DE2602765B2 - Transformator mit einem oelumlaufkuehlsystem und verfahren zur verhinderung des aufbaus statischer elektrischer ladungen aufgrund der oelstroemung - Google Patents
Transformator mit einem oelumlaufkuehlsystem und verfahren zur verhinderung des aufbaus statischer elektrischer ladungen aufgrund der oelstroemungInfo
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Description
Ladungen aufgrund der Strömung des isolierenden Öls verhindert wird, sowie ein Verfahren anzugeben zur
Verhinderung des Aufbaus statischer elektrischer Ladungen aufgrund der Strömung des isolierenden
Mineralöls in einem Transformator mit einem ölumlaufkühlsystem.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil der Ansprüche I und 7 angegebenen Merkmale
gelöst.
Das öl enthält normalerweise die gleiche Anzahl von Ionen mit positiver Ladung und von Ionen mit negativer
Ladung. Wenn das öl in Berührung mit einem Festkörper steht, so werden die Ionen beider Polaritäten
an der Fläche des Festkörpers adsorbiert. Der Grad der Adsorption ist für die Ionen der einen Polarität
höher als für die Ionen der anderen Polarität, so daß die Ionen der entgegengesetzten Polarität im Überschuß im
öl verbleiben. Die Ladungstrennung aufgrund einer Strömung des Öls entlang der Oberfläche des
Festkörpers ist auf eine ionische Doppelschicht an der Grenzfläche zurückzuführen. Diese umfaßt (1) eine
ionische Schicht an der Oberfläche des Festkörpers aufgrund von Unterschieden in den Adsorptionskräften
der Anionen und der Kationen (Adsorptionsschicht) und (2) eine ionische Schicht im öl, deren Polarität der
Adsorptionsschicht entgegengesetzt ist. Diese ionische Schicht wird durch Diffusion der im isolierenden öl
verbleibenden Ladungsträger gebildet (Diffusionsschicht). Wenn eine Strömung des isolierenden Öls an
der Fest-Flüssig-Grenzfläche stattfindet, so kommt es
zu einer Trennung der Ionen der Diffusionsschicht von der Adsorptionsschicht und somit zu einem Aufbau
statischer Elektrizität. Die Polarität der statischen Elektrizität, mit der das isolierende öl aufgeladen ist,
hängt ab von dem Unterschied der Adsorptionskoeffizienten der Anionen und der Kationen an der
Grenzfläche. Wenn man dem Grundmaterial der isolierenden Schicht oder des isolierenden Körpers ein
Material zumischt, welches zu einer statischen Aufladung entgegengesetzter Polarität führt, so kann
hierdurch die Aufladung mit statischer Elektrizität gesteuert werden.
Die vorliegende Erfindung wurde nach obigem Prinzip verwirklicht. Isolierende Schichten oder Folien
oder Papierbahnen, welche in das isolierende öl der elektrischen Vorrichtung eintauchen, bestehen gewöhnlich
aus Naturfasern, z. B. Kraftpulpe, Hanf, Baumwolle oder dgl. Wenn, das isolierende öl relativ zur
isolierenden Folie strömt, so erhält das isolierende öl eine positive Aufladung. Anorganische Materialien, z. B.
Oxyde, wie Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Zinkoxid, Titanoxid oder dgl. sowie Silikate, wie Aluminiumsilikat,
Magnesiunisilikat oder dgl. führen zu einer negativen Ladung durch die Strömung des isolierenden Öls. Die
Aufladung des isolierenden Öls (Mineralöl, Alkylbenzol oder dgl.) mit statischer Elektrizität kann leicht gesenkt
werden, indem man Isolierschichten mit einem Gehalt an diesen anorganischen Materialien an der Oberfläche
der Schichten, Bahnen oder Folien verwendet. Die anorganischen Materialien, welche der Strömung des
isolierenden Öls eine negative Ladung verleihen, können dadurch an der Oberfläche der isolierenden
Schicht vorgesehen werden, daß man dieses Material mit den Fasern während oder nach der Herstellung der
Schicht (Papierschicht) vermischt. Das anorganische iö
Material kann den Fasern in Pulverform zugemischt werden.
