DE2413176B1 - Spielkäfig für Kleintiere - Google Patents
Spielkäfig für KleintiereInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Käfige für Kleintiere, wie z. B. für Hamster und Springmäuse, insbesondere als Spielkäfig
dienende Käfige für solche Tiere.
Herkömmliche Käfige für Hamster und Springmäuse bieten den Tieren nur einen abgeschlossenen und begrenzten
Bewegungsbereich, so daß diese Tiere nicht dazu angeregt werden, sich physisch zu betätigen und
zu bewegen, sondern statt dessen mehr schlafen als es notwendig ist und infolgedessen ihr Wohlbefinden und
körperliche Aktivität verlieren.
Es wurde auch bekannt, daß die üblichen Käfige für solche Tiere vorstehende Teile aufweisen, die von den
Tieren angefressen oder angeknabbert werden, wobei die Teile solcher Käfige, insbesondere, wenn sie aus
Kunststoff bestehen, in kürzester Zeit weggefressen werden, so daß die Tiere durch die entstehenden Löcher
entschlüpfen können. Weisen Käfige scharfe Metall- oder Kunststoffkanten auf, so können sich die Tiere
häufig verletzen, wenn sie mit diesen Teilen in Berührung kommen. Weitere Nachteile bei herkömmlichen
Hamster- und Springmauskäfigen bestehen darin, daß die verunreinigte und beschmutzte Streu angefaßt
werden muß, wenn der Käfig gereinigt werden soll, daß unzureichende Einrichtungen zur Aufnahme der Füttergefäße
vorgesehen sind und daß überhaupt kein Spielanreiz für tierliebende Kinder gegeben ist, da herkömmliche
käfigartige Gehäuse eine feste Konstruktion haben und nicht durch anbringbare Bauteile verändert
werden können. Um den Spielanreiz zu bieten und um einen zusätzlichen Bewegungsbereich für die Tiere
zu schaffen, wurden die Käfiggehäuse mit rohrförmigen Teilen ausgestattet, die mit dem Hauptgehäuse in Verbindung
stehen. Solche Versuche sind unbefriedigend verlaufen, insbesondere, weil die rohrförmigen Teile
einen nicht sicher begehbaren Boden für die Tiere bilden. Die Vorrichtungen der zuletzt genannten Art weisen
einen senkrecht verlaufenden Durchlaß auf, der zu einer oberen Kammer führt und mit parallelen, im Abstand
zueinander angeordneten Ringen versehen ist, über welche die Tiere nach oben klettern sollen. Es ist
aber eine erhebliche Kraft und Anstrengung erforderlich, um über die Ringe nach oben zu klettern, so daß
die Tiere diese Einrichtung nur selten oder gar nicht mehr benutzen. Ein weiterer Nachteil der vorbekannten
Vorrichtungen besteht darin, daß keine ausreichenden Belüftungen vorhanden sind, so daß die Tiere häufig
in Atemnot geraten.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, einen nützlichen und reizvollen Spielkäfig für Kleintiere, wie z. B. Hamster
und Springmäuse zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile nicht aufweist Insbesondere soll durch
die Erfindung ein Spielkäfig für Kleintiere geschaffen werden, der von den vorbekannten Käfigen ausgeht,
jedoch einen vergrößerten Spielbereich für die Tiere bietet und Kanäle oder Tunnel mit relativ flachen Böden
aufweist und die Tiere zum Spielen anregt. Es soll ferner eine Einrichtung vorgesehen sein, mittels welcher
der Haupt- und Grundspielbereich mit einem darunter angeordneten Aquarium oder Terrarium verbunden
werden kann, wobei beide Behälter als Untersatz für das Grundgehäuse und als unterer Gehäuseabschnitt
dienen können. Durch das Auseinanderbauen und Wiederzusammenbauen der Teile wird der Spielanreiz
für Kinder beträchtlich erhöht. Es sollen alle vorstehenden Teile, Ecken und Metallkanten an dem
Käfig weggelassen werden, damit die Gefahr vermieden wird, daß die Tiere diese Teile wegknabbern oder
sich an ihnen verletzen können. Der Käfig soll sich einfach reinigen lassen, ohne daß man gezwungen ist, das
verschmutzte Streu mit der Hand anzufassen. Ferner sollen sich Füttereinrichtungen an verschiedenen Stellen,
wie z. B. in der Hauptkammer oder an einer oder mehreren Tunnelstellen oder im unteren Abschnitt anbringen
lassen. Der Spielkäfig soll derart ausgestaltet sein, daß die Hauptkammer von Hand zugänglich ist,
damit ein Tier aus der Hauptkammer entnommen werden kann, um es zu reinigen oder näher zu betrachten.
