DE2514780A1 - Verfahren und vorrichtung zum vertreiben von wild - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum vertreiben von wildInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
- A01M29/00—Scaring or repelling devices, e.g. bird-scaring apparatus
- A01M29/16—Scaring or repelling devices, e.g. bird-scaring apparatus using sound waves
- A01M29/18—Scaring or repelling devices, e.g. bird-scaring apparatus using sound waves using ultrasonic signals
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Description
Walter Pollmann, 6349 Hörbach/Dillkreis
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Vertreiben von Wild, vornehmlich Rehwild, aus bestimmten Zonen, z.B.
aus abzuerntenden Getreidefeldern, wobei Schall ausgesendet wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des noch zu
definierenden erfindungsgemäßen Verfahrens.
In der Wildpflege ist es oft erforderlich, Wild zu vertreiben. So kommt es z.B. häufig vor, daß Rehe in Getreidefeldern
Kitze ablegen, und zwar gerade in der Jahreszeit, in der Getreidefelder abgeerntet werden sollen. Die Rehkitze sind
deshalb durch die Erntemaschinen gefährdet. Es ist zwar schon versucht worden, durch Vorsätze an Mähwerken von Erntemaschinen
Jungwild rechtzeitig aufzuscheuchen, jedoch sind solche Vorbauten aufwendig und auch hinderlich und werden deshalb kaum
angewendet, zumal der das Getreidefeld aberntende Landwirt
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in der Regel kein Interesse am Wildschutz hat. Es wurde auch schon versucht, Wild durch Erzeugen von Geräuschen zu
verscheuchen, was den Nachteil einer Belästigung der Umwelt hat, zumal die Geräuscherzeugung über längere Zeit fortgesetzt
werden muß, um den Erfolg sicherzustellen»
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu seiner Durchführung vorzuschlagen, mit dem
ohne Umweltbelästigung V/ild vertrieben werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein hochfrequenter Ton und/oder eine Serie und/oder
ein Akkord aus hochfrequenten Tönen ausgesendet wird, deren Frequenz jenseits des menschlichen Hörbereiches liegt.
Jenseits des menschlichen Hörbereiches liegende Töne können beliebig lange ausgesendet werden, ohne daß eine Belästigung
der Umwelt entsteht» Man kann deshalb die Töne so lange aussenden, daß das Wild mit Sicherheit aus der betreffenden
Zone vertrieben wird. Versuche haben gezeigt, daß das Wild, insbesondere Rehwild, auf Ultraschalltöne stark anspricht
und so die Gewähr gegeben ist, daß nach längerer Beschallung einer bestimmten Zone das V/ild diese Zone verläßt.
Zweckmäßig sind z.B«, Töne mit einer Frequenz zwischen 18.000
und 22.000 Hertz, also Töne, die zwar nahe beim menschlichen
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_
Hörbereich liegen, jedoch vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen werden.
Es ist vorteilhaft, den Schall nicht dauernd, sondern periodisch auszusenden, wobei die Schalldauer z.B. 8 Sekunden und das
Intervall zwischen zwei Aussendungen z.Bo 8 Minuten betragen
kann. Die periodische Schallaussendung hat den Vorteil einer noch besseren Wirksamkeit und gestattet außerdem die Einsparung
von elektrischer Energie, was besonders dann von Vorteil ist, wenn die Schallerzeugungsvorrichtung mit Batterien gespeist wird.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen mindestens eine Schallaustritt
soff nung aufweisenden Behälter, der eine spiegelnde Oberfläche aufweist,und im Behälter untergebrachte Mittel zur Ultraschallerzeugung.
Mit einer solchen Vorrichtung läßt sich eine zusätzliche Vertreibungswirkung erzielen, da Wild bekanntlich
spiegelnde Flächen scheut und davor flüchtet.
Besonders vorteilhaft ist es, den Behälter kugelförmig auszubilden,
wobei die Kugel vorzugsweise aus zwei voneinander lösbaren Halbkugelschalen besteht. Eine Kugel ist besonders
gut als reflektierende Fläche geeignet, da unabhängig vom Lichteinfall stets eine Reflexion vorhanden ist. Die Zusammensetzung
der Kugel aus zwei Halbschalen gestattet einen Zugang zum Inneren des Gehäuses, z.B. zum Zwecke des Batteriewechsels.
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Am Behälter ist vorzugsweise ein Stab befestigt, der an seinem unteren Ende vorzugsweise eine Spitze aufweist und
eine Länge von ca. 1,5 m hat. Vorzugsweise besteht der Stab aus mehreren zusammensteckbaren Teilen. Dies hat den Vorteil,
daß sich die Vorrichtung zu Transport- und Lagerungszwecken
raumsparend verpacken läßt. Dies gestattet eine bequeme Aufstellung der Vorrichtung, nämlich durch einfaches Einstecken
des Stabes in die Erde. Die Vorrichtung kann deshalb schnell entfernt und schnell an einem anderen Ort wieder aufgestellt
werden. Vorzugsweise greifen im oberen Bereich des Stabes oder an der Unterseite des Behälters Abspannseile an, die an
ihren unteren Enden vorzugsweise mit einem Hering ausgerüstet sind. Auf diese V/eise läßt sich die Vorrichtung auch dann
stabil aufstellen, wenn der Stab verhältnismäßig dünn ist.
Im Behälter ist vorzugsweise eine Stromquelle in Form einer Batterie untergebracht. Dies macht die Vorrichtung unabhängig
von einem Stromnetz, was bei der Aufstellung auf freiem Feld, die ja hauptsächlich in Betracht kommt, ein wesentlicher Vorteil
ist.
Die Vorrichtung enthält vorteilhafterweise einen mit Halbleiterelementen
ausgerüsteten elektronisch arbeitenden Timer zur Steuerung einer periodischen Schallaussendung. Solche
elektronische Einrichtungen arbeiten mit einem geringen Strom-
- 5 609842/0132
verbrauch, so daß auch bei Batteriebetrieb ein Batteriewechsel nur selten nötig ist.
Die Zahl der Schallgeber im Behälter kann verschieden sein. Es genügt bereits ein Schallgeber. Als vorteilhaft hat sich
die Verwendung von zwei Schallgebern erwiesen, die so angeordnet werden, daß sie etwas divergierend Schall aussenden.
Die Schallaustrittsöffnung ist vorzugsweise von einer als Regenschutz dienenden Wand umgeben. Hierdurch wird verhindert,
daß durch die Schallaustrittsöffnung Regenwasser an die feuchtigkeitsempfindliche elektronische Einrichtung
gelangt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
schematisch dargestellt, die nachfolgend besprochen wird»
Die Vorrichtung hat ein Gehäuse 1, das an einem Stab 2 befestigt
ist. Das Gehäuse 1 ist kugelförmig und besteht aus zwei voneinander lösbaren Halbkugelschalen 3 und 4, die
an der Trennfuge 5 aneinander anliegen. Der Stab 2 ist über eine Tragplatte 6 mit dem Stab 2 verbunden, dessen Länge
etwa 1,5 m ist und dessen unteres Ende 7 zugespitzt ist.
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Der Stab 2 besteht aus drei Teilen 2a, 2b und 2c, die zusammensteckbar
sind. Die Stabteile sind vorzugsweise gleich lang.
Im Gehäuse 1 ist eine Batterie 8 untergebracht, die zur Speisung der insgesamt mit 9 bezeichneten Anordnung dientβ
Die Anordnung 9 hat zwei Ultraschallgeber 10 und 11, die an einer Steckplatte 12 befestigt sind. Mit der Steckplatte
12 ist auch ein Timer verbunden, dessen Elemente durch Kästchen angedeutet sind. Im Bereich vor den Schallgebern 11, 12 enthält
die Halbkugelschale 3 ein Gitter 14, durch dessen Löcher Schall austreten kanno Die Schallaustrittsöffnung 14 ist von
einer Wand 16 umgeben, die verhindert, daß Regenwasser durch die Schallaustrittsöffnung in das Innere der Kugel 1 gelangt. Die
Vorrichtung wird dadurch aufgestellt, daß der Stab 2 durch Eindrücken der Spitze 7 im Erdreich 15 befestigt wirdo Am
oberen Ende des Stabes 2 greifen mehrere Abspannseile an, vorzugsweise drei Abspannseile, von denen zwei gezeichnet und
mit den Bezugszahlen 17a und 17b bezeichnet sindo An den
unteren Enden der Abspannseile befinden sich Heringe 18a, 18b, die in das Erdreich 15 einsteckbar sind.
Die Oberfläche der Kugel hat einen spiegelnden Belag, der z.B. durch eine Verchromung oder anderweitige Beschichtung gebildet
sein kann. Auch ein Polieren des Materials kann genügen, um den gewünschten Spiegelungseffekt zu erzielen.
— 7 — 609842/0132
Claims (11)
- 25U780Patentansprüche:I 1 </ Verfahren zum Vertreiben von Wild, vornehmlich Rehwild, aus bestimmten Zonen, zeB. aus abzuerntenden Getreidefeldern, wobei Schall ausgesendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein hochfrequenter Ton und/oder eine Serie und/oder ein Akkord aus hochfrequenten Tönen ausgesendet wird, deren !Frequenz jenseits des menschlichen Hörbereiches liegt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ton mit einer Frequenz zwischen 18.000 und 22„000 Hertz ausgesendet wird β
- 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schall periodisch ausgesendet wird, wobei die Schalldauer z.B. 8 Sekunden und das Intervall zwischen zv/ei Aussendungen z.B. 8 Minuten betragt.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen mindestens eine Schallaustrittsöffnung aufweisenden Behälter (1), der eine spiegelnde Oberfläche hat, und im Behälter (1) untergebrachte Mittel (10, 11) zur Ultraschallerzeugung.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) kugelförmig ausgebildet ist, wobei die Kugel vorzugsweise aus zwei voneinander lösbaren Halbkugelschalen (3, 4) besteht.■609842/0132 - 8 - .25H780
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Behälter (1) ein vorzugsweise aus mehreren zusammensteckbaren Teilen (2a, 2b, 2c) bestehender Stab (2) befestigt ist, der an seinem unteren Ende vorzugsweise eine Spitze (7) aufweist und eine Länge von ca. 1,5 m hat.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich des Stabes (2) oder an der Unterseite des Behälters (1) Abspannseile (17a, 17b) angreifen, die an ihren unteren Enden vorzugsweise mit einem Hering (I8aj 18b) ausgerüstet sind ο
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Behälter (1) eine Stromquelle einer Batterie (8) untergebracht ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, gekennzeichnet durch einen mit Halbleiterelementen ausgerüsteten elektronisch arbeitenden Timer (13) zur Steuerung einer periodischen Schallaussendung.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, gekennzeichnet durch zwei Schallgeber (10, 11), die so angeordnet sind, daß sie Schall divergierend aussenden.609842/013225H780
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 Ms 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallaustrittsöffnung (14) von einer als Regenschutz dienenden Wand (16) umgeben ist.609842/01 32AOLeerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752514780 DE2514780C3 (de) | 1975-04-04 | 1975-04-04 | Vorrichtung zum Vertreiben von Tieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752514780 DE2514780C3 (de) | 1975-04-04 | 1975-04-04 | Vorrichtung zum Vertreiben von Tieren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2514780A1 true DE2514780A1 (de) | 1976-10-14 |
| DE2514780B2 DE2514780B2 (de) | 1980-07-24 |
| DE2514780C3 DE2514780C3 (de) | 1981-08-13 |
Family
ID=5943105
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752514780 Expired DE2514780C3 (de) | 1975-04-04 | 1975-04-04 | Vorrichtung zum Vertreiben von Tieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2514780C3 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2514780C3 (de) | 1981-08-13 |
| DE2514780B2 (de) | 1980-07-24 |
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