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DE2549036C3 - Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat

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DE2549036C3
DE2549036C3 DE2549036A DE2549036A DE2549036C3 DE 2549036 C3 DE2549036 C3 DE 2549036C3 DE 2549036 A DE2549036 A DE 2549036A DE 2549036 A DE2549036 A DE 2549036A DE 2549036 C3 DE2549036 C3 DE 2549036C3
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Germany
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diphenyl carbonate
sulfuric acid
dinitro
carbonate
nitric acid
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Dieter Dipl.-Chem. Dr. Arlt
Johannes Dipl.-Chem. Dr. Blahak
Jan Dipl.-Chem. Dr. Mazanek
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C205/00Compounds containing nitro groups bound to a carbon skeleton
    • C07C205/39Compounds containing nitro groups bound to a carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by esterified hydroxy groups
    • C07C205/42Compounds containing nitro groups bound to a carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by esterified hydroxy groups having nitro groups or esterified hydroxy groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the carbon skeleton
    • C07C205/43Compounds containing nitro groups bound to a carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by esterified hydroxy groups having nitro groups or esterified hydroxy groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the carbon skeleton to carbon atoms of the same non-condensed six-membered aromatic ring or to carbon atoms of six-membered aromatic rings being part of the same condensed ring system

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat durch Nitrieren von Diphenylcarbonat.
Die Nitrierung von Diphenylcarbonat ist seit langem bekannt; jedoch führt eine energische Nitrierung direkt zum Di-(2,4-dinitrophenyl)-carbonat (J. pr. Chem. [2] 4, 407 [1870]). Zwar läßt sich unter bestimmten Bedingungen eine Nitrierung zum 4,4'-Dinitro-diphenyl-carbonat erreichen (Rec. trav. chim. 36, 52 [1916]), jedoch besteht üas erhaltene Nitrierungsprodukt nur zu etwa 80% aus 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat, während 2,2'-Dinitro- und 2,4'-Dinitro-diphenylcarbonat im Verhältnis von etwa I : Yt den Rest ausmachen. Dementsprechend erhält man bei der Verseifung des Nitrierungsproduktes maximal etwa 90% p-Nitrophenol sowie 10% o-Nitrophenol (Rcc. trav. chim. 40, 510, 512 [1921]). Im allgemeinen werden jedoch, insbesondere bei höherer Temperatur, bei der Nitrierung merkliche Mengen höher nitrierter Nebenprodukte gebildet.
Gelänge es, Diphenylcarbonat weitgehend selektiv zum 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat zu nitrieren, so stände durch dessen Verseifung ein einfaches Verfahren zur Herstellung von p-Nitrophenol zur Verfügung, bei dem ein Zwangsanfall von o-NitrophcnoI weitgehend entfiele, wie er bei der Herstellung von p-Nitrophcnol nach dem Stand der Technik auftritt.
Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von 4.4'Dinitro-diphenylcarbonat durch Nitrieren von Diphenylcarbonat gefunden, bei dem man in einer etwa 2-bis 40%igcn Lösung von Diphenylcarbonat in 88- bis 100gew.-%igcr Schwefelsäure im Temperaturbereich von —20 bis +200C Salpetersäure in der stöchiometrisch notwendigen Menge oder mit einem Überschuß bis zu etwa 10 Mol-% zugefügt.
Erfindungswesentlich ist dabei, daß Diphenylcarbonat in schwefelsaurer Lösung vorliegt und dann crsl Salpetersäure in der stöchiometrisch notwendigen Menge oder mit geringem Überschuß zugefügt wird, wobei der Überschuß möglichst gering gehalten werden Süll.
Weiterhin ist es für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wesentlich, daß die Umsetzung bei niedriger Temperatur, nicht zu hoher Konzentration des Diphenylcarbonats in der schwefelsauren Lösung und hoher Konzentration der Schwefelsäure in der schwefelsauren Lösung, daß heiß! mit Schwefelsäure hoher Konzentration und nur geringem Wassergehalt durchgeführt wird, wobei unter Schwefelsäure HjSO4 selbst und ihre wäßrigen Lösungen verstanden sind.