Im Spielkäfig sollen herkömmliche Belüftungen angeordnet sein, die alle Käfigabschnitte einschließlich
des unteren Behälters, wenn ein solcher verwendet wird, belüften. Es soll ein Turm vorgesehen sein, der an
verschiedenen Stellen des Spielkäfigs lösbar befestigt werden kann und wahlweise mit der Mittelkammer,
den Tunneln oder dem unteren Käfig-Abschnitt verbindbar ist. Ein solcher Turm soll mit einem inneren,
schraubenförmigen, vorspringenden Rand versehen werden, so daß der senkrechte Abstand zwischen diametral
gegenüberliegenden Randteilen des Turmes klein genug ist, um den Tieren das Hinaufklettern zu
erleichtern. Der Turm soll ferner an verschiedenen Stellen seiner Längserstreckung am Käfig lösbar befestigt
werden können, so daß er um ein bestimmtes Stück in die zentrale Kammer und den unteren Abschnitt
des Käfigs hineinragt. Die Erfindung ist ferner darauf gerichtet, einen relativ einfach konstruierten
und preiswerten Spielkäfig zu schaffen, der die vorgenannten Merkmale aufweist.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein auf einem Untersatz ruhendes Unterteil
vorgesehen, das aus einem transparenten, vorzugsweise aus Kunststoff hergestellten Gehäuse besteht
und an einer Bodenschale lösbar befestigt ist, wobei die Bodenschale auf einem Untersatz ruht, wie z. B. auf
einem als Aquarium oder Terrarium dienenden Behälter, oder, falls es erwünscht ist, auf irgendeiner flachen
Unterlage.
Das vorgenannte Grundgehäuse weist eine Mittelkammer, einen am Umfang angeordneten Tunnel und
mittlere Kanäle auf, die zwischen dem Tunnel und der Kammer angeordnet sind, und die Bodenschale weist
einen mittleren Abschnitt auf, der unter der Kammer angeordnet ist und den Boden der Kammer bildet. Der
umlaufende Teil der Bodenschale ist im wesentlichen flach ausgebildet und befindet sich unter dem mittleren
Teil der Bodenschale, wobei er den Boden des umlaufenden Tunnels bildet. Die Bodenschale weist im wesentlichen
flach ausgebildete Verbindungsteile zwischen ihren am Umfang liegenden Abschnitten und
dem mittleren Abschnitt auf, die den Boden für die Kanäle bilden. Es sind auch offene Abschnitte des transparenten
Gehäuses vorgesehen, die außerhalb der mittleren Kammer, des Tunnels und der Kanäle liegen, und
zwar unmittelbar über gitterartigen Bereichen der Bodenschale, und die als Belüftungen für einen darunterliegenden
Behälter dienen, wenn ein solcher als unterer Gehäuseabschnitt verwendet wird.
Ein weiteres Bauteil des Hauptgehäuses wird von einem rohrförmigen Turm gebildet, der lösbar in einem
von mehreren Löchern des oberen Wandabschnittes der mittleren Kammer, des Bodens und in verschiedenen
Teilen der oberen Wandabschnitte des Tunnels befestigbar ist, und die Löcher können mit herausnehmbaren
Deckeln verschlossen werden. Dieser Turm ist mit Sätzen diametral gegenüberliegender, sich nach
außen erstreckender Vorsprünge versehen, die in verschiedenen Höhen angeordnet sind, damit sie entweder
in das Loch des oberen Wandabschnittes der mittleren Kammer oder in den Boden eingreifen und den Turm in
einer bestimmten Höhe halten, so daß dieser, falls erwünscht, sich bis in die mittlere Kammer oder um einen
bestimmten Betrag-in den darunterliegenden Behälter erstreckt, was von der Größe der in dem Spielkäfig
aufgenommenen Tiere abhängt. An der inneren Fläche des Turmes ist ein ununterbrochener vorstehender,
schraubenförmig verlaufender Rand vorgesehen, der es den Tieren ermöglicht, beim Spiel nach oben zu klettern
oder die Füttereinrichtung, die an der Turmspitze aufgehängt ist, zu erreichen. Die Vorderpfoten und
Hinterpfoten des Tieres können die einander gegenüberliegenden Randteile ergreifen, wobei diese Teile
einen relativ kleinen Höhenunterschied aufweisen, der einer halben Schraubensteigung entspricht, so daß das
Hinaufklettern erleichtert wird. Die bevorzugte balgförmige
Füttereinrichtung kann unmittelbar am oberen Wandabschnitt oder dem Bodenabschnitt der mittleren
Kammer aufgehängt werden, falls ein Turm nicht verwendet wird.
