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Wasserzuführungsvorrichtung.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine WasserzuführungsvK richtung,
bei der ein an die Wasserleitung anschließbares Wasserzuführungsrohr in vertikaler
Richtung von oben in einen Wasserbehälter hineingeführt ist.
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Derartige Wasserzutirungsvorrihtungen werden bei verschiedenen, im
Haushalt oder auch in Gewerbe und Industrie eingesetzten Geräten verwendet, so beispielsweise
bei Luftbefeuchtern, Filmentwicklungsgeräten, Laborgeräten, Wachsausbrühgeräten
für Zahnärzte, Eiswürfelmaschinen usw.
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In neuerer Zeit werden an derartige Wasserzuführungsvorrichtugen immer
höhere Anforderungen gestellt. Sie sollen einerseits möglichst geräuscharm arbeiten,
andererseits soll abevdafür gesorgt sein, daß bei irgend welchen am Gerät auftretenden
Störungen in keinem Fall ein Überlaufen des Wassers aus dem Wasserbehälter in den
Raum erfolgen kann. Weiterhin sollen die Wasserzuführungsvorrichtungen mit sogenannten
Rücklaufverhinderern ausgerüstet sein, damit in Fällen, wo der Wasserdruck in der
Leitung so stark absinkt, daß ein Sog auftritt, auf keinen Fall das eventuell verunreinigte
Wasser aus dem Wasserbehälter in die Wasserleitung zurückgesaugt werden kann.
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Es ist grundsätzlich bekannt, daß eine Rücklaufverhinderung bei einer
Wasserzuführungsvorrichtung des oben beschriebenen Typs dadurch erreicht werden
kann, daß das Wasserzuführungsrohr nicht ganz in den Wasserbehälter hineingeführt
ist, sondern bereits oberhalb des oberen Randes des Wasserbehälters endet, so daß
die Wasseraustrittsöffnung bei keinem praktisch erreichbaren Wasserstand im Wasserbehälter
in das Wasser eintauchen kann.
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Derartige Wasserzuführungsvorrichtungen haben aber den Nachteil, daß
das Einströmen des Wassers in den Wasserbehälter mit erheblichen Geräuschen verbunden
ist, die infolge von Turbulenzen oder durch den Abriß des Wassers am Austrittsende
des Wasserzuführungsrohres entstehen. Außerdem ist bei einer solchen Ausführungsform
ein eventuelles Überlaufen des Wassers aus dem Wasserbehälter bei Störungen nur
schwer zu verhindern.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, eine Wasserzuführungsvorrichtung
zu schaffen, die einfach aufgebaut ist, möglichst geräuscharm arbeitet und bei der
sowohl das Überlaufen des Wassers aus dem Wasserbehälter in den Raum als auch das
Rücklaufen des Wassers aus dem Wasserbehälter in die Wasserleitung auch bei Störungen
in der Wasserzufuhr zuverlässig verhindert werden.
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Gegenstand der Erfindung ist demnach eine Wasserzuführungsvorrichtung,
bei der ein an die Wasserleitung anschließbares Wasser-1 uführungsrohr in vertikaler
Richtung von oben in einen Wasserbehälter hineingeführt ist, wobei die Lösung der
oben angeebenen Aufgabe erfindungsgemäß dadurch erfolgt, daß das Wasseruführungsrohr
in der Nähe seines unteren Endes um einen Winkel bon insgesamt mehr als 900 gebogen
und so weit nach oben geführt ist, daß die Austrittsöffnung oberhalb des oberen
Randes Aes Wasserbehälters angeordnet ist, wobei an der Austrittsöffnung ein vom
Wasserstand im Wasserbehälter gesteuertes Auslußventil angeordnet ist. Dabei hat
es sich als besonders
zweckmäßig erwiesen7 wenn das Wasserzufuhrungsrchr
eben um insgesamt 1800 nach oben umgebogenen Abschnitt aufweist und die Austrittsöffnung
am oberen Ende dieses Abschnittes angeordnet ist.
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Es hat sich herausgestelli7 daß durch die Umkehrung der Richtung des
zugeführten Wasserstromes von unten nach oben ein sehr ruhiges turbulenzfreies Ausströmen
des Wassers gewährleistet wird, wodurch die erfindungsgemäße Wasserzuführung insbesondere
zur Anwendung bei Luftbefeuchtern geeignet ist. Dabei wird gleichzeitig jeder Rücklauf
des Wassers aus dem Behälter in die Wasserleitung verhindert und das vom Wasserspiegel
im Behälter gesteuerte Ausflußventil verhindert zuverlässig, daß der Wasserspiegel
über ein gewünschtes Maß ansteigen kann.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung
weist das Ausflußventil einen an der Austrittsöffnung innerhalb des Wasserzuführungsrohres
angeordneten Ventilteller auf und die Innenseite der Austrittsöffnung ist is Ventilsitz
ausgebildet, wobei der Ventilschaft durch die Austrittsöffnung nach außen geführt
und mit einem außerhalb des Wasserzuführungsrohres angeordneten Schwimmer verbunden
ist.
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Um ein besonders ruhiges Ausströmen des Wassers zu erreichen, hat
es sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn der nach oben umgebogene Abschnitt
des Wasserzuführungsrohres von der Austrittsöffnung an nach unten über mindestens
einen Teil seiner Länge einet sich konisch erweiternde Außenwand aufweist.
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Es hat sich weiterhin als zweckmäßig erwiesen, wenn der Ventilteller
des Ausflußventiles als Gummikugel oder Membran ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform
ist es weiterhin zweckmäßig, wenn das Wasserzuführungsrohr über mindestens einen
Teil der Lange des nach oben umgebogenen Abschnittes in dedMähe der Austrittsöffnung
als in ihrem Durchmesser gegenüber dem Rohr erweiterte Austrittskammer ausgebildet
ist, in der die Gummikugel oder Membran angeordnet ist.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Schwimmer
als hohler, das Wasserzuführungsrohr in der Nähe der Austrittsöffnung umgebender
Kunststoffring ausgebildet, an dem ein nach oben über die Austrittsöffnung hinweggeführtes,
glockenförmiges Aufsatzteil so angeordnet ist, daß zwischen der Innenwand des Aufsatzteiles
und der Außenwand des Wasserzuführungsrohres ein Wasserdurchtrittsraum freibleibt.
Der Ventilschaft ist dabei am höchsten Punkt der Innenwand des Aufsatz teiles angeordnet.
Es hat sich dabei als zweckmäßig erwiesen, wenn in ir Wand des Aufsatzteiles Luftdurchtrittsöffnungen
angeordnet sind, durch die verhindert wird, daß beim Anheben des Schwimmers unter
dem Aufsatzteil ein Unterdruck entsteht, der die Funktionsfähigkeit des Ausflußventils
stören könnte. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn am unteren Ende des nach oben umgebogenen
Abschnittes des Wasserzuführungsrohres eine Auflage für den Kunststoffring des Schwimmers
angeordnet ist, durch die verhindert wird, daß bei tiefem Wasserstand im Wasserbehälter
+~ee das Aufsatzteil schräg auf der Austrittsöffnung des Wasserzuführungsrohres
aufliegt.
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Schließlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn mindestens ein
Teil des nach oben umgebogenen Abschnittes des Wasserzuführungsrohres als aufschraubbares
Endstück ausgebildet ist.
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Hierdurch wird die Montage der Vorrichtung beträchtlich vereinfacht.
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Im folgenden wird anhand der beigefügten Figuren ein Ausführungsbeispiel
iF die erfindungsgemäße Wasserzuführungs vorrichtung näher erläutert.
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Figur 1 zeigt die Wasserzuführungsvorrichtung in teilweise geschnittener
Darstellung.
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Figur 2 zeigt eine Einzelheit der Vorrichtung nach Figur 1 in Seitenansicht.
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Figur 3 zeigt die Einzelheit nach Figur 2 im Grundriß.
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Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Wasserzuführungsvorrichtung
weist ein Wasserzuführungsrohr 1 auf, das in vertikaler Richtung in einen Wasserbehälter
2 von oben hineingeführt ist. Am oberen Ende des Wasserzuführungsrohres 1 befindet
sich ein Magnetventil 3, durch dessen Eintrittsöffmng 4 das Wasser in die Vorrichtung
hineinströmt. Wie aus Figur 1 ersichtlich, ist das Wasserzuführungsrohr 1 an seinem
unteren, in den Wasserbehälter 2 hineinragenden Ende um insgesamt 1800 umgebogen,
so daß das Wasser im letzten Abschnitt des Wasserzuführungsrohres 1 aufsteigt. In
diesem letzten Abschnitt ist das Wasserzuführungsrohr 1 durch ein aufschraubbares
Endstück 5 verlängert, wobei die Länge des Endstückes 5 so bemessen ist, daß die
Wasseraustrittsöffnung 5a oberhalb des oberen Randes 2a des Wasserbehälters 2 liegt.
Da der Wasserstand im Was serbehälter 2 niemals höher werden kann als der obere
Rand 2a, ist jedes Zurückströmen des Wassers a dem Wasserbehälter 2 in das Wasserzuführungsrohr
1 auch bei einem auftretenden Unterdruck unmöglich gemacht. Das Endstück 5 ist weiterhin
so ausgebildet, daß seine äußere Oberfläche 56b sich von der Austrittsöffnung 5a
an nach unten konisch erweitert. Hierdurch das wird sichergestellt, daß/aus der
Austrittsöffnung 5a ausströmende Wasser nicht einfach der Schwerkraft folgend nach
unten fällt, sondern ruhig über die konischen Flächen 5b nach unten abströmt.
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Im Bereich des nach oben weisenden Abschnittes des Wasserzuführungsrohres
1 Und des Endstückes 5 ist die lichte Weite der Wasserzuführung vergrößert, so daß
eine Austrittskammer 6 entsteht. Um ein Überlaufen des Wassers aus dem Wasserbehälter
2 über den Rand 2a hinaus zu verhindern, ist am Endstück 5 ein Ausflußventil angeordnet,
das aus einer innerhalb der Austrittskammer 6 angeordneten Gummikugel 7 besteht,
die über einen Ventilschaft 8 mit einem außerhalb des Endstückes 5 angeordneten
glockenförmigen Aufsatzteil 9 verbunden ist, das an seiner in den Wasserbehälter
2 hineinragenden Unterseite einen Schwimmer 10 in Form eines hohlen Ringes, der
auf der
Wasseroberfläche schwimmt, aufweist. Das Aufsatz teil 9
kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen und ist so bemessen, daß zwischen seiner
Innenwand und der Außenfläche 5b des Endstückes 5 ein genügend großer Zwischenraum
bleibt, der das Durchströmen des Wassers ermöglicht.
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Im Normalzustand befindet sich der Wasserspiegel im Wasserbehälter
2 ungefähre auf der mit W2 bezeichneten Höhe. Das Wasser strömt aus der Austrittsöffnung
5a und läuft an der Außenwand Sb des Endstückes 5 entlang abwärts in den Was serbehälter
2. Wenn aus irgendwelchen Gründen der Wasserspiegel im Wasserbehälter 2 steigt,
etwa bis zur Höhe W3, hebt sich der Schwimmer 10 und dierit ihm fest verbundene
Gummikugel 7 wird von unten gegen die Austrittsöffnung 5a gedrückt und verschließt
diese wasserdicht. Zu diesem Zweck ist die Innenseite der Austrittsöffnung 5a mit
einer ringförmigen, scharfen Kante 5c versehen, die als Ventilsitz wirkt und an
die sich die Gummikugel 7 dichtend anlegen kann. Bei geschlossenem Ausflußventil
liegt auf der Innenseite der Gummikugel 7 der volle im Wasserzuführungsrohr 1 herrschende
Wasserdruck. Dies bedeutet, daß, solange dieser Wasserdruck herrscht, das Ausflußventil
auch dann nicht wieder öffnet, wenn der Wasserspiegel etwa wieder absinkt. Dies
ist insofern von Vorteil, als sichergestellt wird, daß ein erneuter Zufluß von Wasser
erst dann möglich ist wird, wenn die Störung bemerkt und behoben ist.
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Wenn der Wasserspiegel im Wasserbehälter 2 bei geöffnetem Ausflußventil
weiter absinkt, beispielsweise bis zur Höhe W1, so kann sich der Schwimmer 10 auf
einem am Wasserzuführungsrohr 1 angeordneten Auflageteil 11 abstützen. Hierdurch
wird verhindert, daß das Aufsatzteil 9 bei tieferem Wasserstand schräg auf dem Endstück
5 bzw. der Austrittsöffnung 5a aufliegt.
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Das Auflageteil 11 kann als zusammenhängender Ring ausgebildet sein.
Es können aber auch an dieser Stelle mehrere Nasen angeordnet sein.
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Am unteren Ende des Aufsatzteiles 9 sind in den Wänden Luftdurchtrittsschlitze
12 vorgesehen. Sie ermöglichen einen ungehinderten Lufteintritt in den Raum unter
dem Aufsatzteil 9, so daß auch bei einem im Wasserzuführungsrohr auftretenden Sog
kein Wasser aus dem Wasserbehälter 2 unter dem Aufsatzteil 9 hindurch in das Wasserzuführungsrohr
1 zurücklaufen kann.
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Patentansprüche