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DE2609365A1 - Elektrischer herzschrittmacher - Google Patents

Elektrischer herzschrittmacher

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DE2609365A1
DE2609365A1 DE19762609365 DE2609365A DE2609365A1 DE 2609365 A1 DE2609365 A1 DE 2609365A1 DE 19762609365 DE19762609365 DE 19762609365 DE 2609365 A DE2609365 A DE 2609365A DE 2609365 A1 DE2609365 A1 DE 2609365A1
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DE
Germany
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pacemaker
heart
temperature
frequency
electrode
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DE19762609365
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Georg Dr Med Csapo
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/01Measuring temperature of body parts ; Diagnostic temperature sensing, e.g. for malignant or inflamed tissue
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
    • A61N1/36Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for stimulation
    • A61N1/362Heart stimulators
    • A61N1/365Heart stimulators controlled by a physiological parameter, e.g. heart potential
    • A61N1/36514Heart stimulators controlled by a physiological parameter, e.g. heart potential controlled by a physiological quantity other than heart potential, e.g. blood pressure
    • A61N1/3655Heart stimulators controlled by a physiological parameter, e.g. heart potential controlled by a physiological quantity other than heart potential, e.g. blood pressure controlled by body or blood temperature

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Description

  • Elektrischer Herzschrittmacher
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrischer Herzschrittmacher, dessen Reizimpuls-Folgefrequenz in Abhängigkeit von der Körpertemperatur bzw. der zentralen Bluttemperatur selbsttätig gesteuert wird. Mit den Ansprüchen sind seine erfinderischen Merkmale gekennzeichnet.
  • Seit der ersten erfolgreichen elektrischen Stimulation des menschlichen Herzens vor mehr als 70 Jahren (Zoll, P.M.: Historical Development of Cardiac Paeemakers. Progr. Cardiovsc. Dis. 14 (1972): 421) hat sich der elektrische Herzschrittmacher zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel der Behandlung von Erregungsbilduiigs- und insbesondere Erregungsausbreitungsstörungen des Herzens entwickelt.
  • Heute gelten die meisten der anfänglich mit der Implantation von Herzschrittmachern verbundenen Schwierigkeiten als gelöst, sodass nun zuverlässige, für mehrere Jahre funktionsfähige Herzschrittmacher kleiner Abmessungen, geringen Gewichtes und bei Implantation mit weitgehender physiologischer Verträglichkeit dem Arzt für die Stimulation der Herztätigkeit zur Verfügung stehen. Die für die Behandlung massgeblichen Bedingungen, nämlich in bezug auf die Frequenz, die Form und die Breite der Schrittmacherimpalse sowie in bezug auf die Triggereigenschaften, stehen für die verschiedenen Therapieerfordernisse weitgehend fest. Man hat die Möglichkeit einer frequenzstarren Herzreizung (Stimulation) oder einer vorhofgetriggerten Stimulation. Schliesslich stehen auch sogenannte QRS-inhibierende oder I)emand-Schrittmacher zur Verfügung. Bei ihnen wird die Stimulation mittels einer intrakardialen Elektrodensonde gesteuert, innSem selbsttätig die Schrittmacherimpulse so lange unterdrückt werden, wie eine elektrische Spontanaktivität der Kammern noch auftritt. Wenn jedoch die natürliche ErreLng des Herzens für eine bestimmte wählbare Zeit ausgeblieben ist, werden Schrittmacher impulse, worzugsweise frequenzstarr mit etwa 70 Schlägen pro Minute abgegeben. Durch die andere Art, nämlich die von natürlichen Ileraktionen gesteuerte Stimulation wird einmal der Energieverbrauch des Schrittmachers vermindert, was besonders bei implantierten Schrittmachern sehr wichtig ist, und andererseits wird eine unnötige oder sogar schädliche Reizung des Herzens bei Interferenz mit den natürlichen Aktionen vermieden.
