[go: up one dir, main page]

DE2432526A1 - Verfahren zum abtrennen von phosphorsaeure aus deren waessrigen loesungen - Google Patents

Verfahren zum abtrennen von phosphorsaeure aus deren waessrigen loesungen

Info

Publication number
DE2432526A1
DE2432526A1 DE2432526A DE2432526A DE2432526A1 DE 2432526 A1 DE2432526 A1 DE 2432526A1 DE 2432526 A DE2432526 A DE 2432526A DE 2432526 A DE2432526 A DE 2432526A DE 2432526 A1 DE2432526 A1 DE 2432526A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphoric acid
percent
extraction
acid
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2432526A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2432526C3 (de
DE2432526B2 (de
Inventor
Avraham Matitiahu Baniel
Ruth Blumberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IMI Tami Institute for Research and Development Ltd
Original Assignee
IMI Tami Institute for Research and Development Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IMI Tami Institute for Research and Development Ltd filed Critical IMI Tami Institute for Research and Development Ltd
Publication of DE2432526A1 publication Critical patent/DE2432526A1/de
Publication of DE2432526B2 publication Critical patent/DE2432526B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2432526C3 publication Critical patent/DE2432526C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/234Purification; Stabilisation; Concentration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DIFL.-ING. A. GRÜNECKER HOOO MÖNCHEN 22
Maximilianstraße 43 DR.-ING. H. KINKELDEY Telefon (0811) 22 28 62 (4 line,) DR.-ING. W. STOCKMAIR, Ae. E. <cauf inst of techn > Telegramme Monopol München
Patentanwälte R. κ. SCHI ..!.'.NN - DIPL.-ING. P. JAKOB **'" °5~2938° 9 Λ Ί ? R ? R
4. Juli 1974 P 8200
IMI (TAMI) INSTITUTE I1OR RESEARCH & DEVELOPMENT Mifratz Haifa, Haifa, Israel
"Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen" "
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen und Reinigen von Phosphorsäure.
Das Verfahren der Erfindung eignet sich z.B. zum Extrahieren von Phosphorsäure aus technisch-reiner wässriger Phosphorsäure, die gewöhnlich durch Zersetzen von Phosphatmineralien mit Schwefelsäure hergestellt wird und eine Phosphorsäurekonzentration von nicht weniger als 35 Prozent aufweist. Ein weiterer Anwendungsbereich des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der Herstellung, kleiner Mengen hochreiner Phosphorsäure aus chemisch-reiner Ausgangssäure. In diesem Fall besteht die Schwierig-
409886/0917
Bankkonten: H. Aufhäuser, Münchtn 173533 · Dmltthe Bank, Mönch·« MfTSBJt ·'PoshdiKkkonto München «212-DOl BLZ 700 3OiOO BlZ 70070010 BLZ 70010080
keit, die Konzentration der reinen und der verbleibenden Säure konstant zu halten ohne den Verunreinigungsgrad der verbleibenden Säure wesentlich zu erhöhen, so daß diese weiterhin als chemisch rein gelten kann.
Es ist bereits bekannt, reinere Phosphorsäure aus technischer Phosphorsäure durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln abzutrennen, wobei H3PO, extrahiert wird und Wasser sowie Verunreinigungen im Rückstand verbleiben. Unter den als geeignet vorgeschlagenen Extraktionsmitteln befinden sich die verschiedensten Lösungsmittel, unter denen bei Erfüllung der Mindestbedingungen, nämlich der Fähigkeit zur Extraktion von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen und der Nicht-Mischbarkeit mit Wasser, keines aufgrund spezieller anderer Eigenschaften als bevorzugt gilt. Die Abtrennung der gereinigten Phosphorsäure aus dem Lösungsmittelextrakt erfolgt auf bekannte Weise entweder durch Rückextraktion mit Wasser oder durch Abdampfen des Lösungsmittels. Dabei hat das erste Verfahren den Nachteil, daß verdünnte Phosphorsäure anfällt, während im letzteren Fall der zusätzliche Energieaufwand die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens beeinträchtigt.
