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Einrichtung zur Fehlererkennung bei Elektrogeräten, insbesondere
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bei Fernsehempfangsgeräten Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
zur Fehlererkennung bei Elektrogeräten, insbesondere bei mit modulartigen Funktionsbauteilen
und/oder Funktionsbaugruppen bestückten Ferns ehempfang 5 geräten.
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Insbesondere bei der Behebung von Störungen an Fernsehempfangsgeräten
bereitet das Auffinden des Funktionsfehlers nicht unerhebliche Schwierigkeiten.
So verursacht die Fehlersuche häufig Kosten, welche die Kosten z. P. der fehlerhaften
Funktionsbaugruppe weit übersteigen. Zur Durchführung derartiger Reparaturen bzw.
Fehlerdiagnosen ist fachlich speziell geschultes Personal erforderlich.
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Zur erleichterten Durchführung son Schnelldiagnosen an Fernsehempfangsgeräten
ist eine Schaltung bekanntgeworden (deutsche Offenlegungsschrift 24 09 279), bei
welcher die Empfängerschaltung für die Schneildiagnose in funktionell untergliderte
Abschnitte unterteilt ist, bei welcher die ordnungsgemäße Funktion der so entstandenen
einzelnen Abschnitte durch Messung der Spannungswerte an Schlüsselpunkten der Abschnitte
überprüft und die so überprüften ordnungsgemäßen Funktionen der einzelnen Abschnitte
unter Verwendung von Leuchtdioden sichtbar gemacht werden.
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Hierfür ist ein auf steckbarer Adapter vorgesehen, von welchem die
unterschiedlichen Werte abgelesen werden können. Obwohl hierbei gleichzeitig eine
Vielzahl von Meßpunkten erfaßt werden können, welche den Betriebszustand des Prüflings
signalisieren, ist doch für die Auswertung der abgelesenen Meßwerte geschultes Personal
erforderlich.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die
Fehlerdiagnose
noch weitgehender vereinfacht wird und daß insbesondere ohne weitere Hilfsmittel
und in demonstrierter Weise der fehlerhafte Teil des Elektrogerätes festgestellt
und veranschaulicht werden kann.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Einrichtung
als dem zu prüfenden Elektrogerät entsprechender Fehlersimulator ausgebildet ist,
dessen Bauteile bzw. Funktionsbaugruppen mit die einzelnen Funktionsbaugruppen kennzeichnenden
und deren Betriebszustand signalisierenden Signal gebern eines Anzeigetableaus elektrisch
verbunden sind und daß eine Schalteinrichtung mit einer Anzahl von Wahlschaltern
vorgesehen ist, deren Anschlußleitungen mit den Strompfaden der einzelnen Funktionsbaugruppen
und/oder einer Kombination derselben elektrisch verbunden sind und mittels welchen
bei Betätigung der Wahlschalter durch Abschaltung von Baugruppen oder durch Zuschaltung
von Fehlimpulsen vorbestimmmte Funktionsfehler und daraus resultierende wahrnehmbare
und vergleichbare Gerätestörungen in den Funktionsbaugruppen simulierbar sind, Mit
einer derartigen Einrichtung läßt sich eine Fehldiagnose bei allen Elektrogeräten
durchführen, bei denen im Schadensfall der Funktionsfehler z. B. optisch oder akustisch
wahrnehmbar ist. Mit besonderem Vorteil läßt sie sich jedoch zur Fehlerdiagnose
bei Fernseh-, insbesondere Farbfernsehempfangs geräten verwenden, welche mit modulartigen
und leicht austauschbaren Funktionsbaugruppen bzw. Bauteilen bestückt sind. Die
erfindungsgemäße Einrichtung eröffnet die Möglichkeit, den beim Prüfling aufgetretenen
Fehler, welcher auf seinem Bildschirm und/oder auf z. B. geräteeigenen Anzeigeorganen
in Form von Leuchtdioden wahrnehmbar ist, auf dem in diesem Fall ebenfalls als Fernsehempfangsgerät
ausgebildeten Fehlersimulator durch optische Kontrolle nachzubilden, d. h. im Fehlersimulator
den wahrnehmbaren Fehler zu simulieren. Nach Erhalt des Fehlerbildes wird auf dem
Anzeigetableau automatisch angezeigt, welche der vielen Funktionsbaugruppen bzw.
