DE2427230B2 - System zum Mischen von Gasen - Google Patents
System zum Mischen von GasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zum Mischen von Gasen in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Aus der US-PS 35 15 155 ist ein Mischsystem bekannt, bei dem für jedes Gas eine Versorgungsleitung
vorgesehen ist, mit der jeweils ein Dosierventil verbunden ist. Mit diesem Dosierventil wird der
Durchsatz durch die verschiedenen Versorgungsleitungen gesteuert, um in einer Mischleitung die gewünschte
Zusammensetzung des Gases zu erhalten. In jeder Leitung läßt sich der Eingangsdruck der Dosierventile
durch einen Druckregler einstellen, der durch das Gas von einer der beiden Versorgungsleitungen belastet
wird. Der Rückdruck auf der Ausgangsseite der Dosierventile und der Mischkammer wird zur Konstanthaltung eines Minimaldruckes durch einen federbelasteten Regler aufrechterhalten, der durch die Bedienungsperson eingestellt werden kann. Dadurch läßt sich am
ίο Ausgang der Dosierventile ein Druck erhalten, der 5,3
bis 7 kg/cm2 unterhalb des Eingangsdrucks liegt Bei diesem System ist jedoch die ganze Aufmerksamkeit der
Bedienungsperson erforderlich, um das gewünschte Mischungsverhältnis zu erhalten. Außerdem müssen
genaue, gut einstellbare Meßgeräte verwendet werden.
Weiterhin weist dieses System einen Druckschalter auf der Ausgangsseite des den Rückdruck steuernden
Ventils auf, der bestimmte Kreise entsprechend Änderungen des Gasdrucks im Sammeltank öffnen und
schließen soll. Dieser Druckschalter wird jedoch fest eingestellt, so daß dieses System nur mit einem einzigen
Druck arbeiten kann. Die Bedienungsperson muß also den Eingangsdruck so genau einstellen, daß er dem
Ansprechbereich dieses Druckschalters entspricht
Weiterhin ist aus der DE-PS 4 80 086 ein mit Hilfe von
Membranreglern arbeitender Gemischregler bekannt, bei dem hinter einer Drosselstelle in einer Gasleitung
eine Abzweigung zu Membranreglern im Strömungsweg des anderen Gases führt, so daß eine Änderung des
Drosselmittels im ersten Strömungswege auf die Membranregler der anderen Strömungswege im gleichen Sinne einwirkt. Dadurch wird also ein Steuersignal
erzeugt, welches sich während des Mischvorgangs laufend in Abhängigkeit von der entnommenen
Gasmenge oder sonstigen Parametern, beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit, etc. ändert und der Menge
der zufließenden Komponenten entspricht
Außerdem ist aus dem DE-GM 18 29 553 ein Gerät zur Bildung eines Gasgemisches aus mindestens zwei
Mischungskomponenten bekannt, bei dem ein Rückkopplungssystem vorgesehen ist. Dabei spricht ein
Verbrauchsdruckregler auf den Druck des Gasgemisches an und steuert seinerseits die Einstellung der
einzelnen Druckregler, um den aus Dosieröffnungen
strömenden Gasfluß derart zu regeln, daß der Druck des
Gasgemisches auf einen willkürlich gewählten Wert stabilisiert wird. Außerdem dient der Druck einer
Mischungskomponente in dem zwischen der Austrittsöffnung des betreffenden Druckregelers und der
betreffenden Dosieröffnung befindlichen Raum als Spanndruck für den oder die übrigen Druckregler.
Weiterhin ist aus der DE-PS 8 76 773 eine Vorrichtung zum Regeln eines Durchflusses nach einem
vorgegebenen Programm bekannt, mit der sich auch das
Mischungsverhältnis zweier Flüssigkeiten entsprechend
dem Programm einstellen läßt. Dabei sind in die beiden Leitungen Volumenzähler eingebaut. Die Umdrehungszahl des einen Zählers wird auf ein Sonnenrad eines
Differentialgetriebes geleitet, während die Umdre
hungszahl des anderen Zählers eine Reibscheibe
antreibt. Das gewünschte Programm, d. h. die Änderung des Durchflusses durch die beiden Leitungen mit der
Zeit, wird durch die Ausbildung einer Programmscheibe festgelegt, die von einem Uhrwerk gedreht wird. Auf
diese Weise läßt sich in den beiden Leitungen jeweils ein vorgegebener, durch die Programmscheibe festgelegter
Durchfluß aufrechterhalten. Eine Abweichung von diesem Programm ist nur durch einen Austausch der
Programmscheibe möglich.