Dabei stehen die drei letztgenannten Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens im gegenseitiger Abhängigkeit. Es ist z. B. möglich, bei sehr niedrigen Temperaturen mit höherer Konzentration des Diphenylcarbonats das gleiche Ergebnis zu erhalten wie bei höherer Temperatur und geringer Konzentration des Diphenylcarbonats in der schwefelsauren Lösung. Ebenso ist es möglich, eine geringe Konzentration der Schwefelsäure durch niedrigere Reaktionstemperatur und/oder geringere Konzentration des Diphenylcarbonats in der schwefelsauren Lösung zu kompensieren. Es ist somit möglich und kann vorteilhaft sein, entsprechend vorliegenden Gegebenheiten das erfindungsgemäße Verfahren bezüglich der Faktoren Schwefelsäurekonzentration. Konzentration des Diphenylcarbonats in der schwefelsauren Lösung sowie der Temf ;ratur zu optimieren, wozu lediglich einige wenige Versuche notwendig sind.
Dagegen ist es wesentlich, den Überschuß an Salpetersäure über die stöchiometrisch erforderliche Menge hinaus so gering als möglich zu halten, die Kompensation eines höheren Überschusses durch entsprechende Wahl der anderen Faktoren ist im allgemeinen nicht möglich und führt zu einer weiteren Nitrierung des gewünschten Reaktionsproduktes und zur Verschlechterung der Ausbeute durch stärkere Bildung von Nebenprodukten.
Zum Herstellen der schwefelsauren Lösung von Diphenylcarbonat wird Schwefelsäure mit einem Gehalt von 88 bis 100Gcw.-% H2SO4 (Rest Wasser) verwendet; zweckmäßigcrwcisc nimmt man die handelsübliche etwa 96%ige Schwefelsäure.
In einer besonderen Verfahrcnsvarianlc kann auch ein Gemisch aus Schwefelsäure und gegen Schwefelsäure inerten organischen Lösungsmitteln verwendet werden.
Im allgemeinen verwendet man in diesem Fall Schwefelsäure mit einem Gehalt von 88 bis 100% H2SO4. Das inerte organische Lösungsmittel kann im Verhältnis I : 30 bis 30 : I, bezogen auf das Volumen der Schwefelsäure, verwendet werden.
Im allgemeinen hängt die zu verwendende Menge des organischen Lösungsmittels von dessen Art ab; durch einige wenige Vorversuchc kann leicht bestimmt werden, welche Menge im Einzelfall zweckmäßig ist.
Als solche Lösungsmittel seien beispielsweise genannt: Halogenalkane wie Methylenchlorid,Tetrachlorkohlenstoff und Dichloräthan, aromatische Nitrokohlenwasserstoffe wie Nitroben/ol und Nitrotoluol, niedere aliphatischc Carbonsäuren und deren Anhydride wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure und Kssigsäurcanhydrid.
Selbstverständlich können auch Gemische inerter organischer Lösungsmittel verwendet werden.
Die Konzentration des Diphenylcarbonats in der schwefelsauren Lösung beträgt im allgemeinen etwa 2 bis 40. bevorzugt 3 bis 25% (Gew./Vol.); wie bereits ausgeführt, kann die Konzentration in diesem Bereich entsprechend der gewählten Rcaktionstcmpcrattir und Schwefclsäurekonzcntration variiert werden.
Als Salpetersäure kann Salpetersäure mit 65 his 100 Gew. % IINOi(Rcst Wasser) verwendet werden. Zweckmäßigerweise wird Salpetersäure mil einem Gehalt von 65 bis 98 Gew.-% HNOi, insbesondere 98gcw.-%igc Salpetersäure verwendel.
