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DE2656109A1 - Bipolare elektrode fuer filterpressen-elektrolysezellen und verfahren zu deren herstellung - Google Patents

Bipolare elektrode fuer filterpressen-elektrolysezellen und verfahren zu deren herstellung

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Publication number
DE2656109A1
DE2656109A1 DE19762656109 DE2656109A DE2656109A1 DE 2656109 A1 DE2656109 A1 DE 2656109A1 DE 19762656109 DE19762656109 DE 19762656109 DE 2656109 A DE2656109 A DE 2656109A DE 2656109 A1 DE2656109 A1 DE 2656109A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anode
back plate
cathode
conductor strips
titanium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762656109
Other languages
English (en)
Inventor
Edward Joseph Peters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diamond Shamrock Corp
Original Assignee
Diamond Shamrock Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Diamond Shamrock Corp filed Critical Diamond Shamrock Corp
Publication of DE2656109A1 publication Critical patent/DE2656109A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B11/00Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • C25B11/02Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by shape or form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • B e s c h r e i b u n g
  • "Bipolare Elektrode für Filterpressen-Elektrolysezellen und Verfahren zu deren Herstellung" Die Erfindung betrifft bipolare Elektroden fürPilterpressen-Elektrolysezellen mit ihren elektrisch und mechanisch verbundenen Rückenplatten; die Herstellung dieser bipolaren Elektroden erfolgt nach dem Sprengplattierungsverfahren, wobei die Anode aus Titan, die Anodenrückenplatte ebenfalls aus Titan, die itbstandhalter aus Kupfer, die Kathode aus Stahl, die Kathodenrückenpiatte ebenfalls aus Stahl bestehen.
  • In einer slilterpressen-Elektrolysezelle werden erfindungsgemäße bipolare Elektroden zwischen Diaphragmen oder Membranen angeordnet und in solchen Zellen die elektrochemische Bildung von Alkalihydroxiden und Halogenen angestrebt (Chloralkalielektrolyse) Die erfindungsgemäßen bipolaren Elektroden haben genügend freien Rawi, um die Wasserstoffentwicklung nicht zu beeinträchtigen und eine Versprödung der aus Titan bestehenden Anodenrückenplatte unter der Wasserstoffeinwirkung zu vermeiden.
  • Die Chloralkalielektrclyse erfolgt in großem Umfang mit sog. Diaphragmazellen. In diesen Zellen sind eine Vielzahl von Elektroden in Form einer Vielzahl von Reihen von abwechselnd in Abstand angeordneten Anoden und Kathoden vorgesehen. Diese Elektroden sind im allgemeinen durchbrochen und bestehen aus einem Netz oder Sieb, so daß an der Kathode ein hydraulisch durchlässiges Diaphragma gebildet werden kann. Diese Eammerzellen ermöglichen eine Flüssigkeitsströmung. Kontinuierlich wird Salzlösung in die Anodenkammer eingespeist, diese durchdringt das an der Kathode aufliegende Diaphragma. Um eine Rückdiffusion oder Wanderung durch das hydraulisch permeable Diaphragma minimal zu halten, wird die Strömungsgeschwindigkeit über der Umwandlungsgeschwindigkeit gehalten, so daß im Katholyt nichteumgesetztes Alkalichlorid vorhanden ist. Dieser Katholyt enthält Natriumhydroxid, nicht-umgesetztes Natriumchlorid und verschiedene andere Verunreinigungen, er muß konzentriert und gereinigt werden, um ein handelsfähiges Natriumhydroxid zu erhalten; Natriumchloridlösung wird wieder verwendet. Dies ist ein wesentlicher Nachteil, weil beträchtliche Kosten für Konzentration und Reinigung anzusetzen sind.
  • Mit fortschreitender Entwicklung, wie mit dem Aufkommen dimensionsstabiler Anoden, die eine Verringerung.des Elektrodenabstandes gestatten und dem Aufkommen von hydraulisch undurchlässigen Membranen, wurden andere Zellenkonstruktionen in Erwägung gezogen. Die Geometrie von Diaphragmazellen läßt die Anordnung von ebenen Membranen zwischen den Elektroden als unzweckmäßig erscheinen.
