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DE2523367C2 - Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts im Zementfertigbrand - Google Patents

Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts im Zementfertigbrand

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Publication number
DE2523367C2
DE2523367C2 DE2523367A DE2523367A DE2523367C2 DE 2523367 C2 DE2523367 C2 DE 2523367C2 DE 2523367 A DE2523367 A DE 2523367A DE 2523367 A DE2523367 A DE 2523367A DE 2523367 C2 DE2523367 C2 DE 2523367C2
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DE
Germany
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chlorine
stage
alkali
cement
carbon compounds
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DE2523367A
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DE2523367A1 (de
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Horst 5210 Troisdorf Herchenbach
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Kloeckner Humboldt Deutz AG
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Kloeckner Humboldt Deutz AG
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/60Methods for eliminating alkali metals or compounds thereof, e.g. from the raw materials or during the burning process; methods for eliminating other harmful components

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts im Fertigbrannt eines in einem Ofensystem in mehreren Stufen thermisch behandelten Zementrohmehls durch Zugabe eines alkalireduzierenden und chlorenthaltenden Zuschlagstoffes.
In der Zementchemie und der Zementtechnologie ist bekannt, daß Alkaliverbindungen im Zement dessen Eigenschaften meist ungünstig beeinflussen. So können Alkaliverbindungen des Zements, die durch feuchtes CO2 der Luft in Alkalikarbonate umgewandelt werden, die Erstarrungszeit erheblich verkürzen und so das sogenannte Umschlagen des Zements herbeiführen. Weiterhin ist bekannt, daß ein zu hoher Alkaligehalt im Zement zu Ausblühungen von Alkalisulfaten an Beton führen kann. Auch bei den sogenannten reaktionsfähigen Zuschlagstoffen kann durch einen hohen Alkaligehalt im Zement eine Reaktion der Alkalien mit diesen Zuschlagstoffen ein Alkalitreiben des Zements verursachen und damit die Raumbeständigkeit des Betons gefährden.
Um den Alkaligehalt des Zementklinkers im Hinblick aiii die spätere Verarbeitung des Zements zu erniedrigen und eine Limitierung der Alkalien aus Qualitätsgründen zu erreichen, ist bereits versucht worden, die Absenkung des Alkaligehalts im Zementklinker dadurch vorzunehmen, daß dem zu brennenden Zementrohmehl chemische Zuschlagstoffe beigegeben wurden, die die Alkaliverdampfung günstig beeinflussen sollten. Es hat sich gezeigt, daß Zuschlagstoffe, wie beispielsweise
ä Kalziumsulfat (CaSO4) oder Kalziumfluorid (CaF2) den Alkaligehalt im Klinker kaum beeinflußten. Andererseits ist bekannt, dem Zementrohmehl bis zu 3% Kalziumchlorid (CaCl2) beizumengen. Der Alkalipehalt im fertiggebrannten Zement konnte dadurch gesenkt
ίο werden. Dieses Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts ist jedoch aufgrund der hohen Kosten für Kalziumchlorid nicht wirtschaftlich und beeinflußt die Zementherstellungskosten in ungünstiger Weise.
