DE2418033C3 - Verfahren zur Entfernung von Schlackekuchen aus Synthesegasreaktoren - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Schlackekuchen aus SynthesegasreaktorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren /ur Entfernung von Schlackekuchen ausSynlhesegasreaktoren.
Bei den zum Stand der Technik gehörenden Verfahren zur Herstellung von einem überwiegend aus
Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bestehenden Synthesegas
durch partielle Oxydation von Schwerölen mit Sauerstoff unter Druck in Reaktoren, die mit
einer hoch temperaturbeständigen keramischen Ausmauerung versehen sind, werden üblicherweise aus
der Erdölverarbeitung stammende atmosphärische und Vakuumdesiillatrüekstandsölc (lleizöl-S, Bunker-C-Öl
und andere) eingesetzt. Diese Schweröle enthalten die gesamten anorganischen Bestandteile des
Erdöles, wobei von den metallischen Elementen das aus Vanadium-Porphyrinen des Erdöles stammende
Vanadium üblicherweise über die Hälfte ausmacht. Typische Metallgehalte eines Schweröles sind
Tabelle A angegeben.
Tabelle A angegeben.
| Tabelle A | Gehalt im |
| Metall | schweren |
| Heizöl | |
| 56,3 mg/kg | |
| Vanadium | 7,0 mg/kg |
| Eisen | 14,6 mg/kg |
| Nickel | - 1,0 mg/kg |
| Cobalt | 7,1 mg/kg |
| Natrium | 3,0 mg/kg |
| Calcium | 1,6 mg/k.« |
| Magnesium | |
| Tabelle B | Wi.-rligku-u | 1 a ι be | Schmelz |
| l'umiel | punkt | ||
| Metall | grau-weiß | 1535 C | |
| Fe | (ID | schwarz | i42O C |
| FeO | (III ti. II) | schwarz | 15OK C |
| Fe:,O, | (III) | rotbraun/ | 1570 C |
| FcO, | dtinkelurau | ||
| Metall | silberweiß | 1455 C | |
| Ni | (ID | grau | 1060 C |
| NiO | Metall | 1726 C | |
| V | (III) | schwarz | 1070 C |
| (IVi | blau | 1067 C | |
| v,o, | (V) | rot | 658 C |
Beim Betrieb einer Synthesegaserzeugung setzen
sich im Laufe der Zeit die anorganischen Bestandteile in Form einer Schlacke ab, die weitgehend frei \on
organischen Bestandteilen und Kohlenstoff ist.
Infolge der reduzierenden Wirkung des Synthesegases liegen in der Schlacke die Schwermetall wie
Vanadium, Nickel und Eisen in niedrigen ().\\dationsstufen
mit Schmelzpunkten zwischen 1400 und 2000 C, gegebenenfalls sogar als Metalle in Schwammform
in tier Schlacke dispergiert mit ähnlich hohen
Schmelznunkten vor (siehe Tabelle B).
Diese Schlacke sammelt sich beim Betrieb des
an Reaktors im unteren als Schlackesammelraum ausgebildeten,
ebenfalls mit hoch hitzebesländigem keramischem Material ausgekleideten Teil des Reaktors
an. Bei der Betriebstemperatur des Reaktors \on etwa 1200 bis 1300 C erstarrt die Schlacke im Sammelraum
rasch. In gewissen Zeitabständen ist es erforderlich, die Schlacke aus dem Reaklorunteileil auszuräumen.
Dieses geschieht üblicherweise bei diesen ausgemauerten, unter Druck betriebenen Synthesegasreaktoren
nach Außerbetriebnahme und Abkühlung von Reaktor und Schlackeklumpen durch Öffnen
eines geeigneten am unteren Teil des Reaktors befindlichen, auch gegen Hitzeeinwirkung geschützten
Flanschverschlusses, oder einer ähnlichen Ausführung und mechanischem Herausstemmen der erkalteten
festen Schlacke.