In den GB-PSen 1 .112033, 1 142 719, 1 199 041, 1 199 042, 1 207 272 und 1 240 285 sowie den US-PSen 3 573 005 und 3 556 739 ist ein Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen mit Hilfe eines speziellen Extraktionsmittels beschrieben. Das Extraktionsmittel eignet sich zur Extraktion von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen mit einer Η,ΡΟ,-Konzentration oberhalb eines Grenzwertes von 35 Prozent j bei Konzentration unterhalb 35 Prozent findet keine Extraktion statt. Ferner besteht eine inverse Beziehung zwischen der Fähigkeit des Extraktionsmittels zur Extraktion von Phosphorsäure aus Wasser und der Temperatur (negativer Temperaturgradient der Phosphorsäure-Lösungsfähigkeit) , Die Extraktion erfolgt bei genügend niedriger Temperatur, uiii die Ausbildung einer klaren homo-
409886/0917
-S-
genen Extraktphase neben der wässrigen Restphase zu ermöglichen. Anschließend trennt man den Extrakt von der wässrigen Phase und erwärmt den Extrakt, so daß er sich in eine untere phosphorsäurehaltige Schicht und einer obere, die Lösungsmittel enthaltende Schicht auftrennt. Schließlich wird die untere Schicht von der oberen getrennt. Nach diesem,Verfahren kann gegebenenfalls während des Erwärmens eine kleine Wassermenge zugesetzt werden, um die Phasentrennung zu verbessern. Ferner kann der eingesetzten technischen Säure gegebenenfalls vor der Extraktion Schwefelsäure in einer Menge von 0,5 bis 5 Gewichtsprozent der rohen Phosphorsäure zugesetzt werden, um so die Extraktion der Phosphorsäure aus der wässrigen Phase zu verbessern; vgl. GB-PS 1 199 041.
Als Extraktionsmittel werden in dem genannten Verfahren vorzugsweise Äther der Formel R-O-R* eingesetzt, wobei R und R-, gleich oder verschieden sind und aliphatische Reste mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, z.B. Diäthyl-, Diisopropyl-, Di-n-butyl-, Isopropyl-n-butyl-, Di-n-amyl- oder Diisoamyläther.
Das Verfahren ermöglicht zwar im Hinblick auf die Reinheit der erhaltenen Säure ausgezeichnete Ergebnisse, ein gewisser Nachteil ist jedoch darin zu sehen, daß ein relativ hoher Anteil der in der Rohsäure enthaltenen Phosphorsäure nicht erfaßt wird. Enthält z.B. die eingesetzte Säure mindestens 70 Gewichtsprozent H,PO4, so werden etwa 60 Prozent der Säu-
und ° * '
re extrahiert/als Reinsäure abgetrennt, während 40 Prozent der ursprünglich in der technisch reinen Säure enthaltenen Phosphorsäure in der Restsäure verbleiben. Mit zunehmender Verdünnung der eingesetzten Säure wird dieses Verhältnis von Reinsäure zu Restsäure noch ungünstiger.
Nach dem Verfahren der GB-PS 1 199 041 wird diesem Nachteil dadurch begegnet, daß man die nach Extraktion der Phosphorsäure in das Lösungsmittel und Abtrennen der Lösungsmittelphase verbleibende Restsäure mit 30 bis 100 Gewichtsprozent,
409886/0917
bezogen auf H3PO4, Schwefelsäure ansäuert und das erhaltene Gemisch dann in einer weiteren Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel, vorzugsweise dem auch zur ersten Extraktion eingesetzten Lösungsmittel, unterzieht. Auf diese Weise erhält man ein hauptsächlich aus Schwefelsäure sowie Phosphorsäure bestehendes Gemisch. Es wurde zwar vorgeschlagen, dieses Gemisch zur Phosphatzersetzungsstufe zurückzuführen, jedoch hat sich dies als nicht durchführbar erwiesen. Auch fand sich keine sonstige wirschaftliche Anwendung für dieses Gemisch, so daß die Abtrennung von weiteren P^^S" Anteilen aus der Restsäure von beschränktem praktischem Wert ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein wirtschaftlicheres Reinigungsverfahren für wässrige Phosphorsäurelösungen zu schaffen, das eine bessere Abtrennung ermöglicht.
