DE2514094A1 - Abtrennung von wasser aus waesserigen mischungen mittels membranen - Google Patents
Abtrennung von wasser aus waesserigen mischungen mittels membranenInfo
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Description
MONSANTO COMPANY St. Louis, Missouri / USA
"Abtrennung von V/asser aus wässerigen
Mischungen mittels Membranen"
Die vorliegende Erfindung betrifft die Abtrennung von Wasser aus wässerigen Mischungen von organischen und anorganischen
Verbindungen mittels Membranen. Ein anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Abtrennung
von Wasser aus wässerigen Mischungen, in denen die organischen und anorganischen Verbindungen in Wasser löslich oder
O7-21-O258A GW
X/H
S0984Ö/0850
— ρ —
dispergierbar sind, mittels Membranen. Wiederum ein weiterer
Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Abtrennung von Wasser aus wässerigen Beschickungsmischungen
mittels Membranen, gekoppelt mit der Verwendung einer wassermischbaren Mitreiß- und Waschflüssigkeit (sweep liquid),
die eine Permeatwasser-Abtrennung ohne Phasenänderung erlaubt. Noch ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft
ein Verfahren, in welchem eine wässerige Mischung durch Entfernung von zumindest einem Teil des Wassers aus der
Beschickungsmischung auf eine höhere Konzentration gebracht werden kann.
Die Abtrennung von Wasser aus wässerigen Mischungen, wie beispielsweise Dispersionen, Emulsionen, Lösungen und dergleichen
wurde auf verschiedene Weise bewerkstelligt, beispielsweise durch Destillation, Filtration, Lösungsmittelextraktion
und Kombinationen dieser und anderer Verfahren. Jedoch liefern diese Verfahren oftmals keine zufriedenstellende
Wasserabtrennung aus wässerigen Mischungen ohne den Einsatz von Vielstufen-Apparaten oder den hohen Energiebedarf,
der für Phasenänderungstechniken benötigt wird. Bekannte Filtrationsverfahren versagen ebenfalls, wenn die
Teilchengröße der Dispersion oder Emulsion so gering ist, daß die Teilchen mit dem Wasser durch das Filtermaterial
hindurchgehen. Lösungsmittel-Extraktionsverfahren führen
S0M4Ö/O8S0
25H094
häufig zum Austausch der einen wässerigen Mischung durch eine andere und zeigen so den anhaltenden Bedarf für eine
Wasserabtrennung aus einer wässerigen Mischung oder Lösung. Wegen der Nachteile der bekannten Verfahren zur Wasserabtrennung
aus wässerigen Mischungen, ist ein einfaches, billiges Verfahren, das für alle Typen von wässerigen Mischungen
angepaßt werden kann, in hohem Maße erwünscht.
Abtrennungstechniken mittels Membranen wurden zur Abtrennung von Mischungen aus zwei oder mehr verschiedenen Molekülen
angewandt, z.B. für wässerige Mischungen, gemischte Kohlenwasserstoffe, azeotrope Mischungen und dergleichen.
Jedoch folgen den bekannten Trennverfahren, die zur Auftrennung von wässerigen Mischungen verwendet werden, häufig
sekundäre Verfahren, wie beispielsweise eine Destillation. Wegen der Machteile der bisherigen Trennungsverfahren,
die hauptsächlich einen wesentlichen Energiebedarf thermochemischer oder mechanischer Natur einbeziehen, wird ein
einfaches Trennverfahren mittels Membranen zum Abtrennen von Wasser aus wässerigen Mischungen, das einen minimalen
Energiebedarf aufweist, notwendig.
Der wachsende Bedarf für weitere Quellen von Wasser aus Salzwasser oder aus verunreinigten Quellen hat dazu geführt,
daß intensive Forschungen im Hinblick auf die Abtrennung
S0S840/08S0 " n "
von Wasser aus wässerigen Mischungen durchgeführt wurden. Es wurden bei den bekannten Wasserabtrennverfahren auf Basis
Entspannungsverdampfung, Abtrennung mittels Membranen,
elektrodialytische Wirkung, Gefrieren und dergleichen erhebliche Verbesserungen durchgeführt. Jedoch benötigen derartige
bekannte Verfahren, auch in verbesserter Form, erhebliche Beträge von Energie- -und Wärmedifferentialen, und häufig
erfordern sie eine physikalische Phasenänderung in dem System, wie beispielsweise eine Verdampfung oder eine Kristallisation.
Um eine billige Wasserabtrennung aus wässerigen Mischungen von organischen und anorganischen Verbindungen
zu erzielen, mußten Arbeitsweisen entwickelt werden, die einen minimalen Energiebedarf erfordern, eine Phasenänderung
vermeiden, oder beides.
