DE2546570A1 - Feinkalk sowie seine verwendung zur herstellung von porenbeton - Google Patents
Feinkalk sowie seine verwendung zur herstellung von porenbetonInfo
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Description
DR. SOLF & ZAPF PATENTANWÄLTE
^ £ DR.-ING. DIPL.-ING. A. SOLF
DIPL.-ING. CHR. ZAPF
56 Wuppertal 1 Wall 27/29 Postfach 13O219
l/ko/49 Patentanmeldung
Dyckerhoff Zementwerke AG, 6200 Wiesbaden
Feinkalk sowie seine Verwendung zur Herstellung von Porenbeton
Die Erfindung betrifft Peinkalk und eine den erfindungsgemäßen
Feinkalk enthaltende Porenbetonmischung. Porenbeton ist der Sammelbegriff für Gasbeton, Schaumbeton und Kalksandleicht—
steine.
Feinkalke sind gemahlene Branntkalke. Nach DIN 1060 unterscheidet
man u. a. zwischen Welßfeinkalken mit einem CaO-Gehalt über
80 Gew.% und Wasserfeinkalken ohne CaO-Gehalts-Anforderungen,
aber mit einem maximalen C0„-Gehalt von 7 Gew.% und einer
Druckfestigkeit nach 28 Tagen >10 kp/cm . Die CaO-Gehalte der
Wasserfeinkalke liegen in der Regel zwischen 70 und 85 Gew.%.
Diese Kalke werden u.a. in wasserhaltigen Mischungen vorzugsweise mit einer SIO--haltigen Komponente beispielsweise zur
Herstellung von gießbaren Mischungen insbesondere für Poren—
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— Tl —
beton verarbeitet und erfordern dabei eine nicht unbeträchtliche Wassermenge, die chemisch und adsorptiv gebunden wird.
Darüber hinaus wird eine weitere Wassermenge benötigt, um die Verarbeitbarkeit der Mischungen zu gewährleisten. Zur Herstellung
beispielsweise eines hydrothermaHjgebundenen Gasbetonerzeugnisses
muß auch das Wasser auf die Härtetemperatur gebracht werden. Es wird zusätzlich Wärmeenergie erforderlich,
die um so größer sein muß, je höher der Wassergehalt der Mischungen ist.
Ein besonderes Problem stellt die Herstellung von Porenbeton unter Verwendung von Feinkalken dar, wie sie aus modernen Öfen
mit günstigeren Wärmeenergiekosten erhalten werden. Diese Kalke löschen schnell ab und dicken bei Zusatz noch vertretbarer Wassermengen
derart schnell an, daß die Bildung der Gasporen behindert wird. Aus diesen Gründen haben die in der Kalksandstein-
und Stahlindustrie jetzt üblichen Feinkalke keine bedeutende Verwendung zur Herstellung von Porenbetonerzeugnissen
gefunden. Hierzu wird vielmehr in der Regel ein speziell gebrannter Weißfeinkalk, ein sogenannter Hartbrand (t R0
>10 min.) verwendet, der gegenüber den handelsüblichen Produkten mit erhöhten
Wärmeenergiekosten erzeugt werden muß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Wasserbedarf der Feinkalke zu reduzieren und den Feinkalken eine wirt-
— 3 —
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— 3 —
cf.
cf.
schaftliche Verwendung in wasserhaltigen gießbaren Mischungen zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination eines
Feinkalkes mit einer aliphatischen, gesättigten Hydroxycarbonsäure mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, 1 bis 3 Carboxylgruppen
und Hydroxylgruppen, wobei bei den Hydroxycarbonsäuren mit einer Carboxylgruppe jedes andere Kettenglied mit einer Hydroxylgruppe,
bei den Hydroxycarbonsäuren mit zwei Carboxylgruppen wenigstens die halbe Anzahl der anderen Kettenglieder
mit einer Hydroxylgruppe und bei den Hydroxycarbonsäuren mit drei Carboxylgruppen wenigstens der dritte Teil der anderen
Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe besetzt ist, und/oder mit den Alkalisalzen und/oder Lactonen dieser Hydroxycarbonsäuren
gelöst. Dabei kann die Kombinierung des Peinkalkes mit dieser Verbindungsgruppe bei der Kalkherstellung wie auch bei
der Herstellung der jeweiligen wasserhaltigen Mischungen erfolgen.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Feinkalk, enthaltend eine aliphatische, gesättigte Hydroxycarbonsäure mit 3 bis 6
Kohlenstoffatomen, 1 bis 3 Carboxylgruppen und Hydroxylgruppen,
wobei bei den Hydroxycarbonsäuren mit einer Carboxylgruppe jedes andere Kettenglied mit einer Hydroxylgruppe, bei den Hydroxycarbonsäuren
mit zwei Carboxylgruppen wenigstens die halbe
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Anzahl der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe und bei den Hydroxycarbonsäuren mit drei Carboxylgruppen wenigstens
der dritte Teil der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe besetzt ist, und/oder ein Alkalisalz und/oder Lacton
dieser Hydroxycarbonsäuren.