Schließlich ist aus der DE-PS 8 54 107 noch eine Vorrichtung zum Zählen und unmittelbaren Stetigregeln
strömender Flüssigkeiten bekannt, wobei mehrere, in einem bestimmten Verhältnis stehende Kiengen mit
einem normalen Flüssigkeitszähler als Drehzahlgeber entnommen werden, der gleichzeitig für die Erfassung
der in einem bestimmten Zeitraum abgegebenen Gesamtmenge des Mischanteils benutzt wird. Dieser
Flüssigkeitszähler treibt über ein Kegelradgetriebe Getriebekasten an, die wiederum zur Einsteilung eines
bestimmten Sollwertes dienen und die eingestellte Drehzahl auf Regelzähler übertragen. Die entsprechenden,
auf diese Weise eingestellten Mengen können durch Abflußrohre entnommen werden. Diese Vorrichtung
ist also mechanisch äußerst aufwendig und kompliziert und damit besonders störanfällig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System zum Mischen von Gasen in einem vorgegebenen
Mischungsverhältnis der angegebenen Gattung, wie es aus der US-PS 35 15 155 bekannt ist, zu schaffen, bei
dem trotz des einfachen Aufbaus nur ein einziges Druckregulierorgan erforderlich ist, um alle für die
Funktion wesentlichen Drücke des gesamten Systems einzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere auf der Verwendung eines unabhängigen,
keine weiteren Funktionen erfüllenden Druckregulierorgans zur Erzeugung eines einzigen, einstellbaren
Steuerdrucks, der in dem gesamten System als Bezugsgröße verwendet wird. Diese Bezugsgröße
bestimmt den Druck in den einzelnen, getrennten Elementen, insbesondere den Eingangsdruckreglern,
sowie den Rückdruckpunkt. Ändert sich dieser gemeinsame Bezugsdruck, so werden dadurch alle abhängigen
Elemente in gleicher Weise beeinflußt, so daß sich diese Einflüsse gegenseitig ausgleichen und das Mischungsverhältnis
und damit die Qualität des Ausgangsproduktes nicht beeinflußt werden. Denn dieser Steuerdruck ist
eine Größe, die während des Betriebes keinen systematischen Schwankungen unterworfen ist, also
beispielsweise keine Funktion der dem Mischsystem entnommenen Gasmenge oder ähnlicher Parameter ist.
Der Steuerdruck dient nur zur gemeinsamen, einmaligen Einstellung des Gesamtsystems. Mögliche Störquel- so
len, welche die Zuverlässigkeit eines Gasmischsystems beeinträchtigen können, sind beispielsweise Leckverluste
an den Ventilen, Änderungen der Umgebungstemperatur, Zu- oder Abnahme des Drucks in dem
Gasbehälter usw. Bei dem erfindungsgemäßen Gas- r> mischsystem scheiden diese Störungsursachen aus, da
alle wesentlichen Organe mit einem gemeinsamen Druckniveau gekoppelt sind. Auch der Steuerdruck
selbst kann einer Schwankung unterworfen sein. Da dieses Signal jedoch alle relevanten Größen des bo
gesamten Systems beeinflußt, beaufschlagt eine Druckänderung alle abhängigen Organe in gleicher Weise, so
daß der Einfluß auf das Endprodukt äußerst gering ist. Außerdem läßt sich dieses System sehr viel leichter,
auch von Hand, einstellen als die herkömmlichen t>">
Systeme, wodurch insbesondere die Überwachung durch die Bedienungsperson vereinfacht wird, und
schließlich sind kaum Fehljustierungen möglich, da, wie erwähnt, nur ein einziges Druckrregulierorgan überwacht
werden muß.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf die schematischen
Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Flußdiagramm eines Systems zum Mischen von Gasen in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis
nach der vorliegenden Erfindung,
Fig.2 einen vertikalen Schnitt durch einen der Eingangsdruckregler des Systems nach F i g. 1,
Fig.3 einen vertikalen Schnitt durch einen Rückdruckregler,
und
F i g. 4 einen vertikalen Schnitt durch ein Druckschalter.