Die Menge des anorganischen Materials wird derart gewählt, daß der Strömung des isolierenden Öls eine für
einen Ladungsausgleich sorgende negative Ladung erteilt wird, so daß die positive Aufladung des
isolierenden Öls durch die Relativbewegung zwischen den F?sern und dem isolierenden öl durch eine negative
Aufladung des isolierenden Öls aufgrund der Relativbewegung zwischen den anorganischen Materialien und
dem isolierenden öl kompensiert wird. Die Menge der anorganischen Materialien, welche den Naturfasern
zugemischt werden, beträgt vorzugsweise mehr als 1 Gew.-°/o und insbesondere 5 — 30 Gew.-%. Man kann
auch derart vorgehen, daß man in der Oberflächenschicht eine höhere Konzentration des anorganischen
Materials vorsieht und in der Innenschicht eine geringere Konzentration oder keinen Gehalt an dem
anorganischen Material vorsieht.
Vorzugsweise werden die anorganischen Stoffe der isolierenden Schicht dadurch einverleibt, daß man diese
anorganischen Stoffe mit den Fasern vermischt, und zwar während einer Stufe der Herstellung der Schicht
(des Papiers), z. B. einem Holländer oder Papiermaschine oder dgl. Es ist insbesondere bevorzugt, die
anorganischen Materialien auf einer Seite der Oberfläche dicker Preßpappe zu konzentrieren, indem man
diese Materialien lediglich der Laminarschicht an der Oberfläche der Preßpappe zumischt. Die isolierende
Schicht kann hergestellt werden, indem man fällbare Teilchen mit einem Durchmesser von mehr als 0,005 μητι
und vorzugsweise mehr als 0,5 μπι verwendet oder
Fasern, deren Durchmesser mehr als 0,1 μπι und
vorzugsweise mehr als 1 μπι beträgt und diese mit den
Cellulosefasern vermischt. Da ein geringerer Durchmesser der Teilchen oder eine geringere Dicke der Fasern
eine größere Oberfläche pro Gewichtseinheit des anorganischen Materials bedeutet, so hängt die Menge
des anorganischen Materials von der Größe der Teilchen oder Fasern ab. Bei geringerer Teilchengröße
oder bei dünneren Fasern benötigt man geringere Mengen des anorganischen Materials.
Anorganische Materialien in Form mehrwertiger Metallverbindungen sind besonders wirksam zur Erteilung
einer negativen Aufladung. Dies gilt insbesondere für dreiwertige oder vierwertige Metallverbindungen,
wie Aluminiumverbindungen und Siliciumverbindungen. Die Aufgabe der Erfindung kann dadurch gelöst
werden, daß man das anorganische Material nur auf der Oberfläche der isolierenden Bahn oder Folie oder
Papierschicht oder dgl. aufbringt. In diesem Falle wird die dielektrische Festigkeit der isolierenden Schicht
nicht beeinträchtigt. Die mehrwertigen Metalloxide und insbesondere Siliciumoxid lind Aluminiumoxid zeigen
ausgezeichnete elektrische Eigenschaften. Daher kann man durch Einverleiben dieser Materialien in die
Isolierschicht die elektrischen Eigenschaften der Isolierschicht verbessern.
Bei einem Transformator mit einem ölumlaufkühlsystem
fließt ein isolierendes öl über die Oberfläche der isolierenden Schicht. Wenn die Teilchen aus anorganischem
Material von der isolierenden Schicht gelöst werden, so verschmutzen sie das isolierende Öl, und es
kann zu einem Aufbau der negativen Aufladung und somit zu Störungen kommen. Es ist nicht bevorzugt, die
Teilchen aus anorganischen Material in oder an der isolierenden Schicht mit einem Bindemittel zu binden,
da diese Bindemittel zu einer Verschmutzung des isolierenden Öls führen können. Es ist bevorzugt, Papier
zu verwenden, welches keine Zusatzstoffe enthält, die das isolierende öl verschmutzen können. Somit ist es
erforderlich, die Teilchen aus anorganischem Material durch die Pulpenfibrillen festzuhalten, so daß ein
Austreten derselben aus der isolierenden Schicht verhindert wird. Es ist daher bevorzugt, Teilchen aus
anorganischem Material zu verwenden, die aufgrund ihrer Konfiguration durch die Pulpenfibrillen festgehalten
werden können. Bei diesen Teilchen handelt es sich um sekundär aggregierte Teilchen oder Teilchen,
welche in dem isolierenden Öl aggregieren.
