DE2531639C3 - Schutzeinrichtung für ein Induktionsheizgerät - Google Patents
Schutzeinrichtung für ein InduktionsheizgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung für ein Induktionsheizgerät zur Erwärmung von mindestens
teilweise aus ferromagnettschem Material begehenden
ίο Gefäßen, bei der zur Überwachung des durch den
Induktor fließenden Stromes eine Detektoreinrichtung vorgesehen ist, die bei Abweichungen des Betrages und
der Phasenlage des Stromes einer das aufgesetzte Gefäß in ihren Magnetkreis einbeziehenden Induktorwicklung
von vorgegebenen Nennwerten, eine diesen Abweichungen proportionale Ausgangsspannung liefert,
durch die die Spannung am Induktor mittels einer Spannungssteuereinrichtung auf höchstens Bruchteile
ihres Nennvertes absenkbar ist
Eine solche Schutzeinrichtung ist in der DE-OS 24 50 368 vorgeschlagen worden. Bei dieser Schutzeinrichtung
wird die Änderung der Klemmenspannung des Kondensators im Falle eines unnormalen Zustandes mit
einer Detektorschaltung festgestellt und ein Relais einer Unterbrechertreiberschaltung wird durch das Ausgangssignal
der Detektorschaltung betätigt, so daß das Relais einer Unterbrecherschaltung betätigt wird.
Hierdurch wiru die Betriebsspannung des Induktors unterbrochen. Bei dieser vorgeschlagenen Schutzeinrichtung
liegt jedoch die Betriebsspannung direkt an den Induktorwick/ungen des Induktors an. Wenn nun
eine Bedienungsperson den Kochtopf über den Induktor hält und die Spannung eingeschaltet wird, so
wird auf den Kochtopf plötzlich eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Dies führt dazu, daß die Bedienungsperson
oft aus Überraschung den Kochtopf fallen läßt. Auch kommt es zu einer Bewegung des Kochtopfes
durch Anziehungskräfte, wenn der Kochtopf nicht die Normalposition einnimmt Hieraus ergibt sich ein
Sicherheitsproblem, insbesondere lur den Fall, daß sich
ein zu kochender Inhalt in dem Kochtopf befindet
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schutzeinrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, welche die genannten Schwierigkeiten da-
*5 durch vermeidet, daß starke auf den Kochtopf
einwirkende Anziehungskräfte beim Einschalten vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spannungr-steuereinrichtung betätigbar ist von
w einem Verzögerungsrealais mit Schaltkontakten, durch
das nach einer vorgegebenen Verzögerungszeit nach dem Einschalten des Induktionsheizgerätes der Induktor
an volle Nennspannung legbar ist und daß über einen als Spannungssteuereinrichtung dienenden Arbeitskontakt
des Verzögerungsrelais der Induktor an die volle Nennspannung oder höchstens Bruchteile
davon legbar ist, und daß die Wicklung des Verzögerungsrelais über einen in Reihe mit ihr liegenden
Kontakt an Ansprechspannung legbar ist, der beim Vorhandensein einer Ausgangsspannung an der Detektoreinrichtung
geöffnet ist.
Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung läßt der Bedienungsperson genügend Zeit, das Heizelement,
z. B. den Kochtopf, richtig auf den Induktor zu stellen,
*>» sobald ein unnormaler Zustand in der Leistungszufuhr
eliminiert wurde.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von
Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
Fig. 1 eine Schaltung einer ersten Ausführungsform
eimer erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung für ein
Induktionsheizg;erät;
F i g. 2 eine Schaltung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung;
Fig.3 einen Schnitt durch ein Induktionsheizgerät
mit der Schutzeinrichtung gemäß F i g. 2 und
F i g. 4 einen Teil einer dritten Ausführungsform einer iu
erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung.
Unter Bezugnahme auf F i g. 1 soll eine erste Ausführungsfonm der Schutzeinrichtung für ein Induktionsheizgerät
mit einem vier Induktorwicklungen 3,4,
5,6 umfassenden Induktor 8 beschrieben werden.
Diese sind in zwei Gruppen von Induktorkreisen A, B eingeteilt Femer ist ein Kondensator 7 in Reihe mit
einer der Gnippen der Induktorwicklungen 3, 4
geschalten so daß durch diese Gruppe A der Induktorwicklungen ein Strom fließt, welcher eine
bestimmte Phasenverschiebung gegenüber dem durch die andere Gruppe von Induktorwicklurgen 5, 6
fließenden Strom hat.
