DE2425022A1 - Kolbenpumpe - Google Patents
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Description
242S022
R*2o9 S
2j5. 4. 1974 Wd/Do
Anlage zur
Patent- und
Gebrauchsmus jerhiIfsanmeldung
ROBERT BOSCH GMBH , 7 Stuttgart 1
Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe für hydraulische Anlagen mit mindestens einem durch ein huberzeugendes Glied betätigten
und in einer mit der Hochdruckseite über ein Auslaßventil verbundenen Zylinderbohrung gleitenden Kolben, der
Druckmittel über ein in einem Ansaugkanal angeordnetes Drosselorgan ansaugt, das bei einem bestimmten Förderdruck den
Ansaugkanal von der Zylinderbohrung trennt«
Druckmittel über ein in einem Ansaugkanal angeordnetes Drosselorgan ansaugt, das bei einem bestimmten Förderdruck den
Ansaugkanal von der Zylinderbohrung trennt«
509849/0506
Bei einer derartigen, bekannten Kolbenpumpe mit mehreren Kolben ist für jede Zylinderbohrung ein gesondertes Drosselorgan
notwendig. Wird eine solche Kolbenpumpe als Mehrkolbenpumpc
ausgebildet, so wird sie durch diese Ausbildung sehr aufwendig, insbesondere auch im Hinblick auf die
Kanalführung.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Kolbenpumpe der
eingangs erwähnten Art zu schaffen, die einfach im Aufbau ist und deren Drosselorgan eine zusäti'.liche Funktion erfüllt.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Drosselorgan als Steuerschieber ausgebildet ist und einerseits
von einer Reglerfeder belastet j st, andererseits vom Förderdruck, und daß bei Erreichen eir.es oberen Druckgrenzwertes
durch das Drosselorgan eine Verbindung von der Hochdruckseite zum Ansaugkanal hergestellt- wird.
Das hat nicht nur den Vorteil einer besonders einfachen Bauweise,
sondern das Drosselorgan dient hierbei zugleich als Druckentlastungsventil; bei bekannten Pumpen dieser Art ist
ein eigens hierfür vorgesehenes Druckbegrenzungsventil not-, wendig.
Besonders zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung wiedergegeben. Diese zeigt, in
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine mehrzylindrige Kolbenpumpe,
Fig. 2 einen Querschnitt durch diese Pumpe längs II...II
nach Fig. 1,
- 3 509849/0508
Pig. 3 einen Teillängsschnitt einer Abwandlung nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
In einem Pumpengehäus'e lo, welches durch einen Deckel 11
verschlossen ist, ist eine diese beiden Teile durchdringende Ausnehmung 12 ausgebildet. In diese Ausnehmung ist in
Wälzlagern 15, 14 eine Exzenterwelle 15 gelagert, auf deren
exzentrischem Teil 16 verdrehbar eine Buchse 17 gelagert
ist. Auf diesem Exzenter, bzw. der Buchse stützen sich mehrere in sternförmig im Gehäuse Io ausgetildetenZylinderbohrungen
18, 19 gleitende Kolben 2o, 21 ab. Die Anzahl der Kolben beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel vier, von denen
jedoch nur die beiden bezeichneten dargestellt sind. Die Zy-1inderbohrungeη
18, 19 sind durch Verschlußschrauben 22 dicht abgeschlossen. Das Wälzlager 14 ist ir. einer sich an die
Ausnehmung 12 anschließenden und konzentrisch zu dieser verlaufenden
Bohrung 24 angeordnet. Um dieses Wälzlager herum verläuft jedoch ein metallischer Dichtkörper 25, welcher die
Gehäusebohrung 24 nach außen hin abdichtet. Dieser metallische
Dichtkörper reicht bis nahe an den Exzenter 16.
Im Gehäuse Io verläuft um den Dichtkörper 25 herum eine ringförmige
Ausnehmung 27, die durch den Dichtkörper zum Wälzlager
14 und zur Gehäusebohrung 24 hin hermetisch abgedichtet
ist. Von der ringförmigen Ausnehmung 27 verlaufen sternförmig,
und zvislt achsgleich zu den Zylinderbohrungen und im Abstand
zu diesen, Sackbohrungen 28 - J51. Von jeder dieser Sackbohrungen
verläuft parallel zur Exzenterwelle 15 eine Querbohrung
zu den Zylinderbohrungen und dringt in diese ein. Die von der Sackbohrung 28 zur Zylinderbohrung 18 verlaufende Querbohrung
ist mit 32 bezeichnet, diejenige von der Sackbohrung 29 zur
Zylinderbohrung I9 verlaufende mit 33* die beiden anderen mit
54 und 55. Diese Bohrungen sind nach außen hin durch nicht
näher bezeichnete, eingepreßte Kugeln hermetisch abgedichtet.
Quer in die Bohrung 28 dringt eine Schieberbohrung J>6 einsie
verläuft parallel zu den Sackbohrungen 30, 31 - in der
- l\ 50.9 8 49/050Β.
ein Steuerschieber yj dichtgleitend geführt ist. Dieser
wirkt mit einer Ansaugbohrung ;58 zusammen, welche vom Gehäuseäußeren
ausgeht und rechtwinklig in die Schieberbohrung 36 eindringt. Die Ansaugbohrung ist über eine nicht dargestellte
Leitung mit einem Bebälter verbunden. Von der Ansaugbohrung
58 verläuft eine kurze Querbohrung 4o zur Sackbohrung
28.
Der Steuerschieber ~yj besitzt ein kolbenförmiges Endteil 4l,
an dem sich über einen Federteller eine Reglerfeder 42 abstützt, deren anderen Ende an einer Verschlußschraube 44 anliegt, welc.'ie
die die Keglerfeder 42 aufnehmende Bohrung 4j5 verschließt. An
das kolbenförmige Endteil 4l schließt sich ein im Durchmesser reduziertes Ceil 45 an, an dieses wiederum ein Kolbenteil 46,
welches denselben Außendurchmesser aufweist wie das Endteil 41. Nun folg;; eine kurze Einschnürung 47 und darauf wieder ein
Kolbenteil 43, an dem zwei flache Ausnehmungen 49 ausgebildet
sind. An das Kolbenteil 48 schließt sich ein im Durchmesser reduziertes Endteil 48' an, welches in einen Kanal 50 ragt.
Am Kolbenteil 46Yzwei Schultern 52, 53 gebildet, wobei die
Schulter 52 der Bohrung 4o zugewandt ist, die Schulter 53
dem Kanal 5o,
Der Kanal 'führt zu einer Auslaßbohrung 54, die über eine
nicht dargestellte Leitung mit einem Verbraucher verbunden ist. Die Auslaßbohrung 5*1 hat über eine Querbohrung 55 Verbindung
zu einem Ringraum 56, der sich an der Trennfuge zwischen
den Gehäuseteilen Io und 11 befindet. In den Ringkanal 56 münden Bohrungen 57* 58, die vom oberen Teil der Zylinderbohrungen
18 bzw. 19 ausgehen. Dieselben Anordnungen sind natürlich
auch an den beiden nicht dargestellten Zylinderbohrungen ausgebildet. Die Bohrungen 57* 58 sind durch ein zungenartiges
Rückschlagventil 59 bzw. 60 gesteuert, welche sich in Richtung von den Bohrungen 57* 58 zum Ringkanal 56 hin zu
offenen vermögen. Die Auslaßventile werden gegebenenfalls durch Federn belastet. Der Ringkanal 56 ist durch Dichtringe 61, 62
nach außen hin abgedichtet.
509849/0SQ6 ~ 5 "
Befinden sich die Kolben 2o, 21 im unteren Totpunkt, so
besteht zwischen ihren Außenkanten 2o', 21' eine Verbindung von den Zylinderbohrungen 18, 19 zu den Querbohrungen
52, 55 (5^>
55). Jeder Kolben ist durch eine nicht näher bezeichnete Feder an den Exzenter 16 gedrückc.
Wenn die Exzenterwelle 15 angetrieben wird und der Kolben 2o seinen unteren Totpunkt erreicht hat, kann Druckmittel
über die Bohrung 52 in die Zylinderbohrung 18 einströmen,
da die Kolbenoberkante 2o! Verbindung zur Bohrung 52 hergestellt
hat. Druckmittel gelangt in die Bohrung 52 über die ■
Ansaugbohrung 58, entlang der Steuerkf.nte 52 und über die
Querbohrung 4o in die Bohrung 28. Der Steuerschieber 57 befindet sich in seiner durch die Reglerfeder 42 vorgegebenen
Endstellung, solange noch kein Förderc.ruck herrscht. Wird der Kolben 2o durch den Exzenter 16 ns.ch oben verschoben,
so verschließt seine Steuerkantc 2o' nach einem bestimmten
Hubweg die Bohrung 52, so daß nun kein Druckmittel mehr in die Zylinderbohrung angesaugt werden kann. Das nun weiterhin
verdichtete und verdrängte Druckmittel gelangt über die Querbohrung 57 und das Zungenventil V-) zur Auslaßbohrung
Bewegt sich der Kolben 2o von seinem oberen Totpunkt zu seinem unteren Totpunkt, schließt sich nun das Zungenventil.
59j und in der Zylinderbohrung l8 entsteht ein Vakuum, das
nach Herstellen der Verbindung von der Kolbenoberkante 2o!
zur Bohrung 52 wieder mit Druckmittel gefüllt wird. Der Querschnitt
der Ansaugkanäle bzw. Bohrungen ist so bemessen, daß bei höherer Drehzahl der Antriebswelle nur eine Teilfüllung
der Zylinderbohrungen erreicht wird.
Ist ein bestimmter Förderdruck erreicht - dieser herrscht auch im Kanal 5o - so wird vom rechten Teil der Schieberbohrung
56 her eine Kraft auf den Steuerschieber 57 ausgeübt,
der sich nun entgegen der Kraft der Reglerfeder 42 nach
links bewegt. Seine Steuerkante 52 .verschließt nach einem be-
- 6 509849/0508
stimmten Weg die Verbindung von der Ansaugbohrung 38 zur Querbohrung 4o und damit zur Bohrung 28. Dadurch wird die
Druckmittelzufuhr zu den Bohrungen 32 bis 35 bzw. den Zylinderbohrungen
für die Kolben unterbrochen, und der Druck kann nicht vielter ansteigen, selbst wenn der druckseitige
Förderstrom vollkommen abgesperrt wird. Sollte aber aus
irgendeinem Grunde, sei es durch eine Undichtheit auf der Saugseite oder eine äußere Zufuhr von Druckmittel, der Druck
in den Zylinderbohrungen trotzdem weiter ansteigen, dann wird der Steuerschieber 37 so weit entgegen der Kraft der
Reglerfeder nach links verschoben, daß seine rechte Steuerkante
53 Veroindung herstellt vorn Kanal 5o zur Ansaugbohrung
38. Dies ist dadurch möglich, daß am Kolbenteil 48
Abflachungen 49 ausgebildet sind, über welche das Druckmittel hinwegströmen kann. Es entsteht nun also eine direkte
Verbindung von der Hochdruckseite zur Saugseite. Daraus ist · zu erkennen., daß der Steuerschieber auch die Funktion eines
Sicherheits- bzw. Druckbegrenzungsventils übernimmt. Ein gesondertes
Druckbegrenzungsventil kann somit entfallen.
Es sei noch ärwähnt, daß das von der Ansaugbohrung über die
Querbohrung 4o in die Bohrung 28 einströmende Druckmittel in den Ringkanal 27 gelangt und von dort in die Bohrungen
29j 3o, 31 eindringen kann. Dieser Ringkanal hat somit die
Funktion eines Flüssigkeitsverteilers. Dieser Flüssigkeitsverteiler
ist dadurch besonders einfach ausgebildet, daß er Teil einer Gehäusebohrung 24 ist.
Dies ist noch näher ersichtlich aus dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3* bei dem lediglich dieser oben beschriebene
Ringkanal abgeändert ist. Dieser besteht nun aus dem Endteil der die Exzenterwelle aufnehmenden Gehäusebohrung
24', von welcher die Bohrungen 28, 29 ausgehen.
— 1 —
509849/0508
Claims (7)
- Ansprüche1/ Kolbenpumpe mit mindestens einem durch ein huberzeugendes Glied betätigten und in einer mit der Hochdruckseite über ein Auslaßventil verbundenen Zylinderbohrung glei-' tenden Kolben, der Druckmittel über ein in einem Ansaugkanal angeordnetes Drosselorgan ansaugt, das bei einem bestimmten Förderdruck den Ansaugkanal von der Zylinderbohrung trennt, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgen (37) als Steuerschieber ausgebildet ist und einerseits von einer 'Reglerfeder (42) be.".astet ist, andererseits vom Förderdruck, und daß bei Erreichen eines oberen Druckgrenzwertes durch das Drosselorgan eine Verbindung von der .Hochdruckseite zum Ansaugkanal (38) hergestellt wird.
- 2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgen (37) in einer Gehäusebohrung dicht gleitend geführt ist und zwei Steuerkanten (52, 53) besitzt, die mit dem als Bohrung ausgebildeten Ansaugkanal zusammenwirken.
- 3. Pumpe nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugkanal (38) über die den Steuerschieber (37) aufnehmende Gehäusebohrung (36) mit zu den die Kolben- 8 ε-0 9849/0506(2ο, 21) aufnehmenden Zylinderbohrungen (l8, 19) führenden Kanälen (28 - 55) verbunden ist, die selbst wieder über eine zentrale Gehauseausnehmung (27) miteinander verbunden sind.
- 4. Pumpe nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, daß die "zentrale Gehauseausnehmung (27) ringförmig ausgebildet ist und abgedichtet um eine ein Wälzlager (14) aufnehmende Bohrung (24) herum verläuft und daß in dem Wälzlager das eine Ende einer Exzenterwelle (15) gelagert ist, die das huberzeugende Glied für die Kolben der Pumpe bildet.
- 5. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse der Pumpe sternförmig vier die Kolben aufnehmende Bohrungen ausgebildet sind, daß von jeder dieser Bohrungen (18, I9) ein Kanal (28 bis 55) zu dem Ringkanal (27) führt und daß einer dieser Kanäle (28) von der den Steuerschieber (57) aufnehmenden Bohrung (56) durchdrungen ist.
- 6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkante (2o!, 21f) der Kolben (2o, 21) den Einlaß von Druckmittel in die Zylinderbohrungen (18,19) der Kolben steuern.509849/0506
- 7. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis ~$f dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Gehäuseausnehmuns (24') vom Endteil einer die Exzenterwelle aufnehmenden Bohrung gebildet ist, von welcher die Kanäle zu den die Kolben aufnehmenden Zylinderbohrungen ausgehen.509849/0506
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