teilquerschnitt einer weiteren Ausführungsform eines
Reifendruckfühlers nach Fig. 3, nämlich einer innerhalb des Reifens frei beweglichen
Kugel.
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Fig. 10 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte schematische Seitenansicht
einer weiteren Ausführungsform der Primärsendeantenne von Fig. 2, zur Veranschaulichung
einer
Vorrichtung zur Diskriminierung von Signalen, die von hintereinander auf Doppelachsen
angeordneten Reifen ausgehen.
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Fig. 11 ist eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
der Primärsendeantenne von Fig. 2 und zeigt eine Vorrichtung zum Diskriminieren
der Signale, welche von nebeneinander auf der gleichen Achse befindlichen Rädern
ausgehen.
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Fig. 12 ist ein endseitiger Aufrißquerschnitt durch die Primärsendeantenne
und die Primärempfangsantenne von Fig. 2.
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Fig. 13 ist ein endseitiger Aufrißquerschnitt durch eine weitere Ausführungsform
der Primärsendeantenne, durch welche ein ungleichförmiges elektromagnetisches Feld
erzeugbar ist, mit dem die Abschirmwirkung an Radialreifen umgangen werden kann.
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Fig. 14 zeigt in einem teilweisen, schematischen Aufrißquerschnitt
eine weitere Ausführungsform der Reifendruckmeßvorrichtung unter Verwendung von
Magnetfeldinduktion zur Speisung des Reifendruckfühlers.
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Fig. 15 ist ein teilweise im Schnitt dargestellter endseitiger Aufriß
der Reifendruckmeßvorrichtung nach Fig. 14 und zeigt zwei Magnetfelder, welche auf
zwei nebeneinander befindliche Reifen gebündelt sind.
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Fig. 16 ist ein teilweiser Aufrißquerschnitt der Reifendruckmeßvorrichtung
und zeigt ein Magnetfeld, mit welchem die Abschirmwirkung von Radialreifen umgangen
werden kann.
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Zunächst sei hier die Vorrichtung zur Reifendruckmessung ganz allgemein
beschrieben. Wie in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt, mißt ein kleiner Druckwandler
20 in einem Reifendruckfühler 21 den innerhalb eines Reifens 22 herrschenden Luftdruck.
Der Druckwandler erzeugt ein Drucksignal, das einem stromgeregelten FM-Oszillator
24 zugeführt wird, welcher dieses Drucksignal in ein frequenzmoduliertes Signal
umsetzt. Das FM-Signal wird von einer im Reifen befindlichen Sekundärsendeantenne
26 abgestrahlt und von einer in der Fahrbahn befindlichen Primärempfangsantenne
28 aufgefangen. Die Primärempfangsantenne ist mit einem FM-Empfänger 30 verbunden,
wobei der Reifendruck an einer feststehend angeordneten Anzeigevorrichtung 32 zur
Sichtanzeige gebracht wird.
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Der im Reifen befindliche Reifendruckfühler 21 ist koppelbar mit einem
elektromagnetischen Strahlungsfeld, das von einem Leistungsübertrager 34 erzeugt
und über eine Primärsendeantenne 36 abgestrahlt wird. Der Druckfühler setzt die
aufgefangene elektromagnetische Strahlung in elektrische Leistung zu seinem Betrieb
um. Die Primärsendeantenne besteht aus einer in die Fahrbahn eingebetteten Flachspulenantenne,
welche scharf gebündelt nach oben abstrahlt. Wenn der Reifen 22 mit dem darin befindlichen
Reifendruckfühler 21 über die Primärsendeantenne 36 hinwegrollt, wird der Druckfühler
durch das Hochfrequenzfeld erregt, wobei der Reifen auf die Einhaltung des vorgeschriebenen
Luftdrucks geprüft wird.
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Bei der in Fig. 14 dargestellten weiteren Ausführungsform wird ein
Magnetfeld benutzt, vermittels dessen ein zur Speisung des Reifendruckfühlers 21
dienender Strom induziert wird. Der Druckfühler weist einen Leiter 38' auf, der
sich bei rollendem Reifen 22 durch das Magnetfeld hindurchbewegt. Das Magnetfeld
wird von einem am Fahrzeug angebrachten Magneten 150 erzeugt. Dieser Leiter 38'
schneidet somit die magnetischen Feldlinien und induziert den benötigten Strom.
Bei beiden Ausführungsformen wird ein Induktionsfeld erzeugt, mit dem ein Strom
induziert wird, und der Reifendruckfühler wird mit diesem Feld gekoppelt. Außerdem
weist der Druckfühler entsprechende Vorrichtungen auf, vermittels welcher bei Durchlauf
des Induktionsfeldes die zum Betrieb des Fühlers benötigte Spannung erzeugt wird.
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Aus Beschreibungsgründen soll es sich bei dem hier dargestellten Reifen
22 um einen Lastkraftwagenreifen handeln, der einen von mehreren auf Zwillingshinterachsen
montierten Reifen bildet. In diesem Zusammenhang sei jedoch angemerkt, daß die Erfindung
auf pneumatische Reifen an beliebigen Kraftfahrzeugen anwendbar ist.
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Der in den Fig. 1 und 4 dargestellte Leistungsübertrager 34 umfaßt
ein geregeltes Speisespannungsgerät 44, das eine konstante Gleichspannung von 28
Volt liefert und mit einem herkömmlichen Hochfrequenzoszillator 46 verbunden ist,
der in einem Frequenzbereich von 250 kHz bis 30 MHz arbeitet.
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Der HF-Oszillator 46 ist seinerseits mit einem Hochfrequenzverstärker
48 hoher Leistung der US Verstärkerklasse C verbunden. Der HF-Verstärker 48 ist
über ein Anpaßfilter 70 auf die Primärsendeantenne 36 abgestimmt. Die letztere weist
einen Abgriff mit einem Lastwiderstand von 50 Ohm auf, so daß vermittels der Kombination
aus Anpaßfilter und Abgriffsantenne ein praktisch störungsfreies HF-Ausgangssignal
erzeugbar ist.
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Im einzelnen ist der Hochfrequenzoszillator 46 über Kondensatoren
C3, C4 und eine Induktivität L21 mit dem HF-Verstärker 48 verbunden. Das vom HF-Oszillator
47 abgegebene Signal wird in der aus Transistor TR1 bestehenden ersten Verstärkerstufe
verstärkt. Der Ausgangs des Transistors TR1 ist über einen Übertrager X1 mit dem
zweiten Transistor TR2 verbunden. Die Induktivitäten L1 und L2 bilden einen Spannungsteiler.