Im folgenen sollen verschiedenen Fälle betrachtet werden, nämlich der Fall, daß sich ein vorschriftsniäßiger
Kochtopf auf dem Induktor 8 des Induktionsheizgeräte!, befindet, und der Fall, daß kein Kochtopf
aufgestellt wurde. Wenn kein Kochtopf auf den Erreger 8 aufgestellt wird, so sind die Äquivalentwiderstände der
Induktorkreise A, B auf etwa Vi0 gesenkt Dies bedeutet -»
daß sowohl der Absolutwert als auch die Phase des durch die Erregerkreise fließenden Stroms geändert
sind. Der durch den Kondensator 7 fließende Strom läuft um etwa 40° vor. Wenn ein nicht vorschriftsmäßiger
Kochtopf mit einer anderen Bauweise aufgesetzt wird, so wird ein ähnliches Phänomen festgestellt Auch
wenn der richtige Kochtopf in normaler Position aufgesetzt wird, kann es noch zu einer ähnlichen
Änderung der Klemmenspannung des Kondensators 7 kommen, wenn nämlich die Temperatur des Kochtopfes ;o
sehr stark ansteigt
Das Bezugszeichen 16 bezeichnet eine Mimikwicklung, welche im wesentlichen den gleichen Leistungsfaktor
hat wie die Induktorwicklungen 3,4 im Normalbetrieb.
Das Bezugszeichen 17 bezeichnet einen Kondensator, welcher in Reihe zur Mimikwicklung 16 geschaltet
ist und eine Phase bewirkt welche im wesentlichen gleich der Phi.se des durch die Induktorwicklungen 3,4
fließenden Stroms ist Somit bewirkt eine Änderung des durch die InduktorwicHungen 3, 4 fließenden Stroms w
eine Änderung der Spannung zwischen dem Ausgangsanschluß <8 zwischen den Erregerwicklungen 3, 4 und
dem Kondensator 7 und dem Ausgangsanschluß 19 zwischen der Mimikwicklung 16 und dem Kondensator
17. Diese Spannungsänderung ist verschieden, je τ> nachdem, ob der vorschriftsmäßige Kochtopf oder ein
falscher Kochtopf oder kein Kochtopf auf den Erreger 8 gestellt wird und je nachdem, ob die Temperatur des
Kochtopfes zu hoch wird. Die Mimikwicklung 16 und der Kondensator 17 bilden eine Detektorschaltung 20. m>
Durch die Spannung der Detekersehaltung 20 wird eine
dem Schutz des Geräts dienende Spannungssteuereinrichtung in einer Weise betätigt, welche im folgenen
näher erläutert wird.
Das Bezugszeichen 29 bezeichnet eine Verzögerungs- (i">
relaisschaltung für Jen Schaltkontakt 32, welche durch eine Verzögerungsrela'Streiberschaltung 28 gesteuert
wird. Das Bezugiszeichen 30 bezeichnet einen Abwärtstransformator.
Wenn bei dieser Ausführungsform ein Hauptschalter 11 eingeschaltet wird, so wird die
Primärwicklung des Abwärtstransformators 30 mit Spannung beaufschlagt Die in der Sekundärwicklung
erzeugte niedrige Spannung liegt gewöhnlich über einen einpoligen Schaltkontakt 32 eines Verzögerungsrelais
31 für die Spannungsumschaltung am Induktor 8 und an der Detektorschaltung 20 an. Gleichzeitig wird jedoch
auch das Verzögerungsrelais 31 für die Spannungsumschaltung mit der Spannung beaufschlagt da ein
Schalter 37 zur Unterbrechung der Verzögerungsrelaisschaltung 29 für die Spannungsumschaltung normalerweise
eingeschaltet ist Das Verzögerungsrelais 3t wird jedoch nicht betätigt bevor die Verzögerungszeit
abgelaufen ist Die Verzögerungszeit läuft erst ab nachdem die Verzögerungsrelaistreiberschaltung 28 in
Verein mit der Detektorschaltung 20 den Betriebszustand des Gerätes ermittelt hat Wenn der Kochtopf sich
auf dem Induktor 8 nicht in der richtigen Position befindet oder wenn ein unerwünschter Kochtopf aus
Kupfer oder Aluminium aufgeseUz ist oder wenn die Temperatur des Kochtopfes einen vorbestimmten
Temperaturwert überschreitet so wird die dann vorliegende Ausgangsspannung zwischen dem Ausgangsanschluß
