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DE2601677A1 - Verfahren zur herstellung eines duengemittels aus veraschten abfallprodukten - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines duengemittels aus veraschten abfallprodukten

Info

Publication number
DE2601677A1
DE2601677A1 DE19762601677 DE2601677A DE2601677A1 DE 2601677 A1 DE2601677 A1 DE 2601677A1 DE 19762601677 DE19762601677 DE 19762601677 DE 2601677 A DE2601677 A DE 2601677A DE 2601677 A1 DE2601677 A1 DE 2601677A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
ash
cooled
mixture
waste products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762601677
Other languages
English (en)
Inventor
Ruediger Lothar Von Reppert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19762601677 priority Critical patent/DE2601677A1/de
Publication of DE2601677A1 publication Critical patent/DE2601677A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • "Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus veraschten
  • Abfallprodukten" Die bei der Verbrennung von Abfallproduktens wie Frisch-, Paul- oder Klärschlämmen, Abfällen tierischer Herkunft, Müll, Müllkompost und sonstigen P-haltigen Abfällen in den bekannten Verbrennungsanlagen anfallende Asche enthält neben CaO, SiO2 und vielen anderen Stoffen auch 3 - 30 %, vorzugsweise 10 - 18 % P205 und 0,5 " 35 % K2O.
  • in Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun die der Asche .. hierunter fällt auch Flugasche - enthaltenen Phosphate und das kali als Düngemittel nutzbar zu machen. Dies wird dadurch erreicht, daß Asche feinvermahlen, in noch heißem Zustand mit Schwefel vermischt wird, wobei auf 1 Gewichtsteil P2O5 0,714 Gewichtsteile Schwefel zur Anwendung gelangen müssen.
  • Es #ist bekannt, daß feinverteilter, elementarer Schwefel durch gewisse Mikroorganismen im Boden angegriffen ind exydiert wird. Diesen Vorgang hat sich-die vorliegende Erfindung zu nutze gemacht, indem heiße, vorzugsweise auf die Schmeiztemperatur von Schwefel gekühlte Asche mit Schwefel, vorzugsweise solchem, der, wegen der beim Vermahlen bestehenden Entzündungsgefahr, naßvermanlen worden ist, vermischt und mit Wasser oder wässrigen Bindemittellösungen granuliert wird.
  • Die vom voausgegangenen Verbrennungsvorgang noch heiße und gegebenenfalls gekühlte Asche bewirkt dabei ein Verdampfen des eingebrachten Wassers nd.
  • soweit noch Temperaturen vorliegen, die zum Schmelzen des Schwefels führen, ein Abbinden des schmelzflüssigen Schwefels mit der Asche.
  • Nach erfolgter Abkühlung fallen die erchaltenen Granulate in harter und abriebfeste,r Form an. Bei Temperaturen, die unter der Schmelztemperatur des Schwefels liegen, bringen dagegen zugesetzte Bindemittellösugen oder, bei Mitverwendung von bei erhöhten Temperaturen schmelsendem Harnstoff oder Ammonnitrat, nach deren Erk#a@ten in der Mischung bzw.
  • im Granulat die gewünschte Erhärtung, ähnlich wie der bei höheren Temperaturen geschmolzene und dann erstarrte Schwefel, zur Erhärtung der Granalien führt.
  • Gelangen die so erhaltenen Asche-Schwefel-Granalien in den Boden, dann wird dort der in ihnen enthaltene P-Anteil durch die unter dem Einfluß der Bodenbakterien erfolgte Oxydation des Schwefels aufgeschlossen bzw. in pflanzenlösliche Form übergeführt und können so voll als K2O-haltiges P2O5-Düngemittel bzw. PK-Dünger wirksam werden, wobei diese Wirkung durch die weiter enthaltenen Anteile an CaO und SiO2 noch erhöht wird.
  • Bei der Herstellung derartiger Asche-Schwefel-Granalien hat sich gezeigt, daß die pflanzenphysiologische Wirkung dann am besten ist, wenn die Schmelztemperatur des Schwefels tunlichst nicht überschritten wird.
  • Bei Anwendung von Bindemittellösungen bleibt der Schwefel in den Asche-Schwefel-Granalien in feinverteilter Form erhalten, was gegenüber der geschmolzenen Form den großen Vorteil hat, daß er schneller im Boden wirksam werden kann.
  • Der Anteil an P205 und K2O in der anfallenden Asche kann, je nach Herkunft, verschieden sein, Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen die Nährstoffgehalte, falls erforderlich, durch Zugabe von etwas Hohphosphatmehl und / oder geringen Mengen an Kalisalzen einzustellen0 Selbstserständlich ist es, sofern NPK-Mischdünger gewünscht werden, außerdem auch gleichfalls noch möglich, Stickstoffsalze zuzugeben, die dann, kXn man sie zum Schmelzen bringt, was bei Anwendung entapreohend keiBer Asche leicht möglich ist, in gleicher Weise als Bindemittel dienen können, wie dies bei Anwendung von wässrigen Bindemittellösungen .der Schmelzendem Schwefel der Fall ist.
  • Beispiel 1 88 Gewichteteile einer 9,4 ffi P205 una 28,5 % K2O enthaltenden, noch 105°C heißen Müllasche werden mit 12 Gewichtsteilen einer 50 %igen, wässerigen Suspensien naßvermahlenen Schwefelß i@@ig vermischt und danach unter Zugabe von 12 % einer Wassergalslösung von 80BQ granuliert.
  • Es entst#eht auf diese Weise ein I)üngemittelgranulat, aus dem man die Feuchtigkeit heraustrocknet, wobei man als Energiequelle für die Trooknung die beim Verbrennen entstehende Abwärme verwendet. Nach dem Trocknen hatte das Granulat 8,2 % P205, 25 % K2O und 6 % Schwefel. Nach dem Einbringen dieses Granulats in den Boden zerfällt es schnell und die Bodenbakterien oxydieren den Schwefel, wobei das feinpulvrige Phosphat autgeschloäsen wird. Man kann bereits nach einiger Zeit, gegenüber "ungedüngt," eine gute Düngewirkung feststellen, die auf das unter Bakterieneinfluß pflanzenlöslich gewordene P205 und das K20 zurückzufähren ist.
  • Beispiel 2 Stichfester Troekenbeetschlamm wird in einem Wirbelechiehtofen verasoht und man erhält eine 15,8 % P2O5 und 5,8 % K2O enthaltende, nach einiger Lagerzeit noch 165°C heiße Asche, die in einem Tellergranulator mit 11,5 Gew.-% feinverteiltem Schwefel zusammengebracht werden, wobeit der Schwefel schmilzt und sich gleichzeitig die dabei bildenden Tröpfchen mit den Ascheteilchen verbinden. Nach dem Erkalten entstehen Feingra#n@lien, die im Boden unter Bakterieneinfluß @llmähli@h das enthsltene Phosphat aufschließen, sodaß dieses citronensäurelöslich wird. Die Düngewirkung gegnüber dem nach Beispiel 1) hergestellten Granulat ist allerdings verzögert.
  • Beispiel 3 In einem Etagenröstofen wird ein aus mechanisch vorentwässertem Klärschlamm und den was Müll duroh eine Recyclinganlage abgetrennten rgansichen Bestandteilen bestehenedes Gemisch verbrannt.
  • 75 Gew.-Teile der daraus resultierenden, 11,9 % P2O5 und 16,2 % K2O enthaltenden, noch etwa 120°C heißen Asche werden mit 15 Gew.-Teilen eines auf 90 % Durchgang durch ein Sieb mit 1600 Macshen/cm2 vermahlenen Marokkophosphates (34 % P205) und 10 Gew#.-Teilen feinpulvrigem Schwefel sowie 10 Gew.-Teilen Ammonnitrat (35 % N) innig vermischt und das erhaltene Gemisch bei ca 165°C, der Schmelztemperatur des Ammonnitrats, granuliert0 Man erhält nach erfolgtem Abkühlen harte und abriebfeste Düngemittelgranalien mit 3,5 % N, 14 ffi P205 und 10 % K20.