Es hat sich gezeigt, daß die erstrebte Wirkung insbesondere dann in vorteilhafter Weise erreicht wird, wenn der Feinkalk
mit diesen Verbindungen in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.%, insbesondere
von 0,1 bis 0,5 Gew.%, bezogen auf den Peinkalk, kombiniert wird.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die natürlichen Hydroxycarbonsäuren
verwendet werden, wobei sich herausgestellt hat, daß insbesondere die Verbindungen mit einer und zwei Carboxylgruppen
geeignet sind und wenn eine Carboxylgruppe vorliegt insbesondere die Glucon- und Glycerinsäure, wenn zwei Carboxylgruppen
vorliegen insbesondere die Weinsäure, Mesoweinsäure, Tartronsäure, Zuckersäure und Schleimsäure, und wenn drei
Carboxylgruppen vorliegen insbesondere die Zitronensäure eine sehr gute Wirkung zeigen.
Es hat sich ferner gezeigt, daß der Wassergehalt stark reduziert werden kann, wenn eine Hydroxycarbonsäure der definierten
Art mit möglichst großer Anzahl von Hydroxylgruppen verwen-
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let wird. Jies ist insofern überrascnend, als in der Regel
organische Verbindungen mit großer Anzahl von Hydroxylgruppen wie beispielsweise Zucker oder Methylcellulose die Erhärtung
von Bindemitteln ungünstig beeinflussen. Bei der vorliegenden
erfindungsgemäßen Kombination konnte dagegen kein derartiger
negativer Effekt beobachtet werden. Vielmehr hat sich herausgestellt, daß der Wasserbedarf besonders stark reduziert werden
kann, wenn als Hydroxycarbonsäure Gluconsäure zugesetzt wird und der Wasserbedarf darüber hinaus sogar bis zu 30 Gew.%
gesenkt werden kann, wenn die in Wasser leicht löslichen Salze der Gluconsäure verwendet werden, wobei insbesondere das Natriumsalz
der Gluconsäure mit folgender Strukturformel eine besonders hohe Reduzierung des Wasseranspruches bei einem Wasserfeinkalk
ermöglicht:
| COO | Na | |
| H — | C — | OH |
| HO - | ό - | H |
| H - | T "" | OH |
| H - | τ ~ | OH |
| PIT CH |
OH |
Besonders vorteilhaft ist der geringe Wasserbedarf der erfindungsgemäßen
Kombination eines Feinkalkes mit den oben beschriebenen Verbindungen bei der Herstellung von Porenbeton,
insbesondere Gasbeton. Demgemäß ist ferner Gegenstand der Erfindung, eine Porenbeton-, insbesondere Gasbeton-Mischung,
im wesentlichen bestehend aus mindestens einer CaO- und mindestens
einer SiOp-haltigen Komponente sowie Poren- bzw. Gasbild-
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nern und Wasr-or, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischungen
Feinkalk als CaO-Komponente in Kombination mit einer aliphatischen,
gesättigten Hydroxycarbonsäure mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, 1 bis 3 Carboxylgruppen und Hydroxylgruppen,
wobei bei den Hydroxycarbonsäuren mit einer Carboxylgruppe jedes andere Kettenglied mit einer Hydroxylgruppe, bei den
Hydroxycarbonsäuren mit zwei Carboxylgruppen wenigstens die halbe Anzahl der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe
und bei den Hydroxycarbonsäuren mit drei Carboxylgruppen wenigstens der dritte Teil der anderen Kettenglieder
mit einer Hydroxylgruppe besetzt ist, und/oder mit den Alkalisalzen und/oder Lactonen dieser Hydroxycarbonsäuren enthält.
Weitere besonders vorteilhafte Mischungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 9 bis 18.
