DE2432044C3 - Verfahren zur elektrolytischen Nachbehandlung von chromatisierten oder metallisch verchromten Stahlblechoberflächen - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Nachbehandlung von chromatisierten oder metallisch verchromten StahlblechoberflächenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrolytischen Nachbehandlung von elektrolytisch chromatisierten
oder metallisch verchromten Stahlblechoberflächen.
Es ist bekannt, daß ein auf der Oberfläche eines elektrolytisch chromatisierten Stahlblechs gebildeter
Film aus einer metallischen Chromschicht und einer hydratisierten Chromoxidschicht besteht, wobei die
Stahloberfläche unter dem Einfluß dieser beiden Schichten rostbeständig wird. Dabei besteht eine
Wechselbeziehung zwischen den beiden auf der Oberfläche des auf bekannte Weise elektrolytisch chromatisierten
Stahlblechs gebildeten Schichten. Wenn bei diesen beiden Schichten eine ungenügende, d, h. zu
dünne metallische Chromschicht vorhanden ist, treten in ihr zahlreiche Poren auf. Um in einem solchen Fall
die Korrosionsbeständigkeit des Stahlblechs aufrechtzuerhalten, muß die Dicke der anderen, d. h. der hydratisierten
Chromoxidschicht vergrößert werden. Für die Dicke dieser Schicht besteht jedoch eine Einschränkung
insofern, als eine zu dicke Schicht die Oberflächengüte des elektrolytisch chromatisierten
Stahlblechs bezüglich Lackhaftung, Formbarkeit und Aussehen verschlechtert.
Zur Ausschaltung dieser Mangel ist bereits vorgeschlagen
worden, die Dicke der hydratisierten Chromoxidschicht zu verringern und die Dicke der
metallischen Chromschicht zu vergrößern. Bei diesem Verfahren wurde jedoch erkannt, daß eine Steigerung
der Produktionsgeschwindigkeit unmöglich ist, während sich auch die Formbarkeit verschlechtert.
Im folgenden sind einige typische bekannte Verfahren für die elektrolytische Chromatisierung einer
Stahlblechoberfläche beschrieben.
Ein derartiges Verfahren ist z. B. in den US-PSen 3337431, 3296100 und 3679554 beschrieben, bei
dem elektrolytisch zwei Schichten in Form einer metallischen Chromschicht und einer hydratisierten
Chromoxidschicht zweckmäßiger Dicke auf die Stahlblechoberfläche aufgetragen werden. Bei diesem Verfahren
ist jedoch die Steuerung der Menge des auf der Stahloberfläche abgelagerten Chromoxids
schwierig, so daß eine genaue Steuerung der Zusammensetzung des Bades erforderlich ist.
Bei einem anderen bereits verwendeten Verfahren werden elektrolytisch eine metallische Chromschicht
und eine hydratisierte Chromoxidschicht auf eine Stahlblechoberfläche aufgetragen, worauf die den so
aufgetragenen Film aufweisende Stahloberfläche chemisch behandelt wird. Durch dieses Verfahren werden
zwar die Eigenschaften, wie Korrosionsbeständigkeit, Lackhaftung und Formbarkeit der Stahloberfläche,
verbessert, während die chemische Behandlung nicht nur die Erhöhung der Produktionsleistung beeinträchtigt,
sondern auch auf das Oberflächenaussehen des behandelten Stahls einen nachteiligen Einfluß
hat.
Weiterhin ist aus der GB-PS 1187785 ein zweistufiges
Verfahren zur Chromatisierung von Stahlblechen bekannt, bei dem ausschließlich durch kathodische
Behandlungen zunächst eine metallische Chromschicht und anschließend eine hydratisierte Chromoxidschicht
aufgebracht werden. Die Frage der Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit wird nicht angeschnitten.
Im übrigen ist es auch sehr schwierig, der Stahloberfläche durch einfache kathodische elektrolytische
Behandlung in einem sechswertiges Chrom enthaltenden Bad zufriedenstellende Eigenschaften
zu verleihen.
Darüber hinaus ist es bei den genannten Behandlungsverfahren unmöglich, die in der auf der Stahloberfläche
ausgebildeten metallischen Chromschicht vorhandenen Poren und anderen Oberflächenfehler
mit hydratisiertem Chromoxid auszufüllen, weil die kathodische elektrolytische Behandlung in einem
sechswertiges Chrom enthaltenden Elektrolyten stattfindet, wodurch es unmöglich wird, der Stahloberfläche
zufriedenstellende Korrosionsbeständigkeit zu verleihen.