Demzufolge besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, verbesserte Verfahren zur Abtrennung von Wasser aus
wässerigen Mischungen zu schaffen, bei denen die Energie- und Wärmedifferential-Anforderungen beträchtlich herabgesetzt
sind.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, verbesserte Verfahren zur Wasserabtrennung zu schaffen,
die eine relativ einfache Ausrüstung benötigen, einen niedrigen Energiebedarf und minimale thermische Werte haben.
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Es wurde nun im Rahmen von Untersuchungen, die zu der vorliegenden
Erfindung führten, gefunden, daß Wasser aus wässerigen Mischungen durch die Verwendung von polymeren Membranen,
die für Wasser selektiv permeabel sind, zusammen mit einer wassermischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit,
die eine kritische Phasentrennungstemperatur bezüglich des Wassers innerhalb des Thermostabilitätsbereiches der Membran
aufweist, wirksam abgetrennt wird. Ein wesentliches Kennzeichen des Wasserabtrennungsverfahrens besteht darin, daß
die wassermischbare Flüssigkeit eine normale oder inverse thermische Wassermischbarkeitskurve besitzt. Die Auswahl
der wassermischbaren Flüssigkeit begünstigt ein Abtrennungsverfahren, für welches ein minimaler Energiebedarf zur Abtrennung
von Wasser aus der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit ohne die Notwendigkeit einer Phasenänderung benötigt wird.
Ein zusätzliches, wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die polymere Membran im Vergleich
zu anderen Komponenten für Wasser selektiv permeabel ist. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung trennt Wasser
aus wässerigen Mischungen durch die nachfolgenden Stufen
ab:
(a) In-Berührung-bringen wässeriger Mischungen mit einer
ersten Oberfläche einer polymeren Membran, die für Wasser selektiv permeabel ist,
(b) Hindurchdringen eines Teiles des Wassers in und durch die Membran,
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(c) ϊη-Berührung-bringen einer zweiten Oberfläche der
Membran mit einer wassermischbaren Flüssigkeit mit einer thermisch-abhängigen Wassermischbarkeit innerhalb des stabilen
Temperaturbereiches der Membran,
(d) Absiehen einer wasserangereicherten mischbaren Flüssigkeit
von der zvreitsn Membranoberfläche, und
(e) Bilden einer- wasserreichen Phase und einer mischbaren
Flüssigphase durch die thermische Einstellung der abgezogenen wasserahgereicherten mischbaren Flüssigkeit.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfaßt die Anwendung von polymeren Membranen, die für Wasser selektiv permeabel
und für andere Komponenten im wesentlichen undurchlässig sind, gekuppelt mit ausgewählten., wassermischbaren Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeiten, die entweder eine normale oder inverse, thermische Wassermischbarkeitskurve besitzen. Das Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung erfordert ferner, daß das Wasser in der wassermischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigr
keitsphase an der zweiten Seite der Membran auf einem niedrigeren chemischen Potential als das Wasser an der ersten oder
Beschickungsseite der Membran gehalten wird. Das niedrigere chemische Potential führt zu einer Kraft, welche das Wasserpermeat
durch die Selektivmembran treibt. Ein vielstufiger Betrieb ist bei einer Verwendung der Erfindung in größerem
Maßstabe durchführbar, da einzelne Stufen verschiedene Kon-
. 500840/0850
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zentrationen und Temperaturen gestatten, um eine optimale Treibkraft zustandezubringen.
Eine kontinuierliche Arbeitsweise gemäß Erfindung ist erzielbar, wobei eine wässerige Mischung auf eine Seite der
selektiven Membran und in Kontakt damit und die wassermischbare Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit an die andere Seite
der Membran und in Kontakt damit geführt wird. Das niedrigere chemische Potential in der wassermischbaren Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeit schafft zusammen mit der im Gegenstrom stehenden wässerigen Beschickungsmischung eine treibende
Kraft für das Hindurchdringen von Wasser durch die selektive Membran, um so die wassermischbare Mitreiß- bzw. Waschphase
anzureichern. Die mit Wasser angereicherte, mischbare Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase wird dann thermisch
bis auf die Temperatur eingestellt, bei der man eine wasserreiche Phase und eine mischbare Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase
mit herabgesetztem Wassergehalt für das Im-Kreisführen zur Wiederholung in dem erfindungsgemäßen Abtrennungssystem erhält.
