DE2513972C3 - Vorrichtung zur Entnahme von Schwimmstoffen aus einem Behälter zur Reinigung von Abwasser - Google Patents
Vorrichtung zur Entnahme von Schwimmstoffen aus einem Behälter zur Reinigung von AbwasserInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur «>
Entnahme von Schwimmstoffen aus einem Behälter zur Reinigung von Abwasser, bei der ein Schwimmschlammräumer den Schlamm auf einen über einer
Begrenzungswand des Behälters angeordneten geneigten Boden schiebt wobei der Boden mit seinem einen n
Ende in den Behälterinhalt eintaucht und mit seinem gegenüberliegenden Ende über das Abwasser hinausragt und unterhalb des hinausragenden Endes des
geneigten Bodens ein Raum zum Abwerfen des Räumgutes vorhanden ist ■»<
>
Bekannt (US-PS 23 30 589) ist eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art die in erster Linie zur Entnahme von Fasern aus Wasser bestimmt ist. Zu
diesem Zweck werden die Fasern zunächst dadurch zum Aufschwimmen gebracht, daß an die Fasern Luftbläs- «
chen angelagert werden. An der Oberfläche des Wassers entstehende Faserschichten werden über den
geneigten Boden geschoben und in den genannten Raum abgeworfen. Während des Schiebens über den
geneigten Boden läuft ein Teil des Wassers auf dem '>"
Boden ab und in den Behälter zurück. Der Boden ist undurchlässig, so daß Wasser unterhalb der Faserschicht auf dem Boden entlang fließen muß, um in den
Behälter zu gelangen. Es kann deshalb nur ein geringer Teil des zwischen den Fasern befindlichen Wassers in ">>
den Behälter zurücklaufen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß in den Schwimmstoffen enthaltendes Wasser auf kürzestem Weg ablaufen kann. W|
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der geneigte Boden als Sieb ausgebildet ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das Wasser durch den Boden hindurch abfließen, also auf
kürzestem Weg, wodurch eine wesentlich bessere h'>
Entwässerungswirkung erreicht wird als bei einem undurchlässigen Boden. Die Schwimmstoffe fallen
deshalb in schon gut entwässertem Zustand ab, was es
ermöglicht, die Schwimmstoffe ohne Nachbehandlung
abzutransportieren.
Das Sieb ist vorzugsweise ein Spaltsieb, wobei die Spalten vorzugsweise parallel zur Bewegungsrichtung
des Schwimmschlammschildes verlaufen. Besonders geeignet sind Siebe, deren Stäbe in an sich bekannter
Weise einen etwa dreieckigen Querschnitt aufweisen, wobei eine Dreieckseite jedes Stabquerschnittes- parallel zur Oberseite des Bodens orientiert ist Solche Art
Siebe haben sich in der Abwasserreinigungstechnik gut bewährt und sind auch für den vorliegenden Fall
vorteilhaft
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt das nachstehend näher erläutert
wird. Es zeigt
F i g. 1 einen vertikalen Schnitt durch eine Gesamtanlage, die eine Entnahmevorrichtung gemäß dtr Erfindung enthält nach Linie I-I in F i g. 2,
F i g. 2 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles II in F i g. 1 und
Die in der Zeichnung dargestellte Anlage hat einen insgesamt mit 1 bezeichneten Sandfang und eine
insgesamt mit 2 bezeichnete Vorrichtung zur Entnahme von Schwimmstoffen. Die Vorrichtungen 1 und 2 haben
lange, schmale Behälter, die jedoch in Fig.2 nur
teilweise dargestellt sind.
Der Sandfang 1 hat einen Behälter 3, in dessen Boden sich eine Rinne 4 befindet Seitlich des Behälters 3
verläuft eine Rinne 5, in der ein Luftleitungsrohr 6 verlegt ist und die als Bypass dient Vom Rohr 6 gehen
Abzweigrohre 7 in die Tiefe des Behälters. An die unteren Enden der Abzweigrohre 7 ist ein Düsenrohr 8
angeschlossen, das Luftaustrittsdüsen besitzt. Durch Ausblasen von Luft aus dem Rohr 8 kann im Behälter 3
enthaltendes Abwasser in eine rotierende Bewegung versetzt werden.
Der Behälter 3 kann über einen Zjflußkanal 9 gefüllt
werden. Der Zugang des Behälters kann mit einem Schieber 10 geöffnet und geschlossen werden. Vom
Zuflußkanal 9 kann auch der Seitenkanal 5 gespeist werden. Der Zufluß zu diesem Kanal 5 kann mit einem
Schieber U geöffnet und geschlossen werden. Über den Kanal S kann der Sandfang umfahren werden.