Ein Rückkopplungskreis aus Induktivität L1, Widerstand R2 und der einen Wicklung
des Übertragers X1 dient zur Aufrechterhaltung eines passenden Signalpegels am Eingang
des mit Transistor TR1 verbundenen Transistors TR2. Die Kondensatoren C1, C2 bilden
einen veränderlichen, frequenzunabhängigen Spannungsteiler. Die Vorspannung am Transistor
TR1 wird durch einen automatischen Zeilersteuerdetektor (ALC) eingestellt, der aus
den Dioden D1, D2, den Kondensatoren C7, C8 und C9 und dem Widerstand R3 besteht.
Das am Widerstand R3 abgegriffene Gleichspannungssignal wird dem Transistor TR3
zugeführt, der seinerseits den Vorspannungswert für den Transistor TR1 vorgibt.
Das Anpaßfilter 50 weist eine Induktivität L5 und einen Kondensator C6 auf, welche
eine Reihen-Resonanzschaltung bilden.
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Im Betrieb durchläuft das vom HF-Oszillator 46 ausgehende Wechselspannungssignal
die Induktivität L21 und wird von Transistor TR1 verstärkt. Dieses ankommende Signal
stellt B-Betrieb dar. Der Ausgang des Transistors TR1 durchläuft den Übertrager
X1 und wird vom Transistor TR2 verstärkt.
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Der Transistor TR2 arbeitet in Klasse C. Der Ausgang des Transistors
TR2 wird durch die Induktivitäten L1, L2 eingestellt, so daß Betrieb in Klasse C
stets durch die die Wicklung des Übertragers X1 enthaltende Rückkopplungsschleife
aufrecht erhalten wird. Durch das Anpaßfilter 50 in Verbindung mit der abgegriffenen
Primärsendeantenne 36
wird erreicht, daß die abgegebene HF-Strahlung
eine Sinuswellenform aufweist. Ein Teil des Ausgangs des Anpaßfilters 50 wird abgezweigt
und zur Steuerung der Vorspannung für den Transistor TR1 über den ALC-Detektor benutzt.
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Für eine praktische Ausführungsform wurde ein geregeltes Speisespannungsgerät
vom Typ Lambda benutzt, das 28 Volt Gleichspannung mit 150 Watt Leistung lieferte.
Der mit diesem verbundene HF-Oszillator bestand aus einem Oszillator vom Typ Hewlett
Packard 606B, der bei 300 kHz ein Wechselspannungsausgangssignal von 3 Volt lieferte.
Der HF-Verstärker 48 speiste eine Leistung von 15O Watt in die Primärsendeantenne
36 mit 50 Ohm Last ein.
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Die in den Fig. 2, 4 und 12 daryestellte Primärsendeantenne 36 ist
ein Resonanzkreis mit parallelgeschalteten LC-Gliedern mit einem Hochspannungskondensator
54, der mit einer Flachspulenantenne 56 verbunden ist. Die Antenne wird von mehreren
Abstandsstücken 58 gehalten, so daß die Wicklungen der Spule gleiche gegenseitige
Abstände voneinander aufweisen. Bei einer praktischen Ausführungsform einer derartigen
Sendeantenne betrug die Resonanzfrequenz 300 kHz und die Impedanz 50 Ohm und war
damit an die Ausgangsimpedanz des HF-Verstärkers 48 angepaßt. Der Hochspannungskondensator
54 bestand aus einem Vakuumkondensator mit der Kapazität 100 pF. Die Flachspulenantenne
bestand aus 29 Wicklungen (US Drahtgröße Nr. 36, Typ 2) eines doppelt mit Nylon
isolierten, aus 120 Drahtfäden bestehenden Litzendrahts. Die Gesamtlänge der Spule
betrug 2 m, und die Gesamtbreite ca. 29 cm. Jedes Segment der 29 Wicklungen war
8,08 + 0,09 cm breit, wobei die gegenseitigen Wicklungsabstände 0,221 + 0,005 cm
betrugen.
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Die Primärsendeantenne 36 liefert eine von der Fahrbahn
direkt
nach oben gerichtete elektromagnetische Welle.
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Diese Welle erzeugt ein HF-Feld, welches den über die Antenne fahrenden
Reifen 22 durchsetzt. Der Reifendruckfühler 21, welcher sich innerhalb des Reifens
befindet, wird beim Befahren der Antenne mit dem Feld gekoppelt und setzt die elektromagnetische
Strahlung in Antriebsleistung zu seinem Betrieb um. Mit anderen Worten, das HF-Feld
ermöglicht die Energieübertragung zu dem innerhalb des Reifens 22 befindlichen Reifendruckfühler
21.
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Der in den Figuren 3 und 5 dargestellte Reifendruckfühler wird gespeist
durch elektromagnetische Strahlung, welche vom Leistungsübertrager 34 erzeugt und
von der Sekundärempfangsantenne 38 aufgefangen wird. Diese Strahlung wird in zum
Betrieb des Druckfühlers dienende elektrische Leistung umgesetzt. Die Sekundärempfangsantenne
besteht aus einem Abstimmkreis mit parallelgeschalteten LC-Gliedern aus einer Induktivität
L1 und einem Kondensator C10.
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Das von der Empfangsantenne aufgefangene Signal durchläuft ein gleichrichtendes
Filter 72 mit Dioden D1, D2, welche einen Vollweggleichrichter bilden, und mit einem
LC-Filter L2, C1. Der Ausgang des gleichrichtenden Filters wird einem Regler 64
zugeführt, welcher beispielsweise aus einer integrierten Schaltung vom Typ Fairchild
LM 723C IC1 besteht, welche über eine Zenerdiode C3 an Masse liegt. Der Regler ist
über einen Widerstandskreis R1, R2 mit Bezugspunkten A und B von Fig. 5 verbunden,
an denen eine ausreichend hohe Spannung zum Betrieb des FM-Oszillators 24 erzeugt
wird.
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Durch die Umsetzung der elektromagnetischen Strahlung in elektrische
Leistung wird der Gesamt energiebedarf des Druckfühlers gedeckt. Der Druckfühler
benötigt keine Batterie und weist daher auch keine aus dem Reifen herausführenden
Anschlüsse auf.
