DE2646498C2 - Elektronenstrahlauffänger, insb. für Laufzeitröhren, und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Elektronenstrahlauffänger, insb. für Laufzeitröhren, und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Elektronenstrahlauffänger gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein
Verfahren zu seiner Herstellung. Kollektoren dieser γ, Bauweise sind bereits in einer Vielzahl von Ausführungen
bekannt; vergl. hierzu beispielsweise die US-PS 71 739 oder die US-PS 36 66 980.
In vielen Fällen, beispielsweise bei Wanderfeldröhren mit einem gegenüber dem L eitungspotential abgesenk- mj
ten Anfängerpotential (»depressed collector«), muß der Auffänger zwei an sich widersprüchliche Forderungen
erfüllen: Das die Elektronen aufnehmende Kollektorteil soll die Verlustwärme rasch nach außen abgeben
können, zugleich aber auch elektrisch sicher gegen die „-, Umgebung isoliert sein.
Verlötet man, wie in den zitierten Patentschriften vorgesehen, eine Keramikhülse mit einem Kupferkern,
so besteht wegen des unterschiedlichen Wärmeausdehnungsverhaltens der beiden Lötpartner die Gefahr, daß
im Laufe des Betriebs die Lötverbindung aufreißt und sich dadurch das anfänglich an sich gute Isolations- und
Wärmeleitvermögen in unvorhersehbarer Weise verschlechtert Deshalb wird in der genannten US-PS
36 66 980 auch schon angeregt, in den Hohlkörper Längsschnitte einzubringen, die an der Körperachse
vorbeiweisen und den Hohlkörper kompressibel machen. Eine solche Verrippung führt aber, wenn man d^n
Fertigungsaufwand in Grenzen halten will, noch immer nicht zu wirklich zuverlässigen Übergängen.
Aus diesem Grund ist man in jüngerer Zeit mehr und mehr dazu übergegangen, unter Verzicht auf spannungsbelastete
Metall-Keramik-Verbindungen die isolierhülse über federnde Bleche abzustützen (US-PS
37 17 787) oder in eine Struktur aus Keramikringen mit jeweils zwischengeordneten, abwechselnd am Höh körper
und am Außenkörper fixierten Blechfahnen umzugestalten (US-PS 38 24 425) oder gar in einzelne
Distanzierelemente aufzulösen, die zwischen die üblicherweise aus duktilem Kupfer bestehenden Körper
eingepreßt werden (US-PS 36 79 929). Bei all diesen Konzepten wird die erforderliche Kurzschlußsicherheit
mit einem Verlust an mechanischer Stabilität, teilweise auch mit einem relativ komplizierten Aufbau und stets
mit einer verringerten Wärmeleitfähigkeit erkauft.
Zur Schaffung eines innenisolierten Kollektors mit hoher Überschlagsfestigkeit und guter Wärmeabfuhr,
der einfach hergestellt werden kann und einen mechanisch robusten Aufbau hat, wird erfindungsgem.tß
vorgeschlagen, daß der Kollektor der eingangs genannten Art gemäß dem kennzeichnenden Tei1 des
Anspruchs 1 ausgebildet ist. Für den Fall, daß auch der Außenkörper massiv ist und aus einem gut wärmeleitfähigen
Metall besteht (Konduktionskühlung), sollte in Weiterbildung der Erfindung auch dieser Körper
genauso wie der Kern mit der Isolierhülse vei gössen
sein und eine entsprechende Zwischenlage enthalten. Die hitzebedingten Spannungen sind besonders gering,
wenn man den K.upferkörper mit einer Molybdänzwischenlage versieht und die Isolierhülse aus Keramik
fertigt.
