DE2520750C3 - Elektrode zur Herstellung eines kreisbogenförmig gekrümmten Kanals durch Funkenerosion - Google Patents
Elektrode zur Herstellung eines kreisbogenförmig gekrümmten Kanals durch FunkenerosionInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode zur *>
Herstellung eines kreisbogenförmig gekrümmten Kanals durch Funkenerosion, bestehend aus einem mit
gleicher Krümmung wie der herzustellende Kreisbogenkanal gekrümmten Rohr.
Bei einer bekannten Elektrode dieser Art (US-PS α
3339 510)_ wird durch das Innere der rohrförmigen Elektrode kontinuierlich Elektrolyt-Kühlmittel zugeführt.
Da diese Elektrode über ihre gesamte Länge von konstantem Durchmesser ist, kann das abgetragene
Material wegen des geringen Spalts zwischen Elektrode und Werkstück nur schwierig abgeführt werden.
Außerdem ist die Abtragung des Materials an dem der Mündung des Elektrolyt-Kühlmittelkanals gegenüberliegenden
Teil des Werkstücks unvollkommen.
Es ist aber auch bekannt, daß bei hohlen Funkenerosionselektroden
anstelle eines einzigen Flüssigkeitskanals in der Elektroden-Arbeitsfläche mehrere achsparallele
Kanäle (US-PS 24 27 588) und insbesondere mehrere voneinander getrennte, umfänglich verteilte,
divergierend zum Elektrodenende hin verlaufende so Kanäle(FR-PS 10 68 690) münden.
Schließlich ist es bekannt, die Spitze einer Funkenerosionselektrode
abzurunden (SU-PS 1 73 117).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Elektrode der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß damit eine genauere Abtragung eines kreisbogenförmigen Kanals durch Funkenerosion mit erhöhter
Abtragsleistung und gesicherter Abführung des abgetragenen Materials gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einem Ende des Rohrs ein mit der gleichen
Krümmung wie der herzustellende Kreisbogenkanal ausgebildeter Elektrodenkopf montiert ist, daß der
Elektrodenkopf in an sich bekannter Weise mehrere umfänglich verteilte, mit dem Rohrinneren verbundene,
divergierend zum Elektrodenende hin verlaufende Kanäle für die Bearbeitungsflüssigkeit aufweist und daß
das Elektrodenkopfende etwa von den Mündungen der Kanäle an kegelförmig mit einem Winkel von 35—70°
verjüngt ist
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das Spitzenvorderende des Elektiodenkopfes
abgerundet ist.
Oie Spitze des zum Schruppen verwendeten Elektrodenkopfes
weist vorzugsweise einen Winkel von 60-70° auf.
Bei der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß die Länge der Werkzeugelektrode unter Berücksichtigung
ihres Verschleißes in geeigneter Weise so bestimmbar ist, daß Unterschiede des Innendurchmessers des
gekrümmten Kanals, die sich bei der Bearbeitung durch die Funkenerosion zwischen dem Beginn und dem Ende
des Abtragvorgangs ergeben, auf weniger als 0,2 mm verringert werden können, wodurch die Abtragsgenauigkeit
verbessert wird. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch Vermeidung von möglichen Kurzschlüssen bei
der Funkenerosion aufgrund der besseren Abfuhr abgetragenen Materials.
Durch einen erfindungsgemäß gewählten Neigungswinkel des Elektrodenkopfendes ist die Abtragsleistung
etwa um das Zehnfache der Abtragsleistung bereits entwickelter Vorrichtungen zu steigern.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführung der
erfindungsgemäßen Elektrode zum Schruppen durch Funkenerosion;
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Elektrode nach Fig.l;
F i g. 3 eine Draufsicht auf eine andere Ausführung der Elektrode zum Schlichten durch Funkenerosion;
Fig.4 einen Querschnitt durch die Elektrode nach
Fig.3;
F i g. 5 eine Einrichtung zum funkenerosiven Bohren eines gekrümmten Kanals unter Verwendung der
erfindungsgemäßen Elektrode;
F i g. 6 die Beziehung zwischen dem Neigungswinkel des Elektrodenkopfendes und der Abtragszeit beim
Schruppen;und
F i g. 7 die Beziehung zwischen dem Neigungswinkel des Elektrodenkopfendes und der Abtragszeit beim
Schlichten.
F i g. 1 und 2 zeigen eine zum Schruppen durch Funkenerosion geeignete Elektrode, wobei keine allzu
große Genauigkeit verlangt wird; Fig.3 und 4 zeigen eine zum Schlichten geeignete Elektrode, bei der große
Genauigkeit verlangt wird.
Ein Werkzeug-Elektrodenkopf 4 zum Schruppen bzw. ein Werkzeug-Elektrodenkopf 5 zum Schlichten
sind an den Enden gekrümmter Rohre 6 befestigt. Im Inneren des gekrümmten Rohres 6 ist ein Strömungskanal
6a für eine dielektrische Flüssigkeit ausgebildet, und das Äußere des Rohrs 6 hat die gleiche Krümmung wie
ein abzutragender Kanal mit kreisförmigem Querschnitt und Kreisbogenform.