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Der innerhalb des Reifens 22 herrschende Luftdruck wird durch einen
kleinen Druckwandler 20 gemessen. Bei einer praktischen Ausführungsform bestand
der Druckwandler aus einem kleinen Ferrit-Toroid mit einem Außendurchmesser von
1,27 mm, einem Innendurchmesser von 0,76 mm und einer Dicke von 0,457 mm. Zur Erzielung
hoher Magnetostriktion war der Druckwandler aus Nickelferrit hergestellt. Der Toroid
war mit 17 Drahtwicklungen umwickelt und arbeitete in der Praxis wie ein linearer
Reluktanzwandler. Ein derartiger Wandler verändert seine Induktanz in Abhängigkeit
von einer Zu- oder Abnahme des auf den Toroid einwirkenden Absolutdrucks, wobei
keine Festlegung in bezug auf den atmosphärischen Druck zu erfolgen braucht.
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Der Ausgang des Reglers 64 ist mit einem FM-Oszillator 24 verbunden,
der aus einem Transistor Q1 und einer Spule L3 besteht, welche einen Übertrager
mit dem Wicklungsverhältnis 10:90 bildet. Der Transistor Q1 stellt eine Stromquelle
für einen übertragerartigen Oszillatorkreis dar, welcher aus einer Induktivität
L1, einem Kondensator C5 und einem Druckwandler 20 besteht. Der Kondensator C3 und
der Widerstand R3 geben die Vorspannung für den Transistor Q1 vor. Wenn sich der
Absolutdruck innerhalb des Reifens verändert, ändert sich dementsprechend die Reluktanz
des Wandlers. Diese Reluktanzänderung wird übertragen auf den FM-Oszillatorkreis
24, so daß sich dementsprechend die Ausgangsfrequenz dieses Kreises verändert. Infolge
eines magnetischen Puffereffekts wird der Gesamtstromdurchgang durch den Transistor
Q1 beibehalten.
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Die Schwingungen im FM-Oszillatorkreis und die entsprechende Änderung
der Äusgangsfrequenz ergeben sich aus der Stromstärke im Druckwandler 20. Der Druckwandler
stellt somithin ein stromgeregeltes, magnetostriktives Element dar, das in einen
Oszillatorkreis geschaltet ist.
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Das Ausgangssignal des FM-Oszillators 24 gelangt über einen Pufferverstärker
und Übertrager 68 zur Puffereingangsspule mit 5 Wicklungen am Übertrager L3. Die
Kondensatoren C6, C7 dienen zur Kopplung der Eingangsspule mit dem Oszillator entsprechend
der reflektierten Impedanz des Pufferverstärkers. Das FM-Signal wird durch Transistor
Q2 verstärkt und durch die Sekundärsendeantenne 26 abgestrahlt. Diese Antenne besteht
aus einem Resonanzkreis aus parallelgeschalteten LC-Gliedern. Das Ausgangssignal
des Reifendruckfühlers ist somit eine frequenzmodulierte Hochfrequenzwelle, deren
Frequenz mit zunehmendem Reifendruck zunimmt.
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Der Pufferverstärker 68 befindet sich zwischen der Sekundärsendeantenne
26 und dem FM-Oszillator 24 und verhindert, daß von der Senderantenne aufgefangene
Streustrahlung in den Oszillatorkreis rückgekoppelt wird. Ohne den Pufferverstärker
würde diese Streustrahlung zur Frequenzänderung des FM-Oszillators führen, so daß
Störsignale abgegeben werden würden.
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Bei einer praktischen Ausführungsform war der Druckwandler 20 vorgespannt,
so daß der Druckfühler bei einem Reifendruck von 5,62 atü ein Signal mit der Frequenz
450 kHz lieferte. Die Empfindlichkeit des Druckwandlers betrug angenähert 100 Hz
pro 0,07 atü Reifendruckänderung, so daß eine Reifendruckänderung von 0,7 atü zu
einer Frequenzänderung des Druckfühlers von etwa 1 kHz führte.
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Der Reifendruckfühler weist außerdem einen Verweilwinkelschaltkreis
auf, der dem Druckfühler 21 Leistung zuführt, nachdem dieser aus dem HF-Anregungsfeld
der Primärsendeantenne 36 herausgewandert ist. Der Kondensator Cl im gleichrichtenden
Filter 62 und der Kondensator C2 im Regler 62 sind überdimensioniert, um eine Energiespeicherung
in
der Schaltung zu bewirken. Der Kondensator C15 dient außerdem
zur Energiespeicherung innerhalb des Reglers 64.
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Bei der praktischen Ausführungsform betrug die Kapazität des Kondensators
C1 0,33 µF, die von C2 1000 pF, und die von C15 3000 pF.
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Im Betrieb speichert der Verweilwinkelschaltkreis Energie während
sich der Druckfühler innerhalb des HF-Anregungsfeldes befindet. Dabei werden die
Kondensatoren C1, C2 und C15 auf den doppelten Wert der normalen Betriebsspannung
aufgeladen. Wenn dann der Druckfühler aus dem energiereichen Feld herauswandert,
entladen sich diese Kondensatoren und speisen dabei den FM-Oszillator 24. Bei der
praktischen Ausführungsform speicherte der Verweilwinkelschaltkreis ausreichend
viel HF-Energie, um die Arbeitsperiode des Druckfühlers von 22,5 auf 35 ° Reifendrehung
zu steigern.
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Wie in Fig. 3 dargestellt, ist der Reifendruckfühler 21 beispielsweise
in elastomere Masse eingekapselt und mit der Wand des Reifens 22 verbunden. Entsprechend
dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich der Druckfühler direkt
oberhalb der Mitte der Reifenlauffläche.
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Der Druckwandler 20 mißt den im Reifen herrschenden Druck vermittels
einer dünnen Membran 20, welche dem Reifeninneren ausgesetzt ist. Die gesamte Elektronikschaltung
befindet sich auf einem Halbleiterplättchen, das von der Sekundärempfangsantenne
38 umgeben ist. Unmittelbar unterhalb des Plättchens befinden sich die Sekundärsendeantenne
26 und die Antennenkondensatoren 72.
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Als nächstes sei die Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung 31
beschrieben. Das vom Reifendruckfühler 21 im Reifen 22 abgegebene FM-Signal wird
von der in der Fahrbahn befindlichen Primärempfangsantenne 28 aufgefangen.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich, steht die Achse der Primärempfangsantenne
senkrecht zur Achse der Primärsendeantenne 36. Diese Antennen sind senkrecht zueinander
angeordnet, um Interferenzen zwischen dem energiereichen Sendefeld der Primärsendeantenne
36 und dem energieschwächeren Empfangsfeld der Primärempfangsantenne 28 möglichst
gering zu halten. Bei der praktischen Ausführungsform hatte die Empfangsantenne
eine Länge von 1,80 m und bestand aus acht Litzendrehtwicklungen.