Bauteile der Grund für die Störung beim Prüfling war. Die Reparatur kann dann in
einfacher Weise durch Auswechseln des betreffenden Moduls durchgeführt
werden.
Aufgrund der unmittelbaren Anzeige der fehlerhaften Funktionsbaugruppe erübrigen
sich in den meisten Fällen besondere Suchtabellen oder dergleichen für die Lokalisierung
der Fehler. In gleich vorteilhafter Weise läßt sich die er£indungsgemäße Einrichtung
als Demonstrations- bzw.
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Schulungsgerät verwenden, wobei die z. B. für ein Farbfernsehempfangsgerät
typischen Fehler z. B. Bildstörungen in anschaulicher Weise demonstriert und gleichzeitig
die Fehlerursache ebenso anschaulich exakt bestimmt und lokalisiert werden können.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gegeben, daß
auf dem Anzeigetableau ein vorzugsweise mit lichtemittierenden Dioden bestücktes
Signalgeber-Feld angeordnet ist, dessen Signalgeber in Anzahl,-Kennzeichnung und
Zuordnung zu ausgewählten Funktionsbaugruppen des Fehlersimulators mit den in einem
zu überprüfenden, dem Fehlersimulator entsprechenden Elektrogerät vorhandenen Signalgebern
übereinstimmen. Diese Signalgeber sind vorteilhafterweise in einem eng begrenzten
Feld auf dem Anzeigetableau leicht überschaubar und mit Bezeichnungen versehen angeordnet.
Mittels dieser Signalgeber des Signalgeber-Feldes läßt sich eine Fehlerdiagnose
durchführen, ohne daß z. B. auf dem Bildschirm des Prüflings ein Fehlbild erkennbar
ist. Der vorhandene Fehler wird im Fehlersimulator dadurch simuliert, daß die entsprechende
Konstellation der Signalgeber-Fehleranzeige im Prüfling entsprechend im Fehlersimulator,
d. h. in seinem Signalgeber-Feld nachgebildet wird, womit unmittelbar eine Anzeige
der fehlerhaften Funktionsbaugruppe erfolgt.
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Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Anzeigetableau
als teiltransparente Leuchttafel ausgebildet, welche den einzelnen, vorzugsweise
als Blinkleuchten ausgebildeten Signalgebern der Funktionsbaugruppen zugeordnete
blockschaltbildartige Leuchtfelder aufweist. Anhand dieser Leuchtfelder kann sowohl
bei der Schirmbilddiagnose als auch bei der Fehlerdiagnose mittels der besonderen
Signalgeber des vorgenannten Signalgeber-Feldes die fehlerhafte Funktionsbaugruppe
soiort erkannt werden.
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Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
nachstehend erläutert.
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Es bedeutet: Fig. i eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Einrichtung zusammen mit einem zu prüfenden Fernsehempfangsgerät, Fig. 2 eine Draufsicht
auf das Anzeigetableau der erfindungsgemäßen Einrichtung gemäß Fig. 1, Fig. 3 ein
Schaltschema eines Teiles einer Schalteinrichtung für das Anzeigetableau gemäß Fig.
2, Fig. 4 ein weiteres Schaltschema der Schalteinrichtung für das Anzeigetableau
gemäß Fig. 2.
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In Fig. i ist mit iO ein Farbfernsehempfangsgerät üblicher Bauart
bezeichnet, welches mit modulartigen Funktionsbaugruppen ii bis 16 bestückt ist,
wobei in der schematischen, stark vereinfachten Darstellung mit il die Baugruppen
des Netzteiles (Spannungsmodul, Steuermodul) und mit 12 die Modul-Baugruppen des
Kippteiles (Vertikalmo<iui, Rücklaufmodul, Entzerrermodul, Hinlaufmodul) bezeichnet
sind. Die Baugruppen 13 bis 16 sollen stellvertretend die übrigen Modul-Baugruppen
des Gerätes z. B. Tunermodul Horizontalmodul, Luminanzmodul, Bild- ZT-Modul, Chromamodul,
VCR-Modul, NF-Modul, RGB-Modul des Geräte-Signalteiles und Bedienteiles bzw. Schirmbildteiles
darstellen. Diese Modul-Baugruppen sind vorzugsweise steckbar und ausschwenkbar
im Gerät angeordnet. Mit 17 ist der Bildschirm des Gerätes bezeichnet.