  • Filterpressenelektrolysezellen mit ebenen Elektroden wurden als mögliche Zellen vorgeschlagen.
  • Eine Bilterpressenelektrolysezelle ist eine Zelle, bestehend aus mehreren Einheiten in Serie, wie eine Filterpresse, in der åede Elektrode mit Ausnahme der Endelektroden an einer Seite als Anode und an der anderen Seite als Kathode wirkt und der Zwischenraum zwischen diesen bipolaren Elektroden in eine Anodenkammer und eine Kathodenkammer durch eine Membran getrennt wird. In die Anodenkammer wird Alkalihalogenidlösung eingeleitet, an der Anode Halogen entwickelt. Die Alkaliionen werden selektiv durch die Membran in die Kathodenkammer transportiert und vereinigen sich dort mit den an der Kathode durch Wasserelektrolyse gebildeten Hydroxylionen zu Alkalihydroxid. In diesen Zellen ist das erhaltene Alkalihydroxid genügend rein für ein Handelsprodukt, so daß keine aufwendigen Aufarbeitungsstufen einschließlich einer Salzrückgewinnung erforderlich sind.
  • Zellen, deren bipolare Elektroden mit den Diaphragmen oder Membranen sandwichartig wie in einer Filterpresse angeordnet sind, können in Serie.geschaltet sein, wobei die Anode einer Zelle verbunden ist mit der Kathode der Nachbarzelle durch ein gemeinsames BauteiL Diese Anordnung bezeichnet man im allgemeinen als bipolare Konfiguration.
  • Eine bipolare Elektrode ist eine Elektrode ohne direkter metallischer Verbindung mit der Stromquelle, deren eine Fläche als Anode und die andere Fläche als. Kathode wirkt, während der elektrische Strom durch die Zelle fließt.
  • Während die bipolare Konfiguration zu einer sehr wirtschaftlichen elektrischen Verbindung der Elektrodenserie führt, kommt es jedoch zu schweren Korrosionsproblemen mit Bauteilen, die mit dem Anolyt in Berührung stehen. Der Anolyt enthält normalerweise korrosive Konzentrationen an freiem Halogenid; Metallwerkstoffe, wie Eisen, sind für die Aufnahme derartiger Lösungen ungeeignet.
  • Es wurde zur Überwindung dieser Probleme bereits vorgeschlagen, Ventilmetalle oder deren Legierungen für die Aufnahme des Anolyten heranzuziehen, entweder durch Herstellung der gesamten Elektrode aus einem solchen korrosionsbeständigen Werkstoff oder indem eine Schicht eines Ventilmetalls auf einen Grundkörper innerhalb der Anodenkammer gebunden ist. Die Anwendung großer Mengen kostspieliger Ventilmetalle in großtechnischen Zellenkonstruktionen ließ jedoch eine solche Lösung wirtschaftlich uninteressant erscheinen. Die überzogenen Grundmetalle unterliegen andererseits auch einer Zerstörung durch Abschälen der Schutzschicht, so daß sie auch nicht entsprechen. Es wurde festgestellt, daß die Anwendung eines freien Raums zwischen den Rückenplatten als Isolator gegen eine Wasserstoffversprödung zu wirken vermag, da sich die Wasserstoffionen zu dem nicht-aggressiven molekularen Wasserstoff vereinigen, welcher leichter abgeführt werden kann als dieIs8nrch den freien Raum gelangen. Durch diese,Maßnahme kann das Versprödungsproblem gelöst werden, å jedoch verbleibt das Problem einer entsprechenden Verbindung der Rückenplatten.
  • Widerstandsschweißen würde entsprechen, jedoch sind die Verfahren zum VerschweiBen unterschiedlicher Metallwerkstoffe, wie Stahl, Kupfer und Titan1 nicht zufriedenstellend.