In F i g. 1 ist ein schematisches Flußdiagramm eines Systems zum Mischen von Gasen in einem vorgegebenen
Mischungsverhältnis 10 nach der vorliegenden Erfindung gezeigt Dieses System kann für viele
verschiedene Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise zur Herstellung eines Gemischs verschiedener Gase mit
bestimmter Zusammensetzung für chemische Prozesse, die Herstellung von Atemluft mit vorgegebener
Zusammensetzung usw. Das System 10 enthält mehrere Zuflußleitungen 12 und 14, die beispielsweise Helium
und Sauerstoff aus Gasflaschen anliefern. Obwohl in dem Ausführungsbeispiel nur zwei Zuflußleitungen
gezeigt sind, können auch für bestimmte Anwendungszwecke drei oder mehr Zuflußleitungen verwendet
werden. Die Gase passieren zunächst Absperrventile 16 und 18, die von Hand oder auch mechanisch,
pneumatisch oder auf andere Weise, betätigt werden. Anschließend strömen die Gase durch Filter 20 und 22,
hinter denen sich Meßgeräte 23 und 25 befinden.
In den Zuflußleitungen 12 und 14 sind Eingangsdruckregler 24 und 26 vorgesehen. Jeder Eingangsdruckregler
24, 26 steht unter einem bestimmten Gasdruck wie durch die Dome 28 und 30 angedeutet ist Das Füllgas
für die Dome wird durch eine Steuerleitung 32 über Verbindungsleitungen 34 und 36 geliefert Außerdem
sind für die Eingangsdruckregler 24 und 26 Rückschlagventile 38 bzw. 40 vorgesehen. Die Eingangsdruckregler
24 und 26 sollen im einzelnen in Verbindung mit F i g. 2 beschrieben werden.
Von den Eir.gatigsdruckregler 24 und 26 fließen die
Gase über Leitungen 42 und 44 durch eine Heizeinrichtung 46, deren Eingangsdruck durch Meßgeräte 48 und
50 überwacht wird. Mit den Ausgängen der Heizeinrichtung 46 sind Rückströmventile 52 und 54 verbunden, an
deren Ausgänge Dosierventile 56 und 58 angeschlossen sind. Die beiden Zuflußleitungen vereinigen sich an
einer Mischstelle 60, wo bei Bedarf eine Mischkammer vorgesehen sein kann. An den Ausgang der Mischstelle
60 ist ein Magnetventil 62 angeschlossen. Der Magnet des Magnetventils 62 wird durch einen Druckschalter 64
betätigt, dessen Steuerdruck über eine Leitung 66 von der Leitung 32 zugeführt wird. Der Druckschalter 64 soll
unter Bezugnahme auf Fig.4 später im einzelnen erläutert werden.
Ist das Magnetventil 62 offen, so liegt ein Druck an einem Rückdruckregler 68 vor, der in Verbindung mit
Fig.4 näher beschrieben werden soll. Dieser Rückdruckregler 68 wird durch einen Dom 70 gesteuert, der
wiederum einen Steuerdruck von der Leitung 32 erhält. Mit aem Ausgang des Rückdruckreglers 66 ist ein
Meßgerät 64 über eine Auslaßleitung 76 sowie ein ähnliches Meßgerät 75 über eine Eingangsleitung 72
verbunden. Außerdem ist angedeutet, daß der Druckschalter 64 mit der Leitung 76 über eine Leitung 78
verbunden ist. Das Magnetventil 62 stellt den Gasdurchsatz über eine Leitung 80 zum Sammeltank 82 ein.
Das aus den Sammeltank 82 über eine Leitung 84 und
ein Rückströmventil 86 ausfließende Gas strömt zui einer Hauptversorgungsleitung 88, die auch mit dem
Ausgang des Magnetventils 62 verbunden ist. Ein handbetätigtes Absperrventil 90 sowie ein Probenauslaß 92 zweigen von der Leitung 88 ab, so daß im
Bedarfsfall das Gas untersucht werden kann. Ein ähnliches Absperrventil 94 und ein Auslaß 96 liegen auf
der Tankseite des Rückströmventils 86. Außerdem ist in der Leitung 88 ein Druckregler 98 vorgesehen, der den
Versorgungsdruck reduziert Dieser Versorgungsdruck wird durch ein hinter dem Ventil vorgesehenes
Meßgerät 100 angezeigt. In der Hauptversorgungsleitung sind weiterhin ein handbetätigtes Absperrventil
102 sowie ein Rückströmventil 104 vorgesehen, wobei das Gas am Punkt 106 austreten kann.
