DE2509881B2 - Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid und damit copolymerisierbaren Monomeren - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid und damit copolymerisierbaren MonomerenInfo
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Description
Wenn eine Einkomponentenpolymerisation oder Mischpolymerisation von Vinylchlorid und weiteren
Monomeren in N,N-Dimethylformamid (DMF) unter
Eiruafz eines üblichen Initiators für die freiradikalische
Polymerisation durchgeführt wird, ist die Polymerisationsgeschwindigkeit wegen der Kettenübertragung des
DMF gewöhnlich sehr gering und der Polymerisationsgrad des erhaltenen Polymers zu gering.
In der JA-AS 36-10996 wird ein modifiziertes Verfahren zur Polymerisation von Acrylnitril vorgeschlagen,
bei welchem ein Gemisch aus Wasser mit organischem Lösungsmittel verwendet wird. Dieses
Verfahren bringt bei Anwendung auf die Polymerisation von Vinylchlorid oder eines Monomerengemisches mit
Vinylchlorid als Hauptbestandteil (die erhaltenen Polymere werden hier gattungsmüß als Vinylchloridpo
lymere bezeichnet) bedeutende Probleme. Im l-'alle der
Anwendung auf ein System mit hohem Monomcrrnechalt
wird das erzeugte Polymere im Zustand eines Pulvers abgeschieden und bildet eine disperse Phase; die
weitere Polymerisation wird schwierig, weil das System mit Polymeren geringer Blockdichte zu einem frühen
Zeitpunkt der Polymerisation beladen ist Andererseits schreitet die Polymerisation bei Anwendung auf ein
System mit niedrigem Monomerengehalt im Lösungszustand
sehr langsam fort; das so erhaltene Polymere zeigt einen niedrigen Polymerisationsgrad.
In der DE-AS 12 61321 wird ein Verfahren zur
Polymerisation von Vinylchlorid in wäßriger Emulsion zur Herstellung eines Plastisols auf Basis von Polyvinylchlorid
vorgeschlagen, das eine wäßrige Emulsion und keine anderen Lösungsmittel verwendet Auch der
Einsatz eines oberflächenaktiven Sulfonsäuresalz-Monomeren
ist nicht vorgesehen, vielmehr sind die dort verwendeten wasserlöslichen und monomerenlöslichen
Emulgiermittel übliche Emulgatoren wie faurylnatriumsulfat
In der GB-PS 8 14 811 ist die Verwendung eines Ionenaustauschers zur Entfernung von Alkalimetallen
aus Kohlenwasserstoff-Flüssigkeiten beschrieben. Daß und ob eine Reinigung einer wasserhaltigen Polymerisationsemulsion
durchführbar ist wird nicht geoffenbart
Nach dem Referat Nr. 2734 aus Chem. Zentralblatt
1965, Heft 15, werden stabile wäßrige Polymerisatdispersionen mit hohem Vinylidenchloridgehalt
(60—92%) in wäßriger Dispersion hergestellt Die nach diesem Verfahren erhaltenen Polymerisate sind Vinylidenchloridpolymere
und grundsätzlich anders aufgebaut als Polyvinylchloride mit höchstens bis zu 50%
anderen Monomeren. Wasser-DMF-Gemische werden nicht verwendet
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid oder
Gemischen aus mindestens 50 Gew.-% Vinylchlorid mit bestimmten ander η im Anspruch 1 genannten Monomeren
anzugeben, das die Vorteile einer Emulsions- und Suspensionspolymerisation, insbesondere der hohen
Polymerisationsgeschwindigkeit und Produktivität, mit denen der Lösungspolymerisation vereinigt so daß die
erhaltene Polymerlösung ohne aufwendige Prozeduren wie Aussalzen, Entwässern, Waschen, Trocknen und
erneutes Lösen sofort weiter verarbeitet werden kann. Das angestrebte Polymere sollte ohne Bildung einer
dispersen Phase und mit hohem Polymerisationsgrad zugänglich werden.
Diese Aufgabe wurde mit dem Verfahren der Ansprüche gelöst.
Es ist ein wirksames Verfahren zur Herstellung einer
Polymerlösung, das die Vorteilte der beiden genannten Polymerisationsmethoden in sich vereinigt. Die Erfindung
betrifft somit ein Verfahren zur direkten Herstellung einer DMF-Lösung des (der) Polymeren,
die in den Patentansprüchen näher bezeichnet sind, das in einem bestimmten Lösungsmittelgemisch aus Wasser
und DMF mit großer Polymerisationsgeschwindigkeit abläuft, wobei nach Beendigung der Polymerisationsreaktion
das Wasser aus der Polymeremulsion abdcstilliert wird.