  • Die elektrische und mechanische Verbindung dieser bipolaren Elektroden wurde erreicht durch ein Verschraubungssystem, wobei die Elektrode verschraubt ist durch eine Mulde, welche einen Abstand ergibt, daß ein Abstandhalter aufgenommen werden kann1 und durch eine zweite Mulde mit der anderen Elektrode. Eine andere Methodebesteht in der Anwendung einer äußeren Schiene außerhalb der Elektrolysezelle. Die elektrischen Verbindungen durch innere Verschraubung sind nicht wünschenswert, weil umfangreiche Abdichtungen erforderlich sind, um ein Eindringen von Elektrolyt in die Eathodenkawner,der dort schwere Korrosion hervorrufen kann, zu vermeiden. Dies erhöht die Zellenkosten und macht eine aufwendige Wartung erforderlich.
  • Äußere elektrische Verbindungen sind auch nicht wünschenswert wegen der höheren Energieverluste infolge zusätzlicher konstruktionsbedingter Spannungsabfälle.
  • Es bestand also ein grober Bedarf nach &iem Verfahren zur Verbindung bipolarer Elektrodenrückenplatten im Abstand voneinander bei wirtschaftlich tragbaren Kosten.
  • Die Erfindung betrifft nun bipolare Elektroden für Filterpres sen-Elektrolys ez ellen mit vereinfachter Verbindung der zwei Platten1 so daß die bipolaren Elektroden einer großtechnischen Produktionselektrolyse zu widerstehen vermögen und die Herstellungskosten wesentlich gesenkt sind gegenüber den bisherigen Lösungsvorschlägen. Die erfindungsgiemäßen bipolaren Elektroden mit ihren neuen Verbindungen zeigen gute Stromausbeute.
  • Es wurde festgestellt, daß die Anoden- und Eathodenrückenplatten einer bipolaren Elektrode für Filterpressen-Elektrolysezellen mechanisch und elektrisch verbunden werden können, indem eine Heihe von Streifen eines metallischen elektrischen Leiters im Abstand voneinander in einem Abstand von zumindest 25,4/um von einer der und Rückenplatten parallel dazu angeordnet werden, woraufhin auf die äußere Fläche von einer der Metallschichten eine Lage eines Sprengmittels mit einer Detonationsgeschwindigkeit von wenigertals 120 % der Schallgeschwindigkeit von dem Metall mit der höchsten Schallgeschwindigkeit im System aufgelegt wird, das Sprengmittel so gezündet wird, daß die Detonation parallel zu den Streifen fortschreitet und damit der Kollisionsdruck der Streifen auf der Rückenplatte größer ist als die Elastizitätsgrenze des Metalls mit der niedersten Elastizitätsgrenze, woraufhin die andere Rückenplatte mit einer Reihe von Streifen eines metallischen elektrischen Leiters versehen wird.
  • Die Erfindung wird anhand der Figuren weiter erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine perspek-tivische Ansicht der Anoden-und Kathodenrückenplatten einer bipolaren Elektrode mit der mechanischen und elektrischen Verbindung, erhalten durch Sprengplattieren von Metallstreifen dazwischen.nach der Erfindung; Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsf-orm einer bipolaren Elektrode nach der Erfindung; Fig. 5 zeigt einen seitlichen Querschnitt der bipolaren Elektrode nach 3-3 der Fig. 2.
  • Die erfindungsgemäße bipolare Elektrode 10 weist eine durchbrochene Anode 12 in Form eines Hetallnetzes auf.