18 des Induktors 8 und dem Ausgangsanschluß 19 der Detektorschaltung 20 durch eine
Diodenbrücke 33 gleichgerichtet Parallel zur Diodenbrücke liegen Widerstände R\ und R7, welche über einen
weiteren einpoligen Schaltkontakt 34 des Verzögerungsrelais 31 verbunden sind. Hierdurch wird nun ein
Schaltelement (Thyristor oder Transistor) eingeschaltet In F i g. 1 wird ein Thyristor 35 verwendet Im Falle der
Verwendung eines Thyristors hat däese Schutzschaltung eine Selbsthaltefunktion, selbst wenn der Topf normal
auf dem Erreger steht oder no-mal auf den Erreger gestellt wird. Im Falle der Verwendung eines Transistors
hat diese Schutzschaltung jedoch keine Selbsthaltefunktion. Wenn daher der Topf normal auf den
Induktor 8 gestellt wird, so kehrt die Schutzschaltung
zum Normalbetrieb zurück. Ein Relais 36 der Treiberschaltung 28 wird betätigt und der Schalter 37 wird
ausgeschaltet Somit wird das Verzögerungsrelais 31 nicht betätigt und die Schalter 32,34 verbleiben in ihrer
Schaltposition (Verbindung mit der Seite niedrigerer Spannung), so daß der Induktor 8 nicht mit der
Betriebsspannung der Spannungsquelle beaufschlagt wird. Die Treiberschaltung 28 wird nicht betätigt, wenn
ein vorschriftsmäßiger Kochtopf normal auf den Induktor gestellt wird oder die Temperatur unterhalb
der vorbestimmten Grenztemperatur liegt In diesem Fall wird das Verzögerungsrelais 31 nach einer
bestimmten Verzögerungszeit betätigt und die ScbrJtkontakte
32 und 34 werden umgeschaltet, so daß die Betriebsspannung der Spannungsquelle den Induktor 8
direkt beaufschlagt Die Ausgangsspannung der Detektorschaltung 20 ändert sich mit der Betriebsspannung.
Wenn zunächst normaler Betrieb herrscht und dann z. B. durch einen unnormalen Anstieg der Temperatur
des Kochtopfes f (Erhitzen ohne Inhalt) ein unnormaler Betrieb einsetzt, so erscheint am Ausgang der
Detektorschaltung 20 eine Spannung, welche über die Widerstände R, und Af2 abfällt, und die Treiberschaltung
28 wird betätigt, wodurch das Verzögerungsrelais 31 abgeschaltet wird und die Schalter 32 und 34 werden
umgeschaltet (Verbindung mit der Sekundärwicklung und mit Rj). Somit wird der Induktor 8 nicht mehr mit
der Spannung der Spannungsquelle beaufschlagt und die Detektorschaltung 20 wird mit niedriger Spannung
betrieben.
Somit wird durch diese Schaltung verhindert, daß plötzlich eine starke Anziehungskraft auf den Kochtopf
ausgeübt wird, wenn die Bedienungsperson den Kochtopf im Moment des Einschalten der Spannung
über dem Induktor 8 hält Es kann daher kaum vorkommen, daß die Bedienungsperson aus Überraschung
den Kochtopf fallen läßt Ferner wird verhindert, daß es zu einer Bewegung des Kochtopfes aufgrund der
Anziehungskräfte kommt wenn der Kochtopf sich nicht in der Normalposition befindet.
Wenn die Hitzeeinstellung des Induktionsheizgerätes dadurch erfolgt daß man die Einschaltdauer ändert, d. h.
das EIN-AUS-Verhältnis, und zwar durch einen Heizeinstellschalter 15, welcher ein Heizelement 13 und
ein Bimetall 14 umfaßt so wird zu gewissen Zeiten (bei Betätigung des Heizeinstellschalters IS) selbst im
Abwärtstransformator 30 durch eine andere Schaltung zur Herbeiführung einer geringeren Spannung ersetzen,
z. B. durch einen Widerstand, eine Induktivität oder ein anderes geeignetes Element dieser Art Wenn man den
Heizeinstellschalter 15, welcher ein Bimetall und ein Heizelement 13 umfaßt zwischen dem Hauptschalter 11
und dem Verzögerungsrelais 31 vorsieht so erhält man im wesentlichen den gleichen Betrieb wie bei der
Ausführungsform gemäß F i g. 1.