Bei diesem Verfahren unter Verwendung solcher l.ösungsmittelgemischc aus DMK das mit den verschiedenen
Mengen Wasser versetzt ist, können zwei l"iillc unterschieden werden; im ernten Fall wird das
Polymerisalionsreaktionssystcm eine homogene Lösung, im zweiten Fall befindet sich das System im
F.mulsions/.ustand, dies hängt vom Mischungsvc, hältnis
von Wasser zu DMI" ab. Sicher ist. daß bei einem
Mischungsgewichtsverhältnis Wasser/DMF ober 30/70 das Polymerisationsreaktionssystem in diesen Emulsionszustand
übergeht Weitere Untersuchungen haben gezeigt, daß zur Emulsionspolymerisation der oben
erwähnten Monomeren das Verhältnis von Wasser/DMF in einem Gewichtsbereich von 30/70 bis 55/45,
vorzugsweise 40/60 bis 55/45, liegen muß. In jenen Bereichen schreitet die Polymerisation im Emulsionszustand
glatt fort und es kann in kurzer Zeit ein Polymeres von hohem Polymerisationsgrad erhalten werden. ι ο
Im Falle eines Wassergehaltes im Mischlösungsmittel von weniger als 30 Gew.-% wird das Polymerisationsreaktionssystem
eine homogene Lösung und die Polymerisationsgeschwindigkeit ist ziemlich gering; außerdem
ist es schwierig, ein Polymeres von hohem Polymerisationsgrad zu erhalten. Ferner ist es bei einem
Wassergehalt in dem Mischlösungsmittel von mehr als 55 Gew.-%, obgleich das Polymerisationsreaktonssystem
mit Sicherheit im Emulsionszustand verbleibt, wiederum schwierig, das System im stabilen Emulsionszustand
zu halten, da die Polymerisationsreaktion zu rasch erfolgt, zudem ist eine solche Wasserkonzentration
im Lösungsmittel unerwünscht, da der Grad der
Gelbildung im erhaltenen Polymeren zunimmt
Bei der erfindungsgemäßen Polymerisation eines >->
hauptsächlich aus Vinylchlorid bestehenden Monomerengemisches
muß also das Verhältais von H2O/DMF innerhalb des obenerwähnten Bereiches liegen; dies ist
ein wichtiger Punkt der Erfindung. Zum Beispiel wird im Falle einer Polymerisation dieser Vinylchloridreihe in jo
einem Lösungsmittelgemisch wie gemäß einem Gewichtsverhältnis vo.i H2O/DMF von 15/85, wenn die
Konzentration des Monomsren srhr hoch liegt, das erzeugte Polymere vom Jösungsmiilelsystem im
Pulverzustand abgeschieden und in -'zm Polymerisa- r>
tionssystem dispergiert Schließlich belädt sich mit Fortschritt der Polymerisationsreaktion, aber bei nicht
so hoher Umsatzrate des Monomeren, das Reaktionssystem mit dem erzeugten voluminösen Polymeren
geringer scheinbarer Dichte, so daß das Rühren des w Systems unmöglich fortgesetzt werden und die anschließende
Polymerisation nicht glatt ablaufen kann. Andererseits vollzieht sich bei niedriger Monomerenkonzentration
die Polymerisation im Lösungszustand und die Polymerisationsgeschwindigkeit und der Po- 4-,
lymerisalionsgrad des erhaltenen Polymeren sind gering.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist geeigneter und wirksamer durchführbar, wenn es auf
Monomerengemische angewendet wird, die Vinylchlo- -><i
rid in besonders hoher Konzentration aufweisen. Die Tatsache, daß sich eine glatte Emulsionspolymerisation
durchführen läßt, selbst wenn die Konzentration des Vinylchlorids im Monomerengemisch höher als 80
Gew.-% liegt, stellt eine der wichtigen Erkenntnisse der -,-> vorliegenden Erfindung dar.
Durch Abdcstillicrcn des in der erhaltenen Polymeremulsion enthaltenen Wassers kann eine DMF-Lösung
des Vinylchloridpolymers erhalten werden. Bei diesem Verfahren ist natürlich erwünscht, daß die von der ho
Polymeremulsion abzudcstillierende Wassermenge möglichst klein ist. Daher werden Bedingungen wie das
Verhältnis von Wasser/DMF und die Menge des Lösungsmittelgcmisches im l'olymcrisiiionssystem im
Rahmen des im Anspruch I angegebenen Bereichs h->
gering gehalten, was vorteilhaft ist für die Entfernung
des Wassers aus dem System. Unter dem Blickwinkel sowohl dieser Bedingungen und auch Ίιτ Eigenschaften
des erhaltenen Polymers wurden die Bedingungen fflr die Emulsionspolymerisation erfindungsgemäß ermittelt
Vom Standpunkt der Durchführung der glatt verlaufenden Polymerisation im Emulsionszustand wird
es manchmal notwendig sein, das Verhältnis von Wasser/DMF je nach Art des Monomers, das eine
Komponente zur Copolymerisation mit Vinylchlorid darstellt zu ändern, und auch je nach dessen zur
Polymerisation verwendeten Menge. Im Falle einer Monomerzusammensetzung aus hauptsächlich Vinylchlorid
beträgt beispielsweise der Vinylchloridgehalt in dem Monomerengemisch mehr als 80 Gew.-%, dann
werden vorzugsweise Verhältnisse wie 30/70 bis 50/50 oder noch bevorzugter 40/60 bis 50/50 gewählt; wenn
jedoch der Vinylchloridgehalt ziemlich niedrig liegt wie bei 50 Gew.-%, wird ein Verhältnis im Bereich von 40/60
bis 55/45 bevorzugt Dies beruht auf dem Verhalten des monomeren Vinylchlorids selbst als einer Art Lösungsmittel,
um die Stabilität der in der Polymerisation erzeugten Emulsion zu bewirken.