Es sind einige Verfahren zum Entfernen von
flüssiger Schlacke aus heißen Behältern oder Reaktoren bekannt. So ist in der Hüttenindustrie der Ab-
41) stich von Schlacke und von Roheisen bei laufendem
Betrieb üblich. Desgleichen wird auch bei Carbidöfen durch Abstichlöcher das flüssige Calciumcarbid
während des Betriebes abgelassen. Diese Verfahren arbeiten jedoch nicht unter Druck. Bei Reaktoren,
die unter einem erhöhten Gasdruck betrieben werden, wie die Synthesegasreaktoren zur Herstellung von
Synthesegas durch partielle Vergasung von Ölen mit Sauerstoff, verbietet sich ein Öffnen im Betrieb von
selbst.
so Auch nach Abstellung eines solchen Reaktors und
Entspannung ist ein Abstich der Schlacke in der beschiiebenen Weise nicht möglich, da hierbei eine
Beschädigung der Ausmauerung durch Eindringen der Schlacke und damit ein Verlust der Wärmeiso-
lation die Folge wäre. Außerdem ist bei der üblichen Reaktortemperatur nur an der Oberfläche des Schlackekuchens
eine Schicht von einigen Zentimetern flüssig, während der untere Teil schon abgekühlt und erstarrt
ist. Zuschläge zum Verflüssigen der gesamten Sehlacke billigen clic Gefahr mit sich, daß auch das Material
der Ausmauerung aufgeschlossen und zerstört wird.
Demnach ist aus dem Stand der Technik kein
günstigeres Verfahren zur Entfernung der" Schlacke ans ausgemauerten, unter Diuck betriebenen Synihesegasreaktoren
abzuleiten. Die Entfernung der Schlacke durch mechanisches Ausstemmen nach Abstellen und
Auskühlen des Reaktors benötigt für die Abkühlung und das Wiederaufheizen sowie für das schwierig
durchzuführende llerausstenimeii der festen harten
Schliickc ohne Beschädigung der keramischen Ausmauerung
einen hohen Zeitaufwand und damit erhebliche I'roiliUklioneinbiilJen.
[Xt Erfindung liegt die Aufgabe /umrunde, ein Verfahren /u entwickeln, welches cii.iuht, ti ic /eit,
die man /urn Entfernen des Sehlackekuehens benötigt,
zu verkürzen.
Diese Aufgabe wurde erlindungsgemäß dadurch gelöst, dall man nach Entfernen des Bodcnflanschverschlusses
und der unterhalb des Schlackekuchens befindlichen Stampfmasse mit der Flamme einer
SauiTstoffkernlan/e eine Öffnung in den freigelegten
erstarrten Schlackekuchen schmilzt, die vorhandene flüssige Schlacke ablaufen läßt und dann mit einer
mit Sauerstoffüberschuß betriebenen Ciasflamme den restlichen Teil des Schlackekuchens verflüssigt und
ebenfalls ablaufen läßt.
Der Einsatz von Sauerstoffkernlan/en, d. h. von
Rohren, welche dicht mit Eisendrähten gefüllt sind
und beim Durchleiten von Sauerstoff, an der Spitze gezündet, unter sehr hohen Temperaturen verbrennen,
/um Schmelzen von keramischem Material, von Steiren und Beton ist bekannt. Hierbei wird nur die
extrem hohe, durch das Verbrennen von Eisen in Sauerstoff erzeugte Hitzeentwicklung und hohe Temperatur
ausgenut/t. Ein Einsatz von Sauerstoffkernlanzen
zur Entfernung von Schlacke aus Synthesegasreaktoren, die mit einem Bodenflansehverschluß und
keramischer Ausmauerung versehen sind, ist jedoch nicht bekannt.
Ebenfalls nicht bekannt und bisher auch nicht angewandt ist der zweite Effekt der Sauerstoffkernlanze
bei der erlindungsgemäßen Entschlackung. Hierbei wirkt der im Überschuß durch die Kernlanze eingegebene
Sauerstoff ht\ der hohen Temperatur, die diese
Schlacke zum Schmelzen bringt, auch oxydierend auf die Komponenten der Schlacke.
Durch Überführung in höhere Oxydationsstufen und gegebenenfalls durch Oxydieren von metallischen
Anteilen zu den Oxyden wird der Schmelzpunkt der Schlacke erheblich herabgesetzt. So kann z. B. durch
Oxydation des .^wenigen V2O3 zum 5wertigen VjO5
der Schmelzpunkt des Vanadin-Oxyds von über 1900 C auf rund 660 C herabgesetzt werden.