Nach einem weiteren Verfahren zur Herstellung
is eii,2s alkaliarmen Zementklinkers sollen als chlorhaltige Materialien, die im Stande sind, die im Einsatzgut enthaltenen Alkalien in Alkalichloride umzuwandeln, chlorierte organische Abfallprodukte, wie beispielsweise polychlorierte Verbindungen, in den Drehofen eingeführt werden. Diese chlorierten Kunststoffe müssen jedoch in sorgfältig dosierten Mengen in den Drehofen eingeführt werden, damit eine aktive Alkalichloridbildung und Verflüchtigung der Alkalichloride einsetzen kann. Dies erfordert aber einen hohen apparativen und regeltechnischen Aufwand, der sich wiederum ungünstig in den Zementherstdlungskosten auswirkt
Andere Verfahren zur Absenkung des Aikaligehalts im Klinker sahen vor, die in der Sinterzone des
jo Ofensystems verdampfenden Alkaliverbindungen zusammen mit den Abgasen des Drehofens nach Entstaubung unmittelbar aus dem Wärmeprozeß zu entziehen. Die Vorwärmung des Zementrohmehls im Ofensystem sollte dann ausschließlich durch in die Vorwärmstufe eingeführte heiße Kühlerabluft erfolgen. Hierdurch wird jedoch die Gesamtwärmebilanz des Ofensystems ganz erheblich verschlechtert. Ein Entzug der Alkaliverbindungen zusammen mit dem Ofenabgas ist jedoch nicht möglich, wenn die Alkalien in der Sinterzone nicht oder nur unvollständig verdampfen, sondern direkt in das Endprodukt einwandern.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bisherigen Verfahren zur Herstellung eines Zements mit niedrigem Alkaligehalt zu vermeiden und den Alkaligehalt im Zementklinker mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln abzusenken und so ohne Verschlechterung der Gesamtwärmebilanz des Ofensystems einen qualitativ hochwertigen Zement mit gleichmäßig niedrigem Alkaligehalt kostengünstig herzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem als Vorwärmstufe, Entsäuerungsstufe und Sinterstufe bestehenden Ofensystem Chlor enthaltende Kohlenstoffverbindungen in die Entsäuerungsstufe oder die Vorwärmstufe eingeführt werden. Durch die innige dispersive Vermischung des Zuschlagstoffs und der Rohmehlteilchen kommt es infolge des gleichmäßig hohen Wärmeangebots in der Entsäuerungsstufe bzw. in der Vorwärmstufe zu einer schnellen und vollständigen thermischen Zersetzung der Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen. Das freiwerdende Chlor kann daher über einen längeren Zeitraum gleichmäßig mit den vorgewärmten Rohmehlteilchen reagieren, wobei sowohl die auf dem Rohmehl niedergeschlagenen als auch die im Rohmehl gebundenen Alkalien schon vor
b) Eintritt in die Sinterstufe zu den leichtflüchtigen Alkalichloriden umgebildet werden, so daß diese in der Sinterstufe infolge der dort herrschenden hohen Temperaturen aus dem Brenngut gleichmäßig ausdamp-
fen. Hierdurch wird ein statistisch gleichmäßiger Alkaligehalt im fertiggebrannten Zementklinker erreicht.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen zusammen mit einem Brennstoff in die Entsäuerungsstufe eingeführt werden. Daher kann jeder geeignete Brennstoff in gasförmiger, flüssiger oder fester Form verwendet werden, dem die Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen als Zuschlagstoff in vorgegebenen Mischungsverhältnissen beigemengt wird, so daß sich die Alkalichloridbildung genau einstellen läßt und sichergestellt ist, daß die thermische Zersetzung des Chlor enthaltenden Zuschlagstoffs und die Bildung der Alkalichloride sofort beginnt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine Teilmenge der Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen in die Entsäuerungsstufe und die Restmenge in die Sinterstufe eingeführt wird. Hierdurch kann sowohl eine gleichmäßige Alkalichloridbildung in der Entsäuerungsstufc erreicht werden, als auch die Alkaiiausdampfung aus dem Zementkiaiker in der Sinterstufe zusätzlich wirksam unterstützt werden. Diese Maßnahme bietet sich insbesondere dann an, wenn verschiedene Arten von Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften bezüglich ihrer Chlorbindung zur Anwendung kommen. Insbesondere ist bei der Verwendung von Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen unterschiedlicher Konsistenz von Vorteil, die flüssigen Zuschlagstoffe in die Entsäuerungsstufe einzugeben und in dieser Stufe den Wassergehalt auszutreiben, während die festen, Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen bevorzugt unter vollständiger Ausnutzung ihres Heizwertes in die Sinterstufe eingeführt werden. Weiterhin braucht durch diese erfindungsgemäße Maßnahme zur Bildung der Alkalichloride und damit zur Ausdampfung dieser Chloride aus dem Zementklinker in der Sinterstufe nicht auf besonders ausgesuchte chlorreiche Kohle als Brennstoff zurückgegriffen zu werden, sondern es kann auch ein anderer geeigneter Brennstoff in gasförmiger, flüssiger oder fester Form zur Oxydation in der Sinterstufe verwendet werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckmäßig, Chlor enthaltende Kohlenstoffverbindungen in die heißeste Zone der Vorwärmstufe einzuführen, damit dort bereits eine gleichmäßige Alkalichloridbildung einsetzt. Vorteilhaft ist es hierbei, eine Teilmenge der Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen in die heißeste Zone der Vorwänvistufe und die Restmenge in die Sinterstufe einzuführen.