Um die Polymerisation glatt im Emulsionszustand durchzuführen, wird außerdem ein übliches oberflächenaktives
Mittel wie Alkylbenzolsulfonat zugesetzt, allgemein ein Alkalisalz eines Vinylmonomeren mit
einer Sulfonsäuregruppe. Diese Art Verbindung ist nicht nur bei Stabilisierung, des Emulsionszustandes des
Polymersystems wirksam, sondern bewirkt auch eine ausgezeichnete Anfärbbarkeit der aus dem in diesem
Reaktionssystem hergestellten Copolymer erhaltenen Fasern.
Als Vinylmonomere mit einer Sulfonsäuregruppe seien allgemein bekannte Beispiele angeführt, wie
Alkalimetallsalze der Vinylsulfonsäure, Acryl- und Methacrylsäuresulfopropylester, Allyl- und Methallylsulfonsäure
und Styrolsulfonsäure. Diese werden in einer Menge von 0,5 bis 5 Gewichtsteilen je 100 Teile
Monomerengemisch verwendet.
Als Initiator zur Polymerisation können übliche Initiatoren für die freiradikalische Polymerisation
verwendet werden. Beispiele sind Persulfat-, organische Peroxid- und Azoverbindungen. Geeignete Redoxsysteme
wie Wasserstoffperoxid, Persulfat oder organische Peroxide, kombiniert mit Formaldehyd-Natriumsulfoxylat,
Natriumsulfit oder Natriumhydrogensulfit sind besonders erwünscht und bevorzugt.
In diesem Fall läuft eine allgemeine Arbeitsweise zur
Polymerisation wie folgt ab: Zunächst wird ein Gemisch aus Lösungsmitteln in einen Reaktionskessel gefüllt und
nach Entgasen und Ersatz der Atmosphäre durch Stickstoff wird Vinylchlorid-Monomeres zugegeben und
nach Erwärmen des Inhalts bis zur Endtemperatur die Polymerisation durch Zugabe eines Initiators in einer
bestimmten Menge gestartet.
Die Polymerisationstemperatur liegt zwischen 200C
und 6O0C, bevorzugt ist insbesondere der Temperaturbereich
von 300C bis 50° C.
Das Polymerisationsreaktionssystem trennt sich zunächst in zwei Schichten, eine obere hauptsächlich aus
Vinylchlorid bestehende Schicht und eine untere Schicht, die hauptsächlich aus Wasser und DMF besteht.
mit fortschreitender Polymerisation unter den gegebenen Bedingungen tritt jedoch eine Trübung ein und
schließlich gehen die Phasen in einen gleichförmigen Emulsions/ustand über. Die Polymerisationsreaktion
geht schnell vonsuitten. und es kann ein Polymeres
hohen Polymcrisationsgradcs in guter Ausbeule innerhalb
einer kurzen Polymerisaiionszeit erfinclungsgemaß
erhalten werden.
Durch AbdestUlieren des Wassers und restlicher
nichtumgesetzter Monomerer, die in der Polymeremulsion nach Polymerisation enthalten sind, kann direkt
eine Spinnlösung hergestellt werden.
Bei diesem Polymerisationsverfahren werden zur Copolymerisation mit Vinylchlorid eine oder mehrere
Monomerarten aus der Gruppe Acrylnitril, Methacrylnitril,
flc-Chloracrylnitril, Vinylidencyanid, Acrylsäure
und ihre Alkylester, insbesondere jene Alkylester mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder ihre Polyäthylenoxidester
mit
-(CH2CH2O)n-CH3
als Esterrest, in dem η gleich 4 bis 23 ist. Methacrylsäure
und ihre Ester, insbesondere jene Alkylester mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder ihre Polyäthylenoxidester mit
der folgenden Estergruppierung:
-(CH2CH2O)nCH3,
in der π gleich 4 bis 23 ist. Vinylacetat, Itaconsäure,
Vinylidenchlorid und Vinylbromid eingesetzt
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch wirksam angewendet werden in Form einer Zweistufenpolymerisation,
wobei die Zusammensetzung des Monomerengemisches gegen Ende der ersten Hälfte des Polymerisationsverfahrens
geändert wird, wie noch unten erläutert wird. Das heißt im ersten Schritt wird die Polymerisation
mit einem Monomerengemisch durchgeführt, das aus mehr als 90 Gew.-% Vinylchlorid und weniger als 10
Gew.-°/o Acrylnitril besteht, und in der zweiten Stufe
setzt man die Polymerisation mit einem anderen Monomerengemisch fort, das aus weniger als 85
Gew.-% und mehr als 50 Gew.-% Vinylchlorid und mehr als 15 Gew.-% und weniger als 50 Gew.-%
Acrylnitril besteht. Durch Anwendung dieser Zweistufenpolymerisation kann erfindungsgemäß eine Polymeremulsion
hoher Konzentration in stabilem Zustand vorteilhaft erhalten werden.
