DE2529709C3 - Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchwefelsäureInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure durch katalytische Umsetzung
von SO, zu SO, in Gasen mit einem SO,-Gehalt über Vol.'Cr unter Kühlung, Reinigung und Trocknung
der SO,-haltigen Gase vor dem Einsatz in die Kontaktanläge, Aufheizung von gereinigten SO.-haltigen
Gasen auf die Arbeitstemperatur der ersten Kontakthorde im Wärmeaustausch mit heißen SO,-haltigen
Gasen zwischen Kontakthorden unter eleichzeitioer
Kühlung der SO,-haltigen Gase auf die Arbeitstemperatur
der nächsten Kontakthorde, Zwischenabsorption des nach mehreren Kontakthorden in einer
ersten Kontaktstufe gebildeten SO, in Schwefelsäure mit erhöhter Temperatur, zweistufiger Kühlung der
aus der ersten Kontaktstufe austretenden SO,-haltigen Gase vor der Zwischsnabsorption unter Wiederaufheizung
der aus der Zwischenabsorption austretenden Gase «uf die Arbeitstemperatur der nächsten
Kontakthorde in der ersten Kühlstufe, Kühlung der in der zweiten Kontaktstufe fertigkatalysierten Gase
in einem Endwärmeaustauscher unter Gewinnung von nicht im Kontaktsystem benötigter Wärme, und Absorption
des in der zweiten Kontaktstufe erzeugten SO, in einem Endabsorber.
Bei vielen chemischen Prozessen fallen verdünnte Schwefelsäuren an, die auch Verunreinigungen enthalten
können. Aus Gründen des Umweltschutzes muß eine Abgabe dieser Säure in Flüsse oder Küstengewässer
immer mehr eingeschränkt wenden; außerdem ist die Abgabe mit beträchtlichen ι ransporrkosten
verbunden. Bei einer Abgabe in das Meer treten
noch höhere Transportkosten auf.
Diese verdünnten Säuren müssen also in geeigneter Weise aufgearbeitet werden, um wiederverwertbare
oder unschädliche Produkte zu erzeugen oder um das Transportgewicht und Transportvolumen zu verringern.
Diese Aufarbeitung wird auch aus Gründen der Rückgewinnung von Rohstoffen immer dringender.
Die Aufarbeitung der verdünnten Stoffe erfolgt im
allgemeinen durch Aufkonzentrierung und evtl. durch thermische Spaltung. In beiden Fällen müssen größere
Mengen von Wasser aus den verdünnten Säuren ausgetrieben werden, wozu große Wärmemengen erforderlich
sind. Diese benötigten Wärmemengen verursachen beträchtliche Betriebskosten, insbesondere
wenn teure Primärenergie oder Wärmeenergie auf hohem Temperaturniveau verwendet werden muß.
die auch wirtschaftlich für andere Zwecke, z. B. zur Dampferzeugung, verwendet werden konnte.
Aus der DE-AS 11 86 838 ist ein Verfahren bekannt,
bei dem SCVhalti^e Gase mit eintr.i SO1-Gehalt
über 9*> nach einer Reinigung und Trocknung
und Katalyse in einer ersten Kontaktstufe in einer heiß beriebenen Zwischenabsorption von SO, befreit, in
einer zweiten Kontaktstufe fertigkatalysiert und dann das restliche SO1 in der Endabsorption entfernt wird.
Die SO,-haltigen Gase werden nach der ersten Kontaktstufe zweistufig gekühlt, wobei in der zweiten
Kühlstufe die aus der Zwischenabsorption austretenden Gase auf die Arbeitstemperatur der nächsten
Kontakthorde aufgeheizt werden. In der zweiten Kühlstufe oder in dem Endwärmeaustauscher kann
nicht für das Kontaktsystem Wärme abgeführt werden.