Ein Herausschmelzen der gesamten Schlacke mittels Sauerstoffkernlanzen aus dem Reaktorunterteil ist
indessen ebenfalls sehr zeitraubend, da hierbei nur Löcher in den festen Schiackekuchen gebrannt
werden können. Auch besteht hierbei die Gefahr, durch die sehr hohe, mittels der Sauerstoh'kernlan/e
erzeugte Temperatur die üblicherweise aus Aluminiumoxyd bestehende Ausmauerung zu beschädigen
und durchzusehmelzen. Es wird daher in einem zweiten, erfmdungsgemäßen Verfahrensschritt mittels einer
mit Sauerstoffüberschuß betriebenen, also oxydierenden Gasflamme, der Rest des Schlackekiichens weiter
oxydiert und nach Herabsetzen der Schmelztemperatur zum Abfließen gebracht. Die durch den Einsat/ der
SauerstoffkernLiii/e gebohrten Öffnungen durch den
Schlackekuchen, die durch Zerklüftung ιίιίο h.he
Oberfläche mit ano\> dienen, SchlackebcMandtenc!:
aufweisen, ermöglichen einen Wirkungsvollen Angriff
der oxydierenden Gasflamme und den Abzug der \ crbre!iiiungss;;:sc durch den Reaktor. Pie ;;ι:\ί·
die oxydierende Gasflamme er/eugie Tenux::'.:'■■.::
reicht nicht au-., um da-. Muminiumoxyd der keramischen
-\uskleidum: :nv. Schmelzen /ι· bringen.
Damit wird eine Beschädigung dieser Ausmauerung durch das .Schlackeabschmelzen vermieden. Die in
ihrer Temperatur nicht weit über 1000 C" aufweisende oxydierende Gasflamme ist indessen infolge ihrer
5 Oxydationswirkung imstande, die Schlacke /um Abfließen /u bringen; diese läuft dann mit dunkler Rotglut
und Schmelztemperaturen um 700 C ab.
Nur die erlindungsgemaße Kombination der beiden Schmel/verfahren Sauerstoffkernlanze und oxy-
H) dierende Gasflamme ermöglicht mit ihrer doppelten
Wirkung -- Erzeugung hoher Temperatur und gleichzeitigen Oxydation der Schlackekomponenten ■■--das
Entfernen der Schlacke; aus dem heißen nicht abgekühlten Synthesegasreakior.
Das Durchschmelzen des Schlackekuchens mit Hilfe einer Sauerstoffkernlanze kann erfindungsgemäß
sowohl von unten als auch von oben durch den Reaktor erfolgen. Bei einem Durchschmelzen von
oben wird die Sauersloflkernlanze bis nahe an die
Oberfläche der Schlacke geführt, fs empfiehlt sich dabei, sie bis etwa '■'., Meter oberhalb der Schlacke
mit einem wassergekühlten Mantelrohr oder einer geeigneten Isolierung zu umgeben, da sie sonst durch
die Hit/e des Reaktors schmelzen und sich serbiegen
könnte, respektive beim Einleiten des Sauerstoffes an einer im Reaktoroberteil gelegenen Stelle zünden
könnte. Wenn die Lanzenspitze die zum Zünden erforderliche Temperatur erreicht hat, wird Sauerstoff
in die Lanze eingeblasen. Nach erfolgter Zündung werden in ausreichendem Abstand von der Ausmauerung
ein oder mehrere Löcher durch die Schlacke gebohrt; anschließend kann dann das weitere Abschmelzen
der Schlacke mit der oxydierenden Gasflamme erfolgen.
Beim Durchbohren des Schlackekuchens von unten wird die Sauerstoffkernlanze wie üblich mit dem
Schweißbrenner an der Spitze auf Zündtemperatur gebracht und durch Einleiten son Sauerstoff gezündet.