  • Die Anoden 12 können aus üblichen elektrisch leitenden und elektrolytisch aktiven gegenüber dem Elektrolyt beständigen Stoffen bestehen, vorzugsweise einem Ventilmetall, wie Titan, Tantal oder deren Begierungen, auf deren eine Fläche sich ein Edelmetall oder Edelmetalloxid (allein oder zusammen mit einem Ventilmetalloxid) befindet oder ein anderer elektrokatalytischer korrosionsbeständiger Werkstoff. Bevorzugt werden dimensionsstabile Anoden, die weitgehend angewandt werden. Durchbrochene Anoden werden im allgemeinen vorgezogen wegen ihrer größeren elektrolytisch aktiven Oberfläche, die die elektrochemische Reaktion und die Strömung innerhalb der Kammern der Elektrolysezelle erleichtert. Auch die Kathode 14 besteht aus einem üblicherweise angewandten elektrisch leitenden korrosionsbeständigen Werkstoff, wie Eisen, Weichstahl, korrosionsbeständiger Stahl oder Nickel. Den Elektrodenplatten sind die Anodenrückenplatte 16 und die Kathodenrückenplatte 18 zugeordnet, die jeweils als Abstützung oder Träger für die Anode bzw. Kathode wirksam sind. Im allgemeinen besteht die Anodenrückenplatte aus dem gleichen Werkstoff wie die Anode, so daß übliches Widerstandsschweißen für die Verbindung von Anode und Anodenrückenplatte angewandt werden kann. Ebenso sollte für eine leichte Verbindung der Werkstoff der Kathode und der Kathodenrückenplatte gleich sein. Die bipolare Elektrode nach der Fig. 1 wird zum Einbau in eine Filterpressen-Elektrolysezelle entweder mit einem Rahmen um die Außenkanten versehen oder die Rückenplatten 16, 18 werden vertieft ausgeführt, so daß Flanschen so eingespannt werden können' daß ein flüssigkeitsdichter Eingriff zwischen den Reihen der bipolaren Elektroden erreicht werden kann. Zur Vereinfachung der Darstellung sind diese Tragvorrichtungen oder Rahmen nicht gezeigt.
  • Die Verbindung der Elektroden mit ihren zugeordneten Rückenplatten erfolgt über Abstandhalter oder Stromverteiler 20, die zweckmäßigerweise aus dem Werkstoff der jeweiligen Anode und Rückenplatten bestehen. Dies erleichtert ein übliches Schweißen zur Verbindung der Elektroden mit ihren Rückenplatten.
  • Es ist wünschenswert, ein Ventilmetall für die Anode und die Anodenrückenplatte zu verwenden, da in dieser Kammer der Anolyt vorhanden ist, der normalerweise eine.hochkorrosive Konzentration von freiem Halogenid besitzt, Die Anodenrückenplatte hat im allgemeinen eine Stärke von 1 bis 2 mm im Falle von Titan. Für die Kathode und die Kathodenrückenplatte benötigt man nicht ein kostspieliges Ventilmetall, da der Katholyt nahezu nicht korrosiv ist. Es eignet sich im allgemeinen dafür Stahl. Die Kathodenrückenplatte hat üblicherweise eine Stärke von 2 bis 12,7 mm, vorzugsweise etwa 6,35 mmlim Falle von Stahl. Da angenommen werden kann, daß die an der Kathode gebildeten Wasserstoffionen zu der Anodenrückenplatte wandern und die bisherigen Anodenkonstruktionen einer Wasserstoffversprödung unterlagen, so erscheint es notwendig, eine Barriere für diese Ionen zwischen der Anodenrückenplatte und der Kathodenrückenplatte vorzusehen. Jedes isolierende Material, welches die Wanderung von atomarem Wasserstoff unterbindet, ist geeignet. Es wurde festgestellt, daß Luft ein außerordentlich billiges Trennmaterial ist, da sich darin atomarer Wasserstoff zu molekularem Wasserstoff verbindet, der leicht abgeführt wird, bevor der atomare Wasserstoff die Anodenrückenplatte erreicht. Kupfer ist auch ein gutes Trennmaterial für eine Strömung atomaren Wasserstoffs, jedoch relativ kostspielig, wenn man eine Kupferplatte zwischen den Rückenplatten vorsieht. Kupfer leitet zwar hervorragend, so daß man für dise Art isolierende Trennschicht mit geringen Aufwand eine Reihe von im Abstand angeordneten Metalleiter 22, wie Kupferstreifen, zwischen den Rückenplatten vorsehen kann, wodurch die elektrische Verbindung gegeben ist und eine isolierende Zone zwischen den Rückenplatten entsteht, die eine Wasserstoffversprödung der Anodenrückenplatte verhindert. Diese Leiter 22 können aus einem beliebigen Werkstoff entsprechender Leitfähigkeit bestehen, während für eine Trennung gegen die Wasserstoffatom-Bewegung Kupfer im Hinblick auf Kosten und elektrische Leitfähigkeit bevorzugt wird.