Zur Einstellung des Druckes in dem gesamten Mischsystem dient ein Druckregler 99. Dieser Regler 99
erhält Gas von einer der Zuflußleitungen, hier beispielsweise von der Heliumleitung 12, über eine
Leitung 107. Der Ausgang des Druckreglers 99 ist mit der gemeinsamen Steuerleitung 92 und mit einem
herkömmlichen Rückkopplungspfad verbunden, der über eine Leitung 107 zu einem Dom 103 führt. Der
Druckregler 99 kann durch die Bedienungsperson eingestellt werden und liefert in Abhängigkeit von
dieser Einstellung einen Steuerdruck für die Eingangsdruckregler 24 und 26, den Rückdruckregler 68 und
damit auch für den Druck in dem Sammeltank 82. Ein einziger Druckregler 99 ermöglicht also die Steuerung
aller Drücke und Ventile in dem Mischsystem 10.
In F i g. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch den in F i g. 1 gezeigten Eingangsdruckregler 24 dargestellt.
Dieser Eingangsdruckregler 24 weist eine Regelkappe 108 auf, die aus einem oberen und einem unteren Teil
110 bzw. 112 besteht Diese Teile sind durch Bolzen 114
mit Sechskantkopf und entsprechende Sechskantmuttern 116 miteinander verbunden. Zwischen die Teile 110
und 112 ist eine Steuermembran 18 aus Gummi oder ähnlichem Material eingespannt und im Abstand von
einer oberen bzw. unteren Membranplatte 120 bzw. 122 angeordnet. Der oberen Fläche der Membran 118 wird
von der Leitung 32 (F i g. 1) ein Steuerdruck über einen Einlaß 124 durch die Leitung 34 zugeführt. Das zum
Eingangsdruckregler 24 fließende Gas gelangt über die Leitung 41 in einen Raum 126 im Ventilkörper 128. Zur
Überwachung des Drucks im Raum 126 ist eine öffnung 131 vorgesehen, durch die über eine Leitung 132 ein
Meßgerät angeschlossen werden kann. Zur Überwachung des Druckes unterhalb der Membran 118 kann
auch ein Meßgerät 117 angeschlossen werden. Der Ausgang des Eingangsdruckreglers (Leitung 42 in
F i g. 1) ist mit dem Raum 133 verbunden.
In einer Hülse 134 ist ein unterer Ventilkegel 130 vertikal bewegbar angeordnet, der durch eine Stoßstange 136 betätigt wird, die ihrerseits an der unteren
Membranplatte 122 befestigt ist. Zur Begrenzung der Bewegung der Stoßstange ist auf dieser ein Anschlag
138 vorgesehen. Bei einer Abwärtsbewegung der Membran zwingt diese die Membranplatte 122 zu einer
Abwärtsbewegung, die entgegengesetzt zur Vorspannung der Feder 140 gerichtet ist. Der untere Ventilkegel
130 bewegt sich nach unten und hebt dabei die Fläche 144 vom messerkantenförmiger. Ventilsitz 142. Dadurch
wird eine Gasströmung zwischen den Räumen 126 und 133 möglich, so daß Gas vom Einlaß bei Leitung 41 zum
Auslaß bei Leitung 42 fließt. Die Federn für die Ventilsitze usw. werden innerhalb des Ventilkörpers 12
durch eine Aufnahmehülse 146 und einen mit einem Sechskantkopf versehenen Verschlußstopfen 148 gehal
ten, wobei ringförmige Dichtungen 150, 152, 154 zur
Abdichtung des Bodens vorgesehen sind. Ein Verbindungsstück 156, durch das die Schubstange 136
hindurchgeht, verbindet den Ventilkörper mit der Reglerkappe. Zur Abdichtung sind ringförmige Dich
tungen 158 und 160 vorgesehen.