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Wie aus Fig. 1 und 6 ersichtlich, ist die Primärempfangsantenne 28
mit einem Kerbfilter 78 verbunden, das aus einem Parallel-T-Sperrfilter besteht,
welches die Energieübertragung von der Primärsendeantenne 36 zur Verarbeitungsvorrichtung
möglichst gering hält. Nach Durchlaufen des Kerbfilters 78 wird das FM-Signal des
Druckfühlers 21 einem abstimmbaren Vorverstärker 80 zugeführt, der analog ist einem
LC-Antennenfilter und die Betriebsbandbreite der Signalverarbeitungsvorrichtung
vorgibt. Der Ausgang des abstimmbaren Vorverstärkers 80 liegt über einen Hochfrequenzverstärker
82 an einem Breitbandverstärker 84, welcher seinerseits den Verstärkungsgrad der
gesamten Signalverarbeitungsvorrichtung vorgibt. Nach Verstärkung wird das vom Breitbandverstärker
abgegebene Signal einer doppelt abgeglichenen Mischstufe 83 zugeführt. Die Mischstufe
erhält außerdem ein Signal zugeführt von einem spannungsgeregelten Oszillator 92
in dem nachstehend beschriebenen Normalfrequenzgenerator 30.
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Der Normalfrequenzgenerator 30 mit Frequenz synthese besteht aus einem
Haupttaktgeber 86 wie z.B. einem spannungsgeregelten Kristalloszillator mit einer
Arbeitsfrequenz von 100 kHz. Das Ausgangssignal des Haupttaktgebers liegt an einem
Abwärts-Frequenzteiler 87. Bei der hergestellten praktischen Ausführungsform wurde
die vom Haupttaktgeber abgegebene Frequenz auf 1 kHz verringert. Das Signal wird
anschließend
einem Phasen- und Frequenz detektor 88 zugeführt, der ausgangsseitig eine Impulsfolge
abgibt. Der Phasen- und Frequenzdetektor ist mit einem Zwischenverstärker 90 verbunden,
in welchem die Impulse verstärkt und integriert werden, so daß das Ausgangssignal
des Zwischenverstärkers aus einem Gleichspannungssignal veränderlicher Größe besteht,
durch welches ein spannungsgeregelter Oszillator (VCO) 92 gesteuert wird. Der Ausgang
des spannungsgeregelten Oszillators ist sowohl mit der doppelt abgeglichenen Mischstufe
83 als auch einer dreistufigen, vorprogrammierbaren Teilerschaltung 94 verbunden.
Jede Stufe der Teilerschaltung dient zur Unterteilung der vom spannungsgeregelten
Oszillator angelegten Frequenz um einen zwischen 1 und 10 wählbaren Faktor. Die
erste Stufe gestattet eine Verringerung der VCO-Frequenz von 1 - 9, die zweite Stufe
eine Verringerung von 10 - 90, und die letzte Stufe eine Verringerung von 100 -
900. Der Ausgang der dreistufigen, vorprogrammierbaren Teilerschaltung ist ein Wechselspannungssignal,
welches dem Phasen- und Frequenzdetektor 88 zugeführt wird. Die Teilerschaltung
gestattet eine genaue Einstellung des Ausgangssignals des spannungsgeregelten Oszillators
92, so daß das der doppelt abgeglichenen Mischstufe 83 zugeführte Rückkopplungssignal
eine hohe Genauigkeit aufweist.
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Um Sättigung des Breitbandverstärkers 84 zu verhindern, ist automatische
Verstärkungsregelung vorgesehen. Der Ausgang der doppelt abgeglichenen Mischstufe
83 ist mit einem Niederfrequenzverstärker 96 und einem Detektor der automatischen
Verstärkungsregelung 98 verbunden. Der Niederfrequenzverstärker stellt die Pegelkontrolle
für die Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung und den AGC-Gleichstromverstärker
102 dar. Der Rückkopplungskreis ist dadurch vervollständigt, daß der Ausgang des
Gleichstromverstärkers 102 mit dem HF-Verstärker 82 und dem Breitbandverstärker
84
verbunden ist. Der Ausgang des AGC-Gleichstromverstärkers 102 verhindert außerdem
die Anzeige von Störsignalen durch die Anzeigeeinheit 122 und das Digitalvoltmeter
118. Zu diesem Zweck ist der Ausgang des Gleichstromverstärkers mit einem Pufferverstärker
104 verbunden, welcher seinerseits an einem Trennschalter 106 liegt, der den Niederfrequenzverstärker
108 und die Anzeigevorrichtung 32 einschaltet, sobald das vom Reifendruckfühler
21 angelegte Signal einen vorbestimmten Signalwert erreicht.
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Vom Trennschalter 106 ist das Signal vom NF-Verstärker 108 zu vier
parallelgeschalteten Pufferverstärkern 110 geführt.
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Der erste Pufferverstärker 110 ist mit einem herkömmlichen Frequenz-Binärkode-Umsetzer
112 verbunden, dessen Ausgang entweder mit einer Zentraleinheit (CPU) oder mit dem
Speicher eines Rechners verbindbar ist. Mit diesem Ausgang können von der Drucksignalverarbeitungsvorrichtung
gemessene Daten gespeichert und abgefragt werden. Der zweite Pufferverstärker 110'
ist mit einem Frequenzdiskriminator 116 und einem Frequenz-Spannungs-Umsetzer 114
verbunden, welcher die Frequenz des Reifendrucksignals in ein Gleichspannungssignal
umsetzt. Das Gleichspannungssignawird vermittels eines in der Anzeigevorrichtung
32 (Fig. 2) befindlichen Digitalvoltmeters 118 gemessen. Das Digitalvoltmeter zeigt
die Höhe des im Reifen herrschenden Luftdrucks, der durch den Druckfühler 21 gemessen
ist, an. Der dritte Pufferverstärker 110" ist mit einer herkömmlichen Lampentreiberstufe
120 verbunden, welche ihrerseits zwei Signallampen speist, durch die jeweils angezeigt
wird, daß der Reifen auf einen über einem vorbestimmten Druckwert liegenden Wert
aufgepumpt ist bzw. den vorbestimmten Druckwert nicht erreicht. Bei der praktischen
Ausführungsform wurde durch eine grüne Signallampe angezeigt, wenn der gemessene
Reifendruck über 4,22 atü betrug, und vermittels einer roten Lampe angezeigt, wenn
der Druck 4,08 atü unterschritt.