Andererseits können Teilchen des anorganischen Materials mit einer hohen spezifischen Oberfläche eine
starke Wirkung im Sinne einer Verminderung der positiven Aufladung aufgrund der Strömung des
isolierenden Öls entfalten. Feine Teilchen haben eine hohe spezifische Oberfläche. Es ist jedoch relativ
schwierig, solche feinen Teilchen ohne Verwendung eines Bindemittels in Papier festzuhalten. Aggregierte
Teilchen, hergestellt durch Aggregation feiner Teilchen mit einer hohen spezifischen Oberfläche können durch
das Papier sehr gut festgehalten werden. Aluminiumoxidgel, Siliciumoxidgel, Silikatgel und anderes Gel
umfaßt aggregierte Teilchen mit einer hohen spezifischen Oberfläche. Solche Gele werden bei der
Erfindung bevorzugt eingesetzt. Die aggregierten Teilchen des Gels mit einem durchschnittlichen
Durchmesser von 0,1 — 100 μ (bei mikroskopischer Beobachtung der aggregierten Teilchen) und mit einem
wahren Durchmesser von weniger als 1 μ (echte Teilchen) sind bevorzugt. Die Aggregation der feinen
Teilchen kann in dem isolierenden öl erreicht werden. Es ist aber bevorzugt, die Teilchenaggregation während
der Papierherstellung vorzunehmen, um so einen Teilchenverlust zu verhindern. Die Gele, z. B. Aluminiumoxidgel,
Siliciumoxidgel und Silikatgel, können nach herkömmlichen Methoden, z. B. nach Naßverfahren,
hergestellt werden. In vorliegender Beschreibung bedeutet der Ausdruck »Gel« Teilchen, welche im
kolloidalen Bereich als Primärteilchen einen geringen Durchmesser haben, welche aber außerhalb des
kolloidalen Bereichs als Sekundärteilchen mit einem relativ großen Durchmesser, d. h. in aggregierter Form,
vorliegen. Man kann ferner faserige anorganische Materialien zur Ausbildung der negativen Ladung
zumischen. Solche faserigen anorganischen Materialien umfassen Glasfasern, Glimmer und faserige Keramikmaterialien.
Die faserigen anorganischen Materialien können durch die Pulpenfibrillen oder Pulpenfasern des
Papiers festgehalten werden, und sie liegen an dei Oberfläche des Papiers in wirksamer Weise frei. Wenr
man die aggregierten Teilchen des anorganischer Materials oder die faserigen anorganischen Teilchen be
der Papierherstellung der Pulpe zumischt und da! gewonnene Papier, dessen Oberfläche teilweise durch
anorganisches Material gebildet ist, als Isolierschicht ir einem Transformator mit einem ölumlaufkühlsysterr
verwendet, so besteht der erhebliche Vorteil einei Verhinderung des Aufbaues statischer Aufladungen unc
einer Verhinderung der Verschmutzung des isolieren den Öls.