Aus der GB-PS 1199089 ist eine anodische Behandlung
zur Reinigung und Aktivierung von Metalloberflächen bekannt. Nach der Entfernung der Oxide
und sonstigen Verunreinigungen wird eine bessere Haftung des anschließend kathodisch aufgebrachten
IO
15
Überzugs erzielt. Mit anderen Worten bedeutet das, daß diese bekannte anodische Behandlung lediglich
eine Vorbehandlung für die anschließende kathodische Behandlung darstellt, die allein nicht zur Verbesserung
der Korrosionsbeständigkeit in dem gewünschten Ausmaß führt.
Die oben aufgezeigten Probleme lassen sich auch nicht unter Anwendung des in der US-PS 2755242
beschriebenen Verfahrens lösen, mit dem die Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumartikeln
angestrebt wird, wobei diese mit einer porösen Chromschicht versehen sind. Die Verbesserung
der Korrosionsbeständigkeit wird dabei dadurch erreicht, daß auf elektrolytischem Wege Aluminiumoxid
auf der Oberfläche des metallischen Aluminiums gebildet wird, um so die zahlreichen Poren und Risse,
die in der aufliegenden Chromschicht vorhanden sind, auszufüllen.
Im Hinblick auf die vorgenannten Nachteile und Mangel besteht seit langem ein Bedarf für die Herstellung
einer Stahlblechoberfläche mit glänzendem Aussehen und mit hoher Korrosionsbeständigkeit durch
Ausfüllen der in der Verchromung eines elektrolytisch
chromatisierten oder mit metallischem Chrom plattierten Stahlblechs vorhandenen Poren u. dgl. Oberflächenfehler.
Ein Stahlblech mit solchen Oberflächeneigenschaften ist bisher nicht bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren so zu verbessern, daß
Oberflächenfehler der Stahlblechoberfläche weitgehend ausgeschlossen werden und ein Oberflächenfilm
mit glänzendem A jssehen und mit hoher Korrosionsbeständigkeit
erhältlich ist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Stahlblech anodisch in -inem wäßrigen, J5
metallisches Chrom nicht leicht auflösenden Elektrolyten mit einem Gehalt an 3 bis 40 g/l sechswertigem
Chrom (ausgedrückt als Chromsäure) und ein oder mehreren anorganischen Säuren und deren Salzen,
Hydroxiden, organischen Säuren und deren Salzen sowie Verbindungen mit Koordinationsbindungen mit
einer Strommenge von mindestens 0,2 C/dm2, die zur vollständigen Auflösung der metallischen Chromschicht
nicht ausreicht, behandelt wird.
Erfindungsgemäß wird eine bemerkenswerte Qua-Iitätsverbesserung
des elektrolytisch chromatisierten oder metallisch verchromten Stahlblechs dadurch erreicht,
daß dieses in der beschriebenen Weise in einem wäßrigen Elektrolyten anodisch und dann erforderlichenfalls
in einem wäßrigen Elektrolyten, wie nachfolgend noch beschrieben, kathodisch behandelt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur elektrolytischen Nachbehandlung wird unter Verwendung einer
wäßrigen Lösung durchgeführt, die als anodischer Elektrolyt metallisches Chrom nicht ohne weiteres
aufzulösen vermag. Insbesondere ergeben sich Vorteile sowie bezüglich der Anlage als auch der Verfahrensführung,
wenn in dem Falle, daß der anodischen Nachbehandlung noch eine kathodische Nachbehandlung
folgt, in der gleichen Lösung gearbeitet wird.
Zur weiteren Verbesserung der Eigenschaften des zu behandelnden Stahlblechs hat es sich als zweckmäßig
und vorteilhaft erwiesen, nach der anodischen Behandlung des Stahlblechs eine kathodische Behandlung anzuschließen, wobei ein kathodischer Elektrolyt
verwendet wird, der folgende Bestandteile enthält: a) 6wertiges Chrom in einer Konzentration von 3
bis 40 g/l (als Chromsäure ausgedrückt) und
50
b) mindestens eine aliphatische und/oder eine aromatische ein-, zwei- oder mehrbasische Säure
und/oder deren Salze in einer Konzentration von 5 bis 50 g/I.