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Die in Fig. 9 dargestellte Ausführungsform des Reifendruckfühlers
21' weist die Form einer Kugel auf, welche im Innern des Reifens 22 als frei bewegliches
Element angeordnet wird. Der Reifendruckfühler 21' weist eine Sekundärempfangsantenne
38 auf, welche um den Umfang der Kugel herum/gewickelt ist. Außerdem befindet sich
die Sekundärsendeantenne 26 mit den zugeordneten Antennenkondensatoren innerhalb
der Kugel. Der Druckwandler 20 mißt in der vorstehend beschriebenen Weise den innerhalb
des Reifens herrschenden Luftdruck, wobei die Signale durch die auf einer Halbleiterplatte
128 angeordnete Schaltung verarbeitet werden.
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Bei niedrigen Drehgeschwindigkeiten rollt die Kugel frei innerhalb
des Reifens ab. Bei höheren Fahrgeschwindigkeiten wird die Kugel jedoch aufgrund
der Zentrifugalkraft gegen den Reifen gedrückt und verbleibt daher in bezug auf
den Reifen an ein und derselben Stelle. Bei der Reifendruckmessung befindet sich
die Kugel bei stehendem Reifen am Boden an der Reifeninnenwand. Bei langsamer Fahrt
rollt die Kugel entlang der Reifeninnenwand ab. In jedem Falle befindet sich der
Druckfühler in Nähe der Primärrende- und Empfangsantennen 36, 28 in der Fahrbahn,
so daß die Energie- und Informationsübertragung mit höchstem Wirkungsgrad erfolgt.
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Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform ist der Reifendruckfühler
21" miniaturisiert und in die Karkasse des Reifens 22 bei dessen Herstellung eingebettet.
Der Innerhalb des Reifens herrschende Luftdruck wird durch den Druckwandler 20 über
eine dünne Membran 70 gemessen. Die elektronischen Teile des Fühlers sind auf einer
Halbleiterplatte 128 angeordnet, und die Sekundärempfangsantenne 38 ist um den Umfang
des Druckfühlers herumgewickelt. Die Lagen von Sekundärsendeantenne und der zugeordneten
Antennenkondensatoren 72 sind gleichfalls aus der Darstellung
ersichtlich.
Aufbau und Arbeitsweise des in die Reifenkarkasse eingebetteten Reifendruckfühlers
21" entsprechen in jeder Hinsicht den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen.
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Bei der in Fig. 7 dargestellten weiteren Ausführungsform ist der Reifendruckfühler
21''' in einen Reparaturstopfen eingebaut, der in die Seitenwand des Reifens 22
eingesetzt ist. Der Druckwandler 20 des Reifendruckfühlers ist am freien Ende eines
langen Schaftabschnitts in Verbindung mit dem Reifeninnenraum angeordnet. Die Schaltung
auf der Halbleiterplatte 128, die Sekundärantennen 26, 38 und die Antennenkondensatoren
72 entsprechen denen der vorstehend beschriebenen Ausführungsform. Der Reparaturstopfen-Reifendruckfühler
läßt sich vermittels eines bekannten Schießgeräts in die Seitenwand des Reifens
einsetzen, wozu der Reifen nicht abgenommen zu werden braucht.
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Aufbau und Arbeitsweise des Reparaturstopfen-Reifendruckfühlers 21'''
sind identisch denen der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen.
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Bei Einsatz von Reifendruckfühlern an Fahrzeugen mit mehreren Rädern
und Achsen erzeugt die Vorrichtung Signalmehrdeutigkeiten. Die vorstehend beschriebene
Vorrichtung mit einer einzigen Primärsendeantenne 36 und einer einzigen Primärempfangsantenne
28 ist nicht in der Lage, zwischen den Signalen zu unterscheiden, welche von zwei
Reifendruckfühlern abgegeben werden, die in zwei in der gleichen Spur laufenden
Reifen kommen und nur kleinen Abstand voneinander aufweisen. Entsprechend der Darstellung
von Fig. 10 tritt eine erste Signalmehrdeutigkeit auf, wenn Signale mehrerer Druckfühler
gleichzeitig vorhanden sind. Eine zweite Art von Mehrdeutigkeit ist vorhanden, wenn
der nachlaufende Reifen 22' ein Signal zur Verarbeitungsvorrichtung überträgt, bevor
der vorlaufende Reifen 22 sein Signal an die
Empfangsantenne 28
abgibt. In beiden Fällen kann die Signalverarbeitungsvorrichtung bei nicht kodierten
Signalen den Ursprung des Signals nicht identifizieren.
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Figur 10 zeigt den Weg eines Punkts P1, der sich an der Seitenwand
des Reifens 22 oder der Innenwand des Gehäuses befindet. Dieser Punkt beschreibt
eine langgestreckte Trochoidkurve entsprechend folgenden Gleichungen: x = B - sin
(1) y = A (1 - cos #) (2) in welcher A der Radialabstand des Punktes P1 von der
Mitte des Reifens oder dem Nullpunkt des Koordinatensystems und B der Reifenhalbmesser
ist. Entlang dieser Bahn werden Signale abgestrahlt, wenn sich jeder Druckfühler
im geringsten Abstand von der Fahrbahn befindet.
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Wenn der Druckfühler fest mit dem Reifen verbunden ist und zusammen
mit diesem umläuft, d.h. keine Relativbewegung zu diesem ausführt, ist die Winkellage
des Fühlers in jedem Zeitpunkt in bezug auf den Reifenmittelpunkt vollkommen willkürlich.
Folglich ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich das Rad in einem bestimmten Zeitpunkt
über einer bestimmten Stelle der Fahrbahn befindet, ebenfalls vollkommen willkürlich
verteilt.
