DE2437669C3 - Vortriebsvorrichtung für das Auffahren von Tunneln, Stollen und Strecken - Google Patents
Vortriebsvorrichtung für das Auffahren von Tunneln, Stollen und StreckenInfo
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Description
die Maschine auch ohne Einsatz eines Vortriebsschildes stets im geschützten Bereich arbeiten kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäB dadurch gelöst,
daß das Widerlager für den Vorschub der Vortriebsmaschine von einem Manipulator für das Einbringen einer
den Ausbruchsraum im Arbeitsbereich der Vortriebsmaschine sichernden Auskleidung gebildet ist
Erfindungsgemäß ist also die Vortriebsmaschine über ein aus Vorschubzylindern od. dgl. bestehendes Schreitwerk
mit dem Manipulator bzw. Erektor so gekoppelt, daß dieser beim Vorschub der Vortriebsmaschine das
Widerlager bilden kann. Zu diesem Zweck ist der Manipulator gegenüber den Führungsschienen festlegbar.
Umgekehrt kann der Manipulator bei gegenüber den Führungsschienen festgelegter Vortriebsmaschine
mit Hilfe der Schreitwerkzylinder nachgezogen werden. Von Bedeutung ist ferner, daß die Vortriebsmaschine
und der hiermit verbundene Manipulator so ausgebildet werden können, daß mit Hilfe des Manipulators eine
Auskleidung im Arbeitsbereich der Vortriebsmaschine bzw. im Schwenkbereich ihres Schnddauslegers eingebracht
werden kann, so daß die Vortriebsmaschine sich stets im gesicherten Bereich befindet. Damit ergibt sich
zugleich die Möglichkeit, die Führungsschienen im Zuge des Vortriebes abschnittsweise vorzuverlegen und in
Nähe der Ortsbrust an der Auskleidung des Tunnels lösbar zu befestigen. Für das Vorverlegen der
Führungsschienen kann dabei auch der Manipulator verwendet werden.
Die Führungsschienen für die Vortriebsmaschine und den Manipulator können z. B. an Spannrahmen und
Spannringen befestigt werden, welche sich gegen die Tunnelauskleidung legen und gegen diese verspannbar
sind. Vorzugsweise erfolgt jedoch die Befestigung der Führungsschienen unmittelbar an der Tunnelauskleidung
bzw. an hieran angeordneten Anschlußorganen.
Die erfindungsgemäße Vortriebsvorrichtung ist insbesondere für den Tunnel- und Streckenvortrieb
geeignet, bei welchem die vorläufige Sicherung des Ausbruchsauerschnitts durch unmittelbar im Vortriebsbereich
eingebrachte stählerne Ausbaubögen erfolgt, die in einem später eingebrachten Betonausbau
stehenbleiben. Die Arbeitsweise kann hier so erfolgen, daß im Abstand hinter der Ortsbrust eine Schaltung
nachgeführt wird, hinter welche der Beton gespritzt wird. Die Ausbaubögen, die der vorläufigen Sicherung
des Ausbruchsquerschnitts im Vortriebsbereich dienen, werden dabei vorteilhafterweise zur Befestigung der
Führungsschienen herangezogen, wobei an den Ausbaubögen Anschlußorgane befestigt werden, mit welchen
die Führungsschienen lösbar verbunden werden.