Anschließend werden auch hier in ausreichendem Abstand von der Ausmauerung ein oder mehrere
Löcher durch den Schlackekuchen gebohrt. Für das Abschmelzen der Schlacke mittels einer mit Sauerstoffüberschuß
betriebenen Gasflamme können geeignete Brenner, welche mit Acetylen, Erdgas, Heizgas,
Propan oder Wasserstoff betrieben werden, benutzt werden, wobei zum Erzielen einer ausreichend
hohen Temperatur und überschüssigen Sauerstoffes in der Flamme als Oxydationsmittel reiner Sauerstoff
eingesetzt wird. Dieser Gasbrenner kann durch geeignete Halterungen, in denen er beweglich angeordnet
wird, am Flansch des Bodenflanschverschlusses angebracht werden. Die ablaufende Schlacke wird hierbei
zweckmäßigerweise in einem Sandbett aufgefangen. Beim Betrieb der GasPamme muß genauestens darauf
geachtet werden, daß sie nicht in einen reduzierenden
Bereich durch Sauerstoffunterschuß gelangt, da sonst die keramische Ausmauerung, die im aligemeinen aus
rk'chgeglühtem Aluminiumoxyd besteht, reduziert
und beschädigt werden könnte.
ti< iJeine ηικίι übrigbleibenJc Schlackercste können
/u;n vhiu!1 noch Picch.misch entfernt werde1! 'vieh
der P'.:rchfü!v!r,g dcv i iH-cliiackung wird der die
ganze /cit auf Beine:- ι·. :nper.<;,:r gehaltene Reaktor
mittel- ic> B.O.'nllari-.Jr.crsehlus-e* wieder dkm
geiT'.Kh; ,in.! '«.mn oh"j weiteres ohne /usäi/liehe
Α;:Πιθΐ/\ο;τ.'!':!\· sofort wieder in Betrieb genommen
werden Durch da-· ertindungsgemäUe Verfahren wird,
wie au·· dem Bespiel ' hervorgeht, ein Zeitcewmn
von 5 Tagen gegenüber dem Verfahren nach dem Stand der Technik erzielt, bei dem zum Auskühlen,
zum Ausstemmen der Schlacke und Wiederaufhei/en mindestens 6 Tage benötigt werden. Demgegenüber
wird bei dem crfindiingsgemäßen Verfahren nur eine Ausfallzeit der Produktion von 1 Tag benötigt.
Verglcichsbeispie! I
Fin Synthesegasreaktor (Abb. I) wird bei einem
Schlackcstand von ca. 40 cm im Schlackeauffanggefäß
(1) außer Betrieb genommen, da der Schlackcspicgcl dann schon so weit in die Nähe des Gasaustrittsrohres
(2) aus dem Reaktor kommt und ein Mitreißen von Schlacke mit der Folge von Verlegungen
und Verstopfungen der nachgcschaltctcn Apparate und Rohrleitungen zu befürchten ist. Nach dem Ablassen
des hoher. Betriebsdruckes und Abkühlen des Reaktors und des Schlackckuchcns (3) auf eine
Temperatur von 50 bis 80 C, wozu 2 bis 3 Tage erforderlich sind wird der Bodcnflanschvcrsehluß (5)
des Reaktors geöffnet und die darübcrliegcndc keramische Wärmeschulzschicht (6) entfernt. Anschließend
wird ausgehend vom dann freigelegten Boden des erstarrten Schlackckuchcns mit Preßlufthämmern der
Schlackekuchen zerkleinert und mechanisch entfernt, wobei mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden
muß, um die hochlempcralurbeständigc keramische Ausmauerung des Schlackcauffangraiimcs (7) nicht
zu beschädigen. Die Zeit für dieses llcrausstcmmcn ergibt sich aus der Reaktorgröße; für einen Schlackekuchen
von einem Volumen von 350 1 werden ca. 2 Tage benötigt. Anschließend wird der Bodenflanschvcrschluß
(7) mit der darüberlicgendcn wärmcisolicrcndcn Schicht (6) wieder verschlossen und der
Reaktor wieder bis auf die Betriebstemperatur von ca. 1000 bis 1300"C aufgeheizt. Hierzu wird ein
weiterer Tag benötigt. Fs müssen somit mindestens υ Tage für das mechanische konventionelle Schlackccntferncn
aufgewandt werden mit dem entsprechenden Ausfall der Produktion. Die hierbei mechanisch ausgeräumte
Schlacke hat eine Zusammensetzung nach Tabelle C und einen Schmelzpunkt (unter Stickstoff
gemessen) von über 1000"C.