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Zur Ausschaltung von Mehrdeutigkeit, die durch gleichzeitig auftretende,
von hintereinander in Spur laufenden Reifen ausgehenden Signalen verursacht ist,
werden die Primärsendeantenne 36 und die Primärempfangsantenne 28 in mehrere Antennensegmente
unterteilt, wobei die Länge jedes Antennensegments kleiner ist als der Abstand zwischen
den beiden Radachsen. Unter der Annahme, daß sämtliche Antennensegmente gleiche
Größe aufweisen und Formgebung und Länge aller Segmente bis zu 25 % größer sind
als der Reifenumfang, gelten für ein optimales Antennensystem die
folgenden
Bedingungen: B max # 2 C min - L max (3) B min # C max + L max (4) B + A 27 2 C
max (5) in welchen A die Länge jedes Antennensegments, B der Abstand zwischen den
Vorderkanten aufeinanderfolgender Antennensegmente, C der Reifenumfang und L der
Abstand zwischen den Radachsen ist.
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Die optimale Lösung für die Gleichungen (3) bis (5) und damit die
bevorzugte Ausführungsform für Lastkraftwagen mit Doppelachsen herkömmlicher Ausführung
ist eine Antenne aus sieben gleich großen Antennensegmenten, wobei jedes Antennensegment
195,58 cm (A = 195,58 cm) lang ist und der Abstand zwischen den Antennensegmenten
106,68 cm (B = 492,76 cm) beträgt.
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Zur Ausschaltung der zweiten Mehrdeutigkeit, welche sich dann ergibt,
wenn der nachlaufende Reifen 22' ein Signal überträgt, bevor der vorlaufende Reifen
22 sein Signal aussendet, wird eine Diskriminierungs-Logikschaltung auf Zeitbasis
verwendet. Diese Schaltung arbeitet mit dem Zeitdifferential, das sich für die zwei
Reifen ergibt, wenn die Schwelle zur Segmentantenne überfahren wird.
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Zur Identifizierung des ein Signal abgebenden Druckfühlers bei zwei
Druckfühlern, die sich in zwei nebeneinander auf der gleichen Achse angeordneten
Reifen befinden, werden zwei getrennte, zueinander parallele und einem gegenseitigen
Abstand angeordnete Antennenfelder verwendet. In Fig. 11 weisen die beiden Antennenfelder
A, B jeweils die Antennensegmente Al bis A7 bzw. B1 bis B7 auf, die jeweils eine
scharf nach oben gebündelte Strahlung abgeben. Jedes Antennensegment besteht aus
einer in der vorstehend beschriebenen Weise konstruierten Flachspulenantenne. Die
Strahlungsverteilung
ist in der Weise ausgebildet, daß die Druckfühler
nur auf Strahlung ansprechen, welche von einem darunter befindlichen Antennenfeld
ausgeht, nicht jedoch auf die Strahlung eines benachbarten Antennenfeldes.
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Das aus den Segmenten A1 bis A7 bestehende Antennenfeld fängt somit
die von den beiden äußeren Reifen 22, 22' ausgehenden beiden Signale auf, während
das entsprechende Antennenfeld mit den Segmenten B1 bis B7 die von den beiden innenliegenden
Reifen 2211 und 22''' ausgehenden zwei Signale auffängt. Der seitliche Abstand zwischen
den beiden Feldern entspricht dabei dem Abstand zwischen inneren und äußeren Rädern
auf jeder Radachse.
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Die Messung des Luftdrucks in einem Metall- oder Stahlgürtel-Radialreifen
vermittels des im Reifen angeordneten Reifendruckfühlers ist bei entsprechender
Änderung der Antennenformgebung gleichfalls möglich. Radialreifen weisen im allgemeinen
mehrere um ihren Umfang herumlaufende Stahlbänder auf, welche eine elektrische Hochfrequenzabschirmung
um den Reifen herum bilden. Die Sperrwirkung dieser elektrischen Abschirmung läßt
sich jedoch dadurch überkommen, daß die Sekundärempfangsantenne 38 im Druckfühler
um 90° gedreht wird. In dieser Lage spricht die Sekundärempfangsantenne 38 auf die
magnetische Vektorkomponente der von der vorstehend beschriebenen Primärsendeantenne
36 abgegebenen elektromagnetischen Strahlung an. Wenngleich in einem elektromagnetischen
Feld der Magnetvektor im allgemeinen wesentlich schwächer ist als der elektrische
Vektor, befindet sich der Druckfühler erfindungsgemäß so dicht an der Primärsendeantenne,
daß durch den magnetischen Vektor ausreichend viel Energie zur Verfügung steht.
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Außerdem läßt sich die in Radialreifen vorhandene elektrische Abschirmung
dadurch umgehen, daß das durch die
Primärsendeantenne 36 erzeugte
HF-Energiefeld geändert wird. Die in Fig. 12 dargestellte Flachspulenantenne 56
für herkömmliche Reifen weist mehrere, in gleichen gegenseitigen Abständen angeordnete
Drahtwicklungen auf. Im Gegensatz dazu besteht die in Fig. 13 dargestellte Flachspulenantenne
56' aus Drahtwicklungen mit zunehmend größeren Seitenabständen mit zunehmendem Abstand
von der Antennenmitte. Aufgrund dieses nichtlinearen Abstandsverhältnisses der Antennenwicklungen
wird ein schräg gerichtetes, ungleichförmiges Feld erzeugt, das an den Stahleinlagen
innerhalb des Reifens herum verläuft.
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Die Vorrichtung zur Fernmessung des Drucks in mehreren Reifen kann
auch mit Druckfühlerkodierung versehen sein, vermittels welcher zwischen unterschiedlichen
Fahrzeugen unterschieden werden kann. Da die Vorrichtung innerhalb eines breiten
Frequenzbereichs betrieben werden kann, lassen sich mehreren Teilnehmern, deren
Fahrzeuge mit der Vorrichtung ausgerüstet sind, entsprechend unterschiedliche Frequenzbereiche
zuordnen. So wird beispielsweise den Fahrzeugen jedes Verkehrsunternehmens ein bestimmtes
Frequenzband zugeteilt, und sämtliche Druckfühler an den Fahrzeugen dieses Unternehmens
übertragen dann in dieses Frequenzband fallende Reifendrucksignaie. Bei Verwendung
mehrerer Bandpaßfilter und Diskriminatoren in der Signalverarbeitungsvorrichtung
lassen sich die übertragenen Signale in die zugeordneten Frequenzbandbereiche unterteilen,
wodurch eine Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Verkehrsunternehmen möglich
ist.