  • Die überwiegende Mehrzahl der heute für die Langzeit-Therapie vcrwendeten Schrittmacher hat den Nachteil, dass die Stimulationsfrequenz vor der Implantation fest eingestellt werden muss, sodass eine Steigerung des Herzminutenvolumens nur durch eine Vergrösserung des Herzschlagvolumens erreicht werden kann. Dies ist jedoch bei mittel schwerer bis grosser körperlicher Anstrengung und insbesondere bei myocardialer Insuffizienz unzureichend und kann die Leistungsfähigkeit des Schrittmacher-Trägers erheblich beeinträchtigen.
  • Die für den besten Wirkungsgrad des Herz-Kreislaufsystems erforderliche Herzfrequenz wird beim gesunden Herzen durch den Sinus-Knoten erzeugt. Wenn die durch den künstlichen elektrischen Herzschrittmacher zu behandelnde Störung des herzens darin besteht , class der vorn natürlichen Sinds-Knoten erzeugte elektrische Impuls nicht vom Vorhof- in den Kammerbereich des herzens geleitet wird, ist es naheliegend, die Stimulations-Frequenz des künstlichen Herzschrittmachers durch die Impulse des Sinus-Knotens zu st eiern. Solche sogenannten P-Wellen-gesteuerte Herzschrittmacher sind verfügbar und wurden bereits 1962 von Nathan, Center und Mitarbeitern implantiert (Nathan, D.A., Conter, S., Wu, C.Y., Keller, W: An imp;antable synchronous pacemaker for the lang-term correction of complete heart block.
  • American J. Cardiol. 11 (1963): 362). Die praktischen Nachteile der durch die P-Welle gesteuerten Schrittmacher-Systeme sind jedoch bis heute nicht behoben worden, sodass nur ein Beuchteil der implantierten Schrittmacher von ihror Art sind, Ihe werentlicher Mangel ist nämlich, dass die elektrische Spannungder P-Welle über eine gesonderte, im Vorhof-f3ereich verankerte Elektrode abgeleitet und dem Schrittmacher zugeführt werden muss. Die Verankerung einer solchen Vorhof-Elektrode im Vorhof ist jedoch durch Einführen eines Katheters durch eine Vene nicht zuverlässig möglich (Büchner, Ch., Drägert, W.: Schrittmachertherapie des Herzens, Forum cardiologicum 14, Boehringer Mannheim GmbH 1973). Die zuverlässige Fixierung einer Vorhof-Elektrode ist nur durch einen operativen Eingriff mit Eröffnung des Thorax und den damit verbundenen offensichtlichen Nachteilen und Risiken möglich.
  • Die Nachteile des P-Wellen-gesteuerten Schrittmachers haben dazu angeregt, nach anderen Möglichkeiten der belastungsabhängigen Frequenzsteuerung des Schrittmachers zu suchen. Zum Beispiel hat H.D. Funke vorgeschlagen, die Schri t tmacherimpulsfrequenz in Abahängigkeit von der A-temfrequenz selbsttätig zu verändern (H.D. Funke: Ein Herzschrittmacher mit belastungsabhängige Frequenzregulation.
  • Biomedizinische Technik 20 (1 975): 225).
  • Nachteilig ist jedoch dabei einerseits, dass die Atmung willkürlich beeinflusst werden kanne und andererseits, dass die zuverlässige Erfassung der Atem-tätigkeit erheblichen Aufwand erfordert.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es in physiologischer Hinsicht sehr günstig wäre, die Frequenz der Stimulation durch Schrittmaeher und damit die Herzfrequenz an die körperliche Belastung des Schrittmacherträgers anzupassen, Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Körper-Kerntemperatur, und zwar bevorzugt die zentrale Bluttemperatur als Stellgrösse zur Steuerung der Schrittmacher-Impulsfrequenz, verwendet wird. Vom Erfinder durchgeführte Messungen der intrakardialen Bluttemperatur haben die bekannte Tatsache der Abhängigkeit der zentralen Bluttemperatur von der körperlichen Belastung bestätigt. Zum Beispiel wurde bei der Belastung vonPatienten mit Hilfe des Fahrrad-Ergometers ein Anstieg der zentralen Bluttempratur um ca. 1°C festgestellt, wenn die Belastung 125 W betrug. Die Reizimpulsfrequenz soll sich demanch als eine Funktion der Könperkerntemperatur salbsttätig einregeln, im allgemeinen gleichsinnig, wobi eine lineare Abhängigkeit in Teilbereichen nicht auszuschliessen ist. Die Frequenzänderung wird aber vornehmlich bei einer höheren Bluttemperatur welliger steil als bei einer niedrigeren Temperatur verlaufen müssen. Dem Temperaturintervall von 37° bis 390 C könnte zum Beispiel einem Frequenzintervall von 70 bis 100 Impulsen, maximal 110 Impulsen in der Minute entsprechen.
