DE2543669C3 - Koaxialer 1-auf-n-Relaisumschaiter mit Reedkontakten - Google Patents
Koaxialer 1-auf-n-Relaisumschaiter mit ReedkontaktenInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/28—Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
- H01H51/281—Mounting of the relay; Encapsulating; Details of connections
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen koaxialen l-auf-n-Relaisumschalter mit in elektrisch leitenden,
nichtmagnetischen Röhrchen angeordneten Reedkontakten, die sternförmig derart angeordnet sind, daß sich
ihre einen Kontaktfederenden an einem Verzweigungspunkt treffen und in einem den Verzweigungspunkt
umfassenden metallischen Kopf mit einer koaxialen Eingangsleitung verbunden sind und ihre anderen
Kontaktfederenden mit koaxialen Ausgangsleitungen verbunden sind.
In Prüfgeräten für schnelle digitale Schaltkreise besteht häufig die Aufgabe, eine von η Eingangsklemmen
eines Prüflings mit dem Ausgang eines Generators und dem einen Eingang eines Oszillografen über
koaxiale Leitungen und Umschalter programmgesteuert zu verbinden. Die Verbindung soll dabei so erfolgen,
daß bis herab zu Signalanstiegszeiten von 0,5 ns das jeweils gebildete Netzwerk eine möglichst reflexionsfreie,
breitbandige 50-Ohm-Koaxialverbindung bestimmter elektrischer Länge darstellt Dasselbe gilt für
die programmgesteuerte Verbindung zwischen einem von q Ausgängen des Prüflings und einem anderen
Eingang des Oszillografen.
Die technische Lösung für dieses Problem sind gewöhnlich Relaismatrizen mit einem Eingang und π
bzw. q Ausgängen (z. B. n=q=64), die aus einzelnen, in
is Kaskade geschalteten Relaisumschaltern (z. B. der
Konfiguration 1-auf-4-) zusammengesetzt werden.
Fig. 1 zeigt das Prinzipschaltbild eines solchen l-auf-4-Umschalters. Die koaxiale Eingangsleitung Ei
soll über einen der vier relaisgesteuerten Reedkontakte el ... r4 mit einer der vier koaxialen Ausgangsleitung
so verbunden werden, daß in beiden Übertragungsrichtungen eine möglichst reflexionsfreie, verzerrungs- und
dämpfungsarme impulsübertragung möglich ist
Zur Lösung dieser Aufgabe sind schon verschiedene Möglichkeiten bekanntgeworden. So ist es z. B. bekannt, die vier zu einem l-auf-4-Umschalter gehörenden Reedkontakte nebeneinander auf einer Leiterplatte anzuordnen, sie einseitig ,niteinander zu verbinden und an diese Verbindungsleitung eine 50-Ohm-Eingangsleitung anzuschließen, während die anderen Seiten der Reedkontakte direkt mit 50-Ohm-Ausgangsleitungen in Verbindung stehen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind schon verschiedene Möglichkeiten bekanntgeworden. So ist es z. B. bekannt, die vier zu einem l-auf-4-Umschalter gehörenden Reedkontakte nebeneinander auf einer Leiterplatte anzuordnen, sie einseitig ,niteinander zu verbinden und an diese Verbindungsleitung eine 50-Ohm-Eingangsleitung anzuschließen, während die anderen Seiten der Reedkontakte direkt mit 50-Ohm-Ausgangsleitungen in Verbindung stehen.
Weiterhin ist bekanntgeworden, auf der Oberseite einer Mehrlagenleiterplatte vier Reedkontakte sternförmig
anzuordnen und den Verzweigungspunkt der Kontakte auf der Oberseite der Mehrlagenleiterplatie
durch einen metallischen Kopf zu umgeben, in den von der Unterseite der Mehrlagenleiterplatte her eine
koaxiale Steckverbindung eingeführt ist. Die Reedkontakte sind mit koaxialen Ausgansssteoi.verbindungen
dadurch verbunden, daß die Anschlußbeine der Reedkontakte an Lötaugen angeschlossen sind und von
den Lötaugen 50-Ohm-Streifenleitungen zu den koaxialen
Auisgangssteckverbindungen führen. Um im Bereich der Lötaugen die quasikoaxialen Leitungen, die die
liinenlciter mit den die Reedkontakte umfassenden Kupferröhrchen bilden, möglichst stoßarm in die
50-Ohm-Streifenleitungen überzuführen, sind die Röhrchenenden über Drähte und andere Lötaugen mit der
so Erdebene der Leiterplatte verbunden.
Derartige Anordnungen können aus folgenden Gründen nicht genügend reflexionsarm und breitbandig
gefertigt werden:
1. Die Übergänge von dem Reedkontakten auf die 50-Ohm-Streifenleitungen mit Anschlußdrähten
und einem 0-V-Draht sind stoßbehaftet.
2. Die Lötaugen stören die Leitungen mit einer Kapazität von ca. 2 pF gegen Null Volt.
3. Die Übergänge von den 50-OhmStreifenleitungen
auf die Ausgangsbuchsen sind stoßbehaftet.
Deshalb sind prinzipielle Reflexionen von > 20% (bei 150-ps·Generatoranstiegszeit), Bandbreiten
< 1 GHz und Eigenzeitkonstanten > 500 ps zu erwarten.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, einen I -auf-/i-Relaisumschalter mit Reedkontakten
zu schaffen, der extrem breitbandig und reflexionsarm ist und außerdem geringe Laufzeitunterschiede
zwischen den einzelnen Pfaden aufweist.
Außerdem soll er als Modul mit einheitlichen, eng tolerierten elektrischen Daten gefertigt und installiert
werden können. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der metallische Kopf und die die
Reedkontakte umgebenden, mit dem metallischen Kopf verbundenen metallischen Röhrchen in ihrem Inneren
so ausgestaltet sind, daß die elektrisch gesehen zwischen dem Ende des Innenleiters der koaxialen Eingangsleitungen
und dem Verzweigungspunkt der Reedkontakte einerseits und zwischen dem Verzweigungspunkt and
den Kontaktstellen der Reedkontakte andererseits vorhandenen Induktivitäten in ihrer Größe der Größe
der kapazitiven Belastung des jeweiligen Leiterzuges so angepaßt sind, daß dieser Leitungsabschnitt ein
Tiefpaß-T-Glied bildet.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
des Relaisumschalters gemäß der Erfindung. Dabei zeigt
Fig. 1 das Prinzipschaltbild eines l-auf-4-Relaisumschalters,
F i g. 2 die prinzipielle Anordnung der Reedkonukte,
F i g. 3 die Ausgestaltung von Kopf und Röhrchen,
F i g. 4 ein Ersatzschaltbild und
F i g. 5 die Ausführungsform eines Umlenktopfes zum Anschluß einer Ausgangsleitung.
Fig.2 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines l-auf-4-Umschalters
mit Reedkontakten. Im Zentrum P eines zylindrischen metallischen Kopfes 1 ist der Innenleiter JO
der axial herangeführten Eingangsleitung 2 mit 4 radial abgehenden Reedkontakten 4 verbunden. Die Reedkontakte
sind in elektrisch leitenden, nichtmagnetischen Röhrchen, ζ. B. Kupferröhrchen 3, geführt und gehen in
die Ausgangsleitungen 5 über. Jedem Reedkontakt ist eine Erregerspule 6 zugeordnet.
Die Gestaltung des Kopfes ist im Detail aus dem Schnittbild von Fig. 3 ersichtlich. Das Dieelektrikum 7
der Eingangsleitung 2 wird im Kopf 1 weitergeführt, so daß bis zur Zone X ein homogener 50-Ω-Wellenleiter
entsteht. Es sei angenommen, daß der in F i g. 3 nach rechts führende Reedkontakt geschlossen ist und die
übrigen drei geöffnet sind (Verbindung E\ — A\ in Fig. 1). Aufgrund der Gestaltung der Röhrchen 3
(Durchmesser di) und der Kupferperle 8 bildet dann der
geschlossene Reedkontakt von der Zone Y an nach rechts in guter Näherung mit dem Röhtchen 3 einen
homogenen 50-Ohm-Wellenleiter, der in die 50-Ohm-Ausgangsleitung
5 übergeht.
Der abgebildete Leiterzug E\-P— A\ ist aber im so Abschnitt Χ— Ρ— Χ nicht homogen, insbesondere weil
an dem Punkt Pdie Kontaktfedern 9 der drei geöffneten Reedkontakte angeschlossen sind und deren Kapazität
gegenüber dem Röhrchen 3 und dem Kopf 1 zu einer kapazitiven Belastung Cp des Leiterzuges X- P- Y im
Punkt Pführt. Da die erzielbare Übertragungsbandbreite und die Reflexion direkt proportional Q, sind, muß Cp
durch die Geometrie des Umschalters so klein wie möglich gemacht werden.
Um die Länge Si der offenen Kontaktfedern und
damit Cp klein zu halten, sind die vier Kontakte zunächst
so weit zürn Zentrum Pzusammengerückt, daß sich die
Glaskörper berühren. Bei radialer Anordnung von fünf oder mehr Reedkontakten wäre ein Auseinanderrücken
der Kontakte nöiiig, was Cp steigern und die erziellbare
Bandbreite stark reduzieren würde.
In Fig.4 ist ein angenähertes elektrisches Ersatzschaltbild
des kritischen Abschnittes Χ— Ρ— Υ des Umschalters dargestellt. Zur Beurteilung der dynamischen
Eigenschaften bietet sich die Prüfung des Umschalters mit einem Impuisreflektometer an. Es
steuert den Umschalter über die Eingangsleitung 2 mit der hinlaufenden Welle u\n(t) an. Der Umschalter hat
dann optimale Eigenschaften, wenn die am Eingang reflektierte Welle uut(t) möglichst klein ist und die
Ausgangsspannung ui(t) nach Form und Amplitude möglichst gut mit u\n(t) übereinstimmt Der (unerwünschte)
Effekt der Störkapazität Cp kann nun erfindungsgemäß dadurch reduziert werden, daß gemäß
F i g. 4 zwischen der Zone X und P sowie Pund der Zone
Y bewuO't elektrisch gesehen Längsinduktivitiiten eingefügt werden, die den Abschnitt X- "— K(Fig:.3)
zu einem T!efn2ß-T-Gl!ed erCTänzen Pr—ki'scb "cschieht
das durch die Ausformung von Kopf 1 und Röhrchen 3 in der Umgebung von P-. Sowohl der Kopf (r2, Ψ2) als
auch die Röhrchen (r\, d\, q>{) haben Einlaufe in Form
eines Exponentialtrichters. Die Induktivität Lxp kann,
abhängig von den Abmessungen der Reedkontakte und der Eingangsleitung, durch Γι, q>2, den Abstand 52 von P
bis zum Beginn des Dielektrikums 7 der Eingangsleiiung 2 und den Durchmesser dt, auf den der lnrsnleiter der
Eingangsleitung auf der Strecke S1 reduziert worden ist,
gesteuert werden.
Die Induktivität Lpy kann durch die zylindrische Bohrung Gfj des Kopfes 1, den Trichterdurchmesser d\
des Röhrchens, den Durchmesser di und den Abstand S3
der Reedk.ontakte beeinflußt werden. Alle genannten Parameter wirken auch gleichzeitig auf Cp.
Die Querschnittsübergänge im Räume X- P und P- Ksind stetig; auf diese Weise werden Verzerrungen
des elektromagnetischen Feldes, wie sie an abrupten Übergängen auftreten, vermieden, und man erzielt die
größtmögliche Bandbreite.
Cp könnte auch durch den Einsatz unsymmetrischer
Reedkontakte reduziert werden; diese haben eine hinge
und eine kurze Feder, und die kurze Feder würde zum Zentrum P hin eingebaut werden. Leider sind solche
Kontakte nur mit Kontaktwiderständen >150ιηΩ lieferbar.
Für einige Anwendungen ist es erforderlich, daO' die
Ausgangsleitungen nicht wie in F i g. 3 radial, sondern auf möglichst engem Raum axial und damit parallel zur
Eingangsleitung angeschlossen werden. Ein dafür geeigneter Umlenktopf 12, der jeweils am äußeren Einde
der vier Röhrchen angeordnet wird, ist in Fig.5
dargestellt. Der Innenleiter der abgehenden Leitung 11
ist über die Perle 13 mit dem Kontakt 4 verbunden. Werden die Abmessungen optimiert, so ist die
Umlenkung praktisch stoßfrei, und der Umschalter hat ebenfalls Reflexionen von 3% und eine Eigenzeitkonstante
firvon 100 ps.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Koaxialer l-auf-n-Relaisumschalter mit in
elektrisch leitenden, nichtmagnetischen Röhrchen angeordneten Reedkontakten, die sternförmig derart
angeordnet sind, daß ihre einen Kontaktfederenden an einim Verzweigungspunkt treffen und in
einem den Verzweigungspunkt umfassenden metallischen Kopf mit einer koaxialen Eingangsleitung
verbunden sind, und ihre anderen Kontaktfederenden mit ebenfalls koaxialen Ausgangsleitungen
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der metallische Kopf (1) und die die Reedkontakte
(4) umgebenden, mit dem metallischen Kopf verbundenen metallischen Röhrchen (3) in ihrem
Inneren so ausgestaltet sind, daß die elektrisch gesehen zwischen dem Ende des Innenleiters der
koaxialen Eingangsleitung (2) und dem Verzweigungspunkt (P) der Reedkontakte einerseits und
zwischen dem Verzweigungspunkt (P) und den Kontaktstellen (S) der Reedkontakts andererseits
vorhandenen Induktivitäten (Lxp, Lpy) in ihrer
Größe der Größe der kapazitiven Belastung (Cp)des jeweiligen Leiterzuges so angepaßt sind, daß dieser
Leitungsabschnitt ein Tiefpaß-T-GIied bildet.
2. Relaisumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Verzweigungspunkt (P) weisenden Einlaufe von Kopf (1) und
Röhrchen (3) in Form eines Exponentialtrichters ausgestaltet sind.
3. Relaisumsch.;ller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht miteinander
verbundenen Kontaktfederenden der Reedkontakte über kurze KoaxialleitungsstücV.e (5) mit koaxialen
Ausgangssteckverbindungen (A\ ... A*) verbunden
sind.
4. Relaisumschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur elektrisch stoßfreien
Verbindung der Reedkontakte mit den Ausgangsleitungen die Kontaktfederenden über je eine metallische
Perle (8) mit den Innenleitern der Koaxialleitungen verbunden sind.
5. Relaisumschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den nicht miteinander
verbundenen Enden der Reedkontakte Umlenktöpfe angeordnet sind, in die einerseits die Kontaktfederenden
und andererseits die abgehenden Koaxialleitungsstücke einmünden, und daß jeweils die
Innenleiter der Ausgangsleitungen über eine metallische Perle mit den Kontaktfederenden verbunden
sind.
Priority Applications (5)
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| US05/688,888 US4044320A (en) | 1975-09-30 | 1976-05-21 | Coaxial 1 of N relay transfer switch having reed contacts |
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| DE2543669A DE2543669C3 (de) | 1975-09-30 | 1975-09-30 | Koaxialer 1-auf-n-Relaisumschaiter mit Reedkontakten |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2543669A1 DE2543669A1 (de) | 1977-03-31 |
| DE2543669B2 DE2543669B2 (de) | 1977-12-01 |
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|---|---|---|---|
| DE2543669A Expired DE2543669C3 (de) | 1975-09-30 | 1975-09-30 | Koaxialer 1-auf-n-Relaisumschaiter mit Reedkontakten |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2543669C3 (de) |
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1976
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- 1976-09-20 NL NL7610430A patent/NL7610430A/xx not_active Application Discontinuation
- 1976-09-23 GB GB39417/76A patent/GB1522249A/en not_active Expired
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Also Published As
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| US4044320A (en) | 1977-08-23 |
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| FR2326786B3 (de) | 1979-06-08 |
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