Wenn die Monomerkonzentration zu hoch ist, wird es
im Polymerisationssystem schwierig, einen stabilen Emulsionszustand während der Polymerisation aufrechtzuhalten;
andererseits ist eine zu niedrige Konzentration des Monomerengemisches aus Gründen der
Produktionswirtschaftlichkeit nicht erwünscht. Im erfindungsgemäßen
Verfahren sind 10 bis 40 Gew.-% und bevorzugter 20 bis 35 Gew.-% Monomere, Vinyl- und
Vinylidenmonomere, bezogen auf die Menge des Lösungsmittelgemisches, bevorzugt.
Wenn das nichtumgesetzte Monomere und das in der durch Polymerisation erhaltenen Polymeremulsion
enthaltene Wasser abdestilliert werden, kann erfindungsgemäß direkt eine DMF-Lösung des Vinylchloridpolymeren
in einem Zuge hergestellt werden. Die Lösung zeigt jedoch oft ein trübes Aussehen, und eine
solche getrübte Lösung kann nicht gut für Oberzüge oder zur Faserherstellung verwendet werden, da sie
Ursache für das Auftreten von Fischaugen in der aufgezogenen Filmschicht oder Ursache für das
Abdrosseln der Spinndüse ist und außerdem andere unerwünschte Wirkungen auf Fascreigenschiaften wie
Verlust der Transparenz haben kann.
Es wurden ausgedehnte Studien zur Beseitigung einer
solchen Trübe der Polymeremulsion vorgenommen und gefunden. daO fine an sich bekannte Behandlung der
erhaltenen Polymeremulsion mit einem üblichen Kationenaustauscherhari
eine merkliche Wirkung hat und außerdem das farbliche Aussehen der aus der
Polymeremulsion erhaltenen Polymerlösung verbessert Eine ins einzelne gehende Beschreibung wird nachfolgend
gegeben.
Obwohl jedes Kationenaustauscherharz auf dem s Markt ohne spezielle Wahl der Art des Kationenaustauschermaterials
verwendet werden kann, sind insbesondere stark saure Kationenaustauscherharze am wirksamsten.
Jede Prozedur zum Kontaktieren der Polymeremulsion mit dem Ionenaustauscherharz kann angewen-
det werden; eine Methode, die Polymeremulsion durch eine mit dem Kationenaustauscherharz bepackte Säule
fließen zu lassen, ist jedoch einfach und zweckmäßig.
Die erfindungsgemäße Polymeremulsion kann ohne weiteres mit dem Kationenaustauscherharz behandelt
werden, da die Emulsion stabil ist und nicht koaguliert, wenn sie mit dem Ionenaustauscherharz während der
Behandlung in Kontakt kommt Gewöhnlich nimmt der pH-Wert der behandelten Polymeremulsion um einen
Betrag von 2 bis 3 ab, verglichen mit dem pH-Wert vor der Behandlung.
Obwohl der Grund, warum die '/rübe der Polymeremulsion
nach Polymerisation durch eine solche Behandlung unterdrückt werden kann, roch nicht
ausreichend erklärlich ist, dürften wahrscheinlich M.-'tallionen, die in einer Komponentenverbindung
enthalten sind, die eine Rolle bei Turbiditäten der Polymeremulsion spielen, unter Austausch mit Wasserstoffionen
infolge Einwirkung des Ionenaustauscherharze entfernt werden.
Wie bereits erwähnt, besteht die andere wichtige Wirkung dieser Behandlung in der möglichen Entfernung
anderer Farbmaterie aus der Polymeremulsion. Die DMF-Lösung des Vinylchloridpolymers, das durch
Emulsionspolymerisation dieses Monomers in diesem Gemisch der Lösungsmittel und durch Entfernung von
darin enthaltenem Wasser usw. erhalten wird, weist manchmal eine schwache Färbung, gelbliche oder
rötliche, auf. Glücklicherweise wird das Fa-rbaussehen der erhaltenen Polymerlösung, die nach Behandlung mit
dem Kationenaustauscherharz anfällt, beträchtlich verbessert, wie aus den folgenden Beispielen ersehen
werden kann.
Nach Einfüllen von 180 Teilen eines Lösungsmittelgemisches mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55
(Gewichtsverhältnis), 100 Teilen Vinylchlorid, 1,5 Teilen methallylsulfonsaurem Natriumsalz und 0,02 Teilen
konzentrierter Schwefelsäure in einem druckfesten Reaktionskessd aus Glas wurde das Gemisch auf 40° C
erwärmt und die Polymerisation unter getrennter Zugabe von Ammoniumpersulfat und Natriumhydroi.e>)sulfit,
jeweils 0,10 Teile derselben waren getrennt in einer kleinen Menge Wasser gelöst worden, unter
ausreichendem Rühren durchgeführt.