  • Die physiologische Bedeutung der Erfindung liegt besonders darin, dass bei hoher Temperatur auch ein höherer Sauerstoffbedarf im Herz und im Körper entsteht, dem nur durch Vergörsserung des Blutstromes und damit durch Erhöhung der Herzschlagfrequenz entsprochen werden kann. Zwar gibt es bereits Schrittmacher, und zwar fixfrequente sowie Demand-Geräte, bei welchen die Reizintensität und die Frequenz an gewisse vorliegende physiologische Bedingungen angepasst werden kann. Diese Anpassung musste jedoch immer fallweise durch lIandbedienung geschehen und mehr als zwei oder drei Frequenzwerte standen nicht für die Auswahl zur Verfügung. Demgegenüber sieht der Erfindungsgedanke eine automatische, vorzugsweise stetige Steuerung der Stimulationsfrequenz in funktioneller Abhängigkeit von der Bluttemperatur vor.
  • für die weitere Beschreibung des Erfindungsgedankens werden Figuren herangezogen.
  • Figur 1 verdeutlicht das Grundprinzip der Erfindung mit einer Schaltungsskizze. Figur 2 dient zur Veranschaulichung einer Applikationsmöglichkeit eines Herzschrittmachers. Figur 3 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Spitze eines Stimulationskatheters und Figur 4 stellt die Schaltungsskizze eines Scllrittmachers nach dem Sperrschwingerprinzip dar, mit Massnahmen, die die Erfindung kennzeichnen.
  • Zur näheren Beschreibung des Erfindungsgedankens werden batteriebetriebene Schrittmacher zugrunde gelegt, die gegenwärtig als Idealform der Schrittmacher anzusehen sind und mindestens über mehrere Wochen eine störungsfreie Stimulation gewährleisten. Der Patient bleibt ungehindert und fortbewegungsfähig. Ein solcher Schrittmacher umfasst als Ilauptteil den elektrischen Impulserzeuger 2, die Speisespannungsbatterie 1, welche Teile üblicherweise in einer Kapsel 10 (siehe Figur 2) eingebaut sind, des weiteren die Zuleitungen 5a und 5b für die in oder am Herzen 4 zu verlegenden Stimulationselektroden 3a und 3b. Für die Durchführung des Erfindungsgedankens ist schliesslich ein in eine Kammer des Herzens verlegbare elektrischer Temperaturfüliler 6 vorgesehen, der mit dem Impulserzeuger 2 des Schrittmachers über die elektrischen Leitungen 7a und 7b derart in Verbindung steht, dass die Stimulationsfrequenz gleichsinnig mit Temperaturänderungen im Herzen selbsttätig gesteuert wird. Grundsätzlich kann die Steuerung der Stimulationsfrequenz bei endokardialer oder epikaidialer, bei unipolarer oder bipolarcr und schliesslich auch bei intramuraler Reizungsart des Herzens angewandt werden. Diesen Möglichkeiten ent sprechend sind ihre Elektroden und ihre Zuleitungen, die vorzugsweise in Katheterschläuchen verlegt sind, zu gestalten. Es sei bemerkt, dass weniger der elektronische Teil als vielmehr die Gestaltung der Applikationselektroden und ihrer Zuleitungen sowie ihre Verlegung oder Applikation im Herzen die technologischen Hauptschwierigkeiten bei der künstlichen Herzreizung aufwerfen. Vor allem die ständige Mitbewogung der Elektroden und ihrer Zuleitungen bei den Herzschlägen erfordern eine hohe Biegebeständigkeit des Materials, und zwar nicht nur der Leituiigskabeln und der Elektroden, sondern auch der Isolierschläuche. Im grossen und ganzen können diese Probleme jedoch als gelöst betrachtet werden, sind aber uicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
  • Die gemäss dem Erfindungsgedanken vorgesehene selbsttätige Steuerung der Impulsfrequenz des Schrittmachers ist vor allem auch unabhängig davon anwendbar, ob an sich eine frequenzstarre Stimulierung vorgesehen ist und der Impulserzeuger dementsprechend ausgelegt ist oder ob die künstliche Stimulation nur bei Bedarf (Demand-Prinzip) einsetzen soll. Dagegen ist der Erfindungsgedanke nicht bei sogenannten vorhof-gesteuerten Herzschrittmachern anwendbar, bei welchen die Impulse von der Herzaktiont und zwar von der P-Welle der Vorhöfe, synchronisiert getriggert werden. Für letztere ist also ein besonderer Fühler für die natürliche Herzaktion erforderlich mit entsprechenden Zuleitungen zum Impulserzeuger, um diese beim Auftreten einer bestimmten Phase (vornehmlich der P-Welle) der. Herzaktion zu triggern.