nls Metalle is
als (Kyili· (!i'iivliiH'l
Vanadium 43,4 Gew.-",, Va();i ('3.SGeW.-",,
F.isen 7,2 Gew.-",, FeO 4..U iew.-",,
Nickel 13,0GcW.-",, NiO l(i.5Gew.-"„
Cobalt (UWGeW.-",,
Natrium 0.01 Gew.-",,
Calcium 1,5 Gew,-",, CaO ΛI Gew.-",,
Magnesium 2,8 Gew.-",, MgO 4,(> Gew.■■"„
78.00 Gow.-",, >H,,3 Gew.-",,
Davon:
Kohlonst.
0.03",,
Kohlonst.
0.03",,
Vergleichsheispicl 2
Der gleiche Svnihcscgasreaktor (Abb. 1) wie in
Beispie! I wird für die Durchführung des erlindungsgemäßen Schlackeausräumens ebenfalls bei einem
Schlackesland von ca. W cm außer Betrieb genommen,
wobei ca. Sem flüssige Schlacke sieh auf dem erstarrten
Schlackekuchen (3) helindel.
Nach dem Ablassen des hohen Betriebsdruckes wird die Flamme im Reaktor so stark \crklcincrt.
daß dieser auf der Betriebstemperatur von 1000 bis 1300 C gehalten wird. Gegebenenfalls kann statt des
Pro/cß-Brcnncrs ein kleinerer Brenner eingesetzt werden.
Der Bodcnflanschvcrsehluß (5) kann sofort nach dem Ablassen ties Druckes geöffnet, die darübcrliegcivic
keramische Isolierschicht (6), soweit sie nicht mit dem Verschluß zusammen entfernbar ist, entfernt
und der Boden des Schlackckuchcns (3) freigelegt werden. Hierzu werden ca. 4 Stunden benötigt.
Anschließend .vird eine Saucrstoffkernlan/e an der
Spit/c mittels Schweißbrenner aufgeheizt und durch Finleilen von Sauerstoff gc/.ündct. Dann wird sie von
unten her etwa in der Mitte ties freigelegten Schlackckuchcns
angesetzt und immer weiter nach oben in die Schlacke geschoben.
Nach einigen Minuten hat sie ein Loch durch den erstarrten Teil der Schlacke gebrannt, so daß der
flüssige Teil (4) von ca. S cm Standhöhe nach Löschen
und Herausziehen der Sauerstofflanze ablaufen kann. Diese Schlacke wird in einem Sandbett aufgefangen.
Anschließend wird unter dem Reaktor ein Gasbrenner (8 in Abb. 2) angebracht, der mit F.rdgas
und Sauerstoff betrieben wird. Hierbei wird durch Sauerstoffübersehuß eine oxydierende Flamme cingeslelll.
Die Brennerabgasc (')) ziehen hieibci durch
die von eier Saucrstoffkcrnlan/.c gebohrte, stark zorklüflele
Öffnung (10) im Schlackekuchen (3) ab. Innerhalb von 2 Stunden wird tier Rest lies Schlackekuchcns
(3) abgcschmol/en. Die Schlacke läuft hierbei leicht flüssig mit dunkler Rotglut ab (ca. 700 C)
und wird ebenfalls in einem Sandhetl aufgefangen, Gelinge im Bereich der linieren Reaktoröffiumg angesetzte
Schlackeniestc können abgeschlagen werden.
Nach Beseitigung vom Sandbell und ^f darin
erstarrten Schlacke kann der Bodenllanschversehlul.MS)
mit der keramischen W'ärmesehut/schieht wieder angebracht
und damit der Reaktor wieder diehlgcmaehl werden.
Da der Reaktor auf Betrichslempeialui ('.ehalten
wurde, kann or anschließend sofort wieder durch Zünden des l'ro/eßhrcnners in Meirich genommen
weiden. Bei zügigem Aufeinanderfolgen der ein/einen Arbeitsgänge kann eine solche Fntschlackung in
24 Stunden gerechnet vom I tischen des Pro/olV
bronneis bis /um Zünden bei der Inbetriebnahme,
durchgeführt werden.