Die vorgeschlagene Verbundbauweise zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
Aufgrund des innigen, von keinerlei Ablösungserscheinungen beeinträchtigten Metall-Keramik-Kontaktes
ergeben sich ideale Wärmeübergänge zwischen den einzelnen Verbundpartnern. Da der Verguß außerdem
frei ist von Loten jeder Art, kann man den erfindungsgemäßen Auffänger hohen Ausheiz- und
Betriebstemperaturen aussetzen, ohne daß sich dabei das Vakuum etwa durch verdampfendes Lot oder durch
Leckbildungen infolge von Lotdiffusion abbaut. Hinzukommt, daß man praktisch keine vorgefertigten Teile
benötigt; die Isolierhülse kann ein Rohteil ohne jede Toleranzbedingung sein und als Gußmaterial kann
diverses Halbzeug verwendet werden. Eine solche Möglichkeit führt zu einer wesentlichen Herstellungserleichterung
und bedeutet eine beträchtliche Kostenersparnis.
Es ist aus der Literatur an sich schon seit läng», rem
bekannt, die thermische Ausdehnung von gut leitenden Kollekte rkörpem durch Spannringe mit kleinem Wärmeausdehnungskoeffizienten
zu begrenzen (US-PS 25 86 IOD) sowie den Raum zwischen zwei hülsenförmigen,
aus einer Einschmelzlegierung bestehenden Auffängerteilen durch geschmolzenes Kupferlot aufzufüllen
(DT-AS 10 98 620). Bei beiden vorbekannten Ausführungen
handelt es sich jedoch, abgesehen vo/' den Unterschieden rein konstruktiver Art, nich' um
ifmenisolierte Kollektoren.
Die Erfindung soll nun anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Figuren
der Zeichnung näher erläutert werden. In den Firn'en
sind einander entsprechende Teile mit glei;:.en Bezugszeichen versehen. Es zeigt
F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Auffänger mit Konduktionskühlung in einem Seitenschnitt und
Fig.2 einen erflndungsgemäßen Auffänger mit
Flüssigkeitskühlung in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1.
Der Auffänger der F i <;. 1 ist für eine Wanderfeldröhre
vorgesehen. Er enthält im Einzelnen einen massiven Hohlkörper (Kern 1) aus Kupfer, eine Hülse 2 aus
BeO-Keramik und einen ebenfalls massiven, aus Kupfer bestehenden Außenkörper (Außenmantel 3). Alle drei
Teile sind rotationssymmetrisch und liegen in koaxialer Lage ineinander. Im Inneren der beiden Meiallkörp ;r
befinden sich, ebenfalls konzentrisch zur Auffängerarhse,
Molybdänrohre 4,5 als Zwischenlagen.
Der Hohlkörper 1 enthält einen Hohlraum 6, in dem die Elektronen des verbrauchten ElektronenFirahls
gesammelt werden. Dieser Hohlraum ist über eiidi im
Hohlkörperboden eingebrachten Kanal 7 mit dem hinter dem Körperboden befindlichen Raum verbui den.
Der Außenmantel 3 trägt in Richtung der Auffängerlängsachse
an beiden Enden jeweils einen mehrteiligen Anschlußflansch 8, 9 (die Flansche bestehen im
vorliegenden Fall jeweils aus Vaconanpassungsringen 10, 11 und an die Vaconringe gesetzten, ebenfalls aus
Vacon bestehenden Scheiben 12,13). Die Vaconscheibe
13 ist außerdem noch mit einer Keramikdurchführung
14 versehen, um den Kern auf ein bestimmtes Spannungspotential bringen zu können.
Das geschilderte Ausführungsbeispiel wird folgendermaßen
hergestellt:
In einer Gußform aus Graphit werden die bereits metallisierte Keramikhülse und vorgeglühte Molybdänrohre
sowie die Anpassungsteile der Anschlußflansche in richtiger Lage zueinander eingesetzt Dann legt η an
die benötigte Kupfermenge in den Abschmelztcil der Form und schmilzt sie in einem Vakuumofen. Nach dem
Schmelzvorgang werden die Graphitform entfernt, die Anschlußflansche vervollständigt und der elektrische
Anschluß für den Kern hergestellt
Durch das Schmelzen wird das gesamte Material entgast und entsteht eine lunkerfreie Verbindung
zwischen allen Einzelteilen, also sowohl zwischen ;m
Kupfer und der Keramik als auch zwischen dem Kupfer und dem Molybdän.