Das Polymerisationsreaktionssystem ging nach 15 Minuten von Beginn der Polymerisation an gerechnet in
einen Emulrionszustand über. Nach 3 Stunden wurde die Polymerisationsreaktion gestoppt.
w) Die Polymerausbeute betrug 62% und die spezifische
Viskosität ηψ des in Cyclohexanon gelöster., erhaltenen
Polymeren war 0,175 (0.2g Polymeres pro 100cmJ
Lösung bei 30'C).
B e i s [) i e I 2
Nach umfüllen von 360 Teilen eines l.ösungsmitlelgemisches
mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55. 0.02 Teilen konzentrierter Schwefelsäure. 85 Teilen
Vinylchlorid. 15 Teilen Acrylnitril und 1,5 Teilen Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz in einen
druckfesten Reaktionskesscl aus Glas wurde das Gemisch auf 40"C erwärmt und die Polymerisation
unter getrenntem Versatz mit Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit, jeweils 0,05 Teile derselben
waren getrennt in einer kleinen Wassermenge gelöst worden, unter ausreichendem Rühren gestartet. Bald
danach wurden kontinuierlich 45 Teile Acrylnitril und jeweils 0,35 Teile Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit,
jeweils getrennt gelöst in einer kleinen Wassermenge, zugesetzt, was 7 Stunden beanspruchte,
und zwar unter strenger Kontrolle, um das Verhältnis von Vinylchlorid zu Acrylnitril in dem Reaktionssystem
bei einem konstanten Wert von 85/15 (Gewichtsverhältnis) zu halten. So konnte ein gleichmäßiges Copolymeres
aus Vinylchlorid und Acrylnitril mit etwa 48 Gew.-% etc. von der Polymeremtilsion abgetrennt und schließlich
eine Copolymeriösung hergestellt. Die Trübe und gelbe Farbe dieser Lösung war erheblich reduziert,
verglichen mit der Polymerlösung welche durch einfaches Abdestillieren des enthaltenen Wassers aus
der oben beschriebenen Polymeremulsion ohne Behandlung mit einem lonenaustauscherharz hergestellt
worden war.
Nach Einfüllen von 240 Teilen eines Lösungsmittelgemisches mit einem Verhältnis von Wasser/DMF von
40/60 (Gewichtsverhältnis), 0,02 Teilen konzentrierter Schwefelsäure, 90 Teilen Vinylchlorid. 10 Teilen
Acrylnitril und 2,7 Teilen Methacrylsulfonsäuresulfopropylester-natriumsalz
wurde das Gemisch auf 40° C
tionsreaktion wurde nach 7 Stunden gestoppt. Die Viskosität der erhaltenen Emulsion betrug 15 cps bei
25°C, die Polymerausbeute 121 Teile. Aufgrund der
Prüfung einer Probe des erhaltenen Polymers wurde sein Molekulargewicht zu etwa 60 000 bestimmt.
Durch Abdestillieren der nichtumgesetzten Monomeren,
Vinylchlorid und Acrylnitril, und des in der erhaltenen Polymeremulsion enthaltenen Wassers unter
Verwendung eines Rotationsverdampfers und einem Vakuum von 400 Torr wurde eine schwach gelbe,
viskose Polymerlösung erhalten. Die Lösung wurde so eingestellt, daß sie eine Polymerkonzentration von 30
Gew.-°/o aufwies. Die fertige Polymerlösung enthielt ca. 2 Gew.-°/o Wasser; ihre Viskosität betrug 40 cps bei
400C.
Eine aus dieser Lösung durch Verspinnen und Verstrecken hergestellte synthetische Faser hatte fast
die gleichen Eigenschaften wie eine Acrylfaser auf dem Markt bezüglich Nichttransparenz, Bewitterungsfestigkcit.
Anfärbbarkeit und mechanischer Festigkeit.
Nach Einfüllen von 360 Teilen eines Lösungsmittelgemisches mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55,
0.02 Teilen konzentrierter Schwefelsäure, 90 Teilen Vinylchlorid. 10 Teilen Acrylnitril und 2,5 Teilen
Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz in einen druckfesten Reaktionskessel aus Glas wurde das
Gemisch auf 4OC erwärmt und die Polymerisationsreaktion gestartet unter getrennter Zugabe von je 0.05
Teilen Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit. die jeweils getrennt in einer kleinen Wassermenge
gelöst wurden. Danach wurde die entsprechende Menge Acrylnitril kontinuierlich zugefügt, um das Verhältnis
von Vinylchlorid zu Acrylnitril in dem Polymerisationsreaktiossystetn
bei einem konstanten Wert von 90/10 zu halten. Gleichzeitig wurden kontinuierlich Ammoniumpersulfat
und Natriumhydrogensulfit zugegeben.
Die Polymerisationsreaktion wurde so 7 Stunden fortgesetzt. Die erhaltene Polymeremulsion war sehr
stabil; ihre Viskosität betrug 17 cps bei 25°C die Polymerausbeute 117 Teile. Es wurde ein gleichmäßiges
Copolymeres mit 47 Gew.-% Acrylnitrileinheiten
erhalten.
