DE2659275C3 - Behälter für Flüssigkeiten mit einem einstechbaren Ausgießer - Google Patents
Behälter für Flüssigkeiten mit einem einstechbaren AusgießerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter zum Verpacken von Flüssigkeiten, bestehend aus einem innen und außen
mit mindestens je einer elastischen Kunststoffschicht, insbesondere aus Polyäthylen, kaschierten Karton, in
den an einer dafür vorgesehenen Stelle ein Ausgießer einstechbar ist
Bei einem bekannten Behälter dieser Art ist die Stelle, wo der Ausgießer einzustechen ist, markiert. Der
Ausgießer weist entweder e-i.ie Spitze oder eine
Schneide an einem sich kunisch erweiternden Teil auf.
Mittels der Spitze bzw. der Sehn, ide wird der mit den
Kunststoffschichten beschichtete Karton perforiert. Beim weiteren Einstecken wird das so hergestellte Loch
durch den sich konisch erweiternden Teil des Ausgie-Ders aufgeweitet. Dabei reißt das Kartonmaterial an
mehreren Stellen strahlenförmig ein. Ein derart in den Behälter eingestochener Ausgießer wird einerseits nicht
sicher gehalten und andererseits ist nicht gewährleistet, daß der Lochrand sich dicht an den Ausgießer anlegt.
Ferner wird mit dem Einstechen und Aufreißen der Kunststoffschichten das Kartonmaterial freigelegt, so
daß Flüssigkeit in das Kartonmaterial eindringen kann, was besonders bei portionsweiser Entnahme unerwünscht
ist, da die eindringende Flüssigkeit das Kartonmateria! vom Rand aus aufweicht, die Packung
unansehnlich macht und die Dichtigkeit am Ausgießer weiter reduziert. Endlich ist ein Kontakt zwischen dem
Giftstoffe enthaltenden Karton und der Flüssigkeit unerwünscht.
Ferner ist es bekannt, bei einem Behälter zum Verpacken von Flüssigkeiten in dem aus Kartonmateria!,
bestehenden Deckel ein Loch einzustanzen, dieses innenseitig mit einer Dichtungsfolie und außenseitig mit
einer Öffnungsklappe abzudecken. Das Öffnen des Behälters erfolgt durch Hochklappen der Abdeckklappe
und anschließendem Durchstechen der Dichtungsfolie. Hei diesem Behälter ist nicht vorgesehen, in der
öffnung einen Ausgießer anzubringen. Ferner ist der Rand des Stanzschnittes nicht gegen Kontakt mit der
Flüssigkeit geschützt, nachdem die Dichtungsfolic durchstochen ist.(DE-AS 10 36 156).
Bei einem ähnlichen bekannten Behälter ist die Perforation im Karton beidseitig durch eine aufkaschierte
Kunststoffolie ggfs. in Verbindung mit einer auf dem Karton innenseitig mittels einer der Außensthieht
entsprechenden Kunststoffzwischenschicht aufkaschierten, die Perforation ebenfalls überdeckenden
Dichtungsfolie abgedeckt Auch dieser Behälter ist nicht dazu bestimmt, daß in die Perforation ein Ausgießer
eingesteckt wird. Die Perforation dient lediglich dazu, das Durchstechen mittels eines Trinkstrohhalms zu
erleichtern. Die geschilderten Schwierigkeiten bei einem Behälter, in dem ein Ausgießer anzub» ingen ist,
treten also hier nicht auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Behälter der eingangs genannten Art so zu
verbessern, daß er sich an der Einstechstelle flüssigkeitsdicht an den einzustechenden Ausgießer anlegt und bei
dem die Flüssigkeit im Bereich der Einstechstelle nicht in Kontakt mit dem Kartonmaterial kommen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Einstechstelle ein von den Kunststoffschichten
vollständig überdecktes Loch vorgesehen ist dessen Durchmesser nur geringfügig kleiner als der Außendurchmesser
des Ausgießers ist, und daß die beiden Außenschichten ggfs. in Verbindung mit einer auf den
Karton innenseitig mittels einer der Außenschicht entsprechenden Kunststoffzwischenschicht, insbesondere
aus Polyäthylen, aufkaschierten, das Loch ebenfalls überdeckenden Dichtungsfolie innerhalb des Loches
unter Abdeckung As Lochrandes miteinander verbunden sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Behälter schließen entweder die beiden Außenschichten unmittelbar oder
die außenseitige Kunststoffschicht und die Kunststoffzwischenschicht den Lochrand derart ab, daß auch nach
Einstechen des Ausgießers der Lochrand von diesen Schichten verschlossen gehalten wird. Da der Lochdurchmesser
nur geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des Ausgießers ist, ist gewährleistet, daß
die Kunststoffschichten nicht bis an den Lochrand aufreißen und damit das Kartonmaterial freilegen,
sondern sich im Bereich des Lochendes lediglich unter Aufrechterhaltung des dichten Abschlusses des Lochrandes
dehnen. Auch das Kartonmaterial wird allenfalls unter leichtem Einreißen am Lochrand hauptsächlich
gedehnt. Das bedeutet, daß einerseits keine Flüssigkeit in das Kartonmaterial eindringen kann und daß
andererseits sich der unter Spannung der elastischen Kunststoffschicht stehende Rand des Einstechloches
flüssigkeitsdicht an den Ausgießer anlegt und ihn festklemmt. Da keine Flüssigkeit in das Kartonmaterial
eindringen kann, wird ein Erweichen des Kartonmaterials verhindert, so daß dieser Zustand auch auf Dauer
erhalten bleibt. Da der Ausgießer nur die Kunststoffschichten und ggfs. die Dichtungsfolie zu durchstechen
braucht, benötigt er weder eine Spitze noch eine Schneide.