Um eine vollständige Nitrierung entsprechend dem Reaktionsschema
O1N-<
-c—o--<
-O —C —O-
+ 2HNO.,
>—NO, + 2H1O
zu erhalten, ist es selbstverständlich notwendig, wenigstens die slöchiometrischc Menge von 2 MoI HNOj je Mol Diphenylcarbonat einzusetzen. Die Verwendung eines geringen Überschusses an HNOj ist im allgemeinen vorteilhaft, während ein größerer Überschuß zu einer weiteren Nitrierung des gewünschten Reaktionsproduktes führt. Im allgemeinen hat sich ein Überschuß bis zu etwa lOMol-% als unschädlich erwiesen; bevorzugt wird HNOj mit einem Überschuß von etwa 2 bis 5 Mol-% eingesetzt.
Wie weiter unten ausgeführt, können die eingesetzte Schwefelsäure und gegebenenfalls inertes organisches Lösungsmittel zurückgewonnen werden. Die geringe Menge HNOj, die gegebenenfalls in ihnen noch vorhanden sein kann, ist nicht schädlich, obwohl es gerade ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, daß zuerst eine schwefelsaure Lösung des Diphenylcarbonats hergestellt und erst anschließend die Salpetersäure für die Nitrierung des Diphenylcarbonats zugefügt vird.
Das erfinduhgsgemäße Verfuhren wird im Temperaturbereich von -20 bis +200C, bevor, igt von - 15 bis + 10° C, durchgeführt.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist einfach. Diphenylcarbonat wird in der verwendeten Schwefelsäure oder dem verwendeten Gemisch gelöst; anschließend bringt man die Lösung auf Reaktionstemperatur und fügt die gewünschte Menge Salpetersäure im Maße des Verbrauchs zu, wobei man in üblicher Wejse dafür sorgt, daß örtlich und zeitlich kein größerer Überschuß HNOi auftritt. Dies kann z. B. durch Rühren und entsprechende Regelung der Zugabegeschwindigkeit erfolgen.
Im allgemeinen bedeuten die Verwendung größerer Mengen Hilfsstoffe, z.B. Lösungsmittel, Kühlen und Erwärmen des Reaktionsgemisches höheren technischen Aufwand. Besonders vorteilhafi wird das erfindungsgemäße Verfahren daher so durchgeführt, daß man als Lösungsmittel handelsübliche 96°/oige Schwefelsäure verwendet und ebenfalls konzentrierte, etwa 98%ige Salpetersäure einsetzt.
Da die Reaktion exotherm ist, steigt die Temperatur während der Reaktion an und das Reaktionsgemisch muß gekühlt werden. Vorteilhaft kühlt man daher vor Beginn der Reaktion ab und läßt die Temperatur während der Reaktion ansteigen; der Bereich zwischen -15 und 10"C hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen.
Nach beendeter Reaktion erfolgt die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches in üblicher Weise. Zum Beispiel kann man die schwefelsaure Lösung mit Wasser verdünnen, worauf das Reaktionsprodukt ausfällt und in üblicher Weise von der Mutterlauge getrennt werden kann, z. B. durch Filtration. Vorteilhaft kann man auch zum Verdünnen der schwefelsauren Lösung anstelle von Wasser wie bekannt Eis oder ein Gemisch aus Wasser und Eis verwenden oder die schwefelsaure Lösung auf Eis oder in ein Gemisch aus Wasser und Eis eingießen, ϊ Auf diese Weise wird bekanntlich die infolge der Verdünnungswärme der Schwefelsäure auftretende Erwärmung vermindert oder vermieden, so daß keine weitere Kühlung notwendig wird. Die nach Abtrennung des Reaktionsprodukies erhal-
Ki tene Mutterlauge enthält nur geringe Mengen ,:bcrschüssiger HNO1 und organischer Stoffe, wenn nicht ein inertes organisches Lösungsmittel verwendet wurde. Durch Destillation läßt sich gegebenenfalls das inerte organische Lösungsmittel leicht abtrennen und die
ι j Schwefelsäure aufkonzentneren. Während man inertes organisches Lösungsmittel und Schwefelsäure erneut einsetzen kann, so daß sich das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere auch für eine kontinuierliche Durchführung eignet, bleibt lediglich das in der
,'ο Reaktion entstandene Wasser als einziges Abfallprodukt übrig. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher in besonderem Maße umweltfreundlich.
Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist besonders darin begründet, daß als
r, Nitrierungsprodukt überraschenderweise 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat in guter Reinheit mit hoher Ausbeute erhalten wird. Nach dem Stand der Technik war bei quantitativer Mononitrterung höchstens eine Reinheit von etwa 80% zu erwarten.
κι 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat ist ein wichtiges Zwischenprodukt. Nach bekannten Verfahren lassen sich z. B. p-Nitrophenyl, 4,4'-Dinitro-diphcnyläther, 4-Nitrodiphenylamin erhalten, die technisch wichtige Verbindungen sind.
η In den folgenden Beispielen wurde die Reinheit des 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonats jeweils durch quantitative Verseifung und quantitative Analyse der Hydrolyseprodukte bestimmt.
.,„ Beispiel 1
107 g (0,5 Mol) Diphenylcarbonat werden in einem Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure (Resi Wasser) gelöst und die Lösung auf -200C abgekühlt. Bei -20 bis - 15°C werden 44 ml 98gew.-%iger Salpetersäure (Rest
r, Wasser (=1,03 Mol HNO,) innerhalb von 15 Minuten unter Rühren zugetropft. Anschließend wird 5 Minuten bei -I5°C nachgerührl und das Reaktionsgemisch dann auf Eis gegeben. Nach Schmelzen des Eises wird der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser
ίο gewaschen und anschließend getrocknet.
Man erhält so 150,6 g (99% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit^incr Reinheit von 93%.
Durch Hydrolyse des erhaltenen 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonats wurden nach Aufarbeitung in bekannter
■>·-) Weise 132,2 g p-Nilrophcnol erhalten (95,2% der Theorie, bezogen auf Diphenylcarbonat).
Beispiel 2
mi 107 g Diphenylcarbonat werden in 3 Liter 96gcw.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf -5"C abgekühlt. Dann werden bei -5 bis O5C innerhalb von 15 Minuten 44 ml 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft und 5 Minuten bei 00C nachgerührt. Anschließend
h-, wird das Reaktionsgemisch auf Eis ausgetragen und schließlich der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält so 149.5 g (etwa 98,5% der Theorie)
4,4'-Dinitrodiphenylcarbanat mit einer Reinheit von 90%,
Durch Hydrolyse des erhaltenen 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonats wurden in bekannter Weise 129,7 g p-Nitrophenol erhalten (93,3% der Theorie, bezogen auf Diphenylearbonat).
Beispiel 3
(Vergleichsbeispiel)
107 g Diphenylearbonat werden in 3 Litern 87gew.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf O0C abgekühlt. Dann werden wie in Beispiel 2 beschrieben 44 ml 98gew.-%iger Salpetersäure zugetropft, nachgerührt und das Reaktionsgemisch aufgearbeitet.
Man erhält so 150,2 g (98,8% der Theorie 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von 79%.
Beispiel 4
(Vergleichsbeispiel)
Es wird wie in Beispiel 2 gearbeitet, jedoch durchgehend eine Temperatur von 300C eingehalten.
Nach der Aufarbeitung erhält man 149,8 g (98,5% der Theorie) 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat mit einer Reinheit von 72%.
Beispiel 5
107 g Diphenylearbonat werden in einem Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf -5°C abgekühlt. Dann wird wie in Beispiel 2 .beschrieben 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft, nachgerührt und das Reaktionsgemisch aufgearbeitet. Man erhält 150,0 g (98,6% der Theorie) 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat mit einer Reinheit von 88%.
Beispiel 6
107 g Diphenylearbonat werden in 0,75 Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf -50C abgekühlt. Dann wird wie in Beispiel 2 beschrieben 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft, nachgerührt und die Reaktionstnischung aufgearbeitet.
Man erhält 149,1 g (98,0% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von 87%.
Beispie1 7
(Vergleichsbeispiel)
107 g Diphenylcarbonat werden in 1 Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf 00C abgekühlt. Dann werden bei 0—5°C innerhalb von 15 Minuten 51 ml 98gew.-%iger Salpetersäure (= 1,2 Mol) unter Rühren zugetropft. Anschließend wird 5 Minuten bei 00C nachgerührt und das Reaktionsgemisch dann wie in Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet.