Es wurde nun gefunden, daß der Anteil an extrahierter Phosphorsäure überraschenderweise beträchtlich erhöht werden kann, wenn man als Lösungsmittel einen Äther der Formel: R-O-R« verwendet, wobei R und Ri gleich oder veaschieden aliphatische Reste mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, und diesen Äther mit 5 bis 25 Gewichtsprozent eines aliphatischen Alkohols mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen vermischt. Derartige Alkohole besitzen für sich nicht die Eigenschaf-
/die
ten, durch die sich in den genannten britischen Patentschriften verwendeten Lösungsmittel auszeichnen, und sie können daher nicht allein in dem dort beschriebenen Verfahren eingesetzt werden. Mit anderen Worten: Derartige Alkohole lassen sich nur im klassischen Extraktionsverfahren einsetzen, bei dem der erhaltene Extrakt durch Rückextraktion oder Eindampfen aufgearbeitet wird. Es war daher überraschend, daß durch Zusatz einer beschränkten Menge eines derartigen Alkohols zu einem der genannten Äther die quantitative Extraktionskapazität des erhaltenen Lösungsmittelgemjsches erhöht wird, während gleichzeitig das Gemisch dasselbe qualitative Verhalten gegenüber wässrigen Phospho-rsäurelösungon
409886/0917
beibehält und einen Temperaturgradienten der Phosphorsäure-Lösefähigkeit aufweist, wie er bei Verwendung der genannten Äther im Reinzustand zu beobachten ist.
Die Verwendung von reinen aliphatischen Alkoholen der genannten Art zur Phosphorsäureextraktion hat den Nachteil, daß zusammen mit Phosphorsäure ein relativ hoher Wasseranteil koextrahiert wird. Diese Koextraktion hat zusammen mit der Tatsache, daß für die Rückextraktion Wasser eingesetzt wird, ein recht verdünntes Produkt zur Folge. Dieser Nachteil wird im Verfahren der genannten GB- und US-PSen dadurch vermieden., daß man die Extraktion und die Freisetzung der Säure aus dem Extrakt mit Hilfe einer speziellen Lösungsmittelgruppe durchführt und so die Menge des koextrahierten Wassers minimal hält. Diese Verfahrensweise bringt' jedoch ein niedrige Ausbeute mit sich, so daß man zwei anscheinend nicht in Einklang zu bringenden Forderungen gegenübersteht: nämlich einerseits die Menge des koextrahierten Wassers zu vermindern, wobei in geringer Ausbeute ein konzentrierteres Produkt anfällt, und andererseits diese Menge zu erhöhen, so daß mehr Ρ?Ος abgetrennt wird. Bisher konnten diese auseinanderstrebenden Forderungen nicht überbrückt werden.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß durch Zusatz eines Alkohols zum Äther beide Forderungen zufriedenstellend erfüllt werden können. Einerseits wird der Extraktionsgrad der Phosphorsäure verbessert, während andererseits die Zunahme der koextrahierten Wassermenge geringer ist als aus der arithmetrischen Kombination der einzelnen Wasser-Extraktionskapazitäten von Alkohol und Äther zu erwarten wäre. Gleichzeitig wird der negative Temperaturgradient der Phosphorsäure-Lösefähigkeit beibehalten.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen durch Extraktion mit einem organischen Extraktionsmittel bei einer
409886/0917
zur Ausbildung einer klaren homogenen Extraktphase neben der wässrigen Restphase genügend niedrigen Temperatur, anschließendes Abtrennen des Extrakts von der wässrigen Phase, Erwärmen und Versetzen mit etwas Wasser, so daß sich der Extrakt in eine untere phosphorsäurehaltige Schicht und eine obere lösungsmittelhaltige Schicht auftrennt, und schließliches Abtrennen der unteren Schicht vo-n der oberen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als organisches Extraktionsmittel ein Gemisch mit einem Gehalt an 75 bis 95 Gewichtsprozent mindestens eines Äthers: R-O-Ri, wobei R und R-j gleich oder verschieden sind und aliphatische Reste mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, sowie 5 bis 25 Gewichtsprozent mindestens eines aliphatischen Alkohols mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen verwendet.