ig Anhand der Fig. 2 und 3 soll im folgenden eine
weitere Ausführungsform der Erfindung erläutert werden. Im folgenden sollen nur diejenigen Schaltungsteile
erläutert werden, welche von der Ausführungsform gemäß F i g. 1 abweichen. Bei der Ausführungsform
15 gemäß F i g. I ist eine Detektorschaltung 20 vorgesehen,
wobei die Reihenschaltung der Induktorwicklungen 3,4 des Induktors 8 und des Kondensators 7 parallel zur
dpr induktor 8 nicht b^täti17!. Wenn nun Reihcnschskün" der Mimikwicklun** ti? \ip.o des
sen 18, 19 in der Mitte der beiden Reihenschaltungen
eine Ausgangsspannung festgestellt werden kann. Somit ist es erforderlich, zwei einpolige Schalter 32, 34 zu
verwenden, und zwar sowohl zur Umschaltung der den Induktor beaufschlagenden Spannung als auch zur
2S Umschaltung der Detektorspannung. Demgegenüber ist
bei der Ausführungsform gemäß den F i g. 2 und 3 die Detektorschaltung von der Induktorschaltung getrennt,
so daß nur ein einziger einpoliger Schalter benötigt wird. Das Gerät gemäß F i g. 3 umfaßt einen gesonder-
K) ten Detektorinduktor 40 mit einer Detektorwicklung 42 und einem Detektorkern 41. Dieser liegt dem Kochtopf
I (aus einem Eisenkörper 10 mit einer Bodenschicht aus Kupfer oder Aluminium) gegenüber, und zwar ebenso
wie der normale Induktor 2. Ferner umfaßt die
>5 Detektoreinrichtung einen Kondensator 43 in Reihe zu
der Detektorwicklung 42
Durch die Detektoreinrichtung fließt ein so kleiner Strom, daß auf den Kochtopf 1 keine Anziehungskraft
ausgeübt wird. Die Bezugszeichen 44 und 45 bezeichnen eine Mimikwicklung bzw. einen Kondensator. Die
Mimikwicklung 44, der Kondensator 45, die Detektorwicklung 42 und der Kondensator 43 bilden eine
Detektorschaltung 46. Die elektrischen Größen dieser Elemente sind derart gewählt daß bei Normalbetrieb
•'5 (ebenso wie bei der Detektorschaltung 20) an den
Ausgangsanschlüssen 47, 48 der Detektorschaltung 46 keine Spannung anliegt Das Bezugszeichen 49 bezeichnet
eine Verzögerungsrelaistreiberschaltung, welche einen Widerstand 50 und ein Relais 36 umfaßt Es ist
jedoch bevorzugt zur Verhinderung von Prellvor^Angen
anstelle des Widerstandes 50 eine Diodenbrücke 33 zur Gleichrichtung der Detektorspannung und ein
Schaltelement 35 wie in F i g. 1 zu verwenden. Das Bezugszeichen 37 bezeichnet einen normalerweise
eingeschalteten Kontakt einer Verzögerungsrelaisschaltung
51, welcher durch die Verzögerungsrelaistreiberschaltung 49 gesteuert wird. Das Bezugszeichen 52
bezeichnet ein Verzögerungsrelais, welches durch den Schalter 37 gesteuert wird. Das Bezugszeichen 53
&o bezeichnet einen normalerweise ausgeschalteten Kontakt
des Verzögerungsrelais 52 Dieser Kontakt liegt in Reihe zum Hauptschalter 11 und zum Induktor 8.
Im folgenden soll die Arbeitsweise dieser Ausführungsform
erläutert werden. Wenn der Hauptschalter Il eingeschaltet wird und einer der oben erwähnten
unnormalen Betriebszustände vorliegt so erscheint an den Ausgangsanschlüssen 47,48 der Detektorschaltung
46 eine Spannung, und das Relais 36 der Verzögerungs-
bei inaktivem Induktor der Kochtopf dicht über den Induktor 8 gehalten wird, so verhindert die Schutzeinrichtung,
daß plötzlich in dem Moment des Einschaltens des Induktors eine sehr große Anziehungskraft auf den
Kochtopf ausgeübt wird.