Der vorgeschlagene Auffänger kann auch auf andere Weise als durch Konduktion gekühlt werden. F i g. 2
zeigt eine erfindungsgemäße Kollektorversion mit Flüssigkeitskühlung. Diese Ausführung unterscheidet
sich von der ersten im wesentlichen nur darin, daß der Außenkörper nicht aus einem massiven Kupferteil
besteht, sondern eine hohle, mit Leitblechen versehene Struktur ist Dieses Gebilde enthält eine der Hülsenaußenfläche
anliegende Kupferschicht 14, ein Leitblech 15 und eine mit einem Fliissigkeitseinlaß 17 und einem
Pumpstutzen 18 versehene Außenwand 16. (Der Flüssigkeitsauslaß ist in der Darstellung nicht sichtbar).
Kupferschicht, Leitblech und Außenwand liegen koaxial ineinander. Die Kupferschicht ist mit der Keramikhülse
verschmolzen, und zwar im gleichen Arbeitsgang wie der Kern. Im vorliegenden Fall enthält der dem
Auffängerboden benachbarte Flansch statt einem zwei Teile, nämlich einen Anschluß 19 aus V2A-Stahl und
eine Vaconscheibe 20, und ist die Keramikhülse 2 η it dem Anschluß 19 llüssigkeitsdicht verbunden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele. So ist es insbesondere
bei flüssiggekühlten Kollektoren nicht immer erforderlich, daß die Isolierhülse von einem mit ihr
vergossenen Körper umschlossen wird. Eine gut haftende Kupferschicht ließe sich auch durch elektrolytische
Abscheidung auftragen. Elektrolytkupfer hat allerdings nicht so gute Eigenschaften wie das beim
Schmelzen automatisch entstehende Vakuumkupfer.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Elektronenstrahlauffanger, insbesondere für Laufzeitröhren, mit einem den Elektronenstrahl i aufnehmenden, massiven Hohlkörper (Kern) aus einem thermisch gut leitenden Metall, einem metallischen Außenkörper und einer den beiden Metallkörpern zwischengeordneten, zumindest mit dem Kern in einem festen, flächigen Kentakt m stehenden Hülse aus einem elektrisch isolierenden Material (Isolierhülse), dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Metallkörpern (1,3) zumindest der Kern (1) mit der IsolierhüLse (2) vergossen ist und eine Wärmeausdehnungsbremse '.η ι i Form einer Zwischenlage (4, 5) enthält, die sich u\ seinem Inneren über wenigstens annähernd Ίι^ gesamte Kontaktfläche zwischen dem Kern (1) und der Isolierhüise (2) erstreckt und aus einem Metall besteht, dessen Temperaturausdehnungskoeffizient >o kleiner ist als der des Kernmetalls.2. Auffänger nach Anspruch 1, mit einem massiven Außenkörper aus einem thermisch gut leitenden Metall (Außenmantel), dadurch gekennzeichnet, daß auch der Außenmantel (3) mit der Isolierhülse (2) 2 r> vergossen ist und eine Zwischenlage (5) enthält, die sich in seinem Innern über wenigstens annähernd c!ie gesamte Kontaktfläche zwischen dem Außenmantel (3) und der Isolierhülse (2) erstreckt und aus einem Metall besteht, dessen Temperaturausdehnutigsko- jo effizient kleiner ist als der des Mantelmetalls.3. Auffänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (1) und der Außenkörper (3) aus Kupfer, die Zwischenlage (4, 5) ans Molybdän und die Isolierhülse (2) aus Keramik r> bestehen.4. Verfahren zur Herstellung eines Auffängers nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in eine Gußform die Isolierhülse und die Zwischenlag«; in richtiger Lage zueinander eingesetzt werden, daß dann das Schmelzmaterial in den Abschmelzteil der Form eingelegt und hiernach im Vakuum verschmolzen wird.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn- 4r> zeichnet, daß die Gußform aus Grahpit besteht, daß die Isolierhülse eine beidseitig metallisierte Keramik ist und daß als Zwischenlage ein vorgeglühtes Molybdänrohr verwendet wird.
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Also Published As
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