DE2435625A1 - Pneumatische foerderanlage mit bei stauungen automatisch arbeitendem entlastungsventilsystem - Google Patents
Pneumatische foerderanlage mit bei stauungen automatisch arbeitendem entlastungsventilsystemInfo
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Description
25 64ο
DK. ING. E. HOFFMANN DIPL. ING. W. EITLE · DR. HER. NAT. K. HOFFMANN
PATI! NTANW ALTE D-8000 MÖNCHEN 81 · ARABELLASTRASSE 4 · TELEFON (0811) 911087
Refaccionaria de Molinos, S.A. CoI. Granjas San Antonio,
Ixtapalapa, Mexico D.P. / Mexico
Pneumatische Förderanlage mit bei Stauungen automatisch arbeitendem Entlastungsventilsystem
Die Erfindung bezieht sich auf pneumatische Förderanlagen für Schüttgut und betrifft insbesondere eine pneumatische
Förderanlage für Schütt~ bzw. Mahlgut mit bei Stauungen
automatisch arbeitendem Entlastungssystem.
Ein äußerst wichtiges Problem bei der pneumatischen Förderung von großen Mengen von Mahlgut ist ein Stillstand bzw,
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eine Stockung in den Förderleitungen. In einem solchen Fall ist es z.B. bei einer Mühle notwendig, die gesamte Beschickung
anzuhalten, .wodurch die Verfahrensschritte des Mahlens unterbrochen
werden. Die Rohre müssen auseinandergenommen und mit Drähten, Stangen oder Stäben gereinigt werden, die Maschinen
müssen angehalten, die Mahlzylinder voneinander abgelöst und der Mahlgutstrom abgeleitet werden, und viele andere Probleme
stören den Mahlvorgang. Folglich wird durch diese obigen Probleme Zeit verloren, bis der normale Mühlenbetrieb wieder aufgenommen
werden kann.
Das Problem der Unterbrechung bzw. Stockung kann verschiedene Ursachen haben, wie (meistens) eine zusätzliche Belastung oder
Schwankungen des elektrische"!^ Stromes, wodurch die Kornbeschikkung
schwankt und ihre Kontinuierlichkeit unmöglich gewahrt bleiben kann.
Bis heute sind weder Verfahren noch automatische Vorrichtungen oder Systeme bekannt, um das obige Problem zu vermeiden, d.h.
außer durch Beschreitung des nachstehend erläuterten Weg'Kann
eine Unterbrechung oder Stockung der Beschickung einer pneumatischen Förderanlage für große Mengen von Schüttgut nicht
vermieden werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bei Stauungen oder Unterbrechungen der pneumatischen Förderung von Schüttbzw.
Mahlgut automatisch arbeitendes Ventilsystem zu schaffen, durch welches ein kontinuierliches Fließen des Guts erzielt
wird und überschüssige Mengen automatisch ausgestossen werden, die sich aus verschiedene Gründen während eines Mahlvorgangs
stauen können.
Dies wird bei einer wie eingangs beschriebenen pneumatischen Förderanlage erreicht durch eine Förderleitung mit geraden
horizontalen und vertikalen Teilen und die Richtung ändernden Teilen, welche die geraden horizontalen Teile mit den
~ 3 509807/0823
geraden vertikalen Teilen vereinigen, mit miteinander verbundenen Förderrohren, frei getragenen flachen Platten, die
mit den die Richtung ändernden Teilen verbunden sind, öffnungen in den geraden horizontalen Teilen, die Öffnungen der
horizontalen Teile bedeckenden, frei getragenen, kreisförmig gebogenen Platten, einander gegenüberliegenden öffnungen in
den geraden vertikalen Teilen, an den Förderrohren durch Stifte verschiebbar gehaltenen kreisförmig gekrümmten Platten,
die die einander gegenüberliegenden Öffnungen bedecken, und Anschlägen, die zwischen den verschiebbar gehaltenen, kreisförmig
gekrümmten Platten an den Förderrohren befestigt sind, wobei die flachen Platten und die kreisförmig gekrümmten Platten
im wesentlichen die Entlastungsventile bilden.
Ein Vorteil des oben geschilderten Ventilsystems ist, daß es automatisch arbeitet, wenn die normale Förderkapazität überschritten
wird, so daß die Förderung des Guts in normaler Kapazität sofort wiederhergestellt wird.