Für jede einzelne Stufe wird die Wirksamkeit der Abtrennung durch den Trennfaktor (T.P.) angegeben. Der Trennfaktor wird
als das Verhältnis der Konzentration von zwei zu trennenden Substanzen A und B,geteilt durch das Verhältnis der Kon-
S0S840/08S0 - 8 -
■zentrationen der entsprechenden Substanzen in dera Permeat,
angegeben:
(C /C, ) im Permeat (C„/Ch5 im Permeant
In dieser Gleichung bedeuten C und C, die Konzentration
et D
der bevorzugt permeablen Komponente bzw. irgendeiner anderen Komponente der Mischung oder der Summe der anderen Komponenten.
Der Ausdruck "chemisches Potential" wird hier in dem Sinne
verwendet, wie er von Olaf A. Hougen und K.M. Watson ("Chemical Process Principles, Part II," John Wiley, New York,
1947) definiert wurde. Der Ausdruck ist mit der Fluchttendenz
einer Substanz aus irgendeiner besonderen Phase verwandt. Pur einen idealen Dampf oder ein ideales Gas ist
diese Fluchttendenz gleich dem Partialdruck, so daß sie stark mit einer Veränderung in dem Gesamtdruck variiert.
Für eine Flüssigkeit ist die Veränderung der Fluchttendenz als Funktion des Gesamtdruckes gering. Die Fluchttendenz
einer Flüssigkeit hängt stets von der Temperatur und der Konzentration ab. In der vorliegenden Erfindung ist die Beschickungssubstanz
typischerweise eine flüssige Lösung und die andere Seite der Membran wird so gehalten, daß eine
flüssige Phase existiert. Es kann eine dampfförmige Beschickung angewandt werden, wenn die aufzutrennende Mischung
SQSS40/0850 _ g _
in dieser Form aus einem technischen Verfahren verfügbar ist oder wenn in einem Vielstufenverfahren Ersparnisse an
Wärme bewirkt werden sollen.
In einer bevorzugten Ausführungsform dieses erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die erste oder Beschickungsoberfläche der Membran mit einer wässerigen Mischung in flüssiger Phase
in Berührung gebracht, während die zweite Seite oder Oberfläche der Membran mit einer wassermischbaren Mitreißbzw.
Waschflüssigkeit in Berührung gebracht wird, die eine thermisch abhängige Wassermischbarkeit besitzt. Jedoch kann
die wässerige Beschickungsmischung in der Dampfphase vorliegen, wobei es vorgezogen wird, daß die Beschickungsseite
der Membran unter einem geeigneten Druck steht. Damit die Permeation des Wassers erfolgt, muß ein chemischer Potentialgradient
für das Wasser zwischen den zwei Zonen, d.h. zwischen der Beschickungsseite der Membran und der Mitreißbzw.
Waschflüssigkeit oder der Permeatseite der Membran vorliegen. Der chemische Potentialgradient fordert für die
Zwecke der vorliegenden Erfindung, daß das chemische Potential in der Beschickungszone höher liegt als das chemische
Potential in der Permeatzone. Unter solchen Bedingungen
wird ein Teil der wässerigen Beschickungsmischung in die Membran eindringen und durch diese hindurchdringen, wobei
dieser Teil Wasser ist, da ein wesentliches Merkmal der
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vorliegenden Erfindung darin besteht9 daß die Membran selektiv
für Wasser perineabel ist.
Die P-armeationsstufe wird durchgeführt s indem die wässerige
Beschickungsmischung entweder in flüssiger Phase oder Dampfphase
mit der Membran in Kontakt gebracht wird und von der anderen Seite der Membran eine Wasser—Permeatfraktion in
Form einer wasserangereicherten, wassermischbaren Flüssigkeit
gewonnen wird. Um die rasche Permeation des Wassers zu erleichtern,* könnte das chemische Potential des hindurchgedrungenen
Wassers an der Oberfläche der Membran auf der Permeatseite auf einer relativ niedrigen Stufe durch die rasche
Entfernung der Permeatfraktion gehalten werden, beispielsweise
durch ein kontinuierliches Verfahren, in welchem die wasserangereicherte, mischbare Flüssigkeit kontinuierlich
entfernt und durch einen mischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsstrom
ersetzt wird. Ein. bevorzugtes Arbeitsverfahren besteht darin, die wässerige Mischung als Flüssigkeit
mit der Membran in Kontakt zu bringen und das Wasserpermeat
durch die einphasige Mischbarkeit von Wasser und der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit zu entfernen.