Der mit dem Loch versehene Teil des oberen Wandabschnittes weist einen herausnehmbares Anschlußstück
auf, das den Turm aufnimmt und nach dem Herausnehmen einen Zugang freigibt, so daß man mit einer
Hand in die zentrale Kammer hineingreifen kann, um ein Tier zu einem beliebigen Zweck herauszunehmen.
Dieses Anschlußstück kann ferner mit einem Deckel versehen werden, so daß verhindert wird, daß die Tiere
aus dem Spielkäfig entweichen. Das Anschlußstück, die Deckel und der Tunnel sind jeweils mit Belüftungsöffnungen
für den Zutritt von Frischluft versehen, wobei die Öffnungen jedoch so schmal ausgebildet sind, daß
die Tiere nicht mit ihren Zähnen oder Pfoten hindurchgreifen können.
Der erfindungsgemäße Spielkäfig bildet daher ein sicheres und gut belüftetes Gehäuse mit einem vergrößerten
Spielbereich für kleine Tiere, der — falls gewünscht — obere und untere Abschnitte aufweist,
einen an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Höhen einsetzbaren Turm mit einer bequem zu benutzenden
Klettereinrichtung, so daß ein zusätzlicher Spielbereich für die Tiere geschaffen wird, die ihre Füttereinrichtung
bequem erreichen können, sowie ein Spielanreiz für ein Kind. Es sind nur wenige Teile für
einen Spielkäfig erforderlich, der die verschiedenen Variationsmöglichkeiten zuläßt, wobei diese wenigen Teile
von einem einstückig ausgebildeten transparanten Gehäuse, einer Bodenschale, einem Turm und identischen
Deckeln gebildet werden, die zum Verschluß irgendeines der Löcher dienen. Falls ein unterer Gehäuseabschnitt
erwünscht ist, kann ein gebräuchlicher Aquariumbehälter verwendet werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung. Darin zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Spielkäfigs für Kleintiere, wobei der Turm und
die Füttereinrichtungsteile über der Mittelkammer und in strichpunktierten Linien die Anordnung dieser Teile
über einem seitlichen Abschnitt der Vorrichtung dargestellt sind und wobei ein Teil zur Verdeutlichung weggebrochen
ist,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die in der F i g. 1 gezeigte Vorrichtung mit den eingesetzten Bauteilen, wobei ein
Teil des Grundgehäuses zur Veranschaulichung weggebrochen ist,
Fig.3 eine Vorderansicht der in der Fig.2 dargestellten
und auf einer Unterlage abgesetzten Vorrichtung in verkleinertem Maßstab,
F i g. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie 4-4 nach Fig.2,
F i g. 4A eine Teilschnittansicht gemäß dem rechten
Teil der in der F i g. 4 dargestellten Vorrichtung, wobei jedoch ein Abschnitt des Turmes im rechten Teil der
Vorrichtung eingesetzt ist und die Schnittlinie entlang der Linie 4A-4A nach F i g. 2 verläuft,
F i g. 5 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang der Linie 5-5 nach F i g. 4,
F i g. 6 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang der Linie 6-6 nach F i g. 4,
F i g. 7 eine Teilschnittansicht entlang der Linie 7-7 nach F i gi 2,
F i g. 8 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang der Linie 8-8 nach F i g. 2,
Fig.9 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang
der Linie 9-9 nach F i g. 4,
Fig. 10 eine Vorderansicht der an ihrer Oberseite
verschlossenen Vorrichtung, die auf einem Aquariumbehälter aufgesetzt ist, der einen unteren Teil bildet, in
den sich der Turm hineinerstreckt, wobei der Behälter im Schnitt dargestellt und ein Teil der Vorrichtung zur
Veranschaulichung weggelassen ist, und
F i g. 11 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang
der Linie 11-11 nach F i g. 10.