Noch ein Vorteil des obigen Ventilsystems ist, daß ein stärkeres Zusammenprallen des Guts verhindert wird, ohne den Fluß
des Guts zu unterbrechen, wobei übermäßige Beschickungen und Turbulenzen beseitigt werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das oben beschriebene Ventilsystem an jede derzeit verwendete
Förderleitung angepaßt werden kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert und beschrieben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen ist.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Teils des Erfindungsgegenstandes,
nämlich eines Ventilsystems, das automatisch arbeitet um eine Unterbrechung bzw. Stockung
bei der pneumatischen Förderung von Mahlgut zu verhindern,
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Fig. 2 Ist ein Einzelheiten zeigender Querschnitt nach Linie
2-2 in Fig. 1,
Fig. 5 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems, die sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 1 unterscheidet,
Fig. 4 ist ein Einzelheiten zeigender Schnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3,
Fig. 5 ist eine Seitenansicht noch einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemaßen Systems,
Fig. 6 ist ein Einzelne!ten^eigender Längsschnitt und zeigt
eine Schutzhülse für die Teile, in denen erfindungsgernäß die Richtungsänderung bei der Förderung stattfindet,
Fig. 7 ist eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemaßen Systems mit Einzelheiten zeigenden geschnittenen Teilen der geraden vertikalen
Teile des Systems. Diese Ausführungsform zeigt eine Anpassung des erfindungsgemaßen Systems an eine bereits
eingebaute herkömmliche Förderleitung,
Fig. 8 ist ein Querschnitt nach Linie 8-8 in Fig. "J
> Fig. 9 ist ein Querschnitt nach Linie 9-9 in Fig. 7, und
Fig.10 ist eine schematische Darstellung des gesamten pneumatischen
Fördersystems für Weizen incl. einer Ausführungsform
des erfindungsgemaßen Systems.
Dieses System besteht aus Kornförderrohren in Form einer pneumatischen
Förderleitung 11, an deren einem Ende eine Saugeinrichtung 12 und eine Zumesseinrichtung 13 angebracht sind, um
durch Ansaugung gemahlenes Korn vorwärts zu bewegen, welches
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durch einen am anderen Ende der Förderleitung 11 befestigten
Zufuhrtrichter 14 eingeführt wird, wie in Fig. 10 gezeigt.
Die die Förderleitung 11 bildenden Rohre können gerade Förderrohre 15 sein, aich die die Teile verbindenden Rohre, in denen
Richtungsänderungen stattfinden (siehe Fig. l), insofern, als sie an jedem Teil, in dem Richtungsänderungen stattfinden,
in überlappender Form miteinander verbunden sind, wodurch ein starkes Aufprallen des Guts vermieden und der Fluß desselben
nicht unterbrochen wird. Außerdem ragt durch die überlappende Verbindung der geraden Rohre 15 ein offener Endteil 16 der
Rohre 15 aus der Verbindung, damit Turbulenzen vermieden werden und überschüssige Mengen der Förderlast austreten können.
Diese Teile 16 mit offenen Ehden sind von flachen Platten 17
bedeckt, die durch Scharniere 18 und Führungen 19 frei getragen sind. Die Führungen 19 sind an den geraden Förderrohren
mit Stiften 20 verstellbar angebracht. Auf diese Art und V/eise wird die Weite und der maximale V/inkel beim öffnen der flachen
Platten 17 geregelt, wodurch eine Einstellung des Pegels des Gutes in einer für den Betrieb zweckmäßigen Lage erzielt wird,
die den Förderbedingungen, dem Gut, dem Volumen und dem Luftdruck entspricht.
Die flachen Platten 17 können zweckmäßig als Entlastungsventile bezeichnet werden, die sich je nach dem Strömungsdruck
in der Förderleitung 11 automatisch öffnen oder schließen. Das soll besagen, daß die Ventile bei normalem Druck geschlossen
bleiben, so daß eine Förderung des gemahlenen Korns erzielt wird. Jedoch öffnen sich die Ventile sofort aufgrund
eines durch eine zu große Menge des Schüttgutes entstandenen Hindernisses und damit Druckabfalls. Dadurch wird der Überschuß
aus den offenen Endbereichen 16 ausgestoßen, da die Ventile unter ihrem Eigengewicht nachgeben. Mach Beseitigung des
Überschusses schließen sie sich wieder durch die Saugwirkung der Luft in der Bemühung, den normalen Arbeitsdruck unter
normalen Arbeitsverhältnissen wieder herzustellen.