Weiterhin ist es in Ausgestaltung der Erfindung verfahrensmäßig besonders vorteilhaft, daß als Zuschlagstoff Chlor enthaltender Kunststoff, vorzugsweise Polyvenylchlorid zur Erhöhung der Alkaliflüchtigkeit verwendet wird. Hierdurch können in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Maßnahme, die Zuschlagstoffe in die Entsäuerungszone bzw. in die heißeste Zone der Vorwärmstufe einzuführen, die Herstellungskosten von Zement mit niedrigem Alkaligehalt weiter gesenkt werden, da diese chlorhaltigen Kunststoffe als billige Abfallprodukte aus der kunststoffverarbeitenden Industrie bezogen werden können und so auf die teuren Zuschlagstoffe beispielsweise Kalziumchlorid verzichtet werden kann. Infolge der thermischen Zersetzung der Kunststoffe in der Entsäuerungszone bzw. in der heißesten Zone der Vorvärmstufe findet eine noch gleichmäßigere Freisetzung des gebundenen Chlors und Bildung von Alkalich'oriden statt, die infolge ihres niedrigen Verdampfungspunktes eine hohe Flüchtigkeil aufweisen. Die bei der thermischen Zersetzung der chlorenthaltenden Kunststoffe freiwerdende Wärme kann zusätzlich genutzt werden, um die thermische Behandlung des Zementrohmehls in den einzelnen Behandlungsstufen wärmetechnisch zu verbessern. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird weiterhin erreicht, daß nunmehr auch die Abfallprodukte von
in chlorenthaltenden Kunststoffen, die bisher offen verbrannt oder nach Abfallhalden gefahren wurden, einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden können. Vorzugsweise wird als Zuschlagstoff Polyvenylchlorid verwendet. Dieser chlorenthaltende Kunststoff ist ein besonders kostengünstiger Zuschlagstoff, da in der Kunststoffindustrie Polyvenylchlorid in besonders hohem Maße verarbeitet wird und somit auch als Abfallprodukt in großen Mengen anfällt Auch läßt sich Polyvenylchlorid in großen Mengen gefahrlos lagern und darüber hinaus mit Zerkleinerungsmaschinen bis zu staubfeinen Körnungen für den Einsatz in der Zementindustrie aufarbeiten. Infolge des vorteilhaft hohen Chlorgehalts des Polyvenylchlorids kann beispielsweise bei einer Zugabe von nur 0,5% der Klinkerproduktion ca. 03% Kalium bzw. Natrium an Chlor gebunden und verdampft werden.
In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die verflüchtigten Alkalien zumindest teilweise unmittelbar vor ihrer
jo Kondensation aus dem Ofensystem abgezogen werden. Die Konzentration der aus dem Zementklinker verdampften Alkalien nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist in den Abgasen des Ofensystems so hoch, daß bereits das Ableiten einer Teilmenge der Ofenabgase hinter der Sinterstufe den inneren Alkalikreislauf und damit den Alkaligehalt im fertiggebrannten Zementklinker ganz erheblich verringert, ohne daß die Wärmewirtschaftlichkeit moderner wärmesparender Ofensys'eme nennenswert beeinträchtigt wird.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird das erfindungigemäße Verfahren näher erläutert.