Aus der DE-PS 15 67 67: ist es bekannt, heiß anfallende
Gase mit einem SO1-GeIuIt \on 8—11«,,
\or der Zwischcnabsorption ebenfalls zweiMufig: /u
Kühlen, wobei in der ersten kühlstufe und im End-WtiinieaiiMauschtT nach der let/ien Kontakthorde
Wärnii· gewonnen werden kann, die nicht im Kontakts)
stern benötigt wird.
Aus der DE-OS 23 07 {>73 ist es bekannt, bei hochprozentigen
SO.-haltigen Gasen einen Teilstrom der Gase mit sauerstoffhaltigen Gasen derart zu mischen,
daß die Mischung in der ersten Kontakthorde bis zum Gleichgewicht umgesetzt werden kann, ohne daß die
für den Katalysator maximal zulässige Temperatur überschritten wird, und den aus der ersten Kontakthorde
austretenden SO3-haltigen Gasstrom mit ds-m
restlichen SO,-haltigen Gas vor der zweiten Kontakthorde zu mischen. Dabei wird durch den SO,-GehaIt
in der Mischung das Gleichgewicht in der zweiten Kontakthorde ebenfalls vor Erreichen einer schädlichen
Temperatur erreicht.
Aus der DE-OS 21 45 546 ist es bekannt, die Endgase mit verdünnter Schwefelsäure zur Entfernung
in von SO, und Schwefelsäurenebeln zu behandeln wobei
die verdünnte Schwefelsäure aufkonzentriert werden kann und die Endgase aufgeheizt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Aufkonzentrierung von verdünnten Schwefelsäuren
möglichst viel überschüssige Wärme aus dem Kontaktsystem in wirtschaftlicher Weise zu gewinnen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Schritte:
a) Kombination der Schwefelsäureherstellung mit :o einer Aufkonzentrierung /on verdünnter
Schwefelsäure,
b) Zugabe von sauerstoffhaltigen Gasen zu einem Teilstrom der SO,-haltigen Gase in einer Menge,
die eine Umsetzung der Gasmischung in minde-
:5 suns einer ersten Kontakthorde bis zum Gleich-
?ewicht der Reaktion SO, + ! , O, *^ SO, ohne
Jberschreiten der für den Katalysator maximal zulässigen Temperatur ermöglicht.
c) Aufheizung der Gasmischung auf die Arbeitsjo
temperatur der ersten Kontakthorde im Wärmeaustausch mit heißen SO,-haltigen Gasen zwischen
Kontakthorden.
d) Mischung des SO,-haltigen Gases aus mindestens der ersten Kontakthorde mit dem restlichen
r> SO,-haltigen Gas vor einer weiteren Kontakthorde
der ersten Kontaktstufe.
e) Einstellung der Menge des in die erste Kontakthorde
geleiteten Teilstromes der SO.-hJtigen Gase in der Weise, daß die in Schritt (b| erzeugte
4,, Menge an SO, nach der Mischung gemäß Schritt
(d) ein Verhältnis von SO, :SO, ergibt, das eine Umsetzung in den weiteren Kontakthorden bis
zum Gleichgewicht ohne Überschreitung der für den Katalysator maximal zulässigen Temperatur
4. ermöglicht.
f) Durchführung der Zwischen- und Endabsorption des SO, aus den Kontaktgasen der Katalyse
als Heißabsorption bei Arbeitstemperaturen son 100-200° Γ, vorzugsweise 110-160° C.
g) Durchführung der Katalyse in der zweiten Kontaktstufe in mindestens zwei Kontakthorden mit
Kühlung der Gase 'wischen den Kontakthorden.
h) Austreibung von Wasser aus den verdünnten
Schwefelsäuren durch direkten Kontakt mit heißen Gasen, dre aus Endgas der Katalyse nach
der Endabsorption und/oder inerten wasserarmen Gasen bestehen.
i) Aufheizung der Austreibungsgase mit mindestens einem ι eil der in dem Endwärmeaustauscher
nach der zweiten Kontaktstufe anfallenden Wärme,
k) Aufheizung der Austreibungsgase mit mindestens einem Teil der bei der Kühlung der Katalysegase
gemäß Schritt (g) anfallenden Wärme und/oder mit mindestens einem Teil der in der
zweiten Kühlstufe nach der ersten Kontaktstufe und vor der Zwischenabsorption anfallenden
Wärme, und
I) indirekte Übertragung von Wärmeenergie aus den Säurekreisläufen der Trocknung und/oder
Zwischenabsorption und/oder Endabsorption zur Aufkonzentrierung und/oder Erwärmung
der verdünnten Schwefelsäure.