Die Dichtungsfolie kann aus Kunststoff, wie z. B. Polyolefin, Polyvinylchlorid, Polyamid oder Polyester,
oder aus Aluminium bestehen. Mittels Kunststoffolien aus Polyvinylchlorid, Polyamid oder Polyester wird der
Behälter nicht nur flüssigkeitsdicht, sondern auch gasdicht im Bereich des Loches verschlossen. Mittels
aus Aluminium bestehender Folie wird der Behälter zusätzlich auch lichtdicht im Bereich des Loches
verschlossen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. I einen Behälter aus Karton mit eingestecktem
Ausgießer in isometrischer Darstellung,
F ί g. 2 den Behälter gemäß F i g. 1 im Bereich des
Loches im Querschnitt vor Einstecken des AusgieDers und
Fig.3 den Behälter gemäß Fig. 1 im Bereich des
Loches im Querschnitt mit eingestecktem Ausgießer im "> Querschnitt
Der Behälter besteht im wesentlichen aus Karton I1
der innenseitig eine Alufoüe 2 aufweist, die mit Hilfe einer Zwischenschicht 2a aus Polyäthylen aufkaschiert
ist. Beide Seiten des mit Alufolie 2 kaschierten Kartons 1 κι
sind mit einer elastischen Kunststoffaußenschicht 3, 4, ebenfalls aus Polyäthylen, beschichtet Im Deckelbereich
ist im Karton ein rundes Stanzloch 5 vorgesehen, das von der Alufolie 2, der Zwischenschicht 2a und der
beidseitigen Außenschicht 3,4 verschlossen ist. '
>
Dieser nur aus der Alufolie 2 und den drei Kunststoffschichten 2a, 3 und 4 bestehende Verschluß
läßt sieh mit einem eine Schneide 6 aufweisenden Ausgießer 7 leicht durchstechen. Da der Außendurchmesser
des Ausgießers 7 (z. B. 10 mm) etwas größer als
der Durchmesser des Standloches (z. B. 8 mm) ist, wird
beim Einstecken des Ausgießers 7 in das Svanzioch 5 dieses am R jndbereich aufgeweitet, wobei der Karton
leicht einre Ben kann, die den Rand abdeckenden AuQenscnichten 3, 4 und die Zwischenschicht 2a aber
den Rand verschlossen halten. In Fig.3 ist dargestellt,
wie der Randbereich sich zum Behälterinnern umbördelt und sich an den Ausgießer 7 anschmiegt. Da die
Kunststoffschichten 2a, 3,4 elastisch sind, schmiegt sich der Randbeieich unter Spannung an den Ausgießer 7 an.
Es ist iilso gewährleistet daß zwischen dem
Randbereich des Stanzloches und dem Ausgießer 7 keine Flüssigkeit nach außen treten kann (Tropffreiheit)
und daß die Flüssigkeit nicht mit dem Karton in Berührung kommen kann. Damit ist ein hygienisches
Ausgießen auch bei Teilentnahme gesichert
Besitzt der Behälter ein weiteres Loch der beschriebenen Art, so kann dieses mit dem gleichen Ausgießer
leicht geöffnet werden und als Belüftungsloch dienen. Zweckmäßig wird dieses zweite Loch an einer der
Ausgießerstelle gegenüberliegenden Seite angeordnet. Vor allem bei Entnahme großer Mr-:;gen wird dadurch
das freie Ausfließen des Inhalts erleichtert
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Behälter zum Verpacken von Flüssigkeiten, bestehend aus einem innen und außen mit mindestens je einer elastischen Kunststoffschicht, insbesondere aus Polyäthylen, kaschierten Karton, in dem an einer dafür vorgesehenen Stelle ein Ausgießer einstechbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einstichstelle ein von den Kunststoffsehichten (3, 4) vollständig überdecktes Loch (5) vorgesehen ist, dessen Durchmesser nur geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des Ausgießers (7) ist, und daß die beiden Außenschichten (3,4) ggfs. in Verbindung mit einer auf den Karton (1) innenseitig mittels einer der Außenschicht (3) entsprechenden Kunststoffzwischenschicht (2a), insbesondere aus Polyäthylen, aufkaschierten, das Loch (5) ebenfalls überdeckenden Dichtungsfolie (2) innerhalb des Loches (5) unter Abdeckung des Lochrandes miteinander verbunden sind.
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Cited By (1)
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1976
- 1976-12-29 DE DE19762659275 patent/DE2659275C3/de not_active Expired
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