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Mit 18 ist in Figur i ein gleichfalls als Fernsehempfangsgerät ausgebildeter
Fehlersimulator bezeichnet, welcher dem Gerät 10 (Prüiling) entsprechend mit Funktionsbaugruppen
19 bis 24 bestückt ist und einen Bildschirm 25 aufweist. Mit 26 ist eine Schalteinrichtung
und mit 27 ein Anzeigetableau bezeichnet, wobei
Schalteinrichtung
und Anzeigetableau eine konstruktive Einheit bilden können und neben dem Fehlersimulator
befestigt sein kann.
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Wie in Figur i schematisch angedeutet, besitzen die Funktionsbaugruppen
11 und 12 des reparaturbedürftigen, also mit einem Funktionsfehler in den Baugruppen
behafte-ten Prüflings 10 z. B. im Netzteil und im Kippteil z. B. als lichtemittierende
Dioden (Leuchtdioden) ausgebildete Signalgeber Lli, L12.
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Entsprechend besitzt auch der Fehlersimulator nach Anzahl, Kennzeichnung
und Zuordnung zu den Funktionsbaugruppen i9, 20 entsprechende Signalgeber bzw. Signalgeber-Gruppen
Li9, L20, die am Anzeigetableau 27 in noch näher erläuteter Weise angeordnet sind.
Es können z. B. dem Netzteil des Gerätes 5 und dem Kippteil des Gerätes 4 solche
Signalgeber zugeordnet sein.
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Fig. 2 zeigt die Aufteilung des als teiltransparente Leuchttafel z.
B. Glastafel ausgebildeten Anzeigetableaus 27. Man erkennt die umrahmten großen
Funktionsbereiche Bedienteil, Signalteil, Netzteil, Kippteil, sowie innerhalb dieser
Funktionsbereiche die einzelnen bezeichneten Modul-Baugruppen sowie das symbolhafte
dargestellte Schirmbild. In dem mit 28 bezeichneten umrahmten Signalgeber-Feld sind
die vorgenannten Leucht-Signalgeber L19 und L20 angeordnet. Sie sind mit Zahlen
i bis 5 (Netzteil) und 6 bis 9 (Kippteil) bezeichnet entsprechend den Signalgeber
Reihen Lli und Li2 des Prüflings 10. Wie in Fig. 3 angedeutet, sind hinter den einzelnen,
den Funktionsbaugruppen zugeordneten Leuchtfeldern z. B. Tunermodul, Steuermodul
usw. Blinklampen Lpi bis Lpl5 angebracht, welche über Verbindungsleitungen 29, 30,
31 an einen in der Schalteinrichtung 26 integrierten, zentralen Impulsgeber 32 und
von dort über z. B. 24 Wahlschalter Si bis S24 an die ihnen individuell zugeordneten
Funktionsbaugruppen im Fehlersimulator 18 elektris & angeschlossen sind, wie
in Fig. 1 andeutungsweise gezeigt. Die Anschlußpunkte dar Verbindungsleitungen des
Lampenfeldes sind mit Bi bis B15 bezeichnet. Hinter dem Anzeigetableau 27, deren
Leuchtfelder z. B.
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Tunermodul usw. und deren Baugruppen-Bereiche z. B. Signalteil usw.
in unterschiedlicher Einfärbung teiltransparent sind, kann noch eine zusätzliche
sogenannte Dämmerbeleuchtung angeordnet
sein, welche die großen
Baugruppen-Bereiche z. B. Signal teil usw.