Fs wird somit eine Zeitersparnis von 5 Tagen gegenüber
der konventionellen I nlschlackung durch mechanisches
Ausräumen erreicht.
1 licivii I HIaIt Zeichnungen
u<v
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfuhren zur Entfernung des bei der partiellen Oxydation von Schweröl mit Sauerstoff zu Synthesegas anfallenden vanadinhaltigen Schlackekuchen!, aus einem mit keramischem Material ausgekleideten und mit Bodenflanschverschluß versehenen Flea k tors, d a d u r c h g e k e η n/ciclinel, daß man nach Entfernen des Bodcnllanschverschlusses einschließlich der gegebenenfalls vorhandenen Stampfmasse mit der 1 lamme einer SauerstolTkernlanze eine Öffnung in den freigelegten Schlackekuchen schmilzt, die vorhandene flüssige Schlacke ablaufen iül.'i. und dann mit einer mit Sauerstoffüberschuß betriebenen Gasflamme den restliehen Teil des Schlackekuchens verflüssigt und ebenfalls ablaufen läßt.
Priority Applications (19)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742418033 DE2418033C3 (de) | 1974-04-13 | Verfahren zur Entfernung von Schlackekuchen aus Synthesegasreaktoren | |
| FR7510849A FR2267281B1 (de) | 1974-04-13 | 1975-04-08 | |
| DK152975A DK142232C (da) | 1974-04-13 | 1975-04-09 | Fremgangsmaade til at fjerne slaggekager fra syntesegasreaktorer |
| NO751236A NO138592C (no) | 1974-04-13 | 1975-04-09 | Fremgangsmaate til fjerning av slaggkaker fra syntesegassreaktorer |
| SE7504130A SE400266B (sv) | 1974-04-13 | 1975-04-10 | Forfarande for uttagning av vid partiell oxidation av tungolja med syre till syntesgas utfallande vanadinhaltig slaggkaka ur en med keramiskt material fodrad och med bottenflensforslutning forsedd reaktor, varvid ... |
| BR2830/75D BR7502225A (pt) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Processo e dispositivo aperfeicoado para remover as aglomeracoes de escoria em reatores de gas de sintese |
| GB14946/75A GB1502785A (en) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Process for removing a slag cake from a reactor |
| IT49046/75A IT1035267B (it) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Procedimento sconie da reattori per gas di sintesi |
| AU80083/75A AU499351B2 (en) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Synthetic gas reactor |
| NL7504355A NL7504355A (nl) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Werkwijze en inrichting voor het verwijderen van slakkoeken uit synthesegasreactoren. |
| GB37894/77A GB1502786A (en) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Process and equipment for removing a slag cake from a reactor |
| US05/567,118 US4018621A (en) | 1974-04-13 | 1975-04-11 | Method for removing slag cakes from synthesizing gas reactors |
| ES436562A ES436562A1 (es) | 1974-04-13 | 1975-04-12 | Procedimiento con su dispositivo realizador para extraer tortas de escoria de reactores de gas de sintesis. |
| JP4511575A JPS5640081B2 (de) | 1974-04-13 | 1975-04-14 | |
| DK484376A DK142025C (da) | 1974-04-13 | 1976-10-27 | Bundlukke til brug for syntesegasgeneratorer |
| SE7613806A SE418281B (sv) | 1974-04-13 | 1976-12-08 | Bottenforslutning for syntesgasgeneratorer |
| NO773976A NO138593C (no) | 1974-04-13 | 1977-11-21 | Bunnlukning for syntesegassgeneratorer |
| AU32355/78A AU511886B2 (en) | 1974-04-13 | 1978-01-11 | Method of removing slag cake from synthetic gas reactors |
| JP56001295A JPS5849481B2 (ja) | 1974-04-13 | 1981-01-09 | 合成ガス発生炉の底密閉部 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742418033 DE2418033C3 (de) | 1974-04-13 | Verfahren zur Entfernung von Schlackekuchen aus Synthesegasreaktoren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2418033A1 DE2418033A1 (de) | 1975-10-23 |
| DE2418033B2 DE2418033B2 (de) | 1976-12-30 |
| DE2418033C3 true DE2418033C3 (de) | 1977-09-01 |
Family
ID=
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