Das in der Zeichnung mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnete Unterteil ruht auf einer Unterlage, wie z. B.
auf einem Tisch 16 (siehe F i g. 3) oder auf einem Behälter 17 (siehe F i g. 10), der einen unteren Raum bildet,
wie dies noch nachstehend beschrieben werden soll. Das Unterteil besteht aus einem transparenten Grundgehäuse
18, das vorzugsweise aus einem flexiblen Kunststoff besteht und abnehmbar an einer Bodenschale
19 befestigt ist, wobei die lösbare Befestigung mittels der sich von dem oberen umlaufenden Rand 21 der Bodenschale
nach oben und innen erstreckenden Rasten 20 und der Vorsprünge 22 erfolgt, die sich von dem
unteren umlaufenden Rand 23 des transparenten Gehäuses nach außen erstrecken.
Das Grundgehäuse 18 weist einen umlaufenden Teil 24 auf, der aus äußeren Wandabschnitten 25,26,27 und
28, inneren Wandabschnitten 29,30,31,32,33,34,35,36
und oberen Wandabschnitten 37,38,39 und 40 besteht, die den oberen Teil des umlaufenden Tunnels 41 bilden,
während der umlaufende untere Teil 42 des Grundgehäuses 18 offen ist und den entsprechenden umlaufenden
Teil 43 der Bodenschale 19 übergreift, um mit diesem, wie nachfolgend beschrieben, zusammenzuwirken.
In der Mitte des Grundgehäuses 18 befindet sich die Mittelkammer 44, die an ihrer Bodenseite offen ist und
seitlich durch die Wandabschnitte 45,46,47 und 48 abgeschlossen
ist und die nach oben durch einen mit einer Öffnung 50 versehenen Deckel 49 abgedeckt ist. Die
Mittelkammer 44 ist mit dem Tunnel 41 über die Kanäle 51 und 52 verbunden, die sich an die Kammer und die
entsprechenden Tunnelabschnitte 41A und 41B anschließen,
und die Kanäle 53 und 54 verbinden die Kammer mit den Tunnelabschnitten 41C und 41D. Der
Kanal 51 wird durch die Seitenwände 55 und 56 und durch die obere Wand 57 gebildet, der Kanal 52 durch
die Seitenwände 58 und 59 und die obere Wand 60, der Kanal 53 durch die Seitenwände 61 und 62 und die obere
Wand 63 und der Kanal 54 durch die Seitenwände 64 und 65 und die obere Wand 66. Die entsprechenden
Unterseiten der Kanäle 51,52,53 und 54 sind offen und
überdecken die umlaufenden Teile der Bodenschale, so daß der Tunnel mit Verbindungsgängen versehen ist.
Die offenen Ausschnitte 67,68,69 und 70 des Gehäuses
18 decken sich mit entsprechenden vergitterten Belüftungsabschnitten 71, 72, 73 und 74 in der Bodenschale,
durch welche ein darunterliegender Raum, wie z. B. der Behälter 17, belüftet werden kann.
Die Bodenschale 19 weist einen umlaufenden Randabschnitt 75 auf, der im Abstand zum inneren Teil 76
verläuft, und der umlaufende Randabschnitt 75 und der äußere Rand 77 des inneren Teiles 76 bilden zusammen
den unteren Abschnitt 78 des Tunnels 41, wobei der Boden 79 des unteren Teiles unter die Ebene des oberen
Randes 21 des umlaufenden Randabschnittes und des inneren Teiles 76 herausgeprägt und im wesentlichen
flach ausgebildet ist. Diese verschiedenen Teile sind derart angeordnet, daß, wenn das Gehäuse 18 über
der Bodenschale 19 angeordnet wird, der Boden 79 unter dem offenen umlaufenden Teil 24 zu liegen kommt,
so daß dadurch der geschlossene Verbindungsgang durch den Tunnel 41 gebildet wird. Das innere Teil 76
der Bodenschale weist das mittlere Bodenstück 80 auf, das unter der Mittelkammer 44 des Gehäuses 18 angeordnet
ist und den Boden der Mittelkammer bildet. An vier Ecken der Bodenschale sind die vergitterten
Belüftungsabschnitte 71,72,73 und 74 angeordnet.