In bevorzugter Ausgestaltung ist ein den Manipulator
tragendes Drehglied an einem Tragorgan um die Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. drehbar gelagert,
wobei das Tragorgan mit sich an den Führungsschienen abstützenden und führenden radialen Auslegearmen
versehen ist. Hierdurch ist es möglich, mit dem Manipulator den gesamten Umfang des Ausbruchsraumes
zu bestreichen, so daß die einzubringenden Ausbauteile an einer Übernahmestelle aufgenommen
und an die jeweilige Einbaustelle transportiert werden können. Der Manipulator weist zweckmäßig einen
radial verstellbaren und längsverschieblich an dem Drehglied angeordneten Greiferkopf auf. Hierbei wird
die Anordnung vorzugsweise so getroffen, daß der Greiferkopf des Manipulators von einer im Bereich der
Rückseite der Vortricb^Tiaschine liegenden Stelle an
ier Vortriebsmaschine seitlich vorbei bis etwa in eine im Bereich des Schneidkopfes oder seines Schneidarmes
liegende Position bewegbar ist. Auf diese Weise isl es
möglich, den Ausbau bzw. die Ausbaubögen dicht turner der Ortsbrust einzubringen. In baulicher Hinsicht
S empfiehlt es sich, den Greiferkopf des Manipulators an
einem Schlitten oder Wagen anzuordnen, der mittels einer am Drehglied abgestützten Vorschubvorrichtung
seitlich an dem Lagerglied der Vortriebsmaschine vorbei in Richtung auf die Ortsbrust vorschiebbar ist.
Für die Vortriebsmaschine wird, wie erwähnt, eine Teilschnittmaschine vorgesehen, die in zweckmäßiger
Ausführung einen schwenkbaren Schneidarm mit einem Schneidkopf aufweist, der um eine quer zur Längsachse
des Schneidarmes verlaufende Achse drehbar ist und vorzugsweise, wie an sich bekannt, aus zwei Schneidwalzen
besteht In baulicher Hinsicht empfiehlt es sich, die Anordnung so zu treffen, daß der Schneidarmträger
mit dem daran exzentrisch zur Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. angelenkten Schneidarm um eine mit
der Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. im wesentlichen zusammenfallende Achse drehbar an einem in
Vortriebsrichtung vorschiebbaren Lagcrglied angeordnet ist, welches mit diametral gegenüberliegenden
radialen Trag- und Führungsarmen versehen ίε? die in
den Führungsschienen geführt sind. Da der Schneidarmträger somit um eine mit der Längsmittelachse des
Tunnels od. dgl. zusammenfallende Achse schwenkbar ist, läßt sich ein kreisförmiger Ausbruchsquerschnitt
schneiden. Das Lagerglied kann verhältnismäßig kleine axiale und radiale Abmessungen erhalten, so daß
genügend Freiraum für die Arbeitsbewegungen des Manipulators und seines Greiferkopfes verbleibt.
In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vortriebsvorrichtung
dargestellt. Es zeigt
Fig.l im Längsschnitt durch einen Tunnel die in
dessen Vortriebsbereich angeordnete Vortriebsvorrichtung gemäß der Erfindung, bestehend aus einer
Teilschnittmaschine und einem hiermit zu einer Baueinheit verbundenen Manipulator;
F i g. 2 die Vortriebsmaschine gemäß F i g. 1 in einer
Ansicht von hinten zur Darstellung ihrer Lagerung und Führung an parallelen Führungsschienen.
In der Zeichnung ist mit 10 der Tunnel oder eine sonstige im Gestein oder Erdreich mit Kreisquerschnitt aufgefahrene Strecke bezeichnet, welche durch einen ringförmigen Betonausbau 11 gesichert wird. Die vorläufige Sicherung des Tunnelquerschnitts im Bereich der Ortsbrust 12 erfolgt mittels stählerner Ausbauringe 13, die aus mehreren Ringsegmenten bestehen und als verlorener Ausbau im Betonausbau 11 stehenbleiben. Der Betonausbau 11 wird als Ortsbetonausbau eingebracht, indem z. B. hinier eine nachführbare Schalung (nicia dargestellt)der Beton eingespritzt wird.
In der Zeichnung ist mit 10 der Tunnel oder eine sonstige im Gestein oder Erdreich mit Kreisquerschnitt aufgefahrene Strecke bezeichnet, welche durch einen ringförmigen Betonausbau 11 gesichert wird. Die vorläufige Sicherung des Tunnelquerschnitts im Bereich der Ortsbrust 12 erfolgt mittels stählerner Ausbauringe 13, die aus mehreren Ringsegmenten bestehen und als verlorener Ausbau im Betonausbau 11 stehenbleiben. Der Betonausbau 11 wird als Ortsbetonausbau eingebracht, indem z. B. hinier eine nachführbare Schalung (nicia dargestellt)der Beton eingespritzt wird.
Die Vortriebsmaschine weist einen Schneidarm bzw. einen Schwenkausieger 14 auf, der in einem Gelenk 15
mit horizontaler und senkrecht zur Vortriebsrichtung verlaufender Gelenkachse schwenkbar an einem etwa
ring- oder kreisförmigen Schneidarmträger 16 gelagert ist. Die Verschwenkung des Schneidarmes 14 in der
Vertikalebene erfolgt mittels hydraulischer Schwenkzylinder 17, die zwischen dem Schneid?rm und dem
Schneidarmträger oder einem hiermit verbundenen Teil gelenkig eingeschaltet sind.
Der Schneidarm 14 trägt einen Schneidkopf 18, der aus zwei mit Schneidwerkzeugen bestückten Schneidwalzen
19 und 19' besteht, welche um eine gemeinsame Achse 20 drehbar sind. Der Schneidkonfantriph ist
zweckmäßig im Inneren des etwa kaslenförmigen Schneidarmes 14 angeordnet. Die gemeinsame Drehachse
20 der Schneidwalzen 19 und 19' verläuft senkrecht zur Längsachse des Schneidarmes 14. Die
beiden Schneidwalzen 19 und 19' liegen demgemäß bei 5 den verschiedenen Schwenklagen des Schneidarmes 14
schräg bzw. senkrecht übereinander (letzteres bei horizontaler Ausstellung des Schneidarmes).
Die beiden Schneidwalzen 19 und 19' sind in ihrer Umrißform jeweils nach Art eines Doppelkegelstumpfes
ausgebildet, derart, daß die einander zugewandten und voneinander abgewandten Seitenflächen 21 der
Walzen unter einem spitzen Winkel zur Drehachse 20 geneigt sind und sich die Walzen in ihrer axialen
Abmessung von der Drehachse 20 zum Außenumfang hin konisch verjüngen. Die Seitenflächen 21 bilden
somit Schrägflächen, deren Winkelstellung so gewählt ist, daß bei der in F i g. I dargestellten vollen
Ausschwenkung des Schneidarmes 14 die äußere Seitenfläche 21 der Schneidwalze 19 genau in der Ebene
der kreisförmigen Tunnelwand 22 liegt. Auf diese Weise ist es möglich, kreisförmige Querschnitte zu schneiden,
indem der gesamte Schneidarm 14 mit den rotierenden Schneidwalzen 19 und 19' um eine Achse geschwenkt
wird, welche mit der Tunnel-Längsmittelachse zusammenfällt.
Fig. 1 läßt erkennen, daß bei dieser Arbeitsweise beide Schneidwalzen 19 und 19' Schneidarbeit
verrichten.
Der Schneidarmträger 16, an dem im Gelenk 15 der Schneidarm 14 exzentrisch zur Längsmittelachse des
Tunnels od. dgl. angelenkt ist. ist an einem Maschinengestell bzw. einem Lagerglied 24 um die Längsmittelachse
des Tunnels od. dgl. drehbar gelagert. Das Lagerglied 24 weist den erforderlichen Drehantrieb 25
auf. der z. B. aus einem hydraulischen Antrieb besteht. Die gesamte Vortriebsmaschine ist an Führungsüchienen
26 abgestützt und geführt, v/elche an der Tunnelauskleidung befestigt sind. Wie insbesondere
F i g. 2 zeigt, weist das Lagerglied 24 zwei diametral gegenüberliegende horizontal und radial auskragende
Trag- und Führungsarme 27 auf, die mit in der Führungsschiene 26 gleitenden Führungsschuhen 28
versehen sind. Das Lagerglied 24 weist verhältnismäßig kleine radiale und axiale Bauabmessungen auf.
Die beiden parallelen Führungsschienen 26 sind an Anschlußorganen 29 befestigt, welche mit den Ausbaubögen
13 verbunden sind. Die Anschlußorgare 29 bestehen z. B. aus Laschen, welche, wie in F i g. 2 links
dargestellt, den Betonausbau 11 durchfassen und an welchen Konsolen 30 od. dgl. angeordnet sind, mit
denen die Führungsschienen 26 lösbar verbunden werden, so daß sie entsprechend dem Vortrieb des
Tunnels nachgezogen bzw. umgesetzt werden können.
Der Vorschub der Vortriebsmaschine erfolgt mittels eines Schreitwerks, welches mehrere beidseitig beaufschlagbare
hydraulische Vorschubzylinder 31 aufweist, deren Kolbenstangen 32 an dem Lagerglied 24
angreifen. Die Zylinder 31 sind bei 34 an einem Erektor bzw. einem Manipulator 33 abgestützt, der sich ebenfalls
mit radialen Trag- und Führungsarmen an den U-förmigen Führungsschienen 26 abstützt und führt.
Sowohl die Vortriebsmaschine als auch der Manipulator können gegen Bewegung in Richtung der Tunnellängsachse
festgelegt werden, was mit Hilfe (nicht dargestellter) Riegel- oder Spannvorrichtungen bewerkstelligt
werden kann, welche an den Führungsschienen 26 oder den hieran geführten Teilen der Trag- und Führungsarme
angeordnet sind. Werden die Vorschubzylinder 31 in Ausschubrichtung beaufschlagt, so läßt sich die gesamte
Vortriebsmaschine in Richtung auf die Ortsbrust vorschieben, wobei der gegenüber den Führungsschienen
festgelegte Manipulator 33 das Widerlager für die Vorschubzylinder 31 bildet. Umgekehrt kann der
Manipulator 33 bei festgelegter Vortriebsmaschine zur Ortsbrust hin nachgezogen werden, indem die Vorschubzylinder
31 in Einschubrichtung beaufschlagt werden. Die Vortriebsmaschine und der Manipulator
sind somit über ein Schreitwerk wechselseitig vorschiebbar und nachziehbar gekoppelt.
Der Manipulator 33 kann zum Einbau der Ringsegmente der Ausbaubögen 13 verwendet werden. Falls ein
Tübbingausbau in Stahl oder Beton vorgesehen wird, kann er auch für das Einbringen der Tübbings dienen.
Der Manipulator besteht aus einem Greiferkopf 35, der mittels eines Parallelogramm-Hebelsystems 36 radial
beweglich an einem Schlitten oder Wagen 37 angeordnet ist, welcher in einer Führung 38 in Vortriebsrichtung
beweglich geführt ist. Die Bewegung in Vortriebsrichtung erfolgt mittels mindestens eines hydraulischen
Zylinders 39. Für die Radialbewegung des Greiferkopfes 35 sind mit dem Parallelogramm-Hebelsystem 36
zusammenwirkende hydraulische Zylinder 40 vorgesehen. Der gesamte Manipulator 33 ist nach Art eines
axialen Auslegers an einem Drehglied 41 angeordnet, welches mit einem Tragorgan 42 um eine mit der
Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. zusammenfallende Achse drehbar verbunden ist. Das Tragorgan 42
weist die den Trag- und Führungsarmen 27 (F i g. 2) der Vortriebsmaschine entsprechenden radialen Arme auf,
welche in den Führungsschienen 26 geführt sind. Außerdem ist an dem Tragorgan 42 ein Drehantrieb 43
angeordnet, mit welchem der Manipulator 33 um die Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. geschwenkt
werden kann. Es ist daher möglich, den Greiferkopf 35 des Manipulators 33 von einer hinter der Vortriebsmaschine
z. B. in Sohlennähe liegenden Stelle, an der ein Ausbausegment aufgenommen wird, zu der im Arbeitsbereich
der Vortriebsmaschine in Nähe der Ortsbrust liegenden Einbaustelle zu bringen, an der das aufgenommene
Ausbauteil eingebaut wird.
Während des Vortriebs schwenkt der Schneidarm 14 mit den rotierenden Schneidwalzen 19 und 19' um die
Längsmittelachse des Tunnels, wobei ein Kreisbogenschnitt hergestellt wird, dessen Durchmesser abhän-;g
ist von der Schwenklage des im Gelenk 15 schwenkbar gelagerten Schneidarmes 14. Bei unterschiedlicher
Schwenklage kann auf diese Weise der gesamte Arbeitsstoß in konzentrischen Schnitten hereingewonnen
werden. Um Tunnel- oder Streckenquerschnitte mil unterschiedlichen Durchmessern glattwandig auffahren
zu können, ist der Schneidarmträger 16 in Pfeilrichtung S, d. h. in Vertikalrichtung bzw. senkrecht zur Tunnellängsachse,
an dem Lagerglied 24 beweglich angeordnet, was z. B. mit Hilfe (nicht dargestellter) Gleitführungen
und Verstellzylinder, Spindeln od dgl. erfolger kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vortriebsvorrichtung für das Auffahren von Tunneln, Stollen und Strecken, insbesondere unter
Einbringung einer Betonauskleidung mit darin stehenden Ausbaubögen, mit einer einen schwenkbaren
Schneidausleger aufweisenden Vortriebsmaschine, die an in Vortriebsrichtung vorverlegbaren,
an der ortsfesten Auskleidung des Tunnels od. dgl. festgelegten Führungsschienen aufgehängt und über
ein Schreitwerk mit einem ebenfalls an den Führungsschienen geführten, gegenüber den Führungsschienen
festlegbaren und hieran nachziehbaren Widerlager gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager für den Vorschub der Vortriebsmaschine von einem Manipulator (33) für das Einbringen einer den Ausbruchsraum
im Arbeitsbereich der Vortriebsmaschine sichernden Auskleidung gebildet ist.
2. Vortriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Manipulator (33)
tragendes Drehglied (41) an einem Tragorgan (42) um die Längsmittelachse des Tunnels od. dgl.
drehbar gelagert ist, wobei das Tragorgan (42) mit sich an den Führungsschienen (26) abstützenden und
führenden radialen Auslegearman (27) versehen ist.
3. Vortriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Manipulator (33) einen
radial verstellbaren und längsverschieblich an dem Drehglied (41) angeordneten Greiferkopf (35)
aufweist.
4. Vortriebsvorrichtung nach \nspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferkopf (35) des
Manipulators (33) von einer im Bereich der Rückseite der Vortriebsmaschine liegenden Stelle an
der Vortriebsmaschine seitlich vorbei bis etwa in eine im Bereich des Schneidkopfes (18) oder eines
Schneidarmes (14) liegende Position bewegbar ist.
5. Vortriebsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferkopf (35)
des Manipulators (33) an einem Schlitten oder Wagen (37) angeordnet ist, der mittels einer am
Drehglied (41) abgestutzten Vorschubvorrichtung (39) seitlich an den Lagerglied (24) der Vortriebsmaschine
vorbei in Richtung auf die Ortsbrust (12) vorschiebbar ist.
6. Vortriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen
(26) an in der Betonauskleidung (11) des Tunnels od. dgl. stehenden Ausbaubögen (13)
angeschlossen sind, wobei an den Ausbaubögen Anschlußorgane (29, 30) befestigt sind, mit welchen
die Führungsschienen lösbar verbunden sind.
7. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 —6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidarmträger (16) mit dem daran exzentrisch zur
Längsmittelachse des Tunnels od. dgl. angelenkten Schneidarm (14) um eine mit der Längsmittelachse
des Tunnels od. dgl. im wesentlichen zusammenfallende Aghse drehbar an einem in Yortriebsrichtung
vorschiebbaren Lagerglied (24) angeordnet ist, welches mit diametral gegenüberliegenden radialen
Trag- und FUhrungsarmcn (27) versehen ist, die in den Führungsschienen (26) geführt sind.
Die Erfindung betrifft eine Vortriebsvorrichtung für das Auffahren von Tunneln, Stollen und Strecken,
insbesondere unter Einbringen einer Betonauskleidune mit darin stehenden Ausbaubögen, mit einer einen
schwenkbaren Schneidausleger aufweisenden Vortriebsmaschine, die an in Vortriebsrichtung vorverlegbaren,
an der ortsfesten Auskleidung des Tunnels od. dgl. festgelegten Führungsschienen aufgehängt und
über ein Schreitwerk mit einem ebenfalls an den
ίο Führungsschienen geführten, gegenüber den Führungsschienen
festlegbaren und hieran nachziehbaren Widerlager gekoppelt ist
Bei dem für das Auffahren von Tunneln u.dgl. bekannten Schildvortrieb wird als Vortriebsmaschine
is zumeist eine Vollschnittmaschine eingesetzt, welche mit
-.hrem Schneidkopf gleichzeitig das gesamte Tunnelprofil
schneidet und zusammen mit ihrem Antrieb in dem mittels hydraulischer Pressen vordrückbaren Schild
verlagert ist. Für den Vorschub der Vortriebsmaschine
ίο können besondere hydraulische Vorschubpressen vorgesehen
werden, die sich am Tunnelausbau, z. B. einem Tübbingausbau, abstützen. Für das Einbringen eines
Tübbingausbaus kann rückseitig an dem Vortriebsschild ein Erektor angebaut sein (DT-AS 15 34 602 und
B e r g e r »Der moderne Tunnel- und Stollenvortrieb«, 1970, S. 107/108).
Bekannt ist auch eine als Vollschnittmaschine
ausgebildete Tunnelbohrmaschine, die mit einem Schreitwerk versehen ist, welches zwei in Vortriebsrichtung
hintereinander angeordnete, über Schubkolbengetriebe verbundene und jeweils gegen die Tunnelwandung
verspannbare Abstützvorrichtungen aufweist (DT-AS 12 79 053). Bei einer anderen bekannten
Tunnelbohrmaschine dieser Art sind am Maschinengestell gegen die Ausbruchswandung ausfahrbare Spannschilde
angeordnet, welche das Maschinengestell beim Vorschub des Bohrkopfes festlegen. Eine rückseitig an
die Maschine angehängte Abfangeinrichtung, die ebenfalls mit gegen die Ausbruc'nswandung ausfahrbaren
Spannschilden versehen ist, värigt die gesamte
Maschine beim Nachholen des Maschinengestells und seiner Spannvorrichtung ab, so daß sie in der
ansteigenden Strecke nicht zurückrutschen kann (DT-AS 19 31 775).
Schließlich ist auch eine Gewinnungs- oder Vortriebseinrichtung bekannt, bei welcher ein z. B. als Schlaghammer
ausgebildetes Gewinnungswerkzeug an einem Gelenkarm angeordnet ist, welcher an einem Werkzeugwagen
schwenkbar gelagert ist, der an mit dem Ausbau verbundenen Schienen läuft (DT-OS 22 46 338).
Mit dem Wagen ist über Vorschubzylinder ein ebenfalls an den Schienen geführter Nachlaufwagen verbunden,
der mittels hydraulischer Spannvorrichtungen an den
Schienen festlegbar ist, so daß er das Widerlager für die Vorschubzylinder beim Vorschub des Werkzeugwagens
bildet. Beim Nachziehen des Nachlaufwagens stützen sich umgekehrt die Vorschubzylinder an dem Werkzeugwagen
ab, der hierbei gegenüber den Schienen festgelegt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vortriebsvorrichtung der eingangs genannten Art bei möglichst
gedrungener Bauweise so auszubilden, daß sie sich mit besonderem Vorteil beim Vortrieb von Tunneln oder
sonstigen Strecken ohne die herkömmlichen Schildkonstrtiktionen einsetzen läßt und dabei die Möglichkeit
bietet, die Auskleidung des Ausbruchsraumes im Bedarfsfall im Arbeitsbereich der Vortriebsmaschine
unmittelbar hinter der Ortsbrust einzubrineen. so daß
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| JP9478975A JPS5139930A (en) | 1974-08-05 | 1975-08-05 | Tonneru yokokooyobi kodoo kutsushinsurutameno kutsushinsochi |
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