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So kann beispielsweise eine Reifendrucküberwachungsvorrichtung an
einer Fernverkehrsstraße an einer Vom Abfertigungsplatz eines Kraftverkehrsunternehmens
entfernten Stelle angeordnet sein. Wenn dann ein Lastkraftwagen dieses Verkehrsunternehmens
an der Überwachungsvorrichtung
vorbeifährt, kann ein diesen Vorgang
anzeigendes kodiertes Signal auf herkömmliche Weise zum Abfertigungsplatz des Verkehrsunternehmens
übertragen werden. Am Abfertigungsplatz zeigt das empfangene kodierte Signal an,
wo genau sich der Lastkraftwagen des Unternehmens befindet, so daß sich die Ankunftszeit
des Lastkraftwagens am Abfertigungsplatz ziemlich genau abschätzen läßt. Der Fahrzeugführer
braucht daher nicht anzuhalten, um beispielsweise seine Ankunft am Abfertigungsplatz
zwei Stunden vorher fernmündlich anzukündigen. Das Fahrzeug übermittelt selbst zum
Abfertigungsplatz ein Signal, welches das Passieren an der Kontrollstelle anzeigt,
die sich beispielsweise in einer Entfernung von zwei Fahrstunden vom Abfertigungsplatz
befindet.
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In entsprechender Weise lassen sich die Druckfühler auch einzeln kodieren,
um den jeweils am Lastkraftwagen gemessenen Reifen anzuzeigen. Wie vorstehend beschrieben,
kann diese Einzelkodierung durch Frequenzbandzuteilung erfolgen. Mit anderen Worten,
jeder Reifen an einem Lastkraftwagen kann zur Abgabe eines kodierten Signals ausgelegt
sein, welches den Reifen, das Transportunternehmen und den Reifendruck anzeigt.
Diese Information läßt sich benutzen zur Erstellung von Daten über Reifenverschleiß
und Standzeit von Reifen und kann beispielsweise in einem mit dem Frequenz-Binärkode-Umsetzer
112 (Fig. 1) verbundenen Digitalrechner gespeichert werden.
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Bei der in Fig. 14 dargestellten Ausführungsform wird der im Reifen
befindliche Reifendruckfühler 21' vermittels Magnetfeldinduktion gespeist. Wenn
sich der Druckfühler durch ein Magnetfeld 148 hindurchbewegt, wird der Fühler durch
den dabei erzeugten Induktionsstrom gespeist. Mit dem Bezugszeichen 150 ist ein
starr mit der Unterseite des Fahrzeugkotflügels 152 verbundener Magnet bezeichnet.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht dieser Magnet
aus
einem YAG-Dauermagneten mit einer Feldstärke zwischen 100 bis 150 Gauß. Zur Erzeugung
des Magnetfeldes 148 kann jedoch auch ein Elektromagnet oder ein selbstbündelnder
Dauermagnet verwendet werden. Der Magnet 150 ist von zwei Bündelungselementen 154
aus einem magnetisch permeabilen Werkstoff wie z.B. Kupfer oder Bronze umgeben.
Die Bündelungselemente bilden zwischen sich einen Luftspalt 156 am Kotflügel 152,
so daß der Kotflügel keinen Teil des Magnetkreises bildet. Die Bündelungselemente
bilden ein konzentriertes, im wesentlichen zylindrisches Magnetfeld aus, das den
Reifen 22 durchsetzt.
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Bei hohen Fahrgeschwindigkeiten des Reifens 22 läuft der Reifendruckfühler
21' zusammen mit dem Reifen 22 um und führt keine Relativbewegung zu diesem aus.
Folglich bewegt sich der Reifendruckfühler bei jeder Umdrehung des Reifens durch
das Magnetfeld hindurch, wobei der Leiter 38' der Sekundärempfangsantenne die magnetischen
Kraftlinien schneidet. Dabei wird im Leiter eine Spannung erzeugt, welche einen
entsprechenden Stromfluß bewirkt. Diese Spannung erscheint am Eingang des gleichrichtenden
Filters 62 (Fig. 5). Das Magnetfeld wirkt somit in gleicher Weise wie die vom Leistungsübertrager
34 (Fig. 1) abgegebene elektromagnetische Welle auf den Reifendruckfühler ein.
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In beiden Fällen wird der Druckfühler durch ein Induktionsfeld gespeist,
welches einen Strom induziert.
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Der bei dieser Ausführungsform verwendete Reifendruckfühler 21' weist
gleichen Aufbau und Arbeitsweise wie die vorstehend beschriebenen Reifendruckfühler
21 bis 21''' auf. Der Leiter bzw. die Wicklungen der Sekundärempfangsantenne 38
(Fig. 1) des Reifendruckfühlers schneiden die magnetischen Kraftlinien und führen
zur Induktion eines Stroms. Eine Beschreibung des Reifendruckfühlers ist daher an
dieser Stelle nicht erforderlich. Es sei jedoch darauf
hingewiesen,
daß das gleichrichtende Filter 62 (Fig. 5) als Umschalter wirkt und damit die Wirkungen
von Gegenströmen ausschaltet, welche durch sich entgegengesetzt gerichtete magnetische
Kraftlinien induziert werden.
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An der Unterseite des Kotflügels 152 befindet sich in Reifenlaufrichtung
versetzt hinter dem Magneten 150 die Primärempfangsantenne 28', welche aus einer
herkömmlichen Spulenantenne besteht, die fest mit dem Kotflügel 152 des Fahrzeugs
verbunden ist. Bei einer praktischen Ausführungsform bestand die Primärempfangsantenne
aus 28 Wicklungen Litzendraht, die in Form eines Rechtecks von 38 cm Länge und 10
cm Breite aufgewickelt waren. Die Empfangsantenne befand sich unter einem Winkel
von 15a vor dem Magneten, so daß der Druckfühler 21' unmittelbar vor Abgabe eines
Drucksignals an die Antenne gespeist wurde.
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Die Primärempfangsantenne 28' ist mit einem Kerbfilter 160 verbunden,
welches den Störpegel und vonder Empfangsantenne aufgefangene hochfrequente Störsignale
verringert. Der Ausgang des Kerbfilters ist mit einem abstimmbaren Vorverstärker
162 verbunden, der analog ist einem LC-Antennenfilter und die Betriebsbandbreite
der Vorrichtung vorgibt.
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Der Ausgang des abstimmbaren Vorverstärkers 162 liegt an einem Abtastschalter
164, welcher nacheinander periodisch die Ausgänge mehrerer entsprechender abstimmbarer
Vorverstärker abtastet. Diese anderen Vorverstärker sind mit entsprechenden Empfangsantennen
verbunden, die an den anderen Kotflügeln des Fahrzeugs angeordnet sind. Jedem Reifen
des Fahrzeugs sind ein Magnet, ein Druckfühler und eine Empfangsantenne zugeordnet.