Dabei wird die kathodische Behandlung insbesondere unter den folgenden Bedingungen durchgeführt:
Stromdichte 5-30 A/dm1"
Elektrolyttemperatur Raumtemperatur (etwa 20° C)
bis 60° C
Elektrolysezeit 1-10 Sekunden.
Elektrolysezeit 1-10 Sekunden.
Bei dieser kathodischen Behandlung läßt sich ein unlöslicher Leiter, etwa aus Blei, als Anode einsetzen.
Als Säuren kommen z. B. Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure, Benzoesäure, Bernsteinsäure,
Adipinsäure, Trimellitsäure und/oder andere organische Säuren bzw. deren Salze in Frage.
Dies ergibt auf der Stahloberfläche eine hoch korrosionsbeständige
und glänzende Oberflächenschicht.
Der beim erfindungsgemäßen Verfahren für die anodische Behandlung des Stahlblechs nach der elektrolytischen
Chromatisierung oder der metallischen Verchiomung verwendete Elektrolyt kann von beliebiger
Art sein, ausgenommen wäßrige Lösungen, welche metallisches Chrom leicht auflösen, etwa Salzsäure
und Schwefelsäure. Typische Elektrolyte enthalten eine wäßrige Lösung mit einer oder mehreren
der nachstehend aufgeführten Verbindungen: Anorganische Säuren, wie Borsäure, Salpetersäure,
Chromsäure, Dichromsäure, Phosphorsäure, Kohlensäure, Titansäure, Vanadinsäure und Wolframsäure
sowie deren Salze; Hydroxide, wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid; verschiedene Verbindungen mit
Koordinationsbindungen, wie z. B. Aminmetallkomplexverbindung, Metallcyanidkomplexverbindung
und Metallchelatverbindung; sowie wasserlösliche organische Säuren, wie aliphatische und aromatische
ein- oder zweibasische und mehrbasische Säuren sowie deren Salze. Der Auswahlbereich dieser Stoffe
ist sehr breit. Bei der anodischen Behandlung wird metallisches Chrom unter der Wirkung der Oxidation
natürlich in der Lösung gelöst. Dabei tritt jedoch keine erhebliche Zunahme der infolge dieser Auflösung abgelagerten
Menge an hydratisiertem Chromoxid auf, so daß das glänzende Aussehen (der Oberflächenschicht)
aufrechterhalten und gleichzeitig die Korrosionsbeständigkeit wesentlich verbessert wird.
Wie erwähnt, eignet sich für die anodische Behandlung
jeder Elektrolyt, mit Ausnahme einer wäßrigen Lösung, welche metallisches Chrom leicht aufzulösen
vermag. Insbesondere kann die anodisch/kathodische Behandlung bei der Nachbehandlung in der gleichen
Behandlungslösung durchgeführt werden, wie sie für die kathodische Elektrolyse verwendet wird.
Als Elektrolysebedingungen für die anodische Behandlung gemäß der Erfindung können beliebige
zweckmäßige Temperaturen und Konzentrationen gewählt werden. Es besteht jedoch eine enge Beziehung
zwischen der Elektrizitäts- bzw. Strommenge und der Dicke der metallischen Ciromschieht. Da die
anodischen Behandlungsreaktionen prinzipiell auf elektrochemischen Lösungsreaktionen beruhen, sollte
die Strommenge nicht so groß sein* daß die metallische Chromschicht vollständig aufgelöst wird. Eine Strommenge
von weniger als etwa 0,2 Coulomb/dm2 liefert jedoch keine verbesserte Korrosionsbeständigkeit, so
daß eine Strommenge über diesem Wert angewandt wird,
Auch bei einem elektrolytisch chromatisierten
Stahlblech, das an seiner Außenfläche eine dicke, gelb gefärbte, hydratisierte Chromoxidschicht aufweist,
können durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens durch anodische Behandlung Aussenen
und Korrosionsbeständigkeit verbessert werden.
Der Elektrolyt sollte aus den im folgenden erläuterten Gründen sechswertiges Chrom in einer Menge
von 3 bis 40 g/l, als Chromsäure, enthalten. Bei einem Gehalt von weniger a's 3 g/l ist der elektrische Widerstand
des Bads zu hoch, um einen Strom mit einer Stromdichte von mehr als 5 A/dm2 anzulegen, so daß
dies in der Praxis für einen Elektrolyten nicht wünschenswert ist. Der Elektrolyt enthält daher sechswertiges
Chrom in einer Menge von mehr als 3 g/l. Bei einem Chromgehalt von mehr als 40 g/l wird die
Korrosionsbeständigkeit nicht weiter verbessert.
Der Mechanismus der Wirkung der Zugabe der organischen Säure(n) ist noch nicht vollständig bekannt,
doch wird angenommen, daß durch diese Zugabe ein multinuklearer Komplex mit dreiwertigem Chrom
und damit ein Film bzw. eine Schicht bei der Umwandlung zu einer großen Molekülstruktur gebildet
wird. Die Zugabemenge ist vorzugsweise auf 5 bis 50 g/l beschränkt, da die Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit
bei einer Zugabemenge von weniger als 5 g/l weniger als die Hälfte derjenigen bei einer
zweckmäßigen Konzentration von z. B. 5 bis 50 g/l beträgt, so daß die zuerst genannte Konzentration für
eine Behandlungslösung nicht zufriedenstellend ist, während ein Gehalt von mehr als 50 g/l keine weitere
Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit bewirkt.
Die vorgenannten Elektrolysebedingungen stellen keine oberen Grenzwerte dar, doch wird bei übe" diesen
Werten liegender Stromdichte und Behandlungszeit keine wesentlich weiter verbesserte Leistung erzielt.
Es braucht nicht besonders betont zu werden, daß unterhalb der unteren Grenzwerte der Elektrolysebedingungen
die angestrebte Wirkung nicht erzielt werden kann.
Die Salze der vorgenannten Säuren können Ammoniumsalze sowie die Salze einer Vielzahl von Metallen
sein. Typische Beispiele hierfür sind Alkalimetalle, wie Na und K, sowie Erdalkalimetalle, wie Ca
und Ba.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen noch näher erläutert.
Beispief 1
Unter Verwendung eines kaltgewalzten Stahlblechs als Kathode wurde ein elektrolytisch chromatisiertes
Stahlblech dadurch hergestellt, daß eine Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 100 g/l Chromsäure, 5 g/l
Kryolith und 0,3 g/l Natriumthiocyanat bei einer Elektrolysetemperatur von 50° C und einer Stromdichte
von 20 A/dm2 während einer Zeitspanne von 3 s durchgeführt wurde, worauf das Stahlblech 15 s
lang ohne Stromar.legung in diesen Elektrolyten eingetaucht wurde, um hydratisierte Chromoxide aufzulösen.
Unter Verwendung des nach Beispie! 1 hergestellten, elektrolytisch chromatisierten Stahlblechs als Kathode
wurde die Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 30 g/l Natriumbichromat und 30 g/l Bernsteinsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 50b C und einer Stromdichte von 20 A/dm2 2 s lang durchgeführt.
Unter Verwendung des gemäß Beispiel 1 chromatisierten Stahlblechs als Anode wurde eine 2 Sekunden
lange Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 5 g/I Borsäure bei einer Elektrolyttemperatur von 25° C
und einer Stromdichte von 0,5 A/dm2 durchgeführt.
ι ο Unter Verwendung des chromatisierten Stahlblechs
gemäß Beispiel 1 als Anode wurde eine 2 s lange Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 30 g/l Borsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 25° C und einer Stromdichte von 0,5 A/dm2 durchgeführt,
Mit dem chromatisierten Stahlblech gemäß Beispiel 1 wurde wiederum eine 2 s dauernde elektrolytische
Behandlung in einem Elektrolyten mit 40 g/l Natriumbicarbonat und 50 g/l Adipinsäure bei einer
Eleklrolyttemperatur von 25° C und einer Stromdichte von 0,5 A/dm2 durchgeführt.
Von den vorstehenden Beispielen 1 bis 5 liegen die Beispiele 1 und 2 außerhalb des Rahmens der Erfindung,
während die Beispiele 3 bis 5 in den Rahmen des Erfindungsgedankens fallen.
Bei Verwendung des elektrolytisch chromatisierten Stahlblechs gemäß Beispiel 1 als Anode wurde eine
2 s dauernde elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 3 g/l Chromsäure und 15 g/l Adipinsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von 0,5 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar
darauf wurde unter Verwendung des anodisch behandelten Stanlblechs als Kathode eine weitere
Elektrolyse im gleichen Elektrolyten bei einer Stromdichte von 15 A/dm2 während einer Zeitspanne
von 1 s durchgeführt.
Unter Verwendung des elektrolytisch chromatisierten Stahlblechs gemäß Beispiel 1 als Anode wurde
1 s lang eine elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 6 g/l Chromsäure und 5 g/l Adipinsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von 1 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar
danach wurde mit dem so anodisch behandelten Stahlblech als Kathode eine weitere Elektrolyse im
gleichen Elektrolyten bei einer Stromdichte von 15 A/dm2 während 1 s durchgeführt.
Mit dem gleichen elektrolytisch chromatisierten Stahlblech als Anode wurde eine 5 s lange elektrolytische
Behandlung in einem Elektrolyten mit 10 g/l Natriumbieriomat bei einer Elektrolyttemperatur
von 50° C und einer Stromdichte von 0,2 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar danach wurde eine weitere
Elektrolyse mit dem so anodisch behandelten Stahlblech als Kathode während einer Zeitspanne von 1 s
in einem Elektrolyten mit 40 g/1 Natriumbichromat und 30 g/l Bernsteinsäure bei einer Elektrolyttemperatur
von 50cC lind einer Stromdichte von 15 A/dm2
durchgeführt,
Beispiel 9
Unter Verwendung des gleichen Stahlblechs als
Unter Verwendung des gleichen Stahlblechs als
Anode wurde eine 1 s lange elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 30 g/l Natriumbichromat
und 10 g/l Trimellitsäure bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von
2 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar danach wurde eine weitere Elektrolyse mit dem anodisch behandelten
Stahlblech als Kathode im gleichen Elektrolyten bei einer Stromdichte von 15 A/dm2 Während einer
Zeitspanne von 1 s durchgeführt.
Beispiel 10
Ebenfalls unter Verwendung des chromatisierten Stahlblechs gemäß Beispiel 1 als Anode wurde eine
2 s lange elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 50 g/I Natriumbichromat und 30 g/I Adipinsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 25° C und einer Stromdichte von 0,5 A/dm2 durchgeführt.
Unmittelbar im Anschluß daran wurde eine weitere
cieKiroiyse, oei aer aas so anoaiscn oenanaeiie csianiblech
als Kathode diente, im gleichen Elektrolyten bei einer Stromdichte von 10 A/dm2 während einer Zeitspanne
von 1 s vorgenommen.
Mit dem gleichen Stahlblech als Anode wurde eine elektrolytische Behandlung 2 s lang in einem Elektrolyten
mit 40 g/l Natriumbichromat bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von
1 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar darauf wurde mit dem so anodisch behandelten Stahlblech als Kathode
eine weitere, 1 s lange Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 13 g/l Chromsäure und 30 g/l Bernsteinsäure
bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von 20 A/dm2 durchgeführt.
Sämtliche Beispiele 6 bis 11 beruhten dabei auf der
Erfindung.
Mit einem als Kathode dienenden kaltgewalzten Stahlblech wurde ein elektrolytisch chromatisiertes
Stahlblech durch Elektrolyse in einem Elektrolyten mit 50 e/1 Chromsäure und 0.3 g/l Natriumthiocyanat
bei einer Elektrolyttemperatur von 45 ° C und einer Stromdichte von 20 A/dm: während einer Zeitspanne
von 3 s hergestellt.
Mit dem elektrolytisch chromatisierten Stahlblech gemäß Beispiel 12 als Anode wurde eine 2 s lange
elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 10 g/I Natriumlrchromat bei einer Elektrolysetemperatur
von 50° C und einer Stromdichte von 1 A/dm2 durchgeführt.
Unter Verwendung des chromatisierten Stahlblechs gemäß Beispiel 12 als Anode wurde 2 s lang eine
elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit 50 g/l Natriumbichromat und 30 g/l Adipinsäure bei
einer Elektrolyttemperatur von 25° C und einer Stromdichte von 1 A/dm2 durchgeführt Anschließend
wurde sofort mit dem so anodisch behandelten Stahlblech als Kathode eine weitere, 1 s lange Elektrolyse
im gleichen Elektrolyten bei einer Stromdichte von 10 A/dm2 durchgeführt.
Beispiel 15
Unter Verwendung eines kaltgewalzten Stahlblechs als Kathode wurde ein elektrolytisch chromatisiertes Stahlblech in der Weise hergestellt, daß eine Elektrolyse 3 s lang in einem Elektrolyten mit 100 g/l Chromsäure, 5 g/I Kryolith und 0,3 g/l Natriumthiocyanat > bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von 20 A/dm2 durchgeführt wurde.
Unter Verwendung eines kaltgewalzten Stahlblechs als Kathode wurde ein elektrolytisch chromatisiertes Stahlblech in der Weise hergestellt, daß eine Elektrolyse 3 s lang in einem Elektrolyten mit 100 g/l Chromsäure, 5 g/I Kryolith und 0,3 g/l Natriumthiocyanat > bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte von 20 A/dm2 durchgeführt wurde.
Beispiel 16
Mit dem elektrolytisch chromatisierten Stahlblech ίο gemäß Beispiel 15 wurde eine ähnliche Behandlung
wie in Beispiel 13 durchgeführt.
Mit dem elektrolytisch chromatisierten Stahlblech gemäß Beispiel 15 wurde eine ähnliche Behandlung
wie in Beispiel 14 durchgeführt.
Von den Beispielen 12 bis 17 liegen die Beispiele
12 und 15 außerhalb des Erfindungsrahmens, während die Beispiele i3. Ί4, in und 17 der Erfindung
entsprechen.
Unter Verwendung eines kaltgewalzten Stahlblechs als Kathode wurde ein metallisch verchromtes Stahlblech
in der Weise hergestellt, daß eine Elektrolyse 5 s lang in einem Elektrolyten mit 250 g/l Chromsäure
und 2,5 g/l Schwefelsäure bei einer Elektrolyttemperatur ν./Π 45° C und einer Stromdichte von 20 A/dm2
durchgeführt wurde.
Beispiel 19
Mit dem nach Beispiel 18 hergestellten, metallisch
verchromten Stahlblech als Anode wurde 1 s lang eine elektrolytische Behandlung in einem Elektrolyten mit
20 g/l Chromsäure und 5 g/l Adipinsäure bei einer Elektrolyttemperatur von 50° C und einer Stromdichte
von 1 A/dm2 durchgeführt. Unmittelbar darauf wurde mit dem so anodisch behandelten Stahlblech
als Kathode eine weitere Elektrolyse im gleichen
Elektrolyten bei einer Stromdichte von 15 A/dm2 während einer Zeitspanne von 1 s durchgeführt.
Von den Beispielen 18 und IQ Heat Beispiel 18
außerhalb des Erfindungsrahmens, während Beispiel 19 im Rahmen der Erfindung liegt.
Mit allen elektrolytisch chromatisierten oder metallisch verchromten und elektrolytisch nachbehandelten
Stahlblechen, die nach den vorstehenden Beispielen 1 bis 19 hergestellt wurden, wurde ein
120 Std.-Feuchtigkeitskammerversuch (JIS-Z-0228) durchgeführt, wobei gleichzeitig die Menge an hydratisierten
Chromoxiden auf den Stahlblechobeniachen gemessen wurde.
Die Ergebnisse dieses Versuchs und dieser Messung sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Nr.
120Std.-Feuchtigkeitskammerver-
such* (%)
such* (%)
Menge an
hydra tisierten Chromoxiden
(mg/dm2)
hydra tisierten Chromoxiden
(mg/dm2)
Aussehen
44
63
63
0,03-0,04
0,05-0,06
0,06-0,07
0,05-0,06
0,06-0,07
gut
gut
gut
gut
gut
Die obigen Zahlen für den IZOStd.-FeuchtigkeiLskammerversuch
beziehen sich auf denrozentsatz,derbei Unterteflungeines Prüflings
(6 X 8 cm Größe) in 400 Quadrate und Zählung derjenigen Quadrate, die keine Rostbildung zeigten, erhalten wurde.
| Beispici | l2OStd.- | Menge an | Aussehen |
| Nr. | Feuchtig- | hydratisier- | |
| kcitskam- | ten Chrom- | ||
| mcrvcr- | oxiclen | ||
| such ('*) | (mg/dm-') | ||
| 4 | 58 | 0,05-0,06 | gut |
| 5 | 66 | 0,06-0,07 | gut |
| 6 | 76 | 0,05-0,06 | gut |
| 7 | 75 | 0,05-0,06 | gut |
| 8 | 87 | 0,05-0,07 | gut |
| 9 | 85 | 0,05-0,06 | gut |
| 10 | 88 ' | 0*06-0,07 | gut |
| 11 | 93 | 0,06-0,07 | gut |
| 12 | 32 | etwa 0,4 | mangelhaft |
| 13 | 60 | 0,05-0,07 | gut |
| 14 | 84 | 0,07-0,08 | gut |
| 15 | 34 | 0,2-0,3 | mangelhaft |
| id | 57 | 0,05—0,07 | gut |
| 17 | 76 | 0,06-0,08 | gut |
| 18 | 10 | Spuren | gut |
| IV | 61 | 0,03-0,04 | gut |
Wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich ist, zeigen die Ergebnisse des Feuchtigkeitskammerversuchs
bei den Stahlblechen, die nur der elektrolytischen Chromatisierung gemäß den nicht erfindungs-
*· gemäßen Beispielen 1, 12, 15 und 18 unterworfen wurden, niedrige Werte von 34% oder weniger. Speziell
bei den Beispielen 12 und 15 führte die große Menge an hydratisierten Chromoxiden zu einem unzufriedenstellenden
Aussehen und zu einer geringen
ι» Korrosionsbeständigkeit. Das ebenfalls außerhalb des Erfindungsrahmens liegende Beispiel 2 zeigt, daß das
kathodisch behandelte, elektrolytisch chromatisierte Stahlblech ohne anodische Behandlung ein Feüchtigkeitskammerversuchsergebnis
von nur 44% liefert,
ι1; was auf eine ungenügende Korrosionsbeständigkeit
hinweist. Bei den anderen, innerhalb des Erfindungsrahmens liegenden Beispielen betrugen die entsprechenden
Ergebhisse dagegen bis zu 57% und mehr, und zwar ungeachtet der geringsten Mengen an hy-
>o dralisiertem Chromoxid in allen diesen Fällen, wodurch
unmittelbar eine beträchtlich verbesserte Korrosionsbeständigkeit und ein glänzendes Aussehen
angezeigt wird.
Claims (4)
1. Verfahren zur elektrolytischen Nachbehandlung von elektrolytisch chromatisierten oder metallisch
verchromten Stahlblechoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlblech anodisch in einem wäßrigen, metallisches Chrom
nicht leicht auflösenden Elektrolyten mit einem Gehalt von 3 bis 40 g/l owertigem Chrom (ausgedrückt
als Chromsäure) und ein oder mehreren anorganischen Säuren und deren Salzen, Hydroxiden,
organischen Säuren und deren Salzen sowie Verbindungen mit Koordinationsbindungen mit
einer Strommenge von mindestens 0,2 C/dm2, die zur vollständigen Auflösung der metallischen
Chromschicht nicht ausreicht, behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als anorganische Säure Borsäure,
Salpetersäure, Chromsäure, Dichromsäure, Phosphorsäure, Kohlensäure, Titansäure, Vanadinsäure
und/oder Woiframsäure oder deren Salze, als Hydroxid Natriumhydroxid und/oder
Kaliumhydrcxid, als organische Säuren aliphatische und/oder aromatische ein-, zwei- oder
mehrbasische Säuren und deren Salze und als Verbindungen mit Koordinationsbindungen Aminmetallkomlexverbindungen,
Metallcyanatkomplexverbindungen und/oder Metallchelatverbindungen verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektrolyt mit 5 bis 50 g/l
einer aliphatischen und/oder einer aromatischen ein-, zwei- oder mehrbasischen Säure und/oder
deren Salz verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlblech
anschließend an die anodische Behandlung kathodisch mit einer Stromdichte von 5 bis 30 A/dm2
bei einer Elektrolyttemperatur von 20 bis 60° C während einer Zeit von 1 bis 10 Sekunden in einer
wäßrigen Lösung mit owertigem Chrom in einer Konzentration von 3 bis 40 g/l (als Chromsäure
ausgedrückt) und mindestens einer aliphatischen und/oder einer aromatischen ein-, zwei- oder
mehrbasischen Säure und/oder deren Salz in einer Konzentration von 5 bis 50 g/I behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP664474A JPS5610996B2 (de) | 1974-01-14 | 1974-01-14 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2432044A1 DE2432044A1 (de) | 1975-07-24 |
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