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Gemäß Flg. b sind außerdem Schutzhüllen 21 an jedem Teil angebracht,
in dem eine Richtungsänderung stattfindet. Diese Hüllen oder Hülsen 21 bilden Rinnen, die ein Abnutzen oder
Reißen der Förderleitung 11 beim Aufprall des Gutes bei der Richtungsänderung verhindern. Diese Schutzhüllen 21 sind austauschbar,
damit die Förderleitung 11 weiterhin erhalten bleibt, wenn sie abgenutzt sind.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform der Erfindung
ist die Förderleitung 11 durch Förderrohre 22 gebildet, die gekrümmte äußere Enden aufweisen und an jeder Stelle, an der
ein Richtungswechsel stattfindet, überlappend miteinander verbunden sind, wie in der vorhergehenden Ausführungsform.
Das heißt, daß diese Bereiche^ der wechselnden Richtung auch vorsiehende offene Endbereiche 23 aufweisen, die den geraden
äußeren Enden der Förderrohre 21 entsprechen und mittels flacher Platten 24 geschlossen sind. Diese Platten werden von
Scharnieren 25 und Führungen 2.6 frei getragen. Die Führungen
sind mit Stiften 27 an den Förderrohren 22 angebracht.
Jedoch zeigt diese Ausführungsform auch eine andere Art Sicherheitsventil,
das zweckmäßig ist für gerade horizontale Teile der Förderleitung 11 und aus einer Öffnung 28 an der Unterseite
des geraden horizontalen Teils besteht. Diese Öffnung 28 ist von einer kreisförmig gekrümmten Platte 29 bedeckt,
die an ihren Enden durch mit dem Förderrohr 22 verbundene Stiften 30 frei getragen ist. Diese Art Entlastungsventil ist
in Fig. h genauer gezeigt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 5 besteht
aus einer Förderleitung 11 mit geraden Kornförderrohron
31, die durch gekrümmte rohrförmige Verbindungen 32 miteinander
verbunden sind. Auf diese Art und Weise entsteht eine der in Fig. 3 gezeigten Förderleitung ähnliche Form, die überlappende
Verbindungsstellen mit vorstehenden offenen Endteilen 33 enthält, die aus der Verbindungsstelle ragen und von flachen
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Platten J;4 bedeckt sind. Letztere werden von Scharnieren 35
und Führungen 36 frei getragen, die mit Stiften 37 an den Förderrohren verstellbar befestigt sind. Weiterhin ist in
Fig. 5 an dem geraden horizontalen Rohr J'l ein Entlastungsventil
gezeigt, das aus einer an der unteren Seite des Rohres 31 hergestellten Öffnung 38 besteht, die mit einer kreisförmig
gekrümmten Platte 39 bedeckt ist. Letztere wird an ihren Enden von Stiften 40 frei getragen, die an dem horizontalen
geraden Förderrohr 3I befestigt sind.
Fig. 7 zeigt eine aus geraden und gekrümmten Rohren gebildete Förderleitung 41, die dem Typ der herkömmlicher V/eise in bekannten
pneumatischen Fördersystemen verwendeten Förderleitung entspricht. *~ _ . -v
An geraden vertikalen Teilen 42 und geraden horizontalen Teilen 43 weist die Förderleitung 4l Entlastungsventile auf,
die in dieser Ausführungsform speziell bei den geraden vertikalen Teilen 42 aus gegenüberliegenden Öffnungen 44 bestehen,
die durch kreisförmig gekrümmte Platten 45 bedeckt sind. Diese
Platten v/erden an ihren unteren Enden durch Stifte 46 gleitend
bewegbar gehalten. Die Stifte 46 sind an dem entsprechenden geraden vertikalen Teil 42 befestigt. Zwischen diesen Platten
45 sind Anschläge 47 vorgesehen, die in der gleichen V/eise an
dem geraden vertikalen Teil 42 angebracht sind und verhindern, daß sich die kreisförmig gekrümmten Platten 4_5 drehen und die
Öffnungen 44 offen halten. Die kreisförmig gekrümmten Platten 45 sind an der Innenseite eines zylindrischen Deckstücks 48
angeordnet, welches an seinem unteren Ende offen ist, die Gleitbewegung der Platten 45 gestattet und gleichzeitig den Austritt
von Korn durch die Öffnungen 44 ermöglicht, wobei die Entleerung durch das offene untere Ende stattfindet. Diese Art von
Entlastungsventil ist in Fig. 8 genauer gezeigt.
Die an den horizontalen Teilen43 der Förderleitung 4l verwendeten
Entlastungsventile bestehen aus einander gegenüber-
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liegenden seitlichen Öffnungen 49 in den geraden horizontalen
Teilen 43. Diese seitlichen öffnungen 49 sind durch kreisförmig
gekrümmte Platten 50 bedeckt, welche an ihren Enden von an den geraden horizontalen Teilen 43 befestigten Stiften 4l
frei gehalten sind. Weiterhin sind die kreisförmig gekrümmten Platten 50 an ihren Oberseiten über einen Teil ihrer Gesamtlänge
mit einem halbkreisförmigen Deckstück 52 bedeckt, das am
oberen Teil der horizontalen Leitung 43 befestigt ist. Diese
Art von Entlastungsventil ist in Fig. 9 genauer -gezeigt.
Diese letzte Ausführungsform zeigt, daß die Erfindung derzeit
verwendeten normalen Typen von pneumatischen Förderleitungen angepaßt werden kann, ohne· daß das System vollständig- verändert
werden muß. *- ,. !
Das Funktionieren des Ventilsystems, das automatisch arbeitet
um Unterbrechungen bzw. Stockungen der durch Ansaugung betriebenen pneumatischen Förderung zu verhindern, wird erfindungsgemäß
in sehr einfacher Weise erreicht. Mit anderen Worten: Mittels der Saugeinrichtung 12 und der Trenneinrichtung 13
und durch Ansaugung wird das Korn durch den Zuführtrichter l4 in die Förderleitung 11 eingeführt. Sowie durch irgendeine
Störung eine Unterbrechung bzw. Stockung in der Förderleitung 11 verursacht wird, d.h., sowie die Förderkapazität überschritten
wird, arbeiten die Entlastungsventile, und zwar in unmittelbarer Abhängigkeit von der Intensität, Geschwindigkeit und
Stärke des Flusses und der Einführung eines Übermasses an Gut vorzugsweise wie folgt (siehe Fig. 10):
Aufgrund der erhöhten Belastung der Förderleitung 11 nimmt der Lufdruck in dem von der Saugeinrichtung 12 am weitesten
entfernten Teil, d.h. der Luftdruck in nächster Nähe des Zuführtrichters 14 ab, und ein Ventil 53 öffnet sich aufgrund
des unzureichenden Luftdruckes. Dadurch tritt zusätzliche Luft ein und ermöglicht die Fortsetzung der Förderung des
Gutes ohne Unterbrechung, auch wenn weiterhin
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eine zusätzliche Belastung durch das Gut vorhanden ist und/ oder etwas zunimmt, weil der Überschuß durch das Ventil 53
beseitigt wird, ohne den normalen Fördervorgang zu verändern.
Wenn die übermäßige Belastung weiter zunimmt, beginnt ein folgendes Ventil zu arbeiten. Dies kann ein Ventil 5^ im
horizontalen Teil der Förderleitung 11 oder ein Ventil 55 an den Teilen sein, in denen ein Richtungswechsel stattfindet.
In dieser Art und Weise wird der Überschuß des Gutes duioch die
Ventile 5^ oder 55 beseitigt, weil der Saugdruck nicht ausreicht,
um sie geschlossen zu halten und die Ventile nicht mit ausreichender Intensität erreicht, da der Überschuß an Korn,
in der Förderleitung 11 den''Luftdruck verringert hat.
Wenn eine große zusätzliche Menge kräftig in die Förderleitung
11 eingeführt wird und ihren vertikalen Teil füllt, öffnet sich ein Ventil 5^* und das sich in diesem vertikalen Tell dor Förderleitung
11 stauende Korn wird durch dieses Ventil beseitigt, da genau wie in den vorher erwähnten Fällen nicht genug
Luftdruck vorhanden ist um das Ventil geschlossen zu halten.
Ein vieiteres, Unterbrechungen oder Stockungen im Fördersystem
verursachendes Problem ist ein Spannungsabfall im elektrischen Strom, wodurch eine Verringerung der Geschwindigkeit der Saugeinrichtung
12 verursacht wird, wodurch sich auch die Ansaugung vermindert und sich die Ventile 53* 5^* 55 und 56 öffnen
und das die Förderleitung 11'blockierende Gut freigeben. Weiterhin
kann die Förderleitung 11 in dem der Saugeinrichtung und der Trenneinrichtung Ij5 nächsten richtungs-ändernden Teil
ein Ventil 57 enthalten, weil bei gewissen Gelegenheiten die die Unterbrechungen oder 3tauungen verursachenden Störungen
in der Mitte des' Förderbetriebes vorkommen können, in welchem Falle es vorteilhaft sein kann, durch diesesVentil 57 das gestaute
Korn aus dem Teil in Nähe der Saugeinrichtung 12 und der Trenneinrichtung I3 zu beseitigen.
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Aus obigem ergibt sich, daß mit Hilfe des erfindungsgemäßen Systems die normale Förderung des Gutes automatisch wieder
aufgenommen wird, sowie die die Unterbrechung oder Stockung hervorrufenden Ursachen beseitigt sind, da sich die Ventile
aufgrund der Saugkraft des wieder hergestellten Luftstrotnes
automatisch schließen.
Weiterhin beruht die Entscheidung über die Anordnung der Ventile am oben beschriebenen System vor allem auf der Berücksichtigung
der für Unterbrechungen oder Stockungen kritischsten Bereiche. Es wird auch berücksichtigt, daß durch Öffnung
eines Ventils ein Luftstrom erzeugt werden soll, der das gestaute Gut in einem Teil der Förderleitung 11 zu bewegen hat,
dessen Länge mit dem toten .Gewicht des in ihr gestauten Gutes
den zum Bewegen des gestauten Gutes erforderlichen Luftdruck nicht übertrifft. Das soll besagen, daß die Anzahl der erforderlichen
Ventile zur horizontalen Länge der Förderleitung 11 in Beziehung stehen soll. Bei Auftreten einer Unterbrechung ■
oder Stockung wird der Luftstrom ganz oder teilweise abgeschaltet, wodurch wiederum der Luftdruck völlig aufhört, wodurch
ein oder mehrere Ventile betätigt werden, die sich öffnen und das die Stauung verursachende überschüssige Gut beseitigen.
Gleichzeitig wird Luft zugelassen und der Fluß wiederhergestellt, wodurch sich die Ventile wieder schließen.
Daraus können wir entnehmen, daß die vorteilhafteste Ausführungsform
der Erfindung diejenige ist, in der die Förderleitung 11 vor allem aus geraden Förderrohren 15 besteht, weil dadurch
stärkere Zusammenstöße des Gutes vermieden werden und durch die Anordnung der Entlastungsventile der Strömungsverlauf des
Korns keine oder kaum Störungen erleidet, deren Beseitigung verstärkt wird. Ebenso wird sich eine Einstellung des Pegels
des Gutes in eine für den Fördervorgang zweckmäßige Position ergeben, in Übereinstimmung mit den Bedingungen der Kornförderung,
des Volumens und des Luftdruckes.
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Schließlich kann das Ventilsystem zu seiner weiteren Automatisierung
einen Mikrounterbrecher aufweisen, der in der Weise mit den Erfclastungsventilen- verbunden ist, daß er einer zentralen
Kontrolltafel ein Signal zuleitet, das eine vom normalen abweichende Situation in einer Förderleitung einer Fabrik
anzeigt. Ungeachtet der obigen Beschreibung einiger besonderer Ausführungsformen der Erfindung soll Fachleuten des
Gebietes zu verstehen gegeben werden, daß Änderungen der Form und von Einzelheiten innerhalb des Bereichs und Umfangs der
Erfindung liegen.
Kurz umrissen umfaßt die Erfindung ein Ventilsystem, welches automatisch arbeitet um eine Unterbrechnung bzw. Stockung bei
der pneumatischen Förderung vorfJVIahlgut zu verhindern,-die aus ■
einer aus miteinander verbundenen Kornförderrohren gebildeten Förderleitung besteht. Diese Förderleitung weist an ihren
richtungsändernden Teilen flache Platten auf, die von an den Förderrohren befestigten Scharnieren frei getragen sind, Öffnungen
an geraden horizontalen Teilen, die durch kreisförmig gekrümmte Platten bedeckt sind, welche von an den Förderrohren
befestigten Stiften frei getragen sind, und einander gegenüberliegende Öffnungen an geraden vertikalen Teilen, die dur ch
kreisförmig gekrümmte Platten bedeckt sind, Vielehe von Stiften verschieblich gehalten sind, die an dem dem unteren Endbereich
der Öffnungen nächsten Teil des Förderrohres befestigt sind, wobei zwischen den kreisförmig gekrümmten Platten Anschläge an
dem Förderrohr befestigt sind und eine Drehung der kreisförmig gekrümmten Platten verhindern.
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Claims (13)
1. J Pneumatische Förderanlage für Schutt- bzw. Mahlgut mit
i Stauungen automatisch arbeitendem Entlastungsventilsystem,
gekennzeichnet durch eine Förderleitung mit geraden horizontalen und vertikalen Teilen und die Richtung ändernden
Teilen, welche die geraden horizontalen Teile mit den geraden vertikalen Teilen vereinigen, mit miteinander verbundenen
Förderrohren (15)j frei getragenen flachen Platten (17, 24, 34), die mit den die Richtung ändernden Teilen verbunden
sind, Öffnungen in den geraden horizontalen Teilen (43), die öffnungen der horizontalen Teile (43) bedeckenden, frei getragenen
kreisförmig gebogenen Platten (29, 39, 45), einander gegenüberliegenden Öffnungen in den geraden vertikalen Teilen
(42), an den Förderrohren (15) durch Stifte verschiebbar gehaltenen kreisförmig gekrümmten Platten, die die einander gegenüberliegenden
öffnungen bedecken, und Anschlägen (47), die zwischen den verschiebbar gehaltenen, kreisförmig gekrümmten
Platten an den Förderrohren befestigt sind, wobei die flachen Platten (17, 24, 34) und die kreisförmig gekrümmten Platten
(29, 39, 45) im wesentlichen die Entlastungsventile bilden.
2. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Förderrohre (15)
an den die Richtung ändernden Teilen überlappen, damit ein Endteil (l6) der Förderrohre vorsteht, welches geöffnet ist.
3. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Förderleitung (11)
bildenden Förderrohre (15) alle gerade Förderrohre sind, auch an den die Richtung ändernden Teilen.
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4. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Förderleitung
bildenden Förderrohre (22) an einem Ende gerade und am anderen Ende gekrümmt sind, wobei die gekrümmten Enden den
richtungsändernden Teilen entsprechen.
5. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet , daß die die Förderleitung bildenden Förderrohre gerade (31) sind und die geraden horizontalen
und vertikalen Teile bilden oder gekrümmte rohrförmige Verbindungen (32) sind, welche die richtungsändernden
Teile bilden.
6. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 2, weiterhin
gekennzeichne t durch Scharniere (18, 25, 35) und
Führungen (19* 26, 36) zum verstellbaren Festhalten der flachen
Platten (17, 24, 34) an den Förderrohren an den offenen vorstehenden
Endteilen (l6, 23, 33) derselben.
7. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 6, weiterhin gekennzeichnet durch mit den offenen, vorstehenden
Endteilen verbundene austauschbare Schutzhülsen (21).
8. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen der geraden
horizontalen Teile der Förderleitung (11) nur aus einer unteren öffnung (28) des Förderrohres (22) bestehen, wobei die
diese einzige Öffnung bedeckende kreisförmig gekrümmte Platte
(29) an ihren Enden durch an dem Förderrohr angebrachte Stifte
(30) frei getragen ist.
9. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen in den geraden
horizontalen Teile der Förderleitung aus einander gegenüberliegenden Öffnungen (49) bestehen, wobei die diese
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gegenüberliegenden öffnungen (49) bedeckenden kreisförmig
gekrümmten Platten (5C) an ihren Enden durch an den Förderrohren befestigte Stifte (51) frei getragen sind, wozu ein
halbkreisförmiges Deckstück (52) gehört, welches die kreisförmig gekrümmten Platten über einen Teil ihrer Gesamtlänge
bedeckt und am oberen Teil des horizontalen Rohrteils befestigt ist.
10. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch ein an seinem unteren Ende offenes
zylindrisches Deckstück (48), welches die die entgegengesetzten Öffnungen (44) der geraden vertikalen Teile bedeckenden
kreisförmig gekrümmten Platten (45) umschließt.
11. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung
eine aus ununterbrochen miteinander verbundenen geraden und gekrümmten Rohren (42) bestehende einheitliche Leitung ist.
12. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichn et, daß die Entlastungsventile
(53*54,55* 56,57) in der Förderleitung unter Berücksichtigung
von Teilen derselben angeordnet sind, deren LT:nge
mit dem toten Gewicht des angesammelten Gutes den zum Bewegen des angesammelten Gutes erforderlichen Luftdruck nicht
übertrifft.
13. Pneumatische Förderanlage nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch einen Mikrounterbrecher,
der mit den Entlastungsventilen und einer zentralen Schalttafel verbunden ist, welche regelwidrige Bedingungen in der
Förderleitung anzeigt.
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