Claims (5)

  1. Ansprüche : 1)Verfanren zur Herstellung eines Düngemittels aus veraschten Abfall produkten, dadurch gekennzeichnet, daß feinvermanlene, noch heiße Asche mit vorzugsweise naßvermahlenem Schwefel vermischt wird wobei auf 1 Teil P205 bevorzugt 0,714 Teile Schwefel zur Anwendung gelangen und das in der Asche enthaltene K2O mitverwandt wird.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Gemisch enthaltene Schwefel durch die in der mitverwandten heißen Asche vorliegenden Temperaturen geschm@l#zen und in diesem Zustand gemeinsam mit der Asche granuliert und das erhaltene Granulat gekühlt wird.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1) und 2), dadurch gekennzeichnet, daß die zur Anwendung gelangende Asche unter die Schmelntemperatur des Schwefels abgekühlt und das Gemisch dann mit wässerigen Bindemittellösungen oder unter Mitverwendung von bei erhöhter Temperatur schmelzenden Stickstoffsalzen granuliert unf das erhaltene Granulat getrocknet undioder gekühlt wird.
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 1) bis 3)> dadurch gekennzeichnett daß dem Asche-Schwefel-Gemisch zur Einstellung des P205-izvo K2O-Gehaltes noch etwas Rohphosphatmehl und/oder Kalisalze und, zur Herstellung eines NPK-Düngemittels, noch Stickstoffsalze zugegeben werden.
  5. 5) Verfahren nach Anspruch 1) bis 4), dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphate in den erhaltenen Granalien im Boden unter @ Bakterieneinfluß oxydiert und pflanzenlöslich gemacht werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990003350A1 (en) 1988-09-30 1990-04-05 F.P.S. Italiana - Finances Products Services S.R.L. Sulfur-based chemical soil-corrective in the form of pellets for agricultural use
EP1134206B1 (de) * 2000-03-16 2013-05-15 GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH Verwendung von Klärschlammverbrennungsaschen als Phosphatdünger
US8814976B2 (en) 2009-04-16 2014-08-26 Sulvaris Inc. Dispersible sulphur fertilizer pellets

Cited By (4)

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AU627509B2 (en) * 1988-09-30 1992-08-27 F.P.S. Italiana - Finances Products Services S.R.L. Sulfur-based chemical soil-corrective in the form of pellets for agricultural use
EP1134206B1 (de) * 2000-03-16 2013-05-15 GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH Verwendung von Klärschlammverbrennungsaschen als Phosphatdünger
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