  • Die Massnahme gemäss der Erfindung können schliesslich bei extrakorporaler Anordnung der Schrittmacher oder bei in den Körper des Patienten 8 implantierten Schrittmachern 10 angewandt werden. Bei der bipolaren Stimulation werden zwei kleinflächige, nahe beieinanderliegende Elektroden gleicher Grösse mit dem Myocard in Kontakt gebracht. Bei einer unipolaren Stimulation ist hingegen die eigentliche Reizelektrode verhältnismässig kleinflächig und wird vorzugsweise mittels eines Katheters an der Innenwandung der Herzkammer verankert, wie Figur 2 veranschaulicht, während die indifferente Gegenelektrode 3b grossflächig sein sollte und an einer beliebigen Stelle des Herzens, vorzugsweise an dessen Aussenwandung angebracht sein kann. Die eigentliche Reizelektrode 3a soll mit dem Minuspol der Batterie verbunden sein, da hierbei die Gewebsirritation am Reizort besonders gering ist und nur ein Minimum an Impulsspannungbenötigt wird.
  • Der Erfindungsgedanke wird weiter anhand einer bipolaren interkardialen Elektrode gemäss Figur 3 erläutert. Dabei ist an der Spitze eines intrakardialen Katheters 9, einem aus Isoliermaterial bestehenden Schlauch, die Reizelektrode 3a angeordnet, während in einigem Abstand dahinter abgesetzt die indiffcrente Elektrode 3b sich befindet. Deren Zuleitungskabel 5a und 5b sind im Innern des Katheterschlauches 9 verlegt. Für die Erfindung ist nun kennzeichnend die Anordnung eines Temperaturfühlers 6 ebenfalls an der Spitze des Katheters, z.B. zwischen den beiden Elektroden. Seine Zuleitungen 7a und 7b sind auch im Katheterschlauch verlegt, wobei jedoch eine Zuleitung 7a bei einer besonderen elektronischen Steuerschaltung mit der Zuleitung 5b für die indifferente Elektrode 3b zusammenfallen könnte.
  • Als Temperaturfühler können passive oder aktive temperaturab hängige Elemente benutzt werden, also HeiBleiter (Thermistoren), Kaltleiter, Dioden, Transistoren oder Thermoelemente.
  • Ihrer Aufgabe entsprechend haben sie in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur die Impulsfrequenz des Impulserzeugers 2 zu steuern. Bei einer Ausführungsform nach dem Sperrschwingerprinzip von Schrittmachern, die der Schaltungsskizze von Figur 4 zugrunde liegt, bildet daher zweckmässig der Temperaturfühler 6 den Vorwiderstand im Basisstromkreis eines Transistors 11 des Sperrschwingers. Die Basis-Vorsparinung wird daher mit der Temperatur geändert, dementsprechend wird die Frequenz des Sperrschwingers über die Transistoren 11 und 12 gesteuert. Bei Verwendung von Multivibratoren als impulserzeugende Elemente wird die Frequenzsteuerung in ähnlicher Weise erreicht.