Bei ausgeschaltetem Heizeinstellschalter 15 sind nämlich die Schalter 32 und 34 ebenfalls umgeschaltet
(Verbindung mit der Sekundärseite und mit RA Daher fließt durch den Induktor 8 ein nur so kleiner Strom, daß
der Kochtopf leicht gehalten werden kann. Wenn der Kochtopf hochgehoben wird, so wird das Verzögerungsrelais
31 durch die Ausgangsspannung der Detektorschaltung 20 sofort abgeschaltet und die
Schalter 32 und 34 werden umgeschaltet, so daß der Induktor 8 durch Einschalten des Heizeinstellschalters
15 nicht betätigt wird. Wenn der Kochvorgang fortgesetzt werden soll, so wird der Kochtopf in seine
Normalposition auf dem Induktor 8 gebracht und der Hauptschalter 11 wird eingeschaltet wobei die Ausgangsspannung
der Detektorschaltung 20 verschwindet und die Schaltung in den Normalzustand zurückkehrt
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 dient als Schaltelement ein Thyristor 35. Dieser Thyristor 35 wird
eingeschaltet, wenn zu Beginn des Betriebs oder während des Betriebs ein unnormaler Zustand festgestellt
wird. Sodann behält der Thyristor 35 seinen EIN-Zustand bei. Somit wird der Betrieb der Treiberschaltung
28 aufrechterhalten, auch wenn der unnormale Zustand korrigiert wird und ein normaler Zustand
hergestellt wird. Die Treiberschaltung 28 kehrt nicht automatisch in den Ausgangszustand zurück. Um nun
die Treiberschaltung in den Ausgangszustand zurückzubringen, muß der Hauptschalter 11 umgeschaltet
werden oder ein nicht dargestellter Schalter umgeschaltet werden.
Wenn man den Thyristor 35 durch einen Transistor ersetzt so wird bei Korrektur des unnormalen
Betriebszustandes und bei Wiederherstellung des norm&len Betriebszustandes die Treiberschaltung 28
automatisch abgeschaltet
Da das Verzögerungsrelais 31 vorgesehen ist wird der Induktor 8 nicht sofort betätigt wenn der Kochtopf
auf den Induktor gesetzt wird. Es bleibt also genügend Zeit den Kochtopf in die Normalposition zu bringen.
Somit besteht keine Gefahr, daß der Kochtopf durch starke Anziehungskräfte herabgezogen wird.
Wenn der Hauptschalter 11 bei angehobenem Kochtopf eingeschaltet wird, so wird nicht sofort eine
Anziehungskraft auf den Kochtopf ausgeübt
rclaistreiberschaltung 49 wird beliitigt und der normalerweise
eingeschaltete Kontakt 37 wird ausgeschaltet. Somit wird der normalerweise ausgeschaltete
Kontakt 53 des Verzögerungsrelais 52 im ausgeschalteten Zustand gehalten und der Induktor 8 kann nicht von
der Spannung der Spannungsquelle beaufschlagt werden.
Wenn andererseits ein normaler Betriebszustand vorliegt, so wird die Detektorschaltung 46 zwar von
Spannung beaufschlagt, die Spannung »wischen den Ausgangsanschlüssen 47, 48 ist jedoch im wesentlichen
Null, so daß die Verzögerungsrelaistreiberschaltung 49 nicht betätigt wird und der normalerweise eingeschaltete
Kontakt 37 eingeschaltet bleibt. Nach einer vorbestimmten Verzögerungszeit wird der normalwerweise
ausgeschaltete Kontakt 53 durch das Verzögerungsrelais 52 eingeschaltet, so daß der Induktor durch
tiic fjpannung der Spar,r;;;r;gsq::c!!e beaufschlag! wird
und der Kochtopf 1 erhitzt wird. Aus vorstehender Beschreibung wird deutlich, daß die Schutzeinrichtung
die gleiche Wirkung hat wie die Schutzeinrichtung gemäß Fig.!, auch wenn bei zunächst normalem
Betrieb plötzlich ein unnormaler Zustand eintritt, oder wenn der Kochtopf 1 bei ausgeschaltetem Zustand des
Hitzeeinstellschalters 15 hochgehoben wird oder aufgesetzt wird, oder auch wenn der Hauptschalter 1
eingeschaltet wird, während der Kochtopf 1 dicht über dem Induktor 8 gehalten wird. Bei der Ausführungsform
gemäß den Fig.2 und 3 kann man auch den Induktorkern 2 des Induktors 8 als Detektorkern 41
verwenden, ohne daß also ein separater Detektorkern 41 vorgesehen sein muß. Bei der Ausführungsform
-, gemäß Fig.] ist eine Detektorschaltung 20 vorgesehen
und bei der Ausführungsform gemäß F i g. 2 ist eine Detektorschaltung 46 vorgesehen. Dabei können die
Mimikwicklungen 16 bzw. 44 durch andere Impedanzelemente ersetzt werden, z. B. durch eine Drossel oder
ίο durch einen Widerstand. In diesem Fall erzielt man
einen ähnlichen Effekt. Bei der Ausführungsform gemäß F i g. I wird die Änderung des durch die Induktorwicklungen
3, 4 fließenden Stroms bei Eintritt eines unnormalen Zustandes des Heizelementes festgestellt.
ri Hierzu wird der Kondensator? verwendet, welcher eine
vorbestimmte Phasendifferenz schafft. Gemäß Fig.4
kann jedoch an Stelle des Kondensators ein anderes Impedanzelement 70. z. B. ein Widerstand oder eine
Spule oder die Primärwicklung eines Transformators in
2i) Reihe zu der Gruppe von Erregerwicklungen 5, 6
geschaltet sein. Dabei werden ähnliche Ergebnisse erzielt.
In F i g. 4 sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Entsprechende Bauteile sind
.'-, mit Bezugszeichen bezeichnet, welche mit einem Strich versehen sind. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4
fehlt die Mimikwicklung 16. Man kann jedoch auch eine Schaltung wie in F i g. 1 vorsehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schutzeinrichtung für ein Induktionsheizgerät
zur Erwärmung von mindestens teilweise aus ferromagnetische!!! Material bestehenden Gefäßen,
bei der zur Überwachung des durch den Induktor fließenden Stromes eine Detektoreinrichtung vorgesehen
ist, die bei Abweichungen des Betrages und der Phasenlage des Stromes einer das aufgesetzte
Gefäß in ihren Magnetkreis einbeziehenden Induktorwicklung von vorgegebenen Nennwerten, eine
diesen Abweichungen proprotionale Ausgangsspannung liefert, durch die die Spannung am Induktor
mittels einer Spannungssteuereinrichtung auf höchstens Bruchteile ihres Nennwertes absenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungssteuereinrichtung betätigbar ist von einem
Verzögerungsrelais (31; 52) mit Schaltkontakten (32,
34; 53), durch das nach einer vorgegebenen Verzögerungszeit nach dem Einschalten des Induktionsheizgerätes
der Induktor (8) an volle Nennspannung iegbar ist, und daß über einen ais Spannungssteuereinrichtung dienenden Arbeitskontakt (32; 53)
des Verzögerungsrelais (31) der Induktor an die volle Nennspannung oder höchstens Bruchteile
davon legbar ist, und daß die Wicklung des Verzögerungsrelais über eisen in Reihe mit ihr
liegenden Kontakt (37) an Ansprechspannung legbar ist, der beim Vorhandensein einer Ausgangsspannung
an der Detektoreinrichtung (20, 46) geöffnet ist.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die De'ektoreinrichtung (20)
eine Wechselstrombrüricenschaltung umfaßt, bei der
im ersten Zweig in Reihe mit Hper einen Abschnitt
aus nichtferromagnetischem Material in ihrem Magnetkreis aufweisenden Induktorwicklung (3, 4)
des Induktors (8) ein erster Kondensator (7) liegt und parallel dazu im zweiten Zweig eine Reihenschaltung
einer Induktivität (16) und eines zweiten Kondensators (17), und die Spannung zwischen den
Verbindungspunkten von Induktorwicklung (3, 4) und erstem Kondensator (7) einerseits und Induktivität
(16) und zweitem Kondensator (17) andererseits an einer Treiberschaltung (28) für den Kontakt (37)
Hegt.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtung (20)
eine Reihenschaltung einer Induktorwicklung (5, 6) des Induktors (8) und eines Impedanzelementes (70)
umfaßt sowie eine auf die Spannung am Impedanzelement (70) ansprechende Treiberschaltung (28) für
den Kontakt (37).
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtung (46)
eine Wechselstrombrückenschaltung umfaßt, bei der im ersten Zweig ein erster Kondensator (43) in
Reihe mit einer einen Abschnitt aus nichtferromagnetischem Material in ihrem Magnetkreis aufweisenden
und das aufgesetzte Gefäß in ihren Magnetkreis einbeziehenden und auf dieses eine
schwache Anziehungskraft ausübenden Hilfsinduktorwicklung (42) liegt und parallel dazu im zweiten
Zweig eine Reihenschaltung einer Induktivität (44) und eines zweiten Kondensators (45), und die
Spannung zwischen den Verbindungspunkten von Hilfsinduktorwicklung (42) und erstem Kondensator
(43) einerseits und Induktivität (44) und zweitem Kondensator (45) andererseits an einer Treiberschaltung
(49) für den Kontakt (37) liegt
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