Die Vorrichtung 2 hat einen Behälter 12, der die gleiche Länge haben kann wie der Behälter 3. Der
Boden des Behälters 12 verläuft so, wie dies bei 13 in F i g. 1 gestrichelt angedeutet ist Die Trennwand 14
zwischen den Behältern 3 und 12 ist oben als Tauchwand und im unteren Teil durchlässig, beispielsweise als
L attenrost, ausgebildet Der Behälter 12 ist an dem in
F i g. 2 sichtbaren Ende durch eine Wand 15 abgeschlossen, die jedoch in F i g. 2 weitgehend verdeckt ist.
An dem durch die Wand 15 abgeschlossenen Ende des Behälters 12 befinden sich ein insgesamt mit 16
bezeichnetes Sieb, dessen 'Spalten 17 etwa parallel zur Längsrichtung des Behälters 12 verlaufen. Das Sieb 16
ist so angeordnet, daß es zum Inneren des Behälters 12 hin geneigt ist und teils unter dem Spiegel 18 des
Behälterinhaltes 19 liegt und teils oberhalb dieses Spiegels. Das vordere Ende 20 des Siebes 16 liegt also
innerhalb des Behälterinhaltes, während das hintere Siebende 21 außerhalb des Inhaltes liegt. Das hintere
Ende befindet sich über einer Rinne 22.
Die Behälter 3 und 12 sind von einem Wagen 35 überbrückt, der über die gesamte Länge der Berhälter
fahrbar ist. Am Wagen befindet sich ein Bodenräumschild 36, das in die Rinne 4 eingreift, und ein
Schwimmschlammschild 37, das bei 38 schwenkbar am Wagen gelagert ist
Die Anlage arbeitet wie folgt:
Zu reinigendes Abwasser wird Ober den Zuflußkanal 9 bei geöffnetem Schieber 10 in den Behälter 3 eingeleitet
Durch Ausblasen von Luft aus dem Düsenrohr 8 wird das Wasser in eine rotierende Bewegung versetzt Der
Sand sinkt dann zu Boden und gleitet über die schrägen Bodenflächen in die Rinne 4.
Schwimmstoffe werden durch die erwähnte durchlässige Zwischenwand 14 in den als Beruhigungsraum
dienenden Behälter 12 hindurchpassiert Im Beruhigungsraum 12 entsteht eine Schichtung, wobei sich eine
obere Schicht aus Schwimmstoffen bildet Wenn die Schichtbildung beendet ist, fährt der Wagen 35 von dem
hinteren, in der Zeichnung nicht dargestellten Ende des Behälters >n Richtung des Siebes 16. Hierbei streift das
Schwimmschlammbild 37 die Schicht aus Schwimmstoffen in Richtung des Siebes 16. Gleichzeitig wird mit dem
Bodenschild 36 in der Rinne 4 enthaltener Sand geräumt Wenn das Schwimmschlammschild 37 in den
Bereich des Siebes 16 gelangt, wird der Schwimmstoff, den das Schild vor sich herschiebt auf das Sieb 16
aufgeschoben und über das Sieb hinweg nach oben bewegt wobei das Schwimmschlammbild 37 dank seiner
gelenkigen Lagerung etwas nach oben gedrückt werden kann. Im Schwimmstoff noch enthaltenes Wasser fließt
durch die Spalte 17 des Siebes und auch auf der schräggeneigten Oberfläche des Siebes in den Behälter
zurück. Über das Siebende 21 werden verhältnismäßig weit entwässerte Schwimmstoffe in die Rinne 22 fallen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Entnahme von Schwimmstoffen aus einem Behälter zur Reinigung von Abwasser,
bei der ein Schwimmschlammräumer den Schlamm "' auf einen über einer Begrenzungswand des Behälters angeordneten geneigten Boden schiebt, wobei
der Boden mit seinem einen Ende in den Behälterinhalt eintaucht und mit seinem gegenüberliegenden Ende über das Abwasser hinausragt und ι»
unterhalb des hinausragenden Endes des geneigten Bodens ein Raum zum Abwerfen des Räumgutes
vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der geneigte Boden als Sieb (16) ausgebildet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- ' ■>
zeichnet, daß das Sieb (16) ein Spaltsieb ist, wobei die
Spalten (17) vorzugsweise parallel zur Bewegungsrichtung des Schwimmschlammschildes (37) verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- ^u
zeichnet, daß das Sieb (16) in an sich bekannter Weise aus Stäben mit etwa dreieckigem Querschnitt
besteht, wobei eine Dreieckseite jedes Stabquerschnittes parallel zur Oberseite des Siebes (16)
orientiert ist -*>
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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| DE2513972A1 DE2513972A1 (de) | 1976-10-07 |
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| DE2513972C3 true DE2513972C3 (de) | 1979-10-04 |
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Families Citing this family (2)
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1975
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