Die SiO„-Komponenten sind vorzugsweise fein gemahlene oder
feinkörnige kieselsäurehaltige Stoffe und die Porenbildner gasbildende Zusätze wie beispielsweise Aluminiumpulver oder
schaumbildende Tenside. Die erfindungsgemäßen Mischungen
werden in bekannter Weise in gespanntem Dampf gehärtet; sie können außerdem an sich bekannte Erhärtungsbeschleuniger für
den Zementanteil und, falls erforderlich, an sich bekannte Ablösch verzögerer für den Feinkalk enthalten.
Der unerwartete positive Effekt der erfindungsgemäßen Kombi-
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— 9 —
- η.
nation der Feinkalke mit Verbindungen der oben beschriebenen Art wird in überraschender Weise noch dadurch ergänzt, daß die
Ablöschgeschwindigkeit der Kalke günstig verzögert wird, was insbesondere in den erfindungsgemäßen Gasbetonmischungen bekanntermaßen
von Vorteil ist. Darüber hinaus ist von Vorteil, daß die Erhärtung einer wasserhaltigen Bindemittelmischung
nicht beeinträchtigt wird, vielmehr beeinflußt die erfindungsgemäße Kombination im wesentlichen die Verarbeitbarkeit bei
niedrigem Wasserzusatz günstig. Die Kombinierung der beschriebenen Verbindungen mit dem Feinkalk erfolgt auf einfache Weise
insbesondere bei der Vermahlung des gebrannten Stückkalkes zu Feinkalk. Eine sehr gute Verteilung der Verbindungen in der Porenbetonmischung
und damit hervorragende Kombinationseffekte
werden dann erzielt, wenn die Verbindungen dem Anmachwasser der Mischungen zugesetzt werden. Man kann sie aber selbstverständlich
auch mit gutem Erfolg dem Trockengemisch beimengen,
Anhand der folgenden Beispiele wird der Gegenstand der Erfindung näher erläutert. Hiervon beschreiben Beispiel 1 und 2
die Reduzierung des Wasserbedarfs und Beispiel 3 die vorteilhafte
Verwendung der erfindungsgemäßen Feinkalke in Gasbetonmischungen
.
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Um das Fließverhalten einer Peinkalk-Wassermischung zu kennzeichnen,
wurden ein Weißfeinkalk, ein Weißfeinkalk-Hartbrand
sowie ein Wasserfeinkalk der Zusammensetzungen gemäß Tabelle
verwendet.
| Tabelle 1 | Wasser feinkalk |
Weiß feinkalk |
Weißfeinkalk- Hartbrand |
| % Salzs.-Unl. | 0,1 | 0,05 | 0,2 |
| % SiO2 | b,0 | 0,6 | 0,8 |
| % Al2O3 | 3,6 | 0,2 | 0,7 |
| % Fe2O3 | 1,3 | 0,4 | 0,3 |
| % CaO | &5,0 | 97,6 | 96,0 |
| % MgO | 0,8 | 0,8 | t,4 |
| % SO3 | 0,1 | 0,1 | 0,4 |
| % Na2O | 0,05 | 0,02 | 0,02 |
| % K2O | 0,45 | 0,03 | 0,04 |
| Rest | 0,62 % | 0,20 % | 0,14 % |
| % CO0 (C |
2,4 | 3,2 | 1-,2 |
Von diesen Kalken wurden die Naßlöschkurve nach dem Arbeitsblatt 1 der Prüfverfahren des Bundesverbandes der Deutschen
Kalkindustrie e.V., Ausgabe Januar 1971, sowie die Auslaufzeit eines Kalkbreies in Anlehnung an DIN 53211, Ausgabe April
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1974, ermittelt. Für die Messung der Auslauf zeit wurde ein
Kalkbrei durch Zugabe von 100 g Kalk zu 195 g Wasser im Rührgefäß der Maßlöschkurve (Rührgeschwindigkeit 250 ü/min) hergestellt
.