Die Gasmischung aus dem sauerstoffhaltigen Gas und dem SO:-haltigen Teilstrom kann vor der Zumischung zu dem restlichen SO2-haItigen Gas eine einzige oder mehrere hntereinandergeschaltete Kontakthorden geleitet werden. Falls durch mehrere Kontakthorden geleitet wird, erfolgt eine Kühlung zwischen
den Kontakthorden im Wärmeaustausch mit SO.-haltigen Gasen oder einem Gemisch aus SO,-haltigen
Gasen und zugesetzten sauerstoffhaltigen Gasen. Als sauerstoffhaltige Gase werden im allgemeinen Luft
oder sauerstoff-angereicherte Luft verwendet. Vorzugsweise wird der für den Gesamtumsatz erforderliche Sauerstoff dem Teilstrom der SO,-haltigen Gase
vor der ersten Kontakthorde zugemischt. Es ist aber auch möglich, nur die zur Steuerung der Umsetzung
in der ersten Kontakthorde notwendige Menge zuzugeben und den Rest an einer späteren Stelle des Kontaktsystems. Die erste Kontaktstufe besteht aus zwei
bis drei Kontakthorden, die zweite Kontaktstufe im allgemeinen aus zwei Kontakthorden. Eine Vergrößerung der Zahl der Kontakthorden ist zwar möglich,
bringt jedoch keine Vorteile. Wenn der Endwärmeaustauscher nach der letzten Kontakthorde einstufig
ausgebildet ist, wird der ganze Wärmeaustauscher zur
Aufheizung von Austreibungsgasen verwendet; wenn er zweistufig hintereinander oder parallel ausgebildet
ist, wird eine der beiden Stufen zur Aufheizung der Austreibungsgase verwendet. Die weitere Aufheizung
der Austreibungsgase erfolgt entweder in der zweiten Kühlstufe nach der ersten Kontaktstufe und vor der
Zwischenabsorption oder in dem Wärmeaustauscher zwischen den Kontakthorden der zweiten Kontaktstufe, wobei, je nach Arbeitsweise, der andere Wärmeaustauscher zur Aufheizung einer Mischung von
SO.-haltigen Gasen mit sauerstoffhaltigen Gasen verwendet wird. Die Kühlung der SO3-haltigen Gase aus
der Zwischenabsorption erfolgt vorzugsweise auf 130
bis 200° C. Die Kühlung der SO3-haltigen Gase nach
der zweiten Kontaktstufe vor dem Eintritt in den Endabsorber erfolgt vorzugsweise ebenfalls auf
13O-2OOc C.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die Menge des gemäß Schritt (d) zugemischten
restlichen SO,-haltigen Gases so bemessen wird, daß nach der Mischung eine Gastemperatur vorliegt, die
der Arbeitstemperatur der nächsten Kontakthorde entspricht. Dadurch kann ein Wärmeaustauscher an
dieser Stelle eingespart werden.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die sauerstoffhaltigen Gase vor dem Einsatz in
den Kontaktkessel getrennt mit Schwefelsäure getrocknet werden. Dadurch ist es möglich, die bei der
Trocknung der sauerstoffhaltigen Gase auftretende Wärme inTien Gasen abzuführen und den Säurekreislauf des Trockners ohne Kühlung zu betreiben. Weiterhin wird so die im Gas abgeführte Wärme in das
Kontaktsystem eingeleitet. Es ist auch möglich, den Teilstrom der SO2-haltigen Gase den sauerstoffhaltigen Gasen vor dem Eintritt in den Trockner zuzugeben. Dabei entfällt allerdings der vorstehend geschilderte Vorteil.