Das Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 zeigt im einzelnen, daß bei dem dargestellten Ofensystem vor dem Drehofen 1 sich die Einlaufkammer 2 befindet, in welche die Gutzufuhr 3 aus dein untersten Zyklon 4 eines Schwebegaswärmetauschers einmündet. Oberhalb des Zyklons 4 befindet sich die Gasableitung 5, die zu dem Zyklon 6 führt, von welchem die Gasableitung 7 zu den weiteren nicht näher dargestellten Zyklonen der
so Vorwärmstufe abgeht. Zwischen dem Drehofen 1 und der aus mehreren Zyklonen bestehenden Vorwärmstufe ist eine vertikal ausgerichtete Abgasleitung 8 angeordnet, in die die Gutzufuhr 9 des Zyklons 6 einmündet. Im unteren Bereich der Abgasleitung 8 ist eine Bypaßleitung 10 angeschlossen, die über nicht näher dargestellte Entstaubungssysteme mit der Umgebung in Verbindung steht. Am Austragsende des Drehofens ist ein Kühler 11 für den zu kühlenden Zementklinker angeordnet, der über eine Abluftleit-.ng 12 einerseits über nicht näher dargestellte Entstaubungsanlagen mit der Umgebung, andererseits über eine Sekundärluftleitung 13 mit >n der Abgasleitung 8 oberhalb der Zuführleitung 9 angeordneten Brennereinrichtungen 14 in Verbindung steht. Die Abgasleitung 8 und die gesonderten Brennereinrichtun-
b- gen bilden hierbei eine gesonderte Entsäuerungsstufe für das über die Zufuhrleitung 9 eingeführte Zementrohmehl. In der Entsäuerungsstufe sind in der Abgasleitung 8 vorzugsweise oberhalb der Gutzufuhrleitung 9 und
unterhalb der Brennereinrichtungen 14 vorzugsweise tangential ausgerichtete Zufuhreinrichtungen 15 für einen alkalireduzierenden Zuschlagstoff vorzugsweise einen chlorenthaltenden Kunststoff vorgesehen. Am Gutaustragsende des Drehofens I sind im Bereich der Brennstoffzuführung 16 ebenfalls Zufuhreinrichtungen 17 für einen chlorenthaltenden Kunststoff angeordnet VerfahrensmäBig ergibt sich anhand des Ausführungsbeispieles gemäß F i g. I der folgende Ablauf. Zur Absenkung des Alkaligehaltes im Zementklinker wird eine Teilmenge des chlorenthaltenden Kunststoffes in die mit Brennereinrichtiingen 14 als Entsäueriingsstufe ausgebildete Abgasleitung 8 über die Zufuhreinrichtung 15 eingeführt und die Restmenge des Kunststoffes über die Zufuhreinrichtungen 17 in die .Sinterstufe des Drehofens I eingeführt. In der Entsäuerungssuife werden infolge der thermischen Zersetzung des Kunststoffes freie Chlormoleküle gebildet, welche mit Hon Λ Ita .*· ....