Den oberen Teil des Eingangsdruckreglers 24 bildet das Rückschlagventil 38 oder 40. Es ist ersichtlich, daß
im Ventilkörper 128 des Eingangsdruckreglers eine öffnung 162 mit einer Leitung 163 vorgesehen ist, die
is von dieser öffnung zum Rückschlagventil 38 führt Die
Leitung 163 mündet in den Ventilkörper 166 des Rückschlagventils über eine öffnung 164 ein. Der
Ventilkörper 166 ist mit der Reglerkappe über ein Verbindungsstück 156 verbunden, das dem ähnlich
numerierten Element unterhalb der Reglerkappe entspricht Zur Abdichtung dienen wieder Dichtungen.
Der Ventilkörper 166 des Rückschlagventils und die zugeordneten Elemente sind in vielerlei Hinsicht denen
des Ventilkörpers 128 des Eingangsdruckreglers ähn
lieh. Es wird jedoch bemerkt, daß zwei mit einem
Sechskantkopf versehene Stopfen 168 und 179 die nicht benutzten öffnungen im Ventilkörper 166 verschließen.
Weiterhin ist eine Entlüftungsöffnung vorgesehen, deren Zweck nachstehend erläutert wird. Ein oberer
Ventilkegel 174, der dem unteren Ventilkegel 130 entspricht, kann durch Schubstangen 176, 178 und 180
vertikal bewegt werden. Die Schubstange 180 ist mit der oberen Membranplatte 120 verbunden. Die Schubstange 178 ist mit einer ringförmigen Dichtung 182
versehen. Sowohl der untere Ventilkegel 130 als auch der obere Ventilkegel 174 haben innere Durchmesser,
die größer sind als die Außendurchmesser der zugehörigen Schubstangen, beispielsweise der Schubstange 136 und des unteren Ventilkegels. Am Beispiel
des unteren Ventilkegels erkennt man also, daß sich zwischen dem Raum 133 und der schmalen öffnung 186
an der Unterseite des Ventilkegels ein ringförmiger Raum für den Gasfluß ausbildet. Dieser ringförmige
Raum soll für eine ausgewogene Regulierung an beiden
der Druck an beiden Enden ausgeglichen wird. Wie
angedeutet, wird dies auch am oberen Ventilkegel 174
vorgesehen.
im folgenden erläutert. Aus den vorangehenden Erläuterungen ergibt sich, daß die Oberseite der
Membran 118 mit dem Steuerdruck beaufschlagt wird, während die Unterseite der Membran 118 über den um
die Schubstange 136 liegenden Raum 184, den Raum 186
und einen zum Raum 186 führenden Kanal einen
regulierten Druck erhält. Der Kanal ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Wenn der regulierte Druck am Auslaß
42 kleiner als der Steuerdruck ist, bewegt sich die Membran 118 nach unten und öffnet den unteren
Ventilkegel 130. Dadurch kann ein zusätzlicher Gasstrom vom Einlaß zum Auslaß fließen, was einen
Druckanstieg unterhalb der Membran 118 zur Folge hat,
so daß der Steuerdruck oberhalb der Membran 118 ausgeglichen wird. Wenn andererseits der Reglerdruck
6r> unterhalb der Membran 118 größer als der Steuerdruck
oberhalb der Membran 118 ist, bewegt sich die Membran 118 nach oben, und der obere Ventilkegel 174
wird geöffnet. Dann fließt Gas über die Leitung 163 in
den Ventilkörper 166 des Rückströmventils und vom Raum 164 durch den offenen Ventilsitz des Ventilkegels
174. Das Gas fließt dann über die Entlüfteröffnung 172, so daß der Druck unterhalb der Membran 118 so lange
abnimmt, bis der Druck auf beiden Seiten der Membran wieder gleich ist. Die Bewegung des Ventilkegels 174
hat also die Wirkung eines Rückschlagventils, das einen übermäßigen Aufbau des regulierten Druckes verhindert,
wenn eine Dichtung undicht wird oder der Steuerdruck abnimmt. Das Rückschlagventil 38, das den
Ventilkörper 166, den Ventilkegel 174 und verschiedene andere unter dem Oberteil 110 liegende Teile aufweist,
benutzt Bestandteile, die identisch zu dem Teil des Eingangsdruckreglers 24 sind, der unterhalb des unteren
Teiles 112 liegt, wodurch sich die Zahl der Einzelteile
des Eingangsdruckreglers verringern läßt.