Die erhaltene Polymeremulsion wurde behandelt, indem sie bei üblicher Temperatur über eine Säule
geschickt wurde, die mit einem handelsüblicher, stark
sauren Ionenaustauscherharz (das aus der Na-Form in die Η-Form mit Chlorwasserstoffsäure überführt
wurde) beladen war. dann wurde enthaltenes Wasser unter getrenntem Zusatz von je 0,05 Teilen Ammoniumpersulfat
und Ammoniumhydrogensulfit, die jeweils getrennt in einer kleinen Wassermenge gelöst worden
waren. Danach wurde kontinuierlich Acrylnitril zum Polymerisationsreaktionssystem gegeben, um das Verhältnis
von Vinylchlorid zu Acrylnitril im Reaktionssy-
)-, stern auf einem konstanten Wert von etwa 90/10 zu
halten. Gleichzeitig wurden Ammoniumpersulfat und Ammoniur:hydrogensulfit getrennt zugesetzt. Die Polymerisationsreaktion
wurde 7 Stunden durchgeführt.
Die erhaltene Polymeremulsion war gering viskos
Die erhaltene Polymeremulsion war gering viskos
jo und sehr stabil. Die Polymerausbeute betrug 122 Teile,
ein gleichmäßiges Copolymeres aus Vinylchlorid und Acrylnitril mit einem Acrylnitrilgehalt von 45,5 Gew.-%
wurde erhalten. Es wurde eine Polymerlösung hergestellt, nachdem die erhaltene Polymeremulsion mit
-, einem Kationenaustauscherharz wie in Beispiel 3 behandelt worden war. Die Polymerlösung war sehr
klar und transparent ohne eine Trübe, vergleich mit einer Polymerlösung, die durch Abdestillieren des
enthaltenen Wassers aus der oben erhaltenen Copolymeremulsion ohne Behandlung mit einem lonenaustauscherharz
hergestellt worden war.
Außerdem war die gelbe Farbe der Lösung erheblich reduziert und die Lösung sehr geeignet zur Verwendung
als Spinnflüssigkeit.
Nach Einfüllen von 180 Teilen eines Lösungsmittelgemisches
mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55,
-,ο 80 Teilen Vinylchlorid. 20 Teilen Acrylnitril. 2,7 Teil-η
Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz. 5 Teilen Vinylidenchlorid und 0,02 Teilen konzentrierter Schwefelsäure
in einen druckfesten Reaktionskessel aus Glas wurde das Gemisch auf 40° C erwärmt und die
Polymerisationsreaktion durchgeführt, indem getrennt je 0,10 Teile Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit,
die jeweils in einer kleinen Wassermenge getrennt gelöst worden waren, unter ausreichendem
Rühren zugesetzt wurden.
Das Polymerisationsreaktionssystem ging bald nach Beginn der Polymerisation in einen Emulsionszustand
über. Die Polymerisationsreaktion wurde drei Stunden fortgesetzt Die erhaltene Polymeremulsion war stabil.
Es wurde ein gleichmäßiges, Acrylnitrileinheiten in einer Menge von 49 Gew.-% enthaltendes Copolymer« in
einer Ausbeute von 32% erhalten. Die spezifische Viskosität r\Sp des erhaltenen Polymers, gelöst in DMF,
betrug 0,186 (0,2 g/100 ml Lösung bei 300C.
Eine Reihe von Copolymerisationsversuchen mit Vinylchlorid und Acrylnitril wurde in der gleichen Weise
wie in Beispiel 5 durchgef'ihrt unter Verwendung der folgenden Verbindungen als Vinylmonomerkomponenten
der Copolymerisation, die eine Sulfonsäuregruppc ■..•„('wiesen, jeweils in einer bestimmten Menge, vie sie
unter Versuch Nr. I bis 6 der folgenden Tabelle angegeben ist.
Fine andere Reihe von Copolymerisationsversuchen mit Vinylchlorid und Acrylnitril wurde in der gleichen
Weise wie in Beispiel 5 durchgeführt unter Verwendung jener Vinylverbindungen mit Sulfonsäuregruppen. jeweils
in einer bestimmten Menge, und zusätzlich unter Verwendung verschiedener anderer Monomerer, jeweils
in einer bestimmten Menge, wie sie unter Versuch Nr. 7 bis 16 der folgenden Tabelle aufgeführt ist
In jedem Fall wurde eine stabile Poymcremulsion erhalten.
Versuch
Nr.
Nr.