Hpt iiKpr Hip ί~ΐiil7iifiihrlpitιιησ Q
benen Rohmehls intensiv in Berührung kommen und so in dem fein im Ofenabgas dispergierten Rohmehl, statistisch gleichmäßig verteilt, leicht verdampfende Alkalichloride gebildet werden. Das im Zvklon 4 aus dem Ofenabgas abgeschiedene alkalichloridhaltige Rohmehl gelangt über die Gutzufuhr 3 und die Einlaufkammer 2 in die .Sinterstufe des Drehofens 1. Der in die Sinterstufe des Drehofens 1 über die Zufuhreinrichtung 17 eingebrachte chlorhaltige Kunststoff zersetzt sich thermisch unter Bildung freier Chlormoleküle. Diese reagieren wiederum ihrerseits mit den im Klinker noch enthaltenden Alkalien zu Alkalichloriden, so daß die in dsr Entsäuerung.v>mfe noch nicht an Chlor gebundenen Alkalien des Rohmehls dann in der Sinterstufe an Chlor gebunden werden, so daß die Alkalichloridc gleichmäßig aus dem Zementklinker ausgedampft werden können. Der in dem Drehofen 1 fertiggebrannte Klinker wird in dem Kühler Il gekühlt und aus dem Ofensyslem ausgetragen.
["in Teil der alkalihalligcn Abgase wird hinter dem Drehofen 1 und vor der Entsäuerungsstufe noch vor der Kondensation der Alkalien über den Bypaß IO abgezogen und über nicht näher dargestellte Rntslaubungssysteme an die Umgebung abgeführt. Die mit
ίο Alkalichloriden hoch angereicherten aus dem Ofensy stern abgezogenen Abgasteilmengen können dabei so eingestellt weiden, daß ohne die Wärmewirtschaftlich keil des Ofensystemes nennenswert zu verschlechtern, der jeweils gewünschte niedrige Alkaligehalt im Klinker
ι > /in erlässig eingestellt werden kann.
Die Anwendung des erfindiingsgemäßen Verfahrens ist nicht nur auf das dargestellte Ausführungsbeispicl beschränkt, sondern kann auch bei einem Ofensystem :inopu/pii(Jpt u/prripn welches prmüß F* i v. 2 aus ointMli Drehofen 1 und einer diesem vorgeschalteten, mehrere Zyklone enthaltenden Vorwärmstufe besteht. Hierbei wird in die Abgasleitung 8 des Drehofens I. die zu dem untersten heißesten Zyklon führt, eine Teilmenge des chlorenthaltenden Kunststoffes eingeführt, welcher sich
.s in dieser Heiß/onc thermisch schnell zersetzt, während die Restmenge des Kunststoffes in die Sinterstufe des Drehofens eingeführt wird, so daß sich die bereits weiter oben Seschriebenen chemischen Reaktionen zwischen Chlor und den Alkalien des in das Ofensystem
ίο eingebrachten Zementrohmehls gleichmäßig ausbilden können. In der Sinterstufe des Drehofens I werden die Alkalichloride aus dem Zementklinker verflüchtigt und der Klinker über den Kühler Il aus dem Ofensystem ausgetragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts im Fertigbrand eines in einem Ofensystem mit mehreren Stufen thermisch behandelten Zementrohmehls durch Zugabe eines Alkali reduzierenden, Chlor enthaltenden Zuschlagstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem als Vorwärmstufe, Entsäuerungsstufe und Sinterstufe bestehenden Ofensystem Chlor enthaltende Kohlenstoffverbindungen in die Entsäuerungsstufe oder die Vorwärmstufe eingeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen zusammen mit einem Brennstoff in die Entsäuerungsstufe eingeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen in die heißeste Zone der Vorwärmstufe eingeführt-werden.
4. Verfahren nach Anspruch ! oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Teilmenge der Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen in die Entsäuerungsstufe und die Restmenge in die Sinterstufe eingeführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß eine Teilmenge der Chlor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen in die heißeste Zone der Vorwärmstufe und die Restmenge in die Sinterstufe eingeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Chlor enthaltender Kunststoff, vorzugsweise Polyvenylchlorid, zur Erhöhung der Alkaliflüchtigkeit verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verflüchtigten Alkalien zumindest teilweise unmittelbar vor ihrer Kondensation aus dem Ofensystem abgezogen werden.
DE2523367A 1975-05-27 1975-05-27 Verfahren zur Absenkung des Alkaligehalts im Zementfertigbrand Expired DE2523367C2 (de)

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