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ausleuchtet und damit die Bezeichnungen sichtbar acht. Die Verdrahtung
innerhalb der Schalteinrichtung 26 für Signalgeber, Wahlschalter und Impulsgeber
ist in Fig. 1 allgemein mit 33 bezeichnet. Die Wahlschalter z. B. S1 bis S24 sind
innerhalb eines Schaltertableaas an einer gut zngriffsbereiten Lage z. B. unterhalb
des Anzeigetableaus 27 angeordnet.
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Fig. 4 zeigt schematisch die in Fig. 3 nicht dargestellte Verdrahtung
der Signalgeber 1 bis 9 des Slgnalgeber-Feldes 28 innerhalb des Anzeigetableaus
27. Diesen Signalgebern 1 bis 9 sind eine erste Gruppe der Wahlschalter Si bis S9
zugeordnet. Sie stehen über Verbindungsleitungen 34, 35 mit einer externen Gleichspannungsquelle
K, z. B. mit einem sogenannten Konstanter einerseits und andererseits über Leitungsäste
36 sowie über ein lit Gleichrichtern sersehenes, allgemein mit 37 bezeichnetes Leitungs-Vielfach
mit den Signalgebern 1 bis 9 in Verbindung Die Wahlschalter sind als Mehrfachschalterausgebildet,
derart, daß mit einem Einschaltvorgang gleichzeitig die Gleichspannungsquelle K
und ein über die, den einzelnen Slgnalgebern-1 bis 9 zugeordneten Funktionsbaugruppen
fuhrender nicht dargestellter Prüfstromkreis durchverbunden wird. Wie Fig. 4 zeigt,
stehen die in einzelnen Wahl schaltern SIbis S9 zugehörigen Leitungsäste 36 in unterschiedlichen
Verknüpfungskombinationen nit dem Leitungs-Vielfach 57 in Verbindung. Mit SO ist
ein besonderer Wahlschalter bezeichnet, bei dessen Betätigung der Fehlersinulatorin
fehlerireien Betrieb gesetzt werden kann.
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Im folgenden wird die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung
erläutert.
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Es sei angenommen, daß am Bildschirm 17 des Prüflings 10 ein übersteuertes
und verzerrtes Bild auftritt0 In diesem Fall kann mit der Einrichtung eine Schirmbilddiagnose
durchgeführt werden. Hierzu werden die für die Schirmbilddiagnose vorgesehenen Wahlschalter
510 bis S24 betätigt, verbunden mit einer Abschaltung bzw. Zuschaltung der den einzelnen
Wahl schaltern zugeordneten
Funktionsbaugruppen, bis sich am Bildschirm
25 des Fehlersimulators 18 das gleiche fehlerhafte Bild einstellt, d. h.
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es wird durch wahlweises Betätigen der Wahlschalter SiO bis S24 der
Bildfehler am Fehlersimulator simuliert. Gleichzeitig wird an Anzeigetablean 27
diejenige Funktionsbaugruppe bzw. diewenigen Funktionsbaugruppen durch Aufblinken
des betreffenden Signalgebers Lpt bis Lpt5 angezeigt, die für den Bildfehler verantwortlich
ist.
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Bei fehlerhaftem Ausbleiben eines Bildes und/oder des Tones am Prüfling
10 kann mit der Einrichtung eine sogenannte LED-Diagnose (Diagnose mittels lichtemittierender
Dioden) durchgeführt werden. Hierbei wird durch entsprechende Betätigung der Wahlschalter
S1 bis S9 derjenige Signalgeber i bis 9 bzw.
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diejenige Signalgeber-Kombination zum Abschalten gebracht, welche
dem entsprechenden, infolge Ausfall eines Bauteiles oder einer Baugruppe erloschenen
Signalgeber bzw. Signalgeter-Eombination L11, Li2 im Prüfling 10 antspricht. Nach
Erhalt der entsprechenden, simulierten Signal-Konstellation wird die fehlerhafte
Funktionsbaugruppe wiederum am Anzeigetableau durch Aufblinken des betreffenden
Leuchtfeldes angezeigt. In der gleichen Weise können akustisch wahrnehmbare Fehler
am Prüfling 10 im Fehlersimulator iS nachgebildet, d. h. simuliert und zur exakten
Ortung des Fehlers verwendet werden.
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8 Patentanspräche 8 Figuren
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