Monomeres mit Sulfonsiiuregrupp':
(Teile)
Weiteres Monomeres zur
Copolymerisation
Copolymerisation
(Teile)
Polymerausbeute
(Teile)
[ IVIClIldLiyiäclUICMlIlUpi U[I^ICMCI-IIaII IUI1I7><1I£ (Z.J/
2 Methallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
3 Allylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
4 N-Äthylsulfoäthylacrylsäureamid-natriumsalz (2,5)
5 Styrolsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
6 Vinylbenzylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
7 Methacrylsäuresulfopropyl-natriumsalz (2,5)
8 Methallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
9 Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz (2,5) P Methallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
11 Mcthallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
12 Methallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
13 Methallylsulfonsäure-natriumsalz (2,5)
14 Methacrylsauresulfopropylester-natriumsalz (2,5)
15 Methacrylsäuresulfopropyläther-natriumsalz (2,5)
16 Methylacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz (2,5)
η = 4
.., — C —O-
Il
ο
η - 9
Vinylidenchlorid (5)
Vinylidenchlorid (5)
Vinylacetat (5)
Vinylacetat (5)
Acrylsäuremethylester (5)
Methacrylsäuremethylester (5) Acrylsäure (5)
Vinylbromid (5)
Methacrylsäurepolyäthylenglykolester*) (5)
Methacrylsäurepolyäthylenglykolester**) (5)
26 16 20 28 29 32 21 26 17 24 45 16
25 22
30
-(CII:-CH1-O),,-CII,
Nach Einfüllen von 360 Teilen eines Lösungsmittelgemisches mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55,
0,02 Teilen konzentrierter Schwefelsäure, 80 Teilen Vinylchlorid, 20 Teilen Acrylnitril, 2,5 Teilen Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz und 4 Teilen Vinylidenchlorid in einen druckfesten Glasreaktionskessel
wurde das Gemisch auf 400C erwärmt und die Polymerisation gestartet unter getrennter Zugabe von w)
je 0,05 Teilen Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit, die jeweils getrennt in einer kleinen
Wassermenge gelöst worden waren. Dann wurde ein Monomerengemisch, bestehend aus 50 Teilen Acrylnitril und 4 Teilen Vinylidenchlorid und jeweils 030 Teilen
Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit, die jeweils getrennt in einer kleinen Wassermenge gelöst
worden waren, zugegeben (kontinuierlich, was 7
Stunden beansprucht, unter ausreichender Kontrolle),
um das Verhältnis von Vinylchlorid-Monomerem zu Acrylnitril auf einem konstanten Wert von 80/20
(Gewichtsverhältnis) im Polymerisationsreaktionssysiem zu halten. Es wurde ein gleichmäßiges Copolymeres aus Vinylchlorid, Acrylnitril und Vinylidenchlorid
erhalten, dessen Acrylnitrilgehalt 54 Gew.-% betrug. Die Polymerisationsreaktion wurde nach 7 Stunden
gestoppt Die erhaltene Polymeremulsion war stabil und hatte eine Viskosität von 19 cps bei 25° C. Die
Polymerausbeute betrug 126 Teile. Ein kleiner Teil derselben wurde abgenommen und die Viskosität der
DMF-Lösung zu t/SJ,=0,210 bei 300C bestimmt (die
Konzentration betrug 0,2 g/100 cm3).
Eine viskose und schwach gelbe Polymerlösung wurde erhalten, das nichtumgesetzte Vinylchlorid,
Acrylnitril und Vinylidenchlorid und in der Polymeremulsion enthaltene Wasser abdestilliert.
Il
Die Polymcrlösiing eignete sich gut zur Verwendung
iils Spinnflüssigkeit.
Nach Einfüllen von 330Teilen eines l.ösungsmittelgcmisches
mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 42/58.
0.005 Teilen konzentrierter Schwefelsäure. 60 Teilen Vinylchlorid, 15 Teilen Vinylidenchlorid. 25 Teilen
Acrylnitril und 3 Teilen Methacrylsäuresulfopropylestcr-natriumsalz
in einen driickfesten Polymerisationskessel aus Glas wurde das Gemisch auf 400C erwärmt
und die Polymerisationsreaktion gestartet unter getrenntem Zusetzen von jeweils 0,10 Teilen Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogensulfit, die jeweils getrennt in einer kleinen Wassermenge gelöst worden
waren. Danach wurde jeweils eine bestimmte Menge Acrylnitril und Vinylidenchlorid kontinuierlich in das
Polymerisationsreaktionssystem gegeben, um die Monomerzusammensetzung des Reaktionssysiems auf
einem konstanten Wert zu halten. Gleichzeitig wurde kontinuierlich unter getrennter Zugabe einer kleinen
Menge Natriumhydrogensulfit und auch einer kleinen Menge Ammoniumpersulfat weitere 5 Stunden polymerisiert. Hierbei wurde ein Dreikomponentencopolymer
aus Vinylchlorid, Vinylidenchlorid und Acrylnitril erhalten, das diese Komponenten zu entsprechend 25,
28 und 51 Gew.-% enthielt.
Nach Einfüllen von 180 Teilen eines Lösungsmittelgemisches mit einem Wasser/DMF-Verhältnis von 45/55,
95 Teilen Vinylchlorid, 5 Teilen Acrylnitril. 2.0 Teilen Methacrylsäuresulfopropylester-natriumsalz und 0,03
Teilen konzentrierter Schwefelsäure in einen druckfesten Polymerisationsreaktionskesssl aus Glas wurde das
Gemisch auf 40°C erwärmt und dann die Polymerisationsreaktion
gestartet unter getrennter Zugabe von je 0,10 Teilen Ammoniumpersulfat und Natriumhydrogen-
SLiIf it, die jeweils in einer kleinen Wassermenge getrennt
gelöst worden waren, und ausreichendem Mischen derselben. Bald danach ging das Reaktionssystem in
einen Emulsionszustand über. Nach 2 Stunden wurde das Reaktionssysteni bis auf Raumtemperatur abgekühlt,
um die Polymerisationsreaktion einmal zu stoppen. Die erhaltene Polymeremulsion war etwas
viskos und stabil. Die Polymerausbeute betrug 31 Teile, somit lag die Polymerkonzentration in der Polymeremulsion bei 14,7 Gew.-°/o und der Gehalt an
nichtumgesetztem Acrylnitril bei 17 Gew.-%.