Der Rückdruckregler 68 (Fig. 1) ist anhand eines
Schnittes in Fig.3 im einzelnen gezeigt. Eingangsleitung
und Ausgangsleitung tragen die Bezugsziffern 72 und 76. Der Steuerdruck liegt auf der Leitung 32. Der
Rückdruckregler 68 enthält einen Reglerkörper 190, in dem ein Reglersitz 192 angeordnet ist, der im
Reglerkörper durch eine Haltemutter 194 gehalten ist, die in den unteren Teil des Reglerkörpers unter
Verwendung einer ringförmigen Dichtung 195 eingeschraubt ist. Ein Ventilkegel 196 kann sich im
Reglerkörper 190 vertikal bewegen. Der obere Teil des Ventilkegels wird durch eine ringförmige Dichtung 198
gegen die benachbarte Innenwand des Ventilkörpers 190 abgedichtet. Die Unterseite des Ventilkegels 196
stößt gegen eine Federführung 200, die sich wiederum gegen zwei Federn 202 und 204 abstützt, die ihrerseits
auf einem Widerlager 206 aufliegen. Die Federn 202 und 204 spannen den Ventilkegel 196 nach oben vor, und
zwar gegen die auf die obere Fläche des Ventilkegels ausgeübte Kraft. Diese Kraft hat ihre Ursache in dem
durch die Leitung 32 in dem Raum 208 entstehenden Druck.
Der Ventilkegel 196 weist eine abgeschrägte Fläche 209 auf, die zusammen mit der Kante 210 eine
Dichtungsfunktion hat. Der Ventilkegel 196 bewegt sich nach oben von der Kante 210 weg, wenn die auf die
Unterseite des Ventilkegels 196 ausgeübte Kraft, welche die Summe aus Eingangsdruck und den Kräften der
Federn 202 und 204 ist, größer als die auf die obere Fläche des Ventilkegels 196 wirkende Kraft ist, die
durch den Steuerdruck ausgeübt wird. Durch Auswahl der Federkonstanten und der Größe der oberen und
unteren Flächen des Ventilkegels 1% kann der Rückdruckregler 68 so konstruiert werden, daß der
regulierte Druck am Einlaß immer auf einem bestimmten Druck unterhalb des Steuerdrucks gehalten werden
kann, z. B. 5,3 kg/cm2 unterhalb des Steuerdrucks. Auf diese Weise kann der Steuerdruck geändert werden,
und der Einlaßdruck des Rückdruckreglers hat immer einen festen, vorbestimmten Wert unterhalb des
Steuerdrucks, z. B. 53 kg/cm2, ohne daß die Bedienungsperson
ihr besonderes Augenmerk auf einen konstanten Rückdruck und die Dosierventile richten muß.
In Fig.4 ist ein vertikaler Schnitt durch den
Druckschalter 64 gezeigt. Er weist ein Gehäuse 210 auf, das Druck vom Sammeltank 82 über die Leitung 78
erhält, wie in F i g. 1 dargestellt ist. Eine Kappe 212 ist in das Oberteil des Gehäuses 210 unter Verwendung einer
ringförmigen Dichtung 214 eingeschraubt. Sechskantschrauben befestigen die Kappe 212 an einem
Schaltkasten 216, in dem ein konventioneller Mikroschalter 218 untergebracht ist. Der Mikroschalter 218
wird auf übliche Weise durch eine Kolbenstange 220 betätigt, die durch eine Muffe 222 geführt ist und gegen
einen passenden Arm für den Mikroschalter stößt. Die Kolbenstange geht auch durch die Kappe 212 und eine
Dichtung 224 hindurch und ist dann mit einem Kolben 226 verbunden, der gegenüber der Wand einer
Kolbenkammer 228 durch eine ringförmige Dichtung 230 abgedichtet ist.
Eine Feder 231 drückt gegen die untere Fläche des Kolbens 226 und wird am unteren Ende durch ein
Widerlager 232 zusammengepreßt. Eine Einstellschraube 234 drückt gegen das Widerlager 232. Das untere
Ende 236 der Einstellschraube 234 ist einer Einstellung zugänglich, wodurch die Spannung der Feder 231 nach
Wunsch eingestellt werden kann. Der abgetastete Druck des Sammeltanks 28 wird über eine Leitung 78 an
der öffnung 236 zugeführt. Der Druck gelangt dann über einen Kanal 238 in einen Raum 242 unterhalb des
Kolbens. Der Raum 244 am oberen Ende des Kolbens steht mit einer Eingangsöffnung 246 in Verbindung, der
der Steuerdruck zugeführt wird. Die öffnung 246 ist mit den Leitungen 32 und 36 (Fig. 1) verbunden. Der
Druckschalter 64 ist druckbelastet und wird vom Steuerdruck über den Druckregler 99 (F i g. 1) gesteuert.