Die wässerige Beschickungsmischung kann kontinuierlich oder intermittierend in die Membran-Beschickungszone eingespeist
werden. Das hindurchgedrungene Wasser wird von der gegenüber-
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liegenden Seite der Membran und der Permeationszone in einer ansatzweisen oder kontinuierlichen Weise durch die
Verwendung einer wassermischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit in Form einer v/asserangereieherten, mischbaren flüssigen
Phase entfernt. Die Permeant-Praktion der wässerigen Mischung kann kontinuierlich oder intermittierend entfernt
werden. Die Einführungogeschwindigkeit der wässerigen Beschickungsmischung
und die Entfernung der Permeant-Fraktion kann so eingestellt sein, daß die gewünschten Verhältnisse
von Permeat- und Permeant-Fraktion erhalten werden. Es kann eine Anzahl von Permeationsstufen verwendet werden und die
Permeat- und Permeant-Fraktionen können in verschiedenartige Stufen im Kreis eingespeist werden. In jeder Permeationszone
kann die Membran in Form von Folien, Röhren, Hohlfasern oder anderen Strukturen eingesetzt werden, die bevorzugt
eine maximale Membranoberfläche bei einem minimalen Raumvolumen gewährleisten.
Der absolute Druck an den Beschickungs- und den Permeatzonen kann beträchtlich variieren. Druckdifferentiale im Bereich
von 10 mm Hg bis zu 35,15 bis 70,3 kg/cm oder darüber können
je nach der Festigkeit der Membran und den Anforderungen, die an die Abtrennung gestellt werden, d.h. ein dampfförmiges
Beschickungssystem gegen ein flüssiges Beschickungssystem, angewandt werden. Es wird gewöhnlich bevorzugt, eine
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Permeatzone bei Umgebungsdrucken zu belassen, da das Rückgewinnungssystem
entlang der Permeatseite der Membran eine Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit mit einer thermisch abhängigen
Wassermischbarkeit einschließt. Jedoch können, wenn Gas- oder Dampfbeschickungsmischungen verwendet werden, andere
Drucke an der Beschickungszone zu einem modifizierten chemischen Potential führen und wünschenswert sein.
Die Membran-Permeationsstufe wird vorzugsweise temperaturmäßig
unter Umgebungsbedingungen durchgeführt, wobei die Temperatur über einen weiten Bereich variiert werden kann,
und zwar von etwa -5O0 C bis etwa 250° C, je nach der Auswahl
der wassermischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit und den thermischen Bedingungen der wässerigen Beschickungsmischung. Höhere Betriebsbedingungen sind häufig wegen der
erhöhten Permeationsgeschwindigkeiten erwünscht, jedoch befaßt sich die vorliegende Erfindung in erster Linie mit
einem Minimum an Energieaufnahme oder einem Minimum an Änderung der Temperatur für die Zwecke der Abtrennung von
Wasser aus wässerigen Mischungen. Die Abtrennungsstufe über die wasserangereicherte, mischbare flüssige Phase umfaßt
das Erwärmen oder Abkühlen der abgezogenen Phase in Abhängigkeit von dem Permeat oder das Abkühlen der abgezogenen
Phase in Abhängigkeit von der Permeatzonentemperatur und der ausgewählten Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit unter Bildung
zweier Phasen, einer wasserreichen Phase und einer
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Mitreiß- bzw. Waschflussigkeitsphase. Die Permeatzonenphasenabtrennung
des Wassers wird ohne eine Änderung der flüssigen Phase, wie beispielsweise Verdampfung oder Kristallisation,
bewerkstelligt. Je nach den Bedingungen der Permeatzone und der ausgewählten Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit
kann die einphasige Abtrennung von Wasser aus einer Temperaturänderung von etwa 0,5° C oder darüber erzielt werden.
Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Permeationsmembrane
ist nichtporös, das heißt, sie ist frei von Löchern und Rissen und dergleichen, welche die Kontinuität
der Membranoberfläche zerstören. Brauchbare Membranen gemäß der vorliegenden Erfindung bestehen aus.organischen, polymeren
Materialien. Die Membranen besitzen vorzugsweise eine so dünne Form wie nur möglich, die eine ausreichende
Festigkeit und Stabilität für einen Einsatz in dem Permeationsverfahren ermöglicht, Im allgemeinen werden Abtrennmembranen
mit einer Dicke von etwa 0,1 bis etwa 15 rails (0,0025** bis etwa O,38l mm) oder etwas darüber verwendet.