Man erhält so 149,8 g (98,5% der Theorie) 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat mit einer Reinheit, von 74%.
Beispiel 8
107 g Diphenylearbonat werden in 1 Liter IQOgew=- %iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf -50C abgekühlt. Dann wird wie in Beispiel 2 beschrieben 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft, nachgerührt und das Reaktionsgemisch anschließend aufgearbeitet. Man erhält so 149,0 g (98,0% der Theorie) 4,4'-Diniirodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von 82%.
Beispiel 9
(Vergleichsbeispiel)
107 g Diphenylcarbonat werden in I Liter 85gew.-%iger Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf -5°C abgekühlt. Dann wird wie in Beispiel 2 beschrieben in 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft, nachgerührt und die Reaktionsmischung anschließend aufgearbeitet.
Man erhält 149,5 g (98,5% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von 73%.
Γ) Beispiel 10
107 g Diphenylcarbonat werden in einer Mischung aus 500 ml 100gew.-%iger Schwefelsäure und 500 ml Methylenchlorid gelöst und anschließend im Verlauf von etwa 15 Minuten 44 ml 98gew.-%iger Salpetersäure
2» unter Rühren im Temperaturbereich von 15 bis 200C zugegeben. Die Reaktionsmiscl^ng wird 5 Minuten bei 200C nachgerührt, auf Eis ausgetragen. Nach Schmelzen des Eises wird die organische Phase abgetrennt und die wäßrige Phase mehrmals mit Methylenchlorid ausge-
2) schüttelt. Die vereinigten Methylenchlorid-Lösungen wc;den mit Wasser neutral gewaschen und anschließend im Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt.
Man erhält so 148 g (etwa 98% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von
jo 87%.
Durch Hydrolyse des erhaltenen 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonats in bekannter Weise wurden 126,5 g p-Nitrcphenol erhalten (90,9% der Theorie, bezogen auf Diphenylcarbonat).
Beispi el 11
107 g Diphenylcarbonat werden in einem Gemisch aus einem Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure und 200 ml Essigsäure gelöst. Zu der auf etwa 00C abgekühlten Lösung werden unter Rühren im Verlauf von 15 Minuten bei gleicher Temperatur 44 ml 98%ige Salpetersäure zugetropft. Anschließend wird 5 Minuten nachgerührt und das Reaktionsgemisch auf Eis gegossen. Nach Schmelzen des Eises wird der ausgefallene
4> Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Man erhält so 149 g (etwa 98% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphenylcarbonat mit einer Reinheit von 84%.
Vi Durch Hydrolyse des erhaltenen 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonats >n bekannter Weise wurden 125,0 g p-Nitrophenol erhalten (89,8% der Theorie, bezogen auf Diphenylcarbonat).
Beispiel 12
107 g Diphjnylcarbonat werden in 11 Liter 96gew.-%iger Schwefelsäure gelöst. Dann werden bei etwa 20°C innerhalb von 15 Minuten 44 ml 98gew.-%ige Salpetersäure zugetropft und 5 Minuten bei 200C
mi nachgerührt. Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf Eis ausgetragen und schließlich der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 150,3 g (98,8% der Theorie) 4,4'-Dinitrodiphcnylcarbonat mit einer Reinheit von
o-i 84%.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat durch Nitrieren von Diphenylcarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß man zu einer etwa 2- bis 40%igen Lösung von Diphenylcarbonat in 88- bis 100gew.-%iger Schwefelsäure im Temperaturbereich von -20 bis +200C Salpetersäure in der stöchiometrisch notwendigen Menge oder mit einem Überschuß bis zu etwa 10Mol-% zugefügt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung der schwefelsauren Lösung ein Gemisch aus Schwefelsäure und einem inerten organischen Lösungsmittel verwendet.
DE2549036A 1975-11-03 1975-11-03 Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dinitro-diphenylcarbonat Expired DE2549036C3 (de)

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