Im folgenden wird die Erfindung anhand vor Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Bei der herkömmlichen Herstellung von Kraftpapiei für Isolierzwecke mischt man Aluminiumoxid mit einerr
Teilchendurchmesser von 1 — 3 μηι Siliciumoxid mil
einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 0,3 μιτι, Zinkoxid mit einem durchschnittlichen Durchmesser
von 1 — 5 μπι oder Aluminiumsilikat mit einem
durchschnittlichen Durchmesser von 1 — 5 μηι in den in
den Fig. 1, 2, 3 und 4 angegebenen Mengen während der Papierherstellung zu, wobei jeweils eine Probe von
isolierendem Papier mit einer Dicke von 0,8 mm erhalten wird. Jede der Proben der erhaltenen
Isolierfolien wird in Mineralöl mit einem spezifischen elektrischen Widerstand von 2,4 χ 1013 Ohm · cm bei
25°C eingetaucht, welches mit einer Geschwindigkeit von lOcm/sec vorbeiströmt. Die jeweilige Aufladung
(pC/cm3) des Mineralöls aufgrund der Relativbewegung zwischen dem Mineralöl und der isolierenden Schicht ist
in den Fig. 1,2,3 und 4 eingetragen. Die Fi g. 1,2,3 und
4 zeigen graphische Darstellungen der Abhängigkeit der Aufladung des jeweiligen Mineralöls von der Menge
der Teilchen des Aluminiumoxids, des Siliciumoxids, des Zinkoxids oder des Aluminiumsilikats, welches dem
Papier zugemischt wurde. Man erkennt aus den graphischen Darstellungen, daß die in dem Mineralöl
erzeugte Aufladung recht gering ist, wenn die Isolierfolie oder Isolierbahn 10 bis 30 Gew.-% Teilchen
enthält. Die statische elektrische Aufladung des Isolieröls hängt ab von dem spezifischen Widerstand
und von der Strömungsgeschwindigkeit des isolierenden Öls.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Transformator mit einem ölumlaufkühlsystem,
bei dem die ölströmung an einem flächigen Isoliermaterial vorbeiführt, dadurch gekennzeichnet,
daß das flächige Isoliermaterial partiell von einem anorganischen Material in Teilchenform,
Faserform oder dgl. bedeckt ist, welches aufgrund der Relativbewegung des strömenden Isolieröls zu
einer statischen Aufladung führt, deren Polarität der durch das Grundmaterial des flächigen Isoliermaterial
hervorgerufenen Aufladung entgegengesetzt ist.
2. Transformator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das flächige Isoliermaterial ein
Isolierpapier ist, welches ein mehrwertiges Metalloxid, Siliciumoxid oder ein Metallsilikat in Teilchenform,
Faserform oder dgl. enthält, welches zu einer negativen Aufladung führt.
3. Transformator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende Papier aggregierte
Teilchen eines Gels, eines mehrwertigen Metalloxids, des Siliciumoxids oder eines Metallsilikats
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser der aggregierten Teilchen von 0,1 — 100 μ
und mit einem wahren Durchmesser der wahren Teilchen von weniger als 1μ (bei mikroskopischer
Beobachtung) enthält.
4. Transformator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende Papier Glasfasern
oder Keramikfasern enthält.
5. Transformator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierpapier aggregierte
Teilchen von Siliciumoxidgel, Aluminiumoxidgel oder Silikatgel enthält.
6. Transformator nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende
Papier eine Oberflächenschicht mit einem höheren Gehalt des anorganischen Materials aufweist sowie
eine Innenschicht mit einem niedrigeren Gehalt des anorganischen Materials, wobei die Oberflächenschicht
an die Strömung des isolierenden Öls angrenzt.
7. Verfahren zur Verhinderung des Aufbaus statischer elektrischer Ladungen aufgrund der
Strömung von Isolieröl in einem ölumlaufgekühlten Transformator, bei dem ein flächiges Isoliermaterial
in Form von Isolierpapier vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Oberfläche des Isolierpapiers
partiell durch Teilchen oder Fasern eines anorganischen Materials modifiziert wird, welches
aufgrund der Strömung des Isolieröls zu einer negativen Aufladung führt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Oberfläche des Isolierpapiers
partiell aggregierte Teilchen eines Gels eines mehrwertigen Metalloxids, des Siliciumoxids oder
eines Metallsilikats aufbringt.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Oberfläche des Isolierpapiers
partiell Glasfasern oder Keramikfasern aufbringt.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß man auf die Oberfläche des Isolierpapiers aggregierte Teilchen von Siliciumoxidgel,
Aluminiumoxidgel oder Silikatgel aufbringt.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Transformator
mit einem ölumlaufkühlsystem, bei dem die ölströmung
an flächigem Isoliermaterial vorbeiführt, sowie auf ein Verfahren zur Verhinderung des Aufbaus statischer
elektrischer Ladungen aufgrund der Strömung von Isolieröl in einem ölumlaufgekühltem Transformator,
bei dem ein flächiges Isoliermaterial in Form von Isolierpapier vorgesehen ist.