Der Abtastschalter fragt periodisch das Drucksignal in jedem Reifen ab.
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Der Ausgang des Abtastschalters 164 ist mit einer im Fahrzeug befindlichen
Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung 168 verbunden, welche aus einem Rundfunkempfangsgerät
mit
Normalfrequenzgenerator der vorstehend in Verbindung mit Fig. 6 beschriebenen Ausführungsform
besteht.
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Aufbau und Arbeitsweise der im Fahrzeug angeordneten Signalverarbeitungsvorrichtung
168 entsprechen der der Signalverarbeitungsvorrichtung 31, so daß sich eine ausführliche
Beschreibung an dieser Stelle erübrigt.
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Der Ausgang der Reifen-Drucksignal-Verarbeitungsvorrichtung 168 ist
mit einem Frequenzdiskriminator 170 und einem Fre--guenz-Spannungs-Umsetzer 172
verbunden, welcher die Frequenz des Reifendrucksignals in ein Gleichspannungssignal
uum.setzt Das Gleichspannungssignal wird vermittels eines am (nicht dargestellten)
Armaturenbrett im Führerstand des Fahrzeuges befindlichen Digitalvoltmeters DVM
174 gemessen und angezeigt. Durch das Digitalvoltmeter wird dem Fahrzeugführer der
im Reifen gemessene Luftdruck angezeigt. Der Ausgang des Frequenz-Spannungs-Umsetzers
172 dient außerdem zur Auslösung einer am Armaturenbrett bebefindlichen Warnvorrichtung
176, wenn der Reifendruck auf einen gefährlich niedrigen Wert abfällt. Diese Warnvorrichtung
kann beispielsweise ein akustisches Warnsignal erzeugen.
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Der Ausgang des Frequenz-Spannungs-Umsetzers 172 ist zum Abtastschalter
164 rückgekoppelt. Jedes Drucksignal, das oberhalb eines unteren Grenzwerts liegt,
schaltet den Abtastschalter 164 auf den nächsten Vorverstärkerausgang fort. Wenn
sämtliche Reifendrücke am Fahrzeug die richtigen Werte aufweisen, schaltet der Ausgang
des Frequenz-Spannungs-Umsetzers 172 den Abtastschalter kontinuierlich von Ausgang
zu Ausgang fort. Wenn jedoch ein Reifen des Fahrzeuges einen gefährlich niedrigen
Reifendruck aufweist, reicht das vom Frequenz-Spannungs-Umsetzer 172 abgegebene
Ausgangssiqnal nicht dazu aus, den Abtastschalter forzuschalten,
so
daß der gefährlich niedrige Reifendruck am Digitalvoltmeter 174 im Blickfeld des
Fahrzeugführers angezeigt bleibt.
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Wenn entsprechend der Darstellung von Fig. 15 zwei Reifen 22, 22"
nebeneinander auf der gleichen Achse angeordnet sind, dienen die Bündelungselemente
154, 154' dazu, das Magnetfeld 148 jedes Magneten scharf zu bündeln, so daß dieses
nur den darunter befindlichen Reifen durchsetzt.
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Die Bündelungselemente verhindern damit Übersprecheffekte zwischen
den Reifen und verringern den Geräuschpegel aufgrund induzierter elektromagnetischer
Strahlung.
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Wie anhand Fig. 16 ersichtlich, kann ein Magnetfeld auch zur Messung
des Luftdrucks in Radialreifen mit Stahl-oder Metallgürteleinlage verwendet werden.
Die meisten heutzutage auf dem Markt befindlichen Radialreifen enthalten keine Metalle
hoher Permeabilität und lassen sich daher mit einem einzigen Magneten 150 (Fig.
14) leicht speisen.
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Einige Reifenausführungen enthalten jedoch Stahl mit Nickel und schirmen
den Reifendruckfühler 21 gegen ein Magnetfeld ab.
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Zur Ausschaltung des Einflusses eines magnetisch permeabilen Metallgürtels
180 sind auf der Unterseite des Kotflügels 152 zwei Dauermagnete 182 sich gegenüberliegend
angeordnet. Das von diesen erzeugte Magnetfeld 148' ist nach unten gerichtet, läuft
an dem Metallgürtel 180 vorbei und schneidet den Weg des mit dem Reifen zusammen
umlaufenden Reifendruckfühlers 21'. Die Dauermagnete 182 sind durch ein Joch 184
miteinander verbunden, welches aus einem magnetisch permeabilen Werkstoff wie z.B.
Kupfer oder Bronze besteht.
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Im Betrieb läuft der Reifendruckfühler 21' von Fig. 14 zusammen mit
dem Reifen 22 um. Der Magnet 150 und die
Bündelungselemente 154,
welche an der Unterseite des Kotflügels 152 befestigt sind, bilden ein nach unten
gerichtetes, gebündeltes Magnetfeld 148 aus. Wenn der Druckfühler sich durch die
magnetischen Kraftlinien hindurchbewegt, induziert der Leiter 38' in der Sekundärempfangsantenne
einen Strom am Eingang des gleichrichtenden Filters 62 (Fig. 5). Dieser Strom reicht
aus zum Betrieb des Reifendruckfühlers in der vorstehend in Verbindung mit Fig.
5 beschriebenen Weise. Der Druckfühler sendet seinerseits ein frequenzmoduliertes
Drucksignal aus, das von der hinter dem Magneten am Kotflügel befestigten Primärempfangsantenne
28' aufgefangen wird. Die in jedem Reifen des Fahrzeuges gemessenenReifendrücke
werden vermittels des Abtastschalters 164 abgefragt und durch das Digitalvoltmeter
174 dem Fahrzeugführer angezeigt. Wenn ein Reifen des Fahrzeugs unzureichend niedrigen
Reifendruck aufweist, hält der Abtastschalter an, wobei das Digitalvoltmeter den
niedrigen Reifendruck fortlaufend anzeigt und die Warnvorrichtung 176 ein akustisches
Warnsignal abgibt.
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Der im Reifen befindliche Reifendruckfühler kann anstelle des vorstehend
beschriebenen frequenzmodulierten Senders selbstverständlich auch mit einem amplitudenmodulierten
Sender betrieben werden, wobei die entsprechenden Empfangs-und Verarbeitungsvorrichtungen
vorgesehen sind.
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- Patentansprüche: -
L e e r s e i t e