Die Extraktionstemperatur hängt u.a. vom eingesetzten Äther ab. Sie liegt im allgemeinen im Bereich von -5 bis 80 C, meist unterhalb' 40 C.
Als Ausgangsverbindungen können z.B. technische Phosphorsäure oder auch eine Restsäurelösung eingesetzt werden, die bei der Extraktion von technischer Phosphorsäure mit einem Äther: R-O-R.,*wobei R und R, die vorstehende Bedeutung haben, zurückbleibt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung; alle Prozente beziehen sich auf das Gewicht.
Beispiel 1
Gleiche Mengen technischer Phosphorsäure werden bei 10 C mit reinem Isopropyläther bzw. verschiedenen Isopropyläther/Alkohol-Gemischen extrahiert. Die in Tabelle I zusammengestellten Ergebnisse zeigen, daß der Zusatz verschiedener Alkohole den H3PO.-Verteilungskoeffizienten hinsichtlich der organischen Phase wesentlich verbessert und dieser Effekt insbesondere bei niedrigen Konzentrationen ausgeprägt
409886/0917
ist. So beträgt z.B. der Verteilungskoeffizient bei reinem Isopropyläther und einer Η-,ΡΟ.-Konzentration von 64,5 Gewichtsprozent 0,05. Bei Zusatz von n-Butanol, n-Hexanol und n-0ctanol liegen die Verteilungskoeffizienten für ähnliche H,PO,-Konzentrationen im Bereich von 0,4 8 bis 0,64, d.h. um das etwa 10- bis 13fache höher.
Tabelle I
Η,ΡΟ.-F.xtraktion (bei 10 C) mit verschiedenen Isopropyläther/ Alkohol-Gemischen
Alkohol H3PO4-
Konzentration
(Gew.- %)
organi
sche
Phase
Verteilungs
wässri
ge
Phase
3,6
40,1
koeffizient
(reiner Isopropyl
äther)
64,5
65,8
41 ,0 0,05
0,61
66,6 45,2 0,62
69,7 49,0 0,65
71,7 3,1 0,68
101 n-Butanol 51 ,8 36,4 0,06
62,6 4,7 0,58
201 n-Butanol 44,2 15,6 0,10
54,7 39,8 0,28
62,3 0,93 0,64
1 3-,3% n-Hexanol 45,3 6,75 0,02
56,2 34 ,0 0,12
63,7 0,81 0,53
16,2% n-0ctanol 46,2 6,6 0,02
56,6 31 ,2 0,12
64,6 0,48
409886/0917
Beispiel 2
Das Verfahren von Beispiel 1 wird mit DL-n-butyläther wiederholt, wobei die Extraktion bei Raumtemperatur erfolgt. Die in Tabelle II zusammengestellten Ergebnisse zeigen, daß durch Zusatz verschiedener Alkohole der I-UPO ,-Verteilungskoeffizient zugunsten der organischen Phase verbessert wird.
Tabelle II
H,PO.-Extraktion bei Raumtemperatur mit verschiedenen Butyl
äther/Alkohol-Gemischen
Alkohol H3PO4-
Konzentration
(Gew.- °s)
L- organi
sche
Phase
Verteilungs
-- (reiner Butyl-
äther)
wässri
ge
Phase
0,16
0,84
koeffizient
73
74,6
36,3 0,002
0,01
6,6t Isopropanol 81 4,72 0,45
46,7 10,1 0,10
57,8 16,1 0,18
69,3 22,9 0,23
101 n-Butanol 73,2 1.1 0,31
57,0 7,1 0,02
67,2 28,5 0,11
15* n-Hexanol 74,7 2,3 0,38
57,8 10,0 0,04
69,0 28,6 0,15
13,31 n-0ctanol 76,9 1,1 0,37
57,3 6,7 0,02
68,8 25,4 0,10
76,7 0,33
409886/0917
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 90 Gewichtsprozent Isopropyläther und 10 Gewichtsprozent n-Butanol wird als Extraktionsmittel zum Reinigen von technischer, nach dem Naßverfahren hergestellter Phosphorsäure eingesetzt. Die Extraktionen erfolgen bei 0 C bzw. 10 C, wobei in jedem Fall die Wirksamkeit des Gemisches mit dem Wert des reinen Äthers verglichen wird.