  • Die Frequenz des Stimulators wird vornehmlich gleichsinnig mit der Temperatur gesteuert, d.h. bei einer Temperaturerhöhung soll sich auch die Frequenz der Reizimpulse erhöhen. Und zwar soll im allgemeinen einem Temperaturintervall zwu.schen 3700 und 3900 ein Frequenzintervall von 70 Impulsen pro Minute bis 110 pro Minute entsprechen.
  • Schrittmacher gemäss dem Erfindungsgedanken mit einer selbsttätigen Steuerung der Schrittmacherfrequenz in Abhängigkeit von der Temperatur kommen den physiologischen Erfordernissen besser und zweckmässiger entgegen als bisherige Sehrittmacherformen, die eine stetige Frequenzanpassung nicht haben. Bei Schrittt.lachern gemäss der Erfindung bleibt aber auch die günstige Eigenschaft bestehen, dass nur ein einziger Katheter, der auch den Temperatursensor enthält, nach der bisher üblichen Schrittmacher-Implantationsmethede transvenös eingeschoben zu werden braucht. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, dass sich manche Störungen im Schrittmachersystem dadurch anzeigen können, dass die Schrittmacherfrequenz nicht mehr in der vorgeschriebenen Weise Änderungen der Umgebungstemperatur folgt, insbesondere bei unphysiologisch' schnellen Temperaturerhöhung. Man kann also die temperaturgesteuerte Frequenzänderung auch zur Funktionskontrolle des Schrittmachersystems benutzen.

Claims (9)

  1. A N S P R Ü C H E 1. Elektrischer Herzschrittmacher, gekennzeichnet durch Schaltungsmassnahmen zur selbsttätigen Steuerung der Frequen der Schrittmacherimpulse durch die als Stellgrösse wirkende Körperkerntemperatur, vorzugsweise durch die zentrale Blut temperatur des Herzens 2. Herzschrittmacher nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in eine Kammer des Herzens (4) des Patienten (8) verlegbaren elektrischen Temperaturfühler (6), der mit den die Stinrulationsimpulse erzeugenden elektronischen Organen des Schrittmachers (2) über Leitungen (7a, 7b) derart in Verbindung steht, dass die Stimulationsfrequenz als Funktion der Körperkerntemperatur.
  2. insbesondere der zentralen Blut temperatur selbsttätig gesteuert wird.
  3. 3. Herzschrittmacher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Spitze des Herzkatheters (9) an der sich zumindest die Reizelektrode (3a) für die Applikation des Schrittmacherimpulses befindet, ein elektrischer Temperaturfühler (6) eingebaut ist, der über die im Katheterschlauch (9) verlegte Steuerleitung (7as 7b) mit dem elektrischen Impulserzeuger (2) des Schrittmachers in Verbindung steht (Figur 3).
  4. 4. Herzschrittmacher nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuleitung (7al) für den Temperaturfühler (6) mit einer Elektrodenzuleitung, vorzugsweise der Zuleitung '(5b) für die indifferente Applikationselektrode (3b) des Schri-ttmachers vereinigt ist.
  5. 5. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Temperatunfüher eines der folgenden elektrischen Bauclemente dient: passive temperaturabhängige Elemente, wie Ileißleiter (Thermis tor), Kaltleiter, Dioden, Transistoren und aktive temperaturabhängige Elemente, wie Thermoelemente.
  6. 6. Herzschrittmacher nach einem derAnsprüche 1 bis 5 in Kombination mit unipolaren oder bipolaren, endokardialen oder epikardialen und intramurälen Elektrodenkathetern.
  7. 7. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit extrakorporaler oder implantierbarer Anordnung des Impulsgebers und der Speisespannungsquelle.
  8. 8. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet in der Anwendung bzw. Kombination mit herzfrequenzunabhängiger bzw. frequenzstarrer Erregung der Schrittmacherimpulse.
  9. 9. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen transistorisierten Sperrschwinger als Impulserzeuger, dessen Steuerelektrode (via) mit dem Ternperaturfühler (6) über die Steuerleitung (7a, 7b) in Verbindung steht, vorzugsweise in der Weise, dass der 'temperaturabhängige Fühler (6) den Basiswiderstand eines der Schwingiransistoren (11, 12) bildet (Figur 4).
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