DE2528465C2 - Verfahren zur Vergrößerung des Verdichtungsverhältnisses eines Schraubenrotorverdichters bei im wesentlichen gleicher Leistungsaufnahme - Google Patents
Verfahren zur Vergrößerung des Verdichtungsverhältnisses eines Schraubenrotorverdichters bei im wesentlichen gleicher LeistungsaufnahmeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergrößerung
des Verdichtungsverhältnisses eines eine bestimmte Antriebsmaschine abgestimmten Schraubenrotorverdichters
bei im wesentlichen gleicher Leistungsaufnahme.
Die Antriebsmaschinen für Schraubenrotorverdichter, normalerweise Brennkraftmaschinen oder Elektromotoren,
stehen in der Regel in ganz bestimmten Größen zur Verfugung und sind so ausgelegt, daß sie
während des Dauerbetriebs bei einer bestimmten Drehzahl und einem bestimmten Drehmoment gerade
die höchstzulässige Leistung abgeben. Es versteht sich, daß die wirtschaftlichste Motor-Verdichter-Einhci
dann erhalten wird, wenn der Verdichter möglichst genau auf die Charakteristik der gewählten Antriebsmaschine
abgestimmt wird. Gewöhnlich wird dabei der Schraubenrotorverdichter auf das gebräuchlichste Verdichtungsverhältnis
ausgelegt, d. h. er verdichtet die Luft vom atmosphärischen Druck auf einen Lieferdruck von
ungefähr 7 atü. Das Verdichtungsverhältnis beträgt also ungefähre: 1.
Derartige Verdichter mit dem üblichen Verdichtungsverhältnis werden in größeren Serien und deshalb zu
einem günstigen Preis hergestellt. Manchmal wird jedoch auch ein höherer Lieferdrück verlangt Bisher
war es in diesen Fällen nicht möglich, die serienmäßigen Kompressoren zu verwenden, da der mit der stärkeren
Verdichtung Verbundene größere Leistungsbedarf das Leistungsvermögen des zugeordneten Aritriebsmotors
Übersteigen würde. Es blieb deshalb bisher keine andere Wahl, als eine Spezialausführung eines Verdichters zu
verwenden, die sehr viel teurer war als die Serienmaschinen, oder die Verdichtereinheit mit weiteren Raum
beanspruchenden und Kosten verursachenden Mitteln auszustatten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dessen Hilfe ein vorgegebener,
z. B. serienmäßiger Verdichter auf einfache und billige Weise derart abgewandelt werden kann daß er
ohne eine das Leistungsvermögen des Antriebsmotors übersteigende größere Leistungsaufnahme einen höheren
Enddruck liefert. Normalerweise wird in der Praxis eine Steigerung des Lieferdrucks von 7 auf ungefähr
8 atü gewünscht
is Unveränderter Leistungsbedarf bei stärkerer Verdichtung
bedeutet, daß die Liefermenge reduziert werden muß. Um dies zu erreichen, könnte daran
gedacht werden, entweder die Drehzahl des Verdichters zu verringern oder den Lufteinlaß des Verdichters zu
drosseln. Da jedoch der Antriebsmotor mit seiner normalen Drehzahl laufen muß, um die gewünschte
Leistung zu erzeugen, müßte zur Verringerung der Drehzahl des Verdichters ein Untersetzungsgetriebe
zwischen Motor und Verdichter vorgesehen werden. Wenn andererseits der Lufteinlaß des Verdichters
mittels eines besonderen Drosselventils gedrosselt wird, erhöht sich das innere Druckverhältnis des Verdichters
noch mehr. Außerdem entstehen beträchtliche Drosselverluste. Diese sind so groß, daß der Wirkungsgrad für
die vorgegebene Liefermenge bis unter die Grenze der Wirtschaftlichkeit rhkt
Zur Vermeidung der Nachteile der vorstehend beschriebenen Maßnahmen wird erir.dungsgemäß
vorgeschlagen, daß die mit der Vergrößerung des Verdichtungsverhältnisses verbundene größere Leistungsaufnahme
des Verdichters durch eine entsprechende Erweiterung des Einlaßbereichs des Verdichters
in den Verdichtungsbereich hinein kompensiert wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Motor-Verdichter-Einheit, bei welcher die
Erfindung anwendbar ist.
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Verdichter mit Blick auf die einlaßseitige Endplatte,
F i g. 3 einen waagerechten Längsschnitt durch den Verdichter, wobei aus zeichnerischen Gründen die Schraubenrotoren des Verdichters weggeschnitten wurden.