Hohe Permeationsgeschwindigkeiten werden mit dünneren Membranen erhalten, die mit Strukturen, wie beispielsweise
feiν maschigem Drahtnetz, Schirmen, porösen Metallen und keramischen
Materialien verstärkt und gestützt werden können. Die Membran kann eine einfache Scheibe oder eine Felie der
Membransubstanz sein, die geeigneterweise in einer Leitung
S09840/0BBÜ ~ lL| ~
oder Röhre oder in einer Plattenrahmenfilterpresse angebracht ist. Andere Membranformen können ebenfalls verwendet
werden, wie beispielsweise Hohlröhren und -fasern, durch welche oder um welche herum die Beschickung aufgegeben oder
zurück in den Kreis geführt wird, wobei das Permeat an der anderen Seite des Rohrs als wasserangereicherte, flüssige
Mitreiß- bzw. Waschphase entfernt wird. Verschiedene andere brauchbare Formen und Größen sind, an technische Anlagen
leicht anzupassen. Die polymeren Membrankomponenten können linear oder vernetzt sein und innerhalb eines weiten Molekulargewichtsbereiches
variieren. Die Membran muß selbstverständlich in der wässerigen Beschickungsmischung oder
dem flüssigen Mitreiß- bzw. Waschmedium unlöslich sein. Die hier erwähnte Membranunlöslichkeit soll so verstanden
werden, daß das Membranmaterial im wesentlichen nicht löslich ist oder infoige der Anwesenheit der Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeit oder der wässerigen Mischung nicht erheblich geschwächt wird und ihm keine Eigenschaften dadurch
verliehen werden, die ein Kriechen oder einen Bruch unter den Bedingungen der Herstellung und des Gebrauches s einschließlich
der Verwendung eines hohen Druckes s verleihen.
Die organischen Membranen können Polymerisate seins die
se polymerisiert oder behandelt worden sinöj daß in dem Ma-"terial
verschiedenartige Endgruppen zugegen sind, Die in dem erfrLndungsgemfißen Verfahren eingesetzten Membranen
können in irgendeiner geeigneten Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Gießen des Films oder Spinnen einer
Hohlfaser aus einer Spinnlösung, die ein organisches Polymeres und Lösungsmittel enthält. Derartige Herstellungsver- ■
fahren sind dem Fachmann wohlbekannt. Eine besondere Regelung der Trennkapazität einer besonderen organischen Membran besteht
in einem Verfahren zur Ausbildung und Verfestigung der Membran, z.B. dem Gießen einer Schmelze in eine geregelte
Atmosphäre oder einer Lösung bei verschiedenen Konzentrationen und Temperaturen. Die Verwendung von Membranen
sowie Membranträgern, die Flüssigkeitsströmung und dergleichen ist aus einer erheblichen Anzahl von verfügbaren Literaturstellen
bereits bekannt. Die vorliegende Erfindung wird in der Praxis unter Verwendung von herkömmlichen Vorrichtungen
durchgeführt. Die Membran muß selbstverständlich zur Ermöglichung der gewünschten Permeation ausreichend
dünn sein, aber auch ausreichend dick, so daß kein Bruch unter den Betriebsbedingungen auftritt. Die Membran gemäß
Erfindung muß für Wasser im Vergleich zu den anderen Komponenten selektiv permeabel sein.
Die gemäß Erfindung verwendete wassermEchbare Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeit mit einer thermisch abhängigen Wassermischbarkeit kann aus solchen Flüssigkeiten ausgewählt werden,
die eine inverse Mischbarkeit oder eine normale Mischbarkeit
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mit Wasser besitzen. Geeignete Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeiten mit einer inversen Wasserlöslichkeitskurve sind
Diisopropylamin, 2-Methylpropyläthylamin, Isopropyläthylamin,
1-Methylpropyldimethylamin, Isopropyläthylmethylamin, Diäthylmethylamin,
2-Butanon, 2,3-Dimethylpiridin, Äthylenglykol-n-butyläther,
Hexamethylenimin, 3-Methylpyridin, Triäthylamin und ähnliche. Geeignete Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeiten
mit normalen Wassermischbarkeitskurven sind Phenol, Acetylaceton, Adiponitril, Anilinphenolat, 2,3~Dinitrophenol,
Isovaleriansäure, Nitromethan, 3~Pentanon, Propionitril, Phenylessigsäure und ähnliche. Zwei geeignete, jedoch
keinesfalls optimale Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeiten wurden zur anschaulichen Erläuterung der Erfindung verwendet,
und zwar Phenol mit einer normalen Wassermischbarkeitskurve und Triäthylamin mit einer inversen Wasserlöslichkeitskurve
.