Das nichtumgesetzte Vinylchlorid in der Emulsion wurde abgetrieben, 30 Teile Vinylchlorid und 20 Teile
Acrylnitril wurden neu eingefüllt. Dieses neu bereitete Reaktionssystem wurde wieder auf 400C erwärmt und
die zweite Stufe der Polymerisation durchgeführt unter getrenntem Zusatz von je 0,05 Teilen Ätiiiiioniuiiiper
sulfat und Natriumhydrogensulfit, die jeweils getrennt in einer kleinen Wassermenge gelöst worden waren.
Obwohl die Polymeremulsion sehr viskos wurde, lief die Polymerisationsreaktion glatt ab. Die Polymerisationsreaktion wurde nach 2 Stunden gestoppt, die Polymerausbeute betrug 69 Teile; demzufolge lag die Polymerkonzentration in der erhaltenen Polymeremulsion nach
Entfernen des nichtumgesetzten Vinylchlorids bei etwa
25 Gew.-%. Der Acrylnitrilgehalt im erhaltenen Polymeren betrug im Mittel 40 Gew.-°/o.
Auf diese Weise konnte ein Gemisch aus zwei Copolymerarten hergestellt werden, das eine enthielt
die Acrylnitrilkomponente in einer Menge von 17 Gew.-°/o und das andere enthielt nach Schätzung die
Acrylnitrilkomponente in einer Menge von etwa 60 Gew.-%.
Claims (4)
1. Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid oder eines Gemisches aus mindestens 50 Gew.-%
Vinylchlorid und einem oder mehreren Comonomeren aus der Gruppe:
Acrylnitril, Methacrylnitril, «-Chloracrylnitril,
Vinylidencyanid, Acrylsäure, Alkylester und Polyäthylenoxidester der Acrylsäure, Methacrylsäure
und Methacrylsäureester, Vinylacetat Itaconsäure, Vinylidenchlord, Vinylbromid
in wasserhaltigem Medium in Gegenwart eines radikalischen Polymerisationsinitiators und eines
Emulgiermittels und unter Anwendung an sich üblicher Reaktionsbedingungen, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Monomere bzw. Monomerengemisch in Gegenwart von 0,5 bis 5
Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Monomeren, eines Alkalisalzes eines eine Sulfonsäuregruppe
enthaltenden Vinylmonomeren in einem Lösungsmittelgemisch aus Wasser und N,N-Dimethylformamid
mit einem Gewichtsverhältnis von 30 :70 bis 55 :45 polymerisiert
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß man die nach der Polymerisation
erhaltene Emulsion mit einem üblichen Kationenaustauscherharz auf bekannte Weise behandelt
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß man ein aus mehr als 80
Gewichtsteilen Vinylchlorid und weniger als 20 Gewichtsteilen Acrylnitril bestehendes Monomerengemisch
verwendet und zusätzlich mehr als I Gewichtsteil bis zu 5 Gewichtsteilen Vinylidenchlorid
der Anfangscharge der Monomeren oder dem während der Polymerisation zur Einstellung des
fvionomerenverhältnisses von Vinylchlorid zu Acrylnitril
zugesetzten Acrylnitril beigibt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation
in zwei Stufen durchführt und in der ersten Stufe mehr als 90 Gewichtsprozent Vinylchlorid und
weniger als 10 Gewichtsprozent Acrylnitril und in der zweiten Stufe weniger als 85 Gewichtsprozent
Vinylchlorid und mehr als 15 Gewichtsprozent Acrylnitril verwendet.
ίο
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2600174A JPS5726282B2 (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | |
| JP2600274A JPS5726283B2 (de) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | |
| JP49026000A JPS5947685B2 (ja) | 1974-03-05 | 1974-03-05 | 塩化ビニル共重合体の製造方法 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509881A1 DE2509881A1 (de) | 1975-10-02 |
| DE2509881B2 true DE2509881B2 (de) | 1980-07-10 |
| DE2509881C3 DE2509881C3 (de) | 1981-04-02 |
Family
ID=27285230
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752509881 Expired DE2509881C3 (de) | 1974-03-05 | 1975-03-04 | Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid und damit copolymerisierbaren Monomeren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2509881C3 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB814811A (en) * | 1954-12-21 | 1959-06-10 | Exxon Research Engineering Co | Process for removing alkali metals from hydrocarbon liquids |
| SE314826B (de) * | 1960-03-14 | 1969-09-15 | Montedison Spa |
-
1975
- 1975-03-04 DE DE19752509881 patent/DE2509881C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2509881A1 (de) | 1975-10-02 |
| DE2509881C3 (de) | 1981-04-02 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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