Nach F i g. 2 und 4 sind die Elektrodenköpfe 4 und 5 zylindrisch. Ihre Längskrümmung ist gleich der Krümmung
des durch Funkenerosion abzutragenden Kanals. In den Elektrodenköpfen 4 bzw. 5 sind mehrere
Strömungskanäle 46 bzw. 56 ausgebildet, durch die die vom Rohr 6 zugeführte dielektrische Flüssigkeit am
gekrümmten Kanal ausgeblasen wird. Nach Fig. 2 ist der zum Schruppen dienende Elektrodenkopf an seiner
Spitze 4a als Kegel bzw. Konus ausgebildet, dessen Spitzenwinkel zwischen 60 und 70° liegt und dessen
Vorderende 4c/ kugelförmig mit einem Radius R
ausgebildet ist Wie in Fig.6 gezeigt, kann die Abtragsleistung durch einen Neigungswinkel der Spitze
des Elektrodenkopfendes innerhalb eines Bereichs von 35—70° beträchtlich gesteigert werden. Zusätzlich ist
das Spitzenvorderende 4d des Elektrodenkopfes kugelig ausgebildet, wodurch eine erhöhte Stabilität der
Bearbeitung zu Beginn des Bearbeitungsvorganges erzielt wird.
Wenn nach dem Schruppen mit dem Elektrodenkopf 4 die Bearbeitungsgenauigkeit des gekrümmten Kanals
erhöht wurden soll, wird zum Schlichten der Elektrodenkopf
5 nach F i g. 4 eingesetzt Dieser hat eine runde Außenform und ist an seiner Spitze 5a als kreisförmiger
Kegelstumpf ausgebildet, dessen Neigungswinkel im Bereich von 35—70° liegt und dessen Vorderende 5d
eben ist. Wie aus F i g. 7 ersichtlich ist, wird durch einen Neigungswinkel des Elektrodenkopfendes im Bereich
von ca. 35—70° die Abtragsleistung beträchtlich gesteigert. Ferner ist das Vorderende 5d des Elektrodenkopfes
eben, da der Durchbruch für den gekrümmten Kanal bereits durch den zum Schnippen verwendeten
Elektrodenkopf 4 hergestellt wurde und somit kein stirnseitiger Bearbeitungsspalt mehr besteht.
F i g. 5 zeigt eine Ausführung einer Einrichtung zum Herausarbeiten eines Kreisbogenkanals 30 durch
Funkenerosion unter Verwendung der erfindungsgemäßen Elektrode. Das Einspannen des metallischen
Werkstückes 8 auf einem Arbeitstisch 7 erfolgt mittels eines Stellstifts 11 durch eine Spannvorrichtung 10.
Unter Ausnutzung einer Ausnehmung 9 des Werkstücks 8 wird am unteren Teil der Spannvorrichtung 10 eine
Leitplatte 12 mittels Bolzen 13 befestigt. In einer Ausnehmung der Spannvorrichtung 10 ist ein Bolzen 14
vorgesehen, dessen eines Ende am Arbeitstisch 7 anliegt und der das Werkstück 8, die Leitplatte 12 und die
Spannvorrichtung 10 durchsetzt Der Bolzen 14 wird dann über ein oberhalb der Spannvorrichtung 10
liegendes Abstandsglied 16 mittels einer Mutter 15 angezogen, wodurch die Spannvorrichtung 10 und das
Werkstück 8 sicher am Arbeitstisch 7 festgelegt sind. Die Spannvorrichtung 10 hat eine Elektrodenführung 17
mit gleicher Krümmung wie die des gekrümmten Kanals 30, die mittels einer Halterung 18 befestigt ist.
Ferner ist am Arbeitstisch 7 eine Ständerplatte 19 mit Riemenscheiben 20 und 21 montiert An der Welle 22
der Riemenscheibe 21 greift ein Arm 23 mit einem Elektrodenhalter 24 an, der einen Elektrodenkopf 25a
und ein Rohr 25 halten, die beide die gleiche Krümmung haben wie der Kanal 30. An einem über die
Riemenscheiben 20 und 21 verlaufenden Drahtseil 26 ist ein Ende einer Platte 27 befestigt, die mittels eines
Bolzens 28 fest an einer Hauptantriebswelle 29 einer die Riemenscheiben 20 und 21 antreibenden Maschine
gesichert ist. Die Stromversorgung und die Arbeitsmediumzufuhr sind nicht dargestellt. Zur Herstellung des
kreisbogenförmigen Kanals 30 im Werkstück 8 wird die Hauptantriebswelle 29 der Maschine abwärts bewegt,
so daß das Drahtseil 26 in dem entsprechenden Sinn umläuft. Die Riemenscheiben 20 und 21 drehen sich im
Uhrzeigersinn und verschwenken den an der Riemenscheibe 21 befestigten Arm 23 zusammen mit dem
Elektrodenkopf 25a und dem Rohr 25 im Uhrzeigersinn,
wodurch ein Abtragen des Werkstücks 8 erfolgt und der gekrümmte Kanal 30 entsteht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Elektrode zur Herstellung eines kreisbogenformig
gekrümmten Kanals durch Funkenerosion, bestehend aus einem mit gleicher Krümmung wie
> der herzustellende Kreisbogenkanal gekrümmten Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß an
einem Ende des Rohrs (6) ein mit der gleichen Krümmung wie der herzustellende Kreisbogenkanal
(30) ausgebildeter Elektrodenkopf (4,5) montiert ist, iu
daß der Elektrodenkopf in an sich bekannter Weise mehrere umfänglich verteilte, mit dem Rohrinneren
verbundene, divergierend zum Elektrodenende hin verlaufende Kanäle (46,5b) für die Bearbeitungsflüssigkeit
aufweist und daß das Elektrodenkopfende <> etwa von den Mündungen der Kanäle (46, 56^ an
kegelförmig mit einem Winkel von 35—70° verjüngt ist.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spitzenvorderende (4d) des
Elektrodenkopfes (4) abgerundet ist.
3. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (4a) des zum Schruppen
verwendeten Elektroden kopfes (4) einen Winkel von 60—70° aufweist. >~>
Applications Claiming Priority (1)
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