Die Feder 231 wird so eingestellt, daß der Druckschalter 64 das Magnetventil 62 öffnet, wenn der Druck im
Sammeltank etwa 14 kg/cm2 unterhalb des Steuerdrukkes ist, und das Magnetventil 62 schließt, wenn der
Druck etwa 7 kg/cm2 unterhalb des Steuerdruckes liegt.
Es soll jedoch erwähnt werden, daß das Mischsystem bei jedem Druck durch einfache Einstellung des Druckreglers
99 arbeiten kann.
Zur Erläuterung der Funktionsweise kann zusammenfassend festgestellt werden, daß die Bedienungsperson
durch Einstellung des einzigen Druckreglers 96 alle wesentlichen Drücke des Systems steuern kann. Die
dem System über die Zuflußleitungen 12,14 zugeführten Gase gelangen über die Absperrventile 16 und 18 zu den
Eingangsdruckreglern 24, 26. Durch Einstellung des Druckreglers 99 wird der Druck in der Steuerleitung 32
festgelegt. Die angeschlossenen Druckregulatoren sind so ausgelegt, daß die Gase den gleichen Druck erhalten,
der auch in der Steuerleitung 32 vorliegt. Die zuströmenden Gase fließen dann durch die Heizeinrichtung
46 und die Rückschlagventile 52 und 54 zu dem Dosierventilen 56,58, wo das gewünschte, vorgegebene
Mischungsverhältnis zwischen den beiden Gasmengen hergestellt wird.
Die eigentliche Mischung der beiden Gase erfolgt an der Mischstelle 60, hinter der, in Strömungsrichtung
gesehen, das Magnetventil 62 liegt.
Im weiteren Verlauf der Strömung folgt nun der Rückdruckregler 68, der einen vorgegebenen Rückdruck
des bereits gemischten Gases bewirkt und ebenfalls durch den Druck in der Leitung 32 gesteuert
wird, der durch den Druckregler 99 festgelegt wird. Der Rückdruckregler 68 hält den Druck auf seiner
Zuflußleitung auf einem vorgegebenen Wert, der unter dem Druck in der Steuerleitung 32 liegt. Der
Rückdruckregler 68 ist beispielsweise so eingestellt, daß sein Eingangsdruck etwa 5 kg/cm2 unter dem Druck in
dem Steuersystem liegt, so daß an den Dosierventilen immer eine konstante Druckdifferenz vorliegt. Soll nun
der Druck in dem System geändert werden, so muß nur der Druckregler 99 in entsprechender Weise verstellt
werden, da sich mittels der Eingangsdruckregler 24 und 26 der Gasdruck in entsprechender Weise verändert. In
gleicher Weise wird auch der Rückdruckregler 68
selbsttätig verstellt, wobei jedoch der Differenzdruck in Höhe von 5 kg/cm2 an den Dosierventilen 56, 58
erhalten bleibt.
Der parallel zu der Auslaßleitung 88 liegende Sammeltank 82 hat die übliche Funktion. Sein Druck
wird jedoch durch den Systemdruck über den Druckschalter 64 gesteuert, der seinerseits das Elektromagnetventil
62 an- und ausschaltet, und zwar jeweils in Abhängigkeit von dem erfaßten Bereich des in dem
Sammeltank 82 herrschenden Drucks. Der Druckschalter 64 kann beispielsweise so eingestellt sein, daß das
Absperrventil 62 geöffnet wird, wenn der Druck in dem Sammeltank 82 unter einen Druck absinkt, der etwa
14 kg/cm2 unter dem Systemdruck liegt, und geschlossen
wird, wenn der Differenzdruck zwischen dem Systemdruck und dem Druck in dem Sammeltank 82 auf einen
unter 7 kg/cm2 liegenden Wert abgesunken ist.