  • Nach der Erfindung werden die Leiter 22 an die- Anodenrückenplatte und die Kathodenrückenplatte in einem oder zwei Verfahrensstufen mit Hilfe des Sprengplattierungsverfahrens gebunden. Nach diesem Verfahren werden zwei Metallplatten in einem geringen Abstand voneinander angelegt. Auf der äußeren Fläche der einen Platte wird eine Sprengmittelschicht vorgesehen, wobei die Detonationsgeschwindigkeit des Sprengmittels kleiner als 120 % der Schallgeschwindigkeit des Metalls im System ist, welches die höchste Schallgeschwindigkeit besitzt, woraufhin die Sprengmittelschicht gezündet wird. Im allgemeinen ist es wünschenswert, ein Sprengmittel zu verwenden, dessen Detonationsgeschwindigkeit nicht größer ist als die Schallgeschwindig-keit des Metalls mit der höchsten Schallgeschwindigkeit. Die Metallplatten müssen zumindest soweit voneinander entfernt sein, daß das durch das Sprengmittel in Bewegung gesetzte Material der einen Platte eine ausreichende Geschwindigkeit vor Erreichen der anderen Platte erhält. Im allgemeinen ist ein Abstand von zumindest 25,4/um zufriedenstellend. Der maximale Abstand hängt ab von der Verringerung der Geschwindigkeit der bewegten Schicht durch die Luft zwischen den beiden Platten. Durch Erhöhung der Sprengmittelladung oder Evakuieren des Raums zwischen den Platten führen auch größere Abstände als 25,4um zum Ziel. Im allgemeinen ist jedoch ein Abstand von mehr als 12,7 mm nicht zweckmäßig oder notwendig.
  • Ein Eupferblech(1,5875 mm)kann auf eine Weichstahlplatte (12,7 mm)wie folgt plattiert werden: Das Kupferblech wird auf einer Seite mit einer 25,4 mm Polystyrol-Schaumstoffschicht versehen, auf der sich eine Sprengmittelschicht mit einem Ladungsgewicht von 1,55 g/cm² befand(10g/sq.in) Bei dem Sprengmittel handelt es sich z.B. um eine gleichmäßige Platte eines flexiblen Sprengstoffs aus 20 % feinem Pentaerythrittetranitrat,70 % Bleimennige und einem Bindemittel in Form von 10 0,6 eines 1:1-Gemisches von Butylkautschuk und einem thermoplastischen Terpenharzgemisch von Polymeren des ß-Pinens (C10H16)n (US-PS 3 093 521). Eine solche Sprengmittelplatte hat eine Detonationsgeschwindigkeit von etwa 4 100 m/s. Die Kanten des Sandwich aus Kupferblech, Polystyrol und Sprengmittelplatte werden mit einem wasserdichten Klebstreifen abgedeckt und aufeine Weichstahlplatte aufgelegt, wobei der Abstand zwischen Stahl und Kupfer 0,35 mm betrag und durch eine Lage von gleichmäßigem Eisenpulver gebildet werden kann (Körnung des Eisenpulvers 0,149 bis 0,35 mm). Die Kanten dieser Anordnung werden mit einem Klebstreifen abgedichtet, ein elektrischer Zünder an einer Ecke der Sprengmittelschicht befestigt, das Ganze in Wasser eingetaucht und gezündet. Man erhält eine hervorragende Bindung des Kupfers auf Stahl.