daß die Trocknung der sauerstoffhaltigen Gase und
oder der SO.-haltigen Gase als Heißtrocknung durchgeführt wird" und die Gase mit einer Temperatur von
60-80° C, vorzugsweise 65-70° C, aus der Trock-■■>
nung austreten. Dadurch wird Wärme mit den Gasen in das Kontaktsystem geführt, die Säurewärme fällt
mit einem erhöhten Temperaturniveau an und kann nutzbringend verwendet werden.
in daß die Zugabe der sauerstoffhaltigen Gase zu dem
Teilstrom der SO2-haItigen Gase gemäß Schritt (b)
vor einem die Gasmischung fördernden Gebläse erfolgt. Dadurch kann das den restlichen Teilstrom des
SO.-haltigen Gases fördernde Gebläse klein gehalten
>
una mit geringem Druck betrieben werden, wodurch sich die Betriebskosten für die Förderung der Gase
im Kontaktsystem erniedrigen.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die Zugabe der sauerstoffhaltigen Gase zu dem
:o Teilstrom der SOyhaltigen Gase gemäß Schritt (b)
nach einem die sauerstoffhaltigen Gase fördernden Gebläse erfolgt. In diesem Fall entfällt zwar der vorstehend geschilderte Vorteil, jedoch können beide
Gebläse druckseitig etwa gleich ausgelegt werden.
: i Dadurch verringert sich der Aufwand für die Gebläse,
es ist nur ein Reservegebläse erforderlich und die Ersatzteilhaltung wird verringert. Diese Ausgestaltung
wird davm gewählt, wenn die Betriebskosten im Vergleich zu den geschilderten Ersparnissen geringer sind.
ju Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung besteht
darin, daß die Trocknung und/oder Zwischenabsorption und/oder Endabsorption zumindest teilweise in
Venturi-Absorbern im Gleichstrom erfolgt. Dadurch werden hohe Austrittstemperaturen der Gase und der
π Säure erreicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Kontaktanlage ist für eine -in Leitung von ca. 1000 tato SO3 berechnet, wobei
Spaltgase mit einer Zusammensetzung von ca. to .4 7 υΛι ot. co », im \/„i ot. r\ n~.» χι ι <-/-\
zugrundegelegt wurde.
4. welches ca. 56 g/Nm' Wasser enthält, mit dem Gebläse 12a über den Venturi 2, Leitung 3, Berieselungsturm 3b, Sprühabscheider 4 gesaugt, dort mittels
ca. 96 gew.%ige H2SO4 getrocknet und über Leitung
11 mit einer Temperatur von ca. 65 ° C abgeleitet. Die
in Trocknersäure wird über Leitung 5, Kühler 6 Leitung 7, Pumpe 8, Leitung 9, Leitung 9y zur Düse 10,
Leitung 9x zur Düse 10/ im Kreislauf geführt.
Über Leitung la werden ca. 5417ONmVh atmosph. Luft, welche ca. 20 g/Nm3 Wasser enthält, mit
-,s dem Gebläse 12 über den Venturi 2α, Leitung 3α,
Sprühabscheider Aa gesaugt, dort mittels ca. 96 gew.%ige H2SO4 getrocknet und über Leitung life
mit einer Temperatur von ca. 65° C abgeleitet. Die Trocknersäure wird über Leitung 5c, Pumpe 8c, Le?-
M, tung 9c, Leitung 9n zur Düse 10c im Kreislauf geführt.
Über Leitung He werden 27180NmVh 28,43 vol.%iges SO2-GaS der Gesamtluftmenge zugemischt. Über Leitung Hc werden 81350 NmVh
Gas mit ca. 9,5 Vol.% SO2, ca. 15,14Vol.% O2 mit
r, dem Gebläse 12 über die Leitung 13,14,15,16.17.
18 und 20 zur ersten Kontakthorde 21a des Kontaktkessels 21 gefordert. Die Gase werden im Wärmeaustausch mit den SO,-Gasen im Wärmeaustauscher 27
von ca. 90° C auf ca. 200° C und in den beiden Wärmeaustauschern 23a und 23 von ea. 200° C auf ca.
435° C vorgewärmt. 13650NmVh hochprozentiges SO2-GaS (ca. 28,43 Vol.% SO2, ca. 3,86 Vol.% O2.
Rest N, + CO,) wird mit einer Temperatur von ca. 85° C über Leitung We mit dem Gebläse 12a, Leitung
19(z r-ach der Kontakthorde 21a den vorkatalysierten
Gasen zugemischt. Die Temperatur der SO.-naltigen Gase nach der Kontakthorde 21a wird dadurch von
ca 6 t 7° C auf ca. 540" C gesenkt. Die· SO,-haltigen
Gase werden über Leitung 22, Wärmeaustauscher 23, Leitung 24 in die Kontakthorde lib mit einer Temperatur von ca. 450" C geleitet. Die weiterkatalysierten
Gase verlassen über Leitung 22a mit einer Temperatur von ca. 570° C die Kontakthorde Hb, werden
im Wärmeaustauscher 23a auf ca 460° C abgekühlt und über Leitung 24a zur Kontakthorde 21c geleitet.
Ober Leitung IB werden es. 89 930 NmVh SO -haltige Gase mit einer Temperatur von ca. 507" C
in den Zwischenwärmeaustauscher 26 geleitet, dort im Wärmeaustausch mit den absorbierten Gasen auf
ca. 280° C (Stelle 26a) und anschließend im Wärmeaustauscher 27 auf ca. 190° C abgekühlt und über
Leitung 28 in den Venturi-Zwischenabsorber 29 geleitet. Ca. 79100 NmVh vom SO, weitgehendst befreite Gase verlassen über Leitung 30, Sprühabscheider 31, Leitung 32 mit einer Temperatur von ca.
140° C die Zwischenabsorptionsanlage.
Die hochkonzentrierte Absorbersäure (ca. 98,e-99,0 Gew.% H2SO4) wird über Leitung 5a,
Kühler 6a, Leitung 7a, Pumpe 8a, Leitung 9a zur Düse tOa im Kreislauf geführt.
Über Leitung 33 werden die Gase mit einer Temperatur von ca. 440° C zur Kontakthorde IXd geleitet, verlassen über Leitung 34 mit einer Temperatur
von ca. 482° C die Kontakthorde lid. Im Wärmeaustauscher 35 werden die weiterkatalysierten Gase auf
ca. 420° C abgekühlt und über Leitung 36 zur Kontakthorde He geleitet, über Leitung 37 verlassen ca.
78590 NmVh fertigkatalysierte Gase mit einer Temperatur von ca. 422° C den Kontaktkessel 21, werden
im Wäiincausiausther 4v auf ca. iöO" C abgekühlt
und über Leitung 41 zum Venturi-Endabsorber 42 geleitet. Ca. 77485NmVh Endgase verlassen über
Leitung 43, Sprühabscheider 44, Leitung 45 den Endabsorber 42.
Die hochkonzentrierte Absorbersäwrc (ca.
98,5-99,0 Gew. % H2SO4) wird ober Leitung Sb,
Kühler 6b, Leitung Ib, Pumpe Bb, Leitungffc, Leitung
9; zur Düse 1Od im Kreislauf geführt. Über die Leitung 9e, 9k, 9d und 9/ wird1 Säure zur Einstellung
der in den Säurekreisläufen erforderlichen optimalen Säurekonzentrationen ausgetauscht und über Leitung
9/Tind 9h wird dasiwch erfordefHdie VerdSnnühgswasser zugegebe%. über Leitung 9g wird die Produktion mit einer Konzentration von ca. 96Gew.%
H2SO4 abgegeben.