Hach einer Rührzeit von 30 see wurde der Kalkbrei in einen
Auslauf becher nach DIN 53211 mit einer Düsenöffnung von 4 mm gegeben, dessen Düsenöffnung 2,5 min nach der Kalkzugabe in
das Rührgefäß freigegeben wurde. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
Auslaufzeit (DIN 53211) sec
u80
(Naßlöschkurve)
(Naßlöschkurve)
mxn
1. Wasserfeinkalk 16,8
2. Wasserfeinkalk
+ 0,2 % Natriumsalz der Gluconsäure 10,5
3. Wasserfeinkalk
+ 0,4 % Weinsäure 10,1
4. Weißfeinkalk oo
5. Weißfeinkalk
+ 0,2 % Natriumsalz der Gluconsäure 10,4
6. Weißfeinkalk
+ 0,2 % Weinsäure 9,9
7. Weißfeinkalk
Hartbrand 10,1
8. Weißfeinkalk
+ 0,2 % Zitronensäure 10,1
4,9
7,7
8,4 2,8
23,0 14,0 18,6 10,3
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Die Werte der Tabelle 2 zeigen, daß die Auslaufzeit der zu
vergleichenden Peinkalke durch geringe Zusatzmengen der Verbindungen erheblich reduziert wird und daß der Weißfeinkalk
unter den gewählten Bedingungen nur in Kombination mit den beschriebenen Verbindungen zum Fließen gebracht werden kann.
Gleichzeitig zeigt die Tabelle 2 die synergistssehe Wirkung,
wonach bei den erfindungsgemäßen Feinkalken mit der Verbesserung des Fließverhaltens die Verzögerung der Ablöschgeschwindigkeit
einhergeht.
Der günstige Effekt der erfindungsgemäßen Feinkalkkombination
auf die Verarbeitbarkeit in einer kieselsäurehaltigen Mischung wurde anhand des Ausbreitmaßes nach DIN 1060 mit dem Rütteltisch
festgestellt. Hierfür wurden jeweils 170 g Kalk, 50 g Portland-Zement 350 F und 800 g Feinsand (DIN 1060) in einem
Mörtelmischer nach DIN 1164 gemischt. Das Ergebnis zeigt die
Abbildung, in der das Ausbreitmaß in Abhängigkeit vom Wasserzusatz aufgetragen wurde. Man erkennt auf dieser Darstellung
die erhebliche Wirkung der erfindungsgemäßen Feinkalke auf den
Wasserbedarf einer Mischung bei gleicher Verarbeitbarkeit (Ausbreitmaß). Bei Wasserfeinkalk konnte der Wasserbedarf
durchscnittlich um etwa 30 % gesenkt werden.
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* Λ.
In einem Kalksandsteinwerk wurden nach üblichen Verfahren folgende
Gasbetonmischungen hergestellt, in Formen gegossen, auf eine Steinformatgröße 49 x 24 χ 24 cm geschnitten und anschließend
hydrothermal gehärtet.
Wasserfein- Wasser- Weißfein- Weißfein- Weißfeinkalk + 0,2% feinkalk kalk kalk kalk
Natriumsalz Hartbrand +0,2%
| Tabelle 3 | kg | dm3 | der Glucon- | 200 | 165 | 165 | Zitronen |
| kg | säure | 60 | 60 | 60 | säure | ||
| Kalk | kg | 200 | 640 | 640 | 640 | 165 | |
| Portland- Zement |
kg | 60 | 500 | 500 | 500 | 60 | |
| Sand | kg | 640 | 270 | 220 | 230 | 640 | |
| Schlamm | g | 500 | 715 | 635 | 650 | 500 | |
| H2O * | g/l | 270 | 1430 | 1420" | 1420 | 220 | |
| Al-Pulver | ^ 0C | 715 | 80 | 80 | 80 | 635 | |
| Schlamm gewicht |
cm | 1430 | 44 ! | 55 | 40 ! | 1420 | |
| max. Temperatui |
Standzeit bis zum Schneiden min |
78 | 104_ | 94 | ver worfen |
80 | |
| erreichte Gußhöhe |
Festigkeiten DIN 4165 2 kp/cm |
55 | 81,7 | 47,7 | 56 | ||
| Rohdichte kg/ |
1 10 | 0,820 | 0,643 | 100 | |||
| 53,1 | 52,2 | ||||||
| 0,658 | 0,651 | ||||||
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Mit Wasserfeinkalk und Weißfeinkalk, wie sie heute in der Kalksandstein-
und Stahlindustrie üblich sind, konnte trotz höherer Wassergehalte keine ausreichende Gießfähigkeit der Mischung
erreicht werden. Die Mischungen dickten zu schnell und zu stark an. Eine höhere Wassermenge konnte nicht zugesetzt werden,
weil dann die Gefahr des Zusammenfallens der expandierten
Mischung bestand.
Die Tabelle 3 zeigt, daß erfindungsgemäße Mischungen bei sehr
guten Verarbeitungsbedindungen zu Gasbetonfertigprodukten führen, deren Eigenschaften in bezug auf die Festigkeit zumindest
gleich mit denen bekannter Produkte sind.