  • Nun wird das Ganze sinngemäß zur Bindung von einem Titanblech ,27 mm)auf dem Kupferblech wiederholt. Der Abstand zwischen Kupfer und Titan soll 0,35 mm betragen und das Ladungsgewicht des Sprengmittels 1,55 g/cm2. Nach der Detonationstnd die Titan-und Kupferbleche gleichmäßig und fest gebunden. Auf diese Weise erhält man auch einen Verbundkörper, in dem die Rückenplatte 18 aus Weichstahl auf den Leitern 22 aus Kupfer und diese auf der Rückenplatte 16 aus Titan. befestigt ist.-Bei einem Einstufenverfahren werden die drei zu verbindenden Teile in den genannten Abständen unter Verwendung von Eisen-und Titanteilchen angeordnet; das Ladungsgewicht auf der Rückenplatte 16 ist in diesem Fall etwa 2,33 g/cm2, auch auf diese Weise erreicht man eine einwandfreie Bindung.
  • Zu Sprengplattierung siehe auch US-PS 3 137 93?.
  • Auf diese Weise werden nur etwa 10 ', der Fläche der Anodenrückenplatte bzw. der Kathodenrückenplatte benötigt für die Bindung der Leiter 22, die einen hervorragenden Stromanschluß gewährleisten. Die Luft zwischen den Kupferstreifen schirmt das Titan ab von dem Wasserstoff.
  • Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen bipolaren Elektroden ist in der Fig. 2 gezeigt, wobei die Kathodenrückenplatte 18 eine Kautschukschicht 24 trägt und im mittleren Teil dieser Kautschukschicht sich eine Anodenanschlußplatte 26 befindet, zwischen denen sich ein Übergangselement 28 aus Kupfer befindet. Die Anodenanschlußplatte 26 ist sprengplattiert auf das Kupferübergangselement 28 an die Rückenplatte 18 für eine Anschlußfläche zur Anode. Wie sich aus Fig. 2 ergibt, kann man eine kleinere Anschlußplatte 26 aus Titan anwenden, wodurch Kosten für Werkstoffe gespart werden. Der Korrosionsschutz wird erreicht durch die Kautschukverkleidung oder ein anderes nicht-metallisches Überzugsmaterial auf der Kathodenrückenplatte in der Art, wie dies in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Die Kautschukschicht 24 wird auf die Rückenplatte 18 so aufgebracht, d dazwischen Gasleitungen 30 vorgesehen werden, über die gasförmige Stoffe, wie Wasserstoff, von der Kathodenrückenplatte abgeleitet werden können. Bei dieser Ausführungsform schützen die Kupferübergangselemente 28 das Titan vor einer Wasserstoffversprödung.
  • PATENTANSPRÜCHE: L e e r s e i t e

Claims (3)

  1. ANSRPtfCH Bipolare Elektrode für Filterpressen-Elektrolysezellen aus coplanarer und im Abstand angeordneter Anode, Anodenrückenplatte, Kathode und Kathodenrückenplatte, g e -k e n n z e i c h n e t durch zwischen den beiden Rückenplatten im Abstand voneinander angeordnete und daran befestigte Leiterstreifen0
  2. 2. Bipolare Elektrode nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Anode und Anodenrückenplatte aus Titan, die Kathode und Kathodenrückenplatte aus Stahl und die Leiterstreifen aus Kupfer bestehen0
  3. 3. Verfahren zur Herstellung der Elektroden nach Anspruch 1 und 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t ,daß man die Leiterstreifen an die Ruckenplatten durch Sprengplattieren bindet, wobei man zwischen den Leiterstreifen und den Platten einen Abstand von zumindest 25,4 /um vorsieht, ein Sprengmittel mit einer Detonationsgeschwindigkeit von weniger als 120 % der Schallgeschwindigkeit des Metalls mit der höchsten Schallgeschwindigkeit anwendet und dieses so zündet, daß die Detonation parallel zu den Leiterstreifen fortschreitet und der Kollisionsdruck der Streifen auf der Platte größer ist als die Elastizitätsgrenze des Metalls mit der niedersten Elastizitätsgrenze.
DE19762656109 1975-12-15 1976-12-10 Bipolare elektrode fuer filterpressen-elektrolysezellen und verfahren zu deren herstellung Withdrawn DE2656109A1 (de)

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