Wenn also das Absperrventil 62 offen ist, schließt der Druck in der Leitung 88 das Rückströmventil, und der
Druck in dem Sammeltank 82 baut sich bis zur vorgegebenen, oberen Grenze auf. Zu diesem Zeitpunkt
schließt der Druckschalter &♦ das Absperrventil 62, um
die weitere Zuführung des ankommenden Gasgemisches zu unterbrechen. Das gewünschte Gemisch am
Ausgangspunkt 106 wird dann dem Sammeltank 82 durch das Rückströmventil 86 entnommen, bis sein
Druck auf die vorgegebene, untere Grenze abfällt, bei der dann wieder der Druckschalter 64 betätigt wird, so
daß sich das Absperrventil 62 wieder öffnet. Das System arbeitet also zyklisch, wobei das Gasgemisch abwechselnd
der Mischstelle 60 und dem Sammeltank 82 entnommen wird.
ίο Der Druckregler 99 liefert einen Bezugsdruck für das
gesamte System, der den Ausgangsdruck der Eingangsdruckregler 24, 26 bestimmt, einen konstanten Rückdruck
an den Dosierventilen 56, 58 aufrechterhält und mittels des Druckschalters 64 den Druck in dem
Sammeltank 82 in einem gewünschten Bereich hält, der unterhalb des Systemdrucks liegt. Ist der Druckregler 99
einmal auf einen bestimmten Wert eingestellt worden, so ergibt sich selbsttätig eine Einstellung der anderen,
kritischen Drücke in dem System. Es ist also nicht mehr erforderlich, mehrere Einzeleinstellungen und Justierungen
vorzunehmen, um einen vorgegebenen Rückdruck zu erzeugen oder den Druck in dem Sammeltank 82 in
dem gewünschten Bereich zu halten.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. System zum Mischen von Gasen in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis mit mehreren
Zuflußleitungen (12, 14) für die jeweiligen Gase, wobei jede Zuflußleitung (12, 14) einen Eingangsdruckregler (24, 26) und ein Dosierventil (56, 58)
aufweist, mit einer in Strörnungsrichtung gesehen
hinter den Dosierventilen (56,58) angeordneten und zu einer Auslaßleitung (88) führenden Mischstelle
(60), mit einem parallel zu der Auslaßleitung (88) geschalteten Sammeltank (82), mit einem an die
Auslaßleitung (88) angeschlossenen Rückdruckregler (68) zur Steuerung des Drucks an den
Dosierventilen (56,58) und der Gasströmung zu dem Sammeltank (82), und mit einem Absperrventil (62)
zur Steuerung der Gasströmung von den Dosierventilen (56, 58), gekennzeichnet durch ein
getrenntes, unabhängig einstellbares und mit einer der Zuflußleitungen (12) verbundenes
Druckregulierorgan (99) zur Erzeugung eines einzigen, einstellbaren Steuerdrucks (32) für das
System, der die jeweiligen Eingangsdruckregler (24, 26) und den Rückdruckregler (68) sowie gemeinsam
mit dem Druck des Sammeltanks (82) das Absperrventil (62) steuert
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (62) in Strömungsrichtung
gesehen hinter der Mischstelle (60) zur Steuerung ihres Abflusses vorgesehen und gemeinsam in
Abhängigkeit von den oberen und unteren Druckgrenzen des Sammeltanks (82) und des Steuerdrucks
(32) für das System steuerbar ist, wobei die Auslaßleitung (88) abwechselnd von der Mischstelle
(60) und dem Sammeltank (82) beschickt wird.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (62) von einem Druckschalter (64) gesteuert ist, der auf die Differenz
zwischen dem Druck in dem Sammeltank (82) und dem Steuerdruck (32) des Systems anspricht.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Eingangsdruckregler (24, 26) eine Einrichtung (103), die seinen
Ausgangsdruck gleich dem Steuerdruck (32) hält, sowie eine Anordnung (174) aufweist, durch die Gas
aus der betreffenden Leitung abgelassen wird, wenn der Ausgangsdruck über einen vorgegebenen Wert
ansteigt.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßdruck des
Rückdruckreglers (68) auf einem eingestellten, vorher bestimmten Wert unter dem Steuerdruck des
Systems (32) gehalten ist, so daß der an den Dosierventilen (56, 58) vorliegende Differenzdruck
konstant ist
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