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Leerseite
Claims (18)
1. Feinkalk, enthaltend eine aliphatische, gesättigte Hydroxycarbonsäure
mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, 1 bis 3 Carboxylgruppen
und Hydroxylgruppen, wobei bei den Hydroxycarbonsäuren mit einer Carboxylgruppe jedes andere Kettenglied mit einer Hydroxylgruppe, bei den Hydroxycarbonsäuren
mit zwei Carboxylgruppen wenigstens die halbe Anzahl der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe und bei den
Hydroxycarbonsäuren mit drei Carboxylgruppen wenigstens der dritte Teil der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe
besetzt ist, und/oder ein Alkalisalz und/oder Lacton dieser Hydroxycarbonsäuren. .
2. Feinkalk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er die Verbindungen gemäß Anspruch 1 in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.%, insbesondere 0,1 bis
0,5 Gew.%, bezogen auf den Feinkalk, enthält.
3. Feinkalk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er als Hydroxycarbonsäure
Gluconsäure und/oder deren Lactone enthält.
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-M- •t
4. Peinkalk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er ein
in Wasser leicht lösliches Salz der Gluconsäure enthält.
5. Peinkalk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß er ein Alkalisalz der Gluconsäure enthält.
6. Peinkalk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß er das Natriumsalz der Gluconsäure enthält.
7. Feinkalk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Feinkalk ein Wasserfeinkalk ist und ein Alkalisalz der
"Gluconsäure enthält.
8. Feinkalk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Feinkalk ein Wasserfeinkalk ist und das Natriumsalz der Gluconsäure enthält.
9. Porenbeton—, insbesondere Gasbeton—Mischung, im wesentlichen
bestehend aus mindestens einer CaO- und mindestens einer SiO?-haltigen Komponente sowie Poren— bzw. Gasbildnern
und Wasser, dadurch gekennzeich-
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net, daß die Mischung Feinkalk als CaO-Komponente in
Kombination mit einer aliphatischen, gesättigten Hydroxycarbonsäure mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, 1 bis 3 Carboxylgruppen
und Hydroxylgruppen, wobei bei den Hydroxycarbonsäuren mit einer Carboxylgruppe jedes andere Kettenglied
mit einer Hydroxylgruppe, bei den Hydroxycarbonsäuren mit zwei Carboxylgruppen wenigstens die halbe Anzahl der
anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe und bei den Hydroxycarbonsäuren mit drei Carboxylgruppen wenigstens
der dritte Teil der anderen Kettenglieder mit einer Hydroxylgruppe besetzt ist, und/oder mit den Alkalisalzen
und/oder Lactonen dieser Hydroxycarbonsäuren enthält.
10. Mischung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Mischung 10 bis 25 Gew.% Feinkalk
mit 0,0 5 bis 1 Gew.^, insbesondere von 0,1 bis 0,5 Gew.%,
bezogen auf den Feinkalk, einer Verbindung gemäß Anspruch 9 enthält.
11. Mischung nach Anspruch 9 und 10, dadurch g e -
k ennze ichnet, daß sie Feinkalk in Kombination
mit Gluconsäure und/oder deren Lactone enthält.
12. Mischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie
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Feinkalk in Kombination mit einem wasserlöslichen Salz der Gluconsäure enthält.
13. Mischung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie Feinkalk in Kombination mit einem Alkalisalz der Gluconsäure enthält.
14. Mischung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Feinkalk in Kombination mit dem Natriumsalz der Gluconsäure enthält.
15. Mischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Wasserfeinkalk in Kombination mit einem Alkalisalz der
Gluconsäure enthält.
16. Mischung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Wasserfeinkalk in Kombination mit dem Natriumsalz der Gluconsäure enthält.
17· Mischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Zement enthält.
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-Hf-
18. Mischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Feinkalk/Zement-Gewichtsverhältnis 90 : 10 bis 30 : 70
beträgt.
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Priority Applications (5)
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| DE19752546570 DE2546570C3 (de) | 1975-10-17 | 1975-10-17 | Feinkalk und dessen Verwendung zur Herstellung von Porenbeton |
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Family
ID=5959408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752546570 Expired DE2546570C3 (de) | 1975-10-17 | 1975-10-17 | Feinkalk und dessen Verwendung zur Herstellung von Porenbeton |
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