Der Deckel 49 der Mittelkammer 44 ist, wie bereits ausgeführt, mit einem Loch 50 versehen, wobei das
Loch einen Kreisquerschnitt und an seinem Umfang eine Bajonettverschlußeinrichtung 81 aufweist, die in
an sich bekannter Weise mit einer Bajonettverschlußeinrichtung 82 in Eingriff kommt, die sich am Außenrand
des Flansches 83 eines mit einem Flansch versehenen Anschlußstückes 84 befindet, wobei das Anschlußstück
einen sich nach oben erstreckenden ringförmigen Wandteil 85 mit einer Bajonettverschlußeinrichtung 86
aufweist, in weiche die entsprechenden Bajonettverschlußteile einer Verschlußscheibe 87 eingreifen (siehe
F i g. 11). Diese Scheibe hat einen flachen Deckelteil 88, der den oberen Rand 89 des ringförmigen Wandteiles
85 übergreift, sowie einen nach unten greifenden ringförmigen Wandteil 90, der mit einer bekannten Bajonettverschlußeinrichtung
91 versehen ist, die mit der Bajonettverschlußeinrichtung 86 des ringförmigen Wandteiles 85 in Eingriff kommt.
Das dargestellte besondere Ausführungsbeispiel des transparenten Gehäuses weist zwei zusätzliche Löcher
92 und 93 mit ringförmigen Wandteilen 94 bzw. 95 auf, ,die sich von dem Tunnel 41 an verschiedenen Teilen
des Tunnels nach oben erstrecken und einen Zugang zum Tunnel bilden. Die Wandteile 94 und 95 sind an
ihren oberen Rändern mit Bajonettverschlußeinrichtungen 96 ausgestattet, in welche die Deckel 87Λ und
87ß, die mit dem Deckel 87 (siehe Fig. 11) identisch
sind, eingesetzt werden. In dem Boden 80 der Bodenschale ist ebenfalls ein Loch 97 angeordnet, dessen
Rand mit einer Bajonettverschlußeinrichtung versehen ist, in weiche der Deckel 87C, der mit den Deckeln 87,
87Λ und 87£? identisch ist, eingesetzt werden kann (siehe
F i g. 4).
Der Turm 99 ist zylinderförmig ausgebildet und weist mehrere in senkrechtem Abstand zueinander angeordnete
Sätze 100,100a usw. von sich nach außen erstrekkenden Vorsprüngen 101 auf, wobei die Vorsprünge jeweils
eines Satzes in der gleichen Horizontalebene liegen. Der Turm ist derart dimensioniert und die Vorsprünge
sind derart ausgerichtet, daß ein bestimmter Satz auf entsprechend angeordneten, nach innen greifenden
Bajonettverschlußwandrändern eines beliebigen Loches aufsitzen können, z. B. auf den Rändern 102
des Anschlußstückes 84, den Rändern 103 des Loches 93 und den Rändern 104 des Loches 97 des mittleren
Bodenstückes 80 der Bodenschale. Die Vorsprünge weisen eine solche Breite auf, daß sie in senkrechter
Richtung durch die Zwischenräume zwischen den Bajonettverschlußteilen hindurchbewegt werden können,
wie z. B. durch den Zwischenraum 105 (siehe F i g. 5)
to und 106 (siehe F i g. 6), während der Turm in eine bestimmte Stellung gebracht wird, und wenn der Turm
dann in eine solche Lage gedreht wird, in welcher die Vorsprünge eines ausgewählten Satzes über den Bajonettverschlußteilen
zu liegen kommen, dann wird der Turm in einer solchen Stellung auf den Rändern der
Wandteile der Bajonettverschlußeinrichtung getragen. Betrachtet man z. B. die F i g. 4, dann ist zu erkennen,
daß die Vorsprünge 101 des Satzes 100a über den entsprechenden nach innen greifenden Rändern 102 des
Anschlußstückes 84 angeordnet sind, wobei ein Teil des Turmes nach unten in die Mittelkammer 44 ragt. Die
F i g. 4A zeigt, daß die Vorsprünge des Satzes 1006 auf den entsprechenden Bajonettverschlußwandrändern
103 des ringförmigen Wandteiles 94 liegen, und die F i g. 10 zeigt, daß die Vorsprünge des Satzes 100c auf
den Wandrändern 104 des in der Bodenschale angeordneten Loches 97 ruhen, wobei ein Teil des Turmes nun
nach unten in den darunterliegenden Behälter 17 hineinragt.
An seiner Innenseite weist der Turm einen schraubenförmig verlaufenden vorspringenden Rand 107 auf,
der als Leiter für die Tiere dient, damit diese die Füttereinrichtung 108 erreichen können, die am oberen Ende
des Turmes aufgehängt ist. Zwei sich gegenüberliegende Teile des vorspringenden Randes besitzen einen
Höhenunterschied, der der Hälfte der Schraubensteigung entspricht, so daß ein Tier, das unter Verwendung
seiner Vorder- und Hinterbeine den Turm hinaufklettert und den vorspringenden Rand an diametral gegenüberliegenden
Teilen ergreift, seine Beine an Stellen relativ kleinen Höhenunterschiedes absetzen kann und
sich daher weniger anstrengen muß, als wenn es einen Turm hinaufklettern würde, der mit parallelen umlaufenden
Rändern versehen ist, die in gleichmäßigen, der Steigung des schraubenförmigen Randes entsprechenden
Abständen zueinander angeordnet sind.
Die Füttereinrichtung 108 hat einen oberen Flansch 109, an dem der balgartige Teil 110 des Flüssigkeitsbehälters
befestigt ist, und der Flansch 109 ruht auf dem oberen Rand 111 des Turmes, so daß die Füttereinrichtung
in dem Turm in einer geeigneten Futterstellung aufgehängt ist (siehe F i g. 4) und gleichzeitig als Verschluß
für den Turm dient.
Es ist zu erkennen, daß der Turm 99 mit der Füttereinrichtung
108 in das Anschlußstück 84 eingesetzt werden kann, so daß sich der Turm innerhalb der Mittelkammer
in einer gewünschten Höhe befindet, wie dies in den F i g. 3 und 4 dargestellt ist. Oder der Turm
kann auch in eines der Löcher 92 oder 93 über dem Tunnel angeordnet sein, wie dies z. B. in der F i g. 4A
gezeigt ist. Der Turm kann auch in das Bodenloch 97 eingesetzt sein (siehe F i g. 10), so daß er in den darunterliegenden
Behälter 17 hineinragt, wenn ein solcher Behälter als Untersatz verwendet wird, so daß der
Turm ohne die Füttereinrichtung eine Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt der Vorrichtung
schafft.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Vor-
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richtung werden der geschlossene Boden 79 des Tunnels 41 und 80 der Mittelkammer 44 normalerweise mit
einem geeigneten Streu bedeckt. Um die Bodenschale zu reinigen, ist es lediglich notwendig, die Bodenschale
19 und das Gehäuse 18 auseinanderzunehmen und das verschmutzte Streu zu entfernen.
Es sei angemerkt, daß die ganze Vorrichtung mit geeigneten Belüftungsbohrungen versehen ist, um den im
Käfig eingeschlossenen Tieren an jeder Stelle eine entsprechende Frischluftmenge zuzuführen. Jeder Verschlußdeckel
87, S7A und 87 ß ist für den Zutritt von Frischluft mit eng nebeneinander angeordneten gekrümmten
Schlitzen 112 versehen, die nicht breit genug sind, als daß die Tiere mit ihrem Maul oder ihren Pfoten
durch die Schlitze hindurchgreifen können. Das flanschartige Anschlußstück 84 ist in seinem Flanschteil
83 mit mehreren kleinen Bohrungen 113 versehen, und in den Ecken 114 und 115 des Tunnels sind jeweils mehrere
kleinere Bohrungen 116 angeordnet, die zur Belüftung dienen. Wenn die Vorrichtung über einen als Untersatz
dienenden Behälter abgesetzt wird, dann dienen die gitterartigen Öffnungen 117 der Abschnitte 71, 72,
73 und 74 zur Belüftung des unter der Vorrichtung liegenden Behälters.
Aus der vorstehenden Beschreibung des erfindungsgemäßen Spielkäfigs ergibt sich, daß dieser einen ausgedehnten
Spielbereich unterschiedlicher Formgebung und in unterschiedlichen Richtungen bildet und mit
einem flachen Boden ausgestattet ist, so daß sich die Tiere bequem und sicher bewegen können. Alle Öffnungen
sind durch geeignete Deckel verschlossen, die entfernbar sind, wenn es erwünscht ist, den Turm einzusetzen.
Will man in die Mittelkammer 44 hineingreifen, um aus dem Spielkäfig ein Tier zum Reinigen oder aus
einem anderen Grund herauszunehmen, dann wird das Anschlußstück 84 entfernt, und man greift mit einer
Hand in die Mittelkammer, um das Tier zu erfassen. Wenn der Turm nicht eingesetzt ist, dann wird das
Loch 50 durch das Anschlußstück 84 und einen Deckel 87 verschlossen. Auf Grund der Tatsache, daß der erfindungsgemäße
Spielkäfig mit herausnehmbaren Teilen versehen ist und daß der Turm 99 sehr leicht an verschiedenen
Stellen angebracht werden kann, übt der Spielkäfig auf Kinder einen besonderen Spielreiz aus.
Die Einstellbarkeit des Turmes mit oder ohne Füttereinrichtung ermöglicht, daß der untere Rand des Turmes
in einer entsprechenden ausreichenden Nähe gegenüber den Tieren unterschiedlicher Größe angeordnet
werden kann, damit diese im Turm nach oben klettern können.
Das gesamte Unterteil 15 kann auf irgendeiner Unterlage, wie z. B. auf einem Tisch, oder, falls erwünscht,
auf einem Behälter abgesetzt werden. Als unterer Behälter kann z. B. ein herkömmliches Aquarium oder
Terrarium dienen, wenn es erwünscht ist, unter dem Spielkäfig einen Behälter anzuordnen, und in dem Behälter
kann der Turm 99 in der vorbeschriebenen Weise hineinragen, während der Behälter durch die vorgenannten
gitterförmigen Belüftungsabschnitte hindurch belüftet wird.
Infolge der Austauschbarkeit und der Möglichkeit des Zusammenbaues vieler Einzelteile, werden nur wenige
Bauteile benötigt, um unterschiedliche Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Spielkäfigs vornehmen
zu können, so daß die Herstellung des Spielkäfigs wirtschaftlich ist und nur verhältnismäßig niedrige Kosten
verursacht.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Spielkäfig für Klein tiere, dadurch gekennzeichnet, daß ein Unterteil (15) mit einem
transparenten Grundgehäuse (18) und einer darunter angeordneten Bodenschale (19) vorgesehen ist,
daß das Grundgehäuse eine Kammer (44), einen am Außenrand umlaufenden Tunnel (41) und den Tunnel
mit der Kammer verbindende Kanäle (51 bis 54) aufweist, daß die Bodenschale einen unter der Kammer
gelegenen und deren Boden (80) bildenden Teil hat, daß die Kammer seitliche Wandabschnitte (45
bis 48) und einen Deckel (49) mit einem Loch (50) aufweist, in welchem sich ein Turm (99) lösbar befestigen
läßt, der in seiner montierten Lage eine Verbindung zur Kammer herstellt und entlang seiner
Innenfläche einen vorspringenden Rand (107) aufweist, der den Kleintieren das Erklettern des Turmes
ermöglicht, und daß zum Verschließen des Loches (97) ein herausnehmbarer Deckel (87C) vorgesehen
ist.
2. Spielkäfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kletterrand ununterbrochen entlang
einer einzigen Mantellinie zwischen dem oberen und unteren Teil des Turmes verläuft.
3. Spielkäfig nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Turm eine im wesentlichen
zylinderförmige Gestalt aufweist und daß der vorspringende Rand entlang einer Schraubenlinie verläuft.
4. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse wenigstens
ein weiteres Loch (92,93) aufweist, das im Abstand zu dem Hauptloch (50) angeordnet und derart
ausgestaltet ist, daß der Turm in dem zweiten Loch lösbar befestigt werden kann.
5. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Tunnel
(41) von sich seitlich gegenüberliegenden Wandabschnitten (25 bis 36), einem oberen Wandabschnitt
(37 bis 40) und einem Boden (79) gebildet ist, daß die unterhalb des Tunnels liegende Bodenschale
(19) am Umfang liegende Bodenteile (79) aufweist, die den Boden des Tunnels bilden, daß die anderen
Löcher (92, 93) in dem oberen Wandabschnitt (39, 40) des Tunnels angeordnet sind, daß die Löcher
und der Turm mit zusammenwirkenden lösbaren Halterungen (84, 81, 82, 96) versehen sind, so daß
der Turm lösbar an der Halterung irgendeines ausgewählten Loches befestigt werden kann und mit
der Kammer oder dem Tunnel verbunden ist.
6. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Turm Sätze (100)
von sich nach außen erstreckenden, auf dem Umfang im Abstand zueinander verteilten Vorsprüngen
(101) aufweist, die in senkrechtem Abstand in unterschiedlichen Höhen zueinander angeordnet sind,
und daß die Halterung des Hauptloches (50) einen Wandteil (85) aufweist, der derart ausgestaltet und
angeordnet ist, daß er einen bestimmten Satz der Vorsprünge aufnehmen und abstützen kann, so daß
der Turm (99) in einer bestimmten Lage gehalten wird, um sich um einen bestimmten Betrag in die
Kammer hinein zu erstrecken.
7. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Kammer
angeordnete Hauptloch eine umlaufende Wand mit einer Verschlußeinrichtung (81) aufweist, so daß
eine seitlich abgeschlossene öffnung (50) gebildet wird, und daß die lösbare Halterung ein flanschartig
ausgebildetes Anschlußstück (84) mit einem ringförmigen Wandteil (85) und einem umlaufenden
Flansch (83) aufweist, der mit der Verschlußeinrichtung an der umlaufenden Wand des Loches in
einem lösbaren Verriegelungseingriff steht.
8. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenschale (19)
lösbar an dem Grundgehäuse (18) gehalten ist, daß die Kammer (44) in der Mitte des Grundgehäuses
angeordnet ist und daß sich die Kanäle (51 bis 54) an mittleren Abschnitten der Kammer an diese anschließen.
9. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb der Mittelkammer
(44) und dem Tunnel gelegenen Bodenabschnitte (80, 79) der Bodenschale flach ausgebildet
sind und daß gewisse andere Teile der Bodenschale mit Belüftungsabschnitten (71 bis 74, 117)
versehen sind, die zwischen der Kammer und dem umlaufenden Tunnel angeordnet sind.
10. Spielkäfig mit einem unter der Bodenschale angeordneten Untersatz nach einem der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Untersatz von einem seitlich abgeschlossenen Behälter (17)
gebildet ist, der unter der Kammer (44) und den Belüftungsabschnitten (71 bis 74) angeordnet ist, und
daß der unter der Kammer gelegene Teil der Bodenschale, der den Boden (80) der Kammer bildet,
mit einem Loch (97) versehen ist, durch welches eine Verbindung zwischen der Kammer und dem
Behälter (17) hergestellt wird.
11. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Boden der
Kammer (44) angeordnete Loch (97) zur Aufnahme und lösbaren Abstützung des Turmes (99) dient, so
daß der Turm sowohl mit der Kammer als auch mit dem Behälter in Verbindung steht.
12. Spielkäfig nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Boden der
Kammer (44) angeordnete Loch (97) im Abstand zueinander angeordnete Wandteile aufweist, die
derart angeordnet und ausgebildet sind, daß sie mit einem ausgewählten Satz der Turmvorsprünge in
Eingriff bringbar sind, um den Turm abzustützen.
13. Spielkäfig nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die am äußeren Rand verlaufenden
Bodenabschnitte (79) der Bodenschale (19), die den Boden des Tunnels (41) bilden, unterhalb der Ebene
der übrigen Teile (76,80) der Bodenschale angeordnet sind, so daß eine etwas tiefere Spielebene für
die Kleintiere gebildet wird.
14. Spielkäfig nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher mit gegenseitig austauschbaren
Verschlußteilen (87) versehen sind und daß die Verschlußteile und gewisse Wandabschnitte (37
bis 40) des Tunnels (41) mit Belüftungsbohrungen (112,116) versehen sind.
15. Spielkäfig nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belüftungsabschnitte (71 bis 74) gitterartig ausgebildet sind und daß das Grundgehäuse
an über den gitterartigen Abschnitten gelegenen Stellen offene Abschnitte (67 bis 70) aufweist,
so daß der Behälter (17) durch die gitterartigen Öffnungen (117) mit der Atmosphäre in Verbindung
steht.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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