Die praktisch wasserdampffreien Endgase werden von ca. 110° C über Leitung 45, Wärmeaustauscher
40, Leitung 46, Wärmeaustauscher 35 auf ca. 420° C vorgewärmt und über Leitung 46a in eine nicht dargestellte Dünnsäure-Aufkonzentrieranlage geleitet, wo
der Wärmeinhalt der Gase zur Auf konzentrierung von Dünnsäure genutzt wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Kontaktanlage unterscheidet sich zum Beispiel 1, Fig. 1 durch:
a) Verlegung der Gasleitung 1 la von der Saugseite des Gebläses 12 auf die Druckseite des Gebläses
12a, so daß das Gebläse 12 nur 54170NmVh
getrocknete Luft statt 81350NmVh Mischgas,
und das Gebläse 12a 40830 NmVh hochkonzentriertes SO2-GaS statt 13650NmVh hochkonzentriertes Gas fördern muß;
b) nur der Wärmeaustauscher 40 wird zur Vorwärmung der Endgase genutzt. Die Endgase werden
ίο im Wärmeaustauscher 40 von ca. 110" C auf ca.
340° C vorgewärmt und anschließend über Leitung 46 in eine nicht dargestellte Dünnsäureaufkonzentrierungsstufe geleitet;
c) der Wärmeaustauscher 35 wird zur Vorwärmung is von atmosph. Luft benutzt. Die als Wasserdampfträger für eine nicht dargestellte Diinn-
säureaufkonzentrierstufe erforderliche Luftmann« χ,πη /-<· Al IB« Mm'/U ...1,A ;;U-, I „:...„„
■ ■■»■■Q«. Wff ·*·«. «SO. CU.' I «III I Il TW Il \M UlS^I I^VIIUIIg
47 mit einer Temperatur von ca. 30° C in den Wärmeaustauscher 35 geleitet, dort auf ca.
115° C vorgewärmt und über Leitung 46a in
eine nicht dargestellte Dünnsäureaufkonzcntrierstufe geleitet.
2s Beispiel 3
Die in Fig. 3 dargestellte Kontaktanlage ist für eine Leistung von ca. 1000 tato SO1 berechnet, wobei
Spaltgase mit einer Zusammensetzung von ca. 17,0 Vol.% SO2, ca. 1,50 Vol.% O2, Rest N2 + CO,
zugrundegelegt wurden.
Über Leitung lic werden ca. 67430NmVh getrocknetes SO2-GaS mit einer Konzentration von ca.
17,0 Vol.% und einer Temperatur von ca. 65° C mit dem Gebläse 12 angesaugt. Über Leitung He werden
ca. 63 570 NmVh getrocknete Luft mit einer Temperatur von ca. 65° C mit dem Gebläse 12a angesaugt,
über Leitung 11a werden ca. 53900NmVh ca.
17,0 vol.%iges SO2-GaS der Gesamtluftmenge zugemischt, so daß insgesamt 117 470 NmVh Gas mit einer
SO2-Konzentration von ca. 9,2 Vol.% SO,, ca.
12,0 Vol.% O2 über die Leitungen 13,14,15,1*6, 17,
ie und 2ü zur ersten Kontakthorde Ha des ivomaktkessels 21 geleitet werden. Diese Gase werden im
Wärmeaustausch mit den SO.-Gasen im Wärmeaus
tauscher 40 von ca. 90° C auf ca. 260° C und in den
beiden Wärmeaustauschern 23 und 35 von ca. 260° C auf ca. 440° C vorgewärmt.
13520 NmVh ca. 17,0 vol%iges SO2-GaS wird mit
einer Temperatur von ca. 90° C über Leitung 13a
so nach der Kontakthorde 21a den vorkatalysierten Gasen zugemischt. Die Temperatur der SOyhaltigen
Gase wird dadurch von 610° C auf ca. 550° C geserikt. Die SOj-haltigen Gase werden über Leitung
22, Wärmeaustauscher 23, Leitung 24 in die Kontakt-
horde Hb mit einer Temperatur von ca. 450° C geleitet.