Etwa 80 g Phosphorsäure (67,5 Gewichtsprozent H3PO.) werden in zwei Stufen in Scheidetrichtern mit dem Extraktionsmittel in Berührung gebracht. Zunächst behandelt man die Säuren mit 60 ml des Extraktionsmittels, schüttelt und trennt die Phasen, worauf man die verbleibende wässrige Phase mit 34 ml frischem Extraktionsmittel behandelt. Nach dem Schütteln werden die Phasen abgetrennt und analysiert. Die H3PO .-Verteilung (extrahierter Prozentsatz) bezieht sich auf den P90r-Gehalt der eingesetzten bzw. erhaltenen wässrigen Phase.
Tabelle III
Extraktions eingesetzte entnommene H PO -
Tom. mittel wässrige wässrige M3/U4
17 ο τ* *
1 ClU Phase Phase ver-
teilung
pera—
tür
H3PO4-
Konzen-
H3PO4-
Konzen-
Isopropyl
äther
Menge tration Menge tration
Isopropyl- (g) (I) (g) (») 40
0°C äther/n-Bu- 80 67,5 58 56,0
tanol-Gemisch
(9:1)
Isopropyl
äther
52
Isopropyl- 80,3 67,5 47,7 54,5 23
100C äther/n-Bu- 80 67,5 68,7 60,5'
tanol-Gemisch
(9:1)
45
80 67,5 51,5 58,0
409886/0917
Beispiel 4
100 g 56,5gewichtsprozentige H3PO. werden bei 00C in Scheidetrichtern mit vier aufeinanderfolgenden Anteilen von 37,5 g eines Gemisches aus 80 Prozent Isopropyläther und 20 Prozent n-Butanol in Berührung gebracht. Nach jeder Extraktion trennt man die Phasen voneinander und vereinigt alle organischen Phasen. Diese werden auf 40 C erwärmt und mit Wasser in drei aufeinanderfolgenden Anteilen von jeweils 7,5 g versetzt. Man erhält reine wässrige Phosphorsäure mit einem Gehalt an 54 Gewichtsprozent H3PO^, was etwa 60,8 Prozent der in der eingesetzten^Säure ursprünglich enthaltenen H,PO.-Menge entspricht. Die Restsäure enthält 38,8 Gewichtsprozent H,PO«. Bei einem ähnlichen Versuch mit reinem Isopropyläther erfolgt nur eine vernachlässigbare Extraktion von H3PO-.
Beispiel 5
Eine nach dem Naßverfahren aus Florida-Phosphat hergestellte Phosphorsäure wird in zwei Verfahrensstufen in einer kontinuierlich arbeitenden Prüfapparatur gereinigt.
Erste Stufe:
Die Phosphorsäure mit einem Gehalt an 75 Gewichtsprozent H3PO- wird mit einer Geschwindigkeit von 3 l/Stunde im Gegenstrom zu Isopropyläther eingeleitet, der mit einer Geschwindigkeit von 12 l/Stunde eingespeist wird. Die Extraktions temperatur beträgt 11 bis 13°C. Man erwärmt den Extrakt auf 30 C und versetzt mit 1,8 kg Wasser. Es lassen sich eine 68 Gewichtsprozent H3PO. enthaltende Reinsäure mit einer Geschwindigkeit von 2,8 l/Stunde sowie eine 59 Gewichtsprozent H-rPO. enthaltende Restsäure mit einer Geschwindigkeit von 1,8 l/Stunde abziehen.