F i g. 3 einen waagerechten Längsschnitt durch den Verdichter, wobei aus zeichnerischen Gründen die Schraubenrotoren des Verdichters weggeschnitten wurden.
Die in Fig. 1 dargestellte Verdichter-Einheit besteht
aus einem Antriebsmotor 10, z. B. einem Elektromotor, und einem Schraubenrotorverdichter 12, welcher
mittels einer Wellenkupplung 14 unmittelbar mit dem Antriebsmotor 10 verbunden ist.
In der Ansicht nach Fig. 2 auf die einlaßseitige Endplatte 16 sind die bei einem derartigen Verdichter
normalerweise vorhandenen Begrenzungskanten 18,20, 22 der mit 24 bezeichneten Einlaßöffnung gestrichelt
dargestellt. Die Form der erfindungsgemäß vorgesehenen Einlaßöffnung 24 wird durch die ausgezogenen
Linien 26,28 und 30 bezeichnet.
Der Aufbau des Verdichters geht aus Fig.J hervor.
Gezeigt ist ein Gehäuse 12, welches aus einer einiaßseitigen Endplatte 16, einem Döppelzylinder 32
und einer auslaßseitigen Endplatte 34 besteht. Das Gehäuse umschließt eine Arbeitskammer 36, in der
Rotoren angeordnet sind, von denen nur die Wellenenden 38, 40 und 42,44 dargestellt sind. Die Rotorwellen
sind mittels Wälzlagern in den Endplatten 16 und 34
gelagert. Das Wellenende 38 des Rippenrotors ragt aus dem Gehäuse heraus und wird in der in F i g. 1 gezeigten
Anordnung mit Hilfe der Kupplung 14 mit dem Antriebsmotor 10 verbunden.
Die Arbeitskammer 36 steht über die Einlaßöffnung 24 mit einem Einlaßkanal 46 in Verbindung, während
sich auf der anderen Seite an die mit 48 bezeichnete Auslaßöffnung ein Auslaßkanal anschließt
Die Mantelwand der Arbeitskammer 36 hat einlaßseitig einen im Durchmesser vergrößerten, zurückgesetzten
Bereich 50, der ständig in Strömungsverbindung mit dem Finlaßkanal 46 steht und nicht dichtend an den
Rotorkämmen anliegt Dieser zurückgesetzte Bereich 50 wird in Umfangsrichtang durch Kanten begrenzt,
welche Schraubenlinien mit demselben Steigungswinkel wie die Kämme der zusammenwirkenden Rotoren
folgen. Die normale Lage dieser Kanten wird in F i g. 3 durch die gestrichelten Linien 52, 54 angedeutet
Erfindungsgemäß werden die Kanten zum Beispiel bis auf die ausgezogenen Linien 56 und 58 vorgerückt
Auch die normale Auslaßöffnung 48 wird in F i g. 3 durch eine gestrichelte Linie 60 angegeben, während die
erfindungsgemäße Form der Auslaßöffnung mit einer ausgezogenen Linie 62 bezeichnet ist
Die erfindungsgemäße Modifikation eines normalen Verdichters bedeutet also, daß der Einlaßbereich in den
Kompressionsbereich hinein vergrößert wird. Auf diese Weise wird das Volumen und folglich auch die Masse
des gasförmigen Arbeitsfluids, welches bei jedem Verdichtungszyklus vom Einlaß abgeschnitten und
verdichtet wird, ohne merkliche Verluste verringert.
Dieses Ergebnis ist bei einem Verdichter der oben genannten Art von größter Bedeutung, wenn ein
höherer Enddruck als der, für welchen die Einheit normalerweise ausgelegt ist, verlangt wird. Wenn z. B.
eine bestimmte Verdichtereinheit für einen Enddruck von 7 atü ausgelegt ist, aber etwa 8 atü gefordert
werden, müßte die Leistung zur Verdichtung derselben Gasmenge ungefähr 7% größer sein als unter normalen
Bedingungen. Wenn nun aber, wie es üblich ist, der Antriebsmotor bereits unter den normalen Bedingungen
an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit läuft, wäre er bei stärkerem Leistungsbedarf zur Erzeugung der
höheren Verdichtung überlastet. Die Erfindung weist einen Ausweg aus dieser Schwierigkeit mit dem
Vorschlag, den Einlaßbereich in eimern solchen Maße zum normalen Kompressionsbereich hin auszuweiten,
daß die Grenze zwischen beiden Bereichen in eine Lage rückt, welche zur Folge hat, daß bei normalem Betrieb
das Volumen des bei jedem Verdichtungsvorgang verdichteten Gases ungefähr in demselben Maße
verringert wird, wie der Leistungsverbrauch des Verdichters verringert werden muß. um trotz der
stärkeren Verdichtung die zulässige Belastung des Antriebsmotors nijht zu überschreiten.
Die Erweiterung des Einlaßbereichs kann auf verschiedene Weise erreicht werden. Der einfachste
und billigEte Weg besteht darin, durch einen spanendrn Bearbeitungsvorgang den Einlaß in einer vorhandenen
normalen einlaßseitigen Endplatte zu vergrößern oder das Gußmodell dieses Teils geringfügig zu verändern.
Die Kosten derartiger Änderungsmaßnahmen sind praktisch vernachlässigbar im Verhältnis zu den
Gesamtkosten der Einheit. Auf der anderen Seite wird damit aber auch nur eine Verringerung der Volumenkapazität
von nicht mehr als 5 bis 7% erreicht, die einer Vergrößerung des Enddrucks von ungefähr 10 bis 15%
entspricht
Wenn der Enddruclk des Verdichters um mehr ais 10
bis 15% vergrößert werden soll, muß auch der zylindrische Teil des Gehäuses korrigiert werden, indem
nämlich der zurückgesetzte Bereich 50 vergrößert, d. h. die Grenzlinie zwischen dem Einlaßbereich und dem
Verdichtungsbereich verschoben wird. Aber auch diese Modifikation läßt sich verhältnismäßig einfach durch
einen spangebenden Arbeitsvorgang oder durch Veränderung des Gußmodeiis herbeiführen. Auf diese Weise
läßt sich praktisch jede gewünschte Verringerung der Volumenkapazität erzielen.
Die beiden vorstehend geschilderten Maßnahmen zur Verringerung der Volumenkapazität können einzeln
oder in Kombination vorgenommen werden.
Um den größten Wirkungsgrad des Modifizierten Verdichters zu erhalten, sollte der Druck des gasförmigen
Fluids in dem Moment, wo es mit Jem Alislaßkanal in Verbindung kommt, so nahe wie möglich bei dem
Druck in diesem Kanal selbst liegen. Dies bedeutet, daß die Größe der Auslaßöffnung so reduziert werden sollte,
daß das Verhältnis zwischen dem eingeschlossenen Gasvolumen und denn zum Auslaßkanal hin geöffneten
Volumen dem Verhältnis zwischen Ein- und Auslaßdruck entsprechen sollte. Wenn angenommen wird, daß
der Verdichter normalerweise ausgelegt ist für ein Verdichtungsverhältnis von 8 :1, wobei eroin Vc'umenverhältnis
von 4,4 : 1 erzeugt, und daß er auf ein Druckverhältnis von 9 :1 gebracht werden soll, welches
einem Volumenverhältnis von ungefähr 4,8: I entspricht, bei gleichzeitiger Verringerung der Volumenkapazität
um 7%, dann sollte das Auslaßvolumen verringert werden von ungefähr
—
4,4
= 22,7% auf ungefähr ^- = 19,4%
4,8
4,8
des theoretisch maximalen Einlaßvolumens des Kompressors. Diese Verkleinerung der Hochdruck-Auslaßöffnung
kann nicht durch eine spanende Nachbearbeitung erreicht werden, sondern wird zweckmäßigerweise
bere'".s beim Gußmodell berücksichtigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Vergrößerung des Verdichtungsverhältnisses eines auf eine bestimmte Antriebsmaschine
abgestimmten Schraubenrotorverdichters bei im wesentlichen gleicher Leistungsaufnahme, d a durch
gekennzeichnet, daß die mit der Vergrößerung des Verdichtungsverhältnisses verbundene
größere Leistungsaufnahme durch eine entsprechende Erweiterung des Einlaßbereichs (24,
50) des Verdichters in den Verdichtungsbereich hinein kompensiert wird.
Z Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßbereich (24) derart erweitert
wird, daß er die Welle (42) wenigstens eines der Schraubenrotoren vollständig umgibt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßbereich (24) die Welle (42)
des Nutenrotors des Verdichters umgibt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßbereich (24,
50) derart erweitert ist, daß der gegenüber dem Außendurchmesser der Rotoren im Durchmesser
vergrößerte einlaßseitige Umfangsbereich (50) der zylindrischen Mantelwand (32) des Gehäuses (12) in
Bewegungsrichtung der Kämme der Rotoren erweitert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung (48) des Verdichters entsprechend der Vergrößerung des
Verdichtungsverhältnisses und der mit der Erweiterung des E_ Iaßbereichs (24, 50) verbundenen
Verringerung der Vo'umenk-pazität verkleinert
wird.
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