Über Leitung 25 werden ca. 126240 NmVh SO,-haltige Gase mit einer Temperatur von ca. 527° C
in den Zwischenwärmeaustauscher 26 geleitet, dort
im Wärmeaustausch mit den absorbierten Gasen auf
ca. 277° C (Stelle 26a) und anschließend im Wärmeaustauscher 27 auf ca. 185° C abgekühlt lind über
Leitung 28 in den Venturi-Zwischenabsorber 29 geleitet, wo fiber Leitung 9g und Düse 1Od die Absor-
bersäure eingedüst wird. Ca. 116 570 NmVh vom SO,
weitgehendst befreite Gase verlassen über Leitung 30, Sprühabscheider 31, Leitung 32 mit eine Temperatur
von ca. 140° C die Zwischenabsorptionsanlage und
werden anschließend über Leitung 33 mit einer Temperatur von ca. 430° C zur Kontakthorde Hd geleitet. Über Leitung 34 verlassen die Gase mit einer
Temperatur von ca. 470° C die Kontakthorde lld und werden im Wärmeaustauscher 3S auf ca. 420° C
abgekühlt und über Leitung 36 zur Kontakthorde lie
geleitet. Übet Leitung37 verlassen ca. 113820NmVh
fertigkatalysierte Oase mit einer Temperatur von ca. 422° C den Kontaktkessel 21, werden im Wärmeaustauscher 40 auf ca. 255° C abgekühlt, über Leitung
Ma zum Wärmeaustauscher 40a geleitet, wo die Gase auf ca. 180° C abgekühlt werden. Über Leitung 41
werden die Gase zum Endabsorber geleitet.
Über Leitung 45 werden ca. 50000NmVh atmosph.Luftvonca. 30° C auf ca. 210° C vorgewärmt
und über Leitung 46 in eine nicht dargestellte Dünn-,säureaufkonzeritrierstufe geleitet. Über Leitung 47
werden ca. 100000 NmVh atmosph. Luft von ca. 30° C auf ca. I603 C vorgewärmt und über Leitung
46 in eine nicht dargestellte Dünnsäureaufkonzentrierstufe geleitet.
Die Vorteile der Erfindung bestehen hauptsächlich darin, daß es möglich ist, überschüssige Wärme aus
dem Kontaktsystem, einschließlich solcher Wärme, die mit relativ niedrigem Temperaturniveau anfällt,
in wirtschaftlicher Weise für die Aufkonzentrierung von verdünnten Schwefelsäuren auszunutzen. Dadurch kann der Verbrauch von teurer Primärenergie
oder der Einsatz von Wärme mit hohem Tempera'urnivcau vermieden oder verringert werden.
3 Biaii Zeichnungen
Claims (7)
1) indirekte Übertragung von Wärmeenergie aus den Säurekreisläufen der Trocknung
und/oder Zwischenabsorption und/oder Endabsorption zur Aufkonzentrierung und' oder Vorwärmung der verdünnten Schwefelsäure.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des gemäß Schritt
(d) zugemischten restlichen SO,-haltigen Gases so bemessen wird, daß nach der Mischung eine
Gastemperatur vorliegt, die der Arbeitstemperatur der nächsten Kontakthorde entspricht.
3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sauerstoffhaltigen
Gase vor dem Einsatz in den Kontaktkessel getrennt mit Schwefelsäure getrocknet werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der
sauerstoffhaltigen Gase und/oder der SO,-haltigen Gase als Heißtrocknung durchgeführt wird
und die Gase mit einer Temperatur von 60-80° C. vorzugsweise 65-70° C. aus der Trocknung austreten.
5. Verfahren nach der. Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe der sauerstoffhaltigen Gase zu dem Teüstrom der SO.-haltigen Gase gemäß Schritt (b) vor einem die
Gasmischung fördernden Gebläse erfolgt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe der sauerstoffhaltigen Gase zu dem Teilstrom der SO,-haltigen Gase gemäß Schritt (b) nach einem die
sauerstoffhaltigen Gase fördernden Gebläse erfolgt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung und
oder Zwischenabsorption und/oder Endabsorption zumindest teilweise in Venturi-Absorbern im
Gleichstrom erfolgt.
Priority Applications (15)
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