Zweite Stufe:
Die 36 Prozent des ursprünglichen P^O^-Gehalts enthaltende
409886/0917
Restsäure wird mit einer Geschwindigkeit von 0,95 l/Stunde der zweiten Stufe zugeführt. Ein aus 84 Gewichtsprozent Isopropyläther und 16 Gewichtsprozent n-Butanol bestehendes Extraktionsmittel wird mit einer Geschwindigkeit von 2,1 l/Stunde im Gegenstrom eingeleitet. Die Extraktionstemperatur beträgt 18 bis 20 C. Um die Säure freizusetzen, erwärmt man den Extrakt auf 30 C und versetzt ihn gleichzeitig mit 0,36 l/Stunde Wasser. Es werden 0,86 l/Stunde einer Reinsäur
zent erhalten.
einer Reinsäure mit einer H,PO,-Konzentration von 50 Pro-
Die bei einer Η,ΡΟ.-Konzentration von 47 Gewichtsprozent mit einer Geschwindigkeit von 0,45 l/Stunde abfließende Endlösung macht 36 Prozent der Restsaure aus der ersten Stufe aus, d.h. nur 13 Prozent des ursprünglich eingesetzten P2 0S'
Die in beiden Stufen anfallende Reinsäure entspricht 87 Prozent der ursprünglich eingesetzten II,PO«. Die Reinsäure enthält nur 0,05 Prozent Fe, was auf einen hohen Reinheitsgrad hinweist.
Beispiel 6
Eine kleine Menge hochreiner Phosphorsäure wird aus relativ reiner technischer Rohsäure hergestellt, ohne daß der Verunreinigungsgrad der Restsäure wesentlich erhöht wird. Diese kann daher immmer noch als technische Säure von guter Qualität bezeichnet werden.
100 g Rohsäure mit einem Gehalt an 85 Gewichtsprozent H3PO4 und 3000 ppm Fe werden bei Raumtemperatur in einem Scheidetrichter mit 75 g eines Gemisches aus 90 Gewichtsprozent Di-n-butyläther und 10 Gewichtsprozent n-Hexanol in Berührung gebracht. Man erhält 102 g eines Extrakts mit ei η ein Gehalt an 2 5 Gewichtsprozent H,PO- und 73 g einer Restsäurc
409886/0917
mit einem Gehalt an 81 Gewichtsprozent Η-,ΡΟ, und etwa 4000 ppm Fe. Der Extrakt wird auf 80 C erwärmt und während des Erwärmens mit 1 ml Wasser versetzt, um eine glatte Trennung zu gewährleisten. Die abgetrennte wässrige Phase wird mit der Restsäure vereinigt. Durch Behandeln des heißen Extrakts mit 8 g Wasser werden 33 g einer Reinsäure mit einem Gehalt an 75 Gewichtsprozent H,PO4 (30 Prozent der eingesetzten Menge) sowie 25 ppm Fe erhalten.
409886/0917

Claims (5)

  1. Patentansprüche
    m Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen durch Extraktion mit einem organischen Extraktionsmittel bei einer zur Ausbildung einer klaren homogenen Extraktphase neben der wässrigen Restphase genügend niedrigen Temperatur, anschließendes Abtrennen des Extrakts von der wässrigen Phase, Erwärmen und Versetzen mit etwas Wasser, so daß sich der Extrakt in eine untere phosphorsäurehaltige Schicht und eine obere lösungsmittelhaltige Schicht auftrennt, und schließliches Abtrennen der unteren Schicht von der oberen, dadurch gekennzeichnet, daß man als organisches Extraktionsmittel ein Gemisch mit einem Gehalt an 75 bis 95 Gewichtsprozent mindestens eines Äthers: R-O-R.,, wobei R und R^ gleich' oder verschieden sind und aliphatische Reste mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, sowie 5 bis 25 Gewichtsprozent mindestens eines aliphatischen Alkohols mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktions temperatur im Bereich von -5 bis 80 C liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktionstemperatur nicht oberhalb 40 C liegt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man technische Phosphorsäure als Ausgangslösung einsetzt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine nach Extraktion von technischer Phosphorsäure mit einem Äther: R-O-R,, wobei R und Rj aliphatische Reste mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen sind, anfallende Restsäurelösung als Ausgangslösung einsetzt.