Es wurde für eine Anzahl von organischen Membranfilmen gezeigt, daß sie die notwendige Stabilität gegenüber einer
ausgewählten Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit aufweisen. Die folgenden Membranen behielten eine ausreichende Festigkeit
nach 24stündigem Eintauchen in einem Bad aus 70 Gew.-% Phenol
und 30 Gew.-£ Wasser bei 75° C bei: Polyvinylchlorid,
Polyacrylnitril, Copoly(tetrafluoräthylen/vinylsulfonsäure)-
ι fluoriertes Copoly(äthylen/propylen) und Copoly(äthylen/ j
j S09840/08S0 - 17 -
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tetrafluoräthylen) -55/45 molares Verhältnis. Die folgenden
Membranen wurden 24 Stunden lang in ein Bad aus 97 Gew.-% Triäthylamin und 3 Gew.-JS Wasser bei 24° C eingetaucht:
Polyvinylchlorid, polyaromatisches SuIfon, Polymethylenoxid,
Polyester, Cellulose, Nylon 66, Polyacrylnitril, Copoly(acrylnitril/2,5-methylvinylpyridin-93/7>
Gew./Gew.), Copoly(äthylen/tetrafluoräthylen-55/45
molares Verhältnis) und Copoly(tetrafluoräthylen/vinylsulfonsäure).
Zusammenfassend wird gemäß der vorliegenden Erfindung Wasser aus wässerigen Mischungen von organischen und anorganischen
Verbindungen durch In-Berührung-bringen der wässerigen Mischung mit einer ersten Oberfläche einer polymeren Membran,
die für Wasser selektiv permeabel ist, In-Berührung-bringen der zweiten Oberfläche der Membran mit einer Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeit mit einer temperaturabhängigen Wassermischbarkeit, Abziehen einer wasserangereicherten, mischbaren
Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit aus der zweiten Oberfläche, und Herstellen einer Wassereichen Phase und einer Mitreißbzw.
Waschflüssigphase durch thermische Einstellung der abgezogenen, wasserangereicherten, mischbaren Mitreiß- bzw.
Waschflüssigkeit, abgetrennt. Die wassermischbare Mitreißbzw. Waschflüssigkeit wird aus denjenigen Flüssigkeiten ausgewählt,
die eine normale oder inverse thermische Mischbarkeit mit Wasser besitzen und die eine thermische Abtrennung
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einer wasserreichen flüssigen Phase ermöglichen.
Die folgenden Beispiele erläutern spezifische Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die innerhalb der umfassenderen
Lehren des erfindungsgemäßen Verfahrens liegen. Die in den Beispielen verwendeten Membranen hatten die Form
einer Filmscheibe und waren in einem Membranhalter montiert. Alle in den Beispielen verwendeten Membranen wurden durch
Gießen von Polymerlösung hergestellt.
Wasser wurde aus einer wässerigen Mischung,, bestehend aus
3,8 Gew.-% Äthanol und 96,2 Gew.-% Wasser durch In-Berührung-bringen
der wässerigen Mischung mit einer ersten Oberfläche eines syndiotaktischen Polyvinylchlorids abgetrennt.
Die Permeation wurde bei 63° C mit der Mitreiß- bzw. Wasch-,
flüssigkeit von anfänglicher Zusammensetzung von 72,5 Gew.-% Phenol und 27,5 Gew.-% Wasser durchgeführt, wobei diese
Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit einen Trübungspunkt von 22° C aufwies. Nach einem Kontakt mit der Membran von 9*' Stunden
war die Trübungspunkt-Teißperatur der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit
24,5° Cj was anzeigte» da£ die Wasserkonzenfcra-
tioTs üer Mitreiß- bzw« Waschflüssigkeit bei 28 Gew.-ί lag.
Die flüssigen Phasen wurden bei 22° C ausgebildet^ eine von
92 QeVt-% Wssrer* und di© ander© von 27s 5 GeWc-#
-19- -25H094
Eine wässerige Mischung aus 1,5 Gew.-£ Äthanol, 1,8 Gew.-£ J
Butanol und 96,7 Gew.-% Wasser wurde als wässerige Be- ti schickungsmischung für das Verfahren gemäß Beispiel 1 eingesetzt.
Nach 94 Stunden war der Trübungspunkt der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit 26,7° C, was einen Wassergehalt
der wasserangereicherten Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase von 28,4 Gew.-# anzeigte. Phasentrennung erfolgte,
wie in Beispiel 1 erläutert, bei 22° C.
Das Trennverfahren des Beispiels 1 wurde zum Abtrennen von Wasser aus einer wässerigen Beschickungsmischung, bestehend
aus 4,0 Gew.-JS Natriumchlorid und 96,0 Gew.-% Wasser, angewandt.
Nach 96 Stunden war der Trübungspunkt der Mitreißbzw.
Waschflüssigkeit 24,6° C, was anzeigte, daß die wasserangereicherte
Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase einen Wassergehalt von 28,0 Gew.-% hatte. Die Phasentrennung erfolgte
wie in Beispiel 1.
Wasser wurde aus einer wässerigen Beschickungsmischung, be
stehend aus 3,7 Gew.-i Äthanol, 3,0 Gew.-% Butanol und
93,3 Gew.-Jt Wasser durch In-Berührung-bringen der wässerigen
Mischung mit einer ersten Oberfläche einer Polyacrylnitril-
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membran abgetrennt. Die Permeation wurde bei 23 C mit der
Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit, die anfänglich aus 96,1
Gew.-% Triäthylamin und 3,9 Gew.-% Wasser bestand und einen
Trübungspunkt von 60° C aufwies, in Kontakt mit der zweiten
Membranoberfläche durchgeführt. Nach 72 Stunden enthielt die wasserangereicherte Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase
94,6 Gew.-% Triäthylamin und 5,4 Gew.-% Wasser und
bildete zwei flüssige Phasen bei 630 C aus, eine mit 3,9 %
Wasser und die andere mit über 97 % Wasser.
Eine wässerige Mischung, bestehend aus 91a8 Gevj.-% Wasser
und 8,2 Gew.-$ Äthanol wurde als wässerige Beschickungsmischung für das Verfahren gemäß Beispiel 4 eingesetzt. Nach
72 Stunden enthielt die wasserangereicherte Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsphase 94,5 Gew.-% Triäthylamin und 555
Gew.-% Wasser und bildete bei 63 C zxtfei flüssigen Phasen
aus, mit Zusammensetzungen, wie sie im Beispiel 4 beschrieben sind.
Die Membranen der Beispiele 6 und 7 wurden durch Durchführen von Verdampfungsverfahren ausgewählt, worin die Flüssigkeitsbeschickung
97,5 Gew.-% Triäthylamin und 2,5 Gew.-% Wasser bei einer Temperatur von 24° C betrug. Vier Membranen
wurden unter Verwendung von Verdampfungsverfahren und
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der obigen Beschickung mit den in der nachfolgenden Tabelle niedergelegten Ergebnissen untersucht.
Ta belle
Membran
Nylon 66
Copoly(äthylen/tetrafluoräthylen-55/55-molares
Verhältnis)
Mischung aus Acrylnitrilcopolymeren
Poly(formaldehyd)-Celcon XF-3OO
Dicke Geschwindigkeit
mil (mm) g/Std. - 11 cm2 T.F.*
1 (0,0254) 0,0011 18 000 1 (0,0254) 0,00086 250 000
1 (0,0254) 0,0048 14 000 *5 (0,0381) 0,0044 24 000
im Permeat
T.P.
im Permeant
Eine Leitungswasserbesehickung wurde mit einer ersten Oberfläche einer Membran aus Polyformaldehyd-Celcon XF-3OO mit
einer Dicke von 1,5 mil (O,O38l mm) in Berührung gebracht.
Die zweite Membranseite wurde mit Triäthylamin, enthaltend 2,7 Gew.-% Wasser und einer Wassersättigungstemperatur von
60° C in Kontakt gebracht. Nach 115 Stunden zeigten die Ergebnisse,
daß die Wasserpermeationsgeschwindigkeit in das
509840/08 5
- 22 -
ο Triäthylamin 0,0029 g pro Stunde durch eine 11 cm große
Membranfläche betrug. Die endgültige Wasserkonzentration in dem Triäthylamin war 4,37 Gew.-^, so daß zwei flüssige
Phasen wie im Beispiel 4 ausgebildet werden konnten.
Das Verfahren von Beispiel 6 wurde mit einer Membran, bestehend aus einer Mischung von Acrylnitrilcopolymeren mit
einer Dicke von 1,0 mil (0,0254 mm) wiederholt. Die resultierende Wasserpermeationsgeschwindigkeit betrug 0,0052 g
2
pro Stunde für einen 11 cm großen Abschnitt. Die endgültige Wasserkonzentration in dem Triäthylamin war 5a52 Gew.-%. In beiden Beispielen 6 und 7 war eine erforderliche Nullgeschwindigkeit der Triäthylaminpermeation in die Leitungswasserbeschickungsseite des Membrantrennsystems vorhanden.
pro Stunde für einen 11 cm großen Abschnitt. Die endgültige Wasserkonzentration in dem Triäthylamin war 5a52 Gew.-%. In beiden Beispielen 6 und 7 war eine erforderliche Nullgeschwindigkeit der Triäthylaminpermeation in die Leitungswasserbeschickungsseite des Membrantrennsystems vorhanden.
Die durch die vorgehenden Beispiele erläuterten Ergebnisse liefern einen kurzen, jedoch wirksamen überblick über die
Natur des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die vorliegende Erfindung
schafft ein neues Verfahren zur Auftrennung von wässerigen Mischungen mittels einer Membran, das einfach und
billig ist und das nur einen minimalen Energiebedarf zum Heizen und Abkühlen für eine erfolgreiche Auftrennung einer
Vielzahl von wässerigen Mischungen benötigt. Verdampfung und Kristallisation sind auf ein Minimum herabgesetzt oder
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25U094
eliminiert. Wässerige, in der Industrie heutzutage hergestellte Mischungen können oftmals nach bekannten Verfahren
aufgetrennt werden, jedoch bieten die vielen komplexen Emulsionen, Dispersionen und Lösungen, die in der Technik
anfallen, Trennschwierigkeiten, die eine Verwendung eines Membran-Trennsystems von geringem Energiebedarf benötigen.
Die vorliegende Erfindung wurde unter Bezugnahme auf spezielle Ausführungsformen derselben beschrieben, wobei es
jedoch für den Fachmann selbstverständlich ist, daß entsprechende Modifizierungen und Variationen noch innerhalb
des Bereiches der Erfindung liegen.
509840/0850 - 2k -
Claims (7)
1. Verfahren zum Abtrennen von Wasser aus wässerigen Mischungen, dadurch gekennzeichnet,
daß es die nachfolgenden Stufen umfaßt:
(a) Das In-Berührung-bringen wässeriger Mischungen mit
einer ersten Oberfläche einer organischen polymeren Membran, die für Wasser selektiv permeabel ist,
(b) das Hindurchdringen eines Teiles des V/assers in und durch die Membran,
(c) das In-Berührung-bringen einer zweiten und gegenüberliegenden Oberfläche der Membran mit einer wassermischbaren
Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit (sweep liquid) mit einer temperaturabhängigen Massermischbarkeit innerhalb des stabilen
Temperaturbereiches der Membran,
(d) das Abziehen einer wasserangereicherten, mischbaren Phase aus der zweiten Membranoberfläche,
(e) die thermische Einstellung der wasserangereicherten mischbaren Phase auf eine Temperatur jenseits der Wassermischbarkeitstemperatur
der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit, und
(f) Ausbilden zweier Flüssigphasen, bestehend aus der wasserreichen
Phase und einer Mitreiß- bzw, Waschflüssigkeitsphase.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet , daß das chemische Potential des V/assers
an der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeitsseite der Membran
kleiner als das chemische Potential des V/assers an der Seite der wässerigen Mischung der Membran ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn zeichnet , daß die Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit
eine temperaturabhängige, normale oder inverse Wassermischbarkeit innerhalb des Temperaturbereiches der flüssigen Phase
besitzt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet , daß die Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit Phenol oder Triäthylamin ist.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn zeichnet , daß die wässerige Mischung in der flüssigen
oder in der Dampfphase vorliegt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn zeichnet , daß die Membran aus Acrylnitrilcopolymerisatj
Polyformaldehyd, Polyvinylchlorid und Polyacrylnitril ausgewählt ist.
509840/0850 "26-
-26- 25H094
7. Verfahren für eine einphasige Flüssig-zu-Flüssig-Abtrennung
von V/asser aus wässerigen Mischungen, dadurch
gekennzeichnet , daß es die nachfolgenden Stufen
umfaßt:
(a) Das In-Berührung-bringen wässeriger Mischungen mit einer
ersten Oberfläche einer organischen polymeren Membran, die für Wasser'selektiv permeabel ist,
(b) das Hindurchdringen eines Teiles des Wassers in und
durch die Membran,
(c) das In-Berührung-bringen einer zweiten und gegenüberliegenden
Oberfläche der Membran mit einer wassermischbaren Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit mit einer temperaturabhängigen
Wassermischbarkeit innerhalb des stabilen Temperaturbereiches der Membran,
(d) das Abziehen einer wasserangereicherten, mischbaren Phase aus der zweiten Membranoberfläche,
(e) das' thermische Einstellen der wasserangereicherten
mischbaren Phase auf eine. Temperatur jenseits der Wassermischbarkeit stemperatur der Mitreiß- bzw. Waschflüssigkeit,
und
(f) das Ausbilden zweier flüssiger Phasen, bestehend aus
der wasserreichen Phase und einer Mitreiß- bzw, Waschflüssigkeitsphase«
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