Wenn Isolieröl in Berührung mit der Oberfläche eines Festkörpers steht, so kommt es zu einer Auftrennung
von positiven und negativen Ladungen im öl, und es wird eine Doppelschicht dieser Ladungen an der
Fest-Flüssig-Grenzfläche ausgebildet. Wenn nun an dieser Grenzfläche eine Strömung des isolierenden Öls
vorliegt, so wird die Ladungsschicht im öl durch die
ölströmung transportiert und von der Ladung an der Oberfläche des Festkörpers, welche entgegengesetzte
Polarität hat, getrennt. Das Ausmaß des Ladungsaufbaus während dieses Vorganges hängt ab von der
Geschwindigkeit der Ladungstrennung und der Geschwindingkeit des Ladungsausgleichs (Relaxation)
gegen Erde. Die Geschwindigkeit der Ladungstrennung ist um so höher je niedriger der Wert des spezifischen
Widerstandes des isolierenden Öls ist, während die Ladungsrelaxation mit dem spezifischen Widerstand
des isolierenden Öls abnimmt. Demzufolge hat die durch die ölströmung hervorgerufene Ladung ihren höchsten
Wert im Bereich von 1012 bis 10H Ohm · cm des
spezifischen Volumenwiderstandes des isolierenden Öls.
Die meisten isolierenden Mineralöle, welche für elektrische Einrichtungen verwendet werden, liegen
innerhalb dieses Bereiches des spezifischen Volumenwiderstandes, so daß die isolierenden Mineralöle zu
einem hohen Ladungsaufbau neigen. Wenn die statische Elektrizität, mit der das isolierende Mineralöl oder der
Festkörper aufgeladen ist, einen bestimmten kritischen Wert überschreitet, so kommt es zu einer Entladung,
und es kann dabei zu einer Beschädigung der Einrichtung kommen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, in der petrochemischen Industrie die Explosionsgefahr durch den Aufbau
statischer Ladungen dadurch zu vermeiden, daß man den spezifischen Volumenwiderstand des Öls durch
Einverleibung eines ionischen Zusatzstoffes auf einen Weit unterhalb 1012Ohm · cm senkt. Bei elektrischen
Anwendungen ist es jedoch nicht bevorzugt, den spezifischen Volumenwiderstand des Öls zu senken, da
hierdurch das elektrische Verhalten beeinträchtigt wird. Andererseits ist es schwierig, den spezifischen Volumenwiderstand
des isolierenden Mineralöls zu erhöhen und auf einem Wert oberhalb 10l5Ohm-cm zu halten.
Theoretisch könnte man an eine Erhöhung des spezifischen Volumenwiderstandes des isolierenden
Mineralöls über den Bereich von 1012 bis 1014 Ohm · cm
hinaus durch eine Reinigung des Mineralöls denken. Selbst wenn es gelingen sollte, bei einer bestimmten
Temperatur einen spezifischen Volumenwiderstand des isolierenden Mineralöls von mehr als 1015 Ohm · cm zu
verwirklichen, so kommt es jedoch sehr leicht zu einem
6u Abfall des spezifischen Volumenwiderstandes durch
Verschmutzung oder einfach durch Temperaturerhöhung. Der Weg einen elektrostatischen Ladungsaufbau
durch Änderung des spezifischen Volumenwiderstandes des isolierenden Mineralöls einer elektrischen Einrich-
hi tung zu verhindern, ist daher nicht gangbar.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Transformator mit einem ölumlaufkühlsystem zu
schaffen, bei dem ein Aufbau statischer elektrischer
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