    409886/0917
DE19742432526 1973-07-18 1974-07-04 Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen Expired DE2432526C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IL4277473 1973-07-18
IL42774A IL42774A (en) 1973-07-18 1973-07-18 Purification of phosphoric acid

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2432526A1 true DE2432526A1 (de) 1975-02-06
DE2432526B2 DE2432526B2 (de) 1976-11-04
DE2432526C3 DE2432526C3 (de) 1977-06-08

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6251351B1 (en) 1997-02-03 2001-06-26 Bk Giulini Chinie Gmbh & Co., Ohg Wet-process technique for refining phosphoric acid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6251351B1 (en) 1997-02-03 2001-06-26 Bk Giulini Chinie Gmbh & Co., Ohg Wet-process technique for refining phosphoric acid

Also Published As

Publication number Publication date
FR2237836B1 (de) 1980-05-23
IL42774A (en) 1976-07-30
GB1460182A (en) 1976-12-31
FR2237836A1 (de) 1975-02-14
IE39287B1 (en) 1978-09-13
ZA743371B (en) 1975-05-28
DE2432526B2 (de) 1976-11-04
BE817574A (fr) 1974-11-04
US3903247A (en) 1975-09-02
IE39287L (en) 1975-01-18
AU6957974A (en) 1975-12-04
BR7405932D0 (pt) 1975-05-13
NL7408595A (nl) 1975-01-21
CA1015131A (en) 1977-08-09
IT1016606B (it) 1977-06-20
JPS5070294A (de) 1975-06-11
IL42774A0 (en) 1973-10-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1767442C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zum Reinigen einer Rohphosphorsäureaufschlußlösung
DE69405127T2 (de) Extraktion von Zitronensäuren
DE2218605A1 (de) Verfahren zum Überführen einer Alphasäure in eine Isoalphasäure
DE1161865B (de) Verfahren zur Gewinnung von Phosphorsaeure
DE2334019A1 (de) Verfahren zur reinigung von phosphorsaeure mit hilfe organischer loesungsmittel
DE2401959C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Phosphorsäure
DE2432526A1 (de) Verfahren zum abtrennen von phosphorsaeure aus deren waessrigen loesungen
DE2321882C3 (de) Verfahren zum Reinigen einer rohen Phosphorsäurelösung
DE2365883C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Naßphosphorsäure durch Extraktion
DE2645777C2 (de)
DE2432526C3 (de) Verfahren zum Abtrennen von Phosphorsäure aus deren wässrigen Lösungen
DE2111196A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Adipinsaeure
DE1925038C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Terephthalsäure
DE2837694A1 (de) Verfahren und extraktionsmittel zur herstellung von reiner phosphorsaeure
DE1567739A1 (de) Verfahren zum Herstellen reiner Phosphorsaeure auf nassem Wege
DE945407C (de) Verfahren zur Gewinnung und Reindarstellung von Bacitracin
DE574277C (de) Verfahren zum Zerlegen von Braunkohlenteeren
DE2939200C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer sulfatfreien reinen Phosphorsäure
DE559834C (de) Verfahren zur Gewinnung konzentrierter Essigsaeure aus rohem Holzessig
DE622122C (de) Verfahren zur Isolierung von Pentanonen aus Gemischen, die zwei isomere Pentanone enthalten
DE3303220A1 (de) Verfahren zur gleichzeitigen gewinnung von 4-hydroxydiphenyl und 4,4&#39;-dihydroxydiphenyl
AT239775B (de) Verfahren zur Gewinnung der aromatischen Kohlenwasserstoffe C6 bis C10 aus dieselben enthaltenden Kohlenwasserstoffgemischen
DE555810C (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Weinsaeure und Citronensaeure aus ihren waessrigen Rohloesungen
DE890700C (de) Verfahren zur Konzentrierung von Antianaemiaperniziosa&#39;faktoren
DE862882C (de) Verfahren zur Gewinnung von 1, 2-Dimethylnaphthalin

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee