DE2422164B2 - Einrichtung zum transport und zur kuehlung freiliegend gebackener brote und dergleichen - Google Patents
Einrichtung zum transport und zur kuehlung freiliegend gebackener brote und dergleichenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Transport und zur Kühlung freiliegend gebackener.
langgestreckter Brote und dergleichen Backwaren, bei der diese von einem Ofenauslauf auf ein erstes
Transportband und von dort aus auf ein viehpuriges so
Kühlband gelangen, dort gekühlt, anschließend vereinzelt und gerichtet auf eine weitere Transportstrecke
gelangen, die die Brote einer Weiterbearbeitungsmaschine, z. B. Schneidmaschine, zuführt.
Bei freigeschobenem Brot, also Brot aus TeiglFormlingen, die in Gärformen oder freiliegend gegart sind und
nach der Gare ohne diese Formen freiliegend zum Backen auf das Ofenband gegeben werden, ist eine
vollautomatische oder auch halbautomatische Abführung und Handhabung bis zur Weiterbearibeitung,
beispielsweise in einer Schneide- oder Verpackungsmaschine, bis jetzt weitgehend unüblich.
Während des Backprozesses können die Brote unterschiedliche Formen und Abmessungen bekommen
und am Netzband anbacken. Demzufolge könnein sie am fts
Ofenende nicht gleichzeitig vom Band gelöst werden. Die Brote werden daher üblicherweise über eine
Schrägrutsche vom Ofenband abgenommen, von Hand
auf Horden gepackt, die übereinander in Transportwa
gen angeordnet sind. Auf diesen Horden kohlen sie al und werden von Hand den üblichen Verpackungs
und/oder Schneidmaschinen zugeführt. Nachteilig is dabei der kostspielige personelle Aufwand, da zu
Handhabung des aus einem modernen Ofen kommen den Brotes etwa vier Personen in durchgehendet
Schichten tätig sein müssen. Hinzu kommt dei Platzbedarf für Wagen und Horden.
Es ist daher schpn bekanntgeworden (US-Pi 2918 729), die Brote von einem ersten Transportbanc
auf ein vielspuriges, als Kreisbahn gestaltetes Kühlbanc
zu fördern. Dort werden die Brote gekühlt; anschlie ßertd werden sie durch einen Querschiebemechanismu!
vereinzelt und gerichtet und gelangen auf eine weiter« Transportstrecke.
Die bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß di< Brote auf ihr nur schwer ohne zusätzliche Hilfsmaßnah
men (Kerben auf der Unterseite der Brote) gerichtei und vereinzelt werden können. Bei den verwendeter
oszillierenden Querförderern verdrehen sich die Brote leichi. Außerdem ist das bekannte Transportband nui
schwer an vorgegebene, insbesondere beengte Räum lichkeiten und Arbcitsplatzverteilungen anzupassen, da
das kreisförmige Kühlband eine bestimmte, vom Prinzip her utivef änderbare Raumform hat.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Einrichtung mit derartigen Teiler
auszustatten, daß ein Kühlband verwendet werder kann, welches die Brote der einfachen Konstruktior
wegen ungeordnet aufnehmen kann und das trotzderr einer Weiterbearbeitungsmaschine angeschlossen wer
den kann, welche die Brote nur vereinzelt und läng; ausgerichtet aufnehmen kann. Die neue Einrichtung sol
es somit von der Konstruktion her gestatten, daß sie ar verschiedene räumliche Gegebenheiten leicht angepaßt
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung dei gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst
daß das die Brote in ungeordneter Ausrichtung sowie irr gestauten Zustand aufnehmende Kuhlband in eine sich
am Auslauf verjüngende Rinne einer Wendelrutsche einmündet, in der die Brote sowohl vereinzelbar als auch
in Längserstreckung ausrichtbar sinG.
Zwar ist in der DT-OS 21 42 352 eine Wendelrutsche beschrieben, jedoch ist diese lediglich für die Vereinze
lung von rundförmigen Broten vorgesehen, wobei diese bekannte Wendelrutsche Teil einer Einrichtung ist, ir
der die Brote !ediglich befördert und gezählt werden Das Problem der Längsausrichtung von langgestreckter
Broten geht daraus nicht hervor. Auch ist die Kombination Kühlband und Wendelrutsche darin nich
angesprochen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht es, da: Backgut vom Ofenauslauf-Rutschblech über die Küh
lung bis zur Weiterbearbeitung vollautomatisch zi handhaben, ohne daß Arbeitskräfte eingreifen müssen
Der in Backbetrieben nur begrenzt verfügbare Plati wird weniger durch Anlagen, Transportwagen odei
Horden belegt. Um den Raum zwischen den öfen ah Durchgang zu erhalten und die Anlage an verschieden«
Gegebenheiten anpaßbar zu machen, werden da; Kühlband in einer oberen und die Weiterbearbeitungs
maschine in einer unteren Ebene angeordnet.
Weitere Merkmale der Erfindung gemäß der Unteransprüchen werden in der nachfolgenden Be
Schreibung anhand eines Ausführungsbeispieles erläu tert. Die Figuren der Zeichnung zeigt
• Fig. I: Eine Draufsicht auf eine schematisch dargestei'te
Einrichtung gemäß der Erfindung;
Fig.2: eine Seitenansicht der Erfindung gemäß
Fig.1;
F i g. 3: Einzelheiten eines ersten Transportbandes für
die Höhenförderung der Brote;
F i g. 4: ein Schema des Auffächerungs- und Obergabebereiches
vor dem Kühlband;
Fig.5: eine Draufsicht auf eine Wendelrutsche in
schematischer Darstellung; F i g. 6: die Seitenansicht gemäß F i g. 5;
Fig. 7: das Schema der Verbindung von Wendelrutsche
und Verarbeitungsmaschine.
Zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Einrichtung und der vorkommenden Transportwege wird der
Arbeitsablauf kurz dargestellt (s. Fig. 1 und 2). Die
Brote i werden über ein Rutschblech aus einem Ofen 100 abgegeben und gelangen auf ein erstes Transportband
2, das neben der Kante des Ofenbartdes verläuft
und anschließend steil nach oben führt und die Brote fördert. Hier, in einer Niveauhöhe von etwa 2 m. die das
freie Begehen durch das Bedienungspersonal erlaubt, wird das Brot auf ein Übergabetransportband 3
abgeworfen, welches mit einer Geschwindigkeit Vi läuft,
die größer als V, ist, wobei Vi die Geschwindigkeit des
ersten Transportbandes 2 ist. Die Brote gelangen auf ein sich verbreiterndes, ausfächerndes Schiebeblech 4, auf
welchem sie sich stauen und so ein nachfolgendes Kühlband 5 vollständig ausfüllen. Das Kühlband 5 ist
breiter als die vorbeschriebenen Bänder und kann daher bei gleicher »Schluckmenge« entsprechend langsamer
laufen. Dadurch kann seine Länge reduziert werden. Das Kühlband 5 kann beliebig gekrümmt sein und an
einer wahlweise günstigen Stellung an eine Rinne 6 einer Wendelrutsche angeschlossen werden, in die das
Brot gelangt, sobald es auf die gewünschte weitere Bearbeitungstemperatur abgekühlt ist. Aus der Wendelrutsche
gelangen die Brote wieder auf die Grundarbeitsebene (auf etwa Tischhöhe) und werden jetzt in
Längsrichtung auf einem Längsförderband 7 als weiterer Transportstrecke zu einer Abschiebevorrichtung
8 transportiert. Die Abschiebevorrichtung 8 schiebt das Brot taktweise und synchron zu der
Bewegung der Transport-Zellen einer Weiterbearbeitungsmaschine 9 ab, womit die Brotförderung und
Kühlung beendet ist. Die verwendeten Transportbänder entsprechen, soweit nicht ausdrücklich anders beschrieben,
den nach dem Stande der Technik dem Fachmann bekannten Transportbändern, so daß auf ihre nähere
Beschreibung verzichtet werden kann. Gleiches gilt für so
die sogenannten Rutschbleche.
F i g. 3 zeigt Einzelheiten des ersten Transportbandes 2. Es besteht aus einem Kettenförderband mit beidseitig
laufenden, geführten und im Abssand voneinander liegenden Querstäben 10 mit einem darunter verlaufenden
Rutschblech 11 in zwei Teilen, wobei der erste Teil quer vor der Ofenbandbreite horizontal verläuft und der
zweite eine Anstiegsstrecke aufweist, die nach oben führt und darauf wieder im wesentlichen in die
Waagerechte gebogen wird. Gemäß der F i g. 3 haben f>o
die Querstäbe im waagerechten Förderband vom Rutschblech einen geringeren Abstand (etwa 30 mm) als
im Bereich der Steilförderung, wo der Abstand etwa 45 mm beträgt. Zur Einstellung dieses Abstandes ist der
in der F i g. 3 linke Teil des Rutschbleches durch einen <\s
Schlitz 12 tiefer gesetzt. Im oberen Bereich sind die Radien der Gliederförderkette und des Rutschbleches
<;n ppceneinander verändert, daß sich der Abstand von
den Querstaben 10 zu dem Rutschblech wieder verringert.
Durch den Schlitz 12 können dabei Brotreste und Abrieb entfernt werden. Die Querrtäbe 10 weisen einen
wesentlich größeren Abstand auf, als es einer Brotbreite
entspricht Es hat sich gezeigt, daß das Brot bei der
Querförderung auf seiner Grundfläche auch dann lifigenbleibt, wenn ein Brot vom Ofenrutschblech direkt
auf einen der Querstäbe 10 gefallen ist. Außerdem können die Brote ohne weiteres gefördert werden, \uch
beim Abwurf der Brote durch die sich nach unten über eine Umlenkrolle 101 bewegenden Querstäbe 10
werden die Brote nicht gequetscht
Nach der Förderung nach oben werden die Brote auf das Übergabetransportband 3 (F i g. 4) abgeworfen, das
mit einer größeren Geschwindigkeit V2 als das
Förderband 2 (V\) läuft. Die größere Geschwindigkeit
des Obergabetransportbandes 3 bewirkt, daß die Brote vom Abwurfpunkt schnell genug weggeführt werden,
wodurch ein Einquetschen der bereits abgeworfenen oder im Abwurf befindlichen Brote verhindert wird. Es
wird damit jedenfalls ein Stau an der Abwurfstelle vermieden. Dadurch wird auf dem nachfolgenden
Schiebeblech 4 ein Brotstau hervorgerufen, aufgrund dessen die Brote über die ganze Breite des nachfolgenden
Brotkühlbandes 5 verteilt werden. Das Kühlband läuft mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit
als das Transportband 2, wodurch eine gegenüber einem Transportband mit einer Breite entsprechend dem Band
2 geringere Länge erreichbar ist. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Breite der Kühlbahn 5 etwa das
Dreifache der des Transportbandes 2.
Überraschend ist. daß trotz der dichten, unregelmäßigen
Lagerung der Brote auf dem Kühlband 5 die Luftbewegung zwischen den Broten und demzufolge die
Kühlung der Brote nicht beeinträchtigt sind.
Am Ende des Brotkühlbandes 5 rutschen die Brote in eine Wendelrutsche 6 (s. f'ig. b und 7) mit einer
schraubenlinienförmig gewundenen Transportrinne, die vorzugsweise einen Boden aus in Rinnenlängsriehtung
verlaufenden Stäben aufweist, der sich am Auslauf verjüngt. Die Transportrinne 6 in einer anderen
Ausführungsform kann auch aus Blech bestehen; Bleche oder Stäbe sind zur Erniedrigung des Reibungskoeffizienten
poliert oder entsprechend beschichtet. Die Steigung der Transportrinne beträgt etwa 1100 mm pro
Drehung; die Rinne überstreicht mindestens einen Winkel von 450°. Der äußere Schraubenliniendurchmesser
kann z.B. 1160mm und der innere 160mm
betragen. Beim Vereinzeln werden entsprechend F i g. 5 nebeneinander einlaufende Brote A und B(Bereich 1) in
Längsrichtung zueinander versetzt (Bereich H), bis sie hintereinander ausgerichtet angeordnet sind (Bereich
III) und danach die gleiche Bahn durchlaufen. Die vollkommen ungeordnet einlaufenden Brote werden
also nicht nur vereinzelt, sondern auch in Längsrichtung gerichtet.
Im Anschluß an die Wendelrutsche laufen die Brot« auf ein Längsförderband 7, auf welchem die Brote exak
in Längsrichtung weiterbefördert werden. Zur Beibehal Hing der Längsrichtung sind beidseitig Führungsblech«
13 angeordnet, wobei eine der Führungen 13<i zu
Einstellung auf verschiedene Brotbreiten seitenver schieblich ausgebildet ist.
Wie aus F i g. 7 erkennbar, laufen die Brote 1 von den Förderband 7 auf eine Rollenbahn 21, bis sie an einei
Endschalter 20 anschlagen. Ist jetzt bei der Weiterbear beitungsmaschine 9 eine Zelle, die durch Querplatten ti
eingelaufen ist, so daß das Brot an den Seitenführungen
der Maschine 9 festgeklemmt würde. Ist ein Brot
seitlich abgeschoben, rückt über das Förderband 7 sofort das nächste Brot nach.
Damit ist der Transportweg der Brote vom Ofen bis zur Weiterbcarbeilungsniaschine beendet.
begrenzt ist, in eine Aufnahmeposition gerückt und der Endschalter 20 betätigt, so wird das Brot quer zu seiner
bisherigen Bewegungsrichtung mittels Schubstangen in die bereitstehende Zelle abgeschoben. Durch einen
Stcuermechanismus wird verhindert, daß die Querabschiebung erfolgt, wenn ein Brot noch nicht ganz
Claims (6)
1. Einrichtung zum Transport und zur Kühlung freiliegend gebackener, langgestreckter Brote und
dergleichen Backwaren, bei der diese von einem Ofenauslauf auf ein erstes Transportband und von
dort aus auf ein vielspurtges Kühlband gelangen,
dort gekühlt, anschließend vereinzelt und gerichtet auf eine weitere Transportstrecke gelangen, die die to
Brote einer Weiterbearbeitungsmaschine, z. B.
Schneidmaschine, zufahrt, dadurch gekennzeichnet, daß das die Brote in ungeordneter
Ausrichtung sowie im gestauten Zustand aufnehmende KUhlband (5) in eine sich am Auslauf
verjüngende Rinne (6) einer Wendelrutsche einmündet, in der die Brote sowohl vereinzelbar als auch in
LSngserstreckung ausrichtbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlband (5) in einer oberen und
die Weiterbearbeitungsmaschine in einer unteren Ebene angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein an das Transportband (2)
anschließendes Übergabetransportband (3) und durch ein sich verbreiterndes Übergabe-Schiebeblech (4) zur Ausfächerung und Übergabe der Brote
auf das Kühlband (S), welches mit einer gegenüber dem Transportband (2) verringerten Geschwindigkeit läuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne (6) der Wendelrutsche stark
geneigt ist und mindestens eine Windung von mehr als 360° aufweist
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne (6) der Wendelrutsche aus in
Rinnenlängsrichtung verlaufenden, gebogenen Stäben besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Transportstrecke (7) ein
seitlich verschiebbares Führungsblech (13) zur Breiteneinstellung aufweist.
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1974
- 1974-05-08 DE DE19742422164 